Beiträge von Eric

    Hallo Twisted Heart,

    hm, lies dir mal deinen eigenen Beitrag vom 28.07. durch.

    Da steht so ziemlich genau das selbe wie in deinem letzten Posting. Ich wundere mich etwas, dass dich die erneuten Äußerungen deines Mannes überraschen.

    Scheinbar hat er sich seitdem ja noch keine Hilfe geholt, sondern wiederholt nur seine Aussagen.

    Dies nur mein spontaner Gedanke.

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo Twisted_Heart,

    ich möchte dir als trockener Alkoholiker nur kurz einen dringenden Rat geben: Unternimm gar nichts bzw. lass dich auf gar nichts ein, ehe nicht verbrieft ist, dass er sich wirklich professionelle Hilfe geholt und mit dieser Hilfe trocken geworden ist.

    Alles andere führt nur zu den alten Verhaltensmustern. Reden können wir Alkoholiker viel, aber auf die Taten kommt es an. Auch ist eine Familientherapie sicherlich kein Ersatz für eine professionelle Begleitung beim Trockenwerden.

    Dir alles Gute
    Eric

    Hallo Jacky,

    in deiner Beschreibung erkenne ich viele Parallelen zu meiner Geschichte. Es wurde dann allerdings noch schlimmer mit Filmrissen etc.

    Um auf deine Frage "Wie schaffe ich es nur?" zu antworten: Der große Durchbruch war für mich, erstens hier im Forum zu schreiben und zu entdecken, dass es vielen, vielen anderen Menschen genauso ergeht wie mir.

    Und zweitens, einige Zeit später, die Erkenntnis, dass ich alkoholkrank bin. Dies kommuniziere ich inzwischen auch klar nach außen. Ich bin krank, ich kann nichts dafür und ich tue alles, damit mich diese Krankheit nicht umbringt. Seit ich so denke, hatte ich keinen Rückfall und seit nunmehr 2 1/2 Jahren auch keinen Wunsch mehr, Alkohol zu konsumieren.

    Unbedingt solltest Du deinen Umgang mit Alkohol in der Gesprächstherapie erwähnen. Ohne das goße, entscheidende Problem anzugehen, wird man dir ansonsten nicht helfen können.

    Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg. Entscheidend ist der unbedingte Wunsch, nie mehr trinken zu müssen und alles dafür zu tun, was notwendig ist. Dann schaffst Du es auch!

    Eric

    Hallo Melodie,

    ich möchte dir mal als trockener Alkoholiker antworten. Auch ich kann leider nur davon abraten, zu große Erwartungen in das Gespräch zu setzen. Der alkoholkranke Mensch muss von sich aus wollen, nie mehr Alkohol zu trinken. Wenn es noch nicht soweit ist, prallt alles an ihr ab. Und wenn doch etwas zu ihr durchdringt, ist der Alkohol viel, viel mächtiger.

    Es spricht nichts dagegen, dass Du ihr deine Besorgnis mitteilst, aber bewirken wird es wohl leider nicht viel.

    Das Abwenden geliebter Menschen kann (muss aber nicht) dazu beitragen, dass der Alkoholkranke seinen Tiefpunkt erreicht und aus diesem heraus selbständig erste Schritte in Richtung Trockenheit einleitet.

    Du solltest dir hier noch einige Geschichten durchlesen. Es ist geradezu schockierend, wie sich die Verhaltensweisen ähneln. Der Alkohol macht uns Alkoholkranke nämlich ziemlich gleich.

    Und Sucht hat nichts mit Verstand zu tun.
    Du als Nicht-Alkoholkranke denkst "Sie muss es doch irgendwann einfach kapieren." Für den Alkoholkranken stellt sich das anders da. Da steht der Alkohol unangefochten an oberster Stelle und alles andere wird drumherum gebogen. Deine Realität ist einfach nicht ihre Realität.

    Dir alles Liebe
    Eric

    Hallo Karsten,

    nee, das hatte ich nicht mehr gelesen, aber danke für die Info. Aber meinst Du mit dem "einen" jetzt mich? Denn ich achte sehr wohl gut auf mich.

    Deinen Punkt verstehe ich vollkommen, allerdings finde ich es (mit ein wenig Abstand) schon ein bißchen schade, dass hier nicht leicht abweichende Erfahrungen gelten gelassen werden. Gerade dieses Nichtwahrhabenwollen der Realität habe ich für meinen Teil mit dem Saufen abgelegt.

    Komplettes Unterbinden von Gedanken, die Forumsuser nunmal beschäftigen, kann es m.E. nicht sein. Ob es nun wirklich nur einer ist, der diese Erfahrung gemacht hat, kannst Du doch gar nicht sagen, wenn Du sofort die Diskussion löscht.

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo mogli,

    ich möchte dir als trockener Alkoholiker antworten und ich mach es kurz: Das klingt alles gar nicht gut und ich empfehle dir dringend, das Weite zu suchen.

    Du kannst ihm nicht helfen. Das kann er nur ganz alleine. Du kannst ihm gegenüber deine Bedenken äußern, aber leider muss er von ganz alleine aufwachen.

    Alles Gute
    Eric

    Hallo Hoffender,

    bitte um Verständnis, dass ich mal gerade in deinem Thread poste, obwohl es nicht dich betrifft.

    Hallo Legolas!

    Zitat von Legolas

    Mir macht der fünfte Tag im Moment noch Probleme, aber es werden im mehr Tage zwischen dem Suff (Habs noch nicht so wirklich im Griff, hätte ich villeicht früher schreiben sollen) ist aber auch egel.

    Was Du da betreibst, wird hier oft als rumeieren bezeichnet. Kenne ich noch gut von mir selbst. Aber so wird das nichts. Du wirst dein Leben nur in den Griff bekommen, wenn Du das ernsthaft willst und entsprechend handelst. Wer trocken werden will, der schafft es auch. Du scheinst aber noch etwas positives am Alkohol zu finden.


    Zitat von Legolas

    morgen Nacht, wenn ich wieder nicht schlafen kann, werde ich voller Erwartungen DEIN Forum, wie bisher jeden Abend, als erstes öffen

    Es wäre weitaus sinnvoller, wenn Du DEIN Thema als erstes öffnest und dich mit dir selbst beschäftigst. Es sollte zunächst ausschließlich um DEINE Trockenheit gehen.

    Viele Grüße
    Eric

    Hallo Nachwuchsoptimist,

    Zitat von Nachwuchsoptimist

    Fast vor einem Jahr habe das letzte Mal getrunken.
    Seitdem ist viel passiert, und ich fühle mich mehr als ich selber als ich mir das hätte vorstellen können. Vor allem kann ich mich aber selber ernst nehmen, meine Träume, Bedürfnisse und Gefühle respektieren.

    ich kann mich noch gut an deine ersten Postings erinnern (damals noch unter anderem Namen ;) ) und freue mich sehr, dass Du es bis hierhin gut geschafft hast und dich auch noch gut dabei fühlst!


    Zitat von Nachwuchsoptimist

    Das Thema Alkohol ist für mich im Augenblick kein großes Thema, aber natürlich kommt es immer mal wieder hoch. Ich denke das ist in Ordnung so, solange ich es nicht aus den Augen verliere. Irgendwo habe ich hier mal gelesen, dass jemand so sicher war in seinem trockenen Leben, dass er vergaß darauf zu achten. Ich kann mir vorstellen wie das passiert. Und hoffe, dass ich aufmerksam genug beibe.

    Auch ich empfinde Alkohol für mich nicht als akute Bedrohung, halte mich aber stets aufmerksam, indem ich hier im Forum viel lese.

    Weiterhin alles Gute
    Eric

    Hallo Hoffender!

    Zitat von Hoffender

    Der Arzt haette mich auch gerne sofort zur stationaeren Entgiftung geschickt aber dadurch das noch soviel ansteht naechste Woche kann ich das nicht.

    Der Arzt wird schon wissen, warum er das vorgechlagen hat. Ist dir bekannt, dass der Kalte Entzug tödlich enden kann?

    Du, ich seh das so: Du hast nur eine Chance, vom Alkohol loszukommen, wenn dir deine Trockenheit das wichtigste im Leben ist. ALLES andere muss sich dem unterordnen.

    Ich möchte dir dringend empfehlen, von Anfang an den geraden Weg zu gehen und keine Kompromisse einzugehen. Die können wir Alkoholkranken uns nämlich nicht leisten. Die Alkoholkrankheit ist schwerwiegend und heimtückisch und reißt dich wieder zurück in den Suff, sobald Du ihr Angriffsfläche bietest.

    Nur DU bist jetzt wichtig und die Überwindung deiner Alkoholkrankheit. Alles andere kommt später.

    Ich wünsche dir alles Gute
    Eric

    Hallo pensamentos und herzlich willkommen!

    Ich bin auch trockener Alkoholiker. Ob dein Freund es packt, vermag wohl niemand zu sagen. Entscheidend ist sein Wille. Damit mein ich nicht unbedingt seine Willenskraft, sondern der unbedingte Wunsch, nie mehr Alkohol trinken zu müssen. Auch alkoholfreies Bier ist tabu, da dadurch das Suchtgedächtnis wieder anspringen kann und der Griff zum "richtigen" Bier nicht mehr weit ist.

    Die anfängliche Euphorie kenne ich auch, die ist nach wenigen Wochen vorbei. Dann fangen die Lebensumstrukturierungen an.

    Du solltest sich darauf einstellen, dass Du es mit einem anderen Menschen zu tun hast, sollte er denn wirklich trocken werden. Ich für meinen Teil kann über mich sagen, dass ich nun ein anderer Mensch bin als noch vor einigen Jahren, als ich noch trank. Mit anderer Denkweise und anderen Ansichten und Verhaltensweisen.

    So richtig viel tun kannst Du eigentlich nicht für ihn. Entweder er will es aus tiefstem Herzen und schafft es, oder aber er wird rückfällig. Ja, Rückfälle können passieren. Aber wenn er wirklich ernsthaft trocken werden will und alles dafür tut, sollte kein Rückfall passieren.

    Es ist wichtig, dass auch Du an dir arbeitest und dir z.B. klar darüber wirst, warum Du dich zu suchtkranken Menschen hingezogen fühlst. Nur wenn beide Partner sich verändern, könnt ihr aus eurem kranken Verhältnis ausbrechen. Aber dazu können dir die Cos hier mehr erzählen als ich.

    Alles Gute
    Eric

    Hallo Feuervogel,

    danke für deine Buchtipps. Mit dieser spirituellen Linie tu ich mich etwas schwer. Aber vielleicht guck ich dennoch mal rein. Meditation z.B. interessiert mich schon lange, bin es aber niemals so richtig angegangen.

    Wenn mir jemand vor drei Jahren gesagt hätte, dass ich mal Lebensratgeber lesen würde... :lol:

    Eric

    Hallo fish,

    schön, mal wieder etwas von dir zu lesen. Und noch schöner zu lesen, dass Du deinen Weg gehst.

    Wollte ich nur mal kurz loswerden, da ich deine Postings seit Beginn verfolge. :)

    Weiterhin alles Gute
    Eric

    Hi Nat,

    ich möchte dir ein paar Worte aus der Sicht eines (trockenen) Alkoholikers schreiben. Dies hier:

    Zitat von nat27

    Er weiß das er es schaffen wird...er sagt das er noch öfters Rückfällig sein wird...und ich muß Geduld haben..weil das letzte mal genauso war.
    Hört sich nach Hoffnung an Stimmts??? ich weiß es nicht...

    klingt ziemlich eindeutig danach, dass er seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat und somit gar nicht ernsthaft mit dem Saufen aufhören will. Noch deutlicher wird es dadurch, dass er nicht etwa sagt "ich weiß nicht, ob ich es schaffe", sondern direkt davon redet "noch öfters" rückfällig zu werden.

    Als trockener Alkoholiker kann ich dir nur raten, dich nicht auf diese trügerische Hoffnung einzulassen.

    Alles Liebe
    Eric

    Hallo brain und herzlich willkommen!

    Wenn Du vom Alkohol loskommen willst, musst Du dir eingestehen, dass Du krank bist. Und zwar unheilbar krank. Du kannst deine Krankheit lediglich zum Stillstand bringen, indem Du nicht mehr trinkst. Aber alkoholkrank bleibt man bis ans Lebensende. Ohne die Einsicht geht es leider nicht und der Alkohol wird früher oder später wieder seine Macht über dich zurückgewinnen.

    Wir hier wollen nie mehr in unserem Leben Alkohol trinken müssen. Ist dies auch dein Ziel?

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo Legolas,

    das klingt ja leider sehr nach bevorstehendem Rückfall bzw. Ende deiner Trinkpause.

    Was genkst Du jetzt zu tun?

    Neue Aufgaben muss man sich schaffen. Was tust Du in dieser Hinsicht für dich?

    Bist Du schon auf der Suche nach einem neuen Job?

    Denkst Du, deine Situation wird besser, wenn Du wieder mit dem Saufen anfängst?

    Gruß
    Eric

    Hallo Andi,

    so ziemlich alles, was ich tue, dient eigentlich dazu, dass es mir gut geht. Ich bin auch weitestgehend zufrieden mit meinem Leben. Und wenn mir etwas nicht zusagt, dann bemühe ich mich, es zu ändern.

    Nur kann ich dieses überwältigende Glücksgefühl einfach nur schwer ertragen.

    Folgende zwei Sätze verstehe ich nicht so richtig. Vielleicht magst Du noch erklären, wie Du das meinst? :)

    Zitat von Andi

    Klingt für mich so gar nicht komisch!! :roll:

    Ich wünsche dir das Du das eine vom anderen unterscheiden kannst.

    Gruß
    Eric

    Hi Feuervogel,

    vielen Dank für deine Ausführungen und den Buchtipp. Hab es mir direkt bestellt.

    Dass Rauchen das Hirn vernebelt, ist mir sehr bewusst. Und mir ist auch bewusst, wie stark so eine Zigarette reinhaut. Ich merke es immer an der ersten Zigarette, wenn ich zuvor mal wieder ein paar Wochen aufgehört hatte.

    Meine Theorie (mal abseits des reinen Suchtverhaltens) zum Rauchen ist die: Wenn ich nicht rauche, geht es mir brutal gut. Irgendwie zu gut, wie ich finde. Dieses gutfühlen bin ich aus meiner Vergangenheit einfach nicht gewohnt. Und manchmal entscheide ich mich dann tatsächlich absichtlich fürs Rauchen, damit es mir eben nicht ganz so gut geht. Klingt vielleicht etwas komisch. Ist aber auch komisch. :)

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo Andi,

    Zitat von Andi

    Aber wo siehst Du denn bei Konsequenz bitte Verzichtsgedanken?????

    Konsequenz ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Lass es mich durch Standhaftigkeit ersetzen. Wenn ich standhaft wäre, würde das ja bedeuten, dass ich mich andauernd gegen den Verzicht wehren müsste. Dies ist aber nicht der Fall.

    Viele Grüße
    Eric