Zitat von maria44
Hallo,
Die Frage sollte dann vielleicht auch anders gestellt werden.
Habe ich meinem Kind die Liebe gegeben die das Kind verdient hat???? sage ich nein, ich hätte alles anders machen können ich habe mein Kind geliebt und ich liebe mein Kind heute aber ich hätte alles besser machen können, habe ich nicht. Ich kann die Fehler nicht rückgängig machen, ich hatte Schuldgefühle und ich habe mich geschämt ich sehe meine Fehler und versuche sie so gut wie mir nur möglich ist zu korrigieren ich arbeite an mir.
Jetzt möchte ich aber und bitte nicht falsch verstehen ich versuche hier nicht den anderen die Schuld für meine Fehler zu geben ich weis heute was ich getan habe, trotzdem möchte ich die Frage jetzt an die Co,s besonders die, die Kinder haben stellen.
Hat ein Co oder auch nicht Alkoholkranker Partner, genug Liebe dem Kind gegeben oder gibt???? alles dafür getan das dem Kind immer gut geht und das Kind wohl behütet ist???? sein Umfeld suchtfrei gestaltet???? Wird das Kind genug geschützt und wenn, dann wie wenn der andere Elternteil Alkoholkrank ist???? ist die Liebe zu dem Partner größer als zu dem Kind wenn man den Partner nicht verlassen kann???? Was für eine Liebe zu dem Kind ist das dann???
LG Maria
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Ich hab das mal zitiert, weil ich zu faul bin, immer runterzuscrollen und ich finde deine Ansätze sehr, sehr wichtig!
Erstmal, JEDER macht in der Erziehung Fehler. Wirklich jeder, das hat mit Sucht, Co-Verhalten, etc. gar nichts zu tun. Also guckt bitte mal nach vorne und hört auf mit euren Schuldgefühlen - die sind gar nicht nötig!
1. Ja, ich habe meinen Kindern genug Liebe gegeben. Mein Mann auch! Wobei man "genug" nicht unbedingt als Maßstab setzen kann, denn das empfindet jeder anders. Mengenangaben sind immer subjektiv, es sei denn,es handelt sich um ein Rezept.
Manche sind der Ansicht, man kann Kindern nicht genug Liebe geben - da gibts immer noch mehr, das man geben kann.
2. Ja, wir haben alles in unserer Macht stehende getan, damit es den Kindern gut geht. Das sehen die Kinder bestimmt anders, denn Kinder denken schon an Benachteiligung, wenns mal eine Barbie nicht gibt.
3. Das Umfeld kannste gar nicht suchtfrei gestalten. Rauchen ist auch eine Sucht und denk mal an die vielen Weinfeste und Restaurants, wo trinken schon zum guten Ton gehört...auch Familienfeste sind nicht suchtfrei!
4. Ja, meine Kinder sind geschützt worden, auch als mein Mann noch trank. Wie? Ganz einfach: mit absoluter, kindgerechter Ehrlichkeit. Damit können sie besser umgehen, als wenn man verharmlost oder abwiegelt oder dem nassen Partner die Schuld gibt, schlimmer noch, wenn man mit ihm droht (ich sags ihm wenn er heim kommt. wart nur ab!), weil die Mutter total überlastet ist. So einen Fall gibts bei uns im Ort. Furchtbar!
5. NEIN! Verwechsle unbedingtes Ausharren nicht mit Liebe! Es ist Sucht, nichts anderes. Manche Damen meinen, sie hätten nichts anderes verdient und überall gäbe es Probleme. Sie sind nicht in der Lage sich ein Leben alleine und in ihrer Verantwortung vorzustellen, geschweige denn zu leben. Man suhlt sich lieber im bekannten Elend, weil man Angst vor Veränderung hat. Diese Ohnmacht hat nichts mit Liebe zu tun!
6. Die Liebe zu dem Kind bleibt unverändert - man ist nur machtlos und sieht nicht, was mit dem Kind passiert. Man denkt nicht nach und ändert nichts. Man redet sich ein, das alles nicht so schlimm ist.
Auch diesen Fehler begeht man aus Angst heraus.
Wie gesagt, jeder macht Fehler bei seinem Kind - man merkts bloß immer erst hinterher.....
Gruß
Heike