Beiträge von Sonne.

    Hallo Kazik, so ganz stimmt das leider nicht,nach meinem Rückfall habe ich 7 Monate weitergetrunken. Ich hätte gleich versuchen sollen aufzuhören und hier zu schreiben hab ich aber nicht.

    Ich möchte versuchen aufzuarbeiten.Also: Am 25.5. waren wir nachmittags auf einem Stadtfest im Nachbarort. Es gab Buden,Karussells,es war schön,harmonisch. Dann sind wir auf dem Weg Nachhause in einen Supermarkt gegangen. Und da griff ich wie ferngesteuert zu einer kl.Flasche Sekt.

    An diesem Tag und auch in den nächsten Tagen/Wochen klappte es ganz gut. Freitag, Samstag ein Piccolo Sekt. Aber irgendwann waren mir die Piccolo Flaschen zu klein, später schmeckte der Glühwein draußen gut.

    Ich versuchte halbherzig es ganz zu lassen, doch mehr als 10 Tage schaffte ich es nicht. Als dann mein Schlaf wieder schlechter wurde, meine Stimmungsschwankungen mehr,ich anfing "Trinktage" herbeizusehnen, musste ich erkennen, ich hab nix im Griff.

    Tja und nun bin ich wieder hier.

    Gruß Sonne

    Hallo KaDett,

    Danke für deine Gedanken. Grundsätzlich finde ich auch,dass Fehler zum Leben gehören,ich daraus lernen kann...Fehler eben menschlich sind.

    Beim Alkohol ist es m.E.jedoch anders. Einem Alkoholiker darf so etwas nicht passieren. Es bringt mir jedoch auch nichts mich mit Vorwürfen zu überschütten oder in Selbstmitleid zu zerfliessen.

    Ich nehme meinen Rückfall an;als Mahnung: mit Alkohol kann ich nicht umgehen. Der Zug ist abgefahren. Diesem Irrglauben, vielleicht könnte ich ab und zu ein Glas trinken, brauche ich nicht mehr zu erliegen. Ja, KaDett,das ist wohl meine Lehre aus dem Rückfall.

    Gruß Sonne

    Hallo,

    es stimmt,dass ich nicht ganz bei 0 anfange. Ein Grundsatz des Forums ist ja,dass hier kein kalter Entzug begleitet wird. Das finde ich auch richtig. Darum möchte ich erst später aufarbeiten.

    Das Lesen in meinem alten Faden und bei den anderen hilft mir jetzt.

    Gruß Sonne

    Danke für die lieben Grüße.

    Ich bin ja wieder ganz am Anfang,heute beginnt Tag 4.

    Bei den Mengen und häufigen Trinkpausen werde ich sicher keinen kalten Entzug haben. Trotzdem werde ich die ersten 10 Tage hier nicht schreiben. Anschließend werde ich aufarbeite .

    Der Gedanke "das ihr hinter mir steht" hilft mir sehr.

    Ganz klassisch sage ich mir selbst: "Heute trinke ich nicht."

    Gruß Sonne

    Danke für die Aufnahme.

    Ja, warum habe ich mich nicht vorher hier gemeldet? Es war eine spontane schnelle Entscheidung. Ich war glücklich.

    Mit meinem Partner war ich auf einem Fest. Als wir danach nach Hause fahren wollten, waren wir noch kurz in einem Supermarkt einkaufen,leider auch Sekt.

    So fing es an. Es klappte anfangs richtig gut. Ich kaufte nur die kleinen Sektflaschen,aber davon immer mehr.

    Auch hatte ich im Sommer Trinkpausen von ein Paar Wochen. Aus Nachlässigkeit habe ich aber immer wieder angefangen. Mir war das Bewusstsein für die Ernsthaftigkeit der Alkoholkrankheit abhandengekommen.

    Das letzte Mal hab ich am 31.12.24 ein Glas Sekt getrunken.

    Gruß Sonne

    Hallo,

    vor ca.1/2 Jahr hat sich der Alkohol wieder in mein Leben geschlichen,bzw.ich habe ihn in mein Leben gelassen.

    Es fing schleichend an. Ich dachte ich hab es unter Kontrolle. Doch das war ein Irrtum. Ich habe keine Abstürze, jedoch fing ich wieder an am WE zu trinken und das Wochenende begann oft schon am Donnerstag .

    Ich habe auch Trinkpausen von 1-4 Wochen.

    Mit Hilfe des Forums will ich wieder kapitulieren.

    Ich will mein selbstbestimmtes Leben zurück. Das Lesen und Schreiben hier hat mir schoneinmal geholfen trocken zu bleiben. Daher bitte ich um Aufnahme.

    Gruß Sonne.

    Hallo Hobbit,

    ich freue mich über die Ernsthaftigkeit, mit der du dabei bist.

    Eigene Strategie, die letztendlich nicht klappten, hatte ich genug,wie du bestimmt auch.

    Darum vertraue ich den Langzeittrockenen, nach dem Motto: so sagen es die Erfahrenen, so mach ich es auch.

    An einer roten Ampel halte ich ja auch an und überlege nicht jedesmal. Rot ist rot.

    Gruß Sonne

    Am Anfang hab ich hier sehr viel gelesen.

    Den alkoholfreien Haushalt, und das Gebot: nicht auf Veranstaltungen zu gehen wo getrunken wird,z.B.Weihnachtsmarkt, haben mich zu meinen inzwischen über 310 nüchternen Tagen gebracht.

    Da verhandel ich auch nicht mit mir, Dort wo Alkohol getrunken wird,gehöre ich nicht hin, und Punkt.

    Prio1 ist meine Abstinenz

    Ich habe lange überlegt ob ich hier etwas zu schreiben . Möchte es jetzt doch.

    Den Namen des Fadens finde ich schon doof.

    Klar,kann jeder sich einen Namen ausdenken der ihm gefällt, aber ich als trockene Alkoholikerin habe früher nicht getrunken,weil der Sekt so lecker war,weil ich Bier genießen wollte.

    Wegen der (zunächst erhoffen) Wirkung hab ich getrunken.

    Wenn ich mir jetzt ein buntes Mixgetränk machen würde, würde mein Kopf auf die Wirkung warten. Es wäre eine Quellerei,die ich mir selbst bereite.

    Und darum mache ich mir kein leckeres Getränk,ausser einen einfachen Tee in einer hübschen Tasse-und gut.

    Hallo Ely,

    schön dass es so gut bei der Suchtberatung geklappt hat. Aufschreiben ist eine gute Sache. Ich hab im Handy eine App indie ich regelmäßig Dinge schreibe,die mich bewegen,wie ein Tagebuch. Das Handy hat man ja doch meist dabei.

    Wie oft sind den die Termine bei der Suchtberatung?

    Gruß Sonne

    Hallo Erna,

    hab ich das richtig verstanden, du willst nur tun was dir gut tut und daher deine ambulante Therapie beenden?

    Wäre bei aller Selbstfürsorge nicht ein Pflichtthermin-z.B.1 Stunde in der Woche ambulante Suchttherapie möglich?

    Gruß Sonne

    Hallo Natze,

    es liest sich gut bei dir. Neben dieser Online-Gruppe gehst du noch zu den AA's, hast mit deinem näheren Umfeld gesprochen, ich finde da kannst du schon mal stolz auf dich sein.

    Angst vor einem Rückfall hatte ich anfangs auch. Der Gang durch dem Supermarkt war schlimm. Mir hat das Denken:heute lasse ich das 1.Glas stehen,geholfen.

    Wenn ich heute einkaufen gehe schaue ich mit Absicht in das entsprechende Regal und denke- so als Übung- euch nehme ich nicht mit.

    Auch esse ich viele Süßigkeiten,als Ausgleich für Sekt.

    Gruß Sonne

    Hallo Erna,

    dieses Mittelmaß an Gefühlen kenne ich auch. Jetzt bin ich z.B.im Büro und draußen wird mit gefühlt 10 Mähern der Rasen gemäht.Früher wäre ich genervt, hätte die Fenster zugeknallt. So ist es mit vielen Sachen,ich bin einfach entspannter, kann mich über den Wald freuen,dessen Blätter so vielfältig grün sind.

    Achtsamer gehe ich durch den Tag.

    Überhaupt bleibe ich mehr bei mir,wenn andere ein Problem haben, lasse ich es dort und mache es nicht zu meinem. Das habe ich inzwischen bei den Co,s gelernt.

    Gruß Sonne

    Hallo Achelias,

    eine gute Frage,wie kündigt sich ein Rückfall an. Wann beginnt ein Rückfall eigentlich? Ist es schon ein Rückfall, wenn ich 'fast 'etwas trinke? Also z.B. Alkohol kaufe,dann aber wegkippe. Oder gibt es da noch Vorstufen, einen 'halber Rückfall" z.B. ?

    Seit über 200 Tagen habe ich nichts getrunken,auch nichts gekauft.

    Saufdruck habe ich ca. 2- 3 in der Woche. Meist wenn ich von der Arbeit Nachhause komme,also zum Start meiner alten Saufzeit.

    Ich trinke dann ganz viel Brause und esse Süßigkeiten. Ich glaube mehr als 30 min hält der Spuk nicht an. In dieser Zeit bin ich traurig,ich erlebe es als Verzicht, ich verurteile mich,dass ich mir den normalen Umgang mit Alkohol versaut habe,ja auch Selbstmitleid ist dabei.

    Es ist jedesmal innerhalb dieser 1/2 Stunde kaum ein rationales Denken möglich.

    Da hilft mir das alkfreie Zuhause sehr.

    Auf weitere Antworten bin ich gespannt.

    Gruß Sonne

    Hallo Erna,

    deine Beiträge habe ich gelesen.

    Ich finde gut,dass du dich intensiv mit der Sucht beschäftigst und dazu auch regelmäßig ins Forum schaust.

    Der Mensch vergisst ja gerne das Schlecht und verharmlost die " Alkohol-Karriere ", so ist es bei mir jedenfalls. Und damit das nicht passiert, ist eine Beschäftigung mit der Sucht so wichtig.

    Manchmal tut mir meine vertane Zeit Leid,die ich mit Alkohol totgeschlagen haben. Auch ein Gedanke den ich akzeptieren muss. Aber lieber spät mit der Trinkerei aufhören als nie.

    Ich wünsche dir einen schönen Urlaub.

    Gruß Sonne

    Von meinem gestrigen Erlebnis möchte ich kurz berichten.

    Mein Freund und ich waren an der Ostsee.

    Bevor wir an den Strand gingen,haben wir noch ein Fischbrötchen an einem Imbissstand gegessen. Am Nachbartisch sass eine Familie (Mutter,Vater,Kind) . Die Mutter fragte ihren Partner, wieviel Bier er hatte, weil sie bezahlen gehen wollte. Er sagte: 5

    Ich dachte es wäre ein Scherz,aber nein sie bezahlte 18Euro für 5 Flaschen Bier.

    Am Nachmittag um 15.00Uhr mit Frau und Kind,bei Sonnenschein, an der Ostsee

    Ich will nicht weiter urteilen,das steht mir garnicht zu, aber ich bin so froh,das ich mich entschieden habe, mich von dieser Sucht zu lösen.

    Liebe Grüße Heike

    Hallo Mond,

    Schön,dass du auch aussteigen willst und dich für das echte Leben entschieden hast.

    Seit 4 1/2 Monaten trinke ich nicht mehr. Ich zähle meine abstinenten Tage und Wochen und will mir diese nicht versauen.

    Mit dem Einkaufen im Supermarkt wird es immer leichter,aber abends (wo sonst meine Sektzeit begann), gehe ich nicht einkaufen, höchstens zum Bäcker.

    Gruß Sonne

    Hallo Mone1,

    schön, dass du hergefunden hast.

    Wie funktioniert denn ein Schnippsgummi?

    Mein "Trick" sind neben viel Wasser trinken,Süßigkeiten. Ich weiss es ist nicht gesund,aber es beruhigt mich. Schokolade und Kuchen sind ja genauso süß wie früher mein Lieblingsgetränk (Sekt).

    Naja,eins nach dem anderen.

    Als ich hier anfing,hab ich viele Lebensgeschichten hier im Forum gelesen.

    Gruß Sonne