Beiträge von pauly

    Hallo Alex,

    ich habe Eure Ratschläge beherzigt, nur an mich gedacht und auf mich aufgepasst!

    Ich war heute Nachmittag zum Besuch auf der Entgiftungsstation. Es geht ihm heute schon viel besser. Vielleicht kommt er am nächsten WE schon wieder raus.

    Mir selber hat der Besuch einiges gebracht: Ich fühle mich gut, weil ich ihn besuchen wollte, und er sich auch sehr darüber gefreut hat.
    Ich ließ mir detailliert erzählen, wie es genau zu seinem Rückfall kam, und lernte dabei eines der Mosaiksteinchen kennen, welche mich vielleicht auch mal in Gefahr bringen könnten. Mich hat diese Erfahrung irgendwie befriedigt. Wie gesagt, ich fühle mich gut!

    Nach dem Besuch ging ich zur Nachbarstation, in welcher ich letztes Jahr meine Entgiftung hatte. Die Schwester und der Pfleger konnten sich tatsächlich noch an mich erinnern. Ob das jetzt ein positives Zeichen ist? :oops::wink:
    Sie freuten sich (mit mir), dass mein seitheriger Weg recht vielversprechend verlief und wünschten mir noch weiterhin viel Erfolg dabei. Auch das tat mir irgendwie gut.

    Alles in allem bin ich jetzt doch froh, dass ich heute Nachmittag dort war.

    Euch allen noch einen schönen und zufriedenen Sonntagabend.

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo Oettinger,

    herzlich willkommen hier in unserem Forum. Schön, dass Du hergefunden hast. Vor allen Dingen finde ich es schön, dass Du Dir Gedanken wegen Deines Alkoholkonsums machst. Als ich beim Bund war, habe ich mir solche Gedanken noch nicht gemacht, obwohl da auch viel geschluckt wurde (und ich immer dabei...).
    Ich weiß zwar nicht, ob die Bundeswehr Entwöhnungskuren 'im Programm' hat, aber ich gehe davon aus, dass Du von Deinem Stabsarzt auch zur Entgiftung überwiesen werden kannst. Wahrscheinlich dann in einem Bundeswehrkrankenhaus. Wie es dann mit einer Therapie aussieht, weiß ich nicht. Bist Du denn Zeitsoldat?

    Aber das Wichtigste: Wenn Du Dich dazu entscheidest, mit der Sauferei aufhören zu wollen, dann wirst Du hier im Forum sehr viele helfende Hände finden!

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo lavendel, Karsten und Andi,

    vielen Dank für Eure Hinweise. Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich mir die auch so, oder so ähnlich, erwartet.

    Ich weiß auch, das ich jetzt nicht derjenige sein kann, der ihm eine große Stütze ist. Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass, wenn ich ihn morgen besuche, das in erster Linie für mich tue. Klingt jetzt widersinnig, ich weiß. Ich bin fast sicher, dass ich mich befreit und gut fühlen werde, wenn ich dann die Klinik wieder verlasse.

    Was ich aber auf jeden Fall machen werde, ist, das ganze nochmal zu überschlafen. Ihr könnt sicher sein, dass ich Eure Bedenken sehr ernst nehme!

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo Ihr,

    als ich heute Nachmittag mein Handy schnappte und aus dem Haus gehen wollte, sah ich auf dem Display, dass ein ehemaliger Mitpatient aus der Entgiftung versucht hatte, mich anzurufen. Er war nach der Entgiftung auch eine zeitlang mit mir in der selben Therapieklinik (er machte nur eine Kurzzeittherapie und wurde schon Ende Januar entlassen).

    Ich rief ihn gleich zurück. Er eröffnete mir, dass er seit Donnerstag wieder auf der Entgiftungsstation sei. Diesmal sogar in der geschlossenen Abteilung. Er sprach sehr langsam und etwas undeutlich, da er unter Distra stand. Ich habe ihm versprochen, dass ich ihn gleich morgen besuchen komme. Er meinte, dass es schön sei, doch noch Freunde zu haben...

    Nach dem Telefonat war ich wie paralysiert. Gerade bei
    ihm hatte ich immer das Gefühl, dass er das locker packen würde. Meine gute Laune war wie weggeblasen. :roll:

    Ich weiß, ich muss mich um mich selber kümmern, aber sowas geht nicht spurlos an mir vorüber.

    Jetzt fahr ich morgen erst mal zu ihm und lass mir erzählen, was passiert ist.

    Das zeigt wieder einmal: Du musst immer auf der Hut und wachsam sein.

    Liebe Grüße

    der etwas zerknirschte pauly

    Hallo Teichlinchen,

    bei diesem Lied kann och auch eine Strophe mitsingen.

    Vor meiner Entgiftung war Schokolade ein Fremdwort für mich. Ich wusste schon fast nicht mehr, wie sowas schmeckt (obwohl ich früher ganz gern Schokolade gegessen hatte).

    Noch während der Entgiftung bekam auch ich den besagten Heißhunger auf Süßes. Ich kaufte mir dann dort am Kiosk jeden Tag zwei Tafeln Ritter Sport Alpenmilch, die ich auch am gleichen Tag eliminierte.

    Ich will Dir ja keine Angst machen, aber das ging so auch noch während der Therapie (viel Sport gemacht, 6 kg zugenommen... :oops: ). Auch jetzt esse ich täglich noch eine Tafel, hoffe aber auch, dass sich das wieder gibt.

    Aber egal: Immer noch TAUSEND Mal besser, als zu saufen! 8)

    Also, mach Dir da mal keine Gedanken.

    Liebe Grüße

    pauly

    PS: Haben die diakonischen Vitaminpillen ein Häubchen auf...? [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.cosgan.de/images/midi/engel/g050.gif]

    Hallo Lars,

    herzlich willkommen hier im Forum!

    Zitat von lars78

    ...als ich am späten Nachmittag ankam hatte ich 2,5 Promille und konnte noch normal laufen und reden.


    So war es bei mir auch. 2,99 o/oo und nichts anzumerken. So steht es auch in meinem Aufnahmebericht der Entgiftungsstation. Das lässt natürlich auf einiges schließen... :oops:

    Nach den ersten (unschönen) Tagen ging es aber auch steil bergauf (physisch wie psychisch).

    Ich kann Dir nur sagen, dass es mir heute besser denn je geht und ich so froh bin, mich auf den Weg gemacht zu haben.

    Du gehst diesen Weg jetzt auch und wenn Du willst, wirst Du hier viele helfende Hände finden.

    Viele Grüße

    pauly

    Zitat von sari

    ich glaube ich freue mich ein bisschen darauf

    Hallo sari,

    ja, ich glaube auch, dass Du Dich jetzt ein bissle drauf freust. Ging mir genauso. Und genauso toll wirst Du Dich fühlen, wenn Du die Entgiftung hinter Dir hast. Nicht, weil die Entgiftung so was furchtbar schlimmes wär, sondern weil Du Dich dann befreit fühlst.

    Wirst sehn! :wink:

    Viele Grüße

    pauly

    Zitat von gilbert

    ...und jeden Abend nüchtern ins Bett zu gehen und ohne Brummschädel wieder aufzuwachen ist ein schöner Lohn.

    Hallo Gilbert,

    Du hast recht! Für mich ist das eines der allerschönsten Geschenke meiner Nüchternheit an mich: Morgens gut gelaunt aufwachen und sich wohl fühlend aus dem Bett hüpfen (naja, meistens jedenfalls... 8) ), anstatt sich mit Matschbirne würgend ins Bad zu schleppen. :shock:

    Viele Grüße

    pauly

    PS: Als ich vor fast 10 Jahren mit dem Rauchen aufhörte, half mir (nicht lachen jetzt) Schnupftabak über die ersten 2 bis 3 Wochen des Nikotinentzugs (in der Prisn ist ja auch Nikotin drin).

    Zitat von aschy

    Außerdem habe ich so alle zwei Tage beim Versicherungsträger angerufen, mich nach dem Stand meines Antrages erkundigt oder man kann auch sagen schlicht und einfach genervt. Irgendwann legt der Sachbearbeiter dann schon aus lauter Verzweifelung den Antrag oben auf den Haufen.

    Hallo Mucki,

    genau so habe ich es auch gemacht und schon ein paar Tage nach Eingang des Antrages bei der Rentenversicherung kam der positive Bescheid.

    Immer am Ball bleiben und alles Gute für Deinen Vater.

    Viele Grüße

    pauly

    Servus Spedi,

    Vielen Dank für Deine Wünsche. Ich bin guter Dinge, dass ich auf meinem Weg gut weiter voran kommen werde.


    Hallo Spedilein,

    Dankedanke! Ja, da hast Du recht. Die Zeit ist eigentlich wie im Flug vergangen. Ich versuch mal morgen, wenn ich daheim bin, sowas wie ein Resumé zu ziehen und hier zu schreiben.


    Liebe Peter,

    Danke! Ick bin ooch 'n bissken stolz uff mir! Kamma ja wohl ooch sein, wa!? :D


    Nicht zuletzt Euch allen hier habe ich es mitzuverdanken, dass mir die Zeit hier nicht zu lange wurde und ich am Ball geblieben bin!

    Liebe Grüße

    Peter (pauly)

    Ich hatte vorhin meine Verabschiedung in meiner letzten Gruppenstunde. Da muss ja immer jeder ein paar persönliche Worte an den Vondannengehenden richten. Ich bin da gaaanz rot geworden... :oops:

    So, heute Nachmittag nochmal Kunst. Das wärs dann gewesen... :roll:

    pauly

    Zitat von Bieger

    Ich will nicht saufen aber tu es doch.

    Hallo Bieger,

    ja, vielleicht musst Du tatsächlich noch mehr auf die Schnauze fliegen. Vielleicht aber auch nicht! Du hast schon ein paar kleine Schritte geschafft. Beim nächsten Mal werden es schon sehr viel mehr Schritte sein.

    Komm, raff Dich auf! Der Weg lohnt sich! Das weißt Du vielleicht noch nicht, aber Du ahnst es!

    UND: Es gibt keinen Grund sich zu schämen.

    Viel Erfolg

    Liebe Grüße

    pauly

    Hallo Bieger,

    ich möchte Dir mal gerne meine Sicht der (Deiner) Dinge darlegen:

    Wenn Dir dieses Forum sehr hilft, dann geht es Dir so, wie mir und vielen anderen hier. Mit Samthandschuhen angefasst zu werden bringt nicht viel, denn trockengestreichelt ist noch keiner worden. Aber das sagst Du ja auch selber.
    Es ist gut, dass Du "erst" 25 bist, und Dir jetzt einen Weg aus der Sucht zu suchen beginnst. Du wirst wegen Deines Alters hier bestimmt nicht rücksichtsvoller, als andere behandelt. :wink:

    Zitat von Bieger

    Ist es normal oder sogar auch notwendig, dass ich mich den ganzen Tag mit dem Thema Alkohol auseinander setze?


    Für mich kann ich sagen, dass ich mich jeden Tag mit dem Thema auseinandersetze und finde das auch gut und wichtig. Allerdings ist es bei mir nicht so, dass ich nun an überhaupt nichts anderes mehr denke. Das fände ich dann auch nicht förderlich.
    Guten Freunden habe ich von meiner Krankheit erzählt. Ich habe sie NICHT jedem Bekannten auf die Nase gebunden. Außer, ich wurde/werde explizit danach gefragt. Natürlich setzt man sich schon ein wenig unter Druck, wenn man von seinem Vorhaben, nichts mehr zu saufen, erzählt. Diesen Druck (so lange das nicht ausartet) finde ich hilfreich.

    Zitat von Bieger

    ...sich vorzustellen, immer aufzupassen ist krass. Sollte man sich das vorstellen oder ist es richtiger von einem Tag zum nächsten zu denken.


    Ich denke, Du solltest Dir das nicht vorstellen, denn dann kommt es Dir vor, wie wenn Du eine riesige, unbezwingbare Wand vor Dir hättest. Lieber von einem Tag zum nächsten denken. Step by Step.

    Ich finde, Du kannst auf Deine 8 Tage Nichttrinken schon stolz sein. Es sind zwar erst 8 Tage, aber aus diesen kannst Du mehr machen und immer stolzer auf Dich sein. So ging es jedenfalls mir.

    Zitat von Bieger

    Nur kann ich erwarten das Leute, die mit Alkohol nie Probleme hatten uns verstehen oder geht es drum sich erstmal selbst zu lieben und absolut nach Vorne zu schauen?


    Jetzt geht es in erster Linie erstmal um DICH. Um DEINE Zukunft und Gesundheit. Um DEIN zufriedenes, trockenes Leben. Da darf (muss) man die anderen schonmal hintenan stellen. D.h. lieb Dich jetzt zuerst selbst, und tu das, was Du für jemanden, den Du liebst, tun würdest.

    Ich wünsche Dir, dass Du die Kurve kriegst. Ich glaube, die Voraussetzungen bei Dir sind nicht die schlechtesten. :)

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo Nighttrain,

    Herzlich willkommen hier in unserem Forum!

    Dass Du erkannt hast, dass es so nicht weiter gehen kann, ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Gratuliere.

    Zitat von nighttrain

    ICH MUSS MEINEM ALKOHOLKONSUM EIN ENDE SETZEN!


    Dass Du das MUSST ist Dir klar geworden. Aber WILLST Du es auch mit allen Konsequenzen? Wenn Du diese Frage mit 'Ja' beantworten kannst, bist Du hier im richtigen Forum.

    Viele Grüße

    pauly

    Hallo Klausbärbel,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier in unserem Forum.

    Glaubst Du nicht, es wäre besser, wenn Du als erstes mal Deinen Hausarzt aufsuchen würdest!? Ich denke, Du weißt, dass es gefährlich werden kann, wenn man den Alk abrupt absetzt.

    Gruß

    pauly

    Hallo weazle,

    wenn Du Dich nicht weiter in Lebensgefahr bringen willst, dann schnapp Dir Dein Köfferchen und begib Dich zur Entgiftungsstation (JETZT!).

    Mit Deinen Symptomen können sie Dich nicht zurück schicken!

    Das ist kein Spiel!

    Gruß

    pauly

    Hallo Kiki,

    freut mich sehr, dass es Dir so gut geht.

    Das erste halbe Jahr habe ich auch bald erreicht und bin sehr stolz.
    Mehr noch, als auf das halbe Jahr, bin ich aber stolz, dass ich es
    bisher geschafft habe, zufrieden nüchtern zu sein.

    Ich werde Deinen Ratschlag beherzigen, und dran bleiben! :lol:

    Liebe Grüße

    pauly