Vielen Dank an Euch!
Ich werde die Sache auf jeden Fall nächste Woche nochmal mit meinem Psychotherapeuten besprechen.
Habt einen schönen Tag.
Viele Grüße
Chrissi
Vielen Dank an Euch!
Ich werde die Sache auf jeden Fall nächste Woche nochmal mit meinem Psychotherapeuten besprechen.
Habt einen schönen Tag.
Viele Grüße
Chrissi
Dankeschön.
Ja, das Schreiben hier hat mir schon geholfen!
So langsam wird es auch wieder besser.
Ich denke, es war die richtige Entscheidung, den Alkohol aus der Wohnung zu entfernen.
Viele Grüße
Chrissi
Hallo zusammen,
Ich bin mittlerweile seit 8.5 Jahren trocken. Die letzten Jahre waren hinsichtlich Alkohol völlig problemlos. Habe so gut wie nie daran gedacht.
Nun habe ich vor 5 Tagen ganz intensiv geträumt, ich hätte wieder getrunken. Der Traum war so real, dass ich erstmal kaum realisiert habe, dass es nur ein Traum war.
Ich war natürlich erstmal sehr erleichtert.
Danach ging aber das Gedankenkarussell los:
Ich bekam eine wahnsinnige Angst, rückfällig zu werden. Die Angst wurde immer stärker.
Wir haben zu Hause einen Schrank mit Alkohol, der mich die ganzen Jahre nie interessiert hat, ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, was sich darin befand, es war mir einfach egal....
Und seit diesem Traum musste ich diesen Schrank ununterbrochen anschauen und daran denken. Hatte wahnsinnige Angst, irgendwann mal aus einer plötzlichen Laune raus, da ran zu gehen. Damit alles zu zerstören, was ich mir die letzten Jahre aufgebaut habe. Eine feste Partnerschaft. Einen ganz tollen Hund 🐕.
Dabei habe ich keinerlei Verlangen nach Alkohol, weder nach dem Geschmack noch nach der Wirkung. Nur wahnsinnige Angst davor.
Ich für mich habe es die letzte Zeit so extrem gesehen, daß, wenn ich mal wieder einen Schluck trinken würde, ich mir das so übel nehmen würde, dass ich dann quasi zur Strafe, gleich bis zur Bewusstlosigkeit weiter saufen würde, am besten gleich bis ich tot bin. (Ich weiß, das ist etwas krass ausgedrückt, aber so empfinde ich es)
Nachdem sich diese Gedanken nach zwei Tagen nicht gelegt haben, habe ich mir ein Herz gefasst und mit meinem Lebenspartner gesprochen. Er hat mich natürlich zuerst nicht verstanden, meinte aber dann ohne zu zögern, er würde den ganzen Schrank ausräumen und alles wegschütten.
Also es war so, dass dieser Schrank in den 5 Jahren, in denen ich bei ihm eingezogen bin, nicht einmal verwendet wurde.
Er hat also alles weg geschüttet, ich habe die Flaschen weggepackt, vorerst auf den Balkon gestellt um die später zu entsorgen.
Ich habe mich schrecklich gefühlt, als hätte ich die Flaschen gerade ausgetrunken.
Mein Lebenspartner war ganz lieb und hat gesagt, es sei alles o.k.
Nachdem die Flaschen dann weg waren, hat sich die Sache etwas entspannt, aber es hängt mir immer noch nach. Glaube ich bin wieder in eine Depression gerutscht, leider keine Seltenheit bei mir.
Ich frage mich immer noch, was jetzt der Auslöser war. War der Traum Zufall? Aber warum hat er mich so mitgenommen?
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerade mein Antidepressivum reduziere?
Es zeigt mir jedenfalls, dass es mich mein ganzes Leben begleiten wird.
Danke fürs Lesen
Ja, das ist wohl häufiger so. Danke! Muss noch mal ganz in Ruhe darüber nachdenken.
Mich beschäftigt es eben auch in dem Zusammenhang, daß ich ja vor 8 Jahren auch mal getrunken habe. Von daher macht es mir vielleicht auch mehr aus als anderen, wenn ich eine Wohnung in so einem Zustand vorfinde....
Hallo zusammen,
Jetzt ist einige Zeit vergangen. Leider bin ich nicht konsequent genug gewesen. Habe meiner Tante mal wieder geglaubt.....dass alles besser wird. Den Schlüssel behalten, in dem Glauben, es ist ja nur für den Notfall.
Sie hat mir die letzte Zeit immer vermittelt, dass es ihr diesmal ernst ist. Ganz offen erzählt, dass sie vielleicht manchmal gerne etwas trinken würde, es aber nicht täte. Und sie als Strategie hätte : "Nur heute nicht!" Und damit recht gut klar käme. Vor ca. 3 Wochen rief sie mich dann wieder an.....sie wäre im Krankenhaus, ob ich ihr ein paar Sachen bringen könnte. Warum sie im Krankenhaus wäre, sagte sie nur, es wäre wohl der Kreislauf gewesen, die Hitze,.....und ich bräuchte keine Angst haben, die Wohnung würde diesmal nicht so schlimm aussehen......
Ich habe schon eine Vermutung gehabt, aber konnte es einfach nicht glauben, dass sie mich die ganze Zeit so schamlos angelogen hat. Naja, was soll ich sagen, es waren 7 leere Sektflaschen, alles hat geklebt, voller Fliegen, und noch andere wirklich ekelhaft Sachen, möchte jetzt nicht näher ins Detail gehen. Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Warum lügt sie so??????
Habe ihr ein paar Sachen zusammen gepackt. Die Tasche aber nur im Krankenhaus abgegeben. Rückblickend frage ich mich, wie ich so dumm sein konnte, wirklich zu glauben, dass sich das Problem plötzlich praktisch von selbst löst.
Trotz allem fällt es mir sehr schwer, mich komplett abzugrenzen. Ich kann jetzt auch meine (mittlerweile verstorbene Mutter) verstehen. Die immer und immer wieder versucht hat, alles auszubügeln, auch aus Angst, dass meine Tante sonst vielleicht irgendwann tot in der Wohnung liegt und sie sich dann Vorwürfe macht.
Trotzdem eigentlich bleibt nur diese einzige Möglichkeit. Ich muss mich da raushalten. Ich möchte morgen noch ein letztes Mal in die Wohnung, dir Blumen gießen, lüften, etc.
Meinen Schlüssel möchte ich dann dort lassen. Sie kommt Freitag nach Hause.
Weiß noch nicht genau, wie ich ihr das beibringen soll. Werde sie wohl anrufen und vor vollendete Tatsachen stellen.
Weil sie mir auch leid tut und ich mich irgendwie verantwortlich fühle. Meine Schwester und ich sind die einzigen Angehörigen, die sie noch hat.
Leider stecke ich wohl schon tiefer in der Geschichte drin, als ich es möchte.
Gestern hat mich die Vermieterin meiner Tante angerufen. Wollte wissen, was mit ihr ist, weil eben Rollläden zu sind. Sie hat dann ausgepackt und mir erzählt, was schon so alles vorgefallen ist. Meine Tante lässt sich wohl ihren Alkohol von einem Taxifahrer bringen, der auch die leeren Flaschen wieder mitnimmt. Sie hat auch schon aus der Gemeinschaftsküche geklaut, etc.etc. Also die Vermieterin möchte sie am liebsten loswerden, macht sich sowohl Sorgen um ihre Wohnung als auch meine Tante.
Ich fühle mich gerade völlig überfordert. Am liebsten würde ich den Schlüssel wieder abgeben, Tür zu und Tschüss....
Aber irgendwie geht es eben doch nicht.
Mein Lebenspartner war eigentlich zuerst sogar die treibende Feder, dass ich den Kram nicht einfach habe liegen lassen.
Und meinte sogar, wir könnten den Dreck nicht so liegen lassen.
Er hatte es glaube ich aber auch etwas unterschätzt. Hinterher sind wir deshalb nochmal ziemlich aneinander geraten, was glaube ich rückblickend ganz gut war, weil es mir meine Grenzen aufgezeigt hat!
Danke Euch!
Neuer Stand: Meine Tante hat mich vor einigen Tagen völlig aufgelöst angerufen, sie bräuchte Sachen im Krankenhaus und ich möchte bitte die Lebensmittel in Ihrer Wohnung entsorgen, dass sie nicht verderben.
Irgendwie konnte ich nicht Nein sagen....
Mein Lebenspartner kam mit, in der Wohnung kamen uns schon Schaben entgegen (ohne Übertreibung).
Tja, wir haben dann in einer großen Aktion alles wenigstens notdürftig gewaschen, Müll entsorgt.
Ich habe meiner Tante auch deutlich gesagt, dass ich sauer bin, dass sie mich die ganze Zeit angelogen hat. Sie wirkte einsichtig, aber ich vermute, es wird nach wie vor keine größere Veränderung geben. Denn sie plant wie jedes Mal, einfach nach Hause zu gehen und weiter zu machen wie bisher.
Ich habe heute auch nochmal mit meiner Psychiaterin gesprochen, sie meint auch, ich solle mich raus halten.
Meine Tante bräuchte eine gesetzliche Betreuung.
Aber dagegen wird sie sich vermutlich sträuben.
Ich weiß nur, daß ich solch eine Sauerei nicht nochmal aufräumen werde....
Danke!
Heute hat meine Tante angerufen und mich gebeten, dass ich wenigstens ihre älteren Lebensmittel in der Wohnung wegschmeisse, dass nicht alles dort vergammelt und ihr auch noch ein paar Sachen ins Krankenhaus bringe. Irgendwie habe ich es nicht geschafft, Nein zu sagen.
Jetzt habe ich rückblickend kein so gutes Gefühl. Denn es ist ja nicht nur der Kühlschrank, das ist das kleinste Problem. Das ganze Bett und der Boden ist versaut. Andererseits hat sie eben einfach sonst niemanden.
Bin noch unschlüssig.
Eigentlich graut mir auch davor, nochmal in die Wohnung zu gehen.....
Ja alles o.k.
Danke fürs Freischalten.
Mir gehts soweit ganz gut, zumindest was den Alkohol angeht. Sonst leider einige gesundheitliche Baustellen.
Und die Konfrontation mit der Sucht meiner Tante. (s. meinen letzten Beitrag).
LG Chrissi
Hallo,
Ich, 44 Jahre, aufgrund schwerer körperlicher Erkrankungen berentet, habe selbst eine Vergangenheit mit Alkohol- und Tablettenmissbrauch hinter mir, bin aber seit 7.5 Jahren trocken.
Es geht um meine Tante, (74 Jahre, Schwester meiner bereits verstorbenen Mutter).
Sie hat schon sehr lange (ca. 30 Jahre) ein Alkohol Problem. Ganz zu Anfang Entgiftung aber immer wieder abgebrochen. Die Ehe ging kaputt, sie ist schon länger alleine.
Vor dem Tod meiner Mutter vor einem Jahr hatte ich wenig Kontakt zu ihr. Ich weiß aber, dass sie auch in den letzten Jahren immer wieder quasi Abstürze hatte, betrunken und bewusstlos in der Wohnung gefunden. Mit ihrem Geld kam sie nicht klar, hat dann von meiner Mutter immer etwas erbettelt, obwohl sie insgesamt eine viel bessere Rente als meine Mutter hatte.
Die mit ihr befreundete Nachbarin hat dann auch in der Wohnung immer wieder leere Sektflaschen gefunden.
Meine Tante hat es immer herunter gespielt oder geleugnet.
So richtig eskaliert ist es jetzt nach dem Tod meiner Mutter.
Mich rief irgendwann die Nachbarin meiner Tante an und wollte mit mir persönlich sprechen. Meine Tante lag im Krankenhaus, die Wohnung war total versaut. 7 leere Sektflaschen, alles voller Sch...., Blut, leere Pizzakartons.
Die Nachbarin bestand darauf, daß ich mit ihr zusammen zu meiner Tante ins Krankenhaus fahre und sie damit konfrontiere, hatte auch Fotos gemacht, denn meine Tante hat wieder alles geleugnet.
Die Nachbarin hatte wohl zuvor schon manchmal das Chaos in der Wohnung aufgeräumt, das wollte sie aber nicht mehr (völlig richtig!)
Darauf meinte meine Tante nur, die Diakonie könnte ja den Dreck wegmachen....Die würden ja für Ihre Betreuung bezahlt werden (Kommen 2mal pro Woche zu ihr zur Hilfe).
Nun wie gesagt, hat die Nachbarin gesagt, sie macht das nicht mehr.
Möchte auch keinen Schlüssel mehr, etc.
Ich telefoniere regelmäßig mit meiner Tante, die letzte Woche kam sie mir am Telefon schon merkwürdig vor. Sie sagte dann auch direkt, daß sie gerne trinken würde, es aber natürlich nicht machen würde, aber daß es ihr eben sehr schlecht ginge. ob sie den Notarzt rufen soll. Ich sagte, wenn es ihr so schlecht geht, soll sie das machen. Wollte sie aber dann doch nicht, weil sie ja sonst ins Krankenhaus kommt. Ich vereinbarte dann, daß wir am nächsten Tag telefonieren. Es war schon 22 Uhr. (Ich fahre nach Schlaganfall und mit Hydrocephalus und Epilepsie kein Auto...da kann ich auch nicht mal so einfach vorbei schauen. ) Aber irgendwie hatte ich doch ein schlechtes Gewissen. Vor drei Tagen rief sie dann bei mir an, sie sei wieder im Krankenhaus. Geschichte dass sie wiederbelebt werden musste, das Herz, sie hätte es vor Schmerzen nicht mehr ausgehalten, etc.....Aber nie ein Wort von Alkohol.
Ich habe es aber irgendwie vermutet.
Sie hat mich darum gebeten, dass ich ihr ein paar Sachen aus ihrer Wohnung ins Krankenhaus bringe. Habe den Schlüssel von der Diakonie bekommen. In die Wohnung....und wieder das gleiche Spiel. Chaos, Sauerei
Naja diesmal Waren es nur 4 Sektflaschen.....
Ich habe ihr dann ein paar Sachen aus der Wohnung geholt und sie unten im Krankenhaus abgegeben (Besuchsstopp).
Sie hat mich dann nochmal angerufen, sich bedankt. Aber wieder alles geleugnet.
Klar, sie hat auch schwere körperliche Erkrankungen, Brustkrebs, einen Stent in der Speiseröhre, das schiebt sie dann immer vor und lenkt aber von dem eigentlichen Problem ab.
Ich habe ihr oft gesagt, sie soll sich Psychologische Hilfe holen. Möchte sie aber nicht.
Eigentlich möchte sie gar nicht mehr leben, sagt sie immer wieder. Trotzdem hat sie ja den Notarzt gerufen.
Mich hat das Ganze ziemlich mitgenommen, erstens ist es immerhin meine Tante, zweitens habe ich ja auch eine Vorgeschichte. Das betont sie ja auch immer, meint ja, dass ich sie ja am ehesten verstehen könnte. Aber ich hätte damals niemals erwartet, daß andere ständig meinen Dreck wegmachen. Ich habe mich geschämt und dafür gesorgt, daß es nicht wieder vorkommt.
Ich habe jetzt lange überlegt, wollte erst ihren Schlüssel behalten und mich um die Wohnung und Post kümmern, bis sie wieder raus kommt. Aber ich habe es nicht gemacht. Es bereitet mir schlaflose Nächte. So habe ich den Schlüssel der Diakonie zurück gegeben. Das Chaos in der Wohnung belassen. Auch wenn ich irgendwie ein schlechtes Gewissen habe.
Das ist jetzt lang geworden...Aber musste mal raus. Danke fürs Lesen
Danke. Das klingt gut.
Erstmal bin ich aber müde ![]()
Ja, mein Partner trinkt auch vor mir, das ist aber auch o.k. für mich. Was nicht o.k. ist, dass er immer wieder mein Alkoholproblem runter spielt. Ich bin da eben ganz konsequent. Möchte auch kein Essen, wo Alkohol drin ist. Das sage ich auch ganz deutlich.
Für heute hatten wir versehentlich Muscheln in Cognac gekauft. Ich wollte sie eben nicht essen, wir hatten genug anderes. Aber er hat dann immer wieder gemeint, ich solle doch mal probieren. Es wäre doch nicht viel Cognac da drin....hat mir die Bissen dann sogar vor den Mund gehalten.
Vorher hatte er auch schon ein Bier getrunken. Da wird er dann auch manchmal komisch.
Mir wurde das dann alles etwas zu viel 😪
Hallo zusammen,
Ich bin 44 Jahre, Rentnerin, seit gut 7 Jahren trocken. Damals eine sehr kurze aber heftige Phase mit Alkoholmissbrauch und Tabletten inkl Suizidversuch aufgrund Lebenskrise (schwere chronische Krankheit).
Die damalige Beziehung ging daran kaputt. Seit 4 Jahren lebe ich mit meinem neuen Lebenspartner zusammen. Leider gibt es da zuletzt immer wieder Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich Alkohol.