Beiträge von Lapislazura

    Hallo mal wieder,

    ich hatte gestern schon den ganzen Tag Saufdruck und heute auch. Mit den neuen Medikamenten, die ich bekomme soll der Druck auch verringert werden. Aber wenn ich trinken würde, hätte ich fatale Wechselwirkungen mit dem Medikament. Deswegen weiß ich, dass ich auf keinen Fall trinken darf.

    Jetzt steht hier auf dem Balkon eine Bierflasche. Sie ist leer aber der Saufdruck ist gerade stark. Ich weiß wem die Flasche gehört aber die Person ist nicht mehr da. Ich sitze jetzt seit fast einer halben Stunde vor dieser Flasche. Ich versuche jetzt einen Freund zu erreichen damit der die Flasche weg macht.

    Ich hoffe, dass mir das für den Moment helfen wird und ich werde mich irgendwie versuchen mich abzulenken, ich hab vor ein Puzzle anzufangen für die nächsten Tage.

    LG

    Hi Dante,

    rational gesehen weiß ich, dass die Abstinenz wichtiger ist. Aber zurzeit hält mich nur der Grund trocken, dass ich sonst meine Ausbildung verliere, ich sehe leider noch keinen anderen Grund trocken zu bleiben. Ich hoffe, dass sich das irgendwann ändern wird.

    Ich möchte auch einen anderen Grund haben abstinent zu bleiben. Nur für mich abstinent zu bleiben. Aber die Motivation habe ich nicht, hatte ich vermutlich noch nie. Ich hoffe, dass sich das auch durch die Klinik ändert.

    LG

    Hallo schon wieder,

    ich hatte gerade einen Termin bei meiner Suchtberatung. Ich habe die Möglichkeit eine 8-Wöchige Stationäre Therapie zu machen mit anschließender ambulanter Betreuung. Dadurch müsste ich meine Ausbildung nicht unterbrechen. In zwei Wochen habe ich nochmal einen Termin um meine Entscheidung mitzuteilen. Und ich denke, dass ich diese Therapie machen werde.

    Die Klinik ist eine Frauenklinik und näher als die vorherige. Ich werde auch die Möglichkeit bekommen mir die Klinik vorher anzuschauen, das kann mir auch helfen mich dafür zu entscheiden.

    LG

    Hallo erneut,

    Ich muss leider schreiben, dass ich letzten Freitag erneut getrunken habe. Ich weiß nicht genau warum oder wie genau es dazu kam.

    Ich hatte wegen dem Rückfall gestern ein Gespräch mit dem Suchtberater hier im Haus. Ich habe einen neuen Termin bei einer Suchberaterin außerhalb meiner Einrichtung. Bei ihr war ich bereits bevor ich das erste mal trocken wurde. Ich hoffe, dass sie mir helfen kann wie beim ersten Mal.

    Es kam auch das Thema Klinik wieder zur Sprache und es sieht so aus als gäbe es eine Möglichkeit, dass ich trotz längerem Klinikaufenthalt meine Ausbildung weiterführen kann. Ich bin dadurch der Klinik weniger abgeneigt.

    Ich hoffe einfach, dass ich es diesmal schaffe trocken zu bleiben.

    LG

    Hallo Marian,

    Mir geht es gerade ganz gut. Ich habe auch heute noch mit einem Arzt gesprochen und für Saufdruck neue Bedarfsmedikation erhalten, die ich bereits kenne und weiß, dass sie mir hilft.

    Ja, leider sind die meisten Empfindungen zu stark bei meiner Erkrankung. Die meisten meiner Gefühle kann ich dadurch, dass sie zu stark sind nicht mal deuten.

    Ich mache während meiner Ausbildung noch die Fachhochschulreife um später Soziale Arbeit studieren zu können. Das ist mein großes Ziel. Ich möchte, wenn ich selber stabil bin, anderen helfen können.

    Red Bull habe ich früher als Mixgetränk getrunken, das hat mich getriggert. Zumindest an diesem einen Tag, vorher nie.

    Ich danke dir für deine Worte.

    LG

    Hallo Dante,

    das habe ich schon oft angesprochen. Aber es wurden noch keine Lösungen gefunden ohne, dass ich nach Hause muss.

    Außer, dass der Aufenthalt nicht länger als 6 - 8 Wochen gehen darf. Das wird bei meiner Problematik aber nicht reichen.

    LG

    Hi Hera,

    ja den Notfallkoffer habe ich auf dem Schirm. Ich konnte mich noch gut ablenken.

    Therapie finde ich per se nicht schlecht. Aber ich kann nun mal nicht länger als 6 Wochen stationär gehen. Ich versuche schon lange einen ambulanten Platz zu finden aber das ist schwierig.

    Ich bin seit 6 Jahren krank. Ich habe gelernt trotz dem Druck zu funktionieren. Und ich habe für die meisten Baustellen Fachleute. Zumindest für alle außer zwei.

    LG

    Hallo nochmal,

    ich schreibe hier sehr viel denke ich aber es hilft mir.

    Ich habe gerade sehr hohen Saufdruck. Ich lenke mich ab und bin in Gesellschaft, die weiß, dass ich ein Alkoholproblem habe. Aber mein Kopf will versuchen irgendwie Alkohol zu beschaffen. Morgen fällt krankheitsbedingt der ganze Unterricht in der Berufsschule aus und ich will mich einfach nur besaufen. Ich werde es heute nicht ohne Alkohol aushalten.

    Gestern war es auch so schlimm, ich hatte sogar noch einen Medizinischen Artikel in meinem Zimmer (ich möchte es hier nicht weiter ausführen was es war außer es interessiert irgendwen) ich habe nach ein bisschen davon gemerkt, dass es dumm ist und habe es wieder an den gewohnten Platz gestellt und jemanden von den Betreuern geholt um es zusammen mit der Person wegzuschütten habe der Person aber nicht erzählt, dass ich etwas davon getrunken habe.

    Da ich gerade bei der Freundin bin, über die ich in meinem ersten Text geschrieben habe, (die Person, die bei der Bushaltestelle wohnt) ist die Tankstelle nicht weit entfernt. Ich muss aber einen Alkoholtest machen. Ich muss eine Alternative finden.

    Diesen Abschnitt möchte ich damit beginnen, zu sagen, dass ich im nächsten Abschnitt über anderes Selbstschädigendes Verhalten etwas schreibe und, da ich in den Regeln nichts darauf bezogen gefunden habe, kann es gerne gelöscht werden, wenn es ein Problem für die Richtlinien ist. Ich habe einfach nur nichts in den Regeln gefunden und wollte deshalb vielleicht auch eine Warnung schreiben, falls jemand so etwas nicht lesen kann. Dann bitte den nächsten Abschnitt überspringen. :-|

    Wie man in den meisten meiner Texten vielleicht erkennen kann (und auch geschrieben habe), habe ich mehrere Psychische Erkrankungen. Die Erkrankungen sind durch Traumata entstanden und der Alkoholkonsum resultiert auch aus den Traumata. Ich habe dadurch Borderline bekommen. Leider habe ich das bekannteste Symptom von Borderline, die Selbstverletzung. Da das bei mir auch eine Art Sucht ist, ist das in den letzten Tagen verstärkt aufgetreten um den Saufdruck zu kompensieren. Wenn es mit dem trinken heute nicht klappt werde ich höchstwahrscheinlich auf diese Sucht zurückgreifen, der dritte Tag in Folge.

    Ich hoffe, dass das jetzt nicht gegen irgendwelche Regeln verstößt, ich habe es so umschrieben wie es ging um es nicht zu sehr auszuführen.

    LG

    Hallo erneut,

    ich habe fast alle Termine abgeschlossen und das weitere Vorgehen wurde besprochen, dahingehend wollte ich mal in die Runde ein paar Sachen/Erfahrungen erfragen.

    Als erstes wurde besprochen, dass ich ein Tagebuch führen soll wann ich Suchtdruck habe und in welchen Situationen. Ich habe keine Ahnung wie ich das am besten machen kann und wollte deshalb zu diesem Punkt wissen ob jemand Erfahrungen mit sowas gemacht hat.

    Es werden wieder täglich Atemalkoholkontrollen durchgeführt, das gibt mir selber auch eine Kontrolle und ich finde das auch gut. Aber durch den Rückfall will ich schon die ganze Woche trinken, kann aber nicht da ich seit dem Rückfall selber die Kontrollen eingefordert habe. Ich bin sehr im Zwiespalt mit mir selber und weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll.

    Als letztes wurde der übernächste Schritt besprochen, der war letztes Jahr schon Thema. Suchtklinik, die Traumasensibel arbeitet. Das wäre aber ein längerer Aufenthalt (mindestens 4 Monate laut Einschätzungen von mehreren Personen vom Fach) und das könnte zu einer Unterbrechung der Ausbildung führen was im schlimmsten Fall dazu führt, dass zwischen Ende der Therapie und Wiederaufnahme der Ausbildung ein Zeitraum ist, in dem ich nach Hause zu meinen Eltern müsste was aber leider eher wieder zu einem Rückfall oder anderen Psychischen Belastungen führen kann.

    Ich hoffe einfach, dass es zu dem letzten Punkt nicht kommen wird aber die Angst ist natürlich da.

    Ich hoffe, dass mir jemand vielleicht mit eigenen Erfahrungen helfen kann.

    LG

    Hallo Linde,

    daran habe ich in dem Moment leider nicht gedacht. Und ja eigentlich achte ich auf so etwas.

    Vielleicht ging es ihm wirklich so, aber er meinte, dass er das in der Psychiatrie gelernt habe, dass man Pflegern/Betreuern/Ärzten erzählt, dass etwas passiert ist. Damit hat er es zumindest entschuldigt.

    Ich möchte definitiv nicht wieder trinken aber wie ich das schaffen kann weiß ich noch nicht.

    Saufdruck hatte ich aber ich konnte mich erstmal anderweitig beschäftigen um nicht daran zu denken.

    LG

    Hallo erneut,

    Ich möchte von heute, dem Tag danach berichten. Hauptsächlich über eine Enttäuschung, die mir gerade sehr zu schaffen macht.

    Zuerst zu der Enttäuschung. Ich muss noch erklären, dass wir in meiner Einrichtung ein Kontaktbetreuer System haben, also ein Betreuer der ein paar Azubis hat und mit denen man zu Gesprächen geht und regelmäßige Gespräche hat. Meine Kontaktbetreuerin ist krank hat aber ihren Freund zur Arbeit gebracht und mir ist erstmal mein Herz in die Hose gerutscht, weil beide heute gar keinen Dienst haben. Sie hat mir erklärt, dass sie ihn nur hergefahren hat und, dass sie morgen vermutlich wieder da ist. Ich habe dann mit der Freundin, über die ich oben geschrieben habe, darüber geredet mit wem ich dann heute sprechen werde und ob ich bis morgen warten möchte. Aus der Ecke im Raum kam dann von einem Azubi der hier auch wohnt die Bemerkung, dass er es meiner Kontaktbetreuerin schon erzählt hat, dass ich Alkohol getrunken habe.

    Ich musste erstmal aus dem Raum gehen, ich bin so wütend in dem Moment geworden und die Freundin von mir hat ihr auch gesagt, dass das nicht geht und so aber ich bin grade echt enttäuscht weil ich es ihr einfach selber erzählen wollte. Klar hätte sie es schon vor einem Gespräch mit mir erfahren ob durch ihren Freund oder die Dokumentation, die sie morgen lesen wird. Aber die Enttäuschung ist trotzdem da.


    Ansonsten war mein Tag okay, ich habe Schuldgefühle wegen dem Trinken aber damit komme ich irgendwie klar.

    LG

    Hallo Ste55,

    Vielen Dank erstmal für deine Antwort.

    Ich denke da habe ich auch einen Vorteil weil ich einfach nicht lügen kann. Meine Mimik verrät mich immer und der Interne Suchtberater kann mich, da er mich schon fast zwei Jahre kennt, wie ein Buch lesen. Ich empfinde das inzwischen als gut, am Anfang der Ausbildung habe ich das gehasst.

    LG

    Hallo Elly,

    Danke erstmal für Deine Antwort.

    Meinem Arzt habe ich bereits eine E-Mail geschrieben, er ist auch intern vom Berufsbildungswerk deshalb werde ich innerhalb weniger Tage vermutlich einen Termin bekommen.

    Die Tipps werde ich mir noch genauer anschauen.

    Zu Deiner Frage, nein nach der Flasche habe ich nichts mehr getrunken, da bin ich auch froh drüber obwohl der Druck sehr stark war.

    Meine Pläne sind erstmal den Abend zu überstehen, ich habe bereits Kontakt zu der Betreuerin im Nachtdienst aufgenommen, diese hatte es bereits weitergegeben bekommen und ich kann jederzeit anrufen. Ich habe auch keinen Alkohol in meinem Zimmer. Dadurch ist es glücklicherweise fast unmöglich heute noch zu trinken.

    Morgen muss ich wieder schauen wie es wird aber da es auch dokumentiert wurde, kann ich jederzeit zu den Betreuern gehen und ab morgen Nachmittag ist wieder normaler Betrieb sodass auch Betreuer da sind, die ich besser kenne und die mich besser kennen. Dann wird es mir leichter fallen ein Gespräch zu führen.

    LG

    Hi,

    ich habe getrunken seit ich 14 war, 9 Jahre. Ich bin jetzt 23 und habe heute meine 6 Monate und 27 Tage zerstört.

    Ich habe ein paar Psychische Erkrankungen, die mir mein Leben schwer machen und wegen diesen Erkrankungen nehme ich auch Medikamente. Seit 3 Wochen ein neues und seitdem ist mein Druck zu trinken wieder da.

    Heute Mittag bin ich mit dem Bus gefahren, ich habe Angst öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und übe kurze Strecken seit ein paar Monaten alleine zu fahren. Ich wollte heute zu einer Haltestelle fahren, die etwa 15 Minuten entfernt ist weil dort eine Freundin von mir wohnt. Dort gibt es auch eine Tankstelle also wollte ich direkt mit dem Bus fahren etwas produktives machen und Filter kaufen. Hat auch gut geklappt und ich mit mit Filtern und einem Red Bull aus der Tankstelle raus und zur Bushaltestelle zurück.

    Dann kam der Druck, ich weiß nicht genau warum er so stark war aber er war zu stark. 3 Minuten bevor der Bus kam bin ich wieder zurück und habe so eine kleine Flasche 0,1 Liter des Alkohols meines Vertrauens gekauft und hab natürlich meinen Bus verpasst.

    Ich habe ihn auch getrunken und fühle mich extrem schlecht. Habe eine Freundin direkt angerufen und es ihr erzählt und mit ihr die nächsten Schritte beschlossen.

    Ich muss noch erwähnen, dass ich in einem Berufsbildungswerk meine Ausbildung mache da ich durch meine Erkrankungen nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt Ausbildungsfähig bin. Dort wohne ich und oben genannte Freundin auch.

    Ich habe beschlossen direkt den Betreuern Bescheid zu geben und es dokumentieren zu lassen. Ich habe auch Auflagen da meine Alkoholsucht bekannt ist und deshalb ist ein Alkoholtest Gerät immer vorhanden. Ich habe dem anwesenden Betreuer erzählt was passiert ist und einen Alkoholtest machen lassen um es offiziell für den internen Suchtberater zu dokumentieren.

    Ich hoffe, dass ich es dieses Mal schaffe langfristig trocken zu bleiben und hier vielleicht Tipps zu bekommen.

    LG