Beiträge von esgehtanders

    hallo skye,
    wollte nur mal aufgreifen, was du schriebst wegen der Ängste deiner Mutter; das kann man als Nichtalkoholiker wahrscheinlich nicht verstehen, wenn der Pegel sinkt und die Entzugssymptome losgehen, kriegt man zum Teil heftigste Angstzustände; ich wünsche dir, daß deine Mutter wieder auf die "richtige" Seite hinüberwechselt

    hallo peanuts,
    ist schön, daß du ihm helfen willst, hoffentlich läßt er sich helfen und vielleicht diesmal auch längerfristig :roll: was ich aber noch nicht kapiert hab, geht er dann in eine Entgiftung/Therapie oder trinkt er sich jetzt da so runter? finde ich schon ziemlich gewagt mit seinen Krampfanfällen :shock:

    hallo lilli,
    ich werd mich noch ein bisschen mehr in das Thema einlesen, wenn ich was Neues rausfinde, poste ich´s hier, aber du hast Recht, schon erschreckend, was wir für Schindluder mit unserem Körper treiben :shock:
    @yorkie,
    das mit dem Blutdruck hatte ich nur ganz am Anfang, wie lange bist du jetzt ohne Alkohol?
    gruß

    hallo billy,
    das ist schon bitter, daß du das nach 4 Monaten noch hast :roll:
    hab eben allerdings einen Artikel vom Max-Planck gelesen, da stand, daß der Körper bei Alkoholikern extrem lange braucht, um wieder auf "Normal"-funktion zurückzukehren (das betraf vor Allem den Flüssigkeits/Elektrolyt-Haushalt); wenn´s dich interessiert google mal "vasopressin max planck", schon erstaunlich :shock:

    Bin jetzt knapp 5 Wochen alkfrei, da dachte ich mir, ich schreib mal etwas vom Erlebten auf, vielleicht hilft´s ja Neulingen oder jenen, die noch zweifeln :wink:

    Ich habe in den letzten 15 Jahren regelmäßig (ohne Pause) bis zu 3 Liter Bier täglich getrunken und hab mir eingebildet damit auch kein Problem zu haben.
    Vor ungefähr 6 Wochen kam ich wie immer nach Hause und freute mich schon mit leicht schwitzenden, zittrigen Händen auf mein Feierabend-Bier (oder besser gesagt das Feierabend-Sixpack), doch dieses Mal war es irgendwie anders: Selbst nach dem ersten Bier spürte ich nicht so recht Erleichterung und auch das Zittern wurde nicht besser, ich musste dann richtig viel Bier nachlegen, dann ging es einigermassen und ich konnte dann auch einschlafen. Ich wachte am nächsten Morgen sehr früh auf und obwohl ich noch nicht nüchtern gewesen sein kann, waren da wieder dieses Zittern und diese Unruhe; ich schleppte mich so durch den Tag in der Vorfreude und Hoffnung darauf, daß meine Bierration am Abend den Symptomen den Garaus machen würde, doch weit gefehlt, nächsten Morgen wachte ich noch früher mit demselben Gefühl auf.
    Als ob jemand einen Schalter umgelegt hatte, wusste ich, so kann´s nicht weitergehen oder mein Körper wird richtig rebellieren; so beschloss ich eine Alkoholpause einzulegen und begann sozusagen meinen kalten Entzug
    :shock:
    Die folgenden Tage waren die Hölle, kann ich keinem empfehlen : Neben dem schon unerträglichen Schwitzen/Zittern/Herzrasen gesellte sich so nach einem Tag auch noch extreme Angst; in der zweiten Nacht hatte ich im Kopf ab und zu so ein Gefühl wie bei einem elektrischen Schlag und (ich glaube es war) in der dritten Nacht bin ich aufgewacht und konnte mich für Sekunden nicht bewegen und wollte schreien, aber ging nicht.
    Die weiteren Details erspare ich mir jetzt mal, heute weiss ich, daß ich sauviel Glück gehabt habe, hätte auch lebensgefährlich ausgehen können!!
    Gott sei Dank bin ich dann auf dieses Forum gestossen, um überhaupt erstmal zu verstehen, daß die eigentliche Arbeit erst nach der Entgiftung beginnt, das Umdenken von "ich könnte ja..." zu "Alkohol? für mich nicht"!!
    Aber ich kann´s nur immer wieder betonen: Es lohnt sich, jeden Tag aufs Neue :)
    Lieben Gruß