Beiträge von AnFo

    Hallo mexico,

    danke für deine Nachricht.

    Ja - genauso sehe ich es ja auch. Deshalb mische ich mich nicht ein - umso mehr geht es mir nahe, da ich genau weiss, dass ich NICHTS tun kann.

    Dass ich mich hier angemeldet habe, hat einfach mit dem zu tun, dass es mir hilft zu sehen, wie andere damit umgehen. Vergleiche zu finden....mit diesem Wissen dann Unterstützung für meine "Schwiegertochter" sein zu können. Das Mädl ist erst 19 Jahre, steht zwar mit beiden Beinen fest im Leben, aber diese Erfahrung überfordert sie zeitweise sehr.

    Das mit dem Reduzieren und Schummeln befürchte ich bei ihm auch. Am WE hatte er ein langes Gespräch mit seiner Freundin, in dem er jetzt wenigstens mal zugab, dass er weiss, dass er zuviel trinkt.

    Allerdings gebe ich auf seine Aussagen, es reduzieren zu wollen, nichts.....was er am Abend reduziert, zieht er am Mittag vor oder holt es am nächsten Tag nach....wahrscheinlich!

    Wie gesagt: danke nochmal, dass du mir deine Geschichte erzählt hast - das gibt mir einen minikleinen Hoffnungsschimmer.

    Ansonsten Chapeau, dass du es geschafft hast!!!!!!

    LG

    AnFo

    Ich bin Realist mit Neigung zum Optimisten ...und deshalb hoffe ich, dass der "Klick" bei meinem Sohn nicht erst kommt, wenn er dann schon alles verloren hat.

    Danke Hana!

    LG Angie

    Liebe Hana,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Die Umstände, warum du getrunken hast, bzw. dieses Gefühl das dir der Alkohol gab, das Ganze sehe ich bei meinem Sohn auch in gewisser Weise. Ich denke oft, er hat Angst zu versagen, nicht zu bestehen....

    Wobei ICH ihn immer in allem bestärkt habe und ihn in allem unterstützt habe. Aber anscheinend hat das "Gehen" seines Vaters, dann doch diese Ängste ausgelöst. Er fühlt sich mit Alkohol stark und meint über allem zu stehen.

    Deine Worte geben mir etwas Hoffnung, denn er sagt immer wieder er möchte ein guter Vater werden!!! Nicht so einer wie seiner ...aber, er hat Angst davor, es verkehrt zu machen.

    Vll löst die Geburt des Babys dann doch noch diesen "Klick" aus...

    Ich weiss ja.....es MUSS VON IHM AUSGEHEN.

    Vielen Dank nochmal für deine Zeilen. Du hast meinen absoluten Respekt dafür, dass du es geschafft hast.

    LG

    Hallo an alle,

    auch ich möchte mich kurz vorstellen - ich bin nicht hier, weil ich selbst ein Problem mit Alkohol habe, sondern ich keinen Rat mehr weiß und überfordert bin, meinem Sohn zu helfen.

    Nun kurz zu mir:

    Ich bin 56 Jahre alt, seit 2011 geschieden, zwei Söhne - 21 und 27 Jahre alt. Es waren harte Zeiten mit den beiden alleine, da sich der Vater, nach der Trennung, null um die Beiden gekümmert hat.

    Beide Söhne haben soweit ihren Weg trotzdem super gemacht....Schule, Ausbildung, Arbeit...ich bin sozusagen eine stolze Mama!!!

    Nun zu "meinem Problem":

    Mein großer Sohn ist mit der Trennung damals nicht fertig geworden, obwohl er es nie zugegeben hat. Alle meine Versuche mit ihm darüber zu reden bzw eine Therapie anzustreben scheiterten.

    Er flüchtete sich im mehr ins "feiern mit extremen Alkoholkonsum". Er hatte damals eine Freundin, in deren Familie es "normal" war, tagtäglich, am Abend zur Belohnung, zum Alkohol zu greifen. Er war 17 - ich konnte ihm nichts mehr verbieten und alle Gespräche tat er als "Unsinn meinerseits" ab. Die Freundin ging, aber sein Alkoholkonsum blieb. Die nächste Beziehung ging aufgrund seiner Trinkerei in die Brüche. Er war verzweifelt, trank immer mehr, fuhr auch betrunken Auto und fuhr mit über 2Promille sein Auto zu Schrott. Beging im Suff Fahrerflucht - 1 Jahr Führerscheinentzug und eine saftige Geldstrafe. Zu Recht!!! Ich dachte, das öffnet ihm die Augen....von wegen. Wenn bisher meistens nur am WE richtig viel getrunken wurde, kam jetzt der tägliche Konsum ins Spiel. Mittlerweilen wohnt er nicht mehr Zuhause. Sein Konsum blieb. Er macht täglich seine Arbeit, ist gewissenhaft und sehr fleissig. Allerdings muss NACH der Arbeit, JEDEN Tag, der Gang zum Wirt sein. Es bleibt nicht bei einem Bier.....er verträgt viel....andere kennen es ihm nicht an, auch wenn er fünf Halbe getrunken hat - ich schon 😔.

    Mittlerweilen hat er eine ganz liebe Freundin und sie werden nächstes Jahr, wenn auch nicht geplant, Eltern. Er hört sein tägliches abendliches Trinken trotzdem nicht auf. Seine Freundin hat schon ein paar mal versucht ihm ins Gewissen zu reden, ein paar Tage Einsicht und dann alles von vorne. Ich habe Angst um ihn und habe Angst vor dem, was er aus seinem Leben macht - er wird alles verlieren und es wird alles kaputtgehen.

    Kann mir jemand Tipps geben, wie man ihn in die richtige Richtung bringt....es muss ja in SEINEM Kopf klick machen....meine Frage an die Betroffenen unter euch? Was hat bei euch dieses "Klick" ausgelöst?

    Nicht nur er macht sich sein Leben kaputt, auch wir gehen an diesem Wissen ihm nicht helfen zu können, zugrunde.

    So - das war jetzt viel....tut mir leid.

    Aber alleine, mir das etwas von der Seele schreiben zu können, tat schon gut.

    Vll liest ja jemand meinen "Roman" und kann mir etwas zur Seite stehen.

    Ansonsten: euch allen noch einen schönen Tag :)