Beiträge von Eule89

    Liebe Karotte,

    irgendwie kommt mir das sehr bekannt vor, was du schreibst.
    Warum haben wir bloß immer das Bedürfnis alles zu klären und gemeinsam aufzuarbeiten?
    Ich dachte auch immer mein Ex sei auch mein bester Freund gewesen, wir konnten über alles reden, er hatte Lösungen und andere Blickwinkel parat. Er hat mich auch immer wieder umgarnt, wenn er wieder jemanden brauchte für den Übergang. Immer von einer zur nächste, weil die letzte wieder zu anstrengend wurde. Und du immer zwischendrin. Ich finde es ganz schön krass, dass er das nach 8 Jahren noch einmal versucht.
    Es ist seltsam, das, was ich selber denke und fühle bei jemand anderem zu lesen...

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut. Du wirst das Richtige tun!

    Liebe Grüße
    Eule

    Hallo Sandstrand,

    ich kann sowohl aus Partner-Sicht als auch aus Kinder-Sicht erzählen.
    Deine Argumente kann ich schon nachvollziehen. Ich denke aber eher, dass deine Kinder es schon längst bemerkt haben, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ich und meine Schwester haben das ganz schnell gemerkt, dass Mama (bei uns war die Mutter die Trinkende) anders ist. Wir konnten es nicht einordnen und nirgendwo dran festmachen. Aber irgendwas änderte sich. Mein Vater ist mit uns geblieben. Aber wir bekamen alles mit: den Streit, dass Mama anders war, die Spannungen, den Geruch usw. Wir liebten unsere Mutter trotzdem (und tun es immer noch, meine Mutter ist seit einigen Jahren trocken), wir unternahmen auch alle gemeinsam Dinge und wir Kinder waren gerne mit unserer Mutter zusammen. Dennoch haben wir beide ganz gut war abbekommen. Wir sind beide Co-abhängig geworden, haben Probleme mit uns und Anerkennung usw.
    Ich persönlich hätte es -so im Nachhinein- besser gefunden, wenn mein Vater mit uns gegangen wäre. So, wie es heute ist, ist es gut. Aber für unsere Entwicklung wäre ein anderer Lösungsweg vielleicht besser gewesen.
    Ich will dir da definitiv nicht reinreden, denn aus Partner-Sicht kann ich deine Gedankengänge vollkommen verstehen. Wenn du nicht gehen kannst/willst, musst du dich gut abgrenzen und ein ganz dickes Fell bekommen. Tu dir selbst was Gutes und deinen Kindern.

    Liebe Grüße,
    Julia

    Hallo kingslayer,

    ich bin sowohl EKA als auch Co.

    Bei beiden fand ich immer, dass genau dies der schlimmste Moment war: Wenn sie nüchtern und nicht allzu verkatert waren, also einfach sie selbst. Und gleichzeitig das Wissen in einem selber, dass das nicht lange anhält.

    Das Problem: Du kannst nicht helfen. Du kannst nur dir helfen. Es tut unendlich weh, das weiß ich. Zum Teil bis heute. Aber du musst jetzt dein Leben und in die Zukunft blicken. Wenn deine Mutter nicht aufhören will, dann ist das ihre Entscheidung. Sie ist alt genug. Genieße die Stunden, die sie "sie selbst" ist, aber ohne den Schmerz. Lass den nicht an dich heran, denn du kannst es eh nicht ändern.

    Liebe Grüße
    Eule89

    Hallo Hartmut,

    ich würde eher sagen "nur gehen reicht nicht" würde eher passen.

    Es gab ja einen Grund, warum "wir" da so reingerutscht sind. Wie bei euch auch. Irgendwo ist der Anfang. Der muss ja gewesen sein, nur dass man ihn nicht genau benennen kann. Irgendwas muss einen aber dorthin geführt haben. Lass es Erfahrungen, Erziehung, Schicksalsschläge, "die Gesellschaft" oder was auch immer sein.

    Aber so, wie "ihr" euer Leben von Grund auf ändern müsst, müssen "wir" das ebenfalls. Wir haben Denkmuster und Verhaltensweisen, die geändert werden müssen. Da bedarf es dann auch Hilfe, oft Therapie und ganz viel Geduld, Kraft und Arbeit.

    Nicht böse sein wegen dem "ihr" und "wir". Das dient nur zur Unterscheidung und besserem Verständnis.

    Liebe Grüße
    Eule89

    Hallo Julia,

    ich gratuliere zu diesem Schritt!
    Das ist der erste Schritt Richtung Zukunft :)

    Bleib stark! Irgendwann kommt vielleicht der Moment, an dem alles über dich hereinbricht. Vielleicht aber auch nicht.

    Geh jetzt deinen Weg und tu dir was Gutes.

    Liebe Grüße,
    Eule89

    Liebe Julia,

    es braucht dir nicht leid tun, du kannst ja nichts dafür :)
    Er war auch nicht jeden Tag handgreiflich, das ist vielleicht falsch rüber gekommen. Er ist drei Mal so richtig ausgetickt. "Mehr" nicht.

    Aber dadurch wusste ich ja dann, wozu er fähig ist.

    Ich kann es aber voll nachvollziehen, dass du ihm gerne gegenübertreten möchtest. Sie einfach nur vorsichtig. Das war alles, was ich dir damit mit auf den Weg geben wollte :)

    Ich wünsche dir viel Kraft für diesen Schritt!

    Liebe Grüße
    Eule89

    Hallo Julia,

    ich weiß wie schwer der Schritt ist und weiß wie hart so ein Gespräch sein kann.

    ich habe mich damals "feige" aus dem Staub gemacht. Ich habe einfach meine Sachen gepackt und bin abgehauen, während er arbeiten war. Aber mein XY war ja auch gewalttätig und hoch aggressiv. Daher war das für mich selber die beste Lösung.

    Du musst ganz alleine für dich entscheiden, wie du das machen willst. Wenn du Angst hast einzuknicken, dann schreib ihm doch einen Brief und gib ihm den, den er sofort lesen soll.
    Denk in dem Moment, in dem er versucht dich zu manipulieren, dich zu halten, immer darüber nach, was dich zu diesem Schritt bewegt hat.

    Ich drücke dir fest die Daumen!

    Liebe Grüße
    Eule89

    Hallo Hartmut,

    ich kann mich Lütte da nur anschließen. Ich denke, dass es eine Kombination aus beidem ist. Man verliebt sich, liebt einander, ist ein Paar. Der Alkohol kommt dazu oder wird schlimmer - wie auch immer. Jedenfalls schleicht sich so eben auch "unser" Krankheitsbild ein, bis alles quasi verschmilzt.

    Ich weiß nicht, ob ich bei der Trennung meinen Ex-Freund noch geliebt habe. Vielleicht habe ich das auch nie und war von Anfang an "krank", denn ich war ja vorher schon vorbelastet.

    Ich jedenfalls kann es absolut nicht sagen, was ich aus Liebe und was aus Sucht getan habe?

    Liebe Grüße
    Eule

    Hallo Julia,

    einiges an deiner Situation kommt mir leider sehr vertraut vor. Vorallem das Gefühl der Kraftlosigkeit und des verloren Fühlen.
    Ich habe es damals auch versucht mit Distanz und innerhalb der Beziehung "etwas für mich tun". Mit dem Ergebnis, dass mein XY dann auch körperlich aggressiv wurde.

    Ich weiß wie wenig Kraft und Energie man in solch einer Beziehung nur noch hat. Aber wenn du dir was Gutes tun willst, wenn du da endgültig raus möchtest, dann sammel die letzten Reserven und geh. Das funktioniert, Schritt für Schritt. Jeden Tag ein bisschen.
    Hinterher fühlte ich mich wie neu geboren.

    Das möchte ich dir nur mit auf den Weg geben, damit dir nicht das Gleiche widerfährt wie mir. Dieses tägliche Leben in Angst und die täglichen Frage, ob heute wieder ein Tag ist, an dem er ausrastet.
    Bis dies passiert ist, hätte ich übrigens immer die Hand dafür ins Feuer gelegt, dass er mir nie körperlichen Schaden zufügen würde. Und heute kämpfe ich mit den körperlichen Folgen. Lass es nicht so weit kommen.

    Liebe Grüße,
    Eule89

    Ps. Das soll jetzt keinesfalls heißen, dass Alkoholiker grundsätzlich gewalttätig oder gewaltbereit sind. Ich möchte damit lediglich sagen, dass die Möglichkeit besteht, dass man einen Menschen auf dieser Ebene falsch einschätzen kann.

    Liebe Milla,

    ich hatte auch lange diese Angst, das Gefühl alles aufzugeben. Aber wenn ich ehrlich zu mir selber bin: Was habe ich denn aufgegeben? Was hätte mich für eine Zukunft da erwartet?
    Das Finanzielle: Sind Sachwerte mehr wert, als Lebensqualität? Was will ich denn mit einer großen Wohnung, einem tollen Auto, einem teuren Urlaub, wenn ich das nicht genießen kann?
    Träume und Zukunftswünsche? Sind die wirklich umzusetzen in dieser Situation oder mache ich mir da was vor? Als ich mir diese Fragen stellte bzw. hier im Forum mit der Nase darauf gestuppst wurde, ist mir erst klar geworden, dass ich wesentlich mehr gewinne als verliere, wenn ich einen Schlussstrich ziehe und endlich "ausbreche".

    Ich habe selber keine Kinder, aber bin selber nicht nur Co-Abhängige eines trinkenden Partners gewesen, sondern bin auch EKA.
    Meine Mutter hat auch getrunken. Mein Vater hat das wunderbar aufgefangen. Beide waren für mich immer da. Ich habe auch immer geschworen, dass alles immer gut war bei uns. Aber jetzt, viele Jahre später, merke ich, dass ich trotzdem Blessuren davon getragen habe.
    Mittlerweile ist meine Mutter trocken, seit einigen Jahren. Ich liebe sie sehr. Ich habe auch alles verziehen und wir haben soweit ein gutes Verhältnis. Und trotzdem hat mich ihre Trinkerei beeinflusst und verändert.

    Liebe Grüße
    Eule

    Hallo zusammen, hallo Katrienchen,

    ich fühle mich so gut wie schon lange nicht mehr.
    Am Wochenende (da war ich ganz alleine und hatte noch nichts vor), hatte ich einen kleinen Durchhänger. Aber nachdem dann ein guter Freund vorbei gekommen ist und wir geredet haben, sah die Welt schon wieder anders aus.
    Montag und Dienstag hatte ich Urlaub. Ich habe die zwei Tage so genossen. Ich hatte mal wieder Spaß. Ich habe mal wieder von ganzem Herzen gelacht.
    Momentan bin ich fast jeden Tag noch unterwegs, um mich abzulenken, aber ich denke das wird vorbei gehen.

    Ich habe auch Kontakt zu seinem Bruder und seinem besten Freund. Die wollen mir immer erzählen, wie es ihm geht. Aber das will ich gar nicht hören. Ich möchte gar kein Mitleid für diesen Menschen haben, der mir so viel Leid angetan hat.

    Meine Freunde und Familie sind großartig. Sie unterstützen mich, wo sie nur können. Ich glaube ich habe noch nie so viel Kaffee getrunken wie seit der Trennung :D

    Mir geht es einfach gut. Ich fühle mich energiegeladen und bin einfach gut gelaunt. Ohne ersichtlichen Grund. Das Leben kann ja so schön sein :)

    Ein kleines Beispiel: An meinen beiden Urlaubstagen war ich bei einem sehr guten Freund frühstücken. Das war so schön. So normal. Ohne Angst, ohne "Auf-die-Uhr-Sehen", ohne irgendwas. Einfach das genießen, dass ich mit einem Freund, Kaffee trinke, ein Brötchen esse und mich unterhalte.
    So etwas war vor ein paar Wochen noch gar undenkbar. Geschlechtunabhängig. Nicht einmal mit meiner Schwester durfte ich essen gehen. Ich habe es trotzdem gemacht und danach war das Theater dann groß.

    Alle paar Tage bekomme ich mal eine Sms, wie schlecht es ihm doch jetzt geht. Meine Reaktion darauf: Mir nicht. Mir geht es gut. Tut mir leid für dich, aber du musst dir selber helfen, das musste ich auch. Oder so ähnlich ^^

    Fröhliche Grüße an einem verregneten Tag,
    Eule

    Hallo Sunshine, hallo Lütte.

    Habe eure Einwände gelesen bevor ich mich entchieden hatte. Ich habe mich aber mit ihm getroffen. Nicht zuletzt, weil er mir meinen Anteil von (ehemals) unserem Nebnjob mitgebracht hat.
    Es ist aber (für mich) super gelaufen. Sein Verhalten hat mich nur noch mehr bestätigt. Ich fühle mich jetzt so gut. Als könnte ich zum ersten Mal seit langen wieder klar sehen.

    Ich habe jetzt sehr rosige Zeiten vor mir, alleine - mit meinem Kater. Und ich bin gerade noch sehr aufgedreht, weil ich das Gefühl habe, dass mein Auszug und die Trennung die beste Entscheidung überhaupt waren.

    Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt, den ich (hoffentlich) sehr genießen werde.

    Als ich ihn gesehen habe, war da einfach nichts. Weder Hass, noch Trauer (oder Traurigkeit) noch sonst irgendwas. Es war mir irgendwie gleichgültig.

    Ich hoffe dieses Hochgefühl hält noch ein wenig an.

    Morgen geht es erstmal mit meiner Mama und meiner Schwester shoppen. Da freue ich mich sehr drauf.
    Und auf noch viel mehr Dinge, die ich endlich wieder tun (oder auch lassen) kann, ganz wie ich das möchte.

    Wünsche euch noch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende :)

    Freudige Grüße,
    die zum Glück doch nicht so flatterhafte Eule.

    Ps. @sunshine: ja, ich hatte da auch wirklich Angst vor. Vermutlich hatte ich auch deswegen Bauchschmerzen vor diesem Treffen.

    Hallo zusammen,

    Liebe Aurora, lieber Hans,

    vielen vielen Dank :)

    Im Moment bin ich sehr nervös. Für heute Abend ist ein Treffen mit meinem Ex geplant. Zur Aussprache. Ich weiß zwar nicht genau, was jetzt noch besprochen werden soll, aber neugierig bin ich schon. Ich hoffe ich mache keine Dummheiten und kippe nicht um.
    Ich glaube zwar nicht, dass er wirklich kommt (sind in einem Restaurant verabredet - neutraler Boden war mir wichtig). Ich denke viel eher, dass er "verschlafen" hat oder kurzfristig absagt. Auch, wenn er das Treffen wollte.
    Einerseits möchte ich wissen, was er mir zu sagen hat. Andererseits habe ich auch schon ganz dolle Magenschmerzen.
    Ich hoffe das geht alles glatt.

    Liebe Grüße
    Eule

    Hallo zusammen.

    Heute ist das erste Mal, dass es mir tatsächlich relativ gut geht. Ich habe die Nacht mal geschlafen und so ganz langsam stellt sich ein Zufriedenheitsgefühl ein.
    Ich war gestern mit einer meiner Freundinnen nach der Arbeit einen Kaffee trinken. Das tat sehr gut.
    Danach war ich noch bei der Mutter meines XY, um mich zu verabschieden. Sie wusste zwar noch nichts davon, dass ich ausgezogen bin, aber sie hatte schon vermutet, dass das irgendwann in absehbarer Zeit passiert. Sie war regelrecht geschockt über den Zustand ihres Sohnes und über sein Verhalten, auch wenn sie schon etwas geahnt hatte.
    ich bin froh mit ihr gesprochen zu haben. Das war so ein innerliches Freimachen davon. Sie hat mir - auch wenn ich ihn nicht gebraucht - ihren Segen für einen Neustart gegeben.
    Ich hatte das Gefühl, dass ich dadurch endlich loslassen konnte.

    Mein Ex und ich habe auch noch ab und zu ein wenig Kontakt, aber nichts weltbewegendes. Er versucht nicht mich zurück zu bekommen. Er hat mir auch unmissverständlich gesagt, dass er sich immer für den Alkohol entscheiden würde, weil er das Gefühl betrunken zu sein einfach so klasse findet.
    Ich kann das zwar nicht nachvollziehen, aber so gibt es wenigstens keine Hoffnung mehr.

    Ich bin froh diese Entscheidung getroffen zu haben und kann jetzt damit abschließen. In alle Richtungen sind die Fronten geklärt und nun ist auch endlich Ruhe.
    Jetzt können Katze und ich uns endlich einleben und unser Leben leben. Wobei es der Katze eindeutig leichter viel als mir.

    Ich trauer auch nicht um die verlorene Beziehung. Dazu hatten wir eindeutig nicht genug schöne Momente. Aber ich trauer um die Hoffnung, Wünsche und Träume, die wir -angeblich- gemeinsam hatten und die er zerstört hat. Das tut schon weh.
    Und wenn ich so zurück blicke... im Moment kann ich mir nicht vorstellen jemals wieder jemanden so nah an mich ran zulassen. Auch wenn garantiert wieder jemand kommen wird. Aber das hat Zeit. ganz viel Zeit.
    Jetzt möchte ich nur noch meine Ruhe haben, mich nicht mehr rechtfertigen müssen für irgendwas und einfach mal machen, was ich will und was mir gut tut.
    Okay... Wenn man eine Katze hat, muss man sich für ALLES rechtfertigen :D aber eben "nur" vor der Katze. Da kann ich mit leben, dass er mich anmault, wenn ich ihm 10 Minuten später Futter gebe als sonst ;)

    So, ich muss jetzt mal noch ein wenig arbeiten.

    Liebe Grüße an alle!
    Eule

    Guten Abend zusammen,

    Das Wochenende war zwar turbolent, aber mein Ex hat keinen Ärger gemacht. Er hat sich zwar gemeldet und behauptet es ginge ihm nicht gut und es sei sehr überraschend für ihn gewesen. Er wollte von mir wissen, was ich denn möchte und wie es weiter gehen soll. Habe mich auf keine feste Aussage festnageln lassen. Er muss selber erkennen, warum ich gegangen bin. Zumal ich ihm das auch schon in einem Abschiedsbrief erklärt habe.

    Eigentlich gings mir den Tag über sehr gut. Ich habe die Ruhe genossen, ausgepackt und Möbel gerückt. Und natürlich die Katze bespaßt.
    Aber jetzt liege ich im Bett und die Gedanken kreisen. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war. Aber trotzdem schleicht sich immer wieder die Frage ein, ob was zu retten gewesen wäre. Ob es vielleicht zu früh war. Ob er eine weitere Chance verdient hat.

    Ich kann das alles noch gar nicht fassen. Ich bin jetzt allein, in einer ungewohnten Umgebung und alles ist so neu und macht mir Angst. Das ist alles so sehr furchteinflössend.
    Und endlich kommen auch mal die Tränen. Die Trauer um das, was ich aufgegeben habe, obwohl ich es nie hatte. Die Wut auf ihn, dass er das alles verspielt hat. Die Wut auf mich, dass ich so viel Zeit verschwendet habe. Und die Angst, dass ich -wie immer- alles falsch mache.

    Gute Nacht,
    Eule

    Guten Morgen :)

    Aurora, ja ich hatte den Umständen entsprechend eine gute Nacht.
    Er hat sich weder gemeldet, noch ist er hier hin gekommen. Aber das Wochenende ist noch nicht vorbei. Es wäre zwar schön, aber ich glaube nicht, dass er mich einfach so gehen lässt. Aber abwarten. Im Zweifel rufe ich die Polizei, wenn er Ärger macht. Die mögen das gar nicht gerne (mein Schwager ist Polizist).

    Geschlafen habe ich aber ganz gut, der Kater hat sich auch schon wieder eingelegt und jetzt machen wir aus meiner Wohnung ein gemütliches Zuhause für uns beide.
    Das ist das Tolle an einem Haustier: du bist nie alleine!

    Im Moment fühlt es sich in meinem Kopf etwas nebelig an. Meine Mama nannte es "Katerstimmung". So ganz realisiere ich das noch nicht. Habe auch noch keine Motivation auszupacken. Das ist so viel Kram :D

    Ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben. Hatte gestern noch ein sehr langes Gespräch mit meinen Eltern und habe ihnen mal ein paar Dinge erzählt, die mein XY so getan und gesagt hat. Wir haben festgestellt, dass er zwei Gesichter hat. Bei meinen Eltern immer die liebe Schwiegersohn, auch wenn er verkatert war, und bei mir zu Hause dann das komplette Gegenteil.
    Meine Mama hat selber getrunken früher, aber so war sie dann nicht. Bei ihr war vieles doch anders. Auch wenn es doch so einige Parallelen gibt.

    Jetzt werd ich mal frühstücken und versuchen in die Gänge zu kommen, damit der Nebel sich mal lichtet. (Bin ein bisschen neidisch auf den Kater. Der nimmt das viel lockerer "ach, hier sind wir jetzt wieder?! Cool, guck mal, hier war es schon immer gemütlich, hier bleib ich jetzt liegen")
    Aber das wird schon alles. Montag rufe ich erst einmal unsere Psychologin an und vereinbare einen Einzeltermin. Hoffe sie hat noch Notfalltermine frei. Und dann schaue ich mal, ob ich mal bei der SHG hier im Ort vorstellig werde. Die treffen sich mittwochs, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Liebe Grüße von meinem wunderschönen großen Balkon :)
    Eule

    Hallo ihr Lieben!

    Es hat alles gut geklappt. Hat zwar alles länger gedauert als geplant, aber meine Familie hat mir tatkräftig geholfen.
    Der Kater liegt auch schon an seinem alten Plätzchen.
    Meine Mama bleibt die Nacht bei mir, falls mein Ex auf die gloreiche Idee kommt hier aufzukreuzen.
    Aber noch kann ich keinen klaren Gedanken fassen. Es dreht sich noch alles im Kopf. Und vieles auch um ihn. Er müsste eigentlich langsam nach Hause kommen und bemerken, dass ich nicht mehr da bin. Noch hat er sich nicht gemeldet. Aber das kommt noch.

    Allen noch einen schönen Abend!
    Eure Eule

    Hallo Lütte, hallo Aurora,

    danke für eure Unterstützung, fürs Daumen drücken, bei mir sein und mich drücken :) :*
    Ein riesiges Danke an das ganze Forum. Ohne euch hier, wäre ich vermutlich immer noch da, wo ich vor ein paar Wochen/Monaten noch war.

    Ich habe auch das Gefühl hier rum zu jammern. Vielleicht sogar grundlos. Meine Güte, mach einfach Schluss. Zieh aus und fertig. So schwer kann das doch nicht sein. Das machen tausende von Menschen tagtäglich. So sind meine Gedankengänge.
    Und dann wieder: Stelle ich mich an? Übertreibe ich? Ist das alles gar nicht so schlimm? Meint er es vielleicht doch ernst?
    Aber eigentlich kenne ich die Antworten: Ich stelle mich nicht an, ich übertreibe nicht, es ist schlimm und er meint es nicht ernst :(

    Und trotzdem schwanke ich.

    Entschuldigt bitte. Ich muss heute mal jammern und weinerlich sein. Das muss raus, bevor es in meinem Kopf bleibt und ich aus Angst und Zweifel die ganze Sache nachher abblase.
    Ich muss das durchziehen! Ich muss einfach. Dann wird es mir (hoffentlich) bald besser gehen.

    Guten Morgen alle zusammen,

    guten Morgen Lütte,

    vielen Dank :)
    Ich brauche im Moment ein wenig Zuspruch. Ich bin fix und fertig, kann mich gar nicht auf meine Arbeit konzentrieren. Mir ist speiübel, habe schon seit Tagen nicht mehr richtig gegessen.
    Ich fühle mich so leer gerade. Komme mir vor wie ein Verräter. Als würde ich ihn im Stich lassen. Obwohl ich genau weiß, dass es nicht so ist. Ich bin froh, dass mir meine Familie heute Abend hilft. Sonst würde ich evtl. ins Straucheln kommen. Aber das muss aufhören. Nach letztem Wochenende sehe ich ihn mit ganz anderen Augen.
    Wenn ich meine Augen schließe und an ihn denke, sehe ich ihn immer nur betrunken vor mir. Ich weiß gar nicht so wirklich wie er ist, wenn er mal komplett trocken wäre. Ich kenne ihn gar nicht anders. Und obwohl die letzten zwei Abende sehr schön waren, das sollte in einer Beziehung keine Ausnahme sein (und das war es immer bei uns), sondern eigentlich "zur Tagesordnung" gehören. Ich bin traurig, dass das alles nichts gebracht hat und ich fast 5 Jahre verschenkt habe. Die hätte ich sinnvoller nutzen können... und ich bin wütend, dass er uneinsichtig ist und Dinge gesagt und getan hat, die so sehr verletzen, dass ich mich wie ein geprügelter Hund fühle.
    Dieses ganze Gefühlschaos macht mich wahnsinnig.

    Einen schönen Tag,
    Eule