Beiträge von seb24

    Bin leider gestern nicht mehr dazu gekommen zu schreiben. Ich war gestern beim Hausarzt und die Angst, die ich im Vorfeld hatte, war unbegründet. Der Arzt hat super reagiert. Hat mir erst aufmerksam zugehört und mich dann gut beraten und die richtigen Fragen gestellt.

    Da die Katze ja eh schon aus dem Sack war, brauchte ich ihm und mir selber nichts vorzumachen und bei der Menge des Konsums zu "schwindeln"

    Er hat mir dann Blut abgenommen und die weitere Vorgehensweise mit mir besprochen. Bis das Blut ausgewertet ist dauert es jetzt ein paar Tage, dann muss ich wieder hin und wir besprechen das Ergebnis und machen einen Termin für die Entgiftung. Er meinte das wir das wohl Ambulant machen. Antidepressiva für meine Psyche musste er mir nicht verschreiben, die nehme ich eh schon täglich 2-mal wegen meiner Depressionen. Er hat mir aber dringend nahegelegt, das Thema Alkohol bei meinem nächsten Besuch beim Psychiater offen anzusprechen... Was ich auch tun werde.

    Das Thema Selbsthilfegruppe hat er auch angesprochen, da habe ich ihm gesagt, dass ich das gerne mit der online Selbsthilfegruppe versuchen möchte.

    Ich bin froh, dass ich jetzt den Schritt gemacht habe und schaue jetzt optimistisch nach vorne.

    Ja, auf jeden Fall. Ich bin auch fest entschlossen das jetzt durch zu ziehen. Ich fühle mich allein deshalb schon etwas besser, weil ich den Schritt hier her in das Forum gemacht habe und auch durch das "Anschubsen" von Elly jetzt endlich den Mut gefasst habe doch einen Arzt hinzu zu ziehen und nicht versuche das alleine im Stillen Kämmerchen zu schaffen.

    Ich schaue motiviert nach vorne und freue mich auf den Austausch hier im Forum. Alleine die paar Einträge die ich hier gemacht habe und die Antworten darauf fühlen sich schon gut an.

    Hallo Elly,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Ich habe das mit dem kalten Entzug gelesen und auch, dass das sehr gefährlich sein kann. Ich hatte in den 2 Wochen keinerlei Entzugserscheinungen. Mir ging es tatsächlich richtig gut und meine Frau sagte, dass ich ein ganz anderer Mensch sei... so ohne Alkohol im Kopf.

    Aber ich denke du hast recht, ich werde mich meinem Hausarzt anvertrauen.

    Was mir mehr Sorgen und Kopfzerbrechen macht ist, wie ich das ganze psychisch bewältigen soll. Ich bin ein sehr geselliger Mensch und gehe gerne unter Leute. Da gehört hier und da ein gemütliches Bierchen dazu. Das werde ich doch sehr vermissen.

    Hallo,

    ich bin Alexander, verheiratet und habe 3 Kinder. Die Situation, wie sie jetzt ist hat sich in den letzten beiden Jahren immer weiter zugespitzt. Ich trinke für mein Leben gerne Bier. Das schmeckt mir einfach sehr gut. Nur ist aus dem einen Bierchen mit Freunden oder am Wochenende beim Fußball immer mehr geworden. Hab ich erst mal eines getrunken folgt schnell das zweite... dritte... vierte. Ich kann dann einfach nicht mehr aufhören bis ich komplett besoffen bin. Ich habe mehrere Versuche hinter mir, das zu kontrollieren... funktioniert nicht. Sobald ich eines trinke folgen viele.

    Ich trinke "nur" Bier aber inzwischen täglich und viel zu viel. Meine Frau hat mir nun das "Messer auf die Brust" gesetzt... Sie kann und will nicht mit einem Alkoholiker zusammen leben. Ich bin inzwischen auch selber soweit, dass ich eingesehen habe, dass das aufhören muss. Vor 2 Wochen habe ich beschlossen, aufzuhören. Bis gestern habe ich auch durch gehalten... und dann kam es wie es kommen musste... ich habe mir Mittags eines aufgemacht und das Spiel ging von vorne los... Ich bin auf dieses Forum gestoßen als ich im Internet nach Hilfe und Möglichkeiten aus der Sucht gesucht habe. Die Beiträge haben mich teilweise sehr nachdenklich gemacht und ich denke, dass ich mit meinem Vorhaben raus aus der Sucht hier gut aufgehoben bin und mich mit euch austauschen kann.