Beiträge von luzider Träumer

    Hallo zusammen,

    wirklich schön von euch zu hören/lesen. Tut richtig gut zu lesen, dass es dem ein oder anderen auch so ergangen ist.

    Zitat von Martin

    Bist du dir denn sicher jetzt schon einschätzen zu können an welchem Tag du in eine Bar gehen kannst und wann nicht :?:

    Teilweise ja. Dann spüre ich die Energie auch ohne Alkohol, habe gute Laune und genieße die Zeit. An solchen Tagen freue ich mich richtig, dass ich dafür gar keinen Alkohol brauche.

    Das mit dem grundlos traurig sein, kannte ich aber auch schon vorher von mir. Nur im Gegensatz zu damals, habe ich jetzt nicht mehr diese einfache Möglichkeit etwas dagegen zu unternehmen. Bzw. ich hatte mir dann ein paar Bier besorgt, entsprechende Musik angemacht und mich in Selbstmitleid gebadet.

    Manchmal habe ich meine Gedanken auch in reimform nieder geschrieben. Zum Beispiel Texte wie diesen, verfasste ich dann morgens um 5 schon ziemlich besoffen:

    "Alles was Sinn macht, macht keinen Sinn
    da steckste nicht drin, wo gehören wir hin?
    Alkohol schädigt den Körper, doch er gibt mir den Sinn
    wo führt das alles hin? Ich kratz mir am Kinn
    und frag mich ist das jetzt schlimm?
    Kontrollverlust ihr seit die Zeugen, ich werde mich beugen.

    Nur eine Seele zwischen den Milliarden, nur einer der schreibt,
    epische Musik im Ohr und immer wieder zur Schlafenszeit,
    keine Antwort, keine Resonanz, das ist der einsame Tanz
    mit den Worten. Es sprudelt heraus, Lyrik braucht keinen Applaus.

    Der Rausch als Liebesersatz, Satz für Satz, macht er Platz
    und verdrängt die Zweifel, macht den Körper krank und betäubt die Seele
    solange man nur sich selbst kaputt macht ist doch alles ok
    denn ein Diktator in spe, der sieht das anders, der ist verrückt
    der hat sie verloren diese Humanität, Terror geschürt durch das Verlangen nach Geld, Administrationen einzelner Länder zerstören die Welt,
    sie schüren den Hass nur noch weiter.

    Drum werd ich weiter leiden, mich dabei selbst zerstören und
    behindert selbstgerecht Zustände beschreiben."


    Wie man merkt, mit viel Weltschmerz und ner gehörigen Portion Selbstmitleid. Das habe ich dann so in diverse Gruppenchats gepostet und natürlich um diese Uhrzeit nie ein feedback bekommen.

    Es gibt aber auch positives zu berichten. Ich habe mal ausprobiert ohne Alkohol Graffitibilder zu malen und bekam sogar eines der besten bisher hin. Auch Musik machen am PC klappt ohne Alkohol immer noch. Das mache ich dann mit einem Programm, mit dem man so samples zusammen basteln kann.

    Soweit erstmal. Danke fürs lesen! :)

    Hallo Calida,

    kann sein, dass Du recht hast. Heute zum Beispiel könnte ich mich nicht in eine Bar setzen ohne etwas trinken zu wollen. Heute ist auch der erste Tag, an dem ich richtig Bock auf ein Bier habe.

    Bin morgens auch schon total gestresst zur Arbeit gefahren und war irgendwie (grundlos) unglücklich. Weiß auch nicht so recht wo das her kommt. Irgendwie scheint eine gewisse Unzufriedenheit durch zu kommen, die ich vorher einfach weg gespült habe. Die Betonung liegt dabei auf EINFACH, denn saufen ist der einfache Weg.
    Von nun an muss ich mir wirklich Gedanken machen, was eigentlich los ist.

    Maßnahme: Tee und Meditation. Und versuchen alles nicht so ernst zu nehmen.

    Hallo Carl Friedrich,

    ich möchte natürlich auch nicht unvorsichtig werden, ich entscheide mich auf Partys nur dann zu gehen, wenn ich schon im Vorfeld gute Laune habe. Vorher war das egal, da habe ich sie mir dann einfach schön getrunken. Bzw. habe einfach getrunken, egal ob die Laune dadurch besser wurde.

    Trotzdem werde ich mir deinen Ratschlag nochmal durch den Kopf gehen lassen und evtl. ertmal nirgends wo hin gehen, wo getrunken wird.

    Hallo Martin,

    das entscheide ich spontan und nach Befinden. Die hardcore-Besäufnisse, bei denen es eigentlich immer das Ziel ist sich schnellstmöglich aus dem Leben zu schießen, die werde ich in Zukunft auf jeden Fall meiden. Da bin ich auch froh drüber und empfinde es auch nicht als Verzicht. Schon alleine wegen dem krassen "Emo-Kater" (neben dem körperlichen), der mir erspart bleibt.

    Auf Konzerten z.B., auf denen Freunde (die das irgendwie können) dann gemütlich ein oder zwei Bier trinken werden, da gehe ich trotzdem mit und kauf mir ne Cola oder Club Mate. Ich habe auch verschiedene Freundeskreise, quasi die Säufer und die normalen.

    Schwierig wird es bei Veranstaltungen, wie z.B. in einen Club zum tanzen gehen. Da habe ich bisher zwei Erfahrungen gemacht. Beim ersten mal musste ich nach einer Stunde wieder gehen, da ich überhaupt nicht in Stimmung kam und mir die Musik nicht gefiel. Beim zweiten mal, da bin ich sogar bis 4 Uhr morgens geblieben, weil die Musik gut war und ich richtig Spaß am tanzen hatte. Alle anderen meinten nur so, dass sie voll den Respekt davor haben und sich das überhaupt nicht vorstellen können. Selbstverständlich habe ich jegliche "negativen" Gedanken von wegen, mhh vielleicht habt ihr ja auch schon ein kleines Alkoholproblem für mich behalten. Man möchte ja auch nicht die Stimmung runter ziehen.

    Irgendwie möchte ich nicht, dass mir Dinge wie tanzen gehen auf einmal keinen Spaß mehr machen sollen, nur weil ich dabei auf Alkohol verzichte. Generell wurde das aber auch vor der Abstinenz schon viel seltener mit dem weg gehen, daher denke ich, dass es in den nächsten Jahren noch seltener wird.

    Und wie gesagt auf "Feiern", bei denen sich einfach nur sinnlos betrunken wird, hatte ich vorher auch nicht mehr so richtig Spaß. Von daher empfinde ich das eher als Gewinn dort nicht mehr dabei sein zu müssen.

    Moin,

    jetzt geht es erst so richtig los. Nun beginnt die ungewisse Phase. Das Unbekannte wartet.

    Im Grunde gibt es einen Grund zum Feiern. Meine Blutwerte sind da und sie sind total in Ordnung. Das ist super und freut mich auch sehr. Mein altes Ich hätte sich jetzt nen sixer gekauft und unbeschwert weiter gesoffen, denn körperlich ist doch alles OK.

    Ich mache das jetzt aber mal ganz anders. :D Ich sehe meine Blutwerte und die Gesundheit als Geschenk und als Belohnung. Ab jetzt heisst es Tee statt Bier. Meditation statt saufen. Und nach wie vor regelmäßig joggen gehen.

    Bald stehen die ersten Veranstaltungen an, bei denen ich normalerweise automatisch und ohne drüber nachzudenken getrunken hätte. Einfach weil es alle so machen. Ich sehe mich noch nicht in Sicherheit, aber irgendwas in meinem Inneren sagt mir, dass ich nicht mehr trinken möchte. So langsam finde ich einen Zugang zu meinem Körper. Es wird alles immer klarer. Und das ist gut so.

    Hallo Gaby,

    ich finde ihr macht das bisher wirklich gut. Wie Du an die Sache heran gehst, wirkt fast schon professionell. Hast Du einen pädagogischen Hintergrund?

    Die Maßnahmen, die Du ergriffen hast, sind sehr gut. Es scheint mir auch so, dass dein Sohn es dankend annimmt und sich koorperativ verhält. Ich vermute einfach mal, dass das frühe Vater werden einen enormen Druck auf ihn ausübt. Vielleicht hat er Zukunftsängste, fühlt sich der Aufgabe nicht gewachsen oder ist einfach überfordert mit der Situation. (was ich durchaus verstehen kann)

    Da ein Termin mit der Psychologin vereinbart ist und die Therapie bald los gehen wird, sind doch die wichtigsten Weichen schon mal gestellt. Im Moment solltest Du ihm einfach weiterhin zeigen, dass Du für ihn da bist und er mit der Situation nicht alleine da steht.

    Zu der Frage mit dem Verzicht: Generell hilft es ja bei Suchtproblematiken meist nicht, etwas von außen verbieten zu wollen. Gerade bei jungen Menschen führt das eher noch zum gegenteiligen Effekt. Ich spreche da aus Erfahrung. Am besten Du sprichst mit ihm darüber und gibst ihm den Rat nicht mehr zu trinken. Falls er selbst eingesehen hat, dass es ihm nicht gut tut und er ja auch Verantwortung als Vater hat, sollte er das von alleine tun wollen. Ob es schon gefährlich sein könnte und er sich in einer Gefahr aufgrund kalten Entzuges befindet, kann ich leider nicht beurteilen. Das sollte man dann wohl eher Professionellen überlassen.

    LG

    :D da sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Danke


    Zwei Dinge möchte ich nach den ersten zwei trockenen Monaten schon mal fest halten:

    1. Ich fange an Tee zu lieben. Das könnte eine schöne Beziehung werden. :D

    2. Ich hab mir jetzt mal alte songs angehört, die ich mir sonst immer alkoholisiert angehört hatte. Und siehe da, es löst trotzdem Glücksgefühle aus. Diesmal sind sie ECHT, gut vorher waren sie auch irgendwie echt, aber gefährlicher echt.


    Zur neuen Lebenssituation noch ein Tocotronic Zitat:

    edit Moderation.
    bitte keine fremden Zitate reinschreiben.

    Hallo csqn,

    danke für den Tipp. Bisher hab ich zum Thema Alkohol "Endlich ohne Alkohol" von Allen Carr und "Nüchtern" von Daniel Schreiber gelesen.

    Der Ansatz von Carr hat mir jedoch nicht wirklich geholfen, denn zusammengefasst verspricht er, dass man nach dem lesen des Buches aufhören wird mit dem trinken, da man erkennt, dass es nicht einen einzigen Vorteil hat zu trinken. Leider habe ich weiterhin das Gefühl, dass Alkohol durchaus auch positive Wirkungen hat.

    Der Essay von Schreiber war sehr angenehm zu lesen, denn er vermittelte bei mir eine gewisse Lebensnähe. Des öfteren erkannte ich mich in seinen Ausführungen wieder, dadurch kann ich mich gut mit ihm identifizieren. Er beschreibt wunderbar, wie die einzelnen Phasen und Stimmungen aussehen können, wenn man beginnt ohne Alkohol zu leben.

    Kennt ihr noch weitere lesenswerte Bücher zum Thema?

    Seid gegrüßt! :)

    Selbsthilfe

    wie die anderen ja schon geschrieben hatten, besteht die Bedeutung des Wortes aus Hilfe und Selbst.

    Hilf dir Selbst? Hilfe für das Selbst? Wer hilft wem und warum?

    Es erscheint mir als ein Zusammenspiel aus eigenständiger Motivation und Einflüssen von außen. Ob diese Einflüsse unbedingt von Menschen kommen müssen, die das eigene Leid teilen, kann ich hier nicht beantworten. Therapeuten sind ja in der Regel nicht alkoholabhängig. Ein wichtiger Aspekt, der mich dazu getrieben hat, mich hier anzumelden und mich austauschen zu wollen ist das aufschreiben, öffentlich machen und dadurch real werden zu lassen, dass Alkohol mehr Einfluss auf mich und meine Persönlichkeit hat als mir lieb ist.

    Menschen die eine Selbsthilfemaßnahme aufnehmen, haben ja meist für sich erkannt, dass etwas verändert werden muss. Dementsprechend kommt die Motivation von innen heraus. Wenn man sich dann mit anderen austauschen kann, die mit der selben Motivation hier sind, dann hilft das mit Sicherheit den Prozess der ich sag mal "Entwirrung" voran zu treiben. Ich spreche jetzt nur von der geistigen und seelischen Ebene, da ich mit starken Entzugserscheinungen keine Erfahrungen gemacht und auch keine Ahnung davon habe.

    Interessant finde ich die Frage, warum wir abhängigen Menschen eigentlich immer flüchten wollen/müssen und dadurch abhängig werden. Ich merke gerade, das dieses Thema doch ziemlich komplex ist und ein Gedanke direkt zwei neue hervorbringt.

    Auf jeden Fall merke ich, dass es einfach gut tut. Menschen sind nunmal ständig in einem Spannungsfeld von Autonomie und Interdependenz. Sprich mal haben wir Bock alleine zu sein und unsere Probleme selbst mit uns zu klären und mal wollen wir kommunizieren und uns austauschen. Ohne die anderen hätten wir ja kein Selbsbewusstsein. Wir sind ja auch nicht ständig in konstanter Verfassung, es gibt Tage da da haben wir Kraft und können helfen und an anderen tagen brauchen wir die Hilfe. Eine Selbsthilfegruppe sollte das berücksichtigen und gewährleisten.

    Hallo an alle Forenmitglieder und stille Mitleser/innen! :D

    Martin weiß ja nun schon warum ich hier bin. Euch möchte ich dies natürlich nicht vorenthalten. Dafür kopiere ich Teile aus dem Vorstellungsbereich hier mal in den Thread.

    Ich möchte das hier gerne als Tagebuch bzw. Dokumentation meines neuen Lebens führen.

    Es begann alles in meinem 14. Lebensjahr. Die Jugendweihe stand vor der Tür und somit das erste richtige Besäufnis. In meinem damaligem Umfeld war das einfach so üblich.

    Meine Eltern tranken seit dem ich denken kann täglich Alkohol. Mitlerweile ist meine Mutter an Krebs gestorben und mein cholerischer Vater, welcher 20-30 Zigaretten am Tag raucht und auch schon den ersten Schlaganfall hinter sich hat, trinkt immernoch täglich seine 4-6 Bier.

    Ab dem 16. Lebensjahr begann ich mit dem kiffen, ab und zu auf diversen Partys konsumierte ich zusätzlich zum Alkohol auch Amphetamine und Ecstasy. Dieses "Partyleben" zog sich noch hinein bis in mein Studium.
    Da ich schon immer ein recht sportlicher Typ war, konnte ich diesen Lebenswandel bisher immer recht gut kompensieren. Mittlerweile kiffe ich gar nicht mehr und gehe auch nicht mehr auf Technopartys.

    Nun zu meinem eigentlichen Anliegen, da ich ein sehr reflektierter Mensch bin, der sogar einen Bachelor Abschluss hat und mitten im Berufsleben steckt, mache ich mir seit einiger Zeit immer mehr Gedanken um meinen Alkoholkonsum.

    Im Grunde kann ich behaupten, dass Alkohol seit mehreren Jahren ein fester Bestandteil meines Lebens ist. Während des Studiums hatte ich nahezu täglich 4-8 Bier pro Abend konsumiert. Ich hatte mich thematisch sehr in das Thema Onlinepoker vertieft und versuchte profitabel zu spielen, das klappte Anfangs auch recht gut, allerdings verzockte ich alle Gewinne jedes mal wieder im Suff. Mittlerweile habe ich auch das "professionelle" Pokern, was im Nachhinein gesehen nur ein Hobby oder eine Möglichkeit des Verdrängens war, an den Nagel gehängt.

    An manchen Tagen waren es nur 3 Pils, wenn ich ausschlafen konnte oder am nächsten Tag keine Verpflichtungen hatte auch mal 10 halbe Liter. Oft trank ich alleine, wenn man die Menschen an den virtuellen Pokertischen mal ausklammert. Obwohl ich seit dem ich von zu Hause auszog, stets ein solides soziales Umfeld mit vielen lieben Menschen habe, neige ich dazu mich zu isolieren.

    Da mich auch des öfteren depressive Phasen und Selbstzweifel heimsuchen, hatte ich mal eine Verhaltenstherapie begonnen. Obwohl eine der Hauptbedingungen darin bestand, dass ich während der Therapie keinen Alkohol und keine Drogen konsumiere, war ich dazu jedoch nicht in der Lage. Ich erzählte dem Therapeuten zwar, dass ich clean sei, und na klar wie zu erwarten, trugen die Methoden der Therapie nicht die gewünschten Früchte.

    Nach dem Studium landete ich also bei den berühmten 2-3 Feierabendbier. An Wochenenden und zu Feierlichkeiten der übliche Abschuss mitunter auch mit Schnapps. Bei der letzten amtsärztlichen Untersuchung wurden bei mir erhöte Leberwerte fest gestellt. Laut Aussage einer Ärtztin seien diese identisch, wie bei einem 60 Jährigen, der Medikamente nimmt. Dies gab mir dann letztendlich den Anstoß dazu, mir einzugestehen, dass ich ein Alkoholproblem habe.

    In Folge dessen hatte ich beschlossen erst einmal 30 Tage lang keinen Alkohol mehr zu trinken. Das hat soweit auch ganz gut geklappt. Nicht mehr getrunken habe ich jetzt seit dem 4. Februar 2016.
    Nun stehe ich allerdings vor einer Entscheidung, die für den Rest meines Lebens von zentraler Bedeutung sein könnte. Wie soll es weiter gehen? Am 8.4. habe ich eine erneute Blutuntersuchung. Darauf aufbauend, wollte ich mich entscheiden. (was ich nun getan habe) Auf der einen Seite, vermisse ich das trinken, bzw. ich habe das Gefühl, dass ich nie wieder ausgelassen feiern gehen und auf Partys Spaß haben kann. Oder das flirten mit den Frauen, grundsätzlich habe ich keine Probleme damit, aber die entscheidenden Schritte, traute ich mich bisher nur durch die enthemmende Wirkung des Alkohols.

    Auf der anderen Seite denke ich, dass ich nie wieder in Maßen Alkohol konsumieren kann, da ich mir über die Jahre neuronal ein Suchtmuster in mein Gehirn einprogrammiert habe, welches nicht mehr rückgängig zu machen ist. Sprich ich bin Alkoholiker.

    Tja und nun stehe ich da, meine Freunde behaupten das ich kein Problem habe, da ich ja den Alltag gut auf die Kette bekomme (kollektiver und gesellschaftlich akzeptierter Alkoholismus). Es heisst dann immer ab und zu trinken in Maßen auf Partys und nur am Wochenende sei doch okay. Ich hingegen denke, dass ich auf der Schwelle stehe und wenn ich jetzt nicht die Notbremse ziehe, wird der Alkohol auf kurz oder lang die Kontrolle übernehmen.

    Leider mit dem bitteren Beigeschmack den Rest meines Lebens auf etwas meiner Meinung nach schönes verzichten zu müssen, dem Rausch.

    Als stiller Mitleser hier im Forum habe ich einige Interessante Geschichten, Gedanken und auch durchaus schöne Lebenseinstellungen ohne Alkohol gelesen. Vielleicht ist es gar keine schlechte Idee meine Erfahrungen mit Euch zu teilen.

    Da ich quasi durch meine Eltern vorbelastet bin und hier schon die ein oder andere schlimme Geschichte hörte, habe ich mich also entschlossen, den Rest meines Lebens auf Alkohol zu verzichten. Es ist mir einfach zu riskant, denn teilweise fand ich mich in der Einleitungsphase und stellenweise in der kritischen Phase des Alkoholismus wieder.

    Ich freue mich auf spannende Zeiten, denn es wird sich einiges Verändern. Alte Gewohnheiten ablegen, alte "Freunde"? hinter sich lassen, dafür aber endlich wahrhaft und klar dem Leben gegenüber treten.

    Das soweit fürs erste. Danke fürs lesen.