Beiträge von Bernd G

    Hallo liebe Leute !

    Hatte heute ein Erlebnis das ich nicht wiederholen werde.
    War heute Mittag in Karlsruhe und habe mein Auto zur Reparatur gebracht. Eine Stunde sollte das Dauern und so ging ich in die Fussgängerzone. dann fing es an zu regnen und ich " flüchtete" in eine Kneipe. Draussen stand Cafe dran aber din sassen Leute und tranken Bier .
    Ich habe mir einen Kaffee bestellt und etwas in einer Tageszeitung geblättert.
    Dann wurde ich immer nervöser und konnte mich nicht mehr auf die Zeitung konzentrieren.
    Die Geräusche und Gerüche liessen Erinnerungen wach werden und ich sah mich selbst dort am Tresen sitzen. Habe dann bezahlt und bin zur Werkstadt gegangenum dort im Büro zu warten.

    Hätte ich nicht gedacht, das mir das so viel Unbehagen bereitet. Ich war schon in Restaurants zum Familienessen oder im Urlaub mal zum Mittagessen aber nicht in einer Bierkneipe.

    Ich habe verstanden, nie wieder !!!

    Viele liebe Grüsse von Bernd G

    Hallo zusammen!

    Gerade muste ich an einen Menschen denken den ich bei meiner ersten Therapie 1990 in Lübeck kennengelernt habe.
    Der gute Mann war nicht freiwillig dort , sondern hatte von einem Gericht die Auflage bekommen, Knast oder Therapie ? Auch bei meiner zweiten Therapie in Hankensbüttel 1994 war in meiner Gruppe so ein Mitpatient.
    Ich habe das damals als Witz empfunden, da diese Leute dort nur die Zeit abgesessen haben und in meinen Augen anderen Menschen einen Therapieplatz weggenommen haben.
    Ich wollte mal fragen, ob es heute immer noch sowas giebt und ob es vieleicht auch positive Beispiele giebt.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Moin Blizzart !

    Erst einmal meinen Glückwunsch, Du hast deine Therapie hinter dir und hast gezeigt, das Du bereit bist Hilfe anzunehmen.
    Ich sehe das immer als Grundschule, man hat Dir das Handwerkszeug gegeben und Du warst Bereit die Aufgabe anzugehen .
    Gebe nicht soviel auf persönliche Meinungen von Mitpatienten, die noch ganz am Anfang ihres Weges sind und mit ihren Aussagen sicher auch noch ihre eigenen Ängste zum Ausdruck bringen.
    Setze deinen begonnenen Weg fort und wehre dich gegen alzuviel Routine und Verselbstständigung.
    Du warst zum " Arzt " aber er hat deine Krankheit nicht geteilt, konnte dir jedoch ein Rezept mitgeben, nun ist es an dir es nach und nach einzulösen.

    Viele liebe Grüsse von Bernd G

    Hallo Chris !

    Das ging wohl den meisten so. Der Entschluss etwas gegen seine Krankheit zu tun löst wohl eine gewisse Euphorie aus. Es ist eben was NEUES, nach einer gewissen Zeit, war es für mich jedoch " selbstverständlich " geworden .
    Dieser Zeitpunkt ist meiner Meinung nach sehr wichtig für meine Entwicklung gewesen.Denn nun kam es darauf an ernsthaft und kontinuierlich mein Ziel ( Abstinenz ) zu verfolgen und darauf zu achten das aus der anfänglichen Euphorie nicht Gleichgültigkeit wird .
    Nun war ich weg vom Alkohol, gut, aber nun ging es darum kompromislos alles zu tun, damit das auch so bleibt.
    Mein Ziel , ein abstinentes Leben zu führen, habe ich erst erreicht, wenn ich gestorben bin.Es geht für mich also darum immer ein Interesse an diesem Ziel wachzuhalten und es nicht aus den Augen zu verlieren.
    Für mich ist auch sehr wichtig, das ich Freude daran habe , jeden Tag meinem Ziel ein Stück näher zu kommen, es bewust und gerne zu tun. Der sogenante und hier viel geschriebene" Verzichtsgedanke " hat keine Chance bei mir, denn es macht mir Spass, ist mein Lebensinhalt mich mit meiner Krankheit auseinanderzusetzen.

    Du hast wohl richtig erkannt, das viele hier nach einer kurzen Zeit nichts mehr von sich lesen lassen. Ich denke, das diese Mitpatienten noch nicht die Notwendigkeit erkannt haben ihre " Euphorische Phase " zu nutzen um das Interesse an der Möglichkeit, ihre Krankheit nun zum Stillstand zu bringen aufrecht zu erhalten.
    Du solltest dich aber nicht daran stören, denn wir werden ihnen nicht Helfen können, weil sie es nicht wollen.
    Meine Krankheit , die Sucht, ist so komplex, das ich meine ganze Energie für mich benötige.Da ich aber Dank dieses Forum`s die Möglichkeit habe öffentlich , aktiv daran zu arbeiten, können wie ich von anderen, andere auch von mir etwas lernen.

    Einen schönen Sonntag wünscht Dir Bernd G

    Was ist aus diesem Thema geworden ?

    Es war doch Robert seins, oder.

    Ich will abstinent Leben und tue das.

    In dem hier jeder schildert in welche Kneipen und Disco's er geht werden wir meiner Meinung nach Robert nicht helfen.

    Das schwarz/weis Denken was Karsten angesprochen hat muss wachsen. Aber es wächst meiner Meinung nach nicht in dem ich Hilfesuchenden aufzeige was für gefährliche oder verführerische Situationen ich " überstanden" habe.

    Ich finde es schon richtig auf " Fehler" hingewiesen zu werden doch dann muss auch mal wieder " GUT " sein.

    Mit dem s/w Denken wächst auch das Selbstvertrauen, und wenn ein " Fehler " begangen wurde sollte es nicht das Ziel sein den Gegenüber " fertig " zu machen.
    Das habe ich jahrelang mit meiner Partnerin gemacht und sie konnte nicht ohne Alkohol leben, das weiss ich Heute und habe ich hier bei Euch gelernt.
    Deshalb finde ich es gut auch mal " auf den Pott " gesetzt zu werden, es müssen aber nicht zig Leute nochmal draufhauen.

    So lieber Robert nun entschuldige ich mich noch bei Dir, das ich dein Thema benutzt habe um mir mal " LUFT " zu machen.

    Ich denke Du hast verstanden, wie die Mitpatienten ,ich eingeschlossen, über deine Sylvesterfeier denken.

    Viele liebe Grüsse von Bernd G

    Hallo Eric !

    Etwas stolz sein kannst'e aber schon.
    Dafür bist Du nämlich ganz allein Verantwortlich.
    Ich " Feier" diesen Tag immer mit meinen Kollegen und gebe ne Runde Kaffe aus.
    Son bischen Schulterklopfen spornt ja auch an, oder ?

    Viele liebe Grüsse von Bernd G

    Hallo Robert !

    Da kann ich nur sagen . " Prosit Neujahr " !!!

    Für mich wäre das ein Rückfall.
    Wir werden diese Welt nicht alkoholfrei bekommen, warum auch?
    Aber ich muss mich nicht an den Orten einfinden wo er überwiegend die Hauptrolle spielt.
    Wenn ich dann noch jedem zum gefallen einen trinke wäre ich sicher schon Tod !

    Viele Grüsse von Bernd G

    Guten Morgen Lütze !

    Ich wünsche dir Gesundheit und Geduld mit Dir selbst fürs neue Jahr.
    Mein erstes trokenes Sylvester empfand ich damals auch als sehr bedrückend und ein riesiger Gefühlswulst quälte sich durch mein Gedächtniss so das ich immer wieder anfing an den Sinn zu zweifeln , warum ich nun nicht mehr trinken wollte.
    Meine Geduld hat sich aber ausgezahlt, gestern hatte ich ein sehr entspanntes Sylvester mit Spaziergang , Kartenspiel und DVD-Abend mit meiner trockenen Freundin. Dafür hat sich jede Mühe gelohnt.
    Egal was dieses Jahr bringt, ich werde wie in jedem Jahr meine Abstinenz an erster Stelle auf meinem Wunschzettel belassen und Probleme ,wenn es welche giebt, sind doch eigentlich nur Ansporn für uns Lösungen zu suchen und Nüchtern, habe ich bis jetzt immer welch gefunden.

    Viele liebe Grüsse von Bernd G

    Hallo klara !

    Es geht hier eigentlich nicht darum möglichst viel Post zubekommen.
    Ich verstehe dieses Forum eher so, viel von anderen die schon ein paar Schritte weiter sind zu lesen und dann auch etwas davon anzunehmen und umzusetzen. Nicht zu trinken ist die eine Seite, gewissermassen der zweite Schritt, aber zufrieden mit sich selbst zu sein ist ein ewiger spannender Lernprozess .
    Ich gehe hier zur Schule und habe gerade die Grundschule fertig, meine Lehrer sind keine Professoren, sondern jeder hier der HEUTE nichts getrunken hat. Wie er das geschaft hat , das interessiert mich und davon will ich mir was abschauen.
    Wenn ich dafür mein ganzes Leben umkrempeln muss, dann will ich das gerne tun, denn sonst werde ich an dieser Krankheit sterben.

    Du liebe Klara hast den ersten Schritt gemacht, hast erkannt das mit deinem Alkoholkonsum etwas nicht stimmt.
    Nun sei konsequent und gehe den zweiten Schritt und nehme Hilfe an.
    Die kannst Du hier im Übermass finden.
    Aber auch in einer Beratungsstelle für Suchtkrankheiten.

    Wenn dir dann hier auf deine Schreiben irgentwann kaum noch jemand antwortet , Du aber siehst, das man dich mehr und mehr liest , ist das ein gutes Zeichen, das Du auf dem richtigen Weg bist.

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen die Kraft Veränderungen in deinem Leben anzugehen.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo liebe Leute !

    So Weihnachten ist vorbei und seit Gestern bin ich wieder alleine, das heist nicht ganz. Momo , unsere kleine Chihuahua Hündin ist bei mir und leistet mir Gesellschaft.
    Weihnachten war aus meiner Sicht sehr angenehm. War mit Ute zusammen und wir hatten es schön gemütlich. Haben jeden Tag, trotz Eiseskälte einen schönen Spaziergang gemacht und am zweiten Feiertag waren wir bei Utes Tochter zum Essen eingeladen. Auch das ging in einer tollen Athmosphähre und ohne Alkohol vonstatten.
    Danach habe ich sie dann nach Hause gebracht, weil sie das so wollte. " Sie will sich nicht so sehr an das Zusammenleben gewöhnen. " Ich akzeptire das und vieleicht ist das auch besser für mich.
    Morgen werde ich sie wieder abholen und wir werden dann gemeinsam Sylvester und Neujahr verbringen.
    Ich finde es immer noch ganz Toll , das ich diese Feiertage ganz bewusst erlebe und nächsten Tag auch noch weiss was am Vortag war.
    Sehr gefreut habe ich mich Gestern. Da bekam ich einen Anruf von meiner Nichte und die war bei meiner Mutter im Pflegeheim zu Besuch und lies mich dann mit meiner schwerkranken Mutter telefonieren. Das hat mich sehr bewegt und es flossen ein paar Tränen.
    Heute hatte ich dann einen Brief von meinem Stiefvater im Kasten, in dem er sich für das Paket von mir bedankt.
    Jeden Tag freue ich mich, das ich es bis jetzt geschaft habe nicht mehr mit dem Alkohol zu kämpfen und jede Minute meines Lebens bewust selbst zu gestalten.

    Achso ich gehe seit ca. einem Monat fremd. Aber nur in einem Forum für Norwegen-Freunde. Es macht mir Spass und ich bereite mich so auf meinen Angelurlaub im nächsten Jahr vor. Vieleicht finde ich dort Jemanden der mit mir zusammen fährt, das ist mein Wunsch für 2008.

    Nun habe ich lauter Sachen geschrieben , die eigentlich zum Ausdruck bringen das ich mit meinem Leben im Moment zufrieden bin.
    Das ist es, was ich mir immer gewünscht habe . Ein einfaches alkoholfreies , zufriedenes Leben. Ich glaube ich bin auf einen guten Weg dorthin, jeden Tag einen Schritt weiter.
    Viele in diesem Forum haben mir in diesem Jahr sehr dabei geholfen und ich möchte mich dafür auf diesem Wege einmal bedanken.

    Dankeschön !

    Frohe und besinnliche Festtage wünsche ich allen Forenteilnehmern !
    Ich bin seit drei Tagen mit Ute zusammen und sehr glücklich, das ich nicht alleine bin. Heute und Morgen werden wir noch hier bei mir sein und dann am zweiten Feiertag zu Utes Tochter fahren. Das wird sicher auch sehr schön.

    Ich werde die Feiertage trocken verbringen und hoffe das alle die das auch wollen dies auch schaffen.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo zusammen !

    Wollte mich nur mal melden.
    Es geht mir soweit gut.
    Ich habe eine Katze von der Nachbarin in Pflege und mus sagen , das es doch recht angenehm ist wenn etwas Leben in der Bude ist.

    Ihr Sohn hat sich am Sonntag in der Nähe von Bremen Todgefahren. Sechs Mann im Auto auf dem Weg von der Disco nach Hause. Er hatte wohl nichts getrunken aber der Fahrer. Vier Mann tod zwei zum Krüppel. Wann setzt sich unsere Regierung endlich für die Null Promille Grenze ein und stellt Fahren unter Alkohol unter richtige Strafen wie zum Beispiel in Scandinavien.
    Das regt mich auf, 19 Jahre jung und schon das leben dem Alkohol geopfert.
    Was soll man den Nachbarn sagen, drei Tage vor Weihnachten ?

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Guten Abend !

    So die erste Nachtschicht habe ich hinter mir und ein wenig geschlafen habe ich auch.
    Muss immer an meine Mutter denken, die sitzt im Pflegeheim und hat resigniert. Nun ist ihr Schlaganfall schon 14 Monate her und nach einer weiteren Reha, die mein Stiefvater selbst bezahlt hat , konnte keine Besserung festgestellt werden. Sie war immer sehr aktiv und nun sitzt sie im Rollstuhl und ist halbseitig gelähmt.
    Meine Verwandten besuchen sie jeden Tag aber sie will nicht mehr leben , wie meine Schwester mir immer wieder am Telefon erzählt.
    Ich würde mir so wünschen das sie ihren Lebensmut zurückgewinnt. Ich habe ihr wieder eine Karte geschrieben, vieleicht muntert sie das ein wenig auf.

    Die graue Jahreszeit regt wohl zum grübeln an, ich muss mich beschäftigen und somit etwas ablenken, es wird auch wieder bessere Momente geben.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo liebe Leute !

    Danke für die vielen " Blumen " !

    14 Jahre hört sich viel an, ich will aber nicht vergessen AUFMERKSAM zu bleiben sonst bin ich ganz schnell wieder bei Null.
    Heute will ich nichts trinken und damit zufrieden sein es dann Heute Abend auch ZUFRIEDEN und ohne Krampf und Kampf geschaft zu haben.

    Eigentlich geht es mir Heute gar nicht so gut, es ist der 2. Advent, ok ich bin nicht gläubig , aber irgendwie ist es doch ein Familientag.
    Meine Familie besteht aus meiner kranken Mutter im Pflegeheim, meinem Stiefvater mit dem ich nicht so recht warm werde , meiner Schwester nebst Schwager , drei Nichten meiner Ute und der kleinen Momo. Alle sind weit weg.
    Wollte eigentlich dieses Wochenende mit Ute verbringen , doch die war krank. Nun sitze ich hier alleine und habe so bischen meinen Moralischen bekommen.
    Naja heute Abend um 21,00 Uhr muss ich zur Arbeit, dann vergeht das wieder.
    Mir fehlt manchmal noch die innere Ruhe aber dann habe ich ja das Forum. Zum Glück !

    Viele liebe Grüsse und einen schönen trockenen Advent wünscht euch Bernd