Hallo Wildcat
Ich kann dir leider in einigen Punkten nicht zustimmen.
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ich glaube damit wird man nie fertig man kann nur versuchen seine eigene Einstellung dazu zu ändern ich weiß das ist leichter gesagt als getan aber meiner Erfahrung nach ist es falsch den Kontakt abzubrechen wir müßen lernen den Menschen und den Alkohol zu trennen
Du denkst, dass man seine eigene Einstellung ändern sollte? Wieso, weil du bisher gute Erfahrung damit gemacht hast, dass du immer wieder nachsichtig mit deinem Vater warst? Komsich, die meisten anderen hier haben genau damit schlechte Erfahrungen gemacht, und wollen es endlich ablegen.
Deiner Erfahrung nach ist es falsch, den Kontakt abzubrechen? Warum weil dir dein Vater (oder andere) ein schlechtes Gewissen einreden? Weil du denkst, dass du für ihn verantwortlich bist? Ich bin mir nicht sicher inwieweit du dich mit deinen Problemen schon auseinander gesetzt hast, aber ich wäre gespannt mal deine Geschichte zu hören und deine positiven Erfahrungen, die du damit gemacht hast, dich anzupassen? Vielleicht bin ich ja doch auf dem Holzweg, weil ich mich abkapsele und gucke, was für mich das beste ist, und nicht für meinen Vater. Deswegen interessieren mich deine Erfahrungswerte sehr.
ich habe mich auch nie für meinen Vater verantwortlich gefühlt, dennoch habe ich als Kind unter seiner Krankheit gelitten. Es ist aber nicht einzg und allein nur eine Krankheit aus der sich der betroffende nicht helfen kann, wenn er Einsicht hätte, gäbe es zahlreiche Möglichkeiten. Das ist der Unterschied zu den meisten anderen Krankheiten.
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warum soll jemand einen Menschen den er lieb hat meiden damit höhrt er trotzdem nicht auf zu trinken
Das ist so die Frage, die sich einige Kinder von Alkoholikern stellen. Ist es Liebe, dass sie für ihre Eltern empfinden, oder Mitleid? Diese Frage kann natürlich nur jeder für sich selbst beantworten, aber viele begreifen erst viel später im Leben, dass das Gefühl, das sie all die Jahre ihren trinkenden Eltern gegenüber empfannden, keineswegs Liebe war, sondern nur Mitleid, dass sie aber fälschlicherweise dafür hielten. Aber das stellt sich, wie gesagt bei jedem unterschiedlich dar. Der eine vermißt seine trinkenden Eltern wenn er sich von ihnen löst, der andere fühlt sich endlich von einer großen schweren erdrückenden Last befreit.
Du hast dich sicherlich schon ein wenig im Forum durchgelesen. Ich möchte nochmal auf etwas hinweisen.
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Ich kann nur mich ändern aber ich kämpfe an verlorenem Posten jemandem helfen zu wollen der sich nicht helfen lassen will 2.Alles hat eine Ursache warum jemand trinkt und auch warum derjenige davon nicht weg kommt
Das ist die perfekte Einstellung, für eine Coabhängigkeit. Mit dieser Einstellung läufst du Gefahr, solltest du mal irgendwann an einen alkoholkranken Partner geraten, in die Coabhängigkeit zu rutschen, ihm dein Leben und deine Kraft zu opfern, Erklärungsversuche zu finden, die dich weiter an ihn binden, und wenn Kinder im Spiel sind, ihnen das gleiche Schicksal aufzuerlegen, dass du hattest.
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warum soll jemand einen Menschen den er lieb hat meiden damit höhrt er trotzdem nicht auf zu trinken
Jeder Mensch hört auf, wenn er seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hat, wenn er aber noch alle Angehörige um sich hat, die ihm das Leben und die Sucht vereinfachen, rückt dieser Tiefpunkt aller Wahrscheinlichkeit nach in weite weite Ferne, denn dem Alkoholiker geht es ja gut, nur die Angehörigen leiden
LG Josu