hallo oscarchen...
zu punkt b) es fällt mir auch wahnsinnig schwer das zu verstehen bzw. einzugestehen.
Ab wann ist man normal? Gibt es überhaupt normale Menschen? Irgendeinen Psychotick hat doch jeder?
Gruß Apfel
hallo oscarchen...
zu punkt b) es fällt mir auch wahnsinnig schwer das zu verstehen bzw. einzugestehen.
Ab wann ist man normal? Gibt es überhaupt normale Menschen? Irgendeinen Psychotick hat doch jeder?
Gruß Apfel
Hallo Marjel, Hallo melody,
danke für die Buchtips.
Auch danke für die Auflistung der Persönlichkeitsmerkmale.
Ja,ich mache mir gedanken, was andere über mich denken, ja sogar, den Punkt, dass ich mich gerne rechtfertige habe ich in der Liste erkannt.
ZitatAber die Fragestellung finde ich falsch: Zu gut, naiv.... Das klingt schon wieder nach Verantwortung für die ganze eskalierte Situation übernehmen, den Fehler bzw. die Schuld bei sich selber suchen.
Ja, ich suche bei mir...nicht aber nach schuld. einen alkoholiker kann man auch nicht die schuld für seine krankheit geben.
ZitatIch glaube mit uns ist nichts falsch. Wir müssen einfach lernen, uns so lieb zu haben, wie wir sind...
Ich hoffe, dass an uns nichts falsch ist. Aber irgendwie haben wir es ja doch geschafft uns in einen Alkoholiker verliebt. Meinst du, die Erfahrung wird uns klug machen? Müssen wir an uns arbeiten? Sind wir einfach bloß an den falschen geraten?
Gruß Apfel
Hallo lilly, Hallo Freund,
Zitat
Hier muss ich noch mal eindringlich darauf hinweisen, das Alkoholismus eine Suchterkrankung ist.Bekommen kannst Du gar nix mehr von einem nassen Alkie, es ist uns einfach durch unsere Erkrankung nicht möglich.
Wir tun ja unseren Lieben nicht weh, weil wir Spaß dran haben, sicher nicht.
Mein Ex sagte, auch immer, dass er nicht absichtlich trinkt. Jedoch steckt die Krankheit in Ihm. Ich kann es nicht beeinflussen. Es hat gedauert bis ich zu dieser Einsicht kam.
ZitatWarum keine großen Ansprüche stellen ?
Das bin ich nicht.
Zitat
Vielleicht sucht man sich unbewusst einen Partner, der Probleme hat und man seinem Helfersyndrom ausleben kann, ist doch ein tolles Gefühl, immer die Helfende zu sein, oder ? Ich weiß, klingt jetzt sehr provozierend, aber denk mal drüber nach. Manchmal versucht man so, sein eigenes Selbstbewusstsein aufzupolieren. Will damit nicht sagen, das es bewusst passiert. Der Grundstein für mangelndes Selbstbewusstsein wird schon in der Kindheit gelegt, als man es noch gar nicht selber beeinflussen konnte. Wenn man nie von den Eltern gelobt wird, nie „gut genug“ ist, sei es in der Schule oder sonst wo. Manche Eltern versuchen ihre eigene Mittelmäßigkeit durch besondere Leistungen ihrer Kinder zu übertünchen.
Ich helfe gern. Bestätigung tut meinem ego auch gut
Ich lasse mir aber auch gerne unter die Arme greifen, muß nicht alles allein machen.
Ja, das mit dem Selbstbewußtsein ist so eine Sache. Wenn ich in meine Kindheit zurückblicke: Ich war eine gute Schülerin. Manchmal fühlte ich mich ungerecht behandelt, hatte das Gefühl immer so wie mein Bruder sein zu müssen. Doch ich war anders.
gruß apfel
Hallo Elki,
entmutigt bin ich zur Zeit nicht, sonst hätte ich mich nicht getrennt. ermutigt bin ich etwas über mich als co herauszufinden. ich will einfach nicht nochmal das gleiche erleben.
Gruß Apfel
Hallo oscarchen,
ich glaube auch, dass wir einen gewissen Tiefpunkt erreicht haben müssen, ehe wir uns aus unserer Abhängigkeit befreien.
Gewisse Ereignisse haben mich aber auch meine persönlichen Grenzen nach oben schrauben lassen, z.B. das viertel Jahr als mein Partner zur Therapie war, oder dass ich Arbeit bekam. Man sieht, dass man auch anders Leben kann und kann finanziell für sich sorgen.
Gruß Apfel
Hallo zusammen!
Ich würde gern etwas mehr über die Stärken und Schwächen von uns Co's erfahren. Momentan, empfinde ich meine Stärken eher als Schwächen.
Ich würde mich als eine freundliche Person mit wenig Feinden bezeichnen. Ich habe für jeden ein offenes Ohr und Verständnis. Ich bin eher bescheiden, stelle also keinen großen Ansprüche.
Und ich glaube daran, dass alles gut wird.
War es am Ende meine Bescheidenheit, meine Anpassungsfähigkeit, mein glaube an das Gute, die mich so lange an einer Beziehung mit Alki halten liessen? Was es einfach nur finanzielle Abhängigkeit? War es Angst vorm alleinsein? War es das Zugeständnis zu sagen, dass in meinem Leben etwas gescheitert ist, wo ich doch sonst immer alles gemeistert hab?
Habe ja hier Beiträge gelesen, dass unsereins mehrmals auf einen Alkoholiker hereinfallen kann. Was finden wir so toll an solchen Typen?
Dass Sie uns terroriesieren, belügen, uns unsere Freiräume nehmen wollen?
Wir geben ihnen Vertrauen, Hoffnung, Freiheit und sie nehmen uns das alles? Wir geben, sie nehmen. Wir wollen doch auch etwas bekommen?
Gruß Apfel
Hallo Marga,
ZitatUnd ich muss gestehen, ich genieße es, dass niemand da ist, der mich nervt.
Endlich mal ein Satz, der mich zum lachen bringt. Danke
Ich kann das total nachvollziehen.
Gruß Apfel
Hallo Marga,
in meinen Partner hatte ich während seiner trockenen Phasen volles Vertrauen gesetzt. Da wurde nix kontrolliert, durchsucht und dergleichen.
Ich habe ihm seine Freiheit gelassen, weil ich weiß, das er für sich selbst verantwortlich ist.
Ich denke, mein Fehler ist es, zu sehr an das Gute in einem Menschen zu glauben. Ich habe sehr daran geglaubt, dass er sein Leben in den Griff bekommt. Die Einsicht ist bei ihm ja da, dass er krank ist. Er hat ja auch versucht sich helfen zu lassen, war in ärztlicher Behandlung, zur Therapie. Naja und nix hat geholfen.
Irgendwie habe ich ihn z.Zt. als einen "hoffnungslosen Fall" abgestempelt. Ich glaube zwar, dass er gewissermaßen den Willen hat aufzuhören, aber der Wille allein, soll ja auch nicht reichen um vom Alk wegzukommen, sagten die Therapeuten. ![]()
Da bin ich wieder an einem Punkt angelangt, wo ich diese verdammte Krankheit nicht verstehe. Wenn man den Willen hat, muß man sich doch auch so weit unter Kontrolle haben, dass man sich in irgendeiner Weise von seinem Saufdruck ablenkt ![]()
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Noch etwas zum Thema Vertrauen. Das hat natürlich gelitten, wenn er wieder anfing zu trinken und zu lügen. Vertrauen basiert auf Ehrlichkeit. Mich hat es wahnsinnig gemacht, wenn er sagte, dass er nichts getrunken hat. Ich wußte dann nicht mehr, ob ich meinen Gefühlen trauen sollte, oder ihm. Es stand ja Aussage gegen Aussage. Ich hatte tierischste Wut, war zornig, ich konnte ja nichts beweisen.
Die Sauferei hat nicht nur das Vertrauen zerstört. Ich erwarte nicht nur Ehrlichkeit in einer Beziehung sondern auch, würdevoll und respektvoll behandelt zu werden.
Noch etwas zu "hoffnungsloser Fall": Ich hoffe natürlich, dass mein Ex die Kurve kriegt, ein guter Vater sein kann und den Kleinen wenigstens alle 14 Tage zu Gesicht bekommt.
Mal sehen, was die Zeit mit sich bringt. Ich weiß, ich kann nichts beeinflussen, was er aus seinem Leben macht.
Gruß Apfel
Hallo Tom,
es ist wohl an der Zeit mich zu outen.
Mir gehen momentan so viele Dinge durch den Kopf,es fällt schwer meine Gedanken klar zu ordnen und nieder zu schreiben.
Ja, mein Vertrauen ist weg. Jeder Satz, den ich hier lese, läßt mich zweifeln, dass er wahr ist. Ich kann dir nicht glauben. Ich habe zu oft gehört, dass du dich ändern wirst und zack ein paar Wochen später standest du wieder unter Strom (ja, ich weiss, ich mache ihm jetzt Vorwürfe). Jedenfalls ist mein Glaube dahin.
Ferner ist mir bewußt, dass ich nie die Garantie haben werde, dass du ab sofort nichts mehr trinken wirst. 3 Jahre warst du zwischendurch trocken, dann der Rückfall. Warum soll ich nocheinmal so ein Risiko eingehen?
Ich will es auch z.Z. nicht eingehen.
Gruß Apfel
Hallo Elfe,
du hast wirklich ein schweres Los gezogen.
Dein Sohn muß sich bewußt werden, das er diesen Lebensstil nicht fortführen kann. Leider ist da wieder Konsequenz gefragt. Taschengeld kürzen, Regeln aufstellen, die einzuhalten sind, solange er mit dir unter einem Dach lebt. Er muß lernen für seine Fehler die volle Verantwortung zu tragen.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
Gruß Apfel
Hallo Meni,
ich finde es klasse, dass du dir so viele gedanken machst, wie du dich am besten auf dich und dein trockensein konzentrierst und dass, du/ihr wißt, wo deine/eure grenzen liegen.
erfahrung mit den getrennten wohnungen habe ich nicht gemacht, eher mit dem gegenteil.
mein ex lebte nach seiner langzeittherapie wieder in unseren kleinen familie und da ist wirklich immer action angesagt und hier und da fällt mal eine kleine kritik. leider hat er es nicht geschafft, trocken zu bleiben.
ich hätte es mir so sehr gewünscht, dass er darüber spicht, was er für sich braucht, um gegen seine sucht zu kämpfen.
also, wenn du das für den richtigen weg hälst, dann geh ihn.
du kannst dich am besten einschätzen.
gruß apfel
Hallo pjal,
es wäre ja zu schön, wenn es da eine lösung gäbe, um vom alk wegzukommen. ich versuche so viel wie möglich über die krankheit zu verstehen, aber da sind mir irgendwie grenzen gesetzt.
man hofft ja trotzdem, dass langsam der knackpunkt erreicht ist. wenn ich schon nicht mehr mit ihm zusammen bin, hoffe ich dennoch, dass er jetzt seinen wendepunkt erreicht hat und zumindest ein verlässlicher vater sein kann.
gruß apfel
hallo hanne,
zum einem willst du bei deinem partner bleiben, ihm beistehen und aufpassen, dass er nicht in die gosse rutscht. zum anderen, suchst du nach einem tiefpunkt, der ihn zur vernunft bringt. das beides kann man nicht vereinen.
sei dir auch bewußt, dass du nicht daran schuld bist, sollte ihm etwas passieren. du kannst ihn auch jetzt schon nicht 24h kontrollieren. wenn er trinkt, während du nicht zu hause bist und dann vielleicht noch auto fährt...was ist, wenn er einen unfall baut? du bist nicht daran schuld. das schicksal hätte es so gewollt.
siehst du, es ist egal ob paar oder nicht...
hanne, du kannst ihm nicht helfen.
gruß apfel
Hallo whitewolf,
weil du das wort belastungserprobung gebracht hast. ich hatte immer ein wenig die befürchtung, dass so eine therapie ein bisschen eine heile welt darstellt. die psychologen wissen ja, wie sie auf den alkoholkranken zuzugehen haben. und da draußen? da sind wir als kleine familie, wo ständig action angesagt ist. wo kinder sind, die versuchen ihren kopf durchzusetzen. wo auch mal eine kritik gebracht wird. und da soll ein mensch einfach wieder reingesetzt werden? es ist dann schon eine ziemliche belastung für den alkoholkranken...naja, aber trotzdem kein grund weiter zu trinken.
gruß apfel
Hallo Renate,
leider können wir unserem partner nicht wirklich helfen. wir können nur uns und unseren kindern helfen. daher ist es manchmal das beste sich wirklich zu trennen. das leben ist viel zu kurz, um dass man immer zurückstecken muß. habe auch schon phasen durch, in denen wir kurzfristig getrennt waren und dann wieder zusammen lebten. immer wieder ging ich mit der hoffnung heran, er würde nicht mehr trinken. und dann war der traum zerplatzt.
ich konnte es irgendwann nicht mehr aushalten ihn besoffen zu sehen, zu riechen, zu erleben. dann habe ich ihm eine letzte chance gegeben. das hielt 6-8 wochen. danach der schlussstrich, als er wieder trank.
gruß apfel
hallo paulinchen,
es muß uns egal sein, ob die alkoholkranken mit absicht zu uns böse sind oder nicht.
für mich kam die einsicht, dass ich so nicht weiter leben will.
ich hoffe, du kannst dich mit deinem partner ruhig über seine krankheit unterhalten.
Hallo pjal,
wenn ich überlege, wie weit unten du warst und wie du dich da wieder rausgezogen hast...wie hast du das nur geschafft? hast du geahnt, dass dein letztes stündchen schlagen wird, wenn du so weiter machst?
gruß apfel
Hallo Paulinchen und pjal,
paulinchen: als außenstehender kann man sich weniger in die lage versetzen, wie ernst das problem mit der alkoholkrankheit ist. nach außen hin wird dein freund, sicher auch immer ein netter typ gewesen sein. was in den eigenen 4 wänden passiert, sieht niemand. je mehr ich darüber nachdenke, in vielen punkten war mein ex ein richtiger blender.
ich hatte ja geschrieben, dass mein sohn zum ersten mal am we bei meinem ex ist. er hatte meinen sohn heute vom kindergarten abgeholt. ich hab dann später noch ein paar sachen vorbeigebracht und wir haben uns mal ein paar minuten unter 4 augen unterhalten. zum einen über das ganze finanzielle/rechtliche wirrwarr, dass es jetzt nach der trennung zu richten gilt. wir waren zwar nicht verheiratet, aber eh man das ganze auseinanderklamüsert, wird es sicher noch einige zeit und wege in anspruch nehmen. zum anderen fing mein ex an, über seine vorhaben zu reden. er ist auf der suche nach arbeit. er sagte, keine lügen mehr. es kamen überhaupt keine anschuldigungen. ich fand es richtig, dass ich mich trennte und meinte, dass es hart für ihn gewesen sei, weihnachten und silvester allein gewesen zu sein. lasse ich mich wieder blenden? irgendwie glaube ich, immer nur das gute in einem menschen sehen zu wollen. was solls, ein schlussstrich ist gemacht.
ich weiss, dass es in diesem jahr eigentlich nur besser werden kann. ![]()
gruß apfel
Hallo Silberstreifen,
wenn ich so deine gedanken über die therapie lese, kommt es mir vor, als würdest du die worte deines mannes verwenden. wenn man ernsthaft daran interessiert ist, sein alkoholproblem in den griff zu bekommen, nimmt man die regeln in der klinik in kauf?
gruß apfel
Hallo Silberstreifen,
wenn ich so deine gedanken über die therapie lese, kommt es mir vor, als würdest du die worte deines mannes verwenden. wenn man ernsthaft daran interessiert ist, sein alkoholproblem in den griff zu bekommen, nimmt man die regeln in der klinik in kauf?
gruß apfel
hallo pjal,
schön, dass du wieder kontakt zu deiner familie hast, die dir halt gibt
als der vater meines ex gestorben ist, hat er sich sehr starke vorwürfe über den kummer, den er seinem schwerkranken vater bereitet hat, gemacht.
mein sohn wird übrigens bald 4. ich habe meinem kind in den letzten 1 1/2 Jahren zu viel zugemutet. es durfte nicht die kindheit haben, die es verdient hat. höre immer noch sein schreien, wenn es zoff gab.
gruß apfel