Beiträge von carnel

    hallo,

    willensschwach? ich bin alkoholkrank und alles andere als willenschwach.

    ich hatte den absoluten willen jahrelang versteckt zu trinken, habe aus eigenem willen meine freunde belogen, habe mich aus eigenem willen ins koma gesoffen, habe aus eisernem willen verneint, dass ich ein alkoholproblem habe, habe aus eigenem willen mich selbst jahre lang belogen, habe aus eigenem willen immer dafür gesorgt, dass alkohol in maßen gebunkert ist....usw....

    da soll mal jemand sagen, dass alkoholkranke keinen starken willen haben......

    gruß
    carnel

    hi klaus,

    ganz alleine biste nicht! wie du merkst!!!!!

    bescheiden situation aber nicht ausweglos! nö, nicht
    nur leicht gesagt. häng dich rein. du schaffst dir gerade
    die möglichkeit alles "klar! zu regeln.

    WICHTIG: AB ZUM ARZT!!!!!

    lass von dir hören
    carnel

    hallo zusammen,

    ich habe mich ja schon bereits vorgestellt. nun möchte ich euch etwas mehr von mir erzählen.

    also wie schon erwähnt bin ich seit juni 05 trocken.

    den entschluss einen entzug zu machen habe ich gefasst weil ich körperlich und geistig nicht mehr konnte. hatte im juni 05 einen zusammenbruch. soll heissen, dass ich 6 wochen lang wodka in mich geschüttet habe, als gäbe es kein morgen mehr. grund dafür war das zusammentreffen einiger blöder ereignisse. welche, jedes für sich betrachtet, ohne problem zu bewältigen gewesen wären. aber halt nicht als abhängiger und sozialphobiker.

    im krankenhaus als notfall eingewiesen verbrachte ich 3 tage auf der intensivstation. delier war angesagt. die erste nacht war laut den ärzten die gefährlichste gewesen. ich bin dem tod also von der schippe gesprungen. gerettet hat mich nur meine aufgrund jahrelangerm sportlebens, trotzdem stabile körperliche konstitution. dafür bin ich unheimlich dankbar!!!!

    nach 3 wochen auf der inneren (entzug) bin ich auf die psychosomatische station verlegt worden. ich dachte zu diesem zeitpunkt meine ängste wären das hauptproblem. ich wurde in den nächsten wochen eines besseren belehrt.

    nach dem klinikaufenthalt machte ich noch eine 1-jährige ambulante therapie, die im november letzten jahres zuende ging.

    jetzt besuche ich eine gruppe, hauptsächlich wegen meiner sozialphobie die sich allerdings schon deutlich gebessert hat, und bin eben hier mehr oder weniger aktiv.

    tja, meine persönlichen verhältnisse sind so, dass ich eine liebe freundin an meiner seite habe. wir lernten uns nach meiner nassen zeit kennen. was für sie auch nicht "nur" einfach ist. bekomme von ihrer seite allerdings die best mögliche unterstützung. ich habe einen job in dem ich zwar nicht die berufung gefunden habe jedoch einen zumindest sicheren arbeitsplatz inne habe.

    liebe grüße
    carnel

    hallo zusammen,

    @ mods bitte schieben wenn ich hier falsch bin, dankeschön:-)

    also am wochenende habe ich mein weihnachtsgeschenk eingelöst welches ich von meinem schatz bekommen hatte. ein besuch beim theatersport! sehr schön! vorab hat sie gekocht und es gab einen aperitif. diesen wollte ich euch nicht vorenthalten, deeeennn er war äusserst lecker und naturalmente ohne alkohol.

    die gewichtung der zutaten ist geschmacksache, daher hier nur die zutaten:

    - apfelsaft
    - gefrorene erdbeeren
    - einige spritzer frisch gepresste zitrone
    - grapefruitsaft
    - sprudel (für nichtschwaben: wasser mit dampf, gas oder auch kohlensäure)

    die gefrorenen erdbeeren werden im mixer püriert, säfte aufgiessen und am schluss noch das mineralwasser "kurz" mitmixen.

    sehr erfrischend und lecker.

    gruß
    carnel

    hallo thorsten,

    ich kann deine situation nicht nachvollziehen. scheinbar ist der groschen noch nicht gefallen. ich hoffe für dich, dass du keinen noch tieferen abstieg benötigst. aber was, wenn nicht einige entzüge und therapien soll denn helfen? willst keine therapie und keine klinik! hm.....was willst dann?
    mitleid? oder was?

    gruß
    carnel

    kurz noch was: ja, du musst sterben wenn du so weiter machst.

    hallo tigger,

    erstmal lass dir gesagt sein, dass du nicht alleine dastehst mit diesen ängsten. jahrelang haben wir uns betäubt und keine gefühle zugelassen und nun muss man sie ungefiltert ertragen, hey und das soll keine angst machen?

    was deine verfassung angeht kann ich dir nur empfehlen dich mal durchchecken zu lassen. ich würde sogar sagen, dass es sehr wichtig ist! du weisst nicht was der alkohol bei dir für spuren hinterlassen hat. und auch nach 10 tagen kann es zu "ungeschmeidigen" reaktionen des körpers kommen. somit; ab zum doc!!!

    viele grüße
    carnel

    hallo melody,

    ich möchte jetzt nicht zu hart klingen aber HAU DIE HACKE rein! also wenn du schon merkst, dass du in "alte" muster fällst würde ich SOFORT reagieren! nutze die angst um zu handeln und sei es äusserst direkt und unter umständen für andere unverständlich. es ist sch... egal. der punkt ist das du trocken bleiben musst. schau genau hin was passiert. das ist nämlich genau die sache mit dem weg zum rückfall. der passiert nämlich meistens nicht so völlig unerwartet.

    halt durch und reagiere, JETZT!

    viele grüße
    carnel

    hallo karsten,

    ich habe deine argumentation auch vor dem letzten posting verstanden und finde es auch völlig in ordnung. sehe das, ausnahmsweise:-), auch genauso.


    nun ja, ich fühl mich hier wohl und das ist auch gut so!!!

    grüße
    carnel

    hallo,

    lilly
    möchte dir kurz helfen einen evtl. sinn für dich zu finden weshalb leute draussen eine gruppe besuchen und eine hier im net. also für mich ist es so, dass ich draussen eine shg besuche um "auch" mit meiner sozialphobie klar zu kommen. hier hab ich einen halt der mir eben auch unheimlich gut tut. und ich werd einen teufel tun darauf zu verzichten, nur weil manche den sinn nicht sehen!!


    danke
    carnel

    hallo collab,

    mir ging es ähnlich wie dir auch. bin kein fan der aa. möchte jetzt allerdings keine disk. lostreten über verschieden shg. jedem das seine eben!

    für mich waren die shg der caritas (ne, trotzdem nicht chrislich angehaucht) die lösung. lag mit daran, dass nicht nur die ü-60 fraktion vertreten war. ich kam mir mit meinen 29 jahren halt doch bisserl jung vor. und in dieser besagten gruppe ist das altersspektrum einfach größer.

    ich würde an deiner stelle weiter probieren. schau dich einfach im net um welche angebote es gibt. ich denke jeder, der will, findet das passende.

    wie schon gesagt, DRAN BLEIBEN!

    gruß
    carnel

    guten morgen collab,

    ja die verdeutlichung der eigenen situation ist oft das schwierigste.
    was die regelmäßigkeit angeht kann ich nur eins sagen. ich hatte mich
    auch "zwingen" können mal ne "weile" nix zu trinken. aber in der zeit
    kreisten die gedanken immer nur um das eine thema. wann darf ich wieder!!!!!!! und schon alleine diese gedanken sind ein absolut deutliches zeichen dieser krankheit. wie gesagt, so war es bei mir. bis ich eben irgendwann, aufgrund körperlicher entzugserscheinungen, jeden tag was trinken musste.

    ich würde zusätzlich meinen hausarzt aufsuchen und mit ihm alles nötige besprechen. einfach mal um auch zu wissen was gegebenenfalls auf dich zukommt.

    ach ja, finds im übrigen super das es anscheinend geschnackelt hat bei dir.
    bleib dran!!!!! es lohnt sich ungemein.

    viele grüße
    carnel

    hi collab,

    na ja, scheinst ja nicht gerade motiviert zu sein das trinken bleiben zu lassen. also ich finds schon wichtig zu wissen ob man alkoholkrank ist oder nicht. würdest du nicht wissen wollen ob du krebskrank bist=? denke um heilung bzw. genesung zu bekommen ist es sehr entscheidend klarzustellen was man hat. und so wie ich deine zeilen lese bist du weit entfernt ein genusstrinker oder wie auch immer zu sein. da bleibt dann nicht mehr viel übrig.

    finde es jedoch gut, dass du den weg zu einer gruppe gefunden hast. dort wird man dir bestimmt weiterhelfen. ich finde das es erstmal wichtig für dich ist zu wissen was du willst. sprich: nimmer trinken, weniger trinken what ever! das konnte ich aus deinem posting nämlich nicht genau entnehmen.

    gruß
    carnel

    hello,

    also an was ich denken würde, wenn mich der saufdruck packt, wäre das zusammensein mit meiner freundin im nüchternen zustand. sowohl das
    miteinander reden, lachen, weinen, träumen, diskutieren, albern..usw als auch die intimen momente sind um welten schöner als früher.

    gruß
    carnel

    servus kirsi,

    erstmal möchte ich sagen, dass du ganz toll reagiert hast. und die entscheidung das restaurant zu verlassen war, meiner meinung nach, hundert pro richtig.

    natürlich fühlt man sich unwohl in solch situationen und es ist doch wichtig genau hinzusehen was mit einem passiert. und ich für mich habe entschieden, dass ich mich überhaupt zu nichts zwingen lasse. sich in der situation zu outen ist unheimlich schwierig. trotzdem hast du es gemacht!
    lerne daraus und fühl dich nicht verpflichtet JEDEM sagen zu müssen, dass du alkoholiker bist. ich mach es so, dass die wichtigen menschen in meinem leben wissen was los ist. der rest interessiert mich nicht.

    wenn der standart-absacker kommt (ouzo beim grieche etc.) sag ich, wenn dort nicht regelmäßig bin, dass ich von alkohol kotzen muss und ihm das hier in seinem restaurant ersparen will. ruck-zuck hast deine ruhe.

    was ich damit sagen will ist eigentlich nur, dass man sich nicht zusätzlich unter druck setzen MUSS. DU entscheidest wem, wann und wie du es sagst. ganz ohne zwang!

    eins möchte ich noch loswerden. ich habe gemerkt, dass es unheimlich wichtig für mich geworden ist "druckfrei" irgendwas zu unternehmen um eben nicht aus "hilflosigkeit" zum alk zu greifen. wäre fatal und ist absolut unnötig. somit lieber der gefahr nicht aussetzen.

    gruß
    carnel

    @ lilliy

    Ich habe keinen alkohol zuhause. Wie kommst du drauf? ich habe lediglich meine meinung darüber geäussert was nightwish geschrieben hat. So was tut man eben in einem thread. Und
    Ich persönlich finde es auch schön wenn es unterschiedliche meinungen gibt.

    mit dem alk und der geschäftswelt. liebe lilly, das gehört eben ab und zu dazu, dass wenn ein kunde kommt er gebtag hat oder sonst irgendwas mit ihm angestossen wird. soll ich jetzt eine rebbelion gegen die verfluchten alkoholtrinkenden menschen starten? nur weil ich n icht damit umgehen kann!!! es ist doch primär wichtig, dass man sich seiner sucht bewusst ist und sein leben dementsprechend lebt. und das macht eben nicht jeder so wie du!

    du schreibst von verbrannter zeit und ratschlägen......ich würde dir auch gern mal einen ratschlag geben. vielleicht kommst du mal soweit, dass du es einfach akzeptieren kannst wenn ein alkoholkranker nicht zu hundert prozent deine ansichten teilt und trotzdem mit ihm oder ihr eine diskussion führen kannst ohne sie als verbrannte zeit anzusehen. schlussendlich ist es nämlich so, dass jeder für sich seinen indiv. weg finden muss.

    Um eines klarzustellen. Ich halte es nicht für sinnvoll, dass jemand der „frisch“ clean ist alkohol in seinem umfeld deponiert. Ganz klar! Hier ging es speziell um nihtwish´s erfahrungen und meiner meinung dazu.


    danke und gruß
    carnel

    @ lilly

    andere meinungen als schwachsinnig zu titulieren finde ich anmaßend. ist es dir nicht möglich sachlich zu bleiben? du bist mod oder? da hätte ich bisserl mehr soziale kompetenz erwartet!!! ich habe das normal in gänsefüsschen gesetzt. das mal zum einen.

    zum anderen ist es eben so, dass manche alkoholiker gut damit leben können wenn alkohol in der wohnung ist, TROTZ DES RISIKOS. es leben auch alkoholiker unter uns die aus tausend anderen gründen täglich mit alkohol in "optische" berührung kommen. bsp: soll ich hier im büro den leuten verbieten alkohol im kühlschrank aufzubewahren der für mandanten da ist. oder oder oder......

    hallo nightwish,

    ich habe deinen beitrag gerne und mit interesse gelesen. es tut gut zu lesen wie deine erfahrung mit dem alkohol als täglicher begleiter so stattfand. ich selber mache noch ähnliche erfahrungen mit bekannten auch mit der freundin im bezug aufs trinken. und ich empfinde dasselbe, nämlich eher kränkung als sonst ein angenehmes gefühl wenn man wegen "MIR" nichts trinkt. aber wie auch bei dir erkläre ich den menschen wie es tatsächlich aussieht.

    was den alkohol anbelangt den du zuhause hast, finde ich es nicht bedenklich. schlussendlich muss doch das ziel sein ein "normales" leben zu führen. und wenn du nach über 8 jahren noch so sensibel eingestellt bist wie es sich rausliest sehe ich da überhaupt kein problem. natürlich wäre der griff ein einfacherer als erstmal stoff im laden zu besorgen, aber das entscheidet wie immer jeder für sich. ich finde es toll wie du das machst und nehme es für mich als zusätzliche motivation.

    danke und viele grüße von mir
    carnel