Hallo liebe Leute !
Erst mal zu den Fragen. Ich bin Opa geworden, Oma geht in diesem Leben nicht.
Eine Enkeltochter namen's Jenny. Die ist bereits im September 2008 auf die Welt gekommen, ich hatte aber keinen Kontakt zu meiner Tochter, deshalb habe ich es erst jetzt erfahren, mich aber riesig darüber gefreut.
Seit dem 22,2,10 hat meine Tochter nicht mehr auf meine E mail geantwortet. Ich werde nicht drängeln, habe ich vor Jahren mal gemacht, mit dem Ergebnis , das sie den Kontakt eingestellt hat.
Ich hoffe sie meldet sich wieder.
Meine Schweisserprüfung ist noch nicht fertig, liegt aber nicht an mir sondern an meinen Vorgesetzten. Auch da übe ich mich in Geduld, die tägliche Arbeit geht einfach vor. Es wird aber gelingen, da bin ich ganz optimistisch.
Mit meiner Freundin verstehe ich mich ganz prima. Wir kennen uns ja erst etwas mehr als 10 Monate und ich sehe uns noch in der Kennenlernphase.
Das sie über meine Krankheit und Vergangenheit bescheid weis versteht sich von selbst. Für mich das wichtigste !!! Sie versteht mich und nimmt sehr viel Rücksicht darauf ! Sie passt auf was sie kocht und was sie einkauft, damit mir kein " Unfall " passiert.
Wenn man 49 Jahre alt ist, dann hat natürlich jeder so seine " Macken ". Die gilt es zu respektieren oder aber zu ändern, sonst funktioniert das Zusammenleben wohl nicht. Bei mir ist es so, das ich nach der Arbeit erst mal zu Hause ankommen möchte ,mich ausziehen ein Käffchen oder Tee und dann mal fünf Minuten zur Ruhe kommen, dann erzählt sie mir Ihr Tagesgeschehen und ich Ihr das Meine. Das hat sich jetzt gut eingespielt. am Anfang unseres Zusammenlebens in der neuen Wohnung hat sie mich immer gleich auf dem Flur " überfallen ". Sie kannte es nicht anders. Nun aber haben wir uns gut aufeinander eingestellt.
Warum ich sowenig Rückmeldungen erhalte ? Weil ich recht wenig schreibe.
Ich bin seit dem 6,12,1993 trocken und lebe seit dem abstinent ( zwei mal habe ich etwas gegessen und hinterher festgestellt das Alkohol bzw. Brantweinessig darin war )ich sehe das aber nicht als Rückfall, ich tat dies nicht bewusst.
Nun sage ich mal ohne Überheblich zu sein, das ich aus den Windeln raus bin. Deshalb stellen sich mir viele Fragen nicht mehr, die für Mitpatienten , die ebenso den abstinenten Weg einschlagen wollen noch akkut sind.
Nun giebt es Menschen wie zum Beispiel unseren Administrator, der es versteht anderen zum X-ten mal die ersten Schritte in ein abstinentes Leben zu erklären. Hut ab , davor.
Ich bin schlicht der Meinung , das ich zwar abstinent lebe , aber schon viele Fehler gemacht habe . Ob ich da der Richtige bin Ratschläge zu erteilen bezweifle ich sehr.
Ich lege hier mein Leben offen, tue dies gern und bewusst, wenn Jemand etwas für sich daraus nimmt und es als für Ihn hilfreich betrachtet ist das für mich Ok.
Andererseits bin ich aber von einer Sucht in eine andere gerutscht . Da ich viele Jahre mit einer ebenfalls alkoholkranken Partnerin zusammengelebt habe bin ich ein " vorbildlicher " CO- ALKOHOLIKER geworden.
Nun habe ich es geschaft, mit Hilfe dieses Forum's und all den lieben Menschen hier , das zu erkennen und zu reagieren, geheilt bin ich deshalb aber nicht.
Viel mehr sehe ich es als unabdingbar an, IMMER was für den Erhalt meiner Abstinenz zu tun. Diese ist das Werkzeug für mein gesundes Leben, ja für mein Leben überhaupt. Wie jeder andere auch bin ich allein verantwortlich für mein Leben. 32 Jahre war ich nasser Alkoholiker , dann 14 Jahre trockener und Co-Alkoholiker. Ich finde ich bin der Verantwortung für mein Leben nur sehr schlecht gerecht geworden. Nun habe ich die Möglichkeit ander Seite eines lieben Menschen und mit Hilfe dieses Forums hier der Verantwortung für das letzte Drittel meines Lebens gerecht zu werden. Ich will mir dabei viel Mühe geben.
Natürlich freue auch ich mich über Post, jedoch kommt es nicht auf die Menge an, sondern was darin steht. Auch ist es wenig nützlich von X-Leuten auf die selbe Frage , die gleiche Antwort zu bekommen.
Zudem ist es ein grosses Wagnis , bei der schwere unserer Erkrankung , anderen Patienten Ratschläge zu erteilen, sie können ( immer gut gemeint ) auch mal falsch sein. Deshalb wähle ich den Weg, aus meinem Leben zu erzählen und Jeder kann sich was daraus erlesen oder eben nicht.
Wenn ich Zeit habe lese ich sehr viel und gerne in diesem Forum, es ist mein Lexikon der Abstinens geworden und ich hoffe das es das bis zu meinem Lebensende auch bleiben wird.
Eine Selbsthilfegruppe die immer präsent ist, mit tausenden Mitgliedern und trotzdem komme ich immer zu Wort wenn ich es möchte, mehr kann kein Mensch erwarten, das ist schon gigantisch.
Nur nutzen muss ich es allein.
So liebe Leute nun hoffe ich allen Fragern , alle Fragen beantwortet zu haben und werde jetzt mit meinem Hund über die Wiesen gehen und darüber nachdenken, was für ein Glück ich doch habe diesen schönen Tag an der Seite eines lieben Menschen und eines treuen Hundes abstinent erleben zu dürfen.
Dieses Glück wünsche ich allen anderen Mitpatienten auch.
Viele liebe Grüsse von Bernd G