Beiträge von Eric

    Habe jetzt nicht alles gelesen, daher sorry, wenn ich das falsch verstehen sollte.

    Zitat von engel1000

    Bin nervös wegen heute Abend. :(:(

    Was ist denn heute abend? Saufgefahr, weil morgen Feiertag ist? Dann hämmer dir jetzt schon ein, dass das absolut nicht in die Tüte kommt. Wenn Du dir überlegst, wie es wohl wäre, ein Glas zu trinken, dann bist Du schon wieder Richtung Rückfall unterwegs.

    Viele Grüße
    Eric

    Zitat von sweety15

    Wichtig war, nicht unter einer "Käseglocke" zu leben, sondern sich den Herausforderungen des Alltags zu stellen.

    Was aber nicht heißt dass man sich mit trinkenden Menschen umgeben sollte. Wir sagen hier: Mininum ein Jahr alle Gesellschaften meiden, bei denen Alkohol konsumiert wird. Unser Suchtgedächtnis springt schneller wieder an, als man das anfangs für möglich hält und schon hängt man wieder voll im Suff.

    Eric

    Hallo engel,

    schön, dass Du deine Krankheit wieder angehst.

    Zu diesem Satz:

    Zitat von engel1000

    Warum kann ich nicht wie alle anderen auch?? Warum bin ich so unnormal??Solche Gedanken kreisen in meinem Kopf.

    möchte ich dir gerne etwas schreiben, denn das klingt für mich nach Verzichtsgedanken. Wenn man Verzichtgedanken hat, kann man es nicht schaffen. Früher oder später wird man dem Druck zu saufen wieder nachgeben.

    Als ich meine Alkoholkrankheit für mich bedingungslos und ohne Wenn und Aber angenommen hatte, stellten sich mir diese Fragen nicht mehr. Ich wollte nämlich gar nicht mehr Alkohol trinken, da ich erkannt habe, dass Alkohol für mich ein tödliches Gift ist. Seit diesem Punkt ist mir auch klar, dass ich nie mehr Alkohol trinken will und werde. Selbst in 20 Jahren werde ich es nicht probieren, wieder kontrolliert zu trinken.

    Weiterhin alles Gute für deinen Weg
    Eric

    Zitat von Anna29

    Und irgendwie hab ich die Hoffnung das da jetzt ein Stein ins Rollen kommt. Ich wünsche ich mir fast, dass er die drei Monate nicht schafft, damit er mal merkt, dass das alles kein Kinderfasching ist.

    Ich denke, von diesem Gedanken solltest Du Abstand nehmen. Wenn Alkoholiker "wach" werden, dann eher durch entstandenes Leid, das der Alkohol verursacht hat. Also eher durch einen massiven Absturz.

    Für den Alkoholiker stellt es sich eher so da, dass er nach einer kurzen Trinkpause sagt und denkt: "So, ich hab ja jetzt bewiesen, dass ich auch ohne kann, was soll ich jetzt noch Monate ohne mein Bier ausharren, das ich mich ja auch redlich verdient hab." Ja und wenn Du ihm das nicht "gönnst", dann bist Du halt eine "Zicke".

    Tut mir leid, sowas schreiben zu müssen. Aber ich denke, es ist das beste, wenn Du von Anfang weißt, womit Du es zu tun hast. Nämlich mit einer ungestoppt tödlich verlaufenden Krankheit, die leider über allem steht, auch über der Liebe.

    Gruß
    Eric

    Hallo Anna,

    ich schreibe dir mal als trockener Alkoholiker. Was genau versprichst Du dir denn von diesem "Projekt"? Sollte er es durchhalten, dann liegt doch auf der Hand, dass er danach sofort wieder richtig Gas gibt, so, wie er ja auch einen Tag vorher nochmal so richtig aufgedreht hat. Und dann kann er ja auch noch sagen: "He, ich habe doch drei Monate durchgehalten, ich bin kein Alkoholiker, also gönn mir mein Bier!" (was natürlich Quatsch ist - ich selbst habe auch Trinkpausen von teils mehreren Monaten hingelegt, aber dann wieder genau da weitergemacht, wo ich aufgehört hatte).

    Gruß
    Eric

    Hallo Bonny,

    vorweg muss ich sagen, dass ich selbst alkoholkrank bin und nicht co. Vielleicht erinnerst Du dich: Ich habe dir ganz am Anfang mal ein paar Sachen geschrieben. Ich bin in keiner realen SHG. Dieses Forum ist meine SHG, mit dessen Hilfe ich jetzt seit 14 Monaten trocken bin.

    Auf jedenfall gut, dass nicht er es war, der den Termin hat ausfallen lassen.

    Grüße
    Eric

    Hallo,

    eine interessante Frage. Ich glaube, ich hatte gar keinen Tiefpunkt klassischer Art. Es häuften sich einfach die Filmrisse. Ich wußte nur irgendwie, dass die jeweiligen Abende im Streit oder völlig peinlich geendet haben. Beim letzten Abend dieser Art hatte ich einen Filmriss von drei Stunden. Keine Ahnung, was da passiert ist, ich weiß nur, dass es schlimm war.

    Ein ähnliches Vorkommnis bei einem Treffen mit einem alten Freund, den ich Jahre nicht gesehen hatte. Und dann ist es direkt so eskaliert bei mir.

    Es häuften sich ebenfalls die Fehltage auf der Arbeit. Da ich die Fehltage der Mitarbeiter verwalte, konnte ich hier im Sommer 2006 ganz klar eine neue Qualität erkennen: 3x gefehlt innerhalb eines Monats. Davor habe ich es meistens noch irgendwie geschafft, mich morgens auf die Arbeit zu schleppen. Und immer dieses widerliche Lügen, man habe Magen-Darm-Infekt oder ähnliches.

    Es war irgendwie die Summe dieser Sachen, dazu das tiefsitzende Gefühl, nicht glücklich zu sein, obwohl ich eigentlich die Chance habe, mein Glück im Leben zu finden.

    Kein klarer Tiefpunkt also. Mein Anspruch an mein Leben und die Realität klafften immer weiter auseinander. Ich wollte einfach nicht mehr so weitermachen und stattdessen meine Träume verwirklichen. Was ich im Augenblick auch tue. :)

    Eric

    Hallo Jane,

    das ist natürlich nicht gut, aber jetzt heißt es, sofort wieder auf die Beine zu kommen.

    Zitat von Jane 39

    Ich weiss nicht was das war, im Auto bin ich alles durchgegangen was pasieren wird wenn ich Alk kaufe.

    Könnte es sein, dass Du hier vielleicht abgewogen hast, was dafür und was dagegen spricht zu trinken? Soviele Gedanken darfst Du dem Alkohol gar nicht einräumen!

    Ich halte es so: Ich habe für mich entschieden, dass ich nie mehr trinken will. Daher gibt es auch kein Abwägen, wie es denn wäre, wenn ich mir jetzt etwas zu saufen holen würde.

    Bist Du schon soweit? Sagst Du klar zu dir selbst: ICH WILL NIE WIEDER EINEN TROPFEN ANRÜHREN! Ohne wenn und Aber, ohne Ausnahme?

    Hallo Pitato,

    jetzt, wo es wieder etwas aufgeräumter hier im Thread und in dir zugeht: Wie wäre es, wenn Du dir HEUTE eine neue Handynummer zulegst und diese nicht deinem Ex mitteilst. Du hast ja mehr als einmal geschrieben, dass Du seine SMS eigentlich nicht lesen willst. Wenn Du es aber nicht schaffst, sie ungelesen zu löschen, musst Du dir selber halt die Möglichkeit nehmen, dass die SMS überhaupt ankommen.

    Liebe Grüße
    Eric

    Zitat von Pappnase

    wenn menschen nicht immer gleicher meinung sind kommen diskussionen auf ! und ich denke mal das wir das hier auch benötigen.
    jetzt denkt vielleicht der eine oder andere "mann ist das ein schwachkopf" aber auch damit kann ich ohne probleme leben (so viel zu meinen selbstbewußtsein)

    Dass Du ein Schwachkopf bist, denke ich ganz gewiss nicht. Es stellt sich mir nur die Frage, warum Du darüber diskutieren willst und warum Du überhaupt eine Unterscheidung triffst. Jemand, der wirklich Hilfe will, hält sich meiner Meinung nach nicht an solchen Begriffen fest.

    Ich möchte dich auch ganz klar darauf hinweisen, dass in so einer Unterscheidung ein enormes Rückfallpotential liegt. Nach einiger Zeit wird deine Sucht dir suggerieren, dass Du ja vielleicht gar kein Alkoholiker bist, sondern "nur" so ein bißchen alkoholkrank. Solche Hintertürchen müssen unbedingt von dir geschlossen werden, wenn Du wirklich trocken bleiben willst. Du wirst sonst fast zwangsläufig rückfällig und verfällst in alte Denkmuster.

    Eric

    Zitat von Pappnase

    versuche ausschließlich im moment die wurzel vom den problem zu finden warum es frühher so war und ich diesen schei...... nicht unter kontrolle bekommen habe.
    abstinenz ist die vollkommen richtige entscheidung von mir gewesen.
    aber das eigendliche problem warum es bei mir ab und zu *klick* gemacht hat und ich mich nicht mehr unter kontrolle bekommen habe ist noch nicht gelöst.

    Meine Meinung dazu (und es ist wirklich nur meine Meinung): Konzentriere dich erstmal 100%ig nur auf das Trockenwerden. Bei mir war es dann so, dass sie so ziemlich alle Probleme (geringes Selbstwertgefühl, depressionsartige Zustände an Katertagen, schlechten Schlaf, miese Laune, körperliche Probleme etc. etc.) in Wohlgefallen aufgelöst haben. Der Weg ist das Ziel sozusagen.

    Und der Grund, warum Du deinen Alkoholkonsum nicht unter Kontrolle hast, kann ich dir sagen: Du bist alkoholkrank.

    Viele Grüße
    Eric

    Hallo Pappnase!

    Zitat von Pappnase


    ihr ratschlag gegenüber meiner wenigkeit:
    da es mir ja jetzt (abstinenz) sehr gut geht sollte ich weiter trocken bleiben, falls ich nicht auf das genußmittel verzichten kann (warum auch immer) sollte ich meine "gewohnheit" mit sorgfalt im auge behalten und bevor ich wein bierchen trinke mir ein max ziel setzen was auch vertretbar ist. (also nicht besoffen sondern 1 oder 2 glas) zu besonderen anlässen.

    Ich lese wohl nicht richtig. :shock: Wie denkst Du über diese Äußerung?

    Viele Grüße
    Eric

    Hallo Jane,

    zunächst einmal gut, dass Du gesagt hast, dass Du Alkoholprobleme hast.

    Aber: Ist dir bekannt, dass Du ein Suchtgedächtnis hast, das nur darauf wartet, wieder anzuspringen und dich wieder zombiemäßig zur nächsten Tanke wanken lässt? Gerade wenn Du eine offene Weinfalsche vor dir hast, spielst Du mit deiner Sucht, allein schon der Geruch. Und das ist ein Spiel, das Du auf Dauer nicht gewinnen kannst. Du hättest gehen sollen.

    Ich wollte es am Anfang auch nicht wahrhaben, dass man sich von solchen Festivitäten fernhalten muss. Und siehe da, irgendwann nach 50 Tagen bin ich gedankenlos losmarschiert und hab mir ne Pulle Wein gekauft - Ende der Trinkpause. Damit hatte ich selbst nicht gerechnet. Aber mein Suchtgedächtnis wurde dauerhaft gereizt, dadurch, dass ich weiter auf Parties und in Lokale ging. Auch wenn ich viele Wochen dort nichts getrunken hatte.

    Erst als ich 100%ig für mich eingesehen hatte, dass ich alkoholkrank bin, konnte ich meinen konsequenten Weg in die Trockenheit gehen und dieser beinhaltete auch den Verzicht auf Feste. Und siehe da, jetzt bin ich schon über ein Jahr trocken und glücklich und das auch ohne Parties. :)

    Dir alles Gute
    Eric

    Zitat von Pitato

    Hallo,

    nachdem ich jetzt eine Nacht drüber geschlafen habe und mir eure Antworten durch den Kopf gehen hab lassen fällt mir eins auf!!
    Ich bin schon wieder voll im Co-Denken drin!!

    Guten Morgen,

    finde ich klasse, dass Du mittlerweile so denken kannst. Auf diese Weise schaffst Du es bestimmt, dich irgendwann ganz zu lösen. Auch wenn ich mich wiederhole: Ich würde gar nicht mehr auf SMS antworten. Dadurch kannst weder Du dich gedanklich lösen, noch wird er aufhören, dich weiter zu bombardieren und dich wieder in seine betrunkene Welt reinzuziehen.

    Für deinen weiteren Weg alles Gute
    Eric

    Hallo Pitato,

    kurze Antwort von mir als trockener Alkoholiker: Fall nicht darauf herein! Wenn er bereit ist, Hilfe anzunehmen, wird er sie sich schon holen. Offensichtlich ist dies aber nicht der Fall, sonst hätte er dies ja geschrieben. Lebe dein Leben, lass dich nicht runterziehen! Das beste wäre es, gar nicht mehr zu antworten bzw. erst, wenn er den geraden Weg gegangen und trocken ist.

    Das ist meine Meinung als Alkoholkranker.

    Dir alles Gute
    Eric

    Hallo Oliver,

    gratuliere zu deinen vier Monaten!

    Nein, ich habe keine Therapie gemacht und dieses Forum ist meine SHG. Wobei ich gar nicht so viel schreibe und wenn dann im Vorstellungsbereich. Der bringt mir am meisten, weil ich an den noch nassen Schreibern immer wieder erkennen kann, wo ich herkomme und wo ich nie wieder hinwill. Ich habe auch noch nicht vergessen, wie das nasse Denken so ist und kann vielleicht meinen kleinen Teil dort beitragen. :)

    Ansonsten rede ich aber im Freundeskreis häufiger mal über meine Alkoholkrankheit, das tut auf jedenfall auch gut.

    Viele Grüße
    Eric