Beiträge von lalu14

    Diese Woche lief es sehr unspektakulär ab. Arbeit, SHG, Sport, Haushalt, Einkauf. So all die Dinge, die den Alltag ausmachen. Nichts davon viel schwer, was gemacht werden muss, wurde gemacht. Was ich tun wollte, habe ich getan.

    Langsam kehrt ein wenig Ruhe in mein Gedankenkarusell ein. Ich kann länger an einem Thema dranbleiben. Vieles habe ich ja in den letzten 3 Monaten mehrfach gedanklich durchgespielt.

    Was sich für mich als sehr wichtig und hilfreich heraus gestellt hat ist folgendes:

    Nüchternheit
    Hilfe annehmen
    Risikominimierung
    SHG und das Forum (viel lesen, weniger selbst geschrieben)
    Suchtberatungsstelle
    LZT gedanklich annehmen und Antrag gestellt
    Sport
    Arbeiten gehen
    Ehrlichkeit mir und anderen gegenüber
    Keine Pläne für die Zukunft machen

    Es gab ganz viele ups and downs in den letzten Monaten. Ich bin glücklich gewesen, ich hatte unerklärliche Krisen, ein Rückfall könnte ich schnell und mit Hilfe überstehen. Alles hat seine Zeit und ist nüchtern aufzuhalten, vieles ist klarer und dichter.

    Von meiner Saufzeit vermisse ich nichts. Nicht das Geringste. Ich kann jetzt zu jedem Zeitpunkt des Tages entscheiden, was ich tun oder lassen möchte. Ich muss mich nicht nach dem Alkohol richten. Nicht meine Sucht bestimmt über meinen Tagesablauf. Ich habe die Entscheidung zurückbekommen. Das fühlt sich immer wieder gut an. Ich bin mir irgendwie selbst dankbar.

    Der Weg hat sich vom ersten Tag an gelohnt. Das kann ich heute schon, nach sehr kurzer Zeit Nüchternheit guten Gewissens sagen.

    Wer das hier liest und wie ich noch am Anfang steht dem möchte ich Mut machen. Ich glaube das darf ich heute schon.

    Einen schönen Abend und einen nüchternen Montag wünscht
    lalu

    Schon wieder ist eine Woche rum... die Zeit rast aber auch was :D

    Die Arbeitswoche lief besser, als gedacht. Die Krise ist überwunden, alles geht wieder leicht von der Hand.
    Einiges an Terminen in der Woche erledigt. Zur Suchtberatung und zum Hausarzt wegen der Papiere für die Beantragung der Langzeittherapie.
    Montag war SHG, auch das ist inzwischen ein wichtiger Termin für mich.
    Da ich im realen Leben fast niemanden habe, mit dem ich mich über unsere Abhängigkeit unterhalten kann, werde ich mich auf die Suche nach einer zweiten Gruppe machen. Diese Woche hat es noch nicht geklappt.

    Das Wochenende war ja super heiß und doch konnte ich am Samstag ganz viel in Haus und Garten erledigen. Wie in alten Zeiten, nur das ich heute keinen Alkohol mehr brauche, um in die Gänge zu kommen. Fühlt sich super an.
    Freunde waren am WE auch zu Besuch. Viel Spaß und Freude gehabt, gute Gespräche geführt. Alles rundherum ein tolles WE. So darf es bleiben.

    Jetzt gewittert es hier ordentlich, nur der Regen fehlt irgendwie noch... man gut, dass ich vorhin noch gegossen habe.

    Allen eine Gute Nacht und einen nüchternen Montag.
    lalu

    Das WE zur Entspannung genutzt. Es geht mir ein wenig besser.
    Viel gelesen, hier im Forum, und viel geschrieben, heute.

    Morgen wieder auf Arbeit, das strengt an, weil gerade nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Muss aber aus verschiedenen Gründen sein.

    Heute auch wieder gut gesportelt. Das Laufen tut gut. Bewegung ist auch ein gutes Mittel gegen Saufdruck.
    Den habe ich zur Zeit gar nicht, bin froh drum. Kann gerne so bleiben.

    Werde mich aber weiterhin ganz weit weg vom Alkohol aufhalten. Auch Tabletten sind kein Thema.
    Bin ich auch froh drum.

    Es geht langsam voran, aber es geht. Auch wenn gerade die Krise dominiert fühle ich mich auf dem Weg.

    Auch wegen dem Forum hier. Es lohnt sich ungemein, hier zu sein und sich auszutauschen.
    Oder nur zu schreiben. Oder nur zu lesen. Obwohl, wenn alle nur Lesen...

    Allen einen geruhsamen Abend und einen nüchternen Montag
    lalu

    PS: schön wäre es, wenn auch hier mehr Austausch wäre. Bevor ich in die Geschlossene ging, hat mir der offene Bereich sehr geholfen...

    Hallo,

    Wir werden heute doch noch nicht zu Klinik fahre. Mit dem Termin, für meinen Beginn der Therapie wird es noch dauern. Ca 10 Wochen bis alle Anträge geschrieben und bewilligt sind. Und ein Platz in der Klinik frei ist.
    Somit hat es mit der Besichtigung keine Eile.

    Mir geht es seit dieser Woche nicht mehr so gut. Die erste ernsthafte Krise hat sich eingestellt. Ich fühle mich körperlich sehr geschlaucht, bin mental nicht so gut drauf. Nun heißt es mit allen mir zu Verfügung stehenden Mitteln, diese Krise zu bewältigen. Das Forum hilft, ich bekomme auf meinen Hilferuf hier in der geschlossenen Abteilung Unterstützung und Zuspruch.

    Was fehlt ist der Austausch im realen Leben. Da habe ich meine SHG, die ist aber erst am Montag. Ein paar Telefonnummer habe ich auch, ich könnte also auch anrufen. Wenn es ganz "schlimm" wird steht auch die Option, wieder in die Klinik zu gehen.

    Hintergründe? Ich vermute mal, das jetzt die AnfangsEuphorie vorbei ist und die Arbeit beginnt. Vieles ist erreicht und von den Grundbausteinen fast alles umgesetzt. Risikominimierung, mein großes Thema, steht an erster Stelle und bedarf noch einiger Korrektur. Aber ich fühle mich auf einem guten Weg.

    Das Wochenende wird zum entspannen und erholen genutzt. Ein wenig Sport und Sauna, der Haushalt kann auch mal warten. Der Garten auch, es regnet eh. Und die Aussicht auf eine Woche Urlaub in 4 Wochen ist ja nicht die schlechteste Motivation noch ein wenig durchzuhalten.

    Macht euch allen ein gutes, erholsames Wochenende
    Bleibt nüchtern.
    lalu

    Hallo TB,

    Ich bin zurück aus dem Urlaub. Es war eine gute Zeit. Gleich nach meinem Geburtstag ging es los. Ab in den Zug mit zwei netten Begleiterinnen und jede Menge Gepäck... Mädchen halt... :wink: Am Urlaubsort interessante Menschen kennengelernt, viel über Geschichte gelernt und tolle Gespräche geführt.
    Natürlich durfte der Sport nicht fehlen. Laufen, radeln, Tischtennis, Federball und zu guter letzt nach 20 Jahren mal wieder gekegelt :roll: . Muskelkater an Stellen , wo ich Muskeln nicht vermuten würde.

    Aber ich hatte abends Zeit für mich und konnte viel nachdenken. Wie geht es jetzt weiter? Wie kann ich mit meiner Trockenarbeit beginnen? Von verschiedenen Seiten (Arzt, suchtberatung, SHG,...) habe ich die Empfehlung bekommen, eine stationäre LZT zu machen. Ich habe die positiven Aspekte und meine Ausreden gegenüber gestellt. Und den Gedanke in mir reifen lassen, wochenlang von zu Hause weg zu sein. Mit meiner Familie am Wochenende gesprochen und mich entschieden. Ich werde den Antrag bei der RV stellen. Eine Klinik habe ich mir schon ausgesucht (Empfehlung der Suchtberatung). Morgen rufe ich dort an und nächsten Samstag fahre ich in Begleitung dort hin, zum Tag der offenen Tür. Das bietet die Klinik, damit man sich alles vorher anschauen kann.
    Wenn alles klappt und passt, dann hoffe ich spätestens Ende September dort mit der Therapie beginnen zu können.
    Bis dahin werde ich weiterhin nicht trinken und keine Medikamente nehmen, in meine reale SHG gehen, hier täglich im Forum lesen ( vielleicht hin und wieder) schreiben. Und dafür sorgen, dass es mir gut geht.
    Die Trockenarbeit soll jetzt beginnen. Ich werde weiter daran arbeiten, den Alkohol nicht entgehen zu gehen. Es ist jetzt irgendwie bei mir angekommen, dass ich an dieser Baustelle bisher am wenigsten gut gearbeitet habe.
    Es liegt in den nächsten Wochen nichts feierliches an. Keine Events, keine Verpflichtungen, bei denen meine Anwesenheit wichtig ist, sein könnte.
    Mein Umfeld weiß Bescheid, dass ich suchtkrank bin und respektiert meine Entscheidungen, wenn ich mich um mich kümmern will.
    Das Verständnis der Menschen um mich herum hat mich erstaunt. Selbst eine Antwort wie: "ich trinke keinen Alkohol mehr, weil ich in meinem Leben genug getrunken habe" stieß immer auf Zustimmung. Nachfragen, wenn überhaupt welche kamen, habe ich ehrlich beantwortet. "Ich kann mit Alkohol nicht umgehen, deshalb trinke ich jetzt und in Zukunft keinen mehr". Das Wort "Alkoholiker" kommt mir nicht immer über die Lippen. Aber die Menschen wissen bei meinen Antworten genau, wovon ich spreche. Und das ist gut so.

    Ich wünsche allen eine geruhsame Nacht und einen nüchternen Montag
    lalu

    kommal
    Urlaub war geplant, seit Januar :wink: , also keine Flucht.

    Wohin? In den Süden dieser Republik.

    Danke für Deine Fragen an mich, und ja: ich auf mich passe auf.

    Bin in Begleitung, die von meiner Sucht wisse. Risikominimierung!

    Grüße lalu ( die jetzt olympische Spiele schaut)

    Hallo TB,

    Von meinem "Vorfall" möchte ich berichten. Es war ein Rückfall.
    Ich bin am Samstag letzte Woche mit Freunden unterwegs gewesen und zum Abschluss einer schönen Tages ging es abends in ein Restaurant. Noch was lecker Essen. Meine Begleiter bestellten sich Radler und ich ein alkoholfreies Bier...
    Wie das kam? Ich hatte schon ein paar Tage den Gedanken, das ich ja "irgendwann" mal ein solches Bier trinken könnte. Ein Gedanke, den ich in der Situation Restaurantbesuch unbedacht und völlig unreflektiert umgesetzt habe. Keine Notbremse im Kopf, kein Werkzeug im Notfallkoffer.
    Ich hätte das Bier, als es kam, zurückgehen lassen können, ich hätte es nicht anfassen und ich hätte es nicht trinken müssen. Es sind genug Möglichkeiten gewesen nein zu sagen. Ich habe das Bier getrunken...
    Schon an dem Abend plagten mich dann die Gedanken über diesen Rückfall. Ich habe noch in der Nacht hier in meinem TB geschrieben, das ich einen Rückfall hatte. Ich musste und ich wollte ehrlich sein. Alle User, die das gelesen haben und mir geantwortet haben, haben mich darin bestärkt, dass es gut und richtig ist, hier in der SHG davon sofort zu schreiben.
    Auch in meiner realen SHG habe ich berichtet. Hier gab es unterschiedliche Meinungen. Es gab die Langzeittrockenen, die mir sagten, ja, das ist ein Rückfall. Aber auch die, die berichteten, dass sie das auch ab und zu machen. Es sind diejenigen, die sich leider von Rückfall zu Rückfall bewegen.
    Auch alkoholfreies Bier trinken ist ein Rückfall, für mich ja!

    Thema ist und bleibt Risikominimierung. Restaurantbesuche wird es so in Zukunft nicht mehr geben. Nur wenn der Notfallkoffer die richtigen Werkzeug beinhaltet, werde ich es wieder wagen. Später, ganz viel später.

    Dieser Rückfall hat mir gezeigt, dass ich mit der Trockenarbeit noch nicht angefangen habe. Ich habe einiges von den Grundbausteinen umgesetzt. Aber einiges reicht nicht. Mein Thread heißt "Es ist ein langer Weg" , ja das ist es. Sosehr ich es mir wünschen mag, dass ich schnell und anstrengungslos trocken werde, es funktioniert nicht. Mir ist mein Weg bis heute geglaubt leicht gefallen. Ich konnte einiges von den Grundbausteinen sofort, anderes gleich umsetzen. Nur an dem Punkt Risikominimierung scheitere ich wöchentlich immer wieder. Meine persönliche Baustelle. Ich bin darüber weder traurig noch wütend. Ich bin von mir enttäuscht. Ich suche und finde immer wieder Wege, um auszuweichen.
    Bin ich noch nicht so weit, dass ich das tötliche Risiko meiner Krankheit nicht wahr haben will? War ich noch nicht an meinem Tiefpunkt? Braucht es denn für mich, um zu begreifen, erst eine Katastrophe?
    Woran liegt es, dass ich es nicht schaffe, mit der Trockenarbeit zu beginnen?
    Ich will nicht. Ich will mein Ding machen, stehe da wie ein trotziges Kind und will meinen Kopf durchsetzen. Ich will meine geplanten Veranstaltungen besuchen und fühle mich noch stark und toll dabei. Ich kann das, ich halte das aus.

    Das ist alles totaler Quatsch! Ich gehe hier dem Alkohol mit offenen Armen entgegen und hoffe, dass alles gut wird. Beim Restaurantbesuch ist es schief gegangen. Bei meiner Geburtstagsfeier ist es gut gegangen.... Bei der nächsten Veranstaltung... Ja was dann? Absagen?
    Ich finde gerade wieder einen Weg, dass ich das alkoholfrei "überstehe".

    Bin ich zu schwach, obwohl ich mir doch sage, ich wäre so stark, ich kann das aushalten?

    Ja ich bin noch im nassen Denken drinne. Ich packe es hier und heute noch nicht, mit der Trockenarbeit zu beginnen. Ich trinke zwar nicht, aber das reicht nicht. Ich will trocken werde!
    Das Forum hier hilft mir enorm, ich bekomme ganz viel Hilfe. Nur durch das Lesens natürlich nicht. Ich schreibe, ich bin ehrlich und ich bekomme genau die Antwort, die ich brauchen werde, damit ich mit der Trockenarbeit beginnen kann. Im geschlossenen Bereich wird da ganz offen und schonungslos geschrieben. Das muss ich aushalten können. Kann ich gerade nicht. Aber das ist in Ordnung, ich kann an mir arbeiten.
    Ich denke viel nach, mache mir Gedanken, wie ich mit mir weiter umgehen möchte. Ein User schrieb mal "Sorgen Sie dafür, dass es ihnen gut geht".
    Ja das mache ich gerade, ich schreibe hier, weil es mir damit gut geht. Und wenn ich endgültig mit meiner Trockenarbeit beginnen kann, weil ich innerlich wirklich soweit bin, dann werde ich auch im geschlossenen Bereich wieder aktiver sein. Weil es mir dann gut damit geht.

    Heute ist Sonntag, ich habe Koffer gepackt und werde ein paar Tage Urlaub mache. Ich lese weiter im Forum. Es ist mir ein tägliches Bedürfnis. Vielleicht schreibe ich auch... Mal schauen.

    Allen einen trockenen Tag wünscht
    lalu

    Hallo,

    @calida ja es ist immer wieder ein tolles Gefühl, wenn die Waage in die richtige Richtung zeigt. Nur muss ich bald neue Sachen kaufen :roll: ... So toll sieht es nicht aus, wenn alles 2 Nummer zu groß ist. Aber ich möchte noch eine Kleidergröße schaffen. So 5 kg. Dann geht's auf Kleie Shoppingtour :lol:

    @step danke für deine Worte. Wenn du auch im geschlossenen Bereich liest, dann kennst du ja meine aktuelle Baustelle. Da kann ich nicht so stolz sein. Ich werde hier auch noch berichten. Aber da muss ich noch die richtigen Worte finden.

    Es geht mir aber sonst gut. Ich bin nüchtern und freue mich auf zwei anstehende Ereignisse. Auch hiervon berichte ich zu gegebener Zeit. Also wenn Sie vorbei sind.

    Grüße
    Lau

    Schon wieder ist eine Woche rum.... wie die Zeit vergeht, rennt...

    Gestern gab es bei mir einen nicht so tollen Vorfall. Ich werde darüber berichten, wenn ich im Kopf alles durch habe und im Herzen alles angekommen ist.

    Das Thema Risikominimierung steht ganz weit oben und muss von mir noch besser beachtet, durchdacht und umgesetzt werden.

    Da ich ja vor ein paar Wochen auch mit dem Laufen wieder angefangen habe und mich fast gesund ernähre fühle ich mich körperlich sehr gut. Selten müde und wenn habe ich garantiert nur zu wenig geschlafen. Schlafen tue ich jetzt auch besser als noch vor 2 Monaten. Noch nicht optimal und noch nicht lange genug. Aber wesentlich besser, als zu Suffzeiten und Tablettenzeiten. Und ich habe mal wieder Blutdruck gemessen... jeee, alle im grünen Bereich inzwischen. Bewegung, 10kg weniger auf den Rippen, gesundes Essen und kein Suff/Tabletten. Das macht sich bemerkbar. "freumich*

    Ich komme im Moment nicht so viel zum Schreiben. In den nächsten Wochen liegt einiges an. Da werde ich hier sicherlich lesen, aber weniger schreiben. Im Winter wird es besser, da ruft der Garten nicht so laut und ich "treibe" mich weniger rum.

    Allen eine geruhsame Nacht und einen nüchternen Montag
    lalu

    Guten Abend,

    @Correns schön das Du vorbeischaust und Spuren hinterlässt. Ich hoffe, Dir geht es gut und Du bist mit dem Weichenstellen weitergekommen.

    Zitat

    Hätte ich den Austausch im Forum nicht gehabt,
    wäre ich vermutlich nicht meiner Linie treu geblieben.

    Das werde ich mir annehmen. Denn das Forum ist mein täglicher Begleiter geworden und sehr wichtig für mich. Wenn es also auch anderen geholfen hat, trocken zu werden nehme ich den Rat gerne an und folge diesem Weg.

    silberkralle : Dank Dir für Gratulation und das frische Obst. gerne gebe ich ein Blümchen zurück an Dich: Trockenblümchen, was sonst... lalu 8)

    Heute war der erste Tag seit Wochen, der nicht nach Plan lief. Es hat hier so heftig gewittert, dass ich meinen Einkaufsbummel verschieben musste. Ich war nass bis auf die Knochen, weil ich ja (fast) immer mit dem Fahrrad unterwegs bin. Auf meinem Heimweg bin ich auf 6km nur 3-4 Leuten begegnet... allen anderen war es wohl zu nass... Ich fand es irgendwie toll durch den warmen Gewitterregen zu radeln. Hab zwar nicht viel sehen können, da meine Brille keine Scheibenwischer hat, aber machte nichts, ich kenne meinen Weg... und Leute konnte ich ja nicht umfahren, war ja keiner da :D

    Hatte ich also plötzlich einen freien Abend ab 16:30... und nun? Ich habe gelesen und so wie in den letzten Wochen auch, hier im Forum. Die TB der anderen finde ich immer noch toll, aber ich habe mich jetzt auch mit anderen Themen vertraut gemacht. Auch super interessant... ich kann einiges für mich mitnehmen.

    Mein Thema bleibt die Risikominimierung. Da muss ich noch dran arbeiten, ich glaube... nein ich weiß, dass ist meine größte Baustelle.

    Grüße
    lalu

    Hallo,

    @calida: wenn das Kassenregal nicht dein "bevorzugter" Bereich war, du möglicherweise mit dem Ort im Suchtgedächtnis nichts verbindest, ist es bestimmt ungefährlicher. Aber achtsam bleiben müssen wir.

    ________________________

    Gestern war wieder SHG. Ich bin jetzt mehrmals da gewesen und habe für mich festgestellt: Das passt. Ich habe das auch so in der Gruppe gesagt und bekam positives Feedback, ich bin als Teil der Gruppe "aufgenommen".

    Ich habe in der Gruppe zur Sprache gebracht, dass ich in meinem Umfeld niemanden habe, mit dem ich mich real über meine Süchte austauschen kann. Meine Leute wissen ja nun Bescheid, wie es um mich steht, damit ist es für sie auch gut. Das mich das Thema täglich beschäftigt kann ich draußen nicht sagen, da ist ja niemand. Ja, die SHG ist jetzt da. Aber nur 1x in der Woche, das ist gut für mich, aber es wird mir in der nächsten Zeit nicht ausreichen. Angebote habe ich von einigen bekommen, dass ich jeder Zeit anrufen kann, wenn ich Redebedarf habe. Das fand ich super nett, ich bin ja noch nicht lange dabei. Und Vertrauen muss sich noch aufbauen.

    Und ich habe auch das Forum hier. Das ist mir sehr wichtig geworden. Ich lese täglich hier, schreibe aber nicht jeden Tag. Das Lesen der verschiedenen Beiträge ist immer wieder interessant und hilfreich. Danke an alle, die hier scheiben und mich an ihrem Weg teilhaben lassen.

    Allen einen schönen Abend
    lalu

    Ein kurzes Hallo von mir,

    die Woche war wieder weg wie nichts. Die Tage sind mit Arbeit, Sport und familiären Verpflichtungen gut vollgepackt. Und der Garten will bei diesem Wetter abends auch immer noch sein Recht. Da heißt es bis zu 2h wässern. Sonst wird das nichts mit der Blütenpracht und der Ernte diverse Gemüsesorten. Macht aber Spaß und entspannt mich abends. Wir werden im Winter noch genug Zeit im Haus verbringen.

    Mir geht es nach wie vor prima. Bin nüchtern und klar im Kopf. Auch der Rest des Körpers fühlt sich immer besser an. Zum einen natürlich die Droge/das Gift Alkohol, der nicht mehr in jeder Zelle steckt. Weiterhin viel Sport und eine gute Ernährung. Viel Wasser und Tee trinken ist nicht nur wegen dem Wetter gut. Es kommt nie Durst auf und ich komme auch nicht auf den Gedanken, jetzt wäre mal ein Bier zur Erfrischung gut. Passiert mir so nicht.

    Aber! Ich bin am Freitag beim Einkaufen an der Kasse gestanden. Dummerweise nicht aufgepasst und nicht auf die alkoholfreie Kasse geachtet. Mache ich sonst ganz bewusst. Jedenfalls sehe ich so die kleinen Flachmänner da stehen und es kommt mir der Gedanke: Jetzt so einen großen Schluck aus der Flasche. Selbst den Geschmack des Weinbrandes hatte ich im Mund. Aber sofort schaltet sich mein Verstand ein und fragte mich: Was soll das denn jetzt?
    Der Moment war da und auch gleich wieder weg. Ich war erschrocken und erleichtert zu gleich. Komisches Gefühl. Passierte mir so in der Intensität noch nie in den letzten Wochen.
    Aber ich hatte ja alles gut im Griff und zur "Belohnung" habe ich mich in ein kleines Kaffee gesetzt ein lecker Eis mit Erdbeeren und Sahne bestellt. Dazu einen Latte. Ja! Das war gut und ich konnte entspannt nach Hause radeln.

    Also immer schön wachsam sein. Was mir wahrscheinlich gut geholfen hat, war die Tatsache, dass ich mir in den letzten Wochen alle möglichen Szenarien vorgestellt habe, in den Alkohol eine Rolle spielen könnte. Das war fast so eine Situation, die nicht passiert wäre, hätte ich mich an einer anderen Kasse angestellt. Ich werde weiter achtsam sein. Das bin ich mir wert.

    Eine gute Woche euch allen da draußen...und: Es lohnt sich.
    lalu

    garcia :oops: Danke. Das geht es mir doch gleich ein wenig besser.

    Heute ist nämlich nicht mein Tag, Hab so ein altes Leiden, was sich wieder bemerkbar macht und laut der Fachleute immer bei Stress auftritt... Nun ja, eigentlich hatte ich kein Stress bis gestern, und jetzt stresst mich mein Leiden... :evil:

    Frage also: was war zuerst da Huhn oder Ei?

    Euch da draußen eine geruhsame Nacht
    lalu

    Guten Abend,

    der Urlaub ist vorbei, nur eine Woche, die ist schnell rum.
    Ich habe die Zeit auch genutzt, um viel im Forum zu lesen. Auch hier im offenen Bereich. Es gibt so viele interessante und informative Threads. Es lohnt sich, diese zu lesen. Besonders für uns Neue.

    Ich bin jetzt nach 7 Wochen dabei angekommen, dass besonders die Risikominimierung für mich wichtig ist. Und soweit habe ich das gelesen und verstanden, dass trifft auf fast jeden zu, der abstinent leben will und trocken werden möchte.

    Ich habe nochmals ganz genau hingesehen, wo ich meine Risikofelder habe. Und habe ein wenig aufgeräumt. Mit meinen WG-Mitbewohnern gesprochen, dass in meiner Gegenwart bitte kein Alkohol mehr getrunken wird. Ansonsten verlasse ich das Gelände. Ich bin gespannt, wie das klappt, aber ich bin optimistisch, dass das klappt. Auf einer Feier, auf der ich am Samstag war, gab es bis zum Kaffee keinen Alkohol. Ich konnte die Pflichtveranstaltung ein wenig genießen und sie dann rechtzeitig und ohne große Erklärungen abgeben zu müssen, verlassen.

    ´Mir geht es gut und ich hoffe, dass das auch morgen und übermorgen so sein wird. Ich "arbeite" jeden Tag daran. Es ist kein Selbstläufer, das abstinente Leben. Es will täglich beachtet sein, jedenfalls jetzt zum Anfang. (das klingt jetzt irgendwie altklug... aber ist halt so, meine frische, neue Erfahrung)

    Ich bin dann mal wieder weg. Nächste Woche dann wieder an dieser Stelle.
    lalu

    Guten Abend,

    nach einer Woche möchte ich wieder ein paar Worte hier schreiben.

    Es geht gut weiter mit mir. Der berufliche Alltag hatte mich für zwei Wochen wieder. Jetzt ist aber eine Woche Urlaub. War ja schon so geplant seit Anfang des Jahres. War ja Fußball-EM und das Endspiel am Sonntag so spät... Da hat es sich in den letzten Jahren so eingebürgert, dass wir mit Freunden gemeinsam schauen und am nächsten Tag ausschlafen und/oder gleich eine Woche ranhängen. Dieses mal... nun ja. Deutschland war ja schon im Urlaub :lol:

    Mir geht es gut. Manchmal sehr gut. Ich habe durch meine Arbeit eine Tagesstruktur. Und an jedem Abend der Woche ist auch was geplant. Einkaufen, Sport (3x), SHG. Und schon ist Wochenende. Das gestaltet sich immer anders. Jedenfalls jetzt im Sommer. Im Winter wird es wohl ein wenig "langweiliger". Mal schauen, wie sich das gestalten wird.

    Was ich mir in der letzten Woche vorgenommen habe ist: Ich nehme mir für dieses Jahr nichts mehr vor. Keine Pläne. Nur meine Nüchternheit, dass ist der Plan. Da werde ich auch die Entwöhnungstherapie machen. Erster Termin in der Suchtberatungsstelle war letzte Woche. Die helfen mir da, den Antrag zu stellen bei der RV.

    Keine weiteren Pläne. Ich lasse alles auf mich zu kommen und dann werde ich sehne, wie ich meinen Alltag gestallte. Struktur wird wichtig sein. Aber da sieht es ganz gut aus. Zwei kleine Ziele habe ich aber: Mit Rauchen aufhören und weiter an Gewicht verlieren. Ersteres kann sein, das zweite läuft im Moment schleppend, aber ich bin optimistisch.

    Manchmal gibt es kleine Glücksmomente, so ganz unverhofft überfallen diese mich. So ein Kribbeln im Bauch... Schmetterlinge vielleicht. Dann freue ich mich, dass ich nüchtern bin und diese für den Moment genießen kann. Manchmal ist das Leben schön.... :wink:

    LG lalu

    Guten Abend,

    heute ist nun schon Sonntag und eine Woche arbeiten und ein entspanntes Wochenende liegt fast hinter mir.
    Die erste Woche auf Arbeit ist sehr gut gelaufen. Ich habe mit ein, zwei Kollegen gesprochen, dass ich tablettensüchtig bin und sie somit ins Vertrauen gezogen. Das war aufregend, tat aber im Nachhinein sehr gut. Von meiner Alkoholkrankheit werde ich auf Arbeit niemanden berichten. Das würde mir erstens den Job kosten und zweitens ist mein Arbeitsumfeld alkoholfrei. Und mit fast keinem meiner Kollegen habe ich ein privates Verhältnis und nur auf Firmenfeierlichkeiten habe ich ein/zwei Bier oder Sekt öffentlich getrunken. So wie die meisten anderen auch. Die eine Kollegin, die über alles Bescheid weiß kenne ich schon mein gesamtes Leben: Kita/Schule/Sport/Kinder/Familie usw. Da passt eigentlich kein Blatt dazwischen... :wink:

    Ich entscheide absolut alleine, wem ich was, wann und wie viel ich von meinen Krankheiten erzählen möchte. Und ich fühle mich damit gut und sicher. Für mich ist das auch Offenheit und Ehrlichkeit mir selbst gegenüber. Ich gebe mir selbst zu, dass ich nicht jedem alles über mich erzählen werde, weil es nicht notwendig für genau diesen Kreis ist. Und ich mich nicht gut damit fühlen würde, wenn ich (eben z.B. auf Arbeit) über meine Alkoholabhängigkeit sprechen würde. Was ich in Zukunft machen werde? Das kann und brauche ich heute nicht wissen. Nüchtern und trocken möchte ich sein und daran "arbeite" ich jetzt jeden Tag. Mal hart, mal entspannt.

    Ich lese weiterhin sehr viel hier im Forum, jetzt allerdings im geschlossenen Bereich. Mir tut das sehr gut, ich kann vieles lesen, was mich nachdenklich macht, vieles, was mich schmunzeln lässt und einiges, was ich verstehen und nachvollziehen kann. Jeder ist ein Individuum und alle haben unterschiedliche Lebenswege. Was und "vereint" ist unsere Sucht. Und ich erkenne ganz viele Parallelen in der Entstehung und im Verlauf unserer Süchte. Und in den Strategien, die wir uns auferlegt haben, um unserer Sucht nachzukommen (Verstecken und Heimliches Trinken z.B.). Für mich ist es dann auch irgendwie logisch, dass die Wege aus der Sucht ganz individuell sind, ABER es auch viele Parallelen gibt, die uns bei der Nüchternheit und Trockenheit helfen. Die Grundbausteine sind offensichtlich genau diese Parallelen. Ich für meinen Teil nehme Sie sehr ernst und werde versuchen in Zukunft noch achtsamer damit umzugehen. Noch gelingt es mir nicht ganz. Bei 7. werde ich so schnell nicht umsetzen können (wollen?). Jedenfalls ist das ein schwieriges Thema und hängt nicht nur von mir ab.

    Euch Lesenden einen tollen und vor allem nüchternen Abend
    lalu

    Hallo und Guten Abend,

    silberkralle Danke für Deine Worte, die sich wohltuend von denen anderer Mitpatienten abheben.

    Heute möchte ich über meinen Klinikaufenthalt berichten. So ganz die Fakten und ein wenig, wie es mir damit ergangen ist.

    Ich hatte am 9.06. mein Vorgespräch in der Klinik mit der zuständigen Stationsärztin. Es wurden nochmal alle Details meiner "Karriere" abgefragt. Ich hatte bereits zu Hause versucht, mich zu erinnern, wie ich in den letzten 20 Jahren mit Alkohol und Tabletten umgegangen bin. Ich hatte alles aufgeschrieben und der Ärztin gegeben. Heute muss ich sagen, dass ich, was die Mengen/Dosis anging nicht ganz ehrlich gewesen bin. (Habe ich später korrigiert und der Ärztin gesagt).
    Am 13.06. ging es dann mit (reichlich) Gepäck zur stationären Aufnahme. Es wurden von der Oberschwester und von der Stationsärztin nochmals einige Details meiner "Karriere" abgefragt. Ich wurde in ein Zweibettzimmer verfrachtet. Sehr schöne, helle und große Räume und eine sehr nette Mitpatienten erwarteten mich. Der Rest des ersten Tages hatte ich frei, keine Therapien.
    Am Dienstag gab es dann den Therapieplan, der täglich volles Programm signalisiert.

    7 Uhr geht's los mit wecken und Blutdruck messen.
    8 Uhr Frühsport
    8:20 Frühstück im Gemeinschaftsraum. (Essen war gut und ausreichend)
    9 - 11:50 Therapien, Vorträge, Beratungen,
    12 Mittagessen
    13 - 16 Uhr Therapien, Vorträge, Beratungen, Sport, Basteln
    18 Abendbrot
    19 - 20 Uhr Vorstellung von SHG und Entwöhnungs-Therapieeinrichtungen
    23 Nachtruhe

    Alles in allem sind die Tage von Montag bis Freitag sehr gut ausgefüllt, Langeweile kommt nicht auf. Es ist aber genug Zeit, sich mit den Mitpatienten zu unterhalten und zu rauchen ( :evil: ) Und da das Wetter in den letzten Wochen sehr gut war, sind wir viel an der frischen Luft gewesen. Was auch sehr gut tat.

    Die einzelnen Therapieangebote sind in der Klinik, in der ich war sehr gut gewesen und ich habe alle wahrgenommen. Da ich 2 Wochen dort war und jede Woche das gleiche Programm läuft, habe ich alles 2x gemacht.

    Gruppengespräche mit Therapeuten
    Rückfallprävention
    Frauengruppe
    Sport
    Entspannung
    soziale Sprechstunde
    Vorstellung Entwöhnung
    Beratung zur Nachsorge
    Musik
    Ergotherapie (Spiele, malen, schreiben)
    kognitives (Rätseln, konzentrieren)
    Wahrnehmung und Sensilibitätsübungen (fühlen, beschreiben, zuhören)
    Vorträge über Sucht und deren Mechanismen in Körper und Geist (sehr interessant)

    Weiterhin ist zu sagen, dass es nur im Gemeinschaftsraum einen Fernseher gab (18 - 23 Uhr), einen Raucherraum auf der Etage und Ausgang nur auf Antrag, max. 4 Stunden. Sport war außerhalb der Therapien leider nicht möglich.

    Alles in allem haben sich alle Mitarbeiter (Schwestern, Pfleger, Therapeuten, Ärzte...) sehr viel Mühe gegeben, waren freundlich und höflich, aber auch mal streng und direkt. Den "professionellen" Teil der qualifizierten Entgiftung konnte ich sehr gut annehmen. Ich habe viel Neues erfahren und einiges hat auch richtig Freude gemacht (Musik, Entspannung, kognitives). Anderes war aufklärend für mich (Sucht und ihre Mechanismen, Nachsorgeberatung und Entwöhnungstherapie-Angebote).

    Womit ich mich in der zweiten Woche zunehmend schwerer tat, war das Gespräch mit den Mitpatienten, die schon öfter eine solche Entgiftung gemacht haben. Diesen Gesprächen bin ich möglichst aus dem Weg gegangen, da ich gemerkt habe, dass mich das runterzieht, aber auch traurig, wütend, hilflos machte. Ich merkte auch sehr schnell, dass ich in Stress geriet und mir das nicht gut tat. Ich wurde sehr unruhig, zappelig und musste mich dann irgendwie bewegen, um wieder ruhiger zu werden.

    Den körperlichen Entzug vom Alkohol hatte ich ja schon zuhause gemacht. Die Entgiftung von den Tabletten fand in der Klinik statt und lief bei mir mit wenigen Symptomen ab. Darüber war ich einerseits sehr froh, ich hatte schon Angst vor den Entzugserscheinungen. Andererseits bin ich jetzt ganz besonders aufmerksam und achtsam. Ich werde mir nicht anfangen einzureden: "Ist ja nicht so schlimm" , "du bist ja gar nicht so abhängig" oder irgendwelche anderen Geschichten.

    Ich bin alkoholkrank und tablettensüchtig. Und das für den Rest meines Lebens. Punkt!

    Jetzt bin ich wieder zuhause und gestalte meinen Alltag sehr bewusst. Und ich nehme ihn deutlicher war, nicht mehr benebelt von Alkohol und/oder Tabletten. Und das ist toll und fühlt sich super an. Es lohnt sich also.

    Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick geben, wie so meine Erfahrungen in der Klinik waren. Demnächst werde ich hier nicht mehr so oft schreiben, da ich mein TB führen möchte. Aber ich schaue regelmäßig vorbei und werde schreiben, wie es mir ergangen ist.

    Ich freue mich auf morgen: es wird ein nüchterner Tag.

    lalu

    Guten Abend,

    @Karsten Danke für Deinen Hinweis, ich werde die Diskussion ggf. im TB fortsetzen.

    Heute möchte ich nur kurz berichten. War den ersten Tag nach 5 Wochen wieder auf Arbeit. Hat richtig gut getan. Und alles lief so, wie ich es mir gewünscht habe. Dann am Abend das erste Mal zur SHG, auch das war sehr gut. Ich habe mich kurz vorgestellt und die anderen haben nachgefragt und waren sehr interessiert, was ich demnächst vorhabe, um meine Nüchternheit zu festigen. Wieder gute Tipps bekommen und einiges zum Nachdenken.

    Abends dann noch im Garten noch ein wenig Ordnung gemacht und gewässert. Tat auch gut! Rundherum ein guter Tag. Nüchtern und fast normal. Ich freue mich auf morgen, denn es ist ein neuer Tag und ich werde nüchtern sein und die Kleinigkeiten des Alltages besser genießen. So wie vorgestern, gestern und heute.

    Allen eine nüchterne Woche wünscht
    lalu

    Guten Abend,

    @Karsten ich werde über meinen Klinikaufenthalt noch berichten und auch auf die Gründe ein wenig detaillierter eingehen, warum ich eine 3 Woche (3 Tage) nicht angetreten habe. Gerade um hier im offenen Forum meine Erfahrungen mitzuteilen und anderen möglicherweise einen kleinen Stups zu geben, die Entgiftung unbedingt in einer Klinik zu machen.

    @Ghiuirgean: Leider bist Du zu schlau für mich, ich kann vielen Deiner Ausführungen nicht folgen, ich verstehe sie nicht oder nicht richtig.
    Deshalb möchte ich auf Deine Worte, die Du in mein TB und auch hier geschrieben hast auch nicht eingehen. Ich hätte das Gefühl, mich um Kopf und Kragen zu reden.
    Für einen Neuling hier im Forum ist es sehr schwer, nach wenigen Tagen/Wochen mit einem Beitrag, wie er auch von Dir kommt, gelassen umzugehen. (wurde mir von einem anderen Neuling bestätigt, der auch heftige Beiträge schlucken muss).
    Das Du Recht haben wirst, stelle ich absolut nicht in Frage. Aber zarte Pflänzchen wollen doch erst ein Mal im geschützten Raum wachsen und stärker werden. Dann schaffen sie es bestimmt, große starke Bäume zu werden. (Antwort aus meinem TB leicht verändert übernommen)

    Für heute soll es gut sein, war ein guter Tag: nüchtern, laufen gewesen und Deutschland hat sein Spiel gewonnen.

    Morgen geht es nach 5 Wochen wieder auf Arbeit. Ich bin ein wenig aufgeregt und freue mich auf meine Kollegen. Ich kann jetzt ganz nüchtern schon besser unterscheiden, ob ich aufgeregt bin oder Angst habe. Das fühlt sich gut an... und aufregend.

    Allen eine geruhsame Nacht und einen nüchternen Montag
    lalu