Guten Morgen zusammen,
Katrienchen, mir ist das noch etwas eingefallen: Ich bin damals ausgezogen und hab mich überhaupt nicht mit mir beschäftigt. Ich bin direkt "jeden Tag" unterwegs gewesen. Ich hatte immer was vor und habe alles vor mir her geschoben. Und dann war ich für ein paar Wochen an mein Bett und Sofa gefesselt und musste mich mit mir auseinander setzen. Und da fing das an. Mit Panikattaken und allem. Nur so als Denkanstoß...
Lütte, ja, das könnte gut sein. Ich komme mit mir selber nicht klar. Ich hatte auch schon immer Probleme mit mir selber. Ich hasse Veränderungen. Und ich habe Angst vor dem, was mich dann erwartet. Vor dem mit einem selbst auseinander setzen und auch vor der Veränderung.
Gealein, du hast ja vollkommen Recht. Ich habe hier schon so viel gelesen und frage mich wie ihr anderen das macht. Mit Kindern und Arbeit usw. Ich kann (auch wenns dann "eng" ist) auf eigenen Beinen stehen. Ich habe ja sogar noch meine Wohnung. Ich muss "nur" meine Beziehung auf geben. Trennen und fertig. Keine Scheidung, kein Sorge-/Umgangsrecht. Nichts. Und trotzdem fällt es mir sooooo schwer.
"Ich will damit sagen, euch verbindet zwar eine Beziehung, viele schöne Momente, auch Liebe... keine Frage. Aber was hält dich sonst? Du könntest einfach gehen."
Als ich diesen Satz gelesen habe... Weißt du was mir da durch den Kopf ging?! "Was verbindet uns wirklich? Was hatten wir in unserer Beziehung?" Genau genommen hatten wir nur Streit und Stress, viele Probleme - sowohl miteinander, als auch so (Arbeitslosigkeit etc.). Und oft war die Frage: "Warum sind wir eigentlich zusammen?" Ich kann sie nicht beantworten, denn ich weiß es nicht.
Gealein, vielleicht werde ich mal irgendwann im geschützten Bereich erzählen, warum ich schon einmal ausgezogen bin und wie es dann dazu kam, dass ich doch wieder zurück gegangen bin. Ich danke dir auf jeden Fall für deine ehrlichen und auch lieben Worte!
Euch allen danke ich von ganzem Herzen! Das tut so gut, ich fühle mich endlich nicht mehr so allein mit meinen Gedanken und Gefühlen.
Im Moment ist es seltsam zwischen uns. Es ist, als würde er merken, dass etwas nicht stimmt. Er ist anders zu mir. Trinkt weniger. Immer nur so viel, dass er nicht betrunken ist. Er ist lieb zu mir, nimmt sich Zeit für mich. Ich kann (und will) das aber nicht annehmen. Ich bin mir sicher, dass er mich nur wieder "in Sicherheit wiegen" will. Und gerade jetzt mag ich ihn nicht an mich ranlassen. Ich bin hin und her gerissen zwischen 1. ich freue mich, dass er mir mal Aufmerksamkeit schenkt und 2. eigentlich will ich das gar nicht, weil es nicht echt ist. Oder ist es das doch? Diese Zweifel ewig. Das nervt mich so. Ich kann kaum einen klaren Gedanken fassen, weil ich nicht weiß, ob er es ernst meint oder nicht. Das geht mir schon wieder an die Nieren 