Beiträge von lalu14

    Das Jahr ist gut gestartet. Ich komme in meiner Trockenarbeit langsam an.
    Einiges, was mir vor Monaten noch nicht selbstverständlich war, ist heute
    Teil meines Alltags geworden.
    Wenn ich nach Hause kam, war ein Feierabendbier das erste, auf das ich mich
    "gefreut" habe. Heute ist es ganz selbstverständlich, dass ich mir einen Cappuccino
    oder Kaffee mache und genieße. Die erste halbe Stunde ist fürs Ankommen da.
    Egal ob 16 oder 20 Uhr.
    Mein Zuhause ist für mich alkoholfreies, heute ganz selbstverständlich. Vor
    sieben Monaten undenkbar.,
    Heute denke ich nicht mehr täglich, wie und wann kann ich trinken und möglichst
    heimlich, damit niemand den Kosum merkt.
    Es hat etwas von Befreiung, den Tag und die Einkäufe nicht mehr nach dem Alkoholpegel
    zu richten.
    Ich gehe vorsichtiger mit mir um. Im letzten Winter bin ich auch bei Schnee
    mit dem Fahrrad gefahren. Heute undenkbar.

    Ich habe jetzt die Nüchternheit, mir nebelfrei Gedanken über mich selbst zu
    machen. Jetzt kann ich meine Baustellen angehen, weil ich sie nicht mehr
    ersäufe. Es kommt zwar Unangenehmes hoch, aber dass ist die ungeschminkte
    Realität. Das Leben ist eben doch kein Ponyhof... :roll:

    Struktur gibt mir meine Berufstätigkeit. Ohne die würde ich mich mit meinem
    Alltag schwere tun. Das habe ich für mich auch erkennen dürfen.
    Und Struktur ist für mich als Süchtige wichtig. Mir gibt es Halt.

    Das letzte Jahr hat mir aber auch gezeigt, dass für mich eine LZT nicht der
    richtige Ansatz ist. Ich werde es mit einer Einzeltherapie versuchen.
    Dem stehen noch bürokratische Hürden im Weg, aber ich bin optimistisch.
    Grundsätzlich finde ich LZT sehr gut, nur für mich war es zu falschen Zeit der
    falsche Ort. Muss jeder für sich herausfinden. Aber von vornherein ausschließen
    sollte man/frau es nicht.

    lalu

    Hallo Martina,

    als ich ungefähr in deinem Alter war, war auch ich Alleinerziehende mit zwei Jungs in ähnlichem Alter. Zu dieser Zeit habe ich zwar nicht getrunken, war noch nicht süchtig. Aber ich litt damals unter für mich nicht erklärbaren Ängsten. Bis heute habe ich das Thema für mich nicht angefangen aufzuarbeiten. Nein, ich habe mir dann später noch die Alkoholsucht ins Boot geholt. In Ansetzen sehe ich heute, dass meine jahrelange Überforderung als Alleinerziehende und voll Berufstätige mich irgendwann in den Suff geführt hat. Ich wusste nicht, dass ich überfordert war, Alkohol bot Entspannung, meine einzige Lösung die ich kannte. Ich wusste nicht, dass ich Hilfe gebraucht hätte. Vor allem erst einmal bei der Bewältigung meines 24 Stunden Jobs.

    Du bist jetzt schon viel weiter. Du bist hier und sucht Hilfe und Austausch. Super und echt toll. Mach unbedingt weiter. Und aus meiner Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass es wichtig sein muss, Hilfe bei deinem Altag zuzulassen. Damit du Zeit hast, Zeit für dich, für Entspannung ohne Tabletten oder Alkohol.

    Spannungsabbau funktioniert bei mir mit Sport, Bewegung und ja, manchmal auch, wenn ich hier im Forum lese.
    Schmerzen habe ich auch nicht, kann ich nicht viel zu sagen. Und wenn, dann versuche ich es aktuell beim Arzt. Bevor es schlimmer wird. Hab Rücken... :cry:
    Realität wahrnehmen. Ich sehe sehr genau, was heute passiert. Sehen und beschreiben kann ich es. Aber warum vieles heute so ist, dass kann ich mir noch nicht erklären.
    Realität ertragen mache ich irgendwie zwangsläufig.
    Das hier im offenen Bereich zu beschreiben, wäre zu offen. Das mache ich ggf. im geschlossenen Bereich.

    -Roman Ende- :wink:

    Lg lalu

    Hallo,

    ich freu mich auch, dich in der Geschlossenen :wink: begrüßen zu dürfen.

    Dein Zimmer wird bestimmt schon eingerichtet, du wirst dich wohlfühlen.

    Der Austausch ist um einiges intensiver, aber eben gerade deshalb für mich
    ein wichtiger Teil meiner Trockenarbeit geworden.

    Bis demnächst.

    lalu

    Allen, die vorbeischauen und auch denen, die es nicht tun, wünsche ich ein ruhiges und trockenes 2017.

    Bleibt auf eurem Weg, das wünsche ich besonders. Habt Vertrauen in Eure Kraft.

    Ich finde schon heute, dass es sich lohnt, ein nüchternes Leben zu führen.
    Einiges ist anstrengend, ja, aber es gibt die schönen Momente der Klarheit.

    Ich verbringe den heutigen Tag zuhause. War im Chat, habe noch ein wenig
    gelesen und werde jetzt fernsehen. Mitternacht geht's Feuerwerk schauen.

    Morgen ist einfach ein Sonntag, wie jeder andere, ausschlafen, ein wenig sporteln und basteln.

    Bis bald und dann auch wieder mehr von mir und meinem Weg

    lalu

    Ich wünsche allen, die heute hier vorbei schauen ein friedliches Weihnachtsfest.

    Bleibt achtsam, sorgt dafür, dass es euch gut geht.

    Der Feiertagschat hat ab 14 Uhr geöffnet. Für alle hier, die angemeldet sind.
    Nutzt ihn fleißig, wenn es euch nicht so gut geht. Und natürlich auch, wenn
    alles gut läuft.

    Ich bin freue mich auf die kommenden Tage, mein erstes nüchternes Fest
    seit Jahren. Halleluja.

    lalu

    Ich habe die Adventszeit friedlich und nüchtern fast hinter mich gebracht.
    Schön, dass ich es nüchtern erleben kann. Und gestalten darf, wie es mir
    gefällt.

    Die letzten Tage hatten ihren Rhythmus, der mir entgegen kommt.
    Arbeit und noch ein zwei Erledigungen, dann noch ein entspannter
    Feierabend. Die Wochenenden waren gänzlich stressfrei, da nichts geplant war,
    der Tag auf mich geruhsam zukam. Nun ja außer der verregnete Sonntag,
    an dem ich an einem Volkslauf teilnehmen wollte... Als Brillenträgerin habe
    ich da schlechte Karten... ich sehe nach 2 Minuten nicht mehr, wo ich
    hinlaufe :shock:

    Mich sucht der Suchtteufel gerade nicht auf. Kann gerne so bleiben, aber ich
    bin da weiterhin achtsam. Was ich mir wünsche und was das Suchtgedächtnis
    macht... das ist nicht immer eine Einheit.

    Ich bin zwar täglich hier im Forum unterwegs, schreibe aber nicht immer etwas
    in mein TB. Die Gedanken und Erlebnisse der anderen sind mir auch
    weiterhin Inspiration und Hilfe. Ich möchte da nicht mehr drauf verzichten.
    Es hat mir bis hierher geholfen. Das wird also auch in Zukunft ein
    Wichtiger Teil meiner Trockenarbeit sein.

    Allen eine geruhsame Nacht und einen nüchternen Freitag.
    lalu

    Ich schließe mich Thalia an. Kontrolliertes Trinken geht für uns Alkoholiker
    nicht. Punkt.

    Vielleicht möchtest du dich mal mit den Eigenschaften Egoismus und Eigensinn
    auseinandergesetzt.
    Als nasse Alkoholikerin war ich egoistisch. Als abstinent lebende
    Alkoholikerin bin ich eigensinnig. So sehe ich mich.

    Dir auf deinem Weg alles gute, allein mir fehlt der Glaube....

    Gruß lalu

    Ich habe vor einem halben Jahr wieder mit Laufen begonnen. Genauso lange bin ich jetzt ohne Alkohol, ein Rückfall, zum Glück nur ein Abend... :oops:

    Mein erster 10er sollte im Oktober sein, da war ich dann kurzfristig zur Reha.
    Mein zweiter Anlauf viel vor 10 Tagen buchstäblich ins Wasser. Als Brillenträger
    habe ich keine Durchblicken bei Regen... Sollte mal über Kontaktlinsen nachdenken. :lol:

    Sylvester nun mein dritter Anlauf. Ein 10er und ich bin guter Dinge, dass eine Zeit um die 1:07 rauskommt... Im Training bin ich bei 1:13.... Na schauen wir mal... (Mein bisher einziger Wettkampf war 2009, 1:01, war ich ja auch noch viel jünger und hatte ein Jahr laufen hinter mir.)

    Ich schreibe sehr sporadisch in meinem Thread "Lauf, lalu, lauf"

    Du kannst mich gerne besuchen, ich schau gerne weiter hier vorbei.

    Lg lalu

    Liebe Marie,

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Vermeide in deinem eigenen Interesse jeden Kontakt mit alkoholischen Veranstaltungen. Gerade in den ersten Monaten, dem ersten Jahr. Tue dir selbst den Gefallen und passe auf dich auf. Dein Suchtgedächtnis macht das nicht. Im Gegenteil, noch Tage später kann es sich anschleichen und zuschlagen.

    Das sind auch meine Erfahrungen aus dem ersten halben Jahr Abstinenz.
    Ich hatte nach 6 Monaten meinen Rückfall. Auch deshalb, weil ich die vielen Vorschläge und Tipps von hier aus dem Forum so ein klein wenig für mich "anpassen" wollte. Das funktioniert nicht.

    A und O ist die Risikominimierung, besonders das alkoholfreie Umfeld und das Nichtbesuche von Veranstaltungen oder Orten, wo Alkohol angeboten wird.

    Kannst de glaube!

    Sende dir Kraft für die nächsten 24 Stunden
    lalu

    Zu dieser Jahreszeit ist es doch angebracht, gelegentlich auf schmalen
    Brettern unterwegs zu sein... :lol::lol::lol::lol:

    Ich mag Sprichwörter, Redewendung und Rätsel. Gerne auch mal um die
    Ecke denken, schwarzen Humor, leise Ironie.

    Aber wenn es um unsere Krankheit geht, finde ich es für alle einfacher, mit
    klaren Worte zu schreiben. Dann kommen keine Missverständnisse auf.
    Natürlich nur so klar, wie es hier im offenen Bereich möglich ist.

    Dir weiter eine nüchterne Zeit und einen besinnlichen 4. Advent

    lalu

    Hallo

    Ich muss mal umdisponieren.

    Sylvester will ich noch einen kleinen Lauf mit ein paar anderen Laufverrückten
    starten. Los geht es erst um 13 Uhr. Bis 14 Uhr bin ich dann noch nicht zurück.

    Könnt ihr mich bitte Sylvester dann für 20..22 Uhr einplanen?

    Danke lalu

    Das ruhige Angehen an die Dinge scheint mir gut zu tun. Ich schaue mir genau an, was zu tun ist, und wieviel Zeit ich habe. Mache langsam und lasse lieber etwas liegen. Morgen ist auch noch ein Tag. Dieser Rhythmus scheint ein guter Weg zu sein und ich werde ihn in den nächsten Tagen weiter ausprobieren.

    Bis zum Jahresende liegt nicht mehr viel an. Noch ein paar Tage arbeiten. Noch ein ruhiges entspanntes Wochenende. Einkaufen wird wohl noch ein paar mal notwendig sein, aber wir werden es nicht übertreiben.

    Es war ein sehr anstrengendes Jahr, viel ist passiert. Einen Rückblick wage ich noch nicht ganz. Und einen Ausblick auf das kommende Jahr? Hm?
    Ganz wichtig ist mir hier das Forum, dass mich seit über sechs Monate begleitet. Gerne lese ich die Beiträge der anderen, es gibt soviel spannende Lebensberichte. Ich kann immer wieder was mitnehmen. Das wird mich also im nächsten Jahr auf jeden Fall begleiten. Lesen und schreiben im Forum. Meiner virtuellen SHG.

    Ich schaue jetzt auch in die TB der Co. Ich kann dann vielleicht auch verstehen, wie es meinen Verwandten und Freunden mit mir ging. Auch wenn ich glaubte, dass keiner soviel mitbekommen hat. Damals als ich heimlich trank. Das ist wohl ein Irrtum, dem wir heimlichen Trinker immer wieder aufgesessen sind...

    Habt eine schöne Adventszeit
    lalu

    Liebe Martina,

    Ich habe und hatte nie den Eindruck, dass hier irgendwer befürchtet, dass
    ihm/ihr ein Platz weggenommen wird. Wie kommst du auf das schmale Brett?

    Ich glaube hier im Namen von vielen zu sprechen, dass wir uns über jeden
    freuen, der sich im Forum anmeldet und ernsthaft trocken werden möchte.
    Viele LZT nehmen schon seit Jahren die Menschen hier in Empfang und
    geben immer wieder ihre Erfahrungen weiter. Immer und immer wieder.
    Wohl wissend, dass es nur einige schaffen hier längerfristig zu schreiben.
    Warum mehr Mensch weg bleiben, als sich hier auszutauschen, darüber
    darf spekuliert werden.

    Das "mittendrin" bezog sich auf dein reales Leben. Hier ist es herzlichst
    willkommen, mittendrin zu sein, im eigenen Faden zu schreiben und
    gerne auch Fußspuren woanders zu hinterlassen.

    Ich hatte dir auch nur meinen Eindruck geschrieben, den deine Beiträge
    auf mich machen. Meine Wahrnehmung. Du magst möglicherweise ganz
    anders sein. Hier wird geschrieben, Mimik und Gestik fehlen.
    Und du bist ja auch noch neu hier, genau wie ich.
    Was sind schon 6 Monate...

    "Unmut" ... Hm? Ja, der kommt gelegentlich auf. Besonders dann, wenn wir
    frisch angetrockneten immer auf unsere Individualität, unseren eigenen,
    besonderen Weg verweisen. Die LZT und langjährigen User haben schon vieles
    oft gelesen und oft erlebt, dass der so individuelle Weg in einem Rückfall
    endete.

    Du bist eine Bereicherung für das Forum, du schreibst regelmäßig, fragst,
    antwortest. Setzt dich mit dir und der Krankheit auseinander. Prima.

    Also bleib hier, oder komm in die Villa. So wie du magst. Keiner macht hier
    Druck. Den machst du dir selbst. Oder? :wink:

    Gruß
    lalu

    Hallo,

    ich habe meinen Geburtstag außerhalb gefeiert. Weil ich, wie Tina auch sagt, jeder Zeit hätte gehen können, wenn es mir zu brenzlig geworden wäre.

    Ich habe offen über meine Krankheit gesprochen. Aber nicht mit jedem. Es ist einigen gar nicht aufgefallen, dass ich nicht getrunken habe.
    Ich halte es auch heute noch so, dass nicht jeder von meiner Sucht erfährt.
    Da wo es absolut notwendig ist, Familie, Freunde, Ärzte, da ja. Auf Arbeit nicht.

    Halte dein Zuhause alkoholfrei. Das solltest du dir wert sein.

    Liebe Grüße
    lalu