Hi, ich bin es nochmal
Was mir sehr geholfen hat, war auch die Beiträge der trockenen Alkoholiker in diesem Forum zu lesen. Durch ihre sehr ehrlichen Schilderungen konnte ich zumindest ansatzweise erahnen, wie sinnlos es ist, zu versuchen, jemanden zum "Nichttrinken" zu überzeugen. LG
Beiträge von Chuck81
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Hallo leergebrannt!
Ich bin zwar keine Expertin, aber ich habe für mich versucht, diese "zwei Gesichter" nicht mehr zu trennen. Guter Cop, böser Cop... NEIN!!! Ob richtig oder falsch- weiß ich nicht, aber für mich auf jeden Fall leichter, mich von dem Menschen zu lösen, der mir nicht gut tut. Sonst wäre ich immer hin- und hergerissen zwischen "aber er kann ja so toll und so lieb und so weiß ich nicht was alles sein"
LG -
Danke!! Mir geht es sehr schlecht. Ich glaube, jetzt brauch ich professionelle Hilfe. Heute ist ein Tag, an dem ich gehen sollte, ich fühle aber so kraftlos wieder meine Koffer zu packen. Ich hab das Gefühl keine Kraft mehr zu haben. Wieder weg von zu Hause, wieder alles hinter mir lassen, doch ich befinde mich wieder im Strudel zwischen Gewalt und Alkohol.
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Danke für deinen Beitrag Sunshine!! Du hast so recht. Hat mir gerade wieder geholfen zu verstehen...
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Mein XY hat wieder angefangen... Sprachlos
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Hi, Danke der Nachfrage! Mein XY ist seit 9 Wochen (davon 8 stationär) trocken. Wir haben einen Neustart gewagt und momentan geht es mir gut in der Beziehung. Im Augenblick denke ich nicht darüber nach, ob er wieder trinken könnte oder nicht- ich merke, dass er es selbst nicht möchte. Was ich jedoch bemerke, ist, dass ich viel über die schlechten Zeiten nachdenke. Erst jetzt beginne ich zu reflektieren, was er mir alles angetan hat. Und auch wenn ich es schon so oft geschrieben habe, ich bin noch immer darüber schockiert, dass ich das so lange ausgehalten habe. Die 2 Monate in welchen er Therapie gemacht hat, haben mir geholfen mich wieder zu finden, bei mir zu sein und zu spüren was ich brauche, um glücklich leben zu können. Er ist zwar ein Teil meines Lebens, aber er ist nicht für mein Glück verantwortlich. Das bin ich selbst. LG und noch viel, viel Kraft!!!!!
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Liebeskummer ist echt kacke, da hast du recht!!!
Aber Hut ab, dass du so konsequent geblieben bist, das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!!!! Seine Schimpfereien zeigen nur wie machtlos er ist. Er könnte alles ändern, wenn er wollte, also selber Schuld... Weiter so!! 
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Hi Kürbiskopf!
Ich will und werde... meiner Meinung nach klingt das nach vertrösten. Mein XY hat sooft gesagt ich will, ich werde, usw.. Vor dem stationären Aufenthalt gab es auch mehrer Phasen mit unterstützenden MEdikamenten und ambulanter Beratung. Er hat weiter getrunken. Deine Geschichte erinnert mich so an meine, weil unsere XY das gleiche Verhalten zeigen/zeigten. Psychische Gewalt, Rausschmiß, Aggresivität. Ich weiß, dass wir auch Teil dieser KRankheit sind und dass ich nicht immer auf meinen XY zurückkommen sollte, doch ich erfahre gerade so viel von ihm und seiner KRankheit, weil er Therapie macht. Es geht nicht hauptsächlich darum vom "Stoff" wegzukommen. Es müssen Alternativen gefunden werden- langfristig. Allein, dass er dir gegnüber wieder so verständnislos auftritt, zeigt, dass sich nichts geändert hat. Für mich klingt es so, als würde er wieder das Opfer "spielen" und dir ein schlechtes Gewissen machen. Es ist schon mal gut, dass er was unternehmen will, doch er soll zeigen, dass er was tut und das sich etwas ändert. Wie gesagt- ich finde, dass nur Taten zählen. Hoffe ich klinge nicht zu besserwisserisch, aber mir kommt dieses Verhalten einfach zu bekannt vor...
Viel Kraft weiterhin!
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Hi Kürbiskopf!
Ich bin selber keine Expertin, ich kann nur von meiner Erfahrung erzählen. Also, wenn ich jetzt von meinen Erlebnissen ausgehe, würde ich sagen, lasse dich auf keine Versprechen ein, glaube nur den Taten. Mein XY hat mir sooft glaubhaft versichert, alles werde sich ändern. Er hätte sich einen Oskar für diese schauspielerische Leistung verdient. Nie, aber wirklich niemals hätte ich gedacht, dass jemand solche Spielchen spielen kann. Manchmal wurden die Versprechen noch am selben Tag rückgängig gemacht. Erzählen kann man vieles, es zu tun ist eine andere Sache. Vor allem muss der Wunsch etwas zu ändern von ihm kommen. Wenn er wegen dir etwas ändern will, ist es zwar sehr schmeichelhaft, doch es kann - meiner Meinung nach- auf Dauer nicht funktionieren. Aber wie gesagt- ich bin weder Ärztin noch PSychologin. ICh kann nur von meinen Erfahrungen ausgehen!!!!
Alles Liebe!
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Hallo Kürbiskopf!
Ich muss auch aufpassen, ich merke, dass ich schon sehr begeistert über diesen Sinneswandel bin. Ich würde fast behaupten, die Vergangenheit ist wieder irgendwo in der Festplatte gelöscht. Aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, er wäre mir egal und ich hätte abgeschlossen. ICh muss jetzt abwarten, bin aber viel bei mir selbst und bei meinem Kind. Ich habe einen gesunden Abstand, da ja mein XY momentan in der Klinik ist und nur am Wochenende Ausgang hat. Zumindest haben wir gestern einen Tag gemeinsam verbracht, an welchem mir nicht einmal in den Sinn kam, er könnte trinken oder was getrunken haben, da momentan sein Wille sehr eisern ist. Außerdem muss er in der Klinik immer einen Alkoholtest machen. Er ist motiviert und wie ausgewchselt. Doch ich weiß, dass er es nur macht, weil er es so wollte. Er meinte, dass er am Schluss das Gefühl hatte, nicht mehr zu können. Ich denke mir halt, dass er es schon einmal geschafft hat und dann- nach drei JAhren- wieder dem Alkohol verfallen ist. Damals hat er den entzug selbständig gemacht. Sein Therapeut meint, dass sein Rückfall zu 70 % vorprogrammiert war, da er chronisch alkoholkrank ist. Nach dem stationären Aufenthalt folgt eine begleitende ambulante Therapie, die drei JAhre dauert. ICh könnte jetzt nicht sagen, wie ein Alltag aussehen würde. Wahrscheinlich würde ich wieder in mein Co-Abhängiges Verhalten rutschen mit Zweifel und Kontrollen. ES ist einfach schwierig...
LG
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Mein XY meinte drei JAhre lang immer wieder- wenn es brenzlig wurde- dass er mich brauche und liebe und etwas ändern würde. Auf die Frage, was er tun wolle, kam immer nur bla,bla,bla Einen Tag danach war alles wie immer. Heute haben wir miteinander geredet (er macht ja gerade stationäre Therapie) Er meinte, dass es die größte Selbstlüge war, es ohne Hilfe zu schaffen, denn er wäre krank. Er sagte auch, dass er oft wusste, es würde sich nichts ändern, doch trotzdem hat er es gesagt, damit ich bleibe. Leider muss der Prozess des Hilfesuchens von den Alkoholikern selbst gewünscht/gesteuert werden. Nur dann kann es funktionieren.
Ich wünsche dir, dass du weiterhin so stark und konsequent bleibst!
LG -
Trennung. Ich bin gegangen... Jetzt macht er 8 Wochen stationäre Therapie. War für mich aber kein Grund wieder jubelnd zu ihm zurückzukehren. Sortiere grad meine Gedanken und Gefühle...
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Ja DAnke! Syrinx!!! Dir auch!!
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Du hast recht! Alle Phasen waren von Hoffnung begleitet.. Aber Gratulation für deine Konsequenz.. Es schafft nicht jeder den Schlusstrich zu ziehen
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Gehen ist auf jeden Fall richtig!!! Ich weiß jetzt, dass alles weitergegangen wäre. Selbst wenn wir uns danach getroffen haben- immer wegen dem Kleinen-war wieder Alkohol im Spiel. Warum solte man was ändern, wenn alles "funktioniert". ICh war entsetzt über mich selbst, dass ich drei JAhre gebraucht habe, um zu gehen, doch ich habe es für mich in unterschiedliche Phasen unterteilt. Erstes JAhr, war die Phase des "Er kann jetzt normal trinken", Zweites JAhr war die Phase "Es ist nicht so schlimm, wie es zuvor war und es wird sich bald was ändern, denn es muss ihm ja selbst schlecht dabei gehen" das 3. JAhr war die Phase "Ich kann tun was ich will, es ändert sich nichts- ich habe Angst zu gehen- Ich muss gehen- ich will gehen"
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ca. 2 Monate... Aufgrund finanzieller Probleme, bin ich zu meinen Eltern gegangen. Ich hatte Phasen der Entschlossenheit, doch jetzt bin ich grad wieder sehr am zweifeln. Er macht jetzt 8 Wochen stationäre Therapie. Ich merke, dass ich mir wünsche, dass alles wieder gut wird, doch ich habe schon 3 trockene Jahre mit ihm erlebt- ich glaub, dass könnte ich nie aus dem Kopf bekommen. ICh mache noch immer mein Glück von ihm abhängig. Wir haben einen dreijährigen Sohn, vielleicht spielt das auch mit. Bin grad sehr verwirrt und ratlos und am grübeln... Es muss Teil meiner Co-Abhängigkeit sein, dass ich noch immer an einen Menschen hänge, der mir das Leben drei Jahre lang zur Hölle gemacht hat.
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Hallo Hürbiskopf! Nein das klingt gar nicht unspektulär, das ist die reinste Hölle auf Erden. Wenn du schreibst muss ich an mich denken. Ich wurde auch immer rausgeschmissen- NAch drei JAhren war ich dann wirklich weg. Er wollte es bis zum Schluss nicht glauben, dass ich wirklich gehe... Ich kann dir wenig Ratrschläge bezüglich der Coabhängigkeit geben, ich stecke selbst noch drin. Alles Liebe! und viel Kraft
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Hi! Also mein XY war 2-3 JAhre trocken, bis er anfing zu sagen, er könne jetzt trinken und es genießen. Es hat ca. drei JAhre gedauert, bis er noch tiefer unten war, als in seiner vorherigen Saufphase (welche 7 JAhre betrug)t. Aber das Wichtigste dabei ist wohl, dass du keinen Einfluss darauf hast, was geschehen wird. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ein nasser Alkoholiker kein vernünftiges Trinkverhalten entwickeln kann. Es ist ein schleichender Prozess. Anfangs erlebt er ja mit einem Glas Wein noch ein Rauschgefühl. NAch einem Jahr Abstinenz wird er ja nicht viel vertragen. Bei meinem XY war es so, dass er anfangs nicht einmal ein Bier austrank, weil er es so stark spürte. Doch die Schwelle stieg nach oben und der Alk wurde immer mehr und mehr und mehr, bis er letztendlich wieder von morgens bis abends getrunken hat

Aber das ist meine persönliche Einschätzung/ERfahrungAlles Gute wünsch ich dir!!!!!!
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Mein XY hat mir oft "verboten" das Thema anzusprechen... Traurig, dass wir uns das gefallen lassen. Aber es ist ein Prozess. ICh glaube mittlerweile, dass man wirklich weg muss, gehen muss. Vor 4 Wochen war ich ein anderer Mensch. Ich war so gefangen, so eingefahren, so resignierend... Jetzt weiß ich, dass das ganze Dorf schon über unsere Familie gesprochen hat.
Gehört das Haus dir? ICh bewundere deine Kraft, dass auszuhalten- wirklich... Momentan kämpfe ich mit schlechtem Gewissen. XY sagt, dass jetzt alles anders wird. Er will jetzt Therapie machen, doch ich merke wie egal es mit wird. Klingt hart, aber mit Abstand denke ich ganz anderss. Eine Freundin von mir hängt immer noch in einer Beziehung mit einem Alkoholiker. Irgendwie hat uns das verbunden. Wenn sie mir jetzt schreibt, dass er heute wieder trinkt, fällt mir nichts anderes mehr ein als zu antworten "Deshalb bin ich gegangen..! Aber ich muss eines sagen, ich rede jetzt leicht, ich habe drei JAhre lang- nach seiner trockenen Zeit - gebraucht um zu gehen. Und wir haben ein kleines Kind. MAche mir furchtbare Vorwürfe, dass ich den Kleinen nicht früher aus dieser Lebensituation befreit habe. Mir hat dieses Forum sehr geholfen, da ich von vielen Teilnehmerinnen eine Message bekommen habe: GEH WEG!!!! ZIEH AUS!! oder ER MUSS GEHEN. Mein XY trinkt heute noch, er versucht mir zu verkaufen, er sei nüchtern, doch er ist es nicht. (WIr haben Kontakt wegen dem Kind) Wir können nichts ändern. Egal was wir sagen oder tun, aber dir brauch ich eh nichts zu erzählen, du erlebst es schon länger als ich... LG -
Leider ging diese Initiative immer nur von mir aus.
Hi! Das kenne ich so gut! Ich war 8 Jahre lang mit einem Alkoholiker zusammen. Auch ich habe immer wieder probiert Gesprche aufzubauen, doch diese wurden nur widerwillig angenommen oder ignoriert. OFt hat er dann nur das gesagt, was ich hören wollte, damit ich endlich Ruhe gebe. ICh bin ausgezogen und mittlerweile geht es mir gut. Es war die beste Entscheidung meines Lebens. Man bekommt einen anderen Blickwinkel. ICh bin fassungslos darüber, wenn ich über mein Leben mit dem Alkoholiker reflektiere. Wie habe ich das nur ausgehalten? Warum habe ich mir so viel gefallen lassen? Ich bin erst seit einem Monat ausgezogen, trotzdem kommt mir diese Zeit so unrealistisch vor...
Viel Kraft!