Lieber Souldrinker,
ich kenne dieses Problem aus einer anderen Extremsituation in meinem Lbene. Das hatte nichts mit ALkohol zu tun. Aber eben auch eine starke Veränderung. Da brauchte ich meine ganze Energie und habe irgendiwe unbewußt wohl eine Mauer um mich gebaut udn genau wie du es beschriebst war mir jede berührung unangenehm. Obwohl ich normalerweise auch ganz anders bin. Bei mir ging das über Monate. Ich wußte auch nicht ob es jemals wieder aufhören würde. mein damaliger freund war sehr geduldig und verständnisvoll mit mir. Aber ich selber habe mich mehr und mehr unter druck gesetzt, dass ich doch wieder 'funktionieren' müßte. Ich hatte mich dann so sehr da reingesteigert , dass ich mich von meinem freund getrennt habe, weil ich das gefühl hatte, er würde sich bald eine andere suchen und das könnte ich nciht ertragen. das war eine ziemliche zwickmühle.
ich weiß jetzt , dass meine entscheidung ein richtiger fehler war.
Leider habe ich das erst im nachhinein so erfahren können.
Eine kleine Auszeit an sich wäre sicher das richtige gewesen. Aber eine trennung war wohl die falsche entscheidung. Aber das allerwichtigste ist die kommunikation. ich habe meinem freund zwar gesagt, dass ich im moment keine gefühle hatte. Ich fühlte mich wie eingefroren, oder taub, so wie du es beschreibst. Aber diese ängste, dass er sich dann jemand anders suchen würde, das konnte ich ihm nicht mitteilen. dazu hatte ich nciht den mut und kam mir lächerlich vor mit dieser vorstellung.
Heute würde ich es versuchen. auch wenn es schwer fällt.
Beiträge von Frozen Tears
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Liebe Kathie,
ich denke, je mehr Du hier liest, je mehr DU verstehst um die Krankheit, desto eher wird es Dir leicht fallen zu akzeptieren, dass es so ist wie es ist und Du nicht viel tun kannst.
Und je mehr Du es zulässt udn akzeptierst, desto mehr Kraft wirst Du auch für DIch finden. Denn wenn Dein Kopf, Dein Verstand es so richtig begriffen aht, dass dies eine Krankheit ist mit all diesen Erscheinungen, dann mußt Du innerlich nicht mehr dagegen ankämpfen.
Dann mußt Du nicht mehr mit ihm diskutieren, wenn er berunken ist, dann wird Dir sein 'Schwachsinniges Gerede' auch nich tmehr weh tun, denn dann wirst DU es nciht mehr persönlich nehmen udn versthen, dass er in seiner eigenen Welt lebt in diesem MOment und Du nur irgendwer bist. Dann kannst Du ihn anschauen und denken: red du nur, morgen redest du eh schon wieder anders.
Verstehst Du, DU mußt innerlich Abstand zu dem Ganzen gewinnen.
Was Du bisher schriebst ist so aus dem Standpunkt heruas, dass DU mit ihm reden kansnt wie mit einem normalen Menschen. Solange er aber nass ist und auch dann wenn er mal gerade ne gute Phase hat ist er aber dennoch abhängig ohne Einsicht. Das amcht ihn dannwieder so heimtückisch und berechnend. Also, er versucht DIch einzulullen. Das mußt Du eben auch druchschauen und Dich nciht auf diese Wechselbäder der Gefühle einlassen. Du mußt die Stabilität in Dir selebr finden und DIch innerlich distanzieren.
Guck mal, mein Vater war während meiner ganzen Kindheit ein nasser ALkoholiker. Ich hatte keine Möglichkeit dem zu entkommen bis ich 17 wurde. Also mußte ich damit leben udn da habe ich es gelernt meine Grenzen zu ziehen um nicht selber dabei drauf zu gehen. Mir kann also keiner was vormachen. Und ich zieh mir auch so einen schuh nicht an.
Klar, war ich uach verletzt und traurig darüber, dass mein Vater nicht der Mensch sein konnte, den ich mir als Vater gewünscht hätte. Auch hatte er sein guten Seiten.
Oft ist es gerade die starke Sensibilität und Weichheit einer Person, die dazu führ, dass er sich selbst keine Grenzen setzen kann und dann anfängt Probleme wegzusaufen. Probleme sind für einen solchen menschen vielleich tuach schon Dinge, die einem gesunden Mesnchen normal erscheinen. So kann dann schon ein Problem werden, wenn irgend eine Kleinigkeit nciht klappt, oder zwei Dinge aufeinmal erledigt werden müssen, zwei Termine anstehen und man sich nciht entscheiden kann. Das kann für einen sensiblen nicht besonders belastbaren Menschen schon zum Stress werden. Udn dann wird das Trinken an isch auch noch zum Stress. Der Betroffene leidet ja auch selber drunter, kann es aber nciht zugeben, sucht nach Gründen und Ausreden fürs Trinken. Dann folgt das schlechte Gewissen, Vorwürfe etc. und der Teufelskreis wird immer enger. Dinge, die jemand tut und sich dann anhören muß lösen wieder Scham oder Aggression aus, will man logischweise verleugnen oder wieder durch schuldzuweisung auf andere von sich abwälzen. Und die Einsicht kommt auch nicht, wenn du beweise anschleppst, dass es doch so und so war. Dann kommt vielelciht wieder eine Panik auf mit dem Resultat , dass wieder mehr getrunken werden muß. Ich glaube, dass viele Alkoholiker im Grunde wissen, was bei ihnen läuft. Aber es zugeben würde in letzter Konsequenz bedeuten sich vom Alkohol zu trennen. Und das fällt dem ALkoholiker ebenso schwer, wie den Coabhängigen sich von ihrem Partner zu trennen.
Es ist aus Sicht des Coabhängigen doch ein: Bitte Sei Du stark und hör Du auf süchtig zu sein, damit ich nicht aufhören muß süchtig zu sein. oder: Trenn DU dich von deinem ALkohol, damit ich mich nicht von dir trennen muß.
Aber leider klappt das so nicht. Du kannst nur zeigen: ICH bin stark und schaffe es mich zu trennen oder aus meiner coabhängigkeit herauszumanövrieren und lebe es dir vor. Und dann KÖNNTE es passieren, dass es auch bei dem Partner was auslöst. Sozusagen Vorbildfunktion.Aber nicht mit dem Hintergedanken oder der Hoffnung, dass DU ihn bekehren mußt oder könntest. Lass ihn einfach so sein wie er ist.
Kümmere dich nicht drum. Kümmere dich - um dich. -
Liebes Annchen,
hast Du Dir schonmal überlegt, dass es doch auch wohl seine Sache ist , ob er aufhört zu trinken, ob er eine Therapie macht und ob er weiter trinkt?Er sagt, dass Du die ideale Mutter wärst... Gibt Dir das nicht vielleicht auch zu denken, wie er Dich da sieht?
Ich glaube es ist genau der Punkt, Du bemutterst ihn, möchtest Dank dafür, d ass Du Dich für ihn aufgeopfert hast. Mit anderen Worten: Du nervst ihn.
oder nochmal anders ausgedrückt: Er braucht dich nicht mehr und DU solltest an Deiner Coabhängigkeit arbeiten. -
Es ist schwierig zu sagen, ob reden etwas hilft. Ich kann mir vorstellen, dass gewisse Argumente eine ALkoholiker auch zum Nachdenken bewegen könnten oder aber auch , dass er einfach bemerkt, dass er durchschaut wird und es ihm unangenehm wird. So war es jedenfalls bei meinem Vater. Aber Du darfst cicht erhoffen, dass er sich dadurch ändert. Vielleicht kannst DU ihm einnen kleinen Denkanstoß geb
en, er reagiert erstmal mit Abwehr nach dem Motto: Das geht Dich nichts an und wenn du Glück hast sagt er sich insgeheim: Ja, klar der hat Recht, aber ich mache dennoch weiter, es ist mein leben.
Mit Schuldgefühlen einreden so nach dem Motto: Du zerstörst Deine ganze Familie, da wirst Du wohl wenig Resonanz bekommen. Denn wenn Du hier liest wird Dir klar werden, dass den Alkoholikern ihre Familie zunehmend egal wird.
Ich denke, dass Du nur ein bißchen in Gang setzen kannst, dass dein Bruder sich mal mit sich selbst auseinadner setzt. Denn genau das kannst du ihm nicht abnehmen. Was Dir bleisbt ist die Hoffnung , dass er dann mal irgendwann von selbst drauf kommt und was unternimmt. Solange solltet ihr euch allen ein schönes Lebenmachen. Denn eines darf man dabei nicht vergessen: Er darf trinken, so viel und so oft er will. Er ist erwachsen und er muß selber wissen was gut für ihn ist. Es ist auch nicht richtig, dass ihr euch als Familie besserwisserisch 'über ihn' stellt und ihn belehren wollt. Schau Dir mal die Zigarettenschachteln an, was da drauf steht. und? -
Büßen tut man doch eigentlich, wenn man sich für etwas schuldig fühlt. Fühlst DU DIch schuldig?
@Marya
Warum findest Du es so seltsam, dass es da Parallelen zu Deinem Vater gibt, der nass ist.Ich sehe auch Parallelen zu meinem Vater, und der ist trocken.
Es gibt sicher bestimmte Faktoren, die eine Alkoholsucht begünstigen. Daher wohl auch die Parallelen.
Mein VAter stellt sich nicht die Frage , ob und wie lange er für seine Krankheit büßen müsse. Wir haben seine Krankheit so angenommen, wie sie ist.
Wenn er mit normalem Kopf, sag ich mal, das alles getan hätte , was er getan hat, dann würde ich sagen, dann ab in den Beichtstuhl bis ans Lebensende.Aber Live schreibt ja schon, dass es nicht um Dinge geht, die sei getan habe.
Was ist es denn, wenn man es genauer betrachtet? Man zerstört sich doch selber, schädigt seinen Körper und Geist. Wieso sollte man dafür Büßen, ich finde es schon schlimm genug.
Man tut sich damit im Grunde selber was an, und vielleicht ist es das, live. Vielleicht solltest Du Dir selber verzeihen, hast das noch nicht getan?!
Ich könnte mir vorstellen, dass man, wenn man erstmal trocken ist auch selber um die vielen verloren gegangenen Jahre trauert. Was alels hätte anders sein können. Aber niemand kann die Zeit zurückschrauben und man kann nur JETZT versuchen das beste draus zu machen udn die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen. -
live2008
du hast in deinem ertsen Thread geschrieben: Sollen wir LAkoholiker für das was wir 'Getan' haben büßen? Aber nun schreisbt Du, dass du die Erkrankung an sich meinst. An einer Krankheit hat man manchmal wohl ein wesentliches beigetragen, aber die Krankeheit an sich ist ja schon das Leid, welches man aus diesem Falschverhalten trägt.
Zu ungesund und zu viel gegessen= Übergewicht, Diabetes, etc
zu viel einseitige bewegung/ belastung= verschleiß von gelenken, schmerzen, etc
zu viel udn zu regelmäßig alkohol= körperliche und psychische gewöhnung, abhängikeit, etc
DIe Folgen sind doch gewissermaßen schon die 'Bestrafung', die man am eigenen Körper erfährt.
Wie lange muß man also dafür büßen? Solange bis man seinen Lebensstil ändert, und wenn man das zu spät macht evenutell leider auch mit lebenslänglichen nicht wieder reparierbaren Schäden.
Was andere Menschen darüber denken oder nicht ist doch vollkommen egal. Niemand ist vor Krankheiten geschützt, jeden kann es treffen.
Wer aber andere wegen einer Krankheit diskriminiert kann in meinen Augen nur selber krank oder dumm sein. -
Dagmar ,
ich glaube dass man da die Parallelen zwischen Coabhängigkeit und Alkoholsucht nicht so umittelbar vergleichen kann.
Zum einen liegt die Ursache der Coabhängigkeit meist schon recht weit zurück , oft in der Kindheit.
Sie ist mit Trennung von Partner auch noch nicht geheilt.
Der alkoholabhängige Partner ist eher als Auslöser einer schon vorhandenen Abhängigkeit zu sehen.
Der Verlauf einer stofflichen Sucht ist sicher anders.
Da könnte man wohl eher Nikotin und Alkohol oder ALkohol und andere Drogen vergleichen. Bei diesen Drogen besteht die Gemeinsamkeit, dass man eine immer größere Menge benötigt, sich der Körper dran gewöhnt und man diese Sucht nur mit absoluter Abstinenz überwinden kann.
Ich denke, dass es bei der Coabhängigkeit anders ist. Da geht es mehr darum selbständig zu werden udn alte Verhaltensmuster zu überwinden. So etwas kann wie man hier im Forum lesen kann mit oder ohne süchtigem Partner geschehen. Die Sucht des Partners ist hier ja nicht der entscheidende Punkt, sondern das sich einreden des Gebrauchtwerdens, so in etwa.
Ich denke, dass der Verlauf von Coabhängigkeit wesentlich individueller ist als der von stofflichen Süchten.
Auch die Auswirkungen der elterlichen Sucht auf ein Kind ist wesentlich individueller habe ich hier im Forum beobachten können. Es gibt Gemeinsamkeiten, aber dennoch auch wieder gravierende Unterschiede. Auch bei meinen Geschwistern hatte ja die Sucht meiner Eltern unterschiedliche Auswirkungen gehabt. Die eine zum Beispiel sind dadurch stark suchtgefährdet oder werden sogar süchtig. Die anderen genau gerade deswegen nicht, rühren garkeinen Alkohol an. -
Liebe Chris,
betrachte es doch mal so: Ihr beide liebt Euch sehr, aber aus irgendwelchen Umständen seid ihr nun BEIDE ins Wasser gefallen. So etwa wie bei der Titanic. Und ihr könnt alle beide nciht schwimmen. Wie willst Du ihn retten? Doch nur, wenn Du selber es schaffst an Land zu kommen und Hilfe zu suchen. Und selbst , wenn DU selebr schwimmen kannst dann bist Du längst noch keine Rettungsschwimmerin. Auch dann kannst Du nur Dich retten. So ähnlich ist doch die Situation. Es gehr nicht darum, dass und ob ihr euch liebt. Ihr habt quasi BEIDE den Boden unter den Füßen verloren. Erst wenn ihr BEIDE an Land seid hab t ihr iene neue Chance und könnt eure Liebe weiter leben. Wenn die Liebe wirklich sehr tief ist dann wird sie auch in ein paar Monaten oder einem Jahr noch da sein. Gewissermaßen ist es ja auch eine Prüfung für eure Liebe.
Du versuchst ewig ihm zu helfen und wirst immer iweder enttäuscht. Das zerrt total an deine energie und dein körper wird krank. da wo dein körper die schwächsten stellen hat fängt es an.
Helfen an sich ist nichts schlechtes, wenn die hilfe anschlägt und besserung in sicht ist, erfolg bringt, dann kann man sogar sehr viel energie investieren und teilhaben an der genesung.
Aber diese Zappelei im Wasser zieht dich einfach nur noch tiefer runter, euch beide.
Schwimm oder paddel an land und werde erstmal stark um überhaupt helfen zu können. Ob er das dann annehmen kann ist auch ncoh eine frage. Aber eine vorgelebte Stärke ist hier die bessere Alternative als gemeinsam unterzugehen, oder?
Wenn du immer im kopf hast, dass du dich trennst, weil einer den anderen nicht mehr liebt, dann wird das nichts. Du liebst ihn und versuchst FÜR EURE LIEBE stark zu werden. Oder aber, du trennst dich nicht und bleibst so stark, läßt nichts an dich rankommen, kämpfst gegenan, dass er dich mit runterzieht. Da gehört viel mehr zu, als an Land zu schwimmen.
ER kann in seiner Situation diese Entscheidung nicht treffen, er kann nicht schwimmen und für ihn gibt es nur noch den Weg nach unten. Und vielleicht, wenn er genügend Wasser geschluckt hat und am Kämpfen und am Ringen ist dann schafft er es auch wieder nach oben. Wir können dir hier nur Rettungsringe zuwerfen. DU mußt sie ergreifen. -
Hallo live,
wer soll oder kann dir diese frage eigentlich beantworten. Es klingt auch recht allgemein. Einerseits ist es doch eine frage der schuld. wie schuldfähig siehst du dich mit dem was du gemacht hast. wie sehen dich die betroffenen? wieviel schaden hast du angerichtet und hast du überhaupt die möglichkeit wieder etwas gut zu machen? wie sieht es mit deinem eigenen gewissen und deienr einsicht aus? das ist doch so komplex, dass man es garnicht beantworten kann. Es ist doch ein gravierender Unterscheid, ob du mit betrunkenen Kopf ein Kind überfahren hast oder deiner Partnerin eine große Summe Geld aus dem Portemonaie gestohlen hast.
Geld kannst du zurück geben, ein Menschenleben nicht. Tatsache ist aber, dass DU SELBER damit leben mußt. Es gibt sicher einiges , was die Menschen dir nie verzeihen werden. Das ist ein unschöner teil Deines Lebens und damit wirst Du leben müssen, akzeptieren, genau wie die Betroffenen es akzeptieren müssen. Dass DU einen neuen Weg eingeschlagen hast ist nicht nur ein gute Sache, es ist eine doppelt gute Sache, denn über diesen neuen Abschnitt brauchst du dir dann SOLCHE Gedanken nicht mehr machen. Vielleicht kannst Du eine Art 'karmischen' Ausgleich schaffen in Deinem Leben, indem Du anderen Gutes tust?! -
Hallo Käferchen,
in Sachen Coabhängigkeit ist ein direkter Vergleich zur Alkoholabhängigkeit nicht einfach so möglich. Es sind zwar beides Süchte , werden so bezeichnet. Aber auch der Alkoholismus oder die Sucht schlichthin wird als Krankheit bezeichnet und dennoch kann man sie nicht mit anderen Krankheiten auf eine Stufe stellen, was hier ja auch oft versucht wird.
Mal als Beispiel: ich könnte nicht aus der Situation entkommen, der ich durch meinen alkoholabhängien Vater ausgeliefert war, weil ich noch ein Kind war. Ich wollte es gerne, war daher vielleicht auch garnicht coabhängig. Ich tat es sobald ich mich in der Lage fühlte, mit 17 zog ich aus. Erstmal weit weg.
Meine mutter hätte 'theoretisch'ja schon weg können. Konnte aber nciht, weil sie coabhängig war und in ihrer eigenen Sucht gefangen war. Es war ihr ja auch garnicht mal bewußt, hatte also ihre eigene Krankheit noch nicht einmal erkannt und keinerlei Arbeit an sich selbst vorgenommen. Und auch mein Vater hatte lange Zeit seine Sucht nicht erkannt und zugegeben, wurde erst sehr sehr spät druch unseren Hausarzt darauf aufmerksam gemacht,der ihm sozusagen die Pistole an die Brust hielt.
Weißt du, es wird hier in den Threads immer so dargestellt, als müßte es doch so einfach sein als Coabhängiger . man braucht doch einfach nur zu gehen. Wenns so einfach wäre, würde es sicher nicht als Sucht bezeichnet. Ich habe auch als Kind gedacht , dass beide meiner Eltern einfach so eine Willensschwäche hatten. Mein Vater hätte doch einfach nur aufhören können zu trinken. Dann wäre er nie besoffen und es gäbe keine Streit. Und meine Mutter- sie hätte doch einfach nur abhauen können, wenn es dann Streit gab. Dann gibts noch die dicke Freundin, die doch einfach nur 1000 Kalorien am Tag essen bräuchte, um abzunehmen und die Menschen auf der Erde, die einander alle nur lieben bräuchten damit es keinen Krieg mehr gäbe. Tja, wenn die Welt mal so einfach wäre. -
Liebe Ette, einm ganz interessanter Thread und vieles zum Nachdenken. gefällt mir gut.
Natürlich war ich als Kind eines Alkoholikers aus Opfer, automatisch. Mir war das aber gar nciht richtig bewußt zu der Zeit, da meine Situation eine gewisse Normalität hatte. Bisdann der verglich mit den anderen kam und da wurde es dann Peinlich. Ich war nicht Opfer in dem Sinne, wie Du es beschreibst,
nämlich um Mitleid usw zu bekommen. Das ist auch etwas anderes, wenn man sich selber in eine Art Pseudo-opferrolle begibt.
Ich wollte Mitleid von Niemandem, denn ich wollte garnicht erst dass irgendjemand mitbekommt, dass ich so leben muß.
Ich denke, da hat die Coabhängiekit uach mehrere Gesichter. Die einen gehen darin auf und erhoffen sich so Liebe , Mitgefühl und Mitleid. Bei uns, alsoa uch bei den Geschwistern udn meiner Mutter war 'Peinlichkeit' ganz groß geschrieben. Nur engste Vertraute durften von unserem Problem erfahren. Also eher diese Heile Welt Geschichte nach außen.
Wenn also geschrieben wird, dass bei gewlt jemand ja automatisch zum Opfer wird ist es eben so. Ob derjenige dann in dieser Opferrolle bleiben muß hängt ab, welche Möglichkeiten er hat dem zu entkommen. Meine mUtter hätte uns Kinder packen können und gehen können - aus meiner damalkigen Sicht als Kind. Sie konnte es aber nicht, da sie ja auch in ihrer Scht 'gefangen' war. Aber ich denke es war nicht deswegen, weil sie sich Mitleid erhoffte, sondern weil sie Angst hatte, nichts allein ekonnte udn so unselbständig war und noch dazu so erzogen wurde, dass man seinen Mann nicht verläßt.Es gibt aber sicher auch diese andere Form von Coabhängigkeit, wo man durch sein Leid gerne versucht im Mittelpunkt zu stehen und dem Partner durch Heulen, Schuldzuweisungen usw versucht ein schlechtes Gewissen einzureden udn ihn damit bewegen möchte aufzuhören ( oder vielleicht auch nicht?). Beide Formen beinhalten aber, dass man vergißt die verantwortung für sich selber zu tragen.
Neeonies Denkansätze über das passive verhalten finde ich auch recht interessant. Das würde auf meine Mutter recht gut passen als Coabhängige. Ich denke ihre passive Rolle und ihre Art zu denken, dass der MAnn ja alles tut und regelt und die ganze Verantwortung haben müsse hat sie selebst in diese verhängnisvolle Sucht der Coabhängikeit manövriert. Mein Vater hingegen eher vollkommen überlastet und nicht fähig Grenzen setzen zu können, mit der Einstellung es allen Recht machen zu müssen, ein Held und Überlebenskünstler sein zu müssen usw, ist dann ebne daran zu Grunde gegangen. Zwei erstmal gut funktionierende Konstellationen, die letzlich wohl daran scheiterten, weil keine 'Partnerschaft' vorhanden war.
Tja, gerade habe ich mal wieder selber so ein Ahaerlebnis, weil ich gerade beim Schreiben erkannt habe, warum ich in meinen Beziehungen immer sehr drauf achte, dass ein einigermaßenes Machtverhältnis vorherrschen muß, alles andere geht irgendwie immer nach hinten los.
Aber das ist ja nicht das Thema hier.
Was mir im Wesentlichen aufgefallen ist, dass das was Du als Opferrolle beschreibst tatsächlich nur eine Opfer'rolle' ist.
Es gibt aber in Familien und auch sonst in der Öffentlichkeit auch wirkliche Opfer von Alkoholismus. leider. -
Um jetzt nochmal zum eigentlichen Thema zurück zu kommen. Klar kann jeder mal einen Geburtstag vergessen, einen Termin, etwas velieren oder verlegen. Man ist auch nicht immer gut drauf wenn man kein Alkoholiker ist. Aber ich kann Dir nur bestätigen, das sich es auch so erlebt habe, dass diese Erscheinungen bei meinem Vater immer stärker zugenommen haben desto mehr Alkohol er konsumiert hatte. Jeglicher Respekt auch uns Kindern gegnüber ist verloren gegangen. Alles wurde ihm mehr undmehr egal. Mein Vater hat seine Verpflichtugnen , die er als Vater uns gegenüber hatte nciht mehr erfüllt. Da ich als Kind ncihts wußte über diese Krankheit, wohl aber dass mein Vater etwas getrunken hatte , habe ichmich natürlich gefragt, warum er so ist. Liebt er uns nich t mehr, sind wir ihm nicht mehr wichitg. Wir waren ihm definitiv in diesem Zustand nicht mehr wichtig.
Das hat auf jeden Fall weh getan. Und ich kann auch gut nachempfinden, dass es dir als erwachsene Partnerin weh tut. erst recht deinen Kindern. Vergeßlichkeit. Die ging so weit, dass mein Vater gar kein Zeitmanagement mehr hatte. Er verlor seinen Job, schlief tagsüber seine Rausch aus, seilte sich immer mehr ab und schuf sich seine eigene kleine ALkoholikerwelt mit seinen Alkoholkerfreunden fühlte er sich wohl, dort gab es keinen Stress.
Gefühlskälte?
Seine Gefühle, die er uns zeigte waren nicht mehr die eines liebenden fürsorglichen Vaters. Eigenartigerweise wird immer gesagt, dass sich der Alkoholiker seine Gefühle tot säuft. Aber Aggressivität , Wut und negative Gedanken waren sehr wohl noch verhanden . und diese negativen Gefühle konnte er ja noch recht gut zum Ausdruck bringen. Beschimpfungen, Beleidigungen, Schreierei etc waren teilweise an der Tagesordnung. Warum der Alkohol ihn so negativ denken lies, keine Ahnung. Diese negative Denkweise scheint bei nassen Alkoholikern offensichtlich weit verbreitet zu sein. Und dann am nächsten Tag wieder diese vergesslichkeit, er aknn sich an nichst erinnern. Was macht das mit uns? Wir haben das Gefühl, er zieht sich einfach aus der Verantwortung. War eben so, weil er getrunken hatte. Sozusagen hatte er damit einen Freifahrschein. Es passieren ja tatsächlich wirklich grausame Dinge unter Alkoholeinfluß. Meine Geschichte war ja schon schlimm genug, aber es gibt noch wesentlich schlimmeres. Menschen werden tot gefahren, mißhandelt etc.
Ich galube es passieren Dinge unter Alkohol, die man nicht mehr verzeihen kann. Singe, die ewtas kaputt machen, was auch nciht mehr zu reparieren ist. Unsere Kinderseelen werden ja auf jeden Fall stark beansprucht. Ich glaube, was einen dann indirekt beschäftig ist die Frage, ob man dem ganzen überhaupt verzeihen kann und die Frage nach der Schuld überhaupt. Die Tatsache, dass man irgendwann erkennt , dass diese Dinge getan wurden, weil es eine Krankheit ist erleichtert einem das zu verarbeiten. Wir hatten keine Wahl als Kinder. Ein Partner konnte gehen. Wir Kinder waren immer hilflos den ganzen ausgesetzt.
Tja, ich habe sehr früh gelernt mich um mich selber zu kümmern. ich bin irgendwann gegangen, weil ich es nciht mehr ausgehalten habe. Diese Alkoholkrankeheit hat einen großen Teil meines Lebens begleitet. Doch, es sit schon ein wesentlicher Teil sich damit auseinader zu setzen wie ein Alkoholiker tickt, warum er das oder das so gemacht hat. Es reicht mir einfach nciht zu wissen, ja , das war wegen dem Alkohol, basta. Das wußte ich als Kind auch schon. Wenn das die einzige Antwort ist, dann braucht der Alkoholiker auch keine Therapie und braucht nur aufhören zu trinken. Nein, ich habe das Recht auf mehr Antworten und mehr Verständnis. Das ist ein Gefühl, was tief in mir sitzt. Das fühlt sich nicht so an, dass ich es FÜR meinen Vater wissen will, sondern für mich, für mein eigenes Selbstwertgefühl. -
Schlaues Mädchen, Paddy, du hast da was in Gang gesetzt. Ich habs jetzt glaube ich auch verstanden. Von der Seite hatte ich es noch nicht betrachtet.
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Skye ,
beimir ist es auch ähnlich wie bei weitsicht. Ich informiere mich, um mich selbst zu verstehen udn auch um es nciht meinen kindern weiter zugeben. Dafür muß man aber begriefen udn erkennen was was ist. denn bei uns Kindern gibt es ja zwei parts, die zu berücksichtigen sind.
Und wie diese beiden seiten zusammen funtioeniert haben udn dann wiederum auf uns kinder eingewirkt haben das ist ein teil der auseinandersetzung mit mir selbst.
ich lese auch nicht hier um meinen vater zu bekehren.er ist schon alt, schon über 30 Jahre !!! trocken.
ich muß nicht in diesem Forum nach diesen Lebensmitteln schauen. Aber DU liegst falsch, wenn du sagst, dass es nur den Alkoholiker selber interessiert , was er da ißt. Und dass es seine sache ist uns, die familie aufzuklären. Ich denke, man muß da unterschieden zwischen mitmenschlichkeit und coabhängigkeit. es war auch nur ein kleines beispiel.
das muß jederselber wissen, auf welche art und weise er sich mit der krankheit auseinandersetzt. Was meine eigene person angeht ist es eher wichtig, was diese krnakheit und wie sie das aus mir gemacht hat , was ich jetzt bin. du selebr schreibst auch dass du nach antworten gesucht hast. du hast keine bekommen. ich habe gesucht, geforscht udn ich habe schon antworten bekommen und auch verstanden, wie die ganzen dinge zusammen hängen. Bei meinem vater, meiner mutter, deren vergangenheit.
das ist wie in der klassischen medizin. da kann man eine krankheit erkennen und sie mit irgendwelchen mittelchen bekämpfen.
dann gibt es aber noch andere richtungen, die das ganze als ganzheitlich betrachten und nach den ursachen einer krankheit und den zusammenhängen schaut , wie sie entstanden ist.
Für Heilung gibt es immer unterschiedliche Therapieansätze , dei zum gleichen Ergebnis führen können.
Mich einfach nur von einem ALkoholiker zu trennen , damit mein Leid weg ist und ich wieder gut drauf komme , das sit so als ob ich irgendeein Schmerzmittel nehme, damit meine Kopfschmerzen weg sind. Dann gehts mir wieder gut . bis zum nächsten Mal. Und ich habe noch garnich mal kapiert, warum es dieses nächste Mal gibt. Wenn ich aber mal emien Kopfschmerzen beleuchte und die Zusammenhänge erkenne , wie sie entstehen udn entstanden sind, dann kann ich diese kette von reaktionen auflösen. Die chance, dass meine Kopfschmerzen dann für immer weg gehen sind dann meiner meinung nach wesentlich größer. das ist mein weg udn auch vieler anderer hier. Die tun sich auch nciht schwer das zu verstehen.
über den umgangston in einem thread zu diskutieren ist übrigens kein coabhängiges Verhalten. Sondern jemandem sein Hilfe aufzudrängen.
Der respektvolle Umgangston sollte eine normal Regel in jeder Art von Diskussionsrunde sein.
Was Spedi denkt kann er denken und ist seine Meinung. Deswegen muß man nicht diesen Thread abfällig als sinnlose Unterhaltungsrunde abwerten. Das ist erheblich und arrogant. Und wenn sich dann jemand angegriffen fühlt ist das normal, weil es Menschen gibt, die sich etwas wert sind und sich diesen Tonmfall verbieten. das bedeutet nciht, dass man sich nun verletzt fühlt, weil man 'die Wahrheit' nicht hören will. Auch Spedi hat die Wahrheit nicht mit Löffeln gefressen.
Ich finds ok dass Paddy ihren Thread schützt, denn es steht jedem frei worüber man diskutiert und was ein weiter bringt. -
@spedi,
wenn ich jemand ausdrücklich darum bittet , sich nicht in meine probleme einzumischen, zum beispiel deswegen, weil mir seine umgangsformen nicht gefallen, oder aber auch weil diese person deutlich herüberbringt, dass er meint, dass ich mich eh nicht mit meinem Problem auseinadersetzen möchte, sondern eine 'Unterhaltungsplattform' suche, dann
1. fühle ich mich von dieser Person nicht ernst genommen mit meinen Problemen und das ist wohl das allerletzte was Suchtkranke hier brauchen. Ich denke, dass die meisten hier so etwas schon von Seiten der Eltern etc erfahren haben udn genau dieses ein Punkt von vielen ist, der zu unserer Erkrankung führt.2. Du dennoch versuchst Deine hilfe 'aufzudrängen' = Helfersyndrom und Du bei Dir mal schauen solltest, was da an coabhängigem Verhalten vorhanden ist.
3. Viele, mich einbezogen heir versthen worum es geht in diesem Thread und es ist kein Thread, wo sich Paddy mit der Alkoholsucht beschäftigt mit dem Hintergrund ihren Mann verändern , bekehren zu wollen, sondern wie ich es verstehe sie versucht zu begreifen, welche Anteil überhaupt der Alkoholsucht zuzusprechen sind , um in ihrem Leben mit ihrem Mann damit umgehn zu lernen. Denn sie hat doch auch klar gemacht, dass ein Umgang weiterhin besteht.
Auch ich habe mein Leben lang Umgang mit meinem Vater, der Alkoholiker ist. Das gehört dazu, dass man sich über die Krankeheit eines Familienmitglieds informiert. Ich habe viele Dinge in diesem Forum NUR DADURCH erfahren und kann zum Beispiel meinen Vater dadruch auch unterstützen trocken zu bleiben. EIn Beispiel. Ich wußte wohl, dass ein Alkholiker jedes Tröpfchen ALkohol auch in der Nahrung wie zum Beispiel Pralinen oder in Soßen vermeiden soll und dies wieder Auslöser sein könnten. Ich habe nciht gewußt, dass es aber auch ähnliche Stoffe gibt die dies auslösen können.
Und ich muß sagen, ich bin nicht diejeinge, die für meine Vater kocht. Ich bin auch nciht seine Aufpasserin. Das muß er schon selber machen. Sich mit seiner Coabhängikeit auseinaderzusetzen bedeutet nciht ignorant zu sein. Klar, muß man eienrseits auf sich selber schauen. Andererseits ist es absolut okay sich zu informieren, was Partner und Familieneangehörige angeht . Hat meiner Meinung nach auch nichts damit zu tun wie 'weit' man schon mit der eigenen Coabhängigkeit ist. Denn auch da ist vielelicht eine absolute Heilung nie garantiert. Ich werde sicher nciht in ein Coabhängigkeitsverhältnis geraten, wenn ich mal schaue, womit ich meinen Vater in seiner Trockenheit unterstützen kann.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass man parallel zueinander sich mit seiner eigenen Coabhängigkeit als auch mit Fragen von Auswirkungen oder Erscheinungsbildern des Alkohols auseinandersetzen kann und dies durchaus auch förderlich sein kann.
Und ich denke, das ist was Paddy macht. -
Liebe Mandy,
Du schreibst, dass Dein Partner nicht coabhänig ist . Vielleicht hat er tatsächlich nie darunter gelitten dass dz alkoholabhängig bist und hat deswegen auch nie in erwägung gezogen, dich zu verlassen.
Weißt du, die Bilder, die erscheinungen des Alkoholikers isnd in den verschiedenen Stadien sehr anders udn dann auhc wieder von Mensch zu Mensch´. So gibt es welche, die fallen garnicht auf, dass sie trinken, Und das über Jahre. Da ist vielelciht nichts, was stört, ausser mal ne Fahne. Andere haben wiederum sehr heftige Erscheinungen, die von Lügen, Betrügen, Gewalt über Wahnvostellungen bis sonstwohin reichen. Viele Geschichten laufen typisch, parallel. Aber es gibt wohl doch auch Ausnahmefälle. Ob die wiederum vielelicht sogar so verlaufen WEIL der Partner garnicht Coabhänig ist und somit auch ganz anders agiert sei auch noch dahingestellt.
Es ist ja kein absolutes Muß den Partner zu verlassen, obwohl es ja oft empfohlen wird. Es ist auch Spekulation, ob es wirklich das Leid der Partner verlängert. Denn ein verlassenener Partner hört dann nicht unwillkürlich auf zu trinken. Ein Coabhängiger ist dann auch nicht geheilt udn kann auch schnell wieder in die nächste Coabhängigkeit geraten. Trennung ist kein Allheilmittel. Ein alkoholisierter Partner, der einne ständig irgendwie weh tut und tyrannisiert, das muß man sichnicht antun.
Es gibt viele Dinge, die weh tun, an die der betrunkenen sich nciht mehr erinnern kann. Wenn so etwas passiert muß man sich selber schützen. Zum beispiel durchTrennung. Wer sich dennoch nicht trennen willkönnte vielelicht in der Tat auch andere Wege finden, um diesen Begleiterscheinung aus dem Wege zu gehen, so dass die ALkoholkrankheit nicht zum Leid des Partners wird. Das Leid des Partners kann man ohnehin niemandem abnehmen.
Wenn man also trotzdem man wirklich leidet sich nciht trennen kann liegt das wohl in erster Linie daran, dass man sich wohl generell nicht trennen will von dem Partner den man liebt. Was ja irgendwo auch Sinn macht. Dann kommt ja noch die gewohnheit, das Loslösen aus dem gewohnten Umfeld, auch die Mühe etwas neues anzufangen, die Angst allein da zu stehen, finazielle Einbußen, Auflösung der Familie dazu.
Das muß man abwägen.
Ich finde es sehr wichitg zu verdeutlichen, dass man sich trennt, weil man sich selber oder auch seine Kinder damit schützt und damit nicht unbedingt den Menschen nciht mehr lieben darf oder jetzt meiden muß.
Auch muß deutlich sein, dass eine Trennung nicht dazu gedacht ist eine Genesung des Alkoholkranken herbei zu zaubern. Denn dann wird der Coabhängige irgendwie mit in die Verantwortung für den Alkoholiker gezogen. Das ist dann noch Coabhängiger. Wenns nciht klappt, dann kommen vielelicht noch Schuldgefühle dazu .
Ich finde es sehr normal dass es in einer Partnerschaft, wo eben noch Gefühle vorhanden sind, es auch viele Gründe gibt , die gegen eine Trennung sprechen. Ich finde es unnormal und ungesund, dass man sich nciht automatisch versucht zu 'schützen', wenn man leidet oder einem böse Dinge, egal ob absichtlich oder nicht, angetan werden.
Daher nicht so ganz verständlich, wenn davon gesprochen wird, dass man einen Kranke nicht alleine lassen soll. Zuerst muß man mal seine eigene Haut retten. Und der Kranke ist dann immer noch da, eventuell mit Abstand zu genießen. Ich halte ohnehin Beziehungen nicht so sehr für positiv, wenn man so stark aneinander klettet. Ich mag es eher, wenn jeder seinen Freiraum in einer Beziehung hat.
Also, ob Trennung oder nciht Trennung sollte man vielelicht im Einzeflla entscheiden. -
@Bopunty,
wenn du mit diesem Thread nichts anfangen kann, dann mußt du auch keinen Kommentar reinschreiben. Paddy hat doch deutlich geschrieben, worum es ihr geht. Und alle anderen haben verstanden.
Eigentlich ist heir schon erwünscht, dass eine gewisse Erfahrung schon da sein sollte bevor man andere beratschlagt. Das sollte im Coberiech auch so sein, denke ich. Eine bloße Trennung ist nur ein erster Schritt aus der Coabhängigkeit. Die wahre Arbeit fängt da erst an und wenn du mal andere Threads von Paddy gelesen hast dann kansnt du das auch besser verstehen. Ich würde dir raten dich erstmal ein bißchen besser über diese Krankheit zu informieren bevor du selber mit solchen sinnlosen Kommentaren das Forum vollpostest. Du schreibst doch selber wörtlich, dass du keine Sinn drin 'erkennen' kannst. So ist es . Du kansnt es noch nicht. . Dann lass es, lies was anderes. Das ist auch ok.
Hier ist niemand am festhalten, sodnern dabei sich auseinander zusetzen. Das sind zwei unterschiedliche Dinge. -
Zitat von dagmar007
Du schreibst:
Würde diese liebevolle Art nicht vielleicht doch aus Versagungsängsten, Unterdrückung, Gewalt existenzängsten entstanden sein dann wäre dieser Mensch vielleicht erst garnicht der Sucht verfallen...dazu fällt mir ein:
wäre dieser Mensch sich selber treu in Wut, Agression und anderen Gefühlen, so wäre er/sie vielleicht nicht liebevoll.....ich glaube, da hast Du auch den Punkt getroffen. Seitdem ich mir Gedanken über dieses Thema mache und diesen Thread eröffnet habe kommen mir lauter Aha-Erlebnisse und ich sehe meine Eltern viel klarer.
Als Kind hat man sich ja solche Gedanken garnicht machen können, man konnte nur reagieren auf die jeweilige Situation.
Nun denke ich gerade drüber nach wie mein Vater ganz zu Anfang noch war. Er hat sehr viel mit uns Kindern unternommen, uns viel gebastelt. Ein eigenes Spielhaus draussen im GArten gebaut. Möbel für unsere Puppen. Tiere. Spielgerüste. Er baute mit uns Schneemänner und ging mit uns rodeln. Und wenn ich mir so seine Begeisterung vor Augen führe würde ich jetzt sagen: Er war selbst noch ein Kind. Er war in der Tat auch erst Anfang 20 als wir so nach und nach auf die Welt kamen.
Als wir ins Teenageralter kamen konnte er kein Verständnis mehr für uns aufbrignen, war die Alkoholabhängikeit ja auch schon weit fortgeschritten. Dennoch erinnere ich mich jetzt, dass er selsbt im Suff meiner kleinsten Schwester wiederum versuchte alles Recht zu machen. Das gelang ihm lämgst nicht mehr so wie ohne Alkohol. Wie gesagt, heute ist er ein notorischer Nörgler und für uns nciht mehr der liebevolle Vater. Es fällt ihm schwer seine Gefühle zu zeigen. Stattdessen hat er wohl mindestens gelernt zu äußern, was ihm nciht paßt. Und muß nciht mehr trinken.
Mit seinen Enkelkindern tollter immer noch genauso rum wie mit uns damals. Also nicht gerade DER liebevolle Mensch, aber zumindest der kinderliebe Mensch. Das ausleben einer nicht gelebten Kindheit? -
Liebe Renate0,
mir scheint, als ob Du bei dieser ganzen Geschcihte einfach nicht als Verliererin dastehen willst.
Du willst, dass er sich meldet, damit du ihn stehen lassen kannst.
Dann aber denkst Du wieder, er sei bei einer anderen. Damit wärst Du dann die Verliererin?
Weißt Du, manchmal gibt es keine Verlierer oder Gewinner, wenn man einfach aufhört zu kämpfen. Merkst Du, wie sehr es Dir um diesen Kampf geht und nciht um Dein eigenes Wohlbefinden. Ist Dein Ego so angeknackst, gukc was mit Dir los ist.
Du scheinst gedanklich vollkommen auf ihn fixiert zu sein, willst Du jetzt auf einer seienr Launen wartne, wo er wieder bei dir angekrochen kommt?
Oder willst Du dich lieber auf dich selber konzentrieren udn dein leben so leben , wie es dir gut tut? -
Elocin und graffiti:
ja, genau so ist es gemeint. ich spreche von der selben Person mit den Zwei Persönlichkeiten. Das ist ja das Thema des Threads, das worüber ich mir gerade Gedanken mache und...rose2 hat mir gerade solch ein Aha-Erlebnis geliefert mit ihrem Beitrag.
Gewalt, Unterdrückung, strenge Regeln, Dominanz können anscheinend diese Persönlichkeitsstrukur hervorrufen. Gehorchen, es jedem Recht machen müssen/wollen, lieb sein zu allen. Aus Angst? Damit man auch geliebt wird?
Irgendwann der Punkt des Überfordertseins?Auf jeden Fall scheint es eine Notwendigkeit zu sein dieses Muster zu druchbrechen. Wenn ich hier von trockenen Alkoholikern lese wird gesagt: Der trockene Alkoholiker orientiert sich neu etc.
Welche Hilfe wird ihm dabei geboten, ist das ein Teil der Therapie, oder eher eine Erkenntnis , die von selber kommt, ein neuer Bewußtseinsprozeß?Plötzlich kommt eine ganz neue Logik in meinem Denken dazu: der trockene Alkoholiker bestrebt udn muß es bestreben im SInne seiner Trockenheitsarbeit dieses Verhaltensmuster des 'liebevollen jedem gerechtwerdenden Menschen' abzulegen.
Der coabhängige Partner erstrebt stattdessen diesen für ihn funktionierenden wieder herzustellen. Da treffen ja richtige Widersprüche aufeinander, die mir auch bisher boch nciht bewußt waren.
Interessant ist es ja auch nochmal zu überdenken, wie das Verhalten von Coabhängigkeit und 'liebevoller Mensch'- mir fällt jetzt kein anderer Begriff ein,aber im Zusammenhang versteht wohl jeder was ich heir damit meine- zusammen spielt und sich diese beidseitig ungesunde Beziehung daraus entwickelt.
Nochmal erwähnen möchte ich, dass es mir in deisem Thread keienswegs um Klärung von Schuldfragen geht. Mir ist kal, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Ich möchte einfach mit eurer Hilfe etwas mehr Erkenntnis über dies Zusammenspiel zwischen Coverhalten und Profil des Liebevollen Partners erhalten. Soll auch keine Verallgmeinerung sein. Aber wie viele hier bestätigen können und selber immer wieder lesen / schrieben scheint es diese Konstellation recht oft zu geben. Und auch nachdem ich diesen Thread eröffnet habe lese ich immer noch, meist sogar schon im Vorstellungsbereich, in den ersten Sätzen:
mein sonst so liebevoller Partner... trinkt jetzt schon seit ....
Würde diese liebevolle Art nicht vielleicht doch aus Versagungsängsten, Unterdrückung, Gewalt existenzängsten entstanden sein dann wäre dieser Mensch vielleicht erst garnicht der Sucht verfallen. Denn Sucht ist ja auch Flucht. Liebe ist ein schwieriges Thema. Aber was von den Cos oft als Liebe empfunden wird basiert meiner Meinung nach auch zum großen Teil auf Verlustangst, Kontrollzwang und Machtausübung. Ich kannte mal ein Mädchen, die meinte, dass sie von der Liebe ihrer Eltern erschlagen wird. Ich dachte, dass so etwas garnicht möglich sein könnte. Aber nachdemich heir so viele Threads gelesen habe , habe ich manchmal auch so ein eigenartiges Gefühl, dass mich an meine Mutetr erinnert. Dieses Gefühl, dass sie zu stur auf ihrer meinung pochte, ihren Standpunkt nie wechseln wollte und vieles unter dem Deckmantel von Luebe udn Aufopferung geschah. Das hindert irgendwie daran sich frei zu entwickeln und man fühlt sich in seienr Freiheit eingeschränkt. Ich glaube, dass dieses Überhäufen mit Liebe und Aufgaben , was uns an sie binden solllte eher ins Gegenteil umschlöägt. Mein Vater ist geflüchtet, zunächst in den ALkohol, jetzt in seiner Trockenheit hat er sich auch seine eigene kleine Welt geschaffen. Rückzug.
Auch ich sehen mich eher nach meinen eigenen 4 Wänden. Nähe ja, aber nie zu nah. Wird eine Beziehung zu klebrig brauche ich meinen Rückzug.
Und wenn ich es mirso recht überdenke ist dies sicherlich ein Resultat aus diesen beiden Komponenten Alkohol und Co.