Beiträge von Eule89

    Hallo ihr Lieben!

    Vielen Dank für die vielen Daumen :)

    Ich bin ganz aufgeregt. Ich habe Angst, dass was schief geht.
    Im Moment geht es mir nicht so gut. Also mit der Entscheidung selber schon. Aber mit der Situation nicht.
    Gestern hat er wieder einmal versucht, wieder etwas "grade zu biegen", indem er sich Zeit für mich genommen hat. Er hat nicht getrunken, war ganz lieb und versucht alle Co-Knöpfe zu drücken, die er kennt.
    Ich lasse mich dadurch nicht von meiner Entscheidung abbringen, aber jetzt ist es nur noch härter. Ich wusste, dass das kommt. Wie oft war das schon?!
    Ich muss durchhalten! Morgen ist es soweit.
    Endlich Kater und ich alleine :) Endlich Ruhe und Frieden!
    Ob mir wohl langweilig sein wird? *.*

    Liebe Grüße
    Eule

    Hallo zusammen,

    übermorgen geht es endlich ab in meine Wohnung. Ich bin schon ganz aufgeregt.
    Ich hoffe nur, mein XY durchkreuzt meinen Plan nicht. Er weiß davon noch nichts. Ich habe ihm einen Brief geschrieben und alles erklärt. Ansonsten wird das eine Nacht- und Nebelaktion.
    Er ist einfach zu aggressiv im Moment. Er sucht nur noch Streit und wartet nur darauf, dass ich was falsches sage und er ausholen "kann".
    Ich hätte es ihm gerne ins Gesicht gesagt, aber das traue ich mich nicht.

    Aber endlich geht es bald los! Die letzten 2 Tage waren die Hölle mit ihm. Ich bin mal auf nachher gespannt. Durchhalten! Es sind nur noch 2 Tage!
    Ich kann es kaum erwarten :)

    Liebe Grüße

    Vielen lieben Dank für euren Zuspruch! Das tut so gut.

    Ich fühle mich jetzt schon ein wenig befreit.
    Ich mag gar nicht in unsere gemeinsame Wohnung fahren nach der Arbeit, aber ich muss ja jetzt nun mal packen. Am liebsten würde ich mit dem Finger schnippsen und schwupp ist alles in meinem neuen alten Zuhause :D

    Aber egal, die paar Tage, bis alles da raus und bei mir ist, schaffe ich jetzt auch noch.
    Ich bin total aufgeregt :D

    Meine Freundinnen und meine Schwester räumen gedanklich schon meine Wohnung um :D Ich freue mich über die Unterstützung und bin heilfroh, dass ich endlich alle eingeweiht habe :)

    Liebe Grüße :)

    Guten Morgen zusammen :)

    Jetzt war ich ein paar Tage nicht hier... die Ereignisse haben sich überschlagen.
    Mein Mann hat den Vogel jetzt endgültig abgeschossen!
    Jetzt steht meine Entscheidung zu gehen fest. Bis Ende der Woche werde ich unsere Wohnung verlassen haben. Er weiß noch nichts davon, weil er die ganzen letzten Tage voll bis oben hin und obendrein hoch aggressiv war. Habe bereits alles, was nicht auffällt aus der Wohnung geschafft und jetzt kommt nur noch Rest. Ein oder zwei Autoladungen noch.

    Habe meine Freunde und auch meine Familie eingeweiht. Alle stehen mir zur Seite, auch oder eher vorallem in der Zeit nach dem Auszug.

    Ich bin froh über meine Entscheidung und freue mich auf mein neues Zuhause. Da wird es meiner Katze und mir gut gehen :) auch wenn wir uns da nie richtig wohl gefühlt haben, das wird jetzt anders. Ich mache es uns beiden (Katze und mir) richtig hübsch.

    Heute ist auch mein erster Arbeitstag an einer "neuen" Stelle. Jetzt beginnt ein neues Leben!

    Ich habe gerade verdammt gute Laune und freue mich auf meine Zukunft.
    Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute hinter mir stehen!

    Liebe Grüße aus meinem neuen Büro,
    Eule

    Guten Morgen :)

    kleines Update: Ich wusste ja, ich kann dem Schein nicht trauen...

    Gestern hat er sich wieder einen genehmigt. Zwar nicht bis zum Umkippen, aber er war gut angeheitert heute Morgen.

    Ich fühle mich so verarscht. So ausgenutzt. Was glaubt er denn, wer er ist?! Er hat überhaupt nicht an mich gedacht. Das tut schon irgendwie weh, auch wenn ich das ja bereits wusste, dass es so ist.

    Naja, musste mich mal eben auskotzen :(

    Einen schönen Tag allen,

    die leicht geknickte Eule...

    Hallo ihr Lieben!

    Vielen Dank für eure aufbauende Worte :)
    Das tut gut.

    Ich habe heute zum ersten Mal die Verantwortung abgegeben. Normalerweise rufe ich mittags an, um ihn zusätzlich zu wecken (er hat auch einen Wecker). Ich habe ihm schon mehrfach gesagt, dass ich meinen Arbeitstag nicht danach ausrichten kann. Er meinte auch, dass sei voll okay. Aber eigentlich erwartet er trotzdem, dass ich ihn wach klingel.

    Heute nicht. Ich habe mich schon heute Morgen über ihn geärgert. Er lässt mich mal wieder allein mit meinen Gedanken und Gefühlen.
    Heute einfach mal nicht. Er ist alt genug!

    Er hat noch nicht mal getrunken, seit ein paar Tagen schon nicht. Es ist weniger geworden, seltener. Die letzten Tage waren - wie gesagt - auch mal ganz schön. Aber ich traue dem Braten nicht....

    Ich wünsche allen einen schönen Tag!
    Eule

    Guten Morgen zusammen,

    Katrienchen, mir ist das noch etwas eingefallen: Ich bin damals ausgezogen und hab mich überhaupt nicht mit mir beschäftigt. Ich bin direkt "jeden Tag" unterwegs gewesen. Ich hatte immer was vor und habe alles vor mir her geschoben. Und dann war ich für ein paar Wochen an mein Bett und Sofa gefesselt und musste mich mit mir auseinander setzen. Und da fing das an. Mit Panikattaken und allem. Nur so als Denkanstoß...

    Lütte, ja, das könnte gut sein. Ich komme mit mir selber nicht klar. Ich hatte auch schon immer Probleme mit mir selber. Ich hasse Veränderungen. Und ich habe Angst vor dem, was mich dann erwartet. Vor dem mit einem selbst auseinander setzen und auch vor der Veränderung.

    Gealein, du hast ja vollkommen Recht. Ich habe hier schon so viel gelesen und frage mich wie ihr anderen das macht. Mit Kindern und Arbeit usw. Ich kann (auch wenns dann "eng" ist) auf eigenen Beinen stehen. Ich habe ja sogar noch meine Wohnung. Ich muss "nur" meine Beziehung auf geben. Trennen und fertig. Keine Scheidung, kein Sorge-/Umgangsrecht. Nichts. Und trotzdem fällt es mir sooooo schwer.
    "Ich will damit sagen, euch verbindet zwar eine Beziehung, viele schöne Momente, auch Liebe... keine Frage. Aber was hält dich sonst? Du könntest einfach gehen."
    Als ich diesen Satz gelesen habe... Weißt du was mir da durch den Kopf ging?! "Was verbindet uns wirklich? Was hatten wir in unserer Beziehung?" Genau genommen hatten wir nur Streit und Stress, viele Probleme - sowohl miteinander, als auch so (Arbeitslosigkeit etc.). Und oft war die Frage: "Warum sind wir eigentlich zusammen?" Ich kann sie nicht beantworten, denn ich weiß es nicht.

    Gealein, vielleicht werde ich mal irgendwann im geschützten Bereich erzählen, warum ich schon einmal ausgezogen bin und wie es dann dazu kam, dass ich doch wieder zurück gegangen bin. Ich danke dir auf jeden Fall für deine ehrlichen und auch lieben Worte!
    Euch allen danke ich von ganzem Herzen! Das tut so gut, ich fühle mich endlich nicht mehr so allein mit meinen Gedanken und Gefühlen.


    Im Moment ist es seltsam zwischen uns. Es ist, als würde er merken, dass etwas nicht stimmt. Er ist anders zu mir. Trinkt weniger. Immer nur so viel, dass er nicht betrunken ist. Er ist lieb zu mir, nimmt sich Zeit für mich. Ich kann (und will) das aber nicht annehmen. Ich bin mir sicher, dass er mich nur wieder "in Sicherheit wiegen" will. Und gerade jetzt mag ich ihn nicht an mich ranlassen. Ich bin hin und her gerissen zwischen 1. ich freue mich, dass er mir mal Aufmerksamkeit schenkt und 2. eigentlich will ich das gar nicht, weil es nicht echt ist. Oder ist es das doch? Diese Zweifel ewig. Das nervt mich so. Ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen, weil ich nicht weiß, ob er es ernst meint oder nicht. Das geht mir schon wieder an die Nieren :evil:

    Guten Morgen zusammen :)

    @ Katrienchen: Da habe ich auch schon drüber nachgedacht, als ich das von dir gelesen hatte. Mir ging es dann besser, als ich meinen Partner wieder um mich herum hatte. Er hat mich durch diese Zeit begleitet.
    Da war das Thema Alkohol aber nicht so groß. Auch wenn er immer wieder Phasen hatte, in denen er mehr gesoffen hat, war das gerade eine Phase, in der er (ich sag das jetzt mal so) ganz normal getrunken hat.

    @ Aurora: Vielen Dank. Mir ging es die ganze Zeit jetzt nicht gut damit, dass ich nicht von Anfang an offen und ehrlich war.
    Ja, die Wohnung ist erst mal eine Notlösung. Mitte Juli wird sie wieder frei, dann kann ich da wieder rein. Zumindest habe ich dann erst einmal ein Dach über dem Kopf und muss bei niemandem aus der Familie wohnen. Sie ist auch nicht schlecht, nur fühle ich mich halt nicht wohl (der Kater übrigens auch nicht - vielleicht aus dem selben Grund wie ich auch. Tiere spüren sowas ja).

    Jedenfalls, vielen lieben Dank für eure Unterstützung!

    Ich wünsche allen einen schönen Tag.
    Liebe Grüße
    Eule89

    Hallo Lütte,

    natürlich bin ich aus freien Stücken mit meinem Mann zusammen.

    Das Gefühl jegliche Planung aufzugeben... das macht mich fertig, obwohl ich genau weiß, dass der Plan so oder so scheitert. Dass nichts, was wir uns vorgestellt haben, eintreten wird... solange er trinkt. Das sieht er aber nicht.

    Ich muss aber auch mal was loswerden. Bitte verurteilt mich nicht. Ich wusste nur nicht, wie ich das sagen soll... Denn eigentlich könnte es so einfach sein. ... Ich bin bereits vor 2 Jahre schon einmal ausgezogen. Damals ist er im Suff gewalttätig geworden und ist auf mich losgegangen. Nicht so schlimm, dass ich ins Krankenhaus gemusst hätte, aber schon schlimm genug. Einen Monat danach bin ich dann ausgezogen. Erst zu meinen Eltern, dann in eine eigene Wohnung. Ich habe die Wohnung nie gekündigt. Allerdings untervermietet. Aber ich hätte eine Wohnung. Allerdings fühle ich mich in der Wohnung überhaupt nicht wohl. Ich mag sie am liebsten gar nicht betreten. Ich hatte damals, nach meinem Auszug sehr mit Angst- und Panikattacken zu kämpfen. Größtenteils in meiner Wohnung...
    Nach viel Hin und Her, sind mein Mann und ich dann überein gekommen es noch einmal zu versuchen. Er hat schon immer viel getrunken, aber so richtig bewusst war es mir da noch nicht, dass er Alkoholiker ist.

    Und das, obwohl ich viele Jahre mit einer Alkoholikerin zusammen gelebt habe und von ihr erzogen wurde.
    Meine Mama steht mir auch mit Rat und Tat zur Seite, war nicht immer unbedingt hilfreich ist, da sich alles nur noch um die Alkoholsucht meines Mannes dreht. Ich weiß, es ist lieb gemeint, aber ... naja.

    Mir ist das sehr peinlich, dass ich nicht ganz ehrlich war und nicht alles erzählt habe :( bitte, bitte verstoßt mich nicht.

    Hallo Lütte,

    ja, ich habe mich einer guten Freundin anvertraut. Sie kennt auch meinen Plan und watet nur darauf, dass ich mich melde, damit sie mir hilft.

    Das Wochenende war jetzt sehr schön. Ich weiß, dass das trügerisch ist, dass mein Mann das "macht", um mich bei Laune zu halten und in ein paar Tagen die Stimmung wieder kippt.

    Ja, ich habe das Gefühl ihn zu hintergehen, wenn ich gehe. Dass ich ihn allein lasse mit allem. Dabei lässt er mich ja mit allem allein.

    Nein, ich habe es nicht gemeldet. Freitag war er zum Glück nicht betrunken, als er nach Hause gefahren ist. Es passiert aber immer wieder. Für gewöhnlich fährt er aber betrunken nach Hause. Was soll ich der Polizei denn dann sagen? "Da und dort ist ein Mann, der im Laufe des Abends irgendwann vermutlich betrunken nach Hause fährt"?

    Einmal ist es vorgekommen, dass ich ihn habe betrunken fahren lassen. Ich wollte ihn fahren, habe versucht ihm den Schlüssel wegzunehmen. Aber die Idee fand er ganz doof. Und da hätte ich am liebsten angerufen. Aber auch da wusste ich nicht, wo er genau hin will. Und hatte große Angst vor dem, was er mit mir machen könnte, wenn er erfahren würde, dass ich das war.

    Normalerweise ist er nicht aggressiv. Aber in der Situation würde ich ihm alles zutrauen.

    LG

    Hallo zusammen,

    Lütte, du hast Recht. Wäre ich vermutlich nicht. Zuemlich sicher sogar.

    Mir ist gerade zum Heulen zumute.
    Mein Mann ist nicht da, kommt erst heute Nacht irgendwann wieder. Ich weiß jetzt schon, dass er total besoffen sein wird. Und dann Auto fährt... aber das ist ein anderes Thema.

    Ich habe hier etwas aufgeräumt. Normaler Haushaltskram, nicht auf seinen Alkohol bezogen. Und dann wollte ich packen.
    Aber jetzt sitze ich hier - wie erstarrt - und schaue irgendeine Serie. Ich kann mich nicht aufraffen. Obwohl ich mich hier total uwohl fühle und am liebsten gar nicht hier wäre.

    Heute ist so ein Tag, da kann ich ihn einfach nicht leiden. Und weiß genau, dass es ihm genauso geht.

    Und ich verstehe nicht, warum ich nicht einfach gehe. Warum ich immer wieder Ausreden - mir selbst gegenüber - erfinde. "Es ist so viel zu packen", "was ist mit meiner Katze", "wo soll ich hin".
    Dabei ist es eigentlich ganz einfach: nicht alles auf einmal mitnehmen, Katze vorerst hier lassen und später holen und ab zu meiner Familie. Aber ich bin wie gelähmt. Und ärger mich pber mich selbst. Bin enttäuscht von mir. Wieder ein Wochenende, das ich nicht für mich nutze, sondern hier rumsitze, mich ärger und in Selbstmitleid zerfließe. Ich kotze mich grade selber an.

    Wer ich jemand anders und würde das von einer Freundin oder so hören, würde ich sie so in den Arsch treten... aber bei mir selbst? Klappt irgendwie nicht.

    Entschuldigt meine Wortwahl, der Frust musste einfach mal raus.

    Schönen Abend allen und ein schönes Wochenende.
    Eule

    Hoppla, Lütte, ich hatte gar nicht gesehen, dass du auch geschrieben hattest. Ich danke dir sehr.

    Ich danke auch allen anderen, die hier für mich da sind und mein Hin und Her "ertragen".

    Ich hoffe euer Daumen drücken bringt was. Ich zweifel immer noch. Obwohl ich, wenn ich ganz ehrlich bin, lieber weg wäre.

    Aber die Gewohnheit bzw. das Gewohnte, das hält mich noch. Und die Hoffnung. Aber ein Schritt nach dem anderen. Erst einmal weiter Sachen packen und Kleinigkeiten wegschaffen. Dann schaffe ich vielleicht auch einen kompletten Auszug.

    Liebe Grüße
    Eule

    Hallo Aurora, hallo Chuck

    vielen lieben Dank. Das tat gut, einfach mal zu jammern und zu heulen. Habe mich gestern noch einer guten Freundin anvertraut, von der ich weiß, dass sie mir helfen wird und bei mir bleibt, egal was ich tue.

    Chuck, genau so ist es bei mir im Moment. Ich lese eigentlich total gerne und habe früher innerhalb kürzester Zeit ein gutes Buch verschlungen. Aber nun komme ich da nicht mehr zu. Entweder lässt mir mein XY keine Ruhe dazu, weil er getrunken hat, oder ich bin einfach zu ko. Dann lege ich mich auf die Couch und lasse mich mit irgendwelchem Quatsch berieseln. Etwas, das ich früher nie gemacht hätte und auch eigentlich gar nicht gerne mache.

    Morgen ist mein Mann den ganzen Tag nicht da. Ich hoffe ich habe nach der Arbeit dann noch genug Energie, um weiter zu machen. Drückt mir die Daumen.

    Liebe Grüße
    Eule

    Hallo Lütte,

    vielen Dank für deine lieben und aufbauenden Worte.

    Heute fällt mir alles so schwer. Der Tag hat damit angefangen, dass ich verschlafen habe. Ich komme gar nicht in die Gänge, habe keine Motivation, könnte nur heulen.
    Vorallem, wenn ich daran denke, dass gleich mein XY "zu Hause" ist.
    Er soll noch nicht bemerken, dass ich in Aufbruchstimmung bin. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er das nicht schon gemerkt hat.
    Ich habe mich ja nun sehr von ihm distanziert und reagiere nicht mehr darauf, wenn er wieder meint, dass ja alles so scheiße ist.

    Einerseits möchte ich so schnell wie möglich gehen, andererseits will ich es auch wieder nicht.
    Wenn ich sehe, wie viel Arbeit da noch vor mir liegt, verlässt mich heute gerade der Mut.

    Sorry, ich bin wirklich nicht gut drauf heute :( brauche grad jemanden, der mich mal aufbaut und am liebsten auch mal in den Arm nimmt.

    Ich habe am meisten Angst davor rückfällig zu werden, wenn ich dann einmal raus bin. Dass ich mir das dann selber noch einmal antue. Aber auch dass ich vor allen das Gesicht verliere, wenn ich es nicht schaffe. Deswegen kann ich mit niemandem über meinen Plan sprechen. Wenn ich es nicht schaffe, dann belächeln mich doch alle. Wobei sie es vermutlich jetzt schon tun.

    Ich bin gerade fix und fertig und möchte mich nur noch verkriechen.

    Ich kann nicht mehr...

    Hallo Sunshine, hallo Chuck,

    vielen lieben Dank für eure Antworten.
    Ich muss sagen, die haben mich sehr nachdenklich gemacht.
    Ich brauchte jetzt tatsächlich eine ganze Weile für mich - zum Nachdenken, zum Überlegen, zum Planen.

    Zwei Dinge schwirren immer wieder durch meinen Kopf:
    1. Die Frage von Sunshine, ob es denn noch schlimmer kommen kann und
    2. die Aussage von Chuck, dass es reicht mit kleinen Schritten zu beginnen.

    zu 1: nein, zwischen mir und meinem Partner kann es nicht mehr schlimmer kommen - von körperlicher Gewalt mal abgesehen.

    zu 2: Ich habe endlich angefangen. Ich gehe endlich wieder aus, mit Freundinnen, meinen Geschwistern usw. (Findet mein XY nicht gut, aber das ist mir egal). Vor allem gehe ich aus, an Tagen, an denen er frei hat und zu Hause ist. Bisher war ich dann auch zu Hause und habe mich zu Hause mit irgendetwas beschäftigt (und heimlich gehofft, dass wir doch noch gemeinsame Zeit haben), so wie er es gern hat.
    Aber nicht nur das. Ich habe angefangen ein paar Sachen zusammen zu packen. Erst einmal Dinge, die ich nicht wirklich in unserem Zuhause brauche. Und habe diese aus unserer gemeinsamen Wohnung zu meiner Familie gebracht.

    Es sind zwar nur kleine Schritte, aber es sind Schritte, oder? Oder beruhige/belüge ich mich damit selbst?

    Ich bin in allem, was ich mache, so unsicher. Ich habe immer Angst etwas falsch zu machen. Aber ich glaube, wenn ich immer mal wieder Sachen aus unserer Wohnung wegbringe (damit dann für einen richtigen Auszug nicht mehr so viel Zeugs da ist), ist eine ganz gute Idee.

    Liebe Grüße,
    Eule

    Hallo Chuck81, hallo Lütte69,

    ihr habt sehr gut beschrieben wie es mir geht und was ich mir eigentlich wünsche.

    Ich möchte wieder leben, wieder frei sein und planen. Das geht wohl nicht MIT meinem Partner.

    Ich möchte aber auch in den Urlaub oder mir einfach mal etwas gönnen. Das wiederum geht nicht OHNE meinen Partner bzw. sein Gehalt.

    Im Moment fällt es mir schwer eine Entscheidung zu treffen, denn ich weiß, dass er, wenn ich gehe schon bald wieder auf der Matte steht. Ich müsste den Hintern hochbekommen, um meine Sachen zusammen zu packen. Aber ich schaffe ja nicht mal mehr den Haushalt. Ich gehe arbeiten und mehr auch nicht.

    Ich war sehr unglücklich in meiner Wohnung und weder ich, noch der Kater haben uns dort wirklich wohl gefühlt. Doch einen Umzug kann ich mir nicht leisten. Trotzdem ist es im Zweifel erst einmal ein Dach über dem Kopf und die eigenen 4-Wände.

    Ich bin hin- und hergerissen zwischen "Ich möchte endlich allein sein und diese Last nicht mehr tragen müssen" und "Ich habe Angst vor dem Alleinsein und vor der Veränderung".


    An alle, die mir auf meine Beiträge geantwortet haben: Vielen, vielen Dank! Ich weiß nicht wie ich das durchhalten würde, wenn ich nicht "reden" könnte!

    Hallo zusammen,

    ich bin selber auch EKA. Momentan bin ich auch im Co-Forum unterwegs, da dies gerade aktuell ist. Mein Elternteil ist seit ein paar Jahren trocken.

    Ich finde es erstaunlich, wie viele Dinge bzw. Eigenschaften und Charakterzüge hier immer wieder von verschiedenen Personen genannt werden.

    In fast jedem Beitrag kann ich mich selber wiederfinden.

    Zu meinen Eigenschaften:
    - ich bin einerseits sehr eigenständig, aber andererseits auch total unsicher
    - ich zweifle immer an mir und meinen Fähigkeiten
    - ich brauche viel Bestätigung und Zuwendungen von anderen
    - ich habe oft das Gefühl nur Lob oder Anerkennung aus Mitleid zu bekommen
    - ich fühle mich oft noch als kleines Kind (behandelt), obwohl ich bereits 28 werde
    - ich frage mich immer, ob jemand (der es eigentlich gut mit mir meint) mir schaden möchte
    - ich habe (quasi schon immer) Ein- und Durchschlafprobleme, ich brauche Stille um mich herum, sowohl zum Schlafen als auch so (ich hasse es z. B. wenn der Fernseher oder das Radio so nebenbei läuft)
    - ich bin sehr schmusebedürftig (aus dem Grund habe ich auch einen Schmusekater, der das offensichtlich von Anfang an gemerkt hat)
    - ich flüchte mich gerne in eine Traumwelt (z.B. beim malen oder so)
    - ich hinterfrage alles und wäge immer ab
    - ich treffe selten Entscheidungen aus dem Bauch heraus
    -...

    Ich weiß nicht, ob das wirklich damit zusammen hängt oder hängen kann. Aber offensichtlich haben hier alle doch ähnliche Eigenschaften, die ihn oder sie ausmachen.

    LG
    Eule89

    Hallo zusammen,

    ich konnte jetzt einige Zeit nicht herkommen, ohne, dass mein Partner das bemerkt hätte.
    Die letzte Zeit war ziemlich hart. Wir haben uns nur selten gesehen und das bisschen Zeit, das wir gehabt hätten, hat er "versoffen".
    Im Moment streiten wir ständig. Wir sehen uns kaum und wenn, dann ist er voll oder verkatert. Ich kann mich momentan überhaupt nicht auf ihn verlassen. In meinem Job ist es momentan auch mega anstrengend. Ich habe viel Stress und Sorge wie es mit meiner Anstellung weiter geht.
    Mein Partner hingegen plant jetzt - mal wieder - sich eine neue Stelle zu suchen. Dabei arbeitet er noch gar nicht so lange wieder.
    Das kommt zu dem Alkoholproblem noch hinzu. Ich bin fix und fertig und weiß gerade nicht weiter. Ich könnte nur noch heulen und schreien.
    Aber will ich "schon" aufgeben? Gibt es noch Hoffnung? Wie soll ich finanziell über die Runden kommen ohne den Job meines Partners? Schaffe ich das alles oder werde ich dann selber wieder depressiv?

    Jetzt gerade in diesem Moment kann ich nicht mehr. Ich schlafe kaum noch, bin nur noch müde und kaputt. Mehr als arbeiten, essen, schlafen ist nicht mehr drin.

    LG
    Eule

    Hallo Hans,
    hallo sunshine,

    vielen lieben Dank für eure Antworten.
    Ich freue mich sehr endlich meine Fragen stellen zu können und sie in einem vernünftigen Rahmen beantwortet zu bekommen.
    Auch, dass ich endlich meine Sorgen und Ängste teilen kann.

    Ich habe gerade nicht viel Zeit, um ausführlich zu antworten, aber ich kann sagen:
    Vermutlich habt ihr in allen Punkten Recht. Eigentlich ist das auch schon irgendwo in meinem Köpfchen, aber so wirklich wahrhaben kann (oder will?) ich das noch nicht. Denn soooo lange geht das ja noch nicht. Aktuell zumindest. Aber es ist ja immer wieder so. Mal mehr mal weniger.

    Ich weiß auch, dass die Alkoholsucht eine Krankheit ist und keine Willensschwäche. Ich wollte damit auch niemandem auf den Schlips treten :( Aber so fühlt es sich manchmal als Angehöriger an. Nach dem Motto: Ist der Alkohol wirklich wichtiger als ich? Warum setzt er alles aufs Spiel für die Sauferei? Dabei ist die Antwort eigentlich ganz einfach: Weil er nicht anders kann. Habe ich recht? :(

    Mit dem erweiterten Zugang ist eine super Idee. Ich werde mich direkt darum kümmern. Eigentlich geht das ja niemanden da draußen was an.

    Liebe Grüße und einen schönen Freitag,

    Eule