Beiträge von Bernd G

    Hallo liebe Leute!

    Also , erst mal Danke für die Fürsorge.

    Es ist keineswegs so, das ich mir Gedanken mache , ob ich was trinken sollte, oder " Du könntest ja mal ... ".

    Nein , ich mache mir Gedanken wie: Es ist doch erstaunlich, wie hartnäckig dieses Suchtmittel ist, das es auch nach vielen Jahren nichts von seiner Gefährlichkeit gegenüber Erkrankten verliert.
    Oder : Kann ich es mir erlauben, zu dieser Weihnachtsfeier zu gehen, obwohl dort Alkohol getrunken wird.
    Oder : Warum erkennen manche Leute nicht, das sie Krank sind und reagieren endlich.
    Oder : Warum muss es jetzt auch meinen Sohn treffen? Mein Vater hat sich mit 46 Jahren todgesoffen und geraucht. Auch ich habe diese Krankheit und nun auch noch mein Sohn. Der ist nicht bei mir aufgewachsen und ich habe ihn vieleicht 10 mal in 20 Jahren gesehen, ist also praktisch eine fremde Person für mich und trotzdem tut es mir sehr weh, das er dabei ist immer tiefer zu fallen und ich kann ihm nicht Helfen. Im Gegenteil, ich muss ihm jeden Monat Geld schicken und finanziere somit seine Sucht. Da kann ich ihm auch gleich Alkohol schicken. Das sind meine Gedanken an Alkohol.
    Oder sollte ich vieleicht mal wieder zu einer Gruppe gehen ?
    Ich bin sehr Wachsam und habe keinerlei Verzichtsgedanken. Der Suchtstoff Alkohol spielt in meinem Leben keine Hauptrolle mehr.
    Doch konfrontiert werde ich doch jeden Tag damit. In der Werbung, Im Supermarkt, durch Erzählungen von Kollegen usw.
    Das bringt mich jedoch nicht ins Wanken, für mich ist Alkohol ein vorhandener Suchtstoff wie , Zigaretten oder Spielautomaten, sie sind halt da , gut, aber ich will mit diesen Dingen nichts zu tun haben und Nichts und Niemand zwingt mich dazu.
    Ich bin aber nicht so Naiv zu glauben, ich sei nun geheilt , da ich ja schon solange nichts mehr trinke. Es giebt genug Beispiele das Leute auch nach 30 und mehr Jahren wieder den Schritt zurück gemacht haben. Mein Knackpunkt war laut Therapeuten, Das Alleinsein ! Nun bin ich wieder Allein und trinke nicht. Deshalb würde ich trotzdem nie so vermessen sein zu sagen : aha habt ihr euch geirrt?. Vieleicht , vieleicht aber auch nicht. es ist mir egal, damals war vieleicht das Alleinsein , mein Knackpunkt. In 13 Jahren bin ich gereift und habe mich weiterentwickelt und kann Heute Allein sein. Wer weis wo Heute mein " Knackpunkt" liegt? Vieleicht der Verlust meines Arbeitsplatzes oder eines lieben Angehörigen, ist doch ganz egal. Wachsam will ich bleiben , damit " Mein Alter Kumpel " nie wieder eine Chance hat bei mir einen Fuss in die Tür zu kriegen.

    Endschuldigt das es so viel geworden ist, aber wenn es einmal sprudelt, dann wollte es wohl raus.

    Auch habe ich immer mal wieder den Gedanken aufkommen lassen ob ich noch hier schreiben sollte, aber es schadet mir nicht und Sinn und Zweck dieses Forums sehe nicht nur darin hier über Alkohol und die Folgen zu schreiben, sondern über alles und jeden Püpifax was mich aus der Bahn werfen könnte. Wenn ich mich über die Nachbarin Aufrege erzähle ich es lieber hier als der Flasche am Kiosk. Es hat mich noch Niemand dafür gemassregelt, also wird es nicht so verkehrt sein.
    Ich kann nur allen Leuten empfehlen offen mit ihrer Krankheit umzugehen, dann braucht man nicht zu lügen. Wenn ich lüge belüge ich immer zuerst mich und das wäre wieder ein Grund , zu saufen . Es ist sicher nicht der Weiheit letzter Schluss aber ich persönlich gehe absolut offen und auch offensiv mit meiner Krankheit um und fahre gut damit.
    So nun hab ich Hunger, muss ja auch mal sein.

    Schönen trockenen Abend wünscht allen ganz lieb Bernd

    Guten Morgen !
    @ - Kiki : Tja kiki, ich finde das auch erstaunlich !
    Ein trockenes Umfeld habe ich jetzt, deshalb bin ich ja von meiner Partnerin weggezogen. Das ist aber erst fünf Monate her, vorher hatte ich praktisch kein trockenes Umfeld.Da war ich Co-Alkoholiker.
    Ob ich zufrieden bin ?
    Gute Frage.
    Bin zufrieden, das ich nicht trinke, das ich es geschaft habe, mir ein trockenes Umfeld zu schaffen.
    Meine derzeitige Lebenssituation, ist auch für mich recht neu und an manchen Tagen bin ich zufrieden und manchmal fühle ich mich sehr allein und einsam. Dann bin ich sicher am Zweifeln, ob das alles so richtig ist was ich tue.
    Weist Du Kiki es ist im letzten Jahr viel passiert was mein leben verändert hat. Meine Mutter zu der ich ein sehr gutes Verhältnis habe ist nach einem schweren Schlaganfall im Krankenhaus. Meine Trennung, die für mich richtig ist und war, von meiner Partnerin. Dadurch habe ich endlich keine Angst mehr und nun kann sie selbst auch endlich Trocken sein.
    Allein diese Tatsache beschäftigt mich natürlich auch sehr. Wir sind ja weiter in Kontakt und besuchen uns. Ist das für beide Seiten richtig ?

    An Alkohol denke ich wenn ich ihn in der Werbung sehe, das löst manchmal Erinnerungen aus. Jetzt wird wieder über Weihnachtsfeiern geredet, soll ich da hingehen ?
    Dann habe ich mir hier die Adressen von realen Gruppen geben lassen, für den Notfall. Ich kenne hier Niemanden , würde ich jedem empfehlen immer eine Adresse im Portemonet zu haben, falls es mal brennt.
    Du siehst liebe Kiki auch nach ein paar trockenen Jahren muss ich immer auf der Hut sein. Der " kleine Mann " im Hinterkopf ist immer wachsam, ich aber auch.
    Ich bin nicht von dieser Krankheit geheilt, ich hoffe nur ich habe sie im Griff.

    Oh Mist jetzt komme ich zu spät zur Arbeit, egal das musste raus.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo liebe Leute !

    Es geht mir gut,denke ich.
    Heute war kein leichter Tag, ich war nach längerer Zeit das erste mal wirklich alleine . Hatte ja ein paar Wochen unseren kleinen Hund. Nun ist er wieder bei Ute.
    War irgendwie komisch als ich nach Hause kam. Ich hatte vor diesen Situationen immer etwas Angst.
    So habe ich den Nachmittag verschlafen und den Abend mit Hausarbeit verbracht.
    Obwohl ich nun schon ein paar trockene Erfahrungen machen durfte, denke ich recht oft an Alkohol. Nicht das ich den Wunsch habe welchen zu trinken aber im Kopf ist er immer noch präsent. Geht das anderen auch so?

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo liebe Leute

    @ Birgit : danke für deine Worte . Hier in Karlsruhe ist auch sehr angenehmes Wetter. War gerade in Neustadt/Weinstr. und habe Ute geholfen ihre Ferienwohnung sauber machen. Als Dankeschön habe ich dann ein Ticket vom Ordnungsamt bekommen , fürs " Falsch parken ". Selber Schuld.

    Mit meinen Bandscheibenvorfällen gehe ich erst mal nicht zum Arzt. War ja schon sieben Wochen Krank damit und die Probleme kommen immer beim Autofahren, ich finde einfach nicht die richtige Sitzeinstellung, falls es die giebt.
    Da es Ute noch nicht so gut geht, hat sie mich gefragt ob ich den Hund mitnehme. habe ich gerne gemacht, bis Sonntag bleibt sie bei mir.

    Mein Sohn ist jetzt 20 Jahre jung und Unterhalt muss ich bis maximal zum 27 Lebensjahr bezahlen. Wer sich das ausgedacht hat weiss ich auch nicht. Jedenfals meldet er sich nur, wenn er Geld will , in Form eines Briefes vom Jugendamt. Habe dreimal mit ihm telefoniert, er war jedesmal angetrunken. Das mus ich nicht haben, so habe ich das telefonieren erst mal eingestell. Er kann ja anrufen wenn er will.

    So jetzt werde ich deiner Empfehlung nachkommen und mit Momo einen schönen Spaziergang machen.
    Heute geniesse ich den Feiertag, denn ich habe damals 1989 meinen Teil dazu getan, das es ihn überhaupt giebt. Für mich ist das immer noch ein Wunder, aber das gehöhrt hier wohl nicht her.

    Jedenfals wünsche ich allen einen schönen Feiertag .

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Guten Morgen Blizzart !

    Finde ich ganz Toll, das Du dir nicht zu Schade bist , Prospekte zu verteilen.
    Erinnert mich an meinen Weg. Nach meiner Ersten Therapie, wollte ich unbedingt Arbeiten und bin zum Arbeitsamt und habe das auch sehr " Deutlich " zum Ausdruck gebracht. Habe dann eine unentgeldliche Beschäftigung in einer Behindertenwerkstatt bekommen.
    Das war mein Sechser im Leben. Denn die Direktorin dieser Einrichtung hat mir sehr geholfen und mir meinen heutigen Job vermittelt . Nun bin ich seit 15 Jahren in dieser Firma.
    Will sagen, es lohnt sich immer etwas zu tun.
    Ich habe so meinem Selbstwertgefühl etwas gutes getan, hatte das Gefühl gebraucht zu werden und , merkst ja selber, es tut gut und hebt die Laune.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo Vaan !

    Ich habe auf meiner Arbeitsstelle nur positive Erfahrungen gemacht nachdem ich offen mit meinem Chef über meine Krankheit gesprochen habe. Die " Punschfeiern " solltest Du dir verkneifen, denn gerade am Anfang deines Weges wäre es sehr törricht zu meinen Du bist stark genug Da zu wiederstehen. Sonst wird es wieder nur eine Trinkpause.
    Du hast doch alles richtig gemacht, nun befreie dich weiter in dem Du an den wichtigen Stellen und zu den richtigen Personen offensiv mit deiner Krankheit umgehst. Sicher kostet es etwas Überwindung aber danach war ich sehr Erleichtert und Befreit.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo liebe Leute !

    Habe mich eine Weile nicht gemeldet. Aber Heute umgiebt mich eine bedrückende Leere.
    Vier Wochen war Momo ( Ein kleiner Chihuahua ) bei mir in Pflege. Gestern habe ich sie zurückgebracht. Ute traut sich nun wieder zu ,für sie zu sorgen.
    Als heute der Feierabend näher kam , habe ich gemerkt, das meine Laune immer schlechter wird und ich eigentlich gar nicht nach Hause wollte. Als ich in die Wohnung kam und ihre Tröge sah musste ich etwas weinen, sie fehlt mir sehr.

    Gesundheitlich geht es mir auch nicht so gut. Seit sechs Wochen arbeite ich nun wieder und es geht mir immer schlechter. Gestern nach dem ich Momo weggebracht hatte, bin ich zum Aquariumverein gefahren. Dort bekam ich einen Krampf im rechten Bein, der mich 10 Minuten ausser Gefecht setzte.
    Schon auf der Hinfahrt habe ich ewig an meinem Autositz rumgestellt, weil ich immer wieder Taubheitsgefühle und Krämpfe in den Beinen bekam habe bis jetzt keine Position gefunden und mache mir grosse Sorgen wie das weitergehen soll. Vieleicht muss ich noch mal mit meinen Bandscheibenvorfällen zum Arzt. Habe aber wenig Hoffnung, das da noch was Besser wird.

    Von meinem Sohn habe ich Post bekommen. Ich soll noch weiter Unterhalt bezahlen, da er seine Lehre nicht geschaft hat und nun noch ein halbes Jahr länger lernen muss. Dachte schon ich wäre fertig, aber so ist das mit dem Denken.....
    Weiss Jemand vieleicht, wie das ist wenn er danach keine Arbeit bekommt oder er eine neue Lehre anfängt, oder irgendeine Massnahme vom Arbeitsamt macht. Irgentwann muss doch mal gut sein .

    Morgen gehe ich Überstunden machen und am Sonntag möchte ich mich dann mal ausruhen.

    Irgentwie fühle ich mich Ausgelaugt und sehr Traurig.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo Liebe Leute !

    Gestern habe ich eine grosse Feier von meiner Firma gehabt und hatte erst Sorge, da es dort ja auch Alkohol gab. Ich bin aber gut damit zurecht gekommen. Es war ein ein super Tag mit allem was das Herz begehrt.

    Dann noch etwas anderes. Am Wochenende werde ich , nach zwei Wochen , wieder Ute zu mir holen, ich habe ja auch noch ihren Hund bei mir. Gestern hat sie mich gefragt, ob sie nicht bis Mittwoch bleiben kann. Ich habe das verneint, mit der Begründung, das ich ja arbeiten gehen muss und ich nicht will, das sie alleine hier ist. Das hat sie wohl gekränkt, aber ich habe mich getrennt, damit ich keine Angst mehr haben muss und das klappt bis jetzt Einwandfrei.
    Für mich ist das so OK , ich will nicht wieder Angst haben müssen.
    Ich finde es ganz Toll , das sie nicht mehr trinkt, aber zusammenziehen werde ich nicht mehr. vieleicht klingt das Hartherzig ,doch nach den Erfahrungen der letzten Monate ist es so glaube ich das Beste.

    viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo Kerstin !

    Habe eben dein Thema gelesen und möchte Dir mein herzlichstes Beileid aussprechen.
    Liebe Kerstin, ich habe den allergrössten Respekt vor deinem Mann und Dir. Nur die Allerwenigsten schaffen das , was ihr bisher geschaft habt.
    Dein Mann hatte sich Abstinenz bis zum Ende auf seine Fahne geschrieben , diese solltest Du nun weiter hochhalten. Eine grosse Aufgabe , wie ich meine aber auch eine lohnenswerte.

    Ich wünsche Dir die Kraft , mit deinem lieben Mann seinem Vermächtnis im Herzen es ihm gleichzutun.

    Ihr sollt meine Vorbilder sein, Du siehst von Deinem Mann bleibt soviel !!!

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Guten Morgen !

    Das ist wohl war, der Anfang ist oder war nicht leicht.

    Ich lobe sie auch. Manchmal kommt mir alles vor als ob es hinter einer Nebelwand passiert.
    Es ist das was ich mir immer gewünscht habe . Nun wünsche ich ihr die Kraft und Erkenntnis diesen eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

    An alle die noch etwas schlafen können einen neidvollen Gruss und einen trockenen Tag wünscht Bernd, muss zur Schicht .

    Hallo liebe Leute !

    Mein Sohn hat bis Heute noch nichts wieder von sich höhren lassen. Vieleicht hört sich das Herzlos an, aber ich werde mich erst einmal ruhig verhalten . Ich gehe davon aus , das er ebenso ein Suchtproblem hat und nun versucht , mich für die Finanzierung zu nutzen, möchte mich aber nicht dafür hergeben. Dann muss er eben noch etwas weiter die Treppe runter. Habe mir vorgenommen , wenn er von mir Hilfe verlangt aus der Sucht rauszukommen , dann will ich das gerne tun, aber er muss den ersten Schritt selber machen.

    Am Freitag habe ich Ute aus dem KH abgeholt und wir waren das Wochenende hier bei mir.
    Am Sonntag Vormittag, gab es dann eine Diskusion. Ich fragte sie ob sie nicht mehr oder besser nur schwarz/ weiss denken und handeln kann, das ich keine Hintertürchen mehr will und das ich auf klare Fragen auch klare Antworten möchte. Nach etwas hin und her sagte sie, das sie noch keine 13 Jahre trocken ist und das sie sich ja bemüht und das ganze auch ein Lehrnprozess ist. Ich habe ihr Recht gegeben und später darüber nachgedacht, das ich ja auch nicht nach drei Monaten Abstinenz perfekt war.Es ist wohl wirklich so, das ich viele Sachen schon automatisch ablaufen lasse und einiges so verinnerlicht habe das es selbstverständlich ist aber eben nicht für Leute die noch am Anfang des Weges sind. Manchmal denke ich das ich das auch noch bin. Jedenfals habe ich durch diese Geschichte was gelernt.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo liebe Leute !

    @ Birgit da hast Du wohl Recht. Habe nichts mehr von meinem Sohn gehört. Vieleicht ist es gut , das ich da erst mal Ruhe bewahre.

    So, eine Harte Spätschichtwoche ist zu Ende. Mit meiner Momo verstehe ich mich prima. Morgen kommt Ute aus dem KH, Aber der Hund bleibt noch bei mir, denn mit laufen ( Gassi gehen ) ist das noch nicht so doll.
    Ich geniesse jede Stunde mit dem Tier.

    So das solls erstmal gewesen sein.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Hallo liebe Leute !

    Jetzt nach 2 Tagen Abstand sehe ich das ganze schon wieder etwas gelassener.
    Ute ist für mich absolut kein Problem mehr, wir sind weiter befreundet so lange sie trocken ist, das weiss sie und das bleibt auch so. Die räumliche Trennung tut mir gut , meine Ängste sind weg und das war mein Ziel.
    Je älter ich werde desto öffter denke ich an meine Kinder von denen ich nichts hatte, was natürlich ganz alleine auf meine Kappe geht. Meine Tochter ist 26 und ich habe sie das letzte mal live gesehen , da war sie 9 Monate alt, habe ein Foto von ihr, da ist sie 4 Jahre. Vor drei Jahren hatte ich kurz Kontakt mit ihr, telefonisch, weil sie das wollte und mich , besser meine Mutter ausfindig gemacht hat. Darüber war ich sehr glücklich, leider hat sie dann den Kontakt plötzlich ohne Grund eingestellt, das hat sehr weh getan.

    Mein Sohn ist jetzt 20 Jahre alt und leider in meine Fussstapfen getreten. Ich bin von ihm weggezogen , da war er 1 Jahr und drei Monate alt. Nach DDR Recht geschieden durfte ich ihn nur besuchen wenn die Mutter das erlaubte . Das war sehr selten, eigentlich immer nur wenn sie mehr Geld wollte um mich dann gütlich zu stimmen durfte ich ihn dann mal sehen.
    Nun habe ich die Zahlung eingestellt, da er seine Lehre beendet hat und schon meldet er sich. Ich habe ihn dreimal angerufen und jedesmal war er betrunken.
    Ich will aufpassen das ich mich da nicht so sehr reinhänge, denn helfen kann ich ihm so nicht. Vieleicht hat er nun Angst das er kein Geld mehr von mir bekommt um seinen Alkoholkonsum zu finanzieren, diese Angst ist auch berechtigt. Ich werde nicht mehr weiter bezahlen.
    Vieleicht klingt das Herzlos aber natürlich sehne ich mich sehr nach beiden Kindern nur was kann ich tun ?
    Das alles so gekommen ist , ist meine Schuld alleine , Ich habe lange nichts gegen meine Krankheit getan und bin so sicher verantwortlich das ich nun keine Beziehung zu meinen Kindern habe.Leider konnte ich nur 20 Jahre meinen Beitrag durch Geld leisten und nicht durch Erziehung , das wird mich immer schwer Belasten aber rückgängig machen kann ich es nicht.
    Würde meinem Sohn gerne Helfen, habe ihm angeboten eine Arbeit und eine Wohnung zu besorgen.
    Leider wollte er lieber in der Kneipe sitzen und hat sich bis jetzt nicht gemeldet. Ich werde jetzt erst einmal nichts machen, er ist am Zug.
    Aber er ist mein Spiegel und lebt mein leben nach und das tut mir so weh,ich weiss ich kann nichts dabei machen, ich muss das trocken aushalten
    Jetzt weine ich, aber ich bin Stark, werde in den Spiegel schauen und sagen , Du Alkohol bekommst mich nicht noch einmal. ich schaffe das wie alles andere auch, nüchtern hat man die kraft dazu.

    Gehe jetzt noch mit Momo gassi und dann zur Spätschicht.
    Das hat mir sehr geholfen, danke das ihr mir zugehört habt.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Schönen Sonntag zusammen !!!

    Bin traurig und sehr entäuscht.
    Habe mich so gefreut mit meinem Sohn in Kontakt zu kommen. Gestern sollte ich ihn ja nochmal anrufen und das habe ich nicht getan. War verärgert über den Vortag. Ich sehe mich im Spiegel und sehe mich mit 20 Jahren, war ich anders, nein! Doch nun bin ich verletzt und entäuscht, so wie ich damals Menschen verletzt und entäuscht habe, es kommt eben alles irgentwann zurück.

    Wenn ich mich jetzt da reinhänge , kommt da das gleiche raus wie bei Ute . Kann ihm nicht Helfen wenn er nicht sieht, das er ein Alkoholproblem hat. Beim ersten Telefonat, hat er mich auf Alkohol angesprochen. Ich habe ihm gesagt, das ich schon ein paar Jahre nicht mehr trinke. Dann sagte er , das er "nur" jeden Tag 2-3 Bier trinkt. Da wuste ich bescheid!
    Alles würde ich tun, um zu helfen, allein es geht nicht.
    Nun überlege ich, ob es Sinn macht ihm einen Brief zu schreiben oder ob ich den Kontakt wieder abreissen lassen soll.
    Eins werde ich auf jeden Fall nicht machen . Ewig hinterhertelefonieren bis er mal nüchtern ist und auch werde ich nicht durch ewiges Geldschicken seine Sucht finanzieren. Eigentlich weiss ich überhaupt nicht wie ich mich verhalten soll.

    Heute Nachmittag werde ich nach Ludwigshafen fahren und Ute besuchen. Sie liegt alleine auf dem Zimmer , kann noch nicht aufstehen und niemand schaut mal nach ihr.

    Vieleicht kann mir mal jemand einen Ratschlag geben , wie ich mich nun meinem Sohn gegenüber verhalten soll. Bin Vater von zwei Kindern und weiss nicht wie ich ihnen Helfen kann, ich schäme mich.

    viele liebe Grüsse von Bernd

    Und noch einmal !

    Habe angerufen , laute Kneipengeräusche , wollte mit ihm sprechen. Er hat nur gesagt das ich Morgen wieder anrufen soll, er wäre mit Kumpels im Lokal und könnte da jetzt unmöglich raus und mit mir sprechen.
    Mein Vater war Alkoholiker, ich bin es auch und nun mein Sohn !
    was habe ich verbrochen ?

    Hallo liebe Leute!

    Soll alle die sie ( Ute ) kennen ganz lieb grüssen.
    Ute wurde heute Morgen ca. 9,00 Uhr opperiert und zwar bis ca. 13,30 Uhr. Habe kurz mit ihr am Telefon gesprochen und sie war erleichtert, das es vorbei war. Am Sonntag werde ich sie besuchen und kann dann vieleicht mehr sagen , wenn sie das will.

    Also Gestern habe ich einen Brief vom Jugendamt bekommen. Darin war auch ein Brief von meinem Sohn, Steven 20 Jahre jung, mit Adresse und Telefonnummer.Lange habe ich überlegt, ob ich anrufen soll, seit ca 13 Jahren habe ich keinen Kontakt zu ihm gehabt. Wuste nicht wo er lebt und was mit ihm ist. Hatte nur eine Kontonummer wohin das Geld ging.
    Jedenfalls habe ich angerufen und das war gut. Wir haben uns unterhalten und er hat mich um Hilfe gebeten, wenn ich kann will ich das gerne tun. Er hat nun seine Lehre fertig und will aus seiner Heimatstadt weg, weil es dort 30 prozent Arbeitslosigkeit giebt und er dort kaum eine Chance hat. Also habe ich Heute mit meinem Meister gesprochen und gesagt das ich etwas " Vitamin B " wie Beziehungen brauche . Er hat gesagt, das mein Sohn eine Bewerbung schreiben soll und dann " wollen wir mal sehen " !
    Ich bin jedenfalls sehr aufgewühlt und versuche mich zu Bremsen und nicht Euphorisch zu werden. Nachher werde ich wieder enttäuscht und davon habe ich eigentlich genug.
    Würde mich sehr freuen wenn dieser Kontakt bestand hätte , weiss aber auch das ich das Pflänzchen wohl behutsam pflegen muss.

    So nun werde ich ihn mal anrufen und ihm sagen das er mir eine Bewerbung schicken soll, wenn er will.

    Viele liebe Grüsse von Bernd

    Guten Morgen zusammen !!!

    Gestern abend habe ich mich getraut, und nach über 10 Jahren Kontakt mit meinem Sohn Steven aufgenommen.
    Das hat mich so sehr aufgewühlt das ich fast nicht geschlafen habe. Egal, das ist eine neue Baustelle für mich. Soll ich mich schämen oder Stolz sein, mann sind das Gefühle !
    Denke aber das es Zeit ist für mich, das anzugehen, weglaufen geht nicht, ist auch keine Lösung.
    Heute Abend mehr , muss zur Arbeit.
    Um 9,30 Uhr wird Ute opperiert, verdammt viel los an diesem Tag. Ich drücke ihr die Daumen das alles gut geht.

    Viele liebe Grüsse von Bernd und Momo

    Hallo liebe Leute !

    Ich finde die Lösung auch gut. Ausser beim Alkohol kann ich ruhig Kompromisse machen, sie erleichtern das Leben schon sehr.

    Ich bin froh und Glücklich, meine Momo ist bei mir und hat gerade die erste Nachbarin angebellt, weil sie gfanz klein ist darf sie das.

    Einen schönen Abend wünscht allen Bernd