Beiträge von lalu14

    Ich sende Dir auch heute wieder sehr gerne Kraft und eine Portion Gelassenheit.

    Das Du Dich wegen Deiner langen Kur um anschließend um eine neue Arbeiten bemühen must, finde erschreckend. Warum den das? Wenn ich das hier fragen darf.

    Mir geht es genau wie Dir, ich warte auch auf die Freischaltung für den erweiterten Bereich, weil ich hier im offenen Bereich immer genau überlege, wie ich was schreibe. Ich lese jeden Post von mir 3x durch, bevor ich ihn absende.

    Dir wünsche ich dann heute Abend schon mal einen alkoholfreien Montag

    lalu

    Hallo und einen Schönen Abend an alle,

    1 Woche ohne Alkohol ist geschafft. Ich bin dankbar, dass die körperlichen Entzugserscheinungen klein oder fast gar nicht vorhanden waren /sind. Aber da ich ja offensichtlich auch tablettenabhängig bin, ist das wohl der Grund. Erst nach dem Tablettenentzug (stationär ) werde ich klarer sehen. Den körperlichen Entzug vom Alkohol dürfte ich ja nach 7 Tagen geschafft haben. Gerade habe ich in einem andern Beitrag gelesen, dass ich nicht trocken bin, sondern "nur" nicht trinke. Hm? Wann ist man/frau den trocken?

    Heute war hier bei uns ein schöner Sommertag, vormittags ein wenig im Garten gesessen und nichts getan. Bin dann mittags wieder in mein Bett verschwunden und habe im Forum gelesen. Wollte dann schlafen (da ich im Moment nachts nur 5-6 Stunden schlafe) und bekomme plötzlich eine Angstattacke. Warum weiß ich, aber warum meine Tabletten nicht gewirkt haben, das weiß ich nicht. Habe dann mit ein, zwei erlernten Techniken das ganze wieder in den Griff bekommen und auch 2 Stunden geschlafen. Nach dem Aufstehen war ich wie gerädert... also wieder erst mal in den Garten gesetzt, einen leckeren smoothie getrunken und dann wurde ich langsam wieder. Habe dann ein wenig im Garten was gemacht, aber es war so warm, dass ich nach 15-20 min wieder aufgehört habe. Irgendwie war es dann doch 18 Uhr und noch nichts gemacht den lieben langen Tag...
    Ich kann schwer damit umgehen, den Tag so zu vergammeln. Ich hätte soviel zu tun, was ich auch gerne tun würde, aber es fehlt mir irgendwie der Antrieb. Das macht mich irgendwie unzufrieden, oder Schuldgefühle, ich fühle mich mit meiner Passivität nicht wohl.

    Tja, ansonsten habe ich ja eine ganze Woche ohne Alkohol hinter mir und ganz viel Zeit zum Kopfkino. Da laufen gerade ganz viele Filme gleichzeitig. Was war, was ist und vor allem was wird sein! Oh man!

    Ich habe viele Fragen, und ja ich habe auch wenige Antworten. Aber denen traue ich nicht über den Weg. Da muss ich jetzt ganz geduldig mit mir selbst sein und mich mit Hilfe von außen an die Fragen heranmachen und lernen, die Antworten zu finden, die mir wirklich aus meiner Abhängigkeit helfen bzw. wie ich mit meiner Krankheit in Zukunft leben werde.

    An dieser Stelle soll es für heute genug sein. Ich könnte jetzt zwar noch viel schreiben (mir von der Seele schreiben). Aber ich denke, dass wird im geschlossenem Forum sicherer aufgehoben sein.

    Jetzt lese ich hier noch ein wenig im Forum und dann werde ich wohl wieder vor dem Fernseher einschlafen :D Sehr schlechte Angewohnheit :oops:

    lalu

    Hallo heaven,

    Das kann ich sehr gut nachvollzieh, dass Du Angst hast. Die Vorstellung seine Familie wochenlang nicht zu sehne ist sehr beängstigend. Vor allem, wenn man sich zu Hause sicher und geborgen fühlt und auch gebraucht wird (Kinder). Ich kann Dir keinen Rat geben, da ich ja auch erst ganz neu hier im Forum bin und heute (schon/erst?) 1 Woche trocken bin.

    Ich weiß noch gar nicht, was in den nächsten Tagen und Wochen auf mich zu kommen wird. Das verunsichert mich auch.

    Aber ich wollte Dir von hier aus ein wenig Mut und Kraft senden. Wir wollen auf unserem Weg bleiben und wir brauchen Hilfe und Unterstützung. Aber einiges ist eben zu unbekannt und macht Angst/Sorgen.

    Ganz liebe Grüße
    lalu

    Hallo und Guten Abend,

    vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Bin erst vor einer halben Stunde vom Sportplatz gekommen, bin aber im Moment nur Begleitperson, da ich ja nicht alleine zuhause seinen möchte/darf/kann.

    @Thalia: ich werde bald "drinnen" sein, erst die Entgiftung. Hier im offenem Forum möchte ich als Forumsneuling ein wenig üben... bis ich im geschlossenen Bereich bin. Aber es ist ja auch nicht auszuschließen, dass ich auch später hier an diesem Beitrag weiterschreibe. Da bin ich ganz offen und lasse es auf mich zukommen. Hier und heute und in den nächsten Tagen (bis zum Beginn meines Klinikaufenthaltes möchte ich täglich ein paar Gedanken schreiben, vielleicht auch, wie der Tag war, was ich gemacht oder auch gelassen habe. Täglich! Das ist der Plan.

    @lt Danke für Deinen Rat. Ich versuche mich auf den Tag zu konzentrieren. Aber der Kopf arbeitet ja trotzdem. Fragen über Fragen und im Moment noch keine Antworten. Da übe ich mich mal in Geduld, was glaube nicht meine große Stärke ist, wenn es um mich geht. Mit andern Menschen habe ich sehr viel Geduld.

    Die Grundbausteine habe ich gelesen, aber dazu werde ich mir noch Gedanken machen und diese vielleicht auch hier in den nächsten Tagen äußern. Ist der Plan.

    Slowly Ich möchte schon wissen, warum ich Alkoholiker bin! Nur dann kann ich doch auch in der Zukunft die Fehler vermeiden, die ich in der Vergangenheit gemacht habe. Oder sehe ich das jetzt noch falsch?

    silberkralle DANKE! heute gut geschafft, morgen ist ein neuer trockener Tag (es soll ja auch nicht regnen :lol: ) Es gibt ja da so ein Sprichwort: Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt (oder so ähnlich) Ich habe jetzt schon 6 Schritte auf diesem trockenen Weg gemacht. Und ich möchte noch viele Schritte auf diesem Weg gehen.

    Ein paar kleine Gedanken zum Schluss: Ich bin ein wenig beunruhigt, dass es mir scheinbar leicht fällt, auf den Alkohol zu verzichten. Ja, schon die Tablette, die ich nehme "helfen" mir sicherlich, die körperlichen Entzugserscheinungen zu mildern/zu unterdrücken. Aber heute auf dem Sportplatz haben sich alle nach dem Training noch eine halbe Stunde zusammengesetzt, draußen, es ist ja schönes Wetter. Mir wurde auch ein Bier angeboten. Ich habe freundlich nein gesagt, dass fiel mir leicht. Es hat mich aber auch nicht gestört, dass ein Teil der Gruppe in Ruhe ein Bier getrunken hat. Ich habe immer auf ein schlechtes/negatives Gefühl in mir gewartet. Da war aber nichts...kein Bedauern, kein Verzichtsgefühl, nichts. Fragen über Fragen...

    So nun aber noch ein wenig hier im Forum bei den anderen lesen, ich kann ja morgen ausschlafen. Am WE liegt zuhause so garnichts an. Kein Besuch (das ist selten) keine dringenden Sachen, die repariert oder gerichtet werden müssen. Und da ich ja krangeschrieben bin geht das ja noch ein paar Tage so weiter. Ich finde es irgendwie entspannend...

    lalu

    Guten Abend an alle, die meine Gedanken lesen wollen

    ich bin ein absoluter Neuling, was Forenteilnahme betrifft. Ich übe also noch und bin gespannt, ob es klappt und wie es sich anfühlen wird.

    Ich bin Alkoholiker! Das war der Satz, der bei mir vor 6 Tagen (nach einem Absturz den Tag zuvor), bei mir im Kopf angekommen ist. Der Bauch wusste dass schon länger... Heute bin ich den 6 Tag ohne Alkohol, nüchtern. Der körperliche Entzug sollte vorbei sein... der lange Weg zum trockenen Alkoholiker liegt jetzt vor mir.

    Dazu kommt auch noch eine Tablettenabhängigkeit, die ich mir nach dem Besuch bei meinem Hausarzt vor 4 Tagen auch noch eingestehen lernen muss.

    Ich möchte mich im offenen Bereich kurz bei Euch vorstellen und dann schauen, ob es mir gut tut.

    Ich habe in den letzten Tagen ganz viel hier im Forum gelesen und bin mit vielen Infos "zugeschüttet". Jetzt möchte ich aktiv werden, na mal schauen wie sich das für mich abfühlen wird...

    Nun aber doch zu meiner Person ein paar Details. Da ich weiß, dass hier im offenen Bereich alle mitlesen können, wird es natürlich sehr allgemein sein müssen. Ob ich das hinbekomme???

    Ich habe eine ganz normale Kindheit und eine tolle Jugend mit viel Sport gehabt. Ich habe eine tolle Familie (Kinder,Schwestern, Tanten, Cousinen usw.) Ich habe eine gute Ausbildung (Abi, Ausbildung, Meisterabschluss). Ich wohne am Rande einer großen Stadt in einer wunderschönen Siedlung. Und last but not least einen Job, der mir ein gutes Einkommen sichert, mir Spaß macht und mich fordert (überfordert?). Mein soziales Umfeld ist intakt und es gibt wenige Freunde und einige Bekannte, die mir wichtig sind. Ich wohne seit einiger Zeit in einer Familien-WG. Und bin alleinerziehend seit über 17 Jahren.

    Und trotzdem stehe ich heute hier und bin Alkoholiker!

    Die Frage aller Fragen ist: Warum? Wie konnte das kommen? Was ist trotz eines rein äußerlich betrachteten normalen Leben, falsch gelaufen?

    Natürlich kann ich heute und auch an dieser Stelle nicht alle Steine aufzählen über, die gestolpert und auch gestürzt bin. Das würde ein Roman ...

    Heute stehe ich mit fast 50 Jahren an einem Punkt an dem ich mir Gedanken machen muss, was ich in diesem Leben noch möchte. Mich irgendwann tot saufen oder ein nüchternes trockenes Leben führen, dass bestimmt noch viel mit mir vor hat. Erstes ist keine Option! PUNKT!

    Aber was hat das Leben noch mit mir vor. Oder sollte ich die Frage anders herum stellen? Was habe ich in meinem Leben noch vor?

    Ich habe im Moment nichts als Fragen. Wie werden die Antworten aussehen?

    Puh!!! Das hat jetzt angestrengt und lange gedauert, die richtigen Worte zu finden. Nach dem 10 mal durchlesen und 3 Zigaretten + 2 Tassen Tee ist es aber glaube erst mal genug für den Anfang.

    Ach ja. Falls die Frage kommen sollt: Ich gehe in 10 Tagen zur stationären Entgiftung. Den Alkoholentzug habe ich ja erstmal schon gemacht rein körperlich. Ich weiß heute absolut noch nicht, was auf mich zu kommen wird. Vorgespräch in der Klinik ist erst nächste Woche.

    So! geschafft! jetzt nur noch absenden...

    Grüße
    lalu