Ich freu mich für dich, dass Du die Situation so gut gemeistert hast. Ich finde, Du kannst stolz auf Dich sein! Danke fürs Teilen!
Beiträge von Lanananana
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Lieber Berni, einige wichtige Erkenntnisse auf meinem Weg sind folgende: Ich bin der Mittelpunkt meines Lebens, ich verdiene eine Beziehung auf Augenhöhe, ich verdiene Liebe, ich muss meine Werte und Standards für mich selbst bestimmen und verteidigen, was andere über mich denken und sagen kann ich nicht beeinflussen und sollte ich auch nicht zum Maß machen, ich kann niemanden ändern oder retten - nur mich selbst, ich sollte mich besser um mein Selbstwertgefühl kümmern …
Mein Vater hat sich im Schoß der Familie totgesoffen, weil meine Mutter sich nicht getrennt hat. An den Folgen leide ich (sie aber auch) noch heute schwer.
Ich hab mich von meinem süchtigen Freund getrennt und gewinne Tag für Tag mehr Kraft, Lebensfreude und Energie zurück. Er trinkt leider noch immer.
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Du kannst sie aber nicht umprogrammieren. Und du kannst nicht von dir auf sie schließen.
Wenn sie trinken will, will sie trinken. Das ist schlimm, schwer zu verstehen und nicht einfach mitanzuschauen, wie sie sich zerstört. Aber das ist trotzdem ihr freier Wille und ihr Recht.
Eine Langzeittherapie muss das übrigens nicht ändern. Mein Ex-Freund hat mehrere gemacht und trotzdem immer wieder angefangen. Und damit ist er leider nicht alleine.
Und ich verstehe, dass es schwer ist loszulassen - aber der „volle Geldbeutel“ ist am Ende nichts wert, wenn Du selbst psychisch am Ende bist!
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Aber warum sollte sie etwas ändern, wenn du bleibst und sie trinken will? Und ist das Geld wirklich wichtiger als alles andere?
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Dennoch möchte ich mich nicht von ihr trennen, da ich ein Helfersyndrom habe und mir konsequente Entscheidungen nicht leicht fallen
Das ist ein Punkt, den Du Dir aus meiner Sicht mal genauer anschauen solltest.
Was denkt ihr: Soll sie noch eine Chance auf die Mitfahrt zur Hochzeit bekommen, ich alleine hinfahren oder dann evtl. auch nicht? Ich bin es leid als Angehöriger und Nichtalkoholiker ‚Babysitter‘ für eine renitente Alkoholikerin zu sein.
Denn wenn Du Dich wie ein „Babysitter“ für Deine Partnerin fühlst, warum möchtest Du trotzdem an der Partnerschaft festhalten. Wenn ihr beide nichts ändert, wird alles bleiben wie es ist und das scheint mir nach deinen Beschreibungen nicht unbedingt gut für dich und deine Partnerin.
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Das kam jetzt irgendwie aus dem Nichts - wir hatten zuletzt wirklich eine schöne Zeit, mit vielen schönen und entspannten Unternehmungen.
Das kenn ich auch aus meiner vergangenen Beziehung. Neue Hoffnung geschöpft und dann aus dem Nichts BÄÄÄM. Schrecklich war das immer. Hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Tut mir sehr leid für euch!
Aber eine Ent-Täuschung hat auch was Gutes. Zumindest für Dich. Die Täuschung ist weg. Du hast jetzt nochmal die Bestätigung, dass Du wirklich handeln musst. Dass es so nicht weitergeht. Dass Umwege/-leitungen Dich nicht ans Ziel bringen. Dass die Ruhe trügerisch war.
Ich wünsch Dir ganz viel Kraft bei der Rückkehr auf deinen Weg und eine klare Sicht!
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Was meiner Vermutung auch nahe liegt. Es braucht auch bei CO Strukturen einen Tiefpunkt.
Ich glaube, sowohl Suchtkranke als auch Co-Abhängige haben ähnliche Herausforderungen zu meistern: Selbstzerstörung stoppen … Selbstwert erkennen, Selbstliebe praktizieren, Traumen verarbeiten, innere Leere aushalten bzw. überwinden … ob es dafür immer einen Tiefpunkt braucht, weiß ich nicht. Aber es braucht die Erkenntnis, dass akuter Handlungsbedarf besteht, um das eigene Leben zu verbessern.
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zum Mittelpunkt seines Lebens
sollte „meines Lebens“ heißen … manchmal übersehe ich die Autokorrektur
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Keine Ahnung. Ich habe irgendwann aufgehört, seine Rückfälle und meine Rettungsversuche zum Mittelpunkt seines Lebens zu machen. Ich war so tief erschüttert und entkräftet von dem Auf und Ab, von dem schnellen Wechsel zwischen Hoffnung und Enttäuschung und dem Schock darüber, wie ich mich selbst verloren habe, dass ich erkannt habe, dass diese Liebe ungesund für mich ist und ich mit untergehe, wenn ich nicht loslasse!
Ich hatte tatsächlich auch keine Kraft und keine Hoffnung (!) mehr. Und da habe ich gemerkt, ich muss bei mir was ändern. Ich muss mich retten!
Und so hab ich (ein weiteres Mal) angefangen an meinem Selbstwertgefühl zu arbeiten, Werte und Standards neu zu bestimmen, mir eine Therapeutin zu suchen …
Ich sag mir jeden Tag, dass ich auch allein ein liebenswerter Mensch bin. Und das ist wegen meiner Geschichte manchmal echt ne Herausforderung, weil ich an den schlechten Tagen zweifle und denke, dass mich doch dann irgendwann auch mal jemand aufrichtig lieben müsste.
Ich genieße, die Kontrolle über mein Leben zurückbekommen zu haben. Und ich wehre jeden Versuch von ihm, den Kontakt wieder aufzunehmen ab.
Aber die Achtung und auch die Liebe zu meinem Ex-Partner hab ich nie verloren. Und es tut mir unglaublich leid, dass er sich selbst vernichtet.
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Die meisten Suff Co Beziehungen sind meist nur noch aus materieller Sicht zusammen. Die Liebe oder Zuneigung ist doch schon längst weggesoffen.
Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Bei einigen mag das zutreffen. Aber nicht bei den meisten! Es gibt sehr viele Cos die eine verdrehte Vorstellung von Liebe haben! Und viele, die sich überschätzen und glauben, sie können/müssen den anderen retten. Ich habe inzwischen so oft gehört: in Guten wie in schlechten Zeiten.
Und ich selbst habe aufgrund meiner Eka Geschichte eine enorm hohe Schmerzgrenze, verdrehte Vorstellungen von Partnerschaft und ein viel zu geringes Selbstwertgefühl gehabt und definitiv eher eine große emotionale Bedürftigkeit. Ich habe für seine Gesundheit und für meine Partnerschaft gekämpft.
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In erster Linie hilfst Du ihnen indem du handelst! Konsequent! Endlich!
Du nimmst ihnen damit nicht den Vater weg, sondern bahnst für sie (und Dich) den Weg in ein sicheres, verlässliches Zuhause! Ich bin selbst in einer suchtbelasteten Familie aufgewachsen. Mein Vater ist schließlich an den Folgen seines Alkoholkonsums gestorben! Du kannst Dir vermutlich nicht vorstellen, wie unfassbar belastend das alles für ein Kind ist. Mit ihnen sprechen kannst Du, wenn sie endlich in Sicherheit sind!
Es tut mir leid, dass Deon Mann nicht kämpft - aber umso wichtiger ist, dass Du nun konsequent handelst.
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Ich weiß, es geht alles schlimmer…insbesondere, wenn ich mir hier eure Beträge durchlese. Er pöbelt nicht, er wird nur manchmal etwas motzig und ist meist defensiv. Nur einmal hatten wir nach einer Party seiner Freunde eine ricvtug schräge Situation, in der er mich zu Boden gerungen hat. Da konnte er nicht mehr reden und ich weiß bis heute nicht, was das sollte…
Das ist schlimm! Das ist nämlich körperliche Gewalt und ich möchte Dich darauf aufmerksam machen, dass Du sein Verhalten verharmlost. Er wird immer mehr trinken. Das verändert die Persönlichkeit. Vielleicht ist es das nächste Mal nicht „nur“ ein zu Boden ringen. Für Dein Kind ist das so oder so kein sicheres Umfeld.
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Wir gehen im Alltag schon oft getrennte Wege,
Ist das erfüllt für Dich?
Leider scheint ihm der Alkohol jedoch die meiste Zeit wichtiger zu sein.
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Sorry, ich bin ja eigentlich gar nicht angesprochen aber mich interessiert, welchen Grund Du hast, in einer für Dich so unerfüllten Beziehung zu verharren? Warum kümmerst Du Dich mehr darum, ihn zu verstehen als Dich selbst?
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Bleib bei Dir!
Ich weiß, dass es schwer ist zu akzeptieren, dass ein Mensch, den Du liebst, „abdreht“. Aber er versucht Dich mit diesem Drama-Talk zu halten ohne wirklich die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Telefonier am besten gar nicht mit ihm. Helfen kannst Du ihm sowieso nicht. Also hör auf über ihn und seine Situation zu grübeln. Das raubt Dir Deine Energie! Du hast es ja selbst schon geschrieben
auf der anderen Seite geht es mir ja selbst nicht mehr gut mit der ganzen Sache.
Kümmer Dich darum, dass es Dir wieder richtig gut geht. Viel Kraft!
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Danke für eure Gedanken Siri und Eldamalu , vielen Dank für den Austausch! Es tut mir echt gut zu wissen, dass ich nicht allein so fühle! Und ja - ich sehe das auch so, dass es ein Geschenk ist, dass ich - im Gegensatz zu meiner Mutter - selbstreflexiv sein und mich mit mir auseinandersetzen kann. Ja, das ist auf jeden Fall tröstlich!
Aber die Traumen hängen mir schon erschreckend hartnäckig in den Knochen! Und manchmal erscheint es wirklich so schwer das alles allein zu bewältigen. Also allein mit professioneller Hilfe.
Immerhin: Selbstliebe kann ich inzwischen wirklich gut! Aber es wäre auch schön, von jemandem geliebt zu werden … also jemandem, der nicht seine Arbeit oder den Alk auf die eins setzt - sondern sich für unsere Beziehung und gemeinsames Wachstum interessiert … jemand der nicht einfach grußlos einfach aus meinem Leben verschwindet … jemand der zuverlässig ist und nicht komplett unberechenbar wie meine Eltern.
Ich hab manchmal die Sorge, ich ziehe ungewollt immer wieder Menschen an, die sich selbst nicht genug lieben, um bereit zu sein eine gesunde Beziehung einzugehen …
Und obwohl ich wirklich meine beste Gesellschaft bin, hab ich die Sehnsucht, mich auszutauschen, zu teilen und dass jemand irgendwo an mich denkt und auf mich wartet … ich sehne mich nach Liebe - jenseits der Selbstliebe! Eine Umarmung zurück!
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Siri vielen lieben Dank für Deine Gedanken!
Ich weiss nicht, ob es anders wäre, wenn sie mich um Entschuldigung bitten würde.
Über den werde ich noch ein wenig nachdenken … ich glaube eine Entschuldigung von meinen Eltern würde mich trösten/hätte mich getröstet (mein Vater ist ja schon ewig tot) , weil ich dann das Gefühl hätte, gesehen und ernst genommen worden zu sein … aber ich muss mir das nochmal aus mehreren Perspektiven anschauen. Auf jeden Fall ein interessanter Impuls! Eine Umarmung für Dich!