Beiträge von Apfel

    hallo zusammen,

    interessant zu wissen, dass ihr um seine ernsthaftigkeit auch so denkt.

    ich habe schon überlegt, ob solche worte so manch angehörigen schwach werden liessen, wenn es sich um dessen partner handeln würde.

    mich macht das nicht weich, weil ich auch noch keine großen fortschritte sehen kann, aber das kann man nach so kurzer zeit auch nicht erwarten.

    mühsam ernährt sich das eichhörnchen. ich denke, tom du brauchst einfach noch zeit. der schritt weg vom alkohol ist getan und jetzt gilt es weiterhin deinen weg zu finden.

    gruß apfel

    Hallo winni und schilli,

    ich selbst bin mutter einen kleinen sohnes. auch er hat darunter gelitten, meinen ex mit seiner krankheit zu erleben. ich habe jetzt gerade wieder sein jämmerliches schreien im ohr, wenn ich zurück an den streit wegen der sauferei denke.

    ihr seid die einzigen, die euren kindern viel leid ersparen könnt. ihr könnt euch helfen, ihr könnt eurer kind retten, ihr könnt aus der situation ausbrechen, sollte der partner weiter trinken.

    gruß apfel

    Hallo marjel,

    dein beitrag zum thema lügen und alkohol hat mir geholfen.
    ich weiß nun, dass es ok war meinem partner die lügen abzunehmen. :)

    tja, das mit dem perfektionismus ist so ne sache. habe niemals von meinem partner erwartet, dass er perfekt ist. ich weiß ja selbst um meine ecken und kanten. ich glaube, gerade unsere schwächen machen uns menschlich.


    gruß apfel

    Hallo Marga,

    Zitat

    Ich habe mein Leben lang gekämpft und war immer stark, der Fels in der Brandung. Jetzt bin ich einfach kampfesmüde. Ich will nicht mehr nur kämpfen. Will selbst mal Halt finden. Klingt vielleicht gleichgültig, wenn ich so einfach sage, vielleicht auch nicht, aber große Kämpfe um unsere Beziehung kann ich einfach nicht mehr führen, den Stab muß ich weiterreichen.

    nein es ist nicht gleichgültig. ich denke, du hast riesen fortschritte gemacht. du weißt, was du willst, du stellst dich nicht an zweite stelle. du bist dir in dem ganzen konstrukt wichtig.

    die schwierigkeit deines wandels besteht darin, dem partner keine großen anforderungen stellen zu können, weil dieser ja auch erst sein leben in den griff bekommen muß. ich glaube, du bist dir auch dessen bewußt.

    gruß apfel

    hallo tom,
    es gibt eben tatsachen, die du nicht so einfach ändern kennst...
    du kannst nichts daran ändern, wie ich zur zeit fühle und denke.

    so wie ich einsehen mußte, dass ich an deiner krankheit nichts ändern kann. ich konnte nur mein leben verändern.

    gruß apfel

    ich möchte nicht, dass du um mich kämpfst. ich glaube, dass spielchen würde einfach so weiter gehen, wenn du diesen kampf gewinnen würdest.

    du solltest nur für dich kämpfen, nur an dir arbeiten, dich mit deiner krankheit auseinander setzen, als dir gedanken um mich zu machen. du solltest dich fragen, was hat mich wieder schwach gemacht, was kann ich ändern ...

    gruß apfel

    hallo tom,

    ich kann nicht hellsehen und ich kann es nicht beeinflussen.

    jedenfalls muß eine lange zeit verstrichen sein, ehe ich daran glaube, dass du die krankheit im griff hast.
    noch glaube ich es nicht.

    ich habe zu oft von dir gehört, dass du an dem punkt bist, an dem du dein leben ändern möchtest, dass du ab jetzt dein leben ohne den teufel alkohol leben möchtest. aber der teufel sitzt dir im nacken und er lauert darauf, dass du schwach wirst. und da heißt es an sich zu arbeiten, kämpfen ist angesagt und sich nicht ins gemachte nest zu setzen.


    gruß apfel

    Hallo zusammen,

    ich möchte nochmals sagen, dass mein vertrauen auf eine alkoholfreie zukunft meines ex irgendwie an einem nullpunkt ist.

    ich habe genügend schlechte erfahrung gesammelt....
    solange wir getrennt waren, war er trocken...hatte man ein türchen geöffnet, trank er wenig später wieder....so war es zumindest die letzten 1,5 jahre vor unserer trennung.

    einen wirklichen fortschritt erkenne ich auch nicht...

    ok, er möchte mir aus seiner vergangenheit erzählen und mit den lügen aufräumen.

    tja, wie ich schon festgestellt habe, in vielen punkten kannte ich meinen partner gar nicht. das muß ich auch ersteinmal verdauen. und das braucht zeit.

    Zitat

    Es macht mich aber verrückt, wenn ich sehe, was meine Partnerin alles zu regeln, tun hat. Haushalt, Kinder, Arbeit, das notarielle, Finanzen und ich sitze hier und kann ihr nicht helfen!

    ich habe mir das so ausgesucht...es gab für mich nur die möglichkeit alles so zu belassen (was ich aber nicht mehr ertragen konnte) oder mich zu trennen mit all den konsequenzen.

    übrigens falls du mich unterstützen willst...da reicht machmal schon ein anruf, dass du den kleinen vom kiga abholst. ich habe nix dagegen.

    gruß apfel

    hallo tristan,

    Zitat

    Das was ich weiß und was mir hier auch immer wieder begegnet ist das erreichen des "individuellen Tiefpunktes" für den Zeitpunkt des Umdenkens.

    wie du schon schreibst...individueller tiefpunkt. da gibt es leider kein patentrezept. hermann wurde durch eine freundin zur abstinenz gebracht, andere landen unter der brücke.


    ich war auch während meiner beziehung "experimentierfreudig" um meinen partner auf die richtige bahn zu bringen. irgendwann kam der punkt, wo ich mir sagte, ich kann ihm nicht helfen.

    konsequenz ist auf jedenfall gefragt, ansonst geht das spielchen so weiter.

    und wie du so schön schreibst...das leben ist kurz und es ist mein leben.
    als angehöriger darf mein sich bei der ganzen sache nicht vergessen.

    gruß apfel

    hallo zusammen,


    ich bin mal wieder down...
    und so voller wut auf mich...

    voller wut auf mich einsehen zu müssen, dass ich von anfang an meiner beziehung belogen wurde(ich meine jetzt nicht den alk, das erkannte ich, sondern teile seines lebenslaufs).
    :(

    hab ich echt ne rosarote brille auf?

    oder ist es normal, dass man in einer beziehung vertraut?

    ich war mit einem menschen zusammen, der nicht der war, wie ich glaubte.....
    *heul*

    er möchte mit mir über seine vergangenheit, auch über die vor mir reden. Irgendwie möchte ich schon die Wahrheit erfahren, andererseits macht es mir Angst eingestehen zu müssen, wie leichtgläubig ich war. Konnte ich denn wissen, was vor mir so ablief oder muß man da einfach vertrauen?

    Was mich ein bísschen erleichtert, ist das Wissen, dass er nicht nur mich beschwindelt hat, sondern auch Freunde, Familie...
    Ich bin nicht nur auf ihn hereingefallen.

    Nimmt ein Alkoholiker seine Lügen irgendwie als Wahrheit an und kommt er einem deshalb so glaubhaft vor?


    Gruß Apfel


    Gruß Apfel

    hallo elda,

    Zitat

    ich glaube ich bin in einer ähnlichen Situation wie ihr (genaueres hier...wobei ich mir bei euch nicht sicher bin, ob da noch tiefe Gefühle im Spiel sind...und auch bei mir wurde sehr viel Vertrauen zerstört...aber ich will den Glauben an die Liebe einfach nicht verlieren, denn Liebe kann Berge versetzen und ich glaube auch, dass gerade der Mensch den man liebt, einem den Halt geben kann, den man braucht um den entgltigen Absprung zu schaffen!? Ich weiß es einfach nicht...

    ich glaube, wir angehörigen durchleben einfach gewisse phasen und ich bin über das level hinaus, welches von hoffnung geprägt ist. es kam der punkt, wo ich mir sagte, so geht es nicht weiter. die wut, enttäuschung saßen zu tief.

    elde, ich wollte auch einmal mit meinem ex ein harmonisches leben führen. dafür wandte ich auch verschiedene taktiken an: im guten, im bösen ...verständnisvoll, mal abwertend, aber egal, wie....ich konnte ihm nicht helfen.

    mein größter wunsch wäre es gewesen, die beziehung mit meinem trockenen partner und dem vater meines kindes fortzuführen. aber diesen wunsch konnte ich nicht verwirklichen. ich mußte in die realität schauen: und da war jemand, der trank und das widerte mich an. und der jemand interessierte sich nen sch..dreck um meine gefühle. er interessierte sich nen sch..dreck um mich. nur der alk war wichtig.

    ich hatte nur noch die trennung zur wahl.

    Zitat

    Hey Tom...

    klar musst Du das mit Dir und für Dich ausmachen und durchziehen...aber glaubst Du nicht, dass ein gewisser Rückhalt einen Menschen gerade auf einem so schweren und landwirigen Weg unterstützt und bestärkt? Fühlst Du Dich nicht allein gelassen? Ich frage das, weil ich versuchen will meinen (Ex-)Freund besser zu verstehen...(ich weiß aber auch dass jeder Mensch anders denkt, aber Dir gehts es ja ein bisschen wie ihm)

    hmm...das mit dem rückhalt ist so eine sache.

    versucht man verständnis zu zeigen und ihn zu sehr in schutz nehmen, erkennt der trinkende vielleicht nicht die schwere seiner krankheit.

    fühlst du dich nicht auch von deinem partner alleingelassen elda?

    gruß apfel

    hallo ette,

    für mich ist es auch schwierig, jede entscheidung allein zu treffen, weil ich es anders gewohnt war.

    wir gehen eben durch jenen lernprozess, müssen manche taktik ändern um aufgaben zu lösen.

    ich denke, deine freundin hat dir da wirklich die augen geöffnet.


    gruß apfel

    Hallo Ette,

    siehst du, es ist wieder ein tag vergangen und ein teil deiner arbeit ist vollbracht.
    :)

    Zitat

    Dann sind wieder so viele Liebespaare unterwegs und ich dackele alleine durch die Gegend

    ...es dackeln noch viel mehr allein...
    und ob die pärchen alle glücklich sind?

    es wird sicher der tag wieder kommen, an dem du nicht mehr allein durch die welt gehst. 8)

    gruß apfel :)

    hallo marga,

    Zitat

    Wie es ihm geht, kann ich so genau nicht sagen, er spricht nicht darüber. Will ihn auch nicht laufend löchern. Er telephoniert öfter mit Kumpels, die noch in der Therapie sind.
    Weiß nicht, wie ich mich nun verhalten soll. Wenn ich gefragt habe, hab ich nur eine kurze, abweisende Antwort erhalten. Vielleicht braucht er ja etwas Zeit, um mit der neuen Situation klarzukommen.

    es ist schwer sich richtig zu verhalten, wenn man nicht weiß, was in dem kopf des partners herumgeistert. leider habe ich von meinem ex nach der therapie nie richtig erfahren, wie er sich fühlt, wie ich ihn unterstützen könnte.

    wenn er doch mal etwas äußerte, empfand ich das manchmal als realitätsfern, da unlösbar und manchmal sah ich meine freiheit zu sehr eingeengt. ich konnte/wollte ihm nicht alles recht machen.
    das ist sicher auch nicht einfach für jemanden, der während seiner therapie professionell betreut und irgendwie auch mit der richtigen taktik behandelt wurde.

    gruß apfel

    hallo michel,

    ich habe trotzdem das gefühl, dass viele angehörige in dem glauben sind, dass ihr partner nicht mehr zur flasche greift. im glauben,
    der angehörige war ja jetzt zur therapie und alles wir gut.
    hast du dir schon überlegt, was du machen wirst, wenn sie weitertrinkt?

    naja, bei dem seminar haben mich noch mehr sachen traurig gemacht....das thema suchtverlagerung, z.b.durch einnahme von medikamenten. mein ex hatte ja beruhigungstropfen zu sich genommen. dann so ratschläge, nicht alkohol wegkippen, die holen sich neuen. ...aber das trifft jeden individuell.
    man kommt sich vor, als hätte man zu viel falsch gemacht.

    übrigens waren bei meinem seminar nur die angehörigen anwesend.

    gruß apfel


    gruß apfel

    hallo ,

    das angehörigenseminar war meiner meinung nach nicht so hart, wie das forum hier.

    es wurden so fragen besprochen, wie man mit seinem partner nach der therapie am besten umgeht, ein paar ernährungsfragen wurden geklärt...

    letztendlich hat mich das seminar schon nach unten gezogen, weil ich verstanden habe, dass mein partner auch nach der therapie weiter trinken kann.

    auf die co-abhängigkeit wurde jedoch nicht weiter eingegangen, im mittelpunkt stand der alkoholiker mit seiner krankheit.

    gruß apfel

    hallo Roxy,

    Zitat

    Alkohol baut Hemmungen ab, man wird lustiger, freier, unbefangener, usw.
    Wenn du nicht trinkst, sind diese Hemmungen da (woher sie auch immer kommen)

    Wie fühlst du dich,da dein partner trinkt?

    Ich weiß nicht, meinen Partner hatte ich nicht als lustiger empfunden.

    Zitat

    Wenn du eine Therapie machst um mit dem trinken aufzuhören, wirst du sicherlich andere Möglichkeiten erlernen deine Hemmungen zu überwinden und sei es dadurch, dass erst mal der Sache auf den Grund gegangen wird, wann (also in welchen Situation) und warum du dich befangen fühlst!
    Und irgendwann wirst du gelernt haben ohne Alkohol ein freier und fröhlicher Mensch zu werden!
    Das sollte auch dein Mann verstehen!!!

    so einfach ist das nicht.
    es ist eine krankheit. ein alki muß für sich trocken werden ohne jeden zwang. und auch eine therapie muß nicht den erfolg haben, für immer trocken zu bleiben.

    irgendwie macht es mich ein bißchen wütend, wenn ich deinen ratschlag lese, sie soll eine therapie machen.
    und dein partner gibt sich zu hause die kante?

    als angehöriger kann man seinem partner nicht helfen, trocken zu werden.

    Übrigens gibt es hier einen extra Bereich für Angehörige.

    Und irgendwann wirst du vielleicht lernen, ohne (nassen) ALKOHOLIKER ein freier und fröhlicher Mensch zu werden.
    :wink:


    Gruß Apfel