Saluti per tutti
War ein wenig abwesend... Krankheit, ergo mit der Arbeit im Rückstand und mein Fahrzeug, Jg. 1994, gab den Geist auf. Mir unverständlich, war doch immer anständig zu dem Ding. Der nette Mechaniker sprach etwas über "Metall kommt vom Boden und will wieder in den Boden zurück". Bin dann eher in langweiligen "Gebrauchte Fahrzeuge Internetseiten" herumgetummelt, statt hier die kurzweiligen Berichte zu lesen. Nun denn, habe wieder einen fahrbaren Untersatz und bin glücklich wieder hier zu schreiben.
Gell, PauNewmann, wenn ich mir den Butler und die Köchin weiterhin leisten will, so muss ich mich halt mit einem Gebrauchtfahrzeug begnügen.
Abstriche sind manchmal unumgänglich... Aber nicht was den Alkohol betrifft. Einzelne Forenbeiträge bestätigen mir, dass ich mich - nolens volens . knallhart an den Bausteinen halten will/muss/darf. Und meinen Weg, zwar mit Euer aller Hilfe, selber finden muss.
Mit Krankheit verflog auch die Melancholie, die Schlafqualität ist grandios (Cadda sahs voraus) und der Tatendrang kommt langsam, aber sicher in Fahrt. Die Neuerfindung meinerseits (und hoffentlich auch diejenige von Sunshine und PaulNewmann) soll keine leere Worthülse bleiben.
Seit ich erwachsen bin, war ich noch nie so lange abstinent (OK, 2 Monate, haha, aber immerhin....). Das Umfeld hat sich - mit einer Ausnahme (jedes Mal, wenn ich diesem Typen über den Weg laufe kommt sein Standardsatz "so, immer noch keinen Wein?l") - meinem Konsumverhalten netterweise angepasst. Einladungen verlaufen ohne alkoholische Getränke und meine Abstinenz wird gelobt. Hingegen meide ich Feste (Personalabend) und ähnliches.
Und da ich zu meinem Sechzigsten eine 7 tägige Wandertour (Südtürkei, mit Rucksack ohne Hotelreservationen) durchführe, meldete ich mich in einem Fitnessstudio an. Gottchen, soooo was von laaaangweilig.... Naja - auch das geht vorbei, will ja meine Begleitperson auf der Türkeiwanderung nicht mit Gejammer über Müdigkeit/Muskelkater nerven.
Und die Gedanken an Alkohol? Ja, die sind vorhanden. Aber weniger (aber auch) im Zusammenhang mit Verlangen, sondern eher in der Richtung "Du bist stärker als ich. Ich habe verloren. Also lassen wirs bei dem" (oder so ähnlich). Und interessanterweise ist das Bedauern über "Nie-Mehr-Chateau xy/Spätlese xx-Trinken" am Abklingen. Hoffentlich bleibt dies auch so.... Schrieb nicht mal der alte Goethe "wer stetig sich bemüht, den können wir erlösen"?
In dem Sinne
Gute Nacht
Ernesto