Beiträge von Ernest

    Guten Abend zusammen
    Hallo Hartmut

    Zitat

    Ich muss ja erst etwas tun um ein Umsetzen zu bewerten

    Vor ein paar Wochen stellte ich ein paar Grundsteine auch noch in Frage. Auch im Zusammenhang mit meinem Selbstzweifel. Und auch, dass ich den Alkohol nicht generell verteufeln wollte und will. Nun wurde dieser mein Meister und wer ist schon gerne Sklave? (OK - Ausnahmen bestätigen die Regel :lol: )

    Also halte ich mich fast (!) sklavisch ( :lol: ) an den Bausteinen...

    Zum Alltag: Da ich gerne an feinen Flüssigkeiten nippe (bzw. früher gerne kippte), legte ich mir verschiedene Teesorten zu. Also, uuuunvooorstellbar diese Sortenvielfalt. Und diese Geschmäcker... Grandios. Und die Zubereitung - fast schon hohe Kunst.

    Na, wenn ich hier nur ansatzweise ein Möchte-Gern-Kenner werden möchte, so genügt meine Lebensrestzeit mit Sicherheit nicht.
    Und es bereitet mir Spaß! Aber der geht nicht soweit, dass ich den, mir im Teehaus angebotenen, Teekrug über 300 Euro kaufe :roll: Diesen werde ich mir zulegen, wenn ich in der Lage bin, den Unterschied zw. demselben Tee aus der Porzellantasse xx und aus der Porzellantasse yy zu bemerken... (also nie).

    Ich wünsche Euch allen einen friedlichen Abend
    Ernest

    Guten Abend MieLa

    Auch von meiner Seite: Herzlich willkommen.

    Zitat

    In anderen Threads ist öfter die Rede von "Euphorie" gewesen. Das Gefühl kenne ich auch. Allerdings aus früheren Trinkpausen, als ich dem Irrtum aufsaß, es unter Kontrolle zu haben.

    So ging/geht es mir auch. Nicht mal nach 2 Monaten Trockenheit. Aber der vorsichtige Optimismus nimmt immer mehr überhand und somit die Hoffnung, dass ich mit dieser Krankheit trocken leben kann.

    Ich wünsche Dir viel Durchhaltewille und gute Gedanken.

    Ernest

    Lieber Sven

    Danke für Deine Gedanken Ja, einem Rückfall sind wir stetig ausgesetzt (Martin wird nicht müde dies immer wieder zu erwähnen). Und dieses Bewusstsein dürfen wir nie verlieren.
    Es tut mir gut von Dir zu hören, dass es Dir ausgezeichnet geht. Hast ja recht Gas gegeben....
    Ich bin ja auch kein Leichtgewicht, bin aber nicht allzu schlecht beisammen, da ich regelmäßig (berg-)wandere. Aber die äußerliche Erscheinung ist mir eh nicht soooo wichtig. So nach dem Motto: äußere Schönheit ist vergänglich... (frei nach der Fabel, in der dem Fuchs die Trauben zu sauer sind :))
    Zu meinem fahrbaren Untersatz: das Meistverkaufte in Deutschland.

    Halt die Ohren steif.
    Ernest

    Saluti per tutti

    War ein wenig abwesend... Krankheit, ergo mit der Arbeit im Rückstand und mein Fahrzeug, Jg. 1994, gab den Geist auf. Mir unverständlich, war doch immer anständig zu dem Ding. Der nette Mechaniker sprach etwas über "Metall kommt vom Boden und will wieder in den Boden zurück". Bin dann eher in langweiligen "Gebrauchte Fahrzeuge Internetseiten" herumgetummelt, statt hier die kurzweiligen Berichte zu lesen. Nun denn, habe wieder einen fahrbaren Untersatz und bin glücklich wieder hier zu schreiben.

    Gell, PauNewmann, wenn ich mir den Butler und die Köchin weiterhin leisten will, so muss ich mich halt mit einem Gebrauchtfahrzeug begnügen. :) Abstriche sind manchmal unumgänglich... Aber nicht was den Alkohol betrifft. Einzelne Forenbeiträge bestätigen mir, dass ich mich - nolens volens . knallhart an den Bausteinen halten will/muss/darf. Und meinen Weg, zwar mit Euer aller Hilfe, selber finden muss.

    Mit Krankheit verflog auch die Melancholie, die Schlafqualität ist grandios (Cadda sahs voraus) und der Tatendrang kommt langsam, aber sicher in Fahrt. Die Neuerfindung meinerseits (und hoffentlich auch diejenige von Sunshine und PaulNewmann) soll keine leere Worthülse bleiben.

    Seit ich erwachsen bin, war ich noch nie so lange abstinent (OK, 2 Monate, haha, aber immerhin....). Das Umfeld hat sich - mit einer Ausnahme (jedes Mal, wenn ich diesem Typen über den Weg laufe kommt sein Standardsatz "so, immer noch keinen Wein?l") - meinem Konsumverhalten netterweise angepasst. Einladungen verlaufen ohne alkoholische Getränke und meine Abstinenz wird gelobt. Hingegen meide ich Feste (Personalabend) und ähnliches.

    Und da ich zu meinem Sechzigsten eine 7 tägige Wandertour (Südtürkei, mit Rucksack ohne Hotelreservationen) durchführe, meldete ich mich in einem Fitnessstudio an. Gottchen, soooo was von laaaangweilig.... Naja - auch das geht vorbei, will ja meine Begleitperson auf der Türkeiwanderung nicht mit Gejammer über Müdigkeit/Muskelkater nerven.

    Und die Gedanken an Alkohol? Ja, die sind vorhanden. Aber weniger (aber auch) im Zusammenhang mit Verlangen, sondern eher in der Richtung "Du bist stärker als ich. Ich habe verloren. Also lassen wirs bei dem" (oder so ähnlich). Und interessanterweise ist das Bedauern über "Nie-Mehr-Chateau xy/Spätlese xx-Trinken" am Abklingen. Hoffentlich bleibt dies auch so.... Schrieb nicht mal der alte Goethe "wer stetig sich bemüht, den können wir erlösen"?

    In dem Sinne
    Gute Nacht
    Ernesto

    :lol: Hallo PaulNewmann :lol:

    Hasst noch die Tabakpfeife, den grossen Kamin, die Windhunde, den Butler, die Köchin etc etc etc vergessen :)

    Nene, sehr altes Landhaus mit Fichtenholz (Eichenholz ist/war für eine andere Liga vorbehalten), undichte Fenster und viel viel Arbeit: so musst Du Dir das vorstellen.

    Lieber Gruss
    Ernest, der sich sich nicht nur neu empfindet, sondern auch noch versucht sich neu zu erfinden

    Hallo Mario

    Und wenn Du schreiben würdest "Ex-Trunkenbold"? Und somit eine Tatsache schaffen?
    Das mit den Gefühlen kann ich sehr gut nachvollziehen. Nicht lustig.

    Ich kann Dir nur empfehlen das Forum fleißig und regelmäßig durchzukämmen. Für andere Ratschläge bin ich selber noch zu wenig lange trocken :oops:
    Aber gut, dass Du hierher gefunden hast.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut
    Ernest

    Hallo Sven

    Du hast da Deine Meinung. Für mich ist dieses Forum ein sicherer Hafen. Ein unendlicher Fundus. Und dieses Füllhorn an Lebenserfahrung empfinde ich als Erstklassig.
    Und Aussagen wie "Früher war alles besser" stelle ich in die gleiche Ecke wie "Früher glaubte ich ans Christkind".

    Lieber Gruss
    Ernest

    Caio Cadda

    Danke für Deine Nachfrage. Bin heute noch kränklich, aber morgen werde ich wieder arbeiten. Keine Ahnung, was ich den Göttinnen und Götter angetan habe. Aber statt, dass sie mich für meine Abstinenz belohnen, hauen sie mir eins auf den Deckel. Vermutlich werden die vom Weingott Bacchus angeführt :).

    Ähnlich wie Du im Dezember durchlaufe ich ein Tief. Bei mir ist nicht der Liebeskummer ausschlaggebend, sondern "Um-was-geht-es-eigentlich" und "was-soll-das-Ganze".

    Ich habe keine (finanziellen / familiären) Verpflichtungen mehr und ich könnte glücklich und zufrieden sein. Stattdessen sinniere ich über Dies und Das und komme nicht aus dem Loch heraus. Und seit ich dem Alkohol abgeschworen habe, durchlaufe ich stets diese Hochs und Tiefs.

    Krankheit während des Anfangsphase der Abstinenz ist mühsam. Sunshine hat da nicht vergebens gewarnt. Und der Gedanke, wenn ich wieder trinke, wen juckts eigentlich, kam schon ein paarmal vor. Und dann lese ich wieder hier im Forum und ich muss weiterhin festhalten, dass das ICH und nicht das Umfeld maßgebend ist.

    Fertig mit den negativen Gedanken.

    Ich wünsche Dir, dem Forum und mir weiterhin eine trockene Zukunft

    lg
    Ernest

    Du liegst richtig, Sunshine, mit Deiner Warnung: ich dachte zuerst an ein Tee-Rum, als an ein Tee mit Honig.

    Nein, Sven, das sind sauschlimme Schmerzen. Hocken und Liegen funktionieren nicht. Also tigere ich hin und her, da so die Nacken-/Schulter-/Rückenschmerzen erträglicher sind. Die Schmerzen an den Ellbogen und Knier sind eher auszuhalten.

    Na, so setzte ich weiterhin auf Tee mit Honig inkl. Salzbad und falls morgen keine Besserung eintritt, so nehme ich - widerwillig - chemische Hilfsmittel.

    Mitte Januar habe ich den regelmäßigen Alk-Arzttermin und ich will mich dann erkundigen, ob ein Zusammenhang mit dem Alkoholentzug besteht (nach ca 6 Wochen Abstinenz??)

    Lieber Gruss
    Ernest

    Ciao Sven
    Ja, wenn dieses Nicht-Vermissen nach Alk anhält... Aber von den LZT lese ich, dass dies wohl in den ersten Jahren ein Wunschdenken ist und Rückfälle eben nie auszuschließen sind. Immer schön dran bleiben. Nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt die Leber :)

    Seit gestern bin ich wieder krank. Das 2. Mal innerhalb von ca 5 Wochen. Das gabs noch nie... Zwar habe ich diesmal keinen Schnupfen, aber Gliederschmerzen vom Allerfeinsten. Und heute morgen bin ich bin einem Kopf erwacht, als hätte ich gestern den Suff meines Lebens durchlebt.

    Zweimal krank seit ich keinen Alkohol mehr trinke... Was will mir wohl mein Körper mitteilen?

    Liebe Grüsse
    Ernest

    Guten Morgen zusammen
    und
    Ein gutes Neues Jahr wünsche ich Euch allen

    So - die Feiertage sind passé und vermutlich trank ich während dieser Zeit das erste Mal seit ca. 40 Jahren KEINEN Alkohol. Uff.

    Ich verbrachte schwitzige Tage (Schneeschuhlaufen), witzige Tage (Zusammensein), langweilige Tage (Fernseh-Gucken), Basteltage (Modellflugzeug) und besinnliche Tage (Lesen und quo vadis)

    Zusammenfassend: gute bis sehr gute Tage. Den Alkohol vermisste ich - interessanterweise - kein einziges Mal.

    Genagelt habe ich ein paar Tage Urlaub für's 2018: Mit den erwachsenen Kindern 5 Tage im Februar in eine nordafrikanische Stadt inkl. Wüsten-Buggy-Gaudi und zu meinem 60igsten wandere ich mit einem Freund 7 Tage in der Südtürkei umher (im Nirgendwo, von Ort zu Ort, mit Tramperrucksack und dem Motto nach uns die Sintflut :) )

    Wenn die letzten Wochen im Jahr 2017 die definitive Weichenstellung für mein zukünftiges Leben bedeuten, so ist die "jugendliche" Zuversicht wieder vorhanden und die Lebensfreude erhält wieder ihre angemessene Stellung...

    Liebe Grüsse
    Ernest

    Hallo zusammen

    In den letzten Adventstagen hatte ich echt Schwierigkeiten. Meine Überheblichkeit! Diese saublöde Überheblichkeit. Seit gut einem Monat trinke ich keinen Alkohol, mein Körper hat dies - außer Schlafstörungen - mit "links" weggesteckt und schon wird der Kopf überheblich.

    Am vorletzten Arbeitstag kam ein Arbeitskollege in mein Büro und bat mich, als sogenannter Weinkenner, bei seiner Weinbestellung behilflich zu sein. Chateau xy oder Spätlese xx? Ich erwähnte ihm, dass ich mich nicht mehr interessiere und er soll sich bei einem Weinhändler beraten lassen. Soweit so gut.

    Dann noch dieser Fernsehfilm, indem die Hauptdarsteller in einer Nebenszene den Chateau xy kredenzten.

    Puhhhhh - ich muss mir immer wieder einreden, dass ich gegen den Alkohol verloren habe. Und er mich in Ruhe lassen soll. Wenn meine Überheblichkeit die Oberhand gewinnt, verliere ich!


    Ich wünsche Euch allen eine wunderbare Weihnachtszeit
    Ernest

    Guten Abend zusammen

    Heute bin ich seit meiner Abstinenz das erste Mal vom Gaspedal, als ich bei "meinem Italiener" vorbeifuhr.

    Ein versch... Tag - schlechte Laune - vorweihnachtliches Puff im Betrieb - um was geht es überhaupt - blast mir alle das Alphorn - einfach alles bääähhh

    Wenn ich jetzt Wein kaufe, so bin ich während dem 10tägigen Weichnachtsurlaub nur im Fernsehsessel mit gefüllter Lampe.

    Dieser Gedanke lies mich vorbeifahren.

    Die Angst vor dem Alkohol, bereitet mir auch Angst. Diese kann ich irgendwann überwinden. Es muss mir gelingen die Angst mit Demut (nach Definition von Carl Friedrich) abzulösen. Aber wie? Und wie lange dauerts? Na, bis zur Rente werde ich es wohl schaffen :)

    Ich wünsche Euch allen einen angenehmen Abend
    Ernest

    Hallo Cadda

    Gratulation zu Deinen 3 Monaten.
    Es tut mir leid, dass Du Sorgen hast und darob traurig bist. Die Weihnachtszeit möchte eine heile Welt vorgaukeln und die Erkenntnis des Trugbildes kann schon ein Tiefschlag sein. Und immer der Gedanke, dass ALLE anderen Familien AUSNAHMSLOS glücklich sind, nur ich nicht....

    Ja, ich habe die Waldspaziergänge wieder schätzen gelernt. Du kannst jetzt zwar meinen ich spinne (ich streite dies auch nicht ab), aber unter den Bäumen zu laufen gibt mir ein behagliches, liebliches Gefühl. Und ich fühle mich im Wald auch nicht allein.

    Etwas ganz anderes: Ich lese manchmal halblaut (das Alter...). Und bei Deinem Nik-Namen stottere ich immer. Wie muss ich diesen aussprechen? Kadda? Tschadda? Zadda? Sadda? :)

    Ich wünsche Dir einen aufgestellten 3. Adventssonntag.

    Lieber Gruss
    Ernest

    Danke sunshine für Deine Worte. Ich habe - durch Empfehlung von Dante - das Buch "Alk" (S. Borowiak) gelesen. Der Autor, spricht das Thema Alkoholiker und Gesellschaft auch an. Da überlege ich nochmals dreimal, wem ich meine Krankheit mitteile. Das allerwichtigste ist, dass ich mich nicht selber belüge. Und ja - keine Ahnung, wie ich in x-Jahren damit umgehe. Ich bin mir und meinen Lieben Rechenschaft schuldig. Und sonst keinem anderen Menschen.

    Das Buch "Alk" las ich mit Schrecken und Vergnügen. Der Autor, gemäß Wikipedia und den eigenen Schilderungen ein "Profi" punkto Alkohol und Lebenserfahrungen, vermittelte mir schonungslos ein Bild über meine Krankheit. Das Kapitel Saufdruck muss ich vermutlich noch ein paarmal lesen. Ja, andere Abschnitte sicher auch noch (mehrmals).

    Das andere von Dante empfohlene Buch "Lieber schlau, als blau" werde ich nächste Woche lesen. In der Buchhandlung gibts massenhafte Sachbücher über Alkohol. Eigentlich ließt man diese zu spät... Aber eben, ein paar Jahre früher habe ich diese Bücher schnöde auf der Seite gelassen. Ich doch nicht...

    Der zweite Arztbesuch verlief so lala. Viele Allgemeinplätze. Er ist ja Arzt und nicht Therapeut. Er war ein wenig erstaunt, dass ich seine Pillen nicht nehme. Ich sei ein sturer Kerl und trotzdem ist er mit meinem Gesundheitszustand (neben der Alk-Krankheit) zufrieden.

    Jetzt freue ich mich aufs Wochenende: Mit dem lieben Freund diskutieren, mich an dem wieder langsam erwachenden Verstand aufbauen und die dritte Adventskerze anzuzünden :)

    Winterliche Grüsse
    Ernest

    Soooo - Der Vor- Vorausverkauf hat begonnen und der Rubel muss bekanntlich rollen. Hier ein Schnäppchen und dort was Unnötiges. Alles wunderbar.
    Was mich erstaunt - oder mir angst macht - ist, dass ich an den Alk-Regalen vorbeilaufe, als wäre dort nichts. Kurios. Auch kein Verlangen oder sonst ein wehmütiges "ach Gottchen"...

    Auch wunderbar. Nur nicht übermütig werden.

    Im Moment liegt die leere Löcher-Füll-Liste vor mir und ich bin am überlegen ob ich meine 10 jährige Motorradzeit in der Jungendzeit (d.h. vor 30-40 Jahren) aufführen soll. Interessanterweise habe ich während dem Motorradfahren (im Gegensatz zum Autofahren) NIE Alkohol getrunken. Das Risiko war mir zu hoch. Meine alte Guzzi.... hier ist jetzt ein "ach Gottchen" angebracht. Wieder so eine Maschine fahren? Jetzt im Winter so ein altes Ding anschaffen und im Keller drumbasteln? Wann habe ich das letzte Mal einen Schraubenschlüssel in der Hand gehabt...
    Mal sehen.

    Morgen habe ich wieder einen Arzttermin. Möglicherweise, werde ich zum ersten Mal mit etwas Stolz sagen, dass ich es bis dahin geschafft habe. Ist immerhin das, sagte das Mäuschen, als es ins Meer pisste.

    Ich wünsche einen schönen Abend
    Ernsest