Beiträge von SIE38

    Hallo zusammen, ich war schon mal vor einem Jahr hier. Und nun wieder. Ich weiß gar nicht mehr ob ich damals etwas gepostet hab oder nicht...egal.

    Wann ist es genug? Das frag ich mich schon lange und eigentlich ist die Frage längst beantwortet. Aber wann ist der Punkt zu gehen da? Ich drehe mich im Kreis.

    Ich schildere kurz und kompakt meine Situation:

    Kennen gelernt vor 22 Jahren und das Thema Alkohol ist seit Anfang an ein Problem gewesen. Wahr genommen hab ichs erst später. 2021 machte er einen ambulanten Entzug, nachdem ich ihn raus geschmissen habe. Geändert hat sich aber am Ende nichts.

    Er funktioniert. Arbeitet und ist nicht agressiv, nicht ungut, er kümmert sich um uns. Er ist kein schlechter Mensch. Wir haben zwei Kinder (18 und 12).

    Aber da gibt es die Bierflaschen, die 3er Beziehung die wir führen. Seine LÜGEN!

    Ich bin in Therapie seit knapp 1 Jahr.Eigentlich müsste auch er die Therapie machen...

    Für mich ist das reden dort ein Ventil und ich arbeite an mir stärker u. Selbstbewusster zu werden. Inzwischen gehts mir ganz gut. Hatte auch einen Jobwechsel. Auch ein Punkt wegen Therapie...

    Heute sagte meine Therapeutin:

    Sie sind die perfekte Frau für ihn!

    Ja das sitzt nun in mir wie ein schwerer Sack. und ich wusste das irgendwie auch immer.

    Unbewusst unterstütze ich ihn, weil das Rad am Ende immer das gleiche ist.

    Wir haben viele gute Tage. Er ist kekn schlechter Mensch, im Gegenteil. Die anderen vergehen irgendwie. Macht aber immer mehr kaputt und mich immer kälter.

    Wann war bei euch der Punkt da, dass es genug war.

    Habe ein paar Fragen: vielleicht antwortet mir jemand hier oder verlinkt mich. Danke im voraus.

    1. Essen: mein Mann meint, in soucen usw mache der Alkohol nix aus( er behauptet auf Therapie nach gefragt zu haben, u das wäre die Antwort.)

    2. Bier trinken: Er erzählte das es laut Arzt nichts ausmachen würde wenn man später in der Trockenheit, beim Grillen zB ein, zwei Bier trinken würde. Sehe ich allerdings anders.
    Erzählt er mir da Schwachsinn?! Bin mir da nicht so sicher.

    3. Was passiert nach der ambulanten Therapie? Wird da was weiter passieren. Mir kommt vor, er denkt, nach diesen 3 Wochen sei er fertig damit. Was ja wohl absolut nicht stimmen kann oder?

    4. Kann man's lernen ihm wieder zu vertrauen?

    Danke f eure Antworten. LG

    Danke Aurora, ich weiss ich muss nicht. Dachte nie das ich da mal mitten drin sein werde. Und mir wird klar das ich immer Mitten drin schon war.

    Habe mich heute abgeseilt und hab den Tag mit meiner Freundin verbracht. Tat sehr gut.

    Wenn du mich freischalten möchtest, wäre nett. Ich lese hier einiges und ich finde mich bei manchen Beiträgen immer wieder. Dankeschön

    Hallo Morgenrot, danke f die Antwort. Er wird ambulant therapiert wird. Heisst er ist tagsüber dort und ist sonst zuhause.
    Ich fühl mich einmal komplett überfordert und dann geht's zetgleuch wieder gut und ich bin gefestigt. Zugleich könnt ich nur weinen. Weil ich das Gefühl hab er versteht nichts. Obwohl ich sehe das er wirklich Hilfe will. Und an sich arbeitet. Das ganze auf u ab, es macht mich irre 🙈

    Hallo, bin auch eine neue hier. Und bin erschrocken wieviel das selbe Problem haben.
    Zu mir: ich bin 38, bin verheiratet, mit ihm 2 Kinder, 11und 17
    Der Alkohol war von Anfang an Thema, ich sagte immer irgendwann wird uns der Alkohol auseinander bringen.
    Und immer noch bin ich hier. Ich liebe ihn immer noch.
    Er war und ist nie irgendwie arg zu mir oder den Kindern gewesen. Er ist ein guter Mann und Vater. Dennoch hat der Alkohol vieles kaputt gemacht. Körperliche Symptome wie das Zittern, berichtete er mir vor einigen Jahren, weil ichs einmal mit bekam. Da sagt er das hätte er schon 14 Jahre immer wieder einmal. Aber nach dieser Beichte, auf Nachfragen ob er das denn hätte, war es laut ihm eh wieder weg... Am Ende bekam er es auch in den Beinen. Meiner Ansichten nach fing Das Drama dann vor 3 Jahren an. Oder war das eh von Anfang an da. Oft wenn wir einen Fam. Ausflug machten und es war ein toller Tag, kaum waren wir zuhause musdte er wieder weg. Wie oft ließ er mich alleine. Heute glaub ich zu wissen wieso. Ich dachte oder denke immer noch es lag an mir. Immer wieder Gespräche er trinkt zu viel, das es aufhören muss, dann riss er sich zusammen, oft auch längere Zeit und ich lebte von einem Hoch zum Anderen.
    Er baute bei vielen beim Hausbau mit, ich und die Kinder kamen hinterher dran. Immer waren die anderen wichtiger, oder der Alkohol?! Vor 3 Jahren begann es das er sehr häufig betrunken mit dem Auto fuhr, lügen und heimlich trinken, und oft verschwand er im Keller. Wo er dann die Flaschen hortete.
    Ich könnte noch detaillierter Schreiben, aber das würd Dann kein Ende haben.
    Letzte Woche, 20.3. Reichte es mir, da sah ich zum ersten Mal klar, was ich nach x Versuchen nie schaffte, ich hab ihn mehr oder weniger raus geschmissen.
    Klar wurde es mir, als er von unsere Tochter verlangte mir nicht sagen zu dürfen das er m ihr nach eines Einkaufs zu einem Bekannten fuhr und dort ein Bier trank. Klar sagte sie es mir. Und darauf angesprochen sagte er noch "super" zu ihr. Der Satz am Tag vor dem 20.3. meines Kindes, wo ich die Reissleine zog war: "mama ich bin nicht ganz 12 und weiß wie ein Betrunkener aussieht."
    Das Thema das Papa zu viel trinkt, lag schon einige Wochen auf dem Tisch (und Kinder wie ihr wisst bekommen so wieso immer mehr mit als man denkt) und vergangene Wochhe wurde er vierzig, wieder tolle Ausreden zu trinken. Nach dem Rauswurf, war er relativ gefasst. Packte seine Sachen uns sahs erst mal 4 Std. Im Keller. Er hatte keine Ahnung wen er anrufen sollte. Ich wollte das er vorüber gehend mal auszieht. Er hätte bei Schwester unter kommen können. Wie so oft akzeptierte er meinen Wunsch nicht und schlief in dieser Nacht im Keller am Klappbett, voll betrunken. Wollte ihn mit rauf nehmen. Er sah aus wie ein Penner. Er meinte dann, dass wir uns eh alle fürchten vor ihm.. . Sagte dann, das wir uns nicht vor sondern wir uns M ihn fürchten. Ich ließ ihn dann unten im kalten Keller. Hätte eh nichts gebracht ihn mit nach oben zu nehmen. Um 7 Uhr des 21.3. Bin ich dann runter, staubte ihn raus (kam mir vor wie seine Mutter) sagte er soll oben Ausschlafen und Duschen und dann reden wir.
    Später ging ich in das Zimmer, holte mir einen Pulli da sagte er:fahr mich bitte ins.... Krankenhaus.

    Dann ging alles Schlag auf Schlag und er konnte am 25.3 2021 mit der ambulanten Therapie beginnen. Diese läuft jetzt 3 Wochen. Er hat seit dem Tag nix getrunken, aber das hat er auch so immer geschafft er ist reiner Biertrinker. Also nix neues das er sich zusammen reißt. Was es vielleicht nicht so extrem macht, ich weiss es nicht. Jedenfalls leide ich. Und es geht mir beschissen. Ich will den Weg mit ihm gehn aber es ist so viel schwerer als erwartet. Ich hab keine Ahnung wie ich mich verhalten soll. Sagen darf man nichts, obwohl man so vieles sagen will. Er ist krank das weiss ich alles, ich hab mich viel informiert. Ich hab keine Ahnung ob ich das hin bekomme. Er liebt mich, und das letzte was er will ist uns zu verlieren, derweil frag ich mich ob wir uns nicht längst verloren haben. Ständig bleibt alles an mir hängen. Ich muss immer stark sein. Alle so so gescheiten Außenstehende sagen das ich ihm Zeit geben muss, ja das weiss ich alles. Ich geb sie ihm ja auch. Er hat jetzt erst den 2. Tag hinter sich und ist Meinem Anschein nach der Meinung in 3 wochen ein neuer Mensch zu sein. Nach dem ersten Tag in Therapie, war er sehr euphorisch, gestern war nur Leise. Denke dass das auch die Medikamente sind. Ich weiss das auch ich eine Therapie brauche. Hab mich auch schon drum gekümmert. Ich bin völlig erledigt. Und nun geht's nur darum wie krank er ist und ich Rücksicht nehmen muss, ich ihm vertrauen muss und ich stark sei muss. Aber das ist verdammt schwer.
    Danke fürs Lesen . LG