Beiträge von Chuck81

    Danke liebe Aurora für dein Feedback! Ja, es war eine Erkenntnis. Natürlich werde ich ausziehen, aber ganz ohne Geld geht es halt nicht. Jetzt wird es aber nicht mehr lange dauern und ich kann mir einen Kredit nehmen. Wohnungsanzeigen lese ich jeden Tag. Ich würde ja gerne im Haus bleiben, doch er will leider nicht gehen. Mietvertrag rennt auf seinen Namen... Er glaubt noch immer, er könnte seine Spielchen spielen, aber ich spiele nicht mehr mit. GAME OVER!! Er hat sich das ganze Wochenende zusammengerissen und war sehr nett zu mir, doch er ist abgeblitzt. Zu oft hab ich dieses hin und her miterlebt. Liebe Grüße

    Hi! Also ich muss echt sagen, ich bin stolz auf mich. Seit einigen Wochen (nachdem ich das letzte Mal "eingelullt" wurde) habe ich es geschafft stark zu bleiben und habe in dieser Zeit sehr stark meine Co-Abhängigkeit gespürt. Ich kann euch gar nicht sagen wie mir diese Forum hilft (durch viel lesen - leider liegt ja mein Thema ziemlich still) doch z.B letztes Wochenende habe ich mir immer wieder im Geiste gesagt: Ich bin keine funktionierende Co, ich bin keine funktionierende Co... Klingt jetzt absurd, aber es hat mich davor bewahrt wieder in mein -ichwünschemirsosehr,dassallesgutwird- Verhalten- hineinzurutschen. Einfach dieser Bewusstseinsprozess warum ich so handle wie ich handle. Nämlich meine "Krankheit". Diese Woche war meine persönlich schlimmste Woche. Ich erzähle keine Details, es wäre zu langatmig und persönlich, aber XY hat ein Geheimnis an meine Eltern weitergegeben, welches sie nie erfahren hätten dürfen. Es zerstört das Verhältnis zu meinen Eltern. Dies ist passiert, da ich seinen Eltern geschrieben hatte, dass er angesoffen mit dem Firmenauto unterwegs war. (entsprach der Wahrheit) Die ganze Woche ärgster Psychokrieg und tiefste Depressionen meinerseits. Trotz dieser schlimmen Woche ertappte ich mein CO-Ich, welches schrie, geh zu ihm und flehe ihn an eine Therapie zu machen. Geh zu ihm und entlocke ihm eine Entschuldigung. Doch ich habe mein Co-Ich (in diesen Augenblicken) besiegt. Heute war es wieder sehr heftig. Weinend habe ich die Flucht ins Schlafzimmer ergriffen, DOCH, ich habe in gewisser Weise die Kurve gekratzt. Bin doch wieder mit dem Kleinen hinaus in den Garten gegangen. Später saß ich mit meinem Sohn auf der Brücke vor dem Bach unseres Hauses und auf einmal merkte ich HEY! ES GEHT MIR GUT! Ich war bei mir selbst, es war ein wunderschöner Moment, zu erkennen (nach vielen Wochen) ES GEHT MIR GERADE GUT, WEIL ICH BEI MIR BIN. Es klingt vielleicht etwas wirr, was ich gerade geschrieben habe, aber ich freue mich einfach so. Ich habe nicht kontrolliert, ich habe nicht versucht etwas zu reparieren, was man nicht mehr reparieren kann. Ich habe in diesem Moment nicht an ihn gedacht. Ich habe einfach nur festgestellt, dass es mir gut geht, wenn ich bei mir bin und die Natur genieße und wenn ich einfach mal nicht im Gedanken bei ihm bin. Ein kleiner Schritt von außen betrachtet, aber für mich war dieser sehr wichtig.

    Hi! Sorry, dass ich so lange nichts von mir hören hab lassen, aber ich konnte auf einmal nichts mehr im Forum kommentieren. Nun habe ich dem Moderator geschrieben und er hat sich um das Problem gekümmert. Jetzt funktioniert es wieder. Bin voll happy in meiner neuen Arbeit, aber die Wohnungssuche steht auf Stillstand, weil ich momentan kein Gehalt bekomme... Das dauert bei den Lehrer/innen leider oft sehr lange... Ich habe wieder viele Hoch und Tiefs mitgemacht. Hab mich auch wieder einlullen lassen. Habe wieder vertraut und bin jedesmal enttäuscht worden (hasse mich selbst deswegen) Fast genau ein Jahr ist es her, dass ich mich hier registriert habe, noch länger lese ich hier schon mit und ich stehe genau an denselben Punkt, an welchen ich mich letztes Jahr befunden habe. Einzig und allein meine arbeits- bzw. finanzielle Situation hat sich geändert (wenn ich denn endlich mal Gehalt bekomme) Heute war ein Tiefpunkt. Mein XY war nicht zu Hause, ich wusste er kommt betrunken heim (wir sprechen fast nichts mehr miteinander) doch anstatt mich einfach in Ruhe zu lassen, pöbelte er wieder bis zum Umfallen. Letztendlich sagte er zu unserem Sohn: "Die Mama ist eine Schl..., das musst du dir merken!" Obwohl ich mir fest vorgenommen habe zu ignorieren, zu schweigen usw. hab ich wieder geschrien und geheult. Ich habe allerdings geschrien, er solle mich in Ruhe lassen. Einfach gehen... Das tut er aber nicht. Ich möchte, dass das Wochenende so schnell wie möglich vorbei geht. Esist der Horror... DANKE FÜRS ZUHÖREN

    Danke auch dir! Es ging (fast) alles schief. Banktermin war super. Bekam die Bestätigung, dass ich genug verdiene, um auch alleine einen Kredit zu bekommen. Meine Bonität wäre sehr gut. Dann bekam ich während der Arbeit einen Anruf, dass ich eine Stelle als Lehrerin bekommen könnte. Vorstellungstermin heute. (Habe die Stelle angenommen) Jetzt noch besseres Gehalt, bessere Arbeitszeiten, doch da war ja noch die Wohnungsbesichtigung der Wohnung, die ich unbedingt wollte. Nach der Arbeit fahre ich mit meinem Kind los. (Wird mir von meinen Eltern gebracht) Kurz vor der Wohnung beginnt er nur noch zu kotzen im Auto. Ich muss anrufen und die Besichtigung verschieben. Ich wollte ihn schnell nach Hause bringen und dann die Wohnung ansehen. Rufe also die Vermieter an und bitte um eine halbe Stunde Aufschub. Zu Hause angekommen ist niemand da. Irgendwann nach ca. einer Stunde kommt XY betrunken nach Hause. Wohnungsbesichtigung nicht mehr möglich. Sie würden sich melden, falls es mit den anderen Bewerbern/innen nix wird. Tja, das war es wohl mit dieser Wohnung. Wieder weiter ausharren.

    Hi! Also nächster Mittwoch wird spannend für mich. Am Vormittag habe ich einen Termin auf der Bank (wegen Kredit) und am Abend schaue ich mir eine Wohnung an, die mir sehr zusagt. Ich hoffe ich lasse mich am WE nicht wieder einlullen von meinem XY. Er kann das nämlich sehr gut!!! Ich muss weg, sonst schmeiß ich mein Leben weg. Drückt mir die Daumen, dass ich es durchziehe!!!

    Hi und Danke an euch!!!! Momentane Situation: Ich will eine eigene Wohnung, es gibt jedoch Probleme wegen Kredit. Ich habe 6 Monate Probezeit. Davon sind jetzt 3 vorbei. Dabei hätte ich eine so tolle Wohnung gefunden, die auch in der Nähe des Kindergartens meines Sohnes ist. :( Er gibt wieder mal mir die Schuld, dass er trinkt. Es ist mein Fehler, da ich immer wieder drohe, aber nichts in die Tat umsetze. Es gibt allerdings einen Unterschied zu damaligen Zeiten. Ich kann ehrlich zu mir selbst sagen, dass meine Pläne ernsthaft sind. Er glaubt, es wird so weitergehen- das weiß ich... Was ich momentan kaum ertrage ist, dass er immer wieder behauptet nüchtern zu sein, wurscht wie betrunken er ist. Es bringt mich an meine Grenzen. Ich setze ihn so sehr unter Druck. Ja, ja... Ich will weg. Ich will mein eigenes Heim. Er war jetzt 4 Tage auf Dienstreise.Ich habe es so genossen. Nach Hause zu kommen, Ruhe zu haben und die Zeit mit meinem Kind zu genießen. Ich brauche ihn nicht. Ich weiß nur nicht, wie ich ihn endlich loswerde. Er macht das richtig gut mit dem Psychoterror. Es berührt mich. Das ärgert mich. Aurora: Ich habe gerade die ersten Seiten deines Threads gelesen. Es erinnert mich sehr an mich, macht mir aber gleichzeitig Mut. Danke euch nochmals. Dieses Forum hat mir geholfen mich bewusst mit meiner Co Abhängigkeit auseinandersetzen zu können.

    Ich befinde mich wieder drinnen, in diesem Strudel... 2 Jahre Trockenheit miterlebt, danach (nach 4 Jahren) stationäre Therapie und dann begann wieder alles von vorne. Jeder normale Mensch würde sagen: "Okay, das war es, er will einfach nicht aufhören..." Conclusio= ich bin nicht normal... Bin mal wieder zu feige zu gehen. Gewalt nimmt wieder seinen Lauf. Mein Leben- ein Albtraum. Manchmal glaube ich , dass das Schlimmste ist, dass ich bewusst wahrnehme was geschieht und dass ich das zulasse. Mein Verstand sagt, dass es nicht aufhören wird. Mein Herz meint, er hat doch schon eine Therapie gemacht und aufgehört, er wir wieder aufhören. Ich will gar nicht mehr heimfahren, wenn meine Arbeit zu Ende ist. Ich verkrieche mich nur nicht in den oberen Stock unseres Hauses. Immer derselbe Spruch "Heute bin ich nüchtern" (ist er aber nicht) oder "gestern habe ich nichts getrunken!" (mag ja stimmen, aber dafür heute... Ich halte mich selbst für eine intelligente Frau, warum komme ich da nicht raus? Manchmal denk ich, dass ich Angst habe mir eingestehen zu müssen, dass ich einfach 9 Jahre meines Lebens weggeschmissen habe.(Vielleicht auch meine "besten Jahre") Ich werde älter habe ein Kind und habe das Gefühl, alles falsch gemacht zu haben.Das habe ich auch, aber ich klammere daran, dass "alles gut wird", doch mein Verstand sagt, es wir nichts gut. Ich weine mich jeden Tag in den Schlaf. Fühle mich tagsüber kraftlos will nix mehr unternehmen und- ja eigentlich leide ich nur mehr. Warum schreibe ich das? Weil mir dieses Forum sehr hilft. (Dies habe ich schon öfters geschrieben (oft in anderen Beiträgen)). Ich möchte weg, aber irgendwie steck ich schon wieder fest. Bin ratlos...

    Hallo Gotti! Wir kennen uns noch nicht, habe aber den Anfang und das Ende deines Theeads gelesen. Ich kenne die Probleme mit dem Finden einer passenden Wohnung. Ich hab auch einen Hund. Bin leider schon am überlegen, ob ich den Hund zurücklasse, obwohl er mir sehr, sehr viel bedeutet. Ich muss aber auch meinen jungen Sohn in Sicherheit bringen... Letzte Nacht konnte ich nicht schlafen. Meine Gedanken kreisen nur darum, endlich gehen zu wollen. Mein Kind geht seit September in den KG. Er hat ein Monat damit gekämpft, sich einzugewöhnen. Ich habe Angst davor, ihn rausreißen zu müssen. Er ignoriert mich und ist voll auf seinen Papa fixiert. Ich denke, er hat irrsinnige Verlustängste, seitdem ich das letzte Mal ausgezogen bin. Das macht alles nicht gerade leichter. Ich wünsche dir viel Glück bei der Wohnungssuche und weiterhin viel Kraft!!!

    Danke der Nachfrage! Mir geht es mal besser mal schlechter... Habe zwar bis dato keine Kraft mobilisieren können, um wieder auszuziehen, doch meine Pläne sind sehr konkret und nehmen Form an. Wie schon oben geschrieben, war wohl der Rückfall nach der 8 Wochen stationären Therapie eine seelische Herausforderung für mich. Mittlerweile gehe ich wieder arbeiten (bin im Juni mit meinem Studium fertig geworden) und ich merke, dass es mir hilft. Erstens verdiene ich nun endlich wieder nach drei Jahren Studium und Karenz mein eigenes Geld und zweitens kann ich mich auf berufliche Aufgaben konzentrieren und bin nicht nur im Gedanken bei meinem XY. Eigentlich stimmt "mein" XY nicht, denn ich habe mich emotional wirklich abgegrenzt. Ich bin stolz auf mich, weil ich bemerke, dass ich gewissen Mustern welche ich früher hatte, nicht mehr folge. Als Beispiel: Wenn XY in alten Zeiten auch nur einen Tag nüchtern war, habe ich all meine Energie dafür verschwendet, ihn davon zu überzeugen, dass er zum Trinken aufhören möge. Das mache ich nicht mehr, weil ich endlich weiß, dass ich nichts dazu beitragen kann. Es gab auch damals immer wieder Tage an welchen ich mir nicht 100% sicher war, ob er was getrunken hat oder nicht. Um Streit zu vermeiden, hab ich mir selbst eingeredet, er sei nüchtern. Jetzt traue ich meinem Bauchgefühl. Ich unternehme am WE viel alleine (das hätte ich damals nicht gemacht, ich musste ihn doch überwachen!!!!!) Ich habe große Sehnsucht nach einer eigenen Wohnung. Ich muss jedoch noch finanziell einiges auf die Beine stellen, um das zu verwirklichen. (Miete ist kein Problem, jedoch sind die Kautionen meist relativ hoch :( ) Manchmal erwische ich mich leider noch dabei, wie ich hoffe, er würde aufhören zu trinken, jedoch versuche ich diese Gedanken schnellstmöglich wieder zu verwerfen. Da hilft mir das Forum sehr! Wenn ich Gefahr laufe wieder einzuknicken, logge ich mich sofort hier ein, um mir ins Bewusstsein zu rufen, dass nicht nur er krank ist sondern auch ich und dass er nicht für mein Glück verantwortlich ist.

    Liebe Trinkula! Ich möchte dich nicht angreifen, doch so unrecht hat Sunshine nicht. Ich lebe seit 8 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen. Das was du erzählst habe ich schon erlebt, es hat zu nichts geführt bzw. es wurde danach noch schlimmer. Alkoholiker sind Künstler im Täuschen und Tarnen. Bist du dir sicher, dass er immer nüchtern ist, wenn du es glaubst? Oh Gott!! Warum ich mich einmische??!! Weil es mir zu bekannt vorkommt... LG

    Hallo an alle! Danke euch für das "Mutmachen"! Wollte mich mal wieder melden, um zu sagen, dass ich mich nicht meiner Co-Abhängigkeit geschlagen gebe. Ich fast täglich in diesem Forum, lerne über mich selbst und erkenne mein Krankheitsbild stärker als je zuvor. Ich erkenne einen Prozess, der seit meinen ersten Beiträgen stattgefunden hat. Zwei unterschiedliche Perspektiven/Seiten. Es ist leicht stark zu sein, wenn man glaubt alles überstanden zu haben. Das neuerliche Trinken meines XY nach 8 Wochen Therapie hat beinahe zu einem Nervenzusammenbruch geführt. Doch das Lesen in diesem Forum hilft mir zu akzeptieren, dass es um mich geht. Dass ich nichts ändern kann. Dass nichts wegen mir passieren wird. Und dass ich nicht arm bin, denn ich könnte an meiner Situation immer etwas ändern. Was es mir nach wie vor schwer macht, ist da gemeinsame dreijährige Kind. Ich möchte jetzt endlich eine eigene Wohnung. Ich will beginnen zu leben. Ich akzeptiere, dass sich nie mehr etwas ändern wird. Doch trotzdem tut es immer noch weh, wenn ich nach Hause komme und meinen XY betrunken vorfinde. Das macht mich fertig. Warum lässt es mich nicht kalt, obwohl ich mich schon so abgenabelt fühle!!???? LG

    Hallo Sandra P! Ich weiß nicht... Angeblich wegen seiner selbst, wahrscheinlich auch, weil ich mich getrennt hatte. Er hat keine Nachbehandlung gemacht und auch nicht die Tabletten genommen, die ihm verschrieben wurden. (Irgendwelche Tabletten, die das Belohnungssystem im Gehirn beeinflussen) Größter Fehler war wahrscheinlich, dass nach der Therapie alles so lief wie zuvor. In diesem Forum wird ja oft betont, dass es nicht reicht mit dem Trinken aufzuhören, sondern, dass man sein Leben ändern muss. Das hat er nicht getan.