Hallo und danke, aber das Vor-die-Tür-Setzen dauerte genau bis zum nächsten Morgen, da stand er wieder vor der Tür
.
Ich muss sagen, ich bringe ob der schlimmen Dinge, die passieren , gar keine Chronologie mehr zusammen. Mich macht das so fertig.
Gestern war er soweit ganz ruhig, fuhr zum Strand in Absprache mit seiner Freundin und ich hoffte, hoffte, hoffte...er benahm sich fahrig irgendwie unecht. Als sie wieder da waren, kam er mit einer Tüte. Mein Blick ging dahin und die Frage , ob er schon wieder etwas gekauft habe. Ich muss sagen, darin war kein Alkohol, wie ich später feststellte, aber in seinem Auto lag ein Flachmann und er hatte eine Fahne.
Wie auch immer. Er ist plötzlich derartig ausgeflippt, hat mich angeschrieen, mich mit den schlimmsten und ordinärsten Ausdrücken tituliert, und er sei froh, wenn er endlich hier ausziehen können (Hallooo??!), und dann, das verspreche er mir, sehe ich ihn nie wieder. Usw.
Ich musste gehen....Ich habe das nicht mehr ausgehalten.
Mein Sohn hat ein psychisches Problem. Er war schon immer irgendwie auffällig und aufbrausend, hier ging es manchmal richtig zur Sache, wenn er sich in seine Wut hineingesteigert hat. ADS wurde diagnostiziert , eine Behandlung hat er immer abgelehnt. Vor längerer Zeit hat er ein Medikament dagegen bekommen, das er aber nicht regelmäßig nimmt.
Er verspürt immer einen Druck, ist ruhelos und hat irgendwann dann den Alkohol als für ihn probates Mittel gefunden, sich damit ruhig zu stellen.
Wenn er trinkt, schläft er eigentlich die ganze Zeit, verschläft sein Leben, seine Chancen. Jammert nach solchen Exessen darüber, dass er wieder eine Woche seines Lebens abhaken muss, da er einen kompletten Filmriss hat.
Aber nun ist alles irgendwie eine Spur heftiger geworden, dieser Ausraster gestern.. Ich habe wirklich Angst vor ihm angesehen davon, was es mit meiner Seele tut.
Gefühlt säuft er seit 3 Wochen mal mehr, mal weniger. Vor 1 Woche hatte er einen Städtetrip geplant mit einem Freund. Er hat getrunken bis 1 Tag vorher und wollte unbedingt los, da er seinen Kumpel nicht enttäuschen wolle.
Ende vom Lied... er rief am Ende der Reise seine Freundin an, ob sie sie abholen könne. Autofahren ging nicht mehr. Also fuhr ich mit, insgesamt 3 Stunden Fahrt, um das Auto auch wieder nach Hause zu bringen. Freude und Verständnis, als er uns sah, aber unsere Forderung, direkt in die Klinik zu fahren, wurde wieder kategorisch abgelehnt.
Die Reise war für den Freund natürlich auch eine Erfahrung, auf die er gerne verzichtet hätte.
Es ist alles so schrecklich.. ihr seht, in meinem Kopf ist ein einziges Chaos genährt von Angst und Sorge. Ich vermute, dass er in seinem Garten ist, mit Freundin denke ich, da ihr Auto hier steht. Er hat ihr übrigens untersagt, mit mir noch ein Wort zu sprechen, sonst sei es aus . . was denkt er sich in seinem kaputten Kopf ? Er hinterlässt nur noch Angst und Trauer und es geht uns massiv an die Substanz. Und er glaubt wohl tatsächlich, dass er mir drohen kann, dass er den Kontakt mit mir abbricht?!
Genießt hier im Haus Luxus und Wohlstand und droht mir. Es ist schrecklich. Ich weiß nicht weiter mit ihm. In der Theorie ja, aber umsetzen lässt es sich momentan leider nicht.
Liebe Grüße 😦