Hallo Baggy,
es ist auch mein erstes alkoholfreies Wochenende, Du bist also nicht allein. Das schaffen wir!
Bin erstmal sehr glücklich, Samstags nicht mit einem Kater aufgewacht zu sein.
Gruß
Eric
Hallo Baggy,
es ist auch mein erstes alkoholfreies Wochenende, Du bist also nicht allein. Das schaffen wir!
Bin erstmal sehr glücklich, Samstags nicht mit einem Kater aufgewacht zu sein.
Gruß
Eric
Also dann mal meine Vorstellung:
Ich bin Eric, 31.
Bis ca. 16 war ich absoluter Gegner von Alkohol und Zigaretten (und allen anderen Drogen). Irgendwann fing es dann um mich herum natürlich an mit dem Biertrinken. Hatte aber schon immer Probleme mit meiner Blase und habe direkt mit 40%igem losgelegt, damit ich nicht so einen Harndrang hab. Zigaretten kamen dann auch recht bald währen der Abizeit dazu. Tja und daran hat sich auch nie mehr etwas geändert.
Als mein Studium dann anfing, war ich plötzlich frei, konnte machen, was ich wollte und dann ging's so richtig los. Hab dann fast jeden Abend gesoffen. Anfangs ging es noch, aber man verträgt im Laufe der Jahre ja leider immer mehr. Und während Normaltrinkende bei dem Konsum schon längst in der Ecke liegen würden, konnte ich irgendwann noch rumlaufen und Blödsinn anstellen. Mir sind im Vollrausch ein paar wirklich unangenehme Sachen "passiert", habe auch zumindest eine enge Freundin für immer verloren.
Seit ein paar Jahren stehe ich im Berufsleben, aber es hat sich leider nichts an der Sauferei geändert. Nachdem man mich mehrfach auf meine morgendliche Fahne hingewiesen hat, lasse ich zumindest die Schnäpse weg und bin mehr auf Wein umgeschwenkt. Am Wochenende dann halt Wein UND Schnaps.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder aus meinem Umfeld weiß, dass ich Alki bin. Habe daher auch keine Angst vor dem Schritt, mich als solcher zu bekennen und die notwendigen Schritte zu unternehmen. Ich halte sehr viel auf meine Freunde und bin mir sicher, dass es gut aufgenommen werden wird. Bin auch immer mal wieder auf meinen Alkohomkonsum angesprochen worden.
Kann gar nicht genau sagen, warum ich saufe bzw. gesoffen hab. Frust mit den Frauen, Unzufriedenheit mit meinem Körper, Langeweile, schätze ich mal. Durch die Sauferei geht das Selbstbewußtsein und die Selbstachtung nur noch mehr in den Keller und so hab ich mich immer beschissener gefühlt.
Habe durchaus nicht jeden Tag getrunken, phasenweise aber schon und fast immer bis zum Exzess. Gesittete Runden habe ich manchmal früher verlassen, um mich zu Hause so richtig zuknallen zu können inkl. öfters mal auf die Fresse fliegen, aggressiv in Internetforen auftreten etc.
Beklagen kann ich mich eigentlich nicht. Habe ein sehr gutes soziales Umfeld, einen guten (wenn auch langweiligen) Job, eine schöne Wohnung. Ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt diesen Schritt gehe, bevor es so richtig schlimm wird.
Habe mir hier viele Beiträge durchgelesen und schein es gottseidank noch ganz gut getroffen zu haben. Beim Alki-Test hier kam "leicht alkoholgefährdet" raus und ich hab mich schon gefragt, ob ich vielleicht gar kein Alki bin. Böse Falle! habe auch keine Entzugserscheinungen, tatsächlich hab ich aufgrund einer Wette auch schonmal problemlos ein halbes Jahr nix getrunken. Am Abend, als die Wette zuende war, hab ich mich dann total zugeschüttet und konnte am nächsten Tag nicht zur Arbeit gehen.. Aber dieses halbe Jahr war das Paradies!
Nun gut, ich freue mich auf die Herausforderung und bin sehr glücklich, euch gefunden zu haben.
Ach ja, hatte mir überlegt, auch gleichzeitig noch das Rauchen aufzugeben. Ich werde jetzt ja eh einiges ändern, da kann diese Sucht doch auch gleich noch mit dran glauben. Andererseits ist das vielleicht zu viel auf einmal und am Ende steht die große Enttäuschung..
Ups, ganz schön viel geschrieben. ![]()
Danke und hallo. ![]()
Bin ja auch eher hier reingestolpert und hab mich noch gar nicht richtig vorgestellt. Das kommt noch, sobald ich mich noch etwas sicherer fühle. ![]()
Guten Morgen,
ich habe mich mit ihm unterhalten und ihm nochmal genau dargelegt, wie die Situation ist und dass es mir ernst ist. Er findet meinen Schritt richtig und sehr gut. Werden unsere Kneipenaktivitäten nun auf andere Sachen verlagern. Wir sind beide sehr kulturinterssiert, wird also auf Theater, Konzerte etc. hinauslaufen.
Nun also das Wochenende. Bin das ganze Wochenende alleine und das bedeutet Alarmstufe Rot. Bin aber absolut davon überzeugt, nichts zu trinken. Das wäre mit Sicherheit anders, wenn ich mich hier nicht angemeldet und geschrieben hätte. Ich will mich auf keinen Fall hier jemals lesen müssen, dass ich wieder getrunken hab. ![]()
Euch allen ein schönes, trockenes Wochenende!
Bin ja mal gespannt, wie meine Umwelt reagiert. Denke, dass ich auf Verständnis stoßen werden, mache mir da eher wenig Sorgen. Nur in einem Fall weiß ich noch nicht, wie das werden wird.
Ist ein sehr enger Freund von mir, der mir auch schonmal nahegelegt hat, nicht soviel zu saufen. Daraufhin hab ich ihm mal erklärt, dass ich die Menge nicht steuern kann, sobald ich nur einmal genippt hab. Und das scheint er irgendwie nicht zu verstehen. Hatte ihn auch schonmal gebeten, mich unter der Woche nicht zu fragen, ob wir einen trinken gehen, da ich so leicht verführbar bin. Aber daran hält er sich auch nicht.
Ich denke, dass er auch ein Alk-Problem hat. Das denkt er auch selber, aber es äußert sich ganz anders als bei mir. Er trinkt keine harten Sachen und hat auch nie einen Filmriss.
Schätze mal nicht, dass er in meiner Anwesenheit auf seinen Alk verzichten will. Bei allen anderen Freunden sehr ich kein Problem, aber bei ihm schon. Hoffe, dass ich mich beherrschen kann, wenn er vor meiner Nase trinkt.
Hallo Annika,
so ist es auch geplant. ![]()
Nochmal sorry, wenn ich mich etwas komisch ausgedrückt hab. Bin noch etwas dizzy im Kopf vom Saufen. ![]()
Genau darum bin ich hier. ![]()
Für mich ist heute Tag 1.
Wieso meinst Du das?
Ich danke euch für die ganzen guten Antworten. Stimmt, irgendwie widerspreche ich mir selbst.
Also gut, ich werde das jetzt also mal angehen. Die Idee mit dem Sport ist auch sehr gut.
@soul-on-fire: Wünsche dir ebenfalls viel Erfolg!
Zitat von soul-on-fireKippt der Rausch bei Dir nicht irgendwann ? Bist Du dann immer gut drauf wenn Du betrunken bist ?
Ich sehe bei mir, daß ich anfangs sehr lustig werde und Spaß habe..doch irgendwann kommt das berühmte Glas dass zuviel ist. Danach schlägt bei mir die Stimmung um.
Sehr unterschiedlich. Kann im fortgeschrittenem Stadium schonmal in Aggression umschlagen. Und irgendwann wach ich dann morgens auf und weiß nicht mehr, wie ich ins Bett gekommen bin oder was ich noch so alles gemacht hab.
Bin schon soweit, dass ich erkannt habe, dass dieser anfängliche Spaß beim Trinken gar kein richtiger Spaß ist. Habe einfach keine Lust mehr zu trinken, tue es aber immer wieder. Verrückt irgendwie..
Ja, ich will mit dem Trinken aufhören.
Meine derzeitige Frage ist: Muss ich auf jedenfall einen Entzug machen?
Guten Morgen,
danke für eure Antworten. Ich sehe Rausch einfach als einen Teil des Lebens an und zwar als einen sehr schönen Teil. Ich denke nicht, dass es mir dabei um Vernebelung oder Flucht oder sonstwas geht.
Nun gut, dies soll kein Plädoyer für den Rausch sein. Bleiben wir also beim Thema Alkohol, denn das muss als erstes behoben werden, soviel ist mir klar. Es macht mir seit vielen Jahren keinen Spaß mehr zu trinken.
Körperlich abhängig bin ich nicht, hab mehrmals monatelang mit dem Trinken ausgesetzt. Und das waren tatsächlich sehr schöne Zeiten. Nur kehre ich halt immer wieder zum Alk zurück. Aus Langeweile, glaub ich.
Muss ich denn auf jedenfall einen Entzug machen?
Tut mir leid, wenn ich etwas unzusammenhängend schreibe. Aber wie ihr sicherlich wisst, ist es manchmal nicht einfach, darüber zu reden und vor allem auch ehrlich zu sich selber zu sein. Aber ich geb mir Mühe. ![]()
Hallo miteinander,
zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich es unglaublich gut finde, dass sich hier Leute zusammenfinden, die auf die im Grunde ja immer gleichen Anfragen geduldig antworten. Einfach gut!
Tja und eigentlich wollte ich jetzt meine Geschichte erzählen, hab dann aber beim Lesen festgestellt, dass Alkoholismus scheinbar immer gleiche Muster hervorruft. Konnte mich in vielen Threads hier wiedererkennen und muss daher gar nicht mehr über Details reden.
Was will ich also sagen? Gar nicht so leicht zu sagen. ![]()
Habe Alkohol schon seit langem als meinen Feind ausgemacht, kann aber ohne Rausch einfach nicht leben. Das Berauschtsein gehört für mich einfach zum Leben. Habe lange Zeit auch gekifft, aber das gibt mir nix mehr, alle anderen Drogen sind für mich tabu.
Ich kenne auch die Euphorie des Nüchternseins und die hier vielmals beschworene "Schönheit des Lebens", die man plötzlich erkennt.
Aber ich weiß nicht, so ein Leben ohne Rausch geht doch nicht, oder? Ich rede nicht davon, sich dauerhaft wegzuschießen, sondern sich ab und zu mal in Trance zu begeben. Meditation hab ich versucht, bin aber zu hibbelig für selbst die leichtesten Übungen. ![]()
Ähm.. ich schließe dieses Posting mal ohne bestimmte Frage, aber mit einem entschiedenen Hilferuf: "Hilfe, was muss ich tun?"
Oder vielleicht genauer noch: "Wie kann ich Alkohol ersetzen?"