Beiträge von Franzi

    Hallo ihr,

    jetzt habe ich lange nichts und eigentlich noch so gar nicht richtig etwas geschrieben.

    Aber diese irrsinnige Sprachlosigkeit in Bezug auf Probleme - mit meinem Partner insbesondere - ist eine meiner ganz großen Baustellen. Ich habe viel gelesen im Forum und mich erschrocken, wie ich das eigene Erleben in den verschiedenen Geschichten immer wieder in gewissen Teilen gespiegelt bekomme. Dieses Hoffen, Nichtstun, Abwarten, sich wie gelähmt fühlen, den Absprung wieder und wieder verpassen, immer wieder Rücksicht auf alles und jeden nehmen… und selber irgendwie funktionieren auch wenn man eigentlich gar nicht mehr kann. Zumindest fühle ich mich viel zu oft so.

    Mein Mann trinkt nach wie vor, nach außen hin keinerlei Bedürfnis nach Änderung. Ein paar Wochen sind friedlich, „normal“, dann gibt es wieder einen Abend mit Eskalation - dh Beleidigungen, im schlimmsten Fall wird er total aggro und dann hilft nur - aus dem Haus und Weg. Ich verziehe mich dann ins Bett (er schläft in einem anderen Zimmer, weil ich ihn nicht mehr betrunken im Schlafzimmer haben möchte).

    Ich entwickle mich wirklich gefühlt im absoluten Schneckentempo. Vor zwei Jahren sind Dinge passiert, die würde ich niemals mehr mitmachen. Ich habe schon ein paar Grenzen setzen können. Trotzdem ist es eigentlich hoffnungs- und zukunftslos, wie es jetzt ist. Ich hoffe diese Sprachlosigkeit (immer wenn ich mich jemandem geöffnet habe, ist mir das natürlich zum Vorwurf gemacht worden), dass ich irgendwie mit niemanden drüber reden kann wie es bei uns daheim teilweise läuft, hier im Forum und endlich mal beenden zu können. Ich hoffe dass war jetzt nicht zu wirr alles…

    Hallo,

    vielen Dank für eure Nachrichten!! Ich bin nicht verschwunden, nur komme ich diese Woche mit 2 kranken Kindern und selbst erkältet zu nichts und leider auch nicht dazu mehr zu schreiben. Danke erstmal und bis bald.

    Hallo,

    mein Name ist Franzi. Mein Mann trinkt seit Jahren regelmäßig, auch tendenziell zu viel und mittlerweile ist es definitiv eine ausgeprägte Sucht. Er trinkt eigentlich ausschließlich Bier, aber davon reichlich. Arbeitstechnisch funktioniert er, nach Feierabend geht es dann jedoch gleich los. Am Wochenende auch teilweise schon vormittags. Genau weiß ich es nicht, weil ich ihn nicht bewusst kontrolliere, allerdings habe ich ihn ein paar mal zufällig „in flagranti“ erwischt und die Mengen an Leergut, die sich im Keller sammeln, sind aussagekräftig genug.

    Wir haben zwei kleine Kinder. Er will laut eigener Aussage nicht aufhören. Und damit wäre der Weg eigentlich klar, aber momentan schaff ich es noch nicht, die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Ich habe Angst, ziehe den Kopf ein und verdränge. Und das ist falsch. Es fällt mir auch schwer darüber zu reden. Daher erhoffe ich mir hier Impulse, irgendwie weiter zu kommen.