Beiträge von Mone1

    Ich habe mich bei der Suchtberatung angemeldet, war einige Male dort zum Gespräch, 1x zum Gruppengespräch und dann gemerkt, dass das nicht meins ist. Ich hatte einige online-Termine mit meiner Therapeutin und hatte mir einen Schnipsgummi fürs Handgelenk umgemacht für die Situationen am Abend, wenn der Suchtdruck kam. Das kennen sicher einige hier. Mir hat das geholfen. Am Anfang hatte ich einen Bekannten, er ist 2 Jahre länger trocken, allerdings hat er LZT und Entgiftung etc. mitgemacht, er war also bestens im Bilde und ein guter Ansprechpartner für mich. Ich wollte unbedingt nicht mehr trinken, habe viel nachgedacht, mit Freunden gesprochen und denke, ich bin jetzt auf einem guten Weg. Es wurde auch ein ADHS-Test gemacht, das hat sich bestätigt. Die ersten Monate dachte ich, der Suchtdruck wird niemals weniger, aber zum Glück war das nicht so.

    Kurze Vorstellung: ich bin 57 Jahre alt und habe vor 1 Jahr und 4 Monaten aufgehört zu trinken, nachdem ich über Jahrzehnte meinen Bierkonsum erhöht habe und irgendwann auch Whisky an den Wochenenden dazu getrunken habe. Ich bin verwitwet, habe 1 erwachsene Tochter, bin Oma und wusste seit Jahren, dass ich Alkoholikerin bin. Als mein Mann vor fast 10 Jahren starb, habe ich mich beinahe totgesoffen.