Beiträge von Harley_quinn

    Ich denke solange ich mit meiner Therapie keine Erfolge habe und meinen Wert erkenne umso länger wird es dauern bis ich vor ihm wirklich für mich einstehen kann. Solange ich Angst habe ohne ihn sein zu müssen, solange kann er tun und lassen was er will. Ich habe ihm gestern gesagt ob er sich eigentlich bewusst ist, dass er alles kaputt macht. Es gibt Momente da bin ich mutig, nur um Stunden später einzuknicken gar nicht vor ihm. Dafür muss er gar nicht dabei sein. Selbst seine Mutter hat schon gesagt ich solle mich von ihm trennen. Die Problematik ist bekannt.

    Manchmal denke ich mir, ich müsste ihm überhaupt einmal die Möglichkeit geben dass er mich ernst nimmt. Aber ich trage ja mit meinem Verhalten dazu bei dass er denkt er kann machen was er will.

    Kurz zu seinem Verhalten wenn er getrunken hat
    Er wird körperlich nicht aggressiv, er wird entweder seeeeehr zutraulich wenn ich dabei bin oder er meint er muss diskutieren. Was aber natürlich nicht möglich ist weil ja schließlich nur er recht hat in dem Moment. Oft verfällt er auch in einen "ich kann es dir ja eh nicht recht machen" Modus. Worüber man in dem Zustand ja auch nicht diskutieren braucht. Was aber immer der Fall ist. Er wird jedem gegenüber unerlässlich. Hält keine Uhrzeiten oder Termine ein usw

    Ich danke euch für eure ehrlichen und direkte Worte... Ich muss das alles einmal sacken lassen... Klaren Gedanken finden, mein Gedankenkarussell zum anhalten bringen. Ich höre mich wahrscheinlich unglaublich naiv an. Ich wollte nie jemand sein der mit sich so umgehen lässt. Ohne das Bier könnte alles gut sein/ist alles so gut... Ich weiß nicht was ich mehr verabscheue, den Alkohol für das was er anrichtet, meinen Partner der sich so ändert sobald Alkohol ins Spiel kommt oder mich.

    Mein Problem ist das Umsetzen. Das Festhalten an den klaren Gedanken. Ich bekomme Panik, Heulkrämpfe, sehe nicht mehr sein Verhalten mit gegenüber sondern nur die Angst dass es das jetzt war...

    Wie schafft man den Absprung? Ist es wie beim Alkoholiker? Muss ich erst mit der Fresse richtig tief im Dreck stecken, was muss noch passieren? Entschuldigt meine Ausdrucksweise... :(

    Liebe Heike, danke für deine schnelle Antwort.

    Das wünschte ich mir auch. Ich kann dir nicht mal erklären warum ich mich so behandeln lasse. Sobald ich für meine Grenzen und für mich einstehe, ist dass erste was er macht mir die Schuld zu geben. Ich würde übertreiben. Er ist halt so wie er ist. Und meine Gedanken kreisen dann so lange bis ich es selber glaube, wieder Entschuldigungen für sein Verhalten finde, mir wieder denke, ich müsse nur etwas toleranter sein... Und doch ist da so eine kleine Stimme die sagt... Du solltest dich nicht so behandeln lassen... Sucht hin oder her. Aber ich schaffe es nicht...

    Wieder war der Alkohol wichtiger als ich. Es tut so sehr weh. Ich habe gewartet bis zu dem maximalen Zeitpunkt, bei dem ich ihm gesagt habe, dass ich länger nicht warte. Und er kam nicht. Wieder hat er mir gezeigt wie wenig Stellenwert ich bei ihm habe, wie wenig ich ihm wert bin.

    Ich schwanke gerade zwischen bereuen ihm das Limit gesetzt zu haben weil ich jetzt wieder hier sitze und heule, und tiefster Enttäuschung wieder nur die Option gewesen zu sein die es nicht wert ist, respektvoll behandelt zu werden.

    Hätte ich wie immer die Füße still gehalten, hätte es vielleicht doch noch ein schönes Wochenende werden können.... Ich kann gerade kaum klar denken

    Hallo Carmen, danke für deine Antwort.

    Er hatte bisher (1,5 Jahre Beziehung) zwei Momente, in denen er von sich aus sagte er möchte was an der Situation ändern. Gehalten hatte es maximal immer nur wenige Tage...

    Jetzt gerade ist so ein akutes Beispiel. Wir hatten uns 1 Woche nicht gesehen, da es erst letzte Woche einen Vorfall gab bei dem er sich nicht an unsere Abmachung hielt (die von ihm getätigt wurde). Er schrieb dann die letzten Tage das er mich vermissen würde und ob wir uns heute sehen. Ausgemacht war ein bestimmter Zeitraum (also zwischen so und soviel Uhr. Zeitspanne ca 30 min) . Nach meiner Aussage hin wann genau ich es nun schaffe, kommt von ihm wieder einmal, dass er bei dem und dem ist. Er ist erst ab einer anderen Uhrzeit zuhause.

    Ich weiß richtig wäre ihm zu sagen dass ich das nicht gut finde weil schließlich etwas anderes ausgemacht war. Aber wieder schaffe ich es nicht mich zu wehren. Für mich einzustehen. Ich bin so traurig und wütend. :(

    Eine glückliche Beziehung mit einem Alkoholiker?
    Wer von euch hat das und wie konntet ihr das umsetzen? Wo sind die Kompromisse?

    Ich kopiere meinen Text vom Vorstellungsthread zur besseren Übersicht hier rein. :)

    Ich weiß um ehrlich zu sein nicht wo ich anfangen soll. Ich frage mich ob eine Beziehung mit einem Alkoholiker auf Dauer überhaupt möglich ist. Die leeren Versprechungen und Enttäuschungen die man aufgrund des Alkoholkonsums des Partners erfährt... kann man einen Umgang damit lernen? Nüchtern ist er ein wundervoller Mensch. Betrunken ist er egoistisch, unzuverlässig und nichts hat mehr Wichtigkeit außer die nächste Möglichkeit irgendwo das nächste Bier in sich rein zu schütten. Oft frage ich mich ob ich diejenige bin die das zu eng sieht. Aber täglicher Konsum mit mindestens 3 bis 10 Bier....? Hier im Umfeld ist es Gang und Gebe. Bier der Durstlöscher. "Was du trinkst Spezi?! Bist du krank oder hat dir deine Freundin jetzt die Hosen an?“


    Für mich wird die Situation immer schwieriger. Ich liebe ihn, aber ich spüre wie mich jede Enttäuschung emotional weiter von ihm entfernt...Von einem Schlussstrich bin ich jedoch weit entfernt
    ...

    Ich weiß, dass die eigentliche Frage wahrscheinlich heißen sollte wie viel bin ich mit Wert und wie lange möchte und ertrage ich diese Situation noch. Ich bin selbst seit über einem Jahr in Therapie aufgrund meines zu geringen Selbstwertes und der starken Verlustangst.

    Freue mich auf eure Meinungen/Erfahrungen usw.

    LG