Beiträge von pauly

    Hallo Wolle,

    wie ich gerade in Teichlinchens Thread gelesen habe, hast Du jetzt die Möglichkeit, ins Internet zu gehen.
    Das freut mich, denn dann kannst Du Dich ja wieder öfter hier blicken lassen! :)

    Auch freut es mich sehr zu hören, dass Du Dich gut eingelebt hast. War doch alles nicht soo schlimm, gell!?

    So, dann wünsche ich Dir viel Freude beim Besuch Deiner Lieben.

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo,

    jetzt muss ich es doch mal hier erzählen.
    Ich weiß zwar nicht, ob das wichtig genug ist, aber ich hatte heute ein Erlebnis, welches mich überaus verärgert hat(te):

    Wir waren heute Nachmittag bei einer Führung durch unsere mittelalterliche Burg hier über unserem Ort (der Führer war der noch dort lebende Schlossherr selbst). Der Unkostenbeitrag betrug 6 €. Darin war ein Viertel Wein nach der Führung enthalten.

    Für mich stellte sich die Frage gar nicht, dass es auch Antialkoholisches geben würde, für diejenigen, die keinen Wein trinken wollten (wie ich z.B.).

    Als ich dann bei Ausschank sagte, ich hätte statt dem Viertele lieber ein Apfelsaftschorle, erwiderte die Dame: "Nein, das darf ich nicht. Apfelschorle gibt es nur für die Kinder."(!)

    Erstmal blieb mir dermaßen die Luft weg, dass ich gar nichts erwidern konnte. Eine unglaublicher Zorn stieg in mir auf! Aber, wir haben in der LZT ja was gelernt! :wink: Ich holte mich also wieder herunter. Ich ging dann kurzerhand auf den Schlossherrn zu, der auch noch da war. Meine Frage, ob er etwas mit dem Organistorischen hier zu tun hätte, bejahte er. Ich erzählte ihm dann mein Erlebtes: Ich dürfe keinen Alkohol trinken, bekäme aber, statt dem Wein, kein alkoholfreies Getränk. Darauf ging der Schlossherr höchstselbst, um mir (gleich eine ganze Flasche) Apfelschorle zu bringen! :D

    Es ist also doch noch nicht so selbstverständlich, dass ein Erwachsener auch keinen Alkohol trinkt und dass man manchmal eben nachhaken muss, um zu seinem 'Recht' zu kommen. :roll:

    In diesem Sinne...

    Liebe Grüße

    pauly

    Zitat von Spedi

    ...würdest Du bei z.B. Diabetes auch so reagieren???

    @Spedi: Ich weiß schon, wie Du das meinst, aber es ist da schon noch (leider) ein Unterschied: Beim Gros unserer Gesellschaft bist Du als Diabetiker ein armer, bemitleidungswürdiger Tropf, den man mit allen Mitteln unterstützen muss. Als Alkoholiker bist Du ein willenloser und charakterschwacher Sozialschmarotzer.

    Ich habe das jetzt etwas überspitzt und es denken mit Sicherheit nicht alle so, aber aus den genannten Gründen kann ich die Angst sich zu outen sehr gut verstehen.


    Hallo newby,

    ja, wir haben uns in Bezug auf Alk tatsächlich nicht mehr unter Kontrolle. Aber nicht, weil wir charakterschwach sind, sondern weil uns die Krankheit die Kontrolle genommen hat.
    Fällt aber das nicht mehr zu Kontrollierende weg (-> Trockenheit), dann kann man auch ohne Scham der Gesellschaft gegenüber auftreten. (meine Meinung).

    Liebe Grüße

    pauly

    Zitat von newby

    ...das ich Alkohol derzeit nicht gut vertrage und deshalb nichts möchte.

    Hallo newby,

    nachträglich noch ein herzliches Willkommen von mir.

    Da haste ja schon Dein erstes Ablehnungstraining gehabt. 8)
    Hättest Du aber noch das "derzeit" weggelassen, dann wärst Du vermutlich bei den nächsten Geburtstagsfeiern auch schon gar nicht mehr gefragt worden. So heißt das ja, dass Du nur zur Zeit nichts trinken willst. Später aber schon wieder...

    Am einfachsten wäre es natürlich gewesen, Du wärst zu der Trinkfeier gar nicht erst hin gegangen.

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo wolle,

    tja, jetzt kannst Du die Tage zählen, bis es losgeht. :wink: Du wirst dort für Dich sehr wichtige Erfahrungen machen. Die wichtigeste Erfahrung wird sein, dass Du lernst, wie man ohne Alk leben kann. Und auch wirst Du erfahren, dass es sich sogar sehr schön 'ohne' leben lässt. Viel besser sogar!

    Wenn Du Dir in ein paar Wochen die ersten Beiträge in unserem Forum durchliest, wirst Du vergleichen können. Wirst merken, wie viel schöner es doch jetzt ist.

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du bald zu einem neuen, trockenen Leben findest. Vor allen Dingen zufrieden trocken sein wirst. Ich weiß, dass Du das schaffen willst. Und Du wirst das auch schaffen!

    Bis es soweit ist, versuch die Zähne zusammen zu beißen! :shock:

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo pla,

    also die ersten drei Tage in der Entgiftung wollte ich eigentlich meine Ruhe haben. Da musste ich zusehen, wie ich über den Entzug komme.

    Aber ich kann wirklich nur von mir sprechen, könnte mir aber vorstellen, dass es dem Mann Deiner Mutter ähnlich geht.

    Wenn er dann nach den fast drei Wochen wieder nach hause kommt, und er wirklich motiviert ist, mit dem Saufen aufzuhören, dann wird es ihm sehr viel besser gehen, als vor der Entgiftung.

    Vielleicht ermutigt Ihr ihn mal, sich über eine Langzeittherapie Gedanken zu machen.

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo stoffel,

    es freut mich sehr, zu lesen, dass Du die schwersten Situationen jetzt (erfolgreich) hinter Dich gebracht hast. Um so mehr freut es mich, dass es Deine Drei relativ gefasst aufgenommen haben und sich nicht gegen Dich aufgelehnt haben.

    Auch finde ich es klasse (und sehr wichtig), dass Du vor den Kindern keine dreckige Wäsche wäschst, sondern den Respekt der Kinder Ihrer Mutter gegenüber hoch hältst.

    Du hast geschrieben, dass Dir der Freund Deiner (Noch-)Frau nicht unsymphatisch ist. Ich denke, das lässt darauf hoffen, dass es auch später keine Schlammschlachten gibt, sondern dass Ihr gemeinsam für Eure Kinder da sein könnt.

    Ich wünsche Dir alles Glück der Welt. Du hast es Dir 'verdient'!

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo Oettinger,

    Mensch, das freut mich jetzt echt! Das hast Du prima hingekriegt. Hast jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Gratuliere!

    Auch Dein Kompaniechef hat vorbildlich reagiert (na, er ist ja Arzt...)!

    Ich wünsche Dir jetzt viel Erfolg und drück Dir ganz fest die Daumen.

    'Ohne Meldung weitermachen...' :wink:

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo eveline,

    ich freu mich, dass es Dir gut geht.

    Ich weiß, Arbeiten kann manchmal stressig sein, aber es verleiht dem Tag doch ein gewisses Maß an Struktur, was für uns ja so wichtig ist.

    Bleib am Ball! ;)

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo wolle,

    also, ich an Deiner Stelle würde folgendes machen:

    1.) In eine qualifizierte Entgiftung (ca. 3 Wochen, entgiften musst Du vor der LZT sowieso nochmal).

    2.) Von dort aus die Bewilligung der LZT forcieren, so dass Du nahtlos von der Entgiftung zur Therapie kannst.

    So müsstest Du nicht mehr so lange saufen...

    Liebe Grüße

    pauly

    Zitat von Slicks

    Alleine der Gedanke darüber, nie wieder ein Tropfen anrühern zu dürfen, macht mich platt.

    Hallo Stefan,

    ganz genau so ist es mir auch gegangen, als ich mir das erste Mal die Konsequenzen einer lebenslangen Abstinenz vor Augen geführt hatte.
    Nie wieder Spaß. Nie wieder Freude. Langweiliges Leben.

    Inzwischen sind (erst) ein paar Monate vergangen. Ich stehe (fast :wink: ) jeden Morgen gutgelaunt auf und freue mich auf den Tag. Ich empfinde Freude und vor allem Zufriedenheit wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Ohne Alk! (Unvorstellbar...)

    Soviel zum Thema

    Zitat von Slicks

    Aber was war die Belohnung von alle dem, dass du den Alkohol verlassen hast?

    Viele Grüße

    pauly

    Zitat von Aus_Unsicherheit_hier

    Das niemand der meine Message gelesen hat schreibt: "Junge, du hast ein Problem, tu was!" erleichtert mich schonmal sehr.


    Naja, ganz so ist es ja nicht...

    Zitat von pauly

    Zwei Dinge weisen darauf hin, dass Du ein Alkoholproblem hast:...


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    Zitat von Aus_Unsicherheit_hier

    Ich werde beim Arzt mal mein Problem mit dem Erröten nach Alkoholkonsum ansprechen.


    Ich würde ihm an Deiner Stelle auch die anderen Probleme, die Du manchmal in bezug auf Alk hast, genau schildern.

    Wenn Du sagst

    Zitat von Aus_Unsicherheit_hier

    Eurer Reaktion nach ist es bei mir scheinbar noch ein relativ gutes Anfangsstadium...

    und meinst damit, dass Du jetzt noch relativ gute Chancen hast ohne größere körperliche und geistige Blessuren davonzukommen, wenn Du jetzt mit dem Trinken auffhörst, dann hast Du recht! Aber nur dann!

    Mach Dir mal ein paar Gedanken und lies ein bisschen im Forum, wohin es führen kann, wenn man nicht rechtzeitig die Reißleine zieht.
    Viele haben die Chance nicht gehabt, weil sie zu spät auf ihr Problem aufmerksam geworden sind. Du hast aber noch rechtzeitig was gemerkt.

    Nutze diese Chance!

    Ich wünsche Dir alles Gute.

    Liebe Grüße

    pauly

    Aloha Hawaii,

    wenn Du nach den 19 Tagen noch am Leben bist, dann glaube ich nicht, dass ein klinischer Entzug noch einen Sinn ergibt, denn dann bist Du wahrscheinlich schon entgiftet. Allerdings zum Preis eines unverantwortlichen Risikos. Du gefährdest ja nicht nur Dich. Du hast ja auch noch eine Familie, für die Du Verantwortung tragen solltest.

    Also, nach 19 Tagen sollte das Gift aus Deinem Körper sein - wie gesagt, falls Du noch lebst...

    Gruß

    pauly

    Hallo Meinolf,

    herzlich willkommen in unserem Forum!

    Ich finde, 5 - 10 Bier hört sich nicht wenig an. Soviel waren es bei mir am Schluss auch.

    Aber in jedem Fall kann ich Dich zu Deinem Entschluss zur LZT beglückwünschen. Mir hat meine sehr gut getan!

    Viel Erfolg!

    Viele Grüße

    pauyl