Beiträge von carnel

    hi anna,

    na was verlierst du denn schlussendlich? jemanden der es wieder und wieder schafft dir ein schlechtes gewissen zu machen, dich zu beschuldigen, zu belügen usw...
    ist das ein verlust?

    ein vernünftiger kontakt wird, wenn überhaupt, erst wieder funktionieren wenn dein paps trocken ist.

    meiner meinung nach ist abstand, anfangs zu 100%, unbedingt notwendig um ein lebenswertes leben als kind eines alkoholikers leben zu können.


    gruß
    carnel
    alkoholiker und kind eines mittlerweile verstobenen
    papas der auch gesoffen hat

    hallo chitty,

    wenn dir das zählen gut tut dann mach ruhig. wenn nicht, dann lass es. ganz einfach:-)

    wichtig ist das du nicht getrunken hast. nur das zählt erstmal. alles weitere wird sich im therapieverlauf ergeben. gib dir die zeit die du brauchst und mach dir den nötigen druck. ich sags oft aber ich finde es eben am besten formuliert: therapie ist arbeit!

    viele grüße
    carnel

    hallo annax,

    also es mag sich jetzt hart und unfair anhören aber du solltest dein selbstmitleid zügeln. nicht weil du andere mit deinem schreiben runterziehst oder ähnliches.

    viel mehr deiner selbst willen. das bringt dich keinen schritt weiter. genau dieses selbstmitleid und die einhergehenden gedanken bringen dich nur tiefer in die schlechte stimmung.

    verschaffe dir klarheit (auch was deine medikation) angeht und definiere dir deine ziele. dann kannst du step by step wieder anfangen an deiner trockenheit zu arbeiten. nimm hilfe an und fang heute damit an.

    viele grüße
    carnel

    hallo leosaar,

    ich habe mir das posting durchgelesen und möchte dir gern meine meinung darüber schreiben.

    du hast im grund recht mit dem was du schreibst. jeder ist individuell, man kann nix verallgemeinern. das stimmt alles.

    aber: glaubst du wirklich, dass gerade du (bitte nicht persönlich nehmen) eine ausnahme darstellst? ich für meinen teil bin da bescheidener. wenn ich mir überlege wie viele menschen rückfälle hatten in teilweise "banalen" situationen würde ich einen sch.... tun und mich, gerade mal nach 6 monaten abstinenz, in solche gefahren begeben. denn das sind bierzeltbesuche und dergleichen einfach.

    ich weiß es hört sich alles so nach belehrung und besserwisserei an. soll es aber nicht.

    viel erfolg
    carnel

    hallo mado,

    danke für deinen sehr offenen einstieg hier.

    ich finde die frage angemessen. schliesslich wissen wir alle wie es ist nass zu sein.

    allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass das mittel völlig ungefährlich ist. also im bezug auf die alkoholkrankheit und das besprühen der hautoberfläche.
    selbst wenn, was schon beinahe unmöglich ist, es eindringen und in die blutbahn geraten würde wäre der anteil so gering das man ihn nicht wahrnehmen könnte. also da mach dir keine gedanken drum.

    viel kraft wünsch ich dir in dieser zeit.

    gruß
    carnel

    hi arca,

    irgendjemand hat in seinem profil stehen: die gendanken sind der erste schritt vor dem handeln. oder so ähnlich!

    gedanken bezüglich des alkohols kann man nicht abschalten. aber ich, und zwar nur ich, bestimme wohin ich diese gedanken weiterdenke. rede ich mir lange genug ein das ich genau jetzt in diesem "schwachen" moment trinken muss, werde ich das wohl tun. aber es gibt auch die andere möglichkeit.

    es ist nicht unmögich nur halt bisserl schwierig sich am anfang gegen alte gewohnheiten zur wehr zu setzen. aber das ergebnis ist doch sooo schön:-)


    liebe grüße
    carnel

    hi arca,

    schön das du hier bist!

    ich finde gassi gehen ist eine tolle perspektive im gegensatz zum alk trinken. ein vernünftiger anfang und vielleicht auch mal ne effektive lösung für saufdruck oder ähnliches.

    mit dem rest müssen wir einfach geduld haben. ein neues leben bzw neue strukturen in selbiges zu bringen macht man ja nicht jeden tag. sei wachsam mit deinen gedanken und dem handeln.

    probiere einfach dinge aus auf die du lust hast. bei mir war es auch so, dass ich vieles probiert und auch wieder habe sein lassen bis ich so halbwegs wusste wo der weg hin soll.

    viel erfolg dabei
    grüßé
    carnel

    hi robi,

    ich muss dir da widersprechen!!

    du schreibst: manche entscheidungen sind falsch haben aber ihren nutzen.

    also fakt ist, dass man sich in deiner situation in einer sehr instabilen lage befindet. d.h. das du in diesem fall nicht einschätzen kannst wie so ein treffen ausgeht.
    es kann genauso gut sein das du dir einen hinter die binde kippst.

    ich glaube du solltest dein risikobewustsein überdenken. die meisten helden liegen nämlich auf dem friedhof.

    schönes wochenende
    carnel

    hallo roberto,

    hab lange überlegt ob ich dir schreiben soll.
    ich verstehe dich nicht. ist dir eigentlich klar oder
    bewusst das du dich schnurstracks auf einen rückfall
    zubewegst? oder machst du das mit absicht um später schon mal ausreden parat zu haben?

    du bist in der langzeit und triffst dich mit nassen alkoholikern??? schreibst davon das es dir gut tut!?!?
    was meinst du warum die leute die DIR helfen wollen davon abraten??

    gruß
    carnel

    hallo pauly,

    ich kann dich sehr gut verstehen. bei mir ist es so, dass meine mutter (witwe) sich zwar nicht tot trinkt dafür aber alles andere tut um sich zu schaden. möchte jetzt nicht ins detail gehen aber sie ist eben auf dem besten weg sich umzubringen.

    diese situation löste bei mir eine enorme sorge, wut und trauer aus. eben weil man ja helfen will und möchte das seine lieben gesund und munter sind.

    ABER, es bringt nix sich fertigzumachen. ich glaube der gesündeste weg für mich war es einfach zu akzeptieren. es ist IHR leben und ich ändere nichts daran. ich habe eigene baustellen und ein eigenes leben welches schwierig genug ist. auch wenn es die liebe mutter ist sollten gerade wir da tunlichst nach uns schauen.

    im übrigen weißt du ja selber wie einsichtig alkoholkranke menschen sind.

    wenn es geht unterstütze deinen vater aber verliere dich nicht aus den augen.

    liebe grüße
    carnel

    hallo,

    danke für die mühe! würde mich jetzt dann doch auch interessieren.

    ich denke genau da liegt das problem. wenn es "komisch" wird oder eben alte verhaltensmuster auftauchen muss man es lassen.
    ich habe für mich auch vor 2 jahren beschlossen gehabt, all meine "alk-trink-gläser" zu entsorgen. und bis heute meide ich genau solche gläser. selbst beim sektempfang trinke ich mein o-saft lieber aus nem becher. fühlt sich geschmeidiger an für mich.

    viele grüße
    carnel

    hi piri,

    ich trinke sehr gern bionade. da ist keine spur von alkohol enthalten. ähnlich wie bierherstellung. ja nun gut, esse trotzdem kartoffeln obwohl mir früher mit vodka den kopf weggeschossen habe. mir schmeckts und ist mal was anderes.

    aber wer bedenken hat sollte es dennoch lassen. es gibt alternativen und unnötige risiken sollten tunlichst vermieden werden.

    viele grüße
    carnel

    hie nietz,

    ganz einfach. es gibt nur eine lösung die eine langfristige, bestenfalls eine lebenslange abstinenz verspricht: outing! ich bin alkoholkrank und schwupp diwupp funktioniert das dann auch.

    alles andere ist rumgeeier, dass früher oder später in der einen oder anderen situation zum rückfall führt.

    ich weiß das klingt pauschal und besserwisserisch. eigentlich ist es aber nur vorsicht und die erfahrung die ich eben gemacht habe.

    viele grüße
    carnel

    guten morgen blinky,

    also grundsätzlich glaube ich das jeder aufhören kann. problem ist halt nur, wie hier schon oft erwähnt, der tiefpunkt den man dazu benötigt.
    vielleicht brauchst du einfach noch ne weile. vielleicht muss erst etwas richtig ernsthaftes passieren bis du die einsicht bekommst. vielleicht verlassen dich mal deine kinder. was ihnen wenn du alkoholikerin bist mit sicherheit gut tun würde. wie gesagt, vielleicht!

    vielleicht aber entscheidest du dich jetzt und sofort dafür ein neues und schöneres leben zu beginnen.

    viele erfolg dabei
    carnel

    hallo pfötchen,

    also ich bin komplett goutet. meine chefs wissen bescheid.

    nur ob du dich outest ist ganz allein deine sache. ich denke es geht, grundsätzlich, keinen etwas an. od du nun alkoholiker bist oder an krebs leidest ist ganz deine eigene sache wem du das auf die nase bindest. du musst nichts erzählen.

    aber! ich habe die erfahrung gemacht, dass gerade in der anfangszeit offenheit unheimlich gut tut und wichtig ist. zumal man sich selber schützt und bei unangenehmen situationen nicht eine "dummheit" begeht. bsplsweise sektempfang, gebtag usw.... wenn es klar ist wird immer ein lecker o-saft glas dastehn für dich. sehr entspannt!

    aber die II: ich habe von leuten in meiner therapiegruppe mitbekommen,d ass ihnen nicht unbedingt positiv mitgespielt wurde nach dem outing. man darf auch diese seite nicht ausser acht lassen. das restrisiko bleibt natürlich bestehen.

    liebe grüße
    carnel

    guten morgen angelique,

    zu medikamenten, und auch zu xxxxtropfen, kann ich dir leider nix sagen. ich habe die ersten tage auf der intensiv verbracht und danach die "übliche" medikation bei entgiftungspatienten erhalten.

    meiner meinung nach sollte eine entgiftung immer stationär stattfinden. mehr zu dem thema findest du hier in vielen threads.

    finde es schön wenn du so aktiv daran arbeitest trocken zu bleiben. es ist sehr wichtig seinen "persönlichen" weg zu finden. welche therapieform ist dabei sekundär. wichtig ist, dass du dran bleibst.

    viele grüß
    carnel