Hallo liebe Leute !
Danke Matthias , für die Glückwünsche, ich versichere Dir, jeder einzelne davon hat seine Berechtigung.
Ich habe mich getraut, und meine wohl grösste noch offene Baustelle in Angriff genommen.
Dafür geht es mir Heute erstaunlich gut, aber das muss ja nicht schlecht sein.
Vor zwei Tagen habe ich Kontakt zu meiner geschiedenen Frau ( Scheidung 1989) aufgenommen.
Habe sie gebeten, ob sie mir einmal sagen kann wie es unserem Sohn geht, ob die Möglichkeit besteht Kontakt aufzunehmen.
Gestern haben wir dann 1,5 Std. telefoniert.
Leider gab es da wenig erfreuliches zu höhren.
Mein Sohn ,Heute 23 Jahre jung , hat mit 14 angefangen zu trinken . Mit 16 kamen dann noch Drogen dazu.Das heist er raucht so eine Art Wasserpfeife, keine Ahnung was da drin ist.
Den letzten Kontakt hatte ich vor zwei Jahren. Der sah so aus , das er mir am Tel. erzählte , das er die Prüfung seiner Lehre nicht geschafft hatte und ob ich ihm nicht noch ein weiteres Halbes Jahr Unterhalt zahlen kann, damit er Diese dann beendet.
Das habe ich gerne getan.
Nun habe ich erfahren, das er drei Lehren abgebrochen hat. Er war schon im Gefängnis wegen nichtgeleisteter Sozialstunden und nichtbezahlter Strafen.
Seine Mutter hat ihn vor die Tür gesetzt, weil sie nicht mehr mit Ihm zurechtkam ( Aggressivität ).
Das ist die IST Situation.
Vor zwei Jahren , habe ich mehrfach mit Ihm telefoniert, meist hatte er was getrunken. Ich habe dann versucht loszulassen , Ihn fallen zu lassen, damit er an seinem Tiefpunkt gelangen kann.
Das ist mir sehr schwer gefallen und ich habe mir offt gewünscht das das Telefon geht und er den Kontakt zu mir sucht.
Jetzt wollte ich wissen , wie es ihm geht , nun weiss ich es.
Was soll ich sagen, ich sehe mich in diesem Jungen Menschen wieder, viele Paralelen zu meiner Jugend.
Ich habe keine Drogen genommen weil es keine gab ( DDR )und ich war nicht Aggressiv, aber sonst stimmt der Spruch , der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Warum bin ich nicht verwundert ? Vieleicht weil ich sowas erwartet habe ? Mein Vater hat sich mit 46 Jahren Todgesoffen , Ich habe mit 32 erkennen dürfen das ich sehr Krank bin und habe die Kraft gefunden diese Krankheit nicht mein Leben oder meinen Tod bestimmen zu lassen.
Diese Kraft wünsche ich meinem Sohn auch.
Nun werde ich versuchen , über seine Mutter langsam Kontakt aufzunehmen, wenn er dies will.
Damals habe ich von seiner Seite grossen Respekt aber auch Angst gespührt, er weiss das ich seit ein paar Jahren trocken bin und zu denen gehöhre die Ihm sein liebstes Spielzeug wegnehmen möchten.
Aus meiner schmerzhaften Erfahrung , meiner letzten Beziehung heraus, in der ich 15 Jahre versucht habe Für einen anderen lieben Menschen Trocken zu leben habe ich gelernt und werde den gleichen Fehler sicher nicht noch einmal machen. Er endete in einer Co- Abhängigkeit. Um Haaresbreite hätte ich meine Abstinenz wieder an den Tod verkauft, der Schnaps stand schon auf dem Tisch.
Es tut unsagbar weh zu höhren wie es meinem Sohn geht, ich wollte es wissen und nun weiss ich es.
Ich lasse Ihn fallen, bin ich Eiskalt ?
Nein sicher nicht, ich will nur leben.
Habe gelernt das ich nicht stark genug für zwei bin, habe zwei starke Arme und ein grosses Herz. Meine Arme will ich Dir reichen wenn Du deine frei hast von Schnaps und Drogen. In meinem Herzen wird immer ein Platz sein wenn Du ihn willst, ist aber eine alkoholfreie Zone !
Scheisse jetzt muss ich weinen, egal ,
Schon wieder einen geliebten Menschen loslassen, das ist nicht fair,es tut nur weh.
Die Therapie wirkt immer wieder nach , so habe ich es dort gelernt . Die Vernumpft über die Gefühle zu stellen um leben zu können.
Sorry jetzt will ich Heulen, bis später Bernd