Hallo liebe Leute !
Seit Donnerstag fahre ich jeden Tag meine Nachbarin zu einem Unfallarzt ins Nachbardorf.
Ihr Mann arbeitet weit weg und kommt nur jedes zweite Wochenende nach Hause.
Sie hatte einen Arbeitsunfall , ein Auto hat sie nicht und wenn ich das nicht mache , hätte sie ins Krankenhaus gemusst.Soweit so gut.
Seit Gestern hat sie mir dann auch andere Tätigkeiten zugeteilt, wie Müll mit runter nehmen, zur Post fahren und Briefmarken kaufen, zum Bäcker fahren usw.
Heute Morgen dann auf dem Weg zum Arzt sagte sie mir dann, das sie ihrer Tochter zugesagt hätte , das ich sie (ca. 20 Km entfernt ) abholen würde mit Kind und Kinderwagen. Ich wusste gar nicht was ich sagen sollte und habe auch nichts gesagt.
Im Wartezimmer habe ich dann gemerkt , wie es in mir anfängt zu brodeln, bin aber ruhig geblieben.
Nach dem Arztbesuch bin ich dann direkt nach Hause und meine Nachbarin sagte mir, das das wohl die falsche Richtung ist.
Ich habe ihr dann gesagt, das es für mich OK ist, sie zum Arzt zu fahren, aber alles andere , da möchte ich dann schon mal vorher gefragt werden und das ich mich ein wenig ausgenuzt fühle.
Sie bot mir dann 50,-€ Spritgeld an, welches ich dankend ablehnte und wiso ich mich so aufrege, ich wäre doch allein und hätte Zeit.
Ich wuste gar nicht mehr was ich dazu sagen sollte.
Jedenfalls habe ich ihre Tochter nicht abgeholt und sie ist jetzt Sauer. Morgen früh soll ich sie wieder zum Arzt fahren und nun überlege ich was ich mache.
Manchmal verstehe ich Menschen nicht.
Ist mein Verhalten so ungewöhnlich ?
Habe ich nicht ein Recht darauf vorher mal gefragt zu werden ?
Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen aber andererseits fühle ich mich auch ausgenutzt.
Viele Grüsse von Bernd G