Beiträge von Apfel

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    Wenn man meinen ganzen Thread so liest kommt man schnell auf den Gedanken : Warum tut sie sich das an ?? Und vorallem: Ich habe mit ihm KEINE Kinder, wir sind NICHT verheiratet und das Haus in dem wir wohnen gehört auch noch MIR allein, mit allen Möblen drum und dran..

    Also habe ich nun nicht das Problem, wie andere hier, die finanziell vor dem Nichts stünden.


    mich quälte sicherlich lange die frage, wie komme ich finanziell über die runden, schaffe ich es allein mit kind, aber letztendlich muß ich mich genauso fragen, warum tat ich mir das so lange an. wenn ich wirklich gewollt hätte meinen partner zu verlassen, hätte ich sicher auch finanzielle hilfe annehmen können. aber da kreisten dann wieder gedanken im kopf herum, vom staat zu leben usw.
    es gab halt irgendwelche gründe zum vorschieben, weshalb ich ihn nicht verlassen habe. es war nicht nur die finanzielle abhängigkeit, es war mehr, was mich bei ihm hielt. es war auch dieses wunschdenken da, dass sich mein partner für mich ändert. ich habe bis zu letzt gehofft, er würde etwas ändern. ich bin/war krank, coabhänigig.

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    In dem Gespräch was wir heute abend führen werden, werde ich ihm klipp und klar sagen, dass ich auf den Alkohol keine Lust mehr habe und sein Verhalten, wenn er betrunken ist auch nicht mehr toleriere.

    ich finde es gut grenzen zu setzen. ich wünsche dir viel kraft und stärke um auch konsequent zu sein.

    gruß apfel

    Hallo Emma,

    ich denke da, wie speedy.

    wenn ich mir deine berichte, über deinen freund durchlese, lese ich wenig darüber, was dir an deinem partner gefällt. ich denke, er bietet dir nicht das, was du dir wünschst.

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    Das tat mir mal richtig gut, nach einem schönen Abend einfach noch ein wenig zu quatschen und lachen mit jemandem, der nicht total betrunken ist.

    das tut auch gut. und wenn dein freund deine bedürfnisse nicht befriedigen kann, kannst du entweder weiterhin unbefriedigt durchs leben gehen oder suchst dir eben neue wege zum glück, wie auch immer du diese gehen magst.

    gruß apfel

    Hallo Ette,


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    Wenn ich aber für mich etwas verändert haben möchte und mir etwas wünsche, dann ist der erste Schritt, es zu bekommen, dass ich es formuliere. Keiner kann erraten, was ich für mich brauche. Ich muss es sagen, darum bitten, es abfordern - selbst etwas dafür tun.

    wie wahr. nachdem ich meinen letzten beitrag hier niedergeschrieben habe, vielen mir auch die momente ein, in denen ich nicht mitteilte, was ich will.
    es gibt situationen in den ich jetzt direkter sage, was ich will. in meinem alten denken, ging ich immer davon aus, dass jemand nach irgendeinem gesetz, nennen wir es mal nach dem normalfall handelt. nun gut, es handelt nun mal nicht jeder so und sieht alles, deshalb rücke ich auch vermehrt mit der sprache raus.

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    Schön finde ich auch, dass du die positiven Veränderungen wahrnimmst. Ich glaube, dass das die beste Motivation ist, weiterzumachen, nicht wieder in alte Muster zu fallen. Das Bewusstsein, dass sich, wenn ich mich nur ein wenig ändere, ganz viel verändert und zwar ohne, dass ICH alles verändern muss. Es ändert sich für dich.... singt Rosenstolz.

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    Wenn ich mir hier dann durchlese, was hier im Forum geschrieben wird. Die Aufregungen, die Belastungen, die Ängste, die Wirrnisse, bis es zu Entscheidungen kommt, dann bin ich ganz zufrieden mit mir selbst und meinem Leben und zwar ohne Selbstzufriedenheit. Nur dankbar.

    ich finde meine jetzige lebenssituation wesentlich besser seitdem ich meinen weg gehe, auch wenn nicht alles ausgereift ist.

    Gruß Apfel

    Hallo zusammen,

    wollte mal wieder ein bisschen von mir schreiben. Mir geht es soweit ganz gut. Die letzten 3 Wochen habe ich meinen Kollegen im Urlaub vertreten, das hieß 3 Wochen zwischen 10 ½ und 12 ½ h ackern. Nun gut, ich weiß mal wieder was ich nicht will, nämlich so viele Stunden täglich und über längere Zeit arbeiten: Aber für meinen Job, welchen ich gern ausübe, nehme ich das kurzzeitig in Kauf. Mir schoss in dieser Zeit das Wort Workaholic durch den Kopf. Ein seltsames Wort, einen Arbeitssüchtigen mit einem Alkoholiker in Verbindung zu bringen. Nun gut, ich bin kein Workaholic und arbeite lieber ein paar Stunden weniger. Meinen Kleinen habe ich während dieser Zeit bei meinen Eltern untergebracht und einiges an den Wochenenden mit ihm unternommen, z.B. Geisterbahnfahren und rodeln auf der Sommerrodelbahn. Ich freue mich natürlich, dass er jetzt wieder bei mir ist….Da gibt es wieder Metermaße, mit denen man meten kann oder er berichtet mir von seiner ersten Englischstunde: „wonn, tu, sssswie. Die sprechen das so komisch“.
    Nächstes Wochenende geht’s dann ein paar Tage in den Urlaub.

    Gruß Apfel

    Hallo Ette,

    danke für deine Worte. Sie sind so voller Zuversicht. Und sie bringen mich wie immer zum Nachdenken.
    Im Innersten glaube ich ja auch, dass ich meine Erfahrungen gesammelt habe, dass ich auf mich und meine Bedürfnisse höre, dass ich es mir schön mache. Aber trotzdem kommen immer wieder Zweifel auf. Ich möchte kein co mehr sein und ich habe Angst davor schwach und rückfällig zu werden. Wahrscheinlich sollte ich wirklich nicht so weit voraus schauen, sondern nur ein Kleines bisschen. Was bringt es mir darüber nachzudenken, wie ich mich verhalten würde/könnte, wenn ich in einer Partnerschaft bin, weil es ja jetzt eh nicht der Fall ist.

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    Und da ist es genauso wie in einer Partnerschaft erforderlich, meine Bedürfnisse zu formulieren.

    Sagen was man will, ist eine Sache. Es durchzusetzen ist eine andere. Ich würde schon behaupten, dass ich in vielen Situationen gesagt habe und sage, was ich will. Aber da bin ich an dem Punkt angelangt, dass das, was ich wollte gar nicht so realisierbar war. Letzt endlich habe ich erst spät begriffen, dass sich mein Leben nur ändert, wenn ich neue Wege einschlage und nicht dadurch, dass ich versuche, Andere für mich passend zu ändern.

    Es wird sicher noch ein langer Prozess sein mich weiter von meiner Co-Abhängigkeit zu befreien. Ich sehe und ertappe mich immer wieder in Situationen, wo ich mich co fühle. Sei es an der Supermarktkasse, wo ich mich selbst unter Druck setze, schnell alles einzupacken, damit der nächste Kunde gleich drankommt. Es ist schwierig für mich zu sagen: „Du darfst dir Zeit lassen, du willst hier keine Hektik. Also bleib ruhig.“
    Auch denke ich, dass ich mich immer noch damit schwer tue, wenn Dinge nicht so funktionieren, wie ich sie gern hätte.

    Aber ich sehe auch die vielen Dinge, die sich zum Positiven geändert haben. Es ist toll, nicht nur von besseren Zeiten zu träumen, sondern zu sagen „ Mir geht es gut so“. Es ist schön, weniger bei sich Schuld zu suchen. Es ist toll sich wieder am Leben zu erreuen, sich frei zu fühlen.


    Gruß Apfel

    Hallo zusammen,

    ich will auch ein paar Gedankengänge loswerden.
    Ich denke, es ist einfacher zu sagen, was man nicht will, als zu sagen, was man will. Das Nicht-Wollen beruht auf Gelebtes und ein gewisses Empfinden daraus. Irgendwie ist da ein Cut gemacht. Bei dem was man will, ist die Zukunft gefragt. Da stehen viele Wege offen. Irgendwie glaube ich auch, dass ich nur grob sagen kann, was ich will. Wenn ich ins Detail mit meinem Willen gehe, muss ich aufzählen, was ich eben nicht will. Wenn ich weiß, was ich nicht will, weiß ich auch, was ich will, nämlich das Gegenteil von dem, was ich nicht will. ;)

    Mein zweiter Gedanke: Es ist ja schön, wenn man weiß, was man will und welche Bedürfnisse man hat. Aber: In Partnerschaften sind ja immer irgendwelche Kompromisse gefragt. Ich glaube nicht, dass man eben all seine Bedürfnisse umsetzen kann. Irgendwie habe ich dann die Befürchtung wieder zu kompromissbereit zu werden, mich an zweite Stelle zu setzen, oder ich werde zum dominanten Irgendetwas. Keine Ahnung. Ich hoffe jedoch einmal sagen zu können, „Ich kann so sein, wie ich bin, mit all meinen Bedürfnissen. Diese kommen nicht zu kurz“.

    Mein letzter Gedanke: Es ist auch wichtig zu wissen, was man ist, denn das ist die Gegenwart. Der Wille berührt immer die Vergangenheit und die Zukunft.

    Gruß Apfel

    Hallo Ette,


    ein Alkoholiker kann auf dem Etikett einer Flasche nachlesen, ob bei dem Inhalt Gefahr für ihn besteht. Ich denke, wir müssen immer erst einen Schluck probieren (Die Wirkung ist natürlich nicht so fatal für die Gesundheit, wie bei einem Alk), um zu beurteilen, ob der Inhalt süß oder bitter ist. Nur darf bei einem bitteren Beigeschmack eben nicht die Zuckerdose aus dem Schrank geholt werden und versucht werden etwas nachzuwürzen. Das Gebräu bleibt das Gleiche. Und dann heißt es Finger weg.

    Gruß Apfel

    Hallo Bella,

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    Das Gespräch tat mir sehr gut und ich konnte ein Stück weit meinen Ärger los werden. Dennoch warte ich auf seinen Anruf, aber ich weiß er wird es nicht tun. Er sieht darin keine Notwendigkeit. Ich glaube das ich dafür noch sehr lange brauchen werde um das zu akzeptieren. Das ich in der nassen Zeit gut genug war und jetzt einfach nur störe.
    So abgelegt zu werden, tut mir mir wohl am meßten weh und wieder alleine zu sein, aber ich bn nun noch einsamer als zuvor. Kann er nicht so sein wie früher? Nur ohne Alk? Das geht nicht.

    wenn die trauer vorüber ist, wirst du sehen, dass alles gut so ist, wie es gekommen ist. es ist sicher schwieriger damit umzugehen der verlassene zu sein, als der verlassende. aber egal, wie herum, wenns nicht mehr funktioniert, sollte man sich trennen.
    als ich so über meine beziehung nachgedacht habe, mußte ich feststellen, dass eben nicht nur der alk ein störfaktor war.

    und denk daran, da draußen laufen noch viel mehr männer herum ;)

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    Weißt Du Apfel, die Einsicht, das alle Mühe vergebens war, das jede Träne umsonst geweint wurde, jedes Gespräch einfach nur für die Katze war, die Einsicht kommt spät bei mir und sie erwischt mich mit einer Gewalt, die mich umhaut. Ich frage mich ernsthaft, warum ich versagt habe? Was habe ich nur falsch gemacht, warum habe ich es einfach nicht geschafft?

    genau, diese gedanken kreisten auch in meinem kopf herum. wir können menschen nicht ändern. jetzt wo ich das weiß, gehe ich in vielen situationen ganz anders mit um. früher suchte ich bei konflikten nach fehlern bei mir selbst, heute denke ich mir oft nur meinen teil zu dem dummen gelaber anderer.

    Zitat

    Ich frage mich ernsthaft, warum ich versagt habe? Was habe ich nur falsch gemacht, warum habe ich es einfach nicht geschafft?Ich konnte es nicht schaffen, ich hatte von vornherein keine Chance, ich weiß.

    liebe bella, da kommt wieder die kleine perfektionistin zu buche. ;) wir können eben nicht alles, das können andere doch auch nicht *g*

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    Aber wenn ich jetzt nicht beginne etwas zu ändern dann schaffe ich es nie, denn besser wird es von alleine nicht, das habe ich nunmehr kapiert. Irgendwann muss ja jeder mal aus dem Jammertal rauskommen und wieder aufstehen können, oder?

    genauso ist das. du wirst sehen, wie es dir von zeit zu zeit besser geht. :)

    Liebe Grüße

    apfel

    hallo innocent,

    habe gerade in einem anderen thread folgende sätze geschrieben:

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    und als ich den schlußstrich gezogen habe, war es mir für den moment total egal, dass das weihnachtsfest vor der türe stand und dass sein vater einen monat zuvor verstorben war. ich nahm da keine rücksicht drauf, sondern sah nur, was mir angtan wurde.

    ich kann total nachvollziehen, was du meinst. nur wenn es nicht mehr geht, dann geht es nicht mehr.

    gruß apfel

    hallo bella,

    ich denke, dass es ein langer weg ist, um sich von seinem co-verhalten zu befreien, ob ich es jemals richtig schaffe, weiß ich nicht.

    als ich mich damals von meinem partner trennte, hatte ich keine richtige hoffnung mehr, dass sich etwas an der situation ändert. die langzeittherapie hat ihm nicht geholfen. er trank weiter.

    mich hat es nur noch angenervt, wenn er gesoffen hat. dinge konnten nicht mit vernunft geregelt werden, ich konnte mich nicht mehr auf ihn verlassen. meine bedürfnisse waren egal. das kind hat jämmerlich geschrien bei unseren auseinandersetzungen. ich war echt mit meinen nerven am ende.

    meinen partner war nicht zu helfen, weder von mir noch von den psychologen bei der therapie.

    die trennung war der einzige weg um da raus zu kommen. und als ich den schlußstrich gezogen habe, war es mir für den moment total egal, dass das weihnachtsfest vor der türe stand und dass sein vater einen monat zuvor verstorben war. ich nahm da keine rücksicht drauf, sondern sah nur, was mir angtan wurde. ich sah auch das ultimatum, was ich gestellt hatte.
    ich habe genug für die beziehung getan, ich habe gekämpft, mich aufgeopfert. gebracht hat es nichts. irgendwann mußte damit schluß sein.

    ein normaler mensch beendet eine beziehung viel früher. er schaut viel früher auf seine bedürfnisse, die nicht erfüllt werden.

    und wir cos, halten an dingen fest, die wir nicht halten können und machen uns damit einfach nur das leben schwer.

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    War schön. So ganz ohne Quengeln, Meckern und Maulen.

    siehst du. ich hoffe, du besinnst dich daran, wenn es dir mal wieder schlecht geht. ;)

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    Mir fehlt doch wohl noch ein erheblicher Schritt vorwärts um mich zu schütteln und die Dinge klar zu sehen und auszusprechen.

    liebe bella, das macht gar nichts. schau, du hast dir schon ein eigenes kleines reich geschaffen. jeder geht hier sein eigenes tempo. :)
    du bist, wie du bist, nicht perfekt - das ist keiner ;) - aber sicher liebenswürdig :)
    ich habe mir mal gesagt, dass man als co niemanden schadet, außer sich selbst.


    und auch ich kann meine rückschläge bekommen. momentan bin ich ja single und kann mich voll auf mich konzentrieren und die dinge nüchtern betrachten. wie ich mich einmal verhalten werde, wenn ich wieder in einer beziehung stecke, weiß ich nicht. vielleicht bin ich dann auch wieder blind vor liebe.


    gruß apfel

    hallo ayki,

    wie gehts deiner kleinen?
    ich hoffe, ein Bisschen besser.

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    Ich bin schon wieder drauf reingefallen auf den Schein und hab echt gedacht, wir könnten es schaffen, wieder normal und respektvoll miteinander zu reden. Aber nach spätestens ein paar Wochen platzt die Scheinwelt immer, und daran merke ich, dass er sich kein Stück weiterentwickelt hat und da stehengeblieben ist, wo er noch vor einem, vor zwei, und auch vor 10 Jahren stand.

    das kann ich gut nachvollziehen. mir geht es da nicht anders.

    ich weiß, dass ich innerlich immer noch hoffe, dass er sein leben verändert. zumindest wünsche ich mir oft ein anderes verhalten von ihm in seiner vaterrolle. aber da bin ich schon wieder in meiner traumwelt angelangt. und es fällt mir schwer, das abzulegen.

    gruß apfel

    hallo bella,

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    ICh hate mich gestern nicht im Griff und war am Ende. Gestern gab es nur Tränen und Vorwürfe auf beiden Seiten. Das wr schlmm. Nun was habe ich davon? Dicke Augen.

    glaub mir, er ist keine einzige träne wert.

    letztes jahr hatte ich auch phasen, wo ich wirklich ganz tief unten war und geheult habe. das letzte mal bei der trennung. danach hatte ich solche phasen nie wieder. denk daran, das leben ist viel zu kurz dafür :)

    Zitat

    Die nächsten tage bin ich alleine und ich glaube, dass das gut so ist, so habe ich zeit ein paar dinge zu klären und ein paar Antworten für mich zu finden.

    das ist wirklich gut so :)

    gruß apfel

    hallo sanhen,


    Zitat

    Am Wochenende war es wieder ganz schlimm, ich bin das 2. Mal ausgzogen. Bzw am Donnerstag, Die Polizei hatte ihn dann abgeholt und später wieder frei gelassen. Ich bin in dieser Zeit mit meinen Sachen abgehauen. Nachts hat er mich dann gesucht. Gott sei Dank nicht gefunden. Freitag ging dieses Spielchen weiter. Die Polizei hatte ihn dann wieder mitgenommen,weil er einen Fahrradunfall hatte.

    das spielchen mit den für ein paar tage getrennt sein, habe ich auch durch. es hat nichts gebracht.
    ich weiß nicht, was noch alles passieren muß, damit du dich besinnst?

    du hattest die polizei gerufen? weißt du, wie weit man unten sein muß, um deren hilfe in anspruch zu nehmen?
    ist doch sicher auch ein doofes gefühl, wenn die polizei vor der tür steht und deinen mann mitnimmt und die nachbarn dann darüber tuscheln? und das kannst du alles verzeihen? also für mich wäre das unverzeihlich.

    das braucht man alles nicht haben, wenn man sich von seinem partner löst.


    Zitat

    Er hat wieder einen Rückfall gehabt.

    das war kein rückfall, sondern ein weitersaufen.


    gruß apfel

    hallo zusammen,


    Zitat

    Zitat Karsten: Was mir besonders aufgefallenist, da wir hier ja im Coabhängigenbereich sind, ist Deine Sichtweise, das Verhalten Deines Mannes für Dich schön zu reden, weil es heute gut für Dich ist. Du scheinst Dich vor den möglichen Folgen seines Handels zu verschließen, weil Du es gerne glauben möchtest, dass es alles wieder schön wird.

    das hab ich auch durch und das ist tatsächlich so. solange der partner nichts trinkt, glaubt man alles sei in ordnung. die alkies verstehen es aber auch die problematik herunterzuspielen. seine lockeren argumente beruhigten mich einfach.
    innerlich hegte ich schon zweifel, ob das mal so einfach ist, wie er denkt. jedenfalls hätte ich mir gewünscht, dass er einfach mal sagt, dass er dieses und jenes nicht kann, weil sonst der saufdruck zu hoch ist. in dem thread über die bionade erkennt man, wie unterschiedlich, das bei jedem ist. die bionade wird nicht gekauft, weil sie an bierflaschen erinnert oder dass es eben auch trockene alkies gibt, die limo nicht aus biergläsern trinken können. all das hat bei meinem ex gefehlt.

    dafür kommt mir folgender spruch bekannt vor:

    Zitat

    Es macht ihm nichts aus, sagt er, wenn andere trinken, auch glaube ich ihm das - aber wie lange eben noch?!

    es ist schwierig in den alki hineinzuschauen um zu wissen, was ihm nicht gut tut. also habe ich diese aussage auch hingenommen.
    vor ein paar monaten fand ich auch seine gelassenheit gegenüber dem alk toll, aber heute überwiegt dann meine skepsis.

    Zitat

    Wir können ja die Einsicht sowieso nicht erzwingen,

    nein das können wir nicht.
    das habe ich auch nicht versucht. leider hab ich mich in diesen trockenen phasen viel zu wenig auf mich kontentriert und mir wenig gedanken darüber gemacht, dass mein ex wieder trinken könnte.

    dann noch eine sache, wie soll eine beziehung aufrecht erhalten bleiben, wenn man anfängt, den partner anzuzweifeln und davon auszugehen, dass er mal wieder trinken könnte? wahrscheinlich habe ich deshalb meinen partner auch so viel vertauen gechenkt, weil ich wußte, dass mißtrauen tötlich für die beziehung sein kann.

    gruß apfel

    hallo funnie,

    was man nicht weiß, macht einen nicht heiß. ich denke, du solltest die mails wirklich nicht lesen, wenn es dir nicht gut tut.

    Zitat

    Außerdem verstehe ich nicht warum ist man in der Pflicht sich immer zu erklären .ich finde man sollte ihn dazu zwingen das er nix mehr trinkt und keine Drogen mehr nimmt und ihn in eine Entziehung drücken.Damit mein Sohn sein Recht auf Erziehung ,Fürsorge und Umgang mit einem gesunden Vater bekommt.
    Ja warum läuft das nicht so?

    es bringt wirklich nichts, wenn man zu einer therapie gezwungen wird. es reicht eben nicht nur, wissen zu vermitteln, man muß auch das wissen anwenden wollen.
    mein ex jedenfalls hat kurze zeit nach der LZT weitergesoffen.

    gruß apfel

    hallo zusammen,

    als ich mich von meinem partner trennte, war ich nervlich nur noch ein frack. ich konnte und wollte so nicht weiterleben. ich trennte mich aber auch in dem bewußtsein, dass ich damit meinen partner helfen kann einen weg aus seiner sucht zu finden.

    ganz schön co dieses denken.

    zumindest verhalf mir auch dieses „in liebe fallen lassen“ und die tatsache, dass ich meinem partner sonst nicht helfen kann, den entscheidenden schritt zu gehen.
    und als ich den getan habe, war ich endlich frei um mich auf mich zu konzentrieren, um an mich zu denken, um mir etwas gutes zu tun und um ein bisschen co von mir über bord zu werfen.
    danke, dass ich diesen ratschlag hier lesen durfte. er war das, was ich damals verstehen konnte.


    ferner lese ich hier immer wieder die frage, ob es nicht auch geschichten mit einem happy end gibt.
    ja es gibt wenige, die das glück haben, dass es beim partner klick macht. auch, wenn ich mich von meinem partner getrennt habe, es geht mir besser, als zuvor. so hat auch meine geschichte ein bisher glückliches ende. :D das wollte ich nur einfach mal gesagt haben.

    ich wünsche allen ein schönes sonnenreiches wochenende.

    gruß apfel

    hallo funnie,

    Zitat

    Aber ich merke schon ich komme nicht weiter ist ja auch immer das gleiche mit diesem Menschen.

    er bringt überhaupt nichts frust zu schieben. er wird sein verhalten nicht ändern, egal wie wütend du bist.

    wegen dem umgangsrecht zu deinem kind. wenn er trinkt, ist er selbst schuld, dass er euer kind nicht sieht. von daher finde ich es ok, dass du es ihm vorenthältst. das würde ich sicher auch nicht anders machen.

    und ich glaube, ich würde meinerseits erst dann etwas ändern, wenn stärkere geschütze aufgelegt werden, wenn also entsprechende aufforderungen von ämtern, anwälten, diesbezüglich in meinem briefkasten landen würden.

    gruß apfel

    hallo bella,

    es gibt nix gutes, außer man tut es.

    es bringt nichts nur zu träumen, handeln ist gefragt.
    wenn du freiräume brauchst, solltest du dir welche verschaffen und da gibt es sicher auch andere wege, als sich auf seinen mann zu verlassen.
    und wenn du glaubst, dir würden ein paar freie tage gut tun, dann nehm sie dir.

    gruß apfel