Beiträge von Eric

    Hallo zusammen,

    ich hätte da mal eine Frage: Wie reagiert ihr, wenn ihr jemandem erzählt, dass ihr trockener Alkoholiker seid und dieser jemand euch dann dazu gratuliert?

    Der Einfachheit halber sage ich dann "danke" und lächele und ich freue mich auch, dass allgemein bekannt zu sein scheint, dass es viel bedeutet, die Alkoholkrankheit gestoppt zu haben.

    Aber so richtig annehmen kann ich diese Gratulation eigentlich nicht. Denn ich weiß, dass nicht wirklich Stärke bewiesen hab. Ich habe meinen Tiefpunkt erreicht und aus diesem heraus gehandelt und das ganz selbstverständlich, weil ich eben nie mehr trinken will. Aber Stärke oder Konsequenz? Hm, das trifft es eigentlich nicht. Das würde ja mit Verzichtsgedanken einher gehen, die ich aber nicht habe.

    Wie ist das bei euch? Das würde mich mal interessieren.

    Viele Grüße
    Eric

    Hallo Krissi,

    habe gerade erst deine ersten Postings gelesen und dass Du ja schon seit 10 Jahren keinen Alkohol trinkst. Daher ist mein Posting bzgl. Ärztin und Depressionen etwas ungenau, sorry!

    Zitat von Krissi 51

    und das ist wahrscheinlich bei mir jetzt passiert, das ich anfagen zu denken, oooch wieso denn nicht. du siehst doch das die anderen das auch gut können. was soll dir denn jetzt nach so langer zeit ein gläschen schaden u.s.w. es muss doch nicht wie damals sein das du die kontrolle verliert, es könnte doch sein, das du heute damit umgehen kannst.
    Weisst du, diese gedanken sind sehr gefährlich, das merke ich nun, weiss auch nicht wieso ich sie auf einmal habe nach so einer langen zeit.

    und deshalb ist wahrscheinlich dieses klar werden darüber auch so wichtig jetzt für mich. Weil das der punkt ist wo man ansetzen muss. ohne einsicht tut sich gar nix.

    und da wird mir dieses forum sehr bei helfen glaube ich. Ist zwar spät, hätte ich alles früher machen sollen, aber besser jetzt wie gar nicht.

    Ja, die Einsicht, krank zu sein, ist sehr wichtig. Das Wissen, dass man nie mehr kontrolliert trinken können wird, auch nach 10 Jahren nicht.

    Ich find's super, dass Du dich selbst so sorgfältig beobachtest und dir hier Hilfe suchst, ehe es zu einem Rückfall kommt.

    Und dieses Gefühl, man hätte schon viel früher handeln sollen, haben wohl viele hier. Aber wie Du schon richtig schreibst: Hauptsache, man handelt im Jetzt!

    Wichtig finde ich auch, sich selbst zu verzeihen. Auch da kann die Einsicht, krank zu sein, sehr helfen. Ich schäme mich immer noch für einige Dinge, die ich im Suff getan und gesagt habe, aber im großen und ganzen habe ich mir verziehen. Ich weiß, dass ich krank bin und fremdgesteuert war.

    Lieben Gruß
    Eric

    Zitat von Krissi 51

    ich stehe einfach nicht dazu. ich verharmlose es und denke so bei mir, naja du hast zwar probleme mit alkh. aber dafür bist du noch lange keine alkholikerin. und ich glaube das ist auch der eigentliche punkt bei mir.z.b. bin ich seit jahren in behandlung bei meiner ärztin wegen depressionen u.s.w. Aber von diesem problem habe ich ihr noch nie von erzählt. also könnte ich ja mit ihr drüber reden. aber dann weiss ich nicht, was denkt die von mir, wie sieht sie mich dann?
    wird sie dann nicht wenn es mir nicht gut geht alles auf den alk. schieben, den ich ja nun wirklich aber gar nicht trinke u.s.w.
    wird sie nicht dann mich mit andereren augen sehen und wenn ich mal komme zu ihr, mir ist es nicht gut, das sie denkt, oooch die hat gesoffen.
    Was dann aber gar nicht so wäre. man ist eben abgestempelt.

    ja es ist schwer für mich das zu erklären. wie war das denn bei euch so. habt ihr euch von anfang dazu gehörig gefühlt.?

    Hallo Krissi,

    mir hat es geholfen, mich als alkoholkrank zu sehen. Aber auch dies erst nach einer Weile. Alkoholiker ist ein sehr vorbelastetes Wort. Wobei ich inzwischen auch kein Problem mehr damit habe, mich als Alkoholiker zu bezeichnen.

    "Alkoholkrank" beschreibt aber auch besser, was Alkoholismus ist: Eine Krankheit. Deine Ärztin sollte damit vertraut sein und es ist wichtig, dass Du ihr davon erzählst. Sie kann dich sonst gar nicht richtig behandeln. Gerade, wenn Du auch wegen Depressionen in Behandlung bist, solltest Du unbedingt von deiner Alkoholkrankheit berichten. Deine Depressionen wirst Du sonst nicht überwinden können.

    Und wenn es dir auch schwer fällt, dich als "alkoholkrank" zu bezeichnen, dann berichte ihr doch vielleicht zunächst einmal, dass Du deiner Meinung nach zu viel trinkst. Oft hat man hier schon gelesen, dass beim Gespräch mit dem Arzt alle Dämme brechen und es aus dem Patienten nur so heraussprudelt. Und jedes einzelne Mal war hier zu lesen, wie gut man sich danach fühlt.

    Soweit erstmal
    Eric

    Hallo zusammen,

    da bin ich mal wieder. Lese in der letzten Zeit wieder vermehrt mit und manchmal juckt es mich in den Fingern, einen Beitrag zu schreiben.

    Zunächst aber vielleicht ein paar Worte zu mir: Ich bin weiterhin zufrieden trocken, seit über 2 Jahren nun. Leider bekomme ich die Raucherei nicht in den Griff. Ich weiß nicht, wie oft ich schon aufgehört hab und wieder angefangen. 20x vielleicht? Und das ärgert mich wahnsinnig. Aber in Sachen Saufen bin ich standhaft und besser noch als das: Ich verspüre überhaupt kein Bedürfnis zu trinken.

    Dafür bin ich so dankbar, dass ich diesen Status unbedingt beibehalten will und das umsetze, was einem so oft angetragen wurde: Weiter Selbsthilfegruppe besuchen (für mich ist die SHG dieses Forum hier) und die Krankheit nie aus den Augen verlieren.

    Ab April erfülle ich mir einen alten Traum und fange ein Psychologie-Studium parallel zu meiner Arbeit an. Spätere Arbeit in einer Einrichtung, die sich mit Sucht beschäftigt, nicht ausgeschlossen. :)

    Soweit erstmal von mir.

    Lieben Gruß
    Eric

    Hallo zusammen,

    vielleicht kennt mich hier im offenen Bereich ja der ein oder andere. :)

    Nach 2 Jahren und reiflicher Überlegung möchte ich mich aus dem Forum zurückziehen.

    Anlass war, dass ich aufgrund einer neuen Forenrichtlinie nun nicht mehr im Vorstellungsbereich schreiben kann, aber genau da meine Stärke sehe. Daher bin ich zu neuen Ufern aufgebrochen. :)

    Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mich auf dem Weg begleitet haben, vor allem bei Karsten, dass es diesen Ort hier gibt.

    Das Forum war für mich der große Durchbruch. Ohne das Forum hier würde ich jetzt wahrscheinlich nicht da stehen, wo ich bin. Ich habe die Adresse auch schon an einige befreundete Ärzte und Psychologen weitergegeben, die sie widerum im Bedarfsfall an ihre Patienten weitergeben.

    Euch allen nur das beste und es wäre schön, wenn mein Account bestehen bliebe. Man weiß ja nie.

    Liebe Grüße
    Eric

    Hallo Erik!

    Zitat von ErikL

    Am Sonntag sind wir bei der Affenhitze über den Trödelmarkt gelaufen und vor lauter Durst hatte ich auf einmal Lust auf ein Alkoholfreies Bier... Das ist um so erstaunlicher, weil ich sonst kein Biertrinker bin aber irgendwie hatte ich das Bedürfniss mal was anderes als Limo, Cola oder Wasser zu trinken...

    Alkoholfreies Bier ist für uns tabu. Es kann das Suchtgedächtnis ankurbeln und Du bist in nullkommanichts wieder da, wo Du warst. Guter Wille hin oder her.

    Du schreibst, dass es erstaunlich ist, dass Du Lust auf Bier bekommst. Du weißt bestimmt, wie heimtückisch unsere Krankheit ist. Das volle Ausmaß der Heimtücke wirst Du aber erst jetzt kennenlernen, wenn Du trocken werden willst.

    Plötzlich hast Du also Lust auf alkoholfreies Bier. Als nächstes diktiert dir deine Sucht, dass vielleicht mal ein richtiges Bier nicht schaden kann. Und dann bist Du schnell wieder bei deinem alten Pegel.

    Also: Bloß Finger weg von dem Zeug.

    Ich für meinen Teil hätte auch gar keine Lust auf ein alkoholfreies Bier. Ich habe mich geistig soweit vom Alkohol getrennt, dass ich alleine den Gedanken an den Geschmack widerlich finde.

    Lieben Gruß
    der andere Eric :)

    Hallo,

    lange nicht mehr im eigenen Thread geschrieben. :)

    Ich muss mir gerade mal Luft machen. Komme gerade aus der Videothek, wo man jetzt plötzlich ungefragt so ein kleines Wodkamischgetränk automatisch mitgegeben bekommt und das noch mit dem Spruch "um gut ins Wochenende zu kommen".

    Das Ding ging natürlich sofort zurück, aber mich erschreckt die Aggressivität der Alkoholindustrie.

    Genau wie dieser TV-Werbespot, in dem einen schon um 18h suggeriert wird "es wird Zeit für den ersten Cimpira-O" (Name von der Redaktion geändert :) ).

    So, das musste einfach mal raus jetzt.

    Ein schönes Wochenende wünscht
    Eric

    Hallo schwabli,

    direkt über den Anfang deines Postings bin ich gestolpert. Das klingt ein wenig so, als hättest Du ihn gedrängt, eine Therapie zu machen. Die Erfahrung zeigt leider, dass die Chancen nicht sehr hoch sind, dass der Alkoholkranke nach der Therapie auch trocken bleibt.

    Vielleicht kann deine Familie ja sehen, was Du (noch) nicht sehen kannst und will dich nur vor mehr Leid bewahren.

    Das waren meine spontanen Gedanken.

    Dir alles Gute
    Eric (trockener Alkoholiker)

    Zitat von Philina

    Ich wäre sehr interessiert daran von Menschen die selber´alkoholabhängig sind zu erfahren wie es dazu kommt, dass genau in den Momenten wo es doch so wichtig wäre sich helfen zu lassen eben das dann nicht geschieht! Ist es allein der Stoff der dann dazwischen steht? Ist es Scham? Ist es Wut auf sich selbst? Ich möchte so gerne verstehen was meine Beziehung zerstört hat, damit ich Klarheit finde.

    Es ist vor allem die Sucht. Das ist nicht so leicht zu verstehen, da Sucht nichts mit Vernunft zu tun hat, Du aber nach vernünftigen Antworten suchst. Die Sucht suggeriert dem Süchtigen, dass er nicht süchtig, nicht alkoholkrank ist. Dass er es alleine schaffen kann, sich vom Alkohol zu lösen. Aber das wird der Süchtige nicht schaffen. Dafür ist die Sucht viel zu stark.

    Es muss dem Süchtigen erst so schlecht gehen (Stichwort "Persönlicher Tiefpunkt"), dass er völlig kapituliert und jede Hilfe annimmt. Und das kann dauern bzw. erreichen viele Menschen niemals diesen Punkt und sterben an den Folgen ihrer Alkoholkrankheit.

    So richtig befriedigend ist die Antwort für dich wahrscheinlich nicht. Aber so ist es nunmal: Sucht hat seine eigenen Gesetze.

    Eric

    Hallo kawi,

    ich kann deine Gedanken gut verstehen. Wie man einem Neuling sagen kann, dass Rückfälle dazu gehören, kann ich auch nicht verstehen. Denn ich glaube, es ist genau so, wie Du sagst: Das kann sehr schön als Alibi herhalten.

    Baut aber jemand einen Rückfall und schreibt darüber hier in unserer Selbsthilfegruppe, verdient das höchsten Respekt und Lob. Das kriegt nämlich nicht jeder hin und zeigt, dass der Betreffende weiterhin Interesse hat, trocken zu werden. Entsprechend tröstend fallen dann manche Antworten hier aus.

    Eric

    Hallo Lori!

    Zitat von Lori

    Doch trozdem kommt immer häufiger der Wunsch oder Gedanke an Alkohol für einen kurzen Moment am Tag.Ich weiß nicht wieso.

    Nun, dann empfehle ich dir, deinen ganzen langen Thread hier noch einmal durchzulesen. Dir wurden so viele wertvolle Tipps gegeben. Auf vieles gehst Du aber nicht ein. Versuchst, deinen eigenen, halbherzigen Weg zu gehen. Du konzentrierst dich auch nicht auf dich selbst, sondern auf die Geschehnisse um dich herum. Das kennen wohl die meisten von uns und wissen daher auch, dass dieses Verhalten in die nächste Trinkphase führt.

    Lori, das wichtigste in deinem Leben muss deine Trockenheit sein, sonst packst Du es nicht! Du kannst dein altes Leben nicht weiterleben. Und um ganz ehrlich zu sein, glaube ich, dass Du noch die ein oder andere leidvolle Runde drehen musst, bis Du erkennst, an welcher massiven Erkrankung Du leidest.

    Mir ist nicht ganz klar, welche Hilfe Du hier erwartest. Mit ein bißchen über seine Sorgen plaudern ist es bei weitem nicht getan.

    Dir alles Gute
    Eric

    Hallo Lori,

    wir alle kennen den Herzschmerz. Der gehört numal zum Leben mit dazu.

    Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig, dass Du dich nun erstmal intensiv mit dir selbst beschäftigst und dich nicht in neue Abenteuer stürzt.

    Du hast noch nicht auf meine Frage weiter oben geantwortet. Wie sieht es denn mit der Umsetzung der Grundbausteine aus?

    Und wenn Du sagst, Du weißt noch nicht, ob Du heute abend der Sucht nachgeben wirst und im nächsten Absatz noch einmal von deinem Schmerz klagst, dann ist für mich klar, dass Du einen Rückfall bauen wirst.

    Überlege dir genau, ob Du das willst, dass zusätzlich zu deinem Liebeskummer noch Enttäuschung über dich selbst, depressionsartige Zustände und der Kater morgen hinzukommen werden. Du ständest wieder ganz am Anfang und kannst möglicherweise nicht mehr so einfach aufhören.

    Also: Konzentriere dich jetzt darauf, AUF KEINEN FALL heute abend zu trinken. Wenn Du jetzt noch den ganzen Tag damit liebäugelst zu trinken, hast Du schon verloren. Dann wirst Du es eh tun.

    Eric

    Hi Lori,

    die Gedanken an Alkohol werden immer wieder kommen, wenn Du keinen geraden Weg aus der Sucht gehst und der Alkohol wird gewinnen!

    Beschäftige dich doch bitte mal intensiv mit den Grundbausteinen: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Die sind das A und O, das Fundament, auf dem alles andere fusst.

    Ich habe anfangs auch versucht, mich aus der Sucht zu schleichen. Alles so ein bißchen halbherzig. Nach ca. 50 Tagen war ich wieder am saufen.

    Seit ich die Grundbausteine umgesetzt habe, arbeite ich an einem zufriedenen Leben und bin nun anderthalb Jahre glücklich und zufrieden, ohne jemals ans Trinken gedacht zu haben.

    Geh den ganzen Weg, dann steht dir ein schönes Leben bevor! :)

    Liebe Grüße
    Eric

    Hallo Philina,

    als trockener Alkoholiker möchte ich dir schreiben:

    Zitat von Philina

    Heute begann er dann auch Streit mit mir zu suchen

    Hab ich in meinen nassen Zeiten auch so gemacht. Freitags frühzeitig Streit anfangen, damit man abends oder schon nachmittags in Ruhe saufen kann und nicht mehr ans Telefon muss.

    Dir alles Liebe
    Eric

    Hallo,

    danke für eure Antworten!

    Zitat von Spedi

    wenn ich wüsste, was Du mit "beschwerlicher Prozess" meinst, dann könnte ich direkt darauf eingehen.

    Leider hat es den Threadtitel etwas zerissen. Ich beziehe mich auf die von Langzeittrockenen oftmals getätigte Aussage, vor dem Neuling läge ein "harter und steiniger Weg".


    Zitat von Spedi

    Für mich war es die komplette Umstellung meines Lebens binnen eines Jahres. Und ich empfand das damals stellenweise als sehr beschwerlich.

    Auch ich musste vieles umstellen. Was ich aber meine, ist, dass es mir zu jeder Zeit eine Freude war. Denn ich tat (und tue) das ja alles für mich, für meine Trockenheit. Es kam mir jedenfalls bis jetzt zu keinem Zeitpunkt "hart und steinig" vor.

    Zitat von Spedi

    Was mich viel mehr schreckt ist die Tatsache, dass (inzwischen häufiger als noch vor ein bis zwei Jahren) den Mitgliedern dieses Forums ihre Trockenheit "nachgetragen" wird. Es wird probiert, den Hilfesuchenden den Ausstieg "so leicht wie möglich" zu machen, sie nicht zu "verschrecken", nichts "unangenehmes" oder "hartes" zu sagen nur um diese neuen Mitglieder ja nicht zu brüskieren oder ihr Fernbleiben zu riskieren.

    In ein, zwei Fällen im Vorstellungsbereich (zu dem Du ja keinen Zugriff haben willst, glaub ich?) kam es mir in letzter Zeit auch so vor. Da war einfach ziemlich klar, dass derjenige weitersaufen und nur ein bißchen Frust loswerden wollte. Da hab ich dann auch nicht verstanden, dass so vehement auf die Leute eingegangen wurde.

    Und ich gebe dir auch recht, dass die Eigenmotivation des Betreffenden auf jeden Fall da sein muss. Es ist aber auch so, dass Menschen nunmal Angst vor Veränderungen haben. Bei dem einen helfen vielleicht klare Worte, vielleicht sogar Angstmachen, aber bei wieder anderen, noch sehr unsicheren Leuten, kann m.E. etwas "Aufbauhilfe" nicht schaden.

    Zitat von Spedi

    Das bin ich den Teilnehmern hier schuldig: ihnen die Wahrheit zu sagen und ehrlich mit ihnen umzugehen.

    Nur zu. Ich will ja auch keinen trockenstreicheln, sondern es ist meine eigene Erfahrung. Dass es eben nicht zwingend hart und beschwerlich werden muss, sondern eben auch ein sehr schöner Prozess sein kann, dem man gerne folgt.

    Eric

    Hallo zusammen,

    immer wieder lese ich hier, dass das Trockenwerden ein sehr beschwerlicher Prozess ist. Viele Langzeittrockene drücken sich auch Neulingen dementsprechend aus, was diese oftmals verschrecken dürfte.

    Mich interessiert eure Meinung. Habt ihr das Trockenwerden wirklich als so harten Weg empfunden?

    Ich empfinde es als Herausforderung, an der ich täglich wachse und als große Erleichterung.

    Vielleicht hängt es auch einfach von der Herangehensweise ab, wie man es dann empfindet?

    Sicherlich gibt es unterschiedliche Situationen. Für den ein oder anderen ist es bestimmt härter als für andere.

    Eure Gedanken dazu würden mich sehr interessieren. Ich werde Neulingen jedenfalls weiterhin nicht schreiben, dass ein beschwerlicher Weg vor ihnen liegt, weil ich es einfach nicht so empfinde. Konsequent muss der Weg sein, keine Frage.

    Über eure Meinung dazu würde ich mich freuen.

    Viele Grüße
    Eric

    Hallo Hope!

    Zitat von hope65

    Ich sehe einen neuen Mann vor mir, höre Sätze, die ich mir schon immer von ihm gewünscht habe. Und ich sehe, was alles im positiven Sinne anders ist im Vergleich zum ersten Entzug. Aber ich trau´ dem Frieden nicht. Das klingt alles zu schön, um wahr zu sein. Kann es, wenn es im Kopf klick gemacht hat, wirklich so schnell gehen??

    Die Arbeit an der eigenen Trockenheit ist ein lebenslanger Weg, aber das "klicken" kann durchaus nur ein Augenblick sein. Ist also durchaus möglich. Es klingt für mich auch deswegen im positiven Sinne ernsthaft, da er sich öffentlich outet. Das macht niemand, der nicht davon überzeugt ist, alkoholkrank zu sein und lieber weitersaufen will.

    Zur Selbsthilfegruppe: Ich für meinen Teil unterhalte mich viel lieber mit Gleichgesinnten als mit Ärzten und Therapeuten, die ihr Wissen aus Lehrbüchern haben. Aber vielleicht mag er ja mal hier bei uns reingucken? Wir verstehen uns hier auch als Selbsthilfegruppe. Es ist die einzige, die ich besuche und durch sie waren mir bis jetzt anderthalb trockene Jahre vergönnt.

    Dir alles Gute
    Eric

    Hallo romy!

    Zitat von romy_62

    Kann denn ein Alkoholiker jemals glücklich werden? Haben die alks denn eine chance in der liebe?

    Ein nasser Alkoholiker meiner Meinung nach ganz klar nicht.
    Ein trockener Alkoholiker definitiv.

    Gruß
    Eric