Beiträge von Frozen Tears

    Hallo bookfriend,
    auch ich hatte mal so ein ePhase wie du sie beschreibst. Nach vielem denken hab ich auch eine erklärung dafür. Als wir kinder waren, haben wir uns für unseren elternteil geschämt und es vermieden freunde einzuladen. Nur ganz dicke freunde zu denen man vertrauen haben konnte wurden eingeweiht und durften kommen. So hab eich es auch von anderen Kindern von alkoholikern gehört. Das ist ja gewissermaßen auch schon eine erscheinung der coabhängigkiet in der kindheit, eben dass man versucht zu verstecken udn zu vertuschen. man grenzt sich also gewissermaßen selber aus udn das kann sich einganzes leben lang so hinziehen. Freunde werden auch erstmal mit eienr gewissen skepsis behandelt. Sie müssen ja immerhin ein geheimnis bewahren können.
    Lockere Plappermäuler, die sosnt als gesellig gelten sind für uns EKA eine gewisse Gefahr.
    wie die anderen schon schreiben ist so eine verabredung zum mittagessen tatsächlich meist nur smalltalk. wir sind wohl nicht gerade zu deisem smalltalktypen herangewachsen, denn dafür braucht man ja schon eine leichtigkeit, die wir wohl nie erlebt haben. In unserem leben hat isch kontrolle und bemustern von menschen als etwas nützliches erwiesen, so traurig das auch ist. wir wollen nummer sicher gehen.

    das bedeutet aber nicht, dass wir das nicht auch erlernen können. es sit ja keine besondere fähigkeit. man sitzt zusammen und redet über belanglose dinge.
    Auf jeden fall sollte man sich aus der passivhaltung herausbegeben. Warten bis jemand auf dich zukommt signalisiert unsicherheit. vielelicht kommt das bei anderen sogar als desinteresse rüber.
    Auch andere sind eventuell schüchtern und mögen gerne mal angesprochen werden. eine gute einleitung ist es doch jemanden zu fragen, ob er etwas gutes kennt, wo man essen geht, nach dem weg fragen , sich nach dem essen an sich erkundigen. Dann ist man gleich beim thema.
    Wichtig ist dass man selber mal initiative ergreift. Früher war das undenkbar für mich, aber heute habe ich es im Griuff. Wenn man den Bogen raus hat dann merkt man auch, dass es richitg spaßß macht und dass es auch andere menschn gibt, die damit probleme hatten und die dankbar dafür sind, dass man mal den ersten schrit tgetn hat. Man sollte sich auch nicht ständig selber zu sehr unter die Lupe nehmen , sodnern einfach mal sagen: Ich bin wie ich bin und wer mich mag , der soll mich auch so nehmen. Nicht alle leute brauchen mich mögen. udn- andere Menschen haben auch ihre Macken, und das oft nicht wenig. Nur mut.

    Hallo wie,
    ich denke ein Alkoholiker ist krank, druch und durch. Da gibt es keine gesunden Anteile. Alle Zellen sind miteinander verbunden. Ansonsten hast Du irgendwas falsch verstanden. Alkoholabhängigkeit ist eine Sucht, eine Krankheit, die man nicht nur manchmal oder ein bißcehn haben kannst. Es gibt Quartalssäufer, die zwischen druch nichts trinken, aber auch dann sind sie abhängig. Ich glaube, dass Du Dich noch nicht so 100% über die Krankheit informiert hast.
    Ob Du Coabhängig bist kann man so wohl tatsächlich nicht beurteilen, da wir nichts über dich wissen. Aber Coabhängikeit hat auch verschiedene Stufen, es ist auch ein Leidensweg, den man geht bis zur vollkommenen Selbstaufgabe, viele Stufen dazwischen. Erzähl doch mal ein bißcehn über dich.

    Liebe Karin,
    mir schmerzt das Herz, wenn ich lese, dass du deinem Vater so viel geld 'leihen' sollst.
    Soll er doch einen Kreidt aufnehmen und dich da nich tmit reinreißen.

    Du kansnt ihm einfach sagen, dass du euer gutes Verhältnis nciht druch solche Geldgeschichten in Gefahr bringen willst udn du deswegen nichts damit zu tun haben willst.
    Dein Vater ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Du schreibst, dass er eine Freundin hat, udn normalerweise fragt man die zuerst, bevor man die Kinder anpumpt. Aber wahrscheinlich will die das genauso wenig wie du und hat auf dich verwiesen. Tus nicht.
    Mein Vater hat unser ganzes Haus versoffen. Wenn ich daran nur denke.
    Nicht nur ein HAus war es , es war ja seinLebenswerk, er hatte selber da so viel Arbeit reingesteckt.

    Liebe ja, Geld nein.

    Man kann nicht aus dem Leeren schöpfen, das finde ich ist eine gute Aussage.

    Was ich im Moment versuche ist, ganz tief in mir an Punkte heranzukommen, mich selsbt zu hinterfragen, warum es bei mir so ist, was ich fühle, warum ich es fühle, ob ich selebr etwas ändern kann.

    Ich habe mir vorgenommen gerade im moment an dieser beschriebenen Sache zu arbeite, dieses urvertrauen. Das scheint mir für mich iene ganz wichtige Sache zu sein. Mir ist aufgefallen,dass es imemr dann da ist, wenn ich mir überlgen vorkomme, wenn ich das Gefühl aheb, ich habe die Karten in der Hand. Oder zum Beispiel in einer Beziehung, wenn ich spüre dass der Partner mich einbißchen anhimmelt, er eher mehr fühlt für mcih als ich für ihn. Ist jetz etwas schwierig zu beschreiben.
    Solche beziehungen funktionieren bei mir gut, solange es nciht zu extrem wird und der Partner an mir klettet. Da reagiere ich sehr sensible drauf.
    Angst vor Coverhalten des Partners, Angst vor Verantwortung meienrseits? Da verstehe ich mcih manchmal selber nicht, udn es läuft auch irrational ab. Also wirklcih unbewußt. Jedenfalls können meine Gefühle sofort wie weggeblasen sein sobald es mir zu eng wird in dem Sinne dass jemand zu sehr an mir klettet. Nicht derart, dass ich die Nähe fürchte, sondern eher so eine Angs, dass ich meine freiheit verliere, fast so wie ich mir Platzangst vorstelle. Ich will mich nicht festnageln lassen. Das passiert in Beziehung die an sich sonst perfekt sind.

    Dann frage ich mcih selber, ob es mir nur um eine Art Machtkampf geht, wo ich dann den anderen fallen lasse sobald ich die Gewinnerin bin?
    Oder ist es so, dass ich irgendwelche Blokaden habe sobald ich meine richitg geliebt zu werden, so , als ob ich denke, dass das ja eigentlich nciht passieren kann, weil ich es nciht wert bin.

    Oder ist mir das Gefühl geliebt zu werden so fremd, dass ich es beängstigend finde , mich vielleicht tief im Innern sogar davon bedroht fühle? Ist für mcih die Welt nur in Ordnung, wenn ich dieses Gefühlshickhack habe, weil ich es nciht anders kenne.

    Was macht dieses Gefühlshickhack mit mir? Ganz subtil empfinde ich diese Ups und downs auch positiv. Tiefe Emotionalität, sich streiten , um sich wieder zu vertragen. Erleben von sehr starken Gefühlen an sich, wobei es dann egal ist ob schöne oder unschöne gefühle. Ich kenen es so, dass ich maich dann so stark wahrnehme. Dann gibt es Gefühle,d ie ich kaum aushalte, weil sie so schmerzhaft sind. Andere sind dann wieder so extrem schön, wenn hinterher der Frieden einkehrt. NAch aussen hin würde jeder mcih als ausgeglichene Person einschätzen und 100% keien starken Gefühlsschwankungen vermuten. Also auch das habe ich gut gelernt, schön nach aussen hin die Fassade zu wahren. gerade frage ich mcih was es doch für schauspielerische Fähigkeiten bedarf dieses alles schon in der Kindheit seiner Aussenwelt zu vermitteln.
    Tief im Innern sieht es bei mir ganz anders aus. Es gab sogar eine Zeit, wo ich gewalt als angenehm empfand. Meine Eltern haben mich auch geschlagen. Es gab Beziehungen,wo ich immer kämpfen wollte ( Spaßkämpfe, aber doch bis an die Grenze) , habe sie selebr inszeniert. irgendwann war ich dann mit dem Thema durch. Dmals habe ich garnciht verstanden, was ich da eigentlcih für einen Schwachsinn machen. Aber jetzt im nachhinein verstehe ich es schon.

    Was ich aber ncohmal deutlcih machen wollte, ist, dass wir möglciherweise aber auch eine Sucht anch dieser inneren Emotionalität haben, nach diesen Gefühlsschwankungen, egal wie sie sich zeigen. Das kann ein unberechenbarer alkoholisierter Partner sein, ein andere unorganisierter Mensch, launische mit sich selbst unzufriedene Partner,
    ich denke alles was so in die Richtung geht befriedigt unsere Bedürfnisse nach innerer hefitger Emotionalität, um sich selbst wahrzunehmen, sich selbst zu fühlen. sich schlecht fühlen, um sich wieder gut fühlen zu können.

    Kannst du das auch so nachvollziehen? ist vielleicht etwas kompliziert, einfach von mir so ein versuch das was sich in mir abspielt nach aussen hin zu erklären. Es sind ja letzlich Gefühle, die man nciht wirklich in worte fassen kann.

    Hallo Weisticht,
    das mit den Ängste interessiert mich auch brennend, ich kann aber leider Deinen Thread dazu nicht finden.

    Was mir aber so langsam zu Bewußtsein kommt, ist dass wir EKAS wohl immer mit dem Zweifel leben mußten, ob wir nun eigentlich geliebt werden oder nicht. Also so ein Urvertrauen fehlt, was ich auch immer mal wieder in Beziehugnen nachempfinden konnte.
    Dieses Gefühl von Zweifel und Unsicherheit führt dann sicher dazu, dass man siche schwer tut Nähe zuzulassen, obwohl dann andererseits ja uch gerade der satrke Wunsch da ist diese Nähe zu erleben. Also ein Zwiespalt. Damit kann ich mich gut identifizeiren. Dieses Hickhack spiegelt isch wohl in unserer ganzen Persönlcihkeit wieder.
    Doch wie kann man zu diesem Urvertrauen zurück gelangen?
    Mir fällt bei mir selebr auf, dass je mehr ich in eienr Beziehung meine eigenen Gefühle zulassen und zum Ausdruckbringe desto mehr setz mein Kopf ein und versucht zu kontrollieren, ob dieser Zusatnd auch rational zu vertreten ist udn ich auch keine Irrtümer begehe. Also das Mißtrauen, welches durch Kontrolle ausgeschaltet werden soll. Kennt ihr das auch?

    Da kann es dann vorkommen dass jede geste, jedes Wort von vorn bis hinten angschaut udn bewertet und interpretiert wird. Und dann kann es vorkommen , dass eine Beziehugn verkopft. Wie schrecklich.

    Ängste im tiefen Verborgenen sind sicher auch Resultatt aus dieser Unsicherheit, die wir ja tatsächlich auch erfahren haben.
    Wer nicht weiß , was am nächsten Tag auf einen zukommt wird unsicher, bekommt Angst. Die Angst war ja auch nie unbegründet, zu viel passierte.

    Aber was ist damit genau gemeint diese Angst zuzulassen?
    Wie kann man sie überwinden?

    Liebe Malone,
    das hört sich erstmal bitter an mit dem Tiefpunkt, weil man klar erstmal Angst hat um einen Menschen, den man liebt udn ihn instinktiv beschützen möchte.
    Aber dieser Tiefpunkt ist seine und auch eure einzige Chance.
    Und niemand kann dir sagen, wann es soweit ist. So hart es sich anhört, aber je mehr er in der Sch**** steckt, also schulden hat usw , desto besser ist es. desto schneller mag es gehen. wenn erst der körperliche tiefpunkt , also die schweren krankheitsfolgen erreicht werden müssen ist vielleicht noch schlimmer. Leider ist ja seien vernunft nicht mehr ansprechbar. du mußt ebenso härte zeigen, wei du es von ihm verlangen würdest. Ob du das an seiner seite leben kannst ist eben fraglich.
    Es bedeutet ja nicht, dass du nun mit ihm nichts mehr zu tun haben mußt. aber du darfst ihn nciht noch bemitleiden und bemuttern. GAnz im Gegenteil. Forder ihn doch einfach mal.
    Geh deinen weg, such dir eine wohung und frag ihn ob er für dich renoviert. auch wenn er nciht mehr die kraft hat, keine zeit usw. Allein dass du ihm solche dinge anbietest kann ihn schon ein bißchen zum nachdenken über sich selbst bringen. Vielleicht findet er dann auch allmählich wieder einen sinn für den es sich zu kämpfen lohnt, statt sich gehen zu lassen.
    Mein freund zum Beispiel ist manchmal auch absolut pleite. ich hatte auch zunächst mitleid mit ihm, mir seine selbstmitleidsgeschcihten angehört. dann als es zu bunt wurde und ermal wieder um 5 euro schnorte fragte ich ihm, ob er nciht noch irgendwas habe, was er zum pfandleihhaus bringen könne. Und tatsächlich, als es um die eigene wurst ging gings plötzlich. Tatsächlich verpfändete er was von seinem schmuck udn war seitdem nie wieder pleite. Kann sein, dass er auch seitdem woanders schnort, aber bei mir schämt er sich wohl zumindest. Und wenn er von seinen problemen erzählt, frage ich ihn immer wieder, was Er wohl meint, wie das nur kommen kann, so als ob ich nicht drauf kommen würde, dass der Alkoholkonsum an allem schuld ist. Mitleid bekommt er nicht. Sondern nur ein scheinheiliges: Ach wirklich? Wie kann das denn angehen.
    irgendetwas muß einen Alkoholiker ja letzlich drauf stoßen, dass er abhängig ist. Gibt denn dein freund zumindest zu, dass er ALkoholiker ist?

    Warum ich schreibe, dass man Vater wohl sehr labil ist. Deswegen, weil ich mir natürlich Gedanken mache, warum er überhaupt alkoholabhängig wurde und andere Väter nicht. warum es gerade denen passiert, die hier im Forum als einerseits doch so liebevoll und sensibel und dann wieder abhängige Monster sein können.
    Ich vermute schon, dass jemand der nicht nein sagen kann, sich nciht druchsetzen kann und zu viel Verantwortung trägt eher alkoholgefährdet ist, also seine Probleme irgendwie nciht verarbeiten kann oder aushalten kann und sie dann wegsäuft.
    Das sind ja auch Verhaltensmuster, die einem sicher vorgelebt wurden udn über die man sich Gedanken machen muß, wenn man schon an der Sache arbeitet. Ich frage mich natürlich, ob das auch auf mich zutrifft.
    Ich habe mich schon meist von meinen Eltern geliebt gefühlt, aber dann in den heftigen Zeiten auch von unserer Mutter alleingelassen gefühlt. Ich finde es gehört auch dazu sein Kind zu schützen. Das hat sie nicht ausreichend getan. Und unser Vater hat uns alle im Stich gelassen, so habeich es empfunden. Geliebt und dann irgendwie weggeworfen , allein gelassen. So würd ichs ausdrücken. Kann sein, dass ich dann druch schulkische Leistungen versucht hatte die Gunst meiner Eltern zurück zu gewinnen. Obwohl ich auch weiß, dass unser Vater, besonders im späteren Stadium sich auch garnicht mehr für sowas interessiert hat. Ignoranz und Desinteresse sind ja übrigens auch Dinge, die unter Umständen mehr weh tun können als Schläge. Wenn man weiß oder zumindest vermutet, dass man geliebt wird, aber derjenige bringt es nciht zum Ausdruck, weil er sich nciht um dich kümmert, es nicht zeigt , nicht da ist, wenn du ihn brauchst, dann macht es keinen Unterschied ob du geliebt wirst oder nciht. Und da geht es dann wohl los, dass man sich als Kind minderwertig fühlt und sich fragt, warum liebt er mich plötzlich nciht mehr, was habe ich nur getan.
    Später begreift man wohl schon halbwegs, dass es mit dem Alkohol zusammen hängt. Aber zuerst ist es so, dass man meint , ein erwachsener udn besonders der eigene elternteil habe die pflicht sich zu beherrschen , auch wenn er alkohol getrunken hat. auch das trinken überhaupt dürfe er so nciht tun, denn man spürt dass der vater damit seine pflichten verletzt. Das ist das erste was man spürt. dass er nicht mehr so funktioniert wie er es aus der sicht des kindes müßte. man fragt sich was soll das und man weiß ja auch nicht wie lange dieser zustand andauert, oder ob es nur spiel ist. Ich wußte nicht, dass es immer schlimmer kommen würde und was für heftige dinge auf mich zukommen würden.
    Ich kann mir vorstellen, dass eine ehefrau, dern mann plötzlcih zum alkoholiker wird sich genauso fragt, warum sie nciht mehr geliebt wird, nicht mehr die aufmerksamkeit bekommt udn dadurch ertmal diese selbstzweifel bekommt. Wenn ein Mann fremd geht, fragt sich eine frau ja auch eher, was sie verkehrt gemacht hat oder ob sie nicht mehr attraktiv ist usw. Dass aber der mann sich einfach anders orientiert und noch zusätzlichen spaß haben will muß ja nciht heißen, dass mit ihr etwas nicht in ordnung ist. Daher meine ich nciht, dass eine Partnerin gleich coabhängig sein muß, weil sie mit einem Alkoholiker zusammen ist, sondern aus dieser Situation heraus einfach so werden kann. Ich vermute, dass der gesellschaftliche Druck, dass eine Frau immer funktionieren muß, immer gut aussehen muß, eine liebevolle Mutter und Partnerin sein soll eine Frau auch leicht zu dem macht oder zumindest stark dazu beiträgt, dass sie sich gerade in solchen Situationen dann einfach minderwertig fühlt.
    Bei Männern hingegen ist es ja eher so, dass von ihnen eher Stärke, finanzielle Unabhängigkeit als Ernährer der Familie und keine Gefühlsduseleien erwartet werden. Also ein gut funktionierender willensstarker traumprinz und beschützer, der vor nichts zurückschreckt. Tja, meine Eltern waren wohl nichts von beidem und sind daran gescheitert.
    Der Kampf der Coabhängigen in der Partnerschaft ist doch dann eigentlich in erster Linie der Schrei nach Liebe, die Liebe wieder zurück zu gewinnen, die einmal die Partner zusammen gebracht hat.
    Es stellt sich dann also die Frage, ob man da einer Illusion hinterherläuft, weil die Liebe durch den Alkohol längst nicht mehr da ist. oder ob sie sich nciht mehr zeigt, weil sie nur eingeschlummert ist und kommt dann wieder zum Vorschein, wenn der Partner trocken ist. Wenn die liebe nicht mehr da ist braucht keiner der coabhängigen Partner mehr zu kämpfen. Daher habe ich mich auch hin und wieder gefragt, ob coabhängiges Verhalten vielleicht auch schon dazu beiträgt die Beziehung zu zerstören. Ich denke dabei an Kontrollzwang, Bevormundung, zu viel bemuttern, zu hohe Erwartungen, Einschränken der Freiheit, alles bestimmen wollen usw.

    So, nun zu Dir Weitsicht,
    Deine Fragestellung ist schon etwas besser gestellt. Ich habe mir seit ich hier im Forum lese schon oft die Frage gestellt, ob ein nasser ALkoholiker überhaupt lieben kann, Liebe geben kann. Da muß ich natürlich noch wieter gehen und mich fragen: hat mein Vater mich überhaupt geliebt. Und: Was ist Liebe überhaupt? Ich habe den Eindruck, dass ohnehin jeder eine andere Sichtweise von Liebe hat. bevor man darüber diskutiert müßte man erstmal da auf einen Nenner kommen, Ichhatte schon etliche Diskussionen über dieses Thema udn wenn jeder Liebe anders definiert redet man so sehr aneinander vorbei, dass es sich nicht lohnt.
    Also ieder zu mir. Als kleines Kind habe ich mcih schon geliebt gefühlt. Kann sogar sagen, dass mein Vater ein guter Vater war, sogar liebevoller als andere Väter. mein Vater war sehr gefühlsvoll und auf seine Weise auch noch sehr kindlich, meine Eltern waren eh noch beide sehr jung und selber wohl nicht einmal richtig erwachsen. ich glaube, dass mein Vater sich sehr viel an Verantwortung auferlegt hat mit der er dann nicht fertig wurde.
    Er ist ein ziemlich labiler, verletzlicher Mensch und versuchte wohl sich dann seine Probleme udn seine Stress wegzutrinken. Andere Alkoholabhängige hier im Forum haben zu diesem Thema geschrieben, dass sie nie aufgehört haben ihre Kinder zu lieben, auch in nassen zeiten. Tatsache ist aber schon, dass sich die Gefühle und das Wesen mit der Zeit ändern. So auch bei meinem Vater. Da gabe es massive verletzungen, beschimpfungen ohne Grund, Ungerechtigkeiten. Zu dieser Zeit habe ich mich nicht mehr geliebt gefühlt. Ich kann mich erinnern, dass ich meinen Vater sogar in der Pubertätszeit richtig gehaßt habe. Ich zog mich auch sehr zurück von allem. Hatte auch schon meinen eigenen ersten freund mit dem ich viel zeit verbrachte. Ich kann nciht sagen, ob ich der Liebe meines Vaters hinterherlaufen mußte. Ich empfinde es eher so, als ob ich von der Liebe meines Vaters enttäuscht wurde und es mir daher schwer fällt Vertrauen aufzubauen. Liebe ist etwas was ich erfahren habe, aber es sit etwas was nciht von Dauer sein muß. meine Eltern sind ja jetzt schon alt und sind imemr noch zusammen. Normalerweise könnte man ja davon ausgehen, dass man dann schon an die 'ewige Liebe' glaubt.
    So gesehn sind meine Eltern durch dick und dünn gegangen. Das eben, was man herkömmlich unter der wahren Liebe versteht, wenn man sagt In guten als auch in schlechten zeiten. Dass aber die schlechten Zeiten so übel aussehn mußten....
    Dass die schlechten Zeiten auch seelische Knackse verursachen... Daher mag es kommen, dass ich an soclhe beziehungen nicht glaube. Wenn es ncith mehr geht, wenn man sich nicht mehr versteht oder gegenseitig verletzt dann ist es Zeit sich zu trennen. So meine Einstellung. Liebe scheint aber auch ein ganz wichtiges Thema zu sein in dieser ganzen Alkohol - und Coproblematik. Mein freudn beispeilsweise sagte mir einmal er fühlt sich auch nciht geliebt, aber von seinen Freunden und teilweise von einigen seiner Familie.
    Zum Thema Liebe fällt mir halt Vertrauen, Nähe, Alleingelassen werden, Verantwortung , Zuverlässigkeit ein. Das sind Dinge, die ganz nahe an Liebe grenzen, finde ich. Das sind Dinge, die in meinem Elternhaus nciht mehr funktionierten und mir dann so vorgelebt wurden.
    ich fühlte mich ab einem bestimmten Alter allein gelassen . habe so auch gelernt allein sein zu können und das beste draus zu machen. aber eher unfreiwillig. Ich mußte vieles für mich selber regeln. Mußte Verantwortung für vieles übernehmen, was andere in meinem Alter nciht mußten. dadurch bin auch auch recht selbständig geworden. aber was ist dabei kaputt gegangen. Vertrauen im Partner, nicht der Glaube an die Liebe, aber an die Verlässlichkeit und Stetigkeit der Gefühle. Und wenn ich mich so umschaue in dieser Welt ist es ja auch garnicht verkehrt. Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Liebe wird zum Tauschgeschäft, Liebe wird mit Sex verwechselt , all diese Dinge noch zur verkorksten Kindheit dazu.
    Wie soll ein gesundes Verhältnis zur Liebe aussehen. Und gibt es auch noch Menschen, die so etwas leben?

    Hallo Roa,
    mag sein, das es so klingt , als würde ich ihn benutzen. Aber ich habe ihn mir nicht bewußt aus diesem Grunde ausgesucht, sondern es hat sich so ergeben. Es gibt in erster Linie andere Dinge, die uns zusammenkommen lassen. Aber wie ich schon erwähnte haben wir keine wirkliche Beziehung, ich denke man würde es dann schon eher eine Affaire nennen. Da haben wir beide unseren 'Nutzen' von.
    Die Alkoholsachen kommen dazu, weil er eben Alkoholiker ist. Wäre er trocken würden wir auch keine anderes verhältnis zueinander haben. Ich habe ihn mir also nicht ausgesucht um meine Probleme aufzuarbeiten, sondern durch seine Krankheit ist das bei mir zum Auslöser geworden. Eher so. Wenn ich für mich also noch einen zusätzlichen Nutzen aus unserer Affaire ziehe ist das ja nicht schlimm, im gegenteil. Ich schriebe eher ungern über ihn, da immer überlesen wird, dass ich ja gar keine richitge beziehung mit ihm habe. Wir haben einfach keine Partnerschaft mit Zukunftsplänen usw. wie man es hier in den meisten Threads findet. ich wohne nicht mit ihm , keine kInder, nicht verheiratet udn auch nichts davon geplant. Ich bin auch ein Mensch, ich glaube nicht so sehr an solche Art von Beziehungen, weil sie in meinen Augen auch ohne Alkohol und co meistncihts auf Dauer sind. ich glaube eher daran, dass eine Beziehung solange funktioniert wie die Liebe da ist und Menschen sich auch verändern udn dann eigene Wege gehen. Das ist aber ein ganz anderes Thema, was hier nicht so rein gehört.
    So fordere ich auch von meinem 'Freund' nciht, dass er sich für mich verändert, wie es ja heir viele Partner versuchen. Ich würde mich freuen, wenn er seine Sucht überwindet, weil ich auch nur zu gut weiß wie es endet. Aber wie hier schon überall gesagt wird- ER muß es tun und nicht ich.
    Bei festen Partnerschaften, die aufeinander eingespeilt sind mag es auch funktionieren ihnen die Pistole an die Brust zu setzen und zu sagen: Ich oder der ALkohol. Mag sein, dass es für einige eine Chance ist. Aber das ist garnicht mein/ unser Anliegen. Jeder von uns hat bereits seine Kinder udnseine Familienplanung hinter sich und wir haben da beide kein Interesse mehr an solchen Dingen, sondern leben beide eher spontan.
    So, nun gibt es dennoch meine Vergangenheit. Meine Kindheit. Ja, ich schreibe und lese ja hier im Forum genau deswegen, um mir hier Anregungen zu holen. Auch das ist ein (Aus)-nutzen.
    Wie kommst du darauf, dass ich mich zwinge alles nochmal zu inszenieren? Es ist nichts inszeniert.
    Wir haben sehr interessante Gespräche, die auch gerade mich viel verstehen lassen.
    Er ist nicht die Person in meinem Leben, von der ich erwarte, dass er mir alles gibt. Er ist nur ein kleiner Teil, so wie ein Puzzlestück. Was ich sonst brauche teile ich mir mit anderen Menschen, mit Freunden, Freundinnen. Und auch er hat sein eigenes Leben. Mein freund ist nicht mein Problem.
    Er ist frei, er kann machen was er will , auch trinken, und er tut das auch. Was ihn angeht sehe ich,dass er sich seiner Sucht erst so halbwegs bewußt ist und noch weit davon entfernt sich zu ändern. Klar tut mir das Leid für ihn, aber das ist seine Baustelle. Ich würde auch schon allein deswegen nciht mit ihm zusammen wohnen wollen oder sonst irgendwelche Abhängigkeiten haben wollen. Dennoch, und vielleicht gerade deshalb haben wir eine schöne Zeit miteinander, wenn wir uns sehen.

    Hallo Simmie,
    bisher habe ich in meinem Leben nicht nach solchen Beziehungen gesucht. Habe mich getrennt, wenn jemand zu sehr an mir klammerte oder zu abhängig war. Habe alkohol- und drogenabhängige vorn vornherein abgelehnt. Einmal hatte ich einen freund, der gekifft hat, was er gleich einstellen mußte, und auch getan hat.
    Da war ich bisher immer konsequent.
    Nicht einmal Raucher mochte ich, obwohl ich lange selber geraucht habe.
    Aber bei meinem jetzigen Freund ist alles anders.
    Wir wollten von Anfang an beide keine Beziehung und hatten deswegen auch keine großartigen Ansprüche aneinander. Ein Abenteuer, welches sich etwas in die Länge gezogen hat.
    Auch suche ich hier keine Hilfe für ihn, ohnehin ist er in meinen Augen wohl noch eine ganze Ecke davon entfernt es zu schaffen.
    Dennoch ist er sozusagen Auslöser dafür, dass ich für mich angefangen habe mich mit meiner Coabhängigkeit zu beschäftigen.
    Somit ist EReigentlich nur ein Spiegel für Dinge, die ich beriets in meinem Leben erlebt habe, allerdings aus einer anderen Position heraus.
    Er hilf mir sogar dabei, mich an Dinge zu erinnern und nochmal zu durchleben. Ich leide nicht in unserer Beziehung.
    Es tut mir gut, wie ich auf Dinge gestoßen werde, die wohl irgendwie in meinem Unterbewußtsein schlummerten.
    Ich verstehe mehr und mehr die Hintergründe vom Alkoholismus, udn dadruch auch mehr meinen Vater. Kann ihn besser verstehen und verzeihen. Ich spüre auch langsam Gefühle, die ich wohl als Kind unterdrückt hatte. Wut. Enttäuschung. Hilflosigkeit. Ängste.
    Nicht nur durch meinen Freund, auch durch Lesen im Forum. Durch meine freund erfahre ich es noch hautnaher.

    Ich lese und schriebe hier schon seit langer Zeit. Anfangs habe ich einfach nur nach ein paar Informationen hier gesucht, doch bin ich auf viel mehr gestoßen als ich erwartet habe. Nämlich auf sehr viele Spiegelbilder meiner selbst. Zunächst gab es nur den Cobereich, wo ich mich nur teilweise wieder fand. Dann wurde der Bereich erwachsene Kinder von Alkoholikern abgetrennt udn plötzlich bekam ich unheimlich viele Aha-erlebnisse. Während für mich der Co-Partnerbereich in seinen Threads sehr ähnelt und viele Parallelen zu sehen sind , viele Geschichten auch ähnlich verlaufen, ( auch wie die meiner Eltern)finde ich im Co-Kinderbereich viel mehr unterschiedliche Facetten von Coabhängigkeit. Als Kind eines Alkoholikers und einer coabhängigen Mutter sehe ich, dass sich die Situation sehr unterschiedlich auf die Kinder auswirken kann. Wie ich schonmal in einem anderen Thread beschrieben habe hat sich die Kindheit bei mir und meinen Geschwistern auch sehr unterschiedlich entwickelt und auch im Austausch mit anderen Kindern hier merke ich dass sich sogar ganz gegensätzliche Tendenzen entwickeln können.
    Sogar in mir selber sehe ich viel Widersprüche. So gab es beispielsweise in meinem Leben ganz gesunde Beziehungen. Auch Zeiten , wo ich vor Energie strotze , mich selbst verwirklichte und ich kann auch sagen, dass ich eher ein sehr unabhängier Mensch bin. Ich denke, dass es ein resultat ist , dass ich niemals so werden wollte wie meine Mutter, die es nie geschafft hat sich von meinem Vater zu trennen.
    Ich habe mich in meiner Kindheit viel zurückgezogen, aus Selbstschutz, was ich heute immer noch brauche, habe dadurch auch viel Kreaitivtät entwickelt.
    Dennoch gibt es auch die andere Seite. Gefühlsmäßige Beziehungsabhängigkeiten mit Kontrolle. Schuldgefühle, wechselnde Selbstwertgefühle, zu viel Verantwortung in der Kindheit.
    Ängste. Für ein Kind finde ich es unverantwortlich in einer alkoholkranken Familie aufwachsen zu müssen. Man hat keine Wahl, ist der ganzen Sache vollkommen hilflos ausgeliefert und jeder Co-Partner sollte in erster Linie einmal an die Kinder denken.
    Noch dazu habe ich im Moment eine Art Beziehung zu einem Alkoholiker, wenn auch diese etwas auf Entfernung abläuft. Wir wohnen nicht zusammen und jeder trägt Verantwortung für sich selbst. Wir treffen uns sporadisch, nur, wenn wir beide Lust darauf haben, andere würden es vielleicht nicht einmal Beziehung nennen. Warum diese 'Beziehung' überhaupt, frage ich mich selber, nachdem ich hier schon vieles gelesen habe und auch weiß, dass diese keine Zukunft hat und auch vielleicht nicht einmal den Namen verdient. Aber ich habe verstanden, dass ich für meine persönliche Entwicklung dieses Spiegelbild brauche. Wir haben viele Gemeinsamkeiten und schöne Momente , stoßen aber auch an unsere Grenzen. Ich merke, dass mir vieles noch nicht bewußt war und ich an vielem auch schon gearbeitet habe, doch einiges auch noch nie so wahrgenommen habe.
    So wie ich hier in den Threads lese und mich weiter entwickle, so betrachte ich auch meine Beziehung und gewinne neue Erkenntnisse über mich und mein Leben. Mein Freund hat seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht, hat aber mittlerweile eingesehn dass er abhängig ist.
    Nach drei Jahren hat er zum ersten Mal von sich aus geäußert, dass er Hilfe braucht, eine Therapie braucht. Ich habe ihn noch nie damit unter Druck gesetzt, sehe das mehr als seine eigene Baustelle an. Hin und wieder reden wir darüber, ich halte aber nicht viel davon das ganze ständig zu thematisieren, da ich meine, es muß von ihm kommen. Wenn er Hilfe will, wird er es schon äußern. Wenn dann aber Dinge passieren in seinem Leben , zum Beispiel, dass er ständig wichtige Dinge verliert, dann frag ich ihn schon, was er meint woher das wohl kommt. aber mehr als den Tipp alles wichitge eben zuhause zu lassen kann ich ihm nicht geben. Sein Alkoholproblem muß er selber angehen.
    ich habe hier im Forum schnell begriffen, dass es um mich geht. Udn dass ich mcih an Diskussionen beteiligen kann udn Hilfe leisten kann, wo es um Leute geht, die dafür bereit sind.

    Also zu mir:
    Ich verstehe die beiden Komponenten Alkoholsucht und Coabhängikeit als zwei getrennte Dinge, die ja beide irgendwie auch in mir schlummern und ich hatte sie bisher noch nie so getrennt wahrnehmen können.

    Ich spüre, dass es immer noch offene unverarbeitete Wunden gibt.
    Ich spüre, dass es Anziehungskräfte und Ablehnung gibt.
    Mir wurden die ganzen Mechanismen des Alkohols so klar, wie teuflisch diese Krankheit ist, wie unnütz sie überhaupt keine Probleme löst , sondern im Gegenteil nur neue schafft. Ich sehe aber auch die Macht des Alkohols, wie er den Menschen verändert, wie er ihm das Gefühl gibt so stark zu sein und so frei, Probleme vergessen läßt und neue Wege jenseits von Moral und Schuldvorstellungen eröffnet, die man sich sonst nicht wagt zu gehen udn ebenso scheinbar auch Verantwortung abstreifen läßt, die man normalerweise zu tragen hat. Doch letztlich stellt sich das Ganze nur als eine Illusion heruas. Ebenso die Coabhängigkeit, die versucht einen Menschen nach seinen Vorstellungen verändern zu können. Die Wut, die dabei hochkommt , wenn man bemerkt, dass man doch nur mit dem Kopf gegen die Wand läuft. Alles ein ewiger Schrei nach Liebe. Liebe, die man aber nicht erzwingen kann. Liebe, die etwas freiwilliges ist. Kein Tauschgeschäft. Liebe, die im Alkohol ertränkt wird. Gute als aus schlechte Gefühle werden einfach betäubt, so dass man meint mächtig zu sein und eben gefühlsunabhängig.
    Ich habe verstanden, wie diese beiden Komponenten gut funktionierend ineinander greifen können, so dass sich ein perfekt funktionierendes Abhängigkeitspaar bilden kann, oder eben auch verinnerlicht in einer Person das erwachsene Coabhängige Kind.
    Coabhängigkeit bei Partnern durchschaue ich schnell, begreife die Mechanismen. Alkohol auch. Aber diese in uns Kindern verinnerlichten Widersprüche machen mir mehr Sorgen. Manchmal kommt es mir vor, wie teufelchen und Engelchen und je nachdem was da gerade überwiegt zeigt es sich nach außen.
    So verabscheue ich auf der einen Seite den Alkohol so sehr, finde ihn manchmal ekelig. Doch habe ich mich auch schon dabie erwischt, wie ich diesen sonst so abartigen Geruch manchmal als so etwas mir vertrautes wahrnehme, mich so heimisch fühle. Vater an der Seite rieche und inahlliere wie ein Herrenparfum.
    Das ist krank, finde ich. Aber in mir vorhanden.

    Ich habe ja auch gelernt , dass ein Alkoholiker auch siene beiden Seiten hat, ein liebenswerter Mensch sein kann und aber auch den Teufel in sich trägt. Ich weiß sehr wohl, dass ich mir daher eine Distanz bewahren muß.
    Das finde ich sehr nützlich, das es sich in meiner Kindheit doch so geprägt hat. Menschen ohne Alkoholproblem würde ich viel näher an mich heranlassen und da dann womöglich meine Beziehungsabhängikeit viel stärker leben, weil ich sie vielelicht idealisiere?

    Ich weiß, wie schlimm sich die Alkoholsucht entwickelt, welche Gesichter sie mehr und mehr annimmt. Ich weiß, dass da irgendwo Grenzen gesetzt werden MÜSSEN. Doch ebenso ist mir bewußt, dass es besonders bei dem Alkoholkranken Süchtigen ein sehr langer Weg sein kann udn sich sein Bewußtsein auch sehr langsam dahin entwicklen kann, dass man keinen oder nur wenig Einfluß darauf hat.
    Ich glaube, man kann jemanden nur ein wenig in die Richtung schubsen.
    kleine Impulse geben zum Nachdenken. Aber tun muß er alles selebr, seinen Weg gehen auch.
    Wo bleibe ich? Was sind meine ziele. Auch mein Weg ist ein langer. Vieles hat sich bei mir schon wie aus einem vertüdelten Wollknäuel entworren.
    Manchmal fehlt mir der Weg, wie ich mit meinen Erkenntnissen umgehen kann. So wird mir mehr und mehr bewußt wie verletzt meine Seele wurde. Wenn es mir bewußt wird, gedanklich, dann spüre ich teilweise auch Schmerzen oder eher ein Druckgefühl.
    Ich spüre auch wie sehr sich hinter diesem Gefühl beispielsweise Ängste aus der Kindheit verbergen.
    ich versuche Schritt für Schritt an diesen Gefühlen zu arbeiten, merke aber auch, dass ich mir dabei nicht zuviel zutrauen darf.
    Eins nach dem anderen.
    Keiner kommt hier ins Forum und findet in ein paar Tagen sein Patentrezept. Also auch das muß man lernen : Geduld, nichts überstürzen, sich Zeit nehmen. Auch wenn man anderen Kommentare in die Threads schreibst sollte man das berücksichtigen, meine ich. Veränderungnen kommen nicht von heute auf morgen und schon garnicht mit Druck, sondern mit Einsicht. Wir müssen alle erstmal lernen klare Gedanken und Ziele zu formulieren. Vielleicht eines der schwersten Dinge hier.
    Mein Ziel ist es mehr und mehr mein verinnerlichtes Coabhängikeitswirrwarr zu erkennen und zu entwirren. Und ich hoffe dabei weiterhin auf Eure Unterstützung.

    .....Und hier zu lesen und zu schreiben hilft mir auch, für mich klarer zu sehen, dass ich mit ihm leben möchte, in den Zeiten, in denen er nüchtern ist. Das praktiziere ich gerade auch.


    und diese Zeiten der Nüchternheit werden erfahrungsgemäß immer kürzer werden - und dann?

    Liebe Orlando, ich glaube , jeder, der Dir hier geschrieben hat, tat das nur um Dir zu helfen und Dich auf gewisse Dinge aufmerksam zu machen.
    Wir wissen aber alle dass auch Du keine Zauberin oder Wunderheilerin bist und dass es auch noch gute 10 Jahre dauern könnte bis es richtig ungemütlich wird. Bis dahin kannst Du natürlich schön in Deinem Garten rumbuddeln.

    Herzlich willkommen erstmal heir im Thread. Ich denke alle hier haben Recht damit, was geschrieben wurde. Das Ganze ist einfach nur ein Rumgeeiere, wie man einigermaßen erträglich seine Süchte weiterleben kann ohne dass man all zu großes Leiden erfährt und sich trennen muß.
    Du bist da auch nicht die einzige, die erstmal diesen Weg versucht. KAnn man Dir auch garnicht vorwerfen, denn Du weißt ja noch garnciht was auf Dich zukommt.
    Es gibt hier irgendwo ja so eine Skala der Abhängigkeit nachzulesen. geschichten aus dem Endstadium des Alkoholismus auch. Auch das wird nicht an Dir/ Euch vorbeigehen. Du schreibst Du hattest Krebs und D weißt auch wie das endet, wennes unbehandelt bleibt.
    Du selber warst an einer schlimmen Krankheit erkrankt udn er hat Dich unterstützt. Und Du bist ihm sehr dankbar dafür, mit Recht.
    Nun fehlt es Dir noch zu verinnerlichen, dass Dein Freund an einer EBENSO GEFÄHRLICHEN und TÖDLICH ENDENDEN Karnakheit erkrankt ist.
    Leider hat er es nocht nicht eingesehen , vielleicht doch, aber er ist noch nciht bereit sich Hilfe zu suchen. Das kannst Du leider auch nicht für ihn erledigen. Was hier ausgedrückt werden sollte ist, dass Du ihm nur helfen kansnt indem Du so wenig wie möglich sien Sucht unterstützt, ihm also so wenig wie möglich abnimmst. Teilweise machst Du es ja auch, indem DU den Alkohol nciht mitfinazierst. Frage mich gerade warum auch, hat er nicht ohnehin genügend Geld?
    Man kann heraushören, dass Du Deinen Partner sehr liebst und er Dich vielleicht auch. Warum vielleicht? Weil man tatsächlich unter Alkohol diese beschriebenen zwei Persönlichkeiten entwickelt. Ich kanns nicht sagen, aber ich denke dass auch diese zweite liebevolle Seite sich wieder anders zeigt, wenn jemand trocken ist. Auch dann entwicklet sich weider ein ganz neuer Mensch, muß auch so sein. Es sit durch uas möglich, dass dann Beziehungen auseinander gehen, weil auch diese andere Seite vielleicht Mittel zum Zweck war. Die Alkoholkrankheit ist ganz tief verwurzelt und zeigt sich natürlich nicht nur im nassen Zustand. Sie ist ja auch aus dem trockenen Zustand einmal entstanden und da lag schon einiges im Argen.
    Wenn Du also Deinem Partner helfen willst, dann nur mit einer Konsequenz, nicht mit einem Kompromiss. Der führt nciht zur Heilung.
    Der führt im Moment nur zu eienr Linderung Eurer beiden Begleiterscheinungen: Du kannst weiterhin in der Illusion leben, das alles ok ist und er kann weiterhin in Ruhe und mit gutem Gewissen trinken.
    Noch dazu: Auch wenn Du Dich gerne revanchieren möchtest. DU bist nicht vernatwortlich für seine Krankheit. Guck mal, ist er für Dichzum Arzt gegangen, als Du krank warst? Nein, hätte er auch garnicht machen können. DU hast dene rsten Schritt getan. Das muß er auch. Erst dann kansnt DU ihn unterstützen. Wenn er erst in 10 Jahren zur Einsicht kommt, dann kannst Du ihn auch in 10 Jahren zur Seite stehen. Dann muß er ben noch 10 Jahre weiter saufen und seinen Körper kaputt machen. Das wird auch passieren. Vielleicht auch sein schönes Haus versaufen. dann ist auch Schluß mit finanzieller Sicherheit.
    Klar, kannst Du Dir solange es noch klappt erstmal ein schönes Leben an seiner Seite machen, Deine Vorteile daraus ziehen, solange sie noch da sind udn das Leiden so sehr minimieren wie möglich. Du kannt und darfst da sogarnoch weiter gehen. Du brauchst auch nichts persönlich nehmen, was er Dir in seinem Suff an den Kopf kanllt oder tut.
    Wenn DU es kannst, dann ignorier ihn einfach als würde er nicht da sein.
    So habe ich es auchjahrelang machen müssen. Ich konnte nämlich nicht anders, da ich noch ein Kind war. Aber Du schreibst auch, dass Du auch Kinder hast. Rechne damit, dass die es vielleicht nicht so wegstecken können wie Du. Rechne damit dass die so schnell wie möglich abhauen, weil sie noch einigermaßen gesunden Menschenverstand haben und sich in Sicherheit bringen wollen, das ihen ihre eigene Gesundheit wichitger ist als wirtschaftlicher Wohlstand.
    Vielleicht empfindest Du Dich noch nicht so sehr als Coabhängig weil DU noch nciht so tief drin steckst, weils erst schlimmer kommen muß.
    Genauso ist es aber mit den anderen Süchten auch. Sie entwickeln sich eben langsam und auch Dein Partner ist noch nicht so weit, dass er es als so schlimm empfindet, dass er meint was tun zu müssen.
    Das kann man daran erkennen, dass er meint, er trinkt um zu entspannen und weil ihm alles zu viel wird. Bei anderen Menschen gibt es da andere Möglichkeiten. Alkohol hat noch nie wirklich jemandem geholfen oder Probleme gelöst. Im Gegenteil.
    Mein Tipp an Dich: Mach Dich so unabhängig wie möglich. Finanziell, gefühlsmäßig, beruflich. Wenn Du mit ihm zusammen bleibst werden sicher immer schwerere Zeiten auf Dich zukommen. Besonders emotional. Und da brauchst Du Kraft und Raum um Dich zurück zu ziehen.

    Dann noch eins: Du schreibst auch, dass er seine Grenzen überschreitet, wenn er betrunken ist. Das mußt Du Dir wirklich nicht antun lassen.
    Alleine dass er zu soetwas fähig ist zeigt für mich schon, dass er wohl iene starke Aggressivität in sich trägt, die er dann nur versucht zum einen durch den ALkohol zu betäuben und zum anderen an Dir auzulassen.
    Dazu solltest Du Dir zu schade sein.

    Ja, wenn man Deinen Beitrag so liest, fragt man sich tatsählich: Was hast Du für einen Nutzen davon? Was hast Du wirklich an dieser Beziehung?

    Schreib mal mehr über Dich, über Dein bisheriges Leben, Deine Kindheit und Deine Kinder. Vielelicht gibt es da irgendwelche Dinge, die für Deine Coabhängikeit von Bedeutung sind.

    Hallo Pepperchen,
    herzlich willkommen hier im Forum.
    Deine Geschichte ist sehr ergreifend, sie erinnert mich auch an viele Dinge aus meinem Leben.
    Das erste aber, was mir auffällt ist, dass Du Dir vielleicht einmal über 'Liebe' an sich Gedanken machen solltest. Für mich klingt das Ganze nichtso sehr nach Liebe, auch wenn es Dir jetzt weh tut das zu hören. Es ist ja auch nicht Dein Fehler.
    Aber überlege selber einmal, was für Dich eigentlich Liebe bedeutet und ob das auf Deine Beziehung zutrifft. Zu oft verwechselt man gerne als Coabhängige dieses Gefühl. Wir sind ja nciht nur süchtig, sondern wir fühlen es ja auch, wir fühlen uns in unserer Abhängigkeit so sehr zu unserem Partner hingezogen, dass wir meinen, ihn so wahnsinnig zu lieben. Das ist wohl schon das erste Phänomenunserer Coabhängigensucht. Das kleine bißchen Bestätigung , was wir bekommen reicht meist schon aus, um unsere Gefühle zu befriedigen. Das sit garnicht mal so anders wie beim nassen Alkoholiker. Der kann nicht vom ALkohol lassen, vergißt alles um sich herum und läßt alles stehen und liegen für den Alk. Und so ist es mit jeder Sucht, wenn man noch dadrin steckt.
    Es hilft Dir sicher, Dich hier im Forum noch mehr zu informieren. Denn Du bist ja nicht die einzige, der es so geht. Nach und nach kannst Du aber lernen zu verstehen , wie es in den Köpfen von Coabhängigen tickt. Es gibt auch sehr schöne Threads, wo darüber diskutiert wird, ob ein nasser Alkoholiker überhaupt lieben kann. Immer wieder liest man, dass ein nasser Alkoholiker in erster Linie den ALkohol liebt, dass der für ihn an erster Stelle steht und das ist auch so und wird immer stärker. Du mußt bedenken, dass der ALkohol ja Gefühle betäubt und verfälscht. So auch die schönen Gefühle. Es bleibt meistens nur ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis. Beide Partner haben auf ihre Art immer mehr Angst vor dem Alleinsein. Denn jeder kann für den anderen gewisse Funktionen erfüllen. Ein liebender Mensch verhält sich auf jeden Fall anders. Fürsorglich, verantwortungsvoll, zuverlässig, ehrlich etc.
    Aber auch uns Coabhängigen fehlt die Liebe, die Liebe zu uns selbst. Wir müssen erst einmal davon überzeugt sein, dass wir die Liebe auch verdienen, die wir uns wünschen. Dann können wir sie auch überhaupt erst einfordern, dann sind wir nicht mehr zufrieden mit dem bißchen, was uns in diesen Abhängigkeitsbeziehungen noch bleibt. Und am nächsten Tag erdulden wir wieder Situationen mit Gewalt, Aggressionen, Streit, Verzweiflung, Wut, Betrogenwerden...Je mehr Du hier liest umso mehr erkennst und durchblickst Du die Muster der Abhängigkeitsbeziehung und findest es auch in Dir wieder, mehr oder weniger. Setz Dich nicht so unter Druck, denk nicht so viel über seinen Alkoholkonsum nach oder ob Du um Eure Beziehung kämpfen solltest. Um Liebe muß man nicht kämpfen. Entweder ist sie da oder nicht. Wenn sie nicht mehr da ist kannst Du auch nichts mehr tun. Versuche mal Deine Gedanken ein wenig zu ordnen und zu überlgen, was Du aus dieser Beziehung überhaupt gewinnst. Viel Mut und Kraft wünsche ich Dir.

    Für mich sehe ich das so, dass ich es schon ok finde hier und da mal eine Bitte zu erfüllen. Aber es sollte kein Zwang daraus entstehen. Es sollte ausgewogen sein, ein Geben und ein Nehmen.
    Wenn das Nehmen zur Selbstverständlichkeit wird für den anderen udn man es nicht schafft Nein zu sagen, dann fängt bei mir das Leid an. Im Alltag fällt es mir meist nicht schwer. Bei Partnern ist es oft ausgewogen gewesen. Doch es gibt auch Partner, wo zu viel gefordert wurde udn ich Angst bekam, mich getrennt habe. Auch im Job könnte ich mir solche Situationen vorstellen, dass ich Angst bekomme meinen Job zu verlieren und deswegen alles mitmache. Ist mir bisher noch nicht passiert, jedenfalls nciht im Extremen.
    Am Schlimmsten ist es, wenn es nicht um Bitten geht, sodnern wenn ich ohne Bitte anfange Dinge für eine andere Person zu übernehmen.
    Eben, weil ich mich verantwortlich fühle, Mitleid habe, meine bemuttern zu müssen. Das sind die gefährlichen Partnerschaften, die so konstelliert sind, meine ich. Vielleicht hat es damit zu tun, dass man in diesen Beziehungen um Anerkennung kämpft, sich nciht genug geliebt fühlt, in anderen Beziehungen mag es dann ein anderes Verhältnis gewesen sein udn alles verlief harmonisch. Ich denke, sowas läuft dann irgendiwe unterbewußt ab. So nach dem Motto: Ich will das Du mich brauchst. Also mach ich so viel ich kann. Es gibt Menschn, die sich auch in eienr Firma unentbehrlich machen, indem sie alles an sich reißen, weil sie So ihren Job sichern wollen.

    Vielleicht hilft dies ja dem einen oder anderen weiter:
    Ebenfalls wie Weitsicht bin ich in einer alkohol- und co-kranken Familie aufgewachsen. ich habe sehr wohl miterlebt, dass Alkohol einen Menschen so sehr verändert, dass er selbst nicht mehr weiß was er tut. Bis dahin, dass er Dinge sieht oder Geräusche hört, die garnicht existieren. Als Kind ist man emotional vielleicht etwas anders eingebunden , als ein Partner und bezieht nicht alles persönlich auf sich. Es war eher so, als müßte ich mir immer einen bösen Film anschauen und darauf warten, dass er endlich vorbei ist. Man darf nicht vergessen, dass der betroffene ja sich selbst am meisten Schaden zufügt und Dinge auch mit sich selbst veranstaltet, die er sicher später bereuen würde. Jeder , d er diesen 'Film' mal von sich selbst anschauen würde würde sich doch in Grund und Boden schämen. Ist das nicht schon Bestrafung genug, all die Peinlichkeiten, die wohl jeder Alkoholiker macht, später von anderen erzählt zu bekommen? Wenn jemand nachts halbnackt in Eiseskälte auf die Straße rennt, ist das nicht schon schlimm genug? Coabhängige müssen vestehen, dass das Teil der Krankheit ist. Man hat dann die Wahl, das mit zu erleben oder sich davon zu distanzieren. Ich bin als Kind gegangen sobald ich konnte. Das war mein Glück, dass ich so 'gesund' reagiert habe. Aber Rache? Nein, ich weiß dass mein Vater das alles nicht absichtlich getan hat. Für mich war es so eine Vorstellung wie wenn er von einem bösen Dämon besessen war. So sollte man es sich vielleicht vorstellen. Eine böse Macht, die einen ergreift, gegen die man schwer etwas ausrichten kann.
    Als Coabhängiger (Partner zumindest) darf man nie vergessen, dass man ja jede Sekunde die Möglichkeit hatte zu gehen. Warum dann nach Schuld fragen? Man trägt dann selber auch eine Mitschuld, wenn man es so betrachten würde. Also stellt es sich für mich nicht als Schuldfrage dar.

    Man muß wohl irgendwann einmal anfangen aufzuhören einen Alkoholiker als einen Menschen mit bösem Willen zu deklarieren, sonst bleibt man inder Coabhängigkeit stecken. Das ist nicht einfach, wenn man selebr betroffen ist und womöglich noch in dieser Situation steckt. Daher ist es eben besser sich zu trennen, alles aus der Distanz zu betrachten und sich erstmal schlau zu machen über diese Krankheit. Zum Beispiel in diesem Forum. Für mich liegt das jetzt mit meinen Eltern schon weit zurück, mein Vater inzwischen seit langem Trocken. Doch auch ich lerne imemr nochmal wieder was dazu , über meine Eltern, über mich selbst.
    Auch als Coabhängige tut es glaube ich gut, ständig an seiner Trockenheit zu arbeiten. Vielelicht kann man einen nassen Alkoholiker nei ganz verstehen, aber man weiß dann doch vom Kopf her, dass es so und so sein dürfte. Daher ist der Austausch aller Beteiligten wie Co-Partner, Alkoholabhängiger und Co-Kinder sehr wichtig.

    Hallo Amenda,
    Deine Geschichte ist schon ziemlich heftig.
    Ob Du Coabhängig bist ist schwer zu sagen, zumal Du ja auch einiges gamz gut auf die Reihe bekommst. Wenn ich die Coabhängigenliste durchgehe kann ich mich auch nciht in allen Punkten wiederfinden.
    Ich bin auch erwachsenes Kind eines ALkoholikers und eienr coabhängigen Mutter.

    Was ich bei Dir sehe ist, dass DU ja einerseits imemr wieder Menschen kennenlernst , die hilfebedürftig sind, andererseits sehr konsequent und mit gewissem Erfolg daruf reagierst. Die typischen Co-Verläufe von Partnern sind eigentlich andrs. Die Verlaufsgeschichten von Alkoholiekrn auch meist. Aber zumindest haben wir eine gewisse Tendenz zur Coabhängigkeit. Ich denke, dass wir durch gewisse persönlcihe Erfahrungen einige Dinge schon gelernt , erfahren, begriffen haben. Andere ben noch nicht. Vielleicht sind diese Beziehungen auch imme iweder eine Herausforderung an uns selbst. Du verlangst von Deinen Partnern sofort aufzuhören mit ihrem Konsum und eigenartiger Weise klappt es zunächst. Da würde sich doch eigentlich jede Coabhängige fragen, wie Du das überhaupt geschafft hast. Dass Deine Partner dann rückfällig werden mag wohl daran liegen, dass sie nie eine Therapie gemacht haben. bei mri war es auch einmal so, dass ich von meinem damaigen freund von Anfang an verlangt hatte : kein Alkohol, keine Drogen. Das habe ich konsequent druchgezogen. Ein Riecher an der Tür und er konnte wieder gehen. Nachdem er für kurze Zeit versuchte sein Zeug mit Kaugummi oder nderen Geschmacksstoffen zu überdecke und ich dennoch fündig wurde ha er es tatsächlich gelassen.
    Ich vermute aber auch, dass es sich bei ihm um eher iene psychische Abhängigkeit handelte, körperlich hatte er wohl noch keine Abhängigkeit entwickelt. So viel weiß ich aber auch garnicht, denn das war ja mal der Anfang der Beziehung. Danach ging alles munter weiter ohen Alk udn Drogen. Jahrelang. Es war nie wieder Thema. Bis wir dann eines TAges eine kleinen Streit hatten.
    Und wie umgewandelt lief er in den nächsten Kiosk und kauft sich eine Flasche Bier, die er wie Medizin in seinen Kopf laufen ließ.
    Das war für mich schon fast wie eine Inszenierung, eine Drohung.
    Und dann wurden seine Probleme immer größer und er veränderte sich innerhalb von 4 Monaten zu einem völlig anderen Menschen. Dann kam die Trennung. Er trennte sich, da ich ihm zu viel Druck machte.
    Auch ich geriet des öfteren an hilfsbedürftige Menschen, wobei ich mich irgendwie aber immer trennte sobald ich jemanden als abhängig von mir empfand. Sowas kann ich nicht ertragen, das war immer lästig.
    Aber dennoch traf ich immer diese Hilfbedürftigen.
    Auch als Kind habe ich nicht all diese Register von Coabhängigkeit miterlebt. EinenTeil aber schon. Mein Vater wurde mir irgendwann egal, ich schämte mich auch vor Freunden, dass er zuhause besoffen rumlag und ging eher weg, als jemanden mit nach hause zu bringen.
    Es machte mich auch sauer, wie er dann war, wenn er betrunken war. Als Kind wußte ich nciht, dass es eine Krankheit war. Ich habe es alles persönlich genommen und war schockiert über einigeswas er sagte.
    Ich fühlte mich irgendwann nicht mehr geliebt und ernst genommen.
    ich glaueb ich habe auch eineu nheumliche Toleranz gegenüber chaotischen Zuständen entwicklet, die ich bis zu einem extrmen Maß ertragen kann, mich tatsächlich sogar heimisch fühle. Eine schöne Wohnung ist toll. Ein absoluter Augenschmaus. Eine chaotische Wohung oder auch chaotische zusatände in einem Menschen hingegen sind nicht toll, abstoßend, aber zugleich wieder anziehend, da ich mcih da zuhause fühle, wohl fühle. Ähnlich stelle ich es mir vor bei Menschen , die heir leben, hie Möglichkeiten udn Vorteile haben ihr Geld zu verdienen , aber sch doch immer wieder in ihre Heimat hingezogen fühlen und zu ihrer Kultur. Ich empfinde es manchmal auch regelrecht als andere Kultur, in der ich aufgewachsen bin. Die andereschöne heile Welt ist wie ein Traum, etwas was man gerne auch haben möchte. Aber dennoch ist sie leer, wenn man sie hat. Weil die Seele fehlt, die kaputte Seele gibt dem ganzen Leben. Heile, gesunde Menschen sind für mich immer gut, auch von ihnen fühle ich mich angezogen. Ich weiß, dass ich von ihnen lernen kann, dass ich sie auch brauche um am Leben zu bleiben, dass nur sie mich unterstützen können, aber dennoch bleiben sie mir fremd. Kaputte Seelen hingegen empfinde ich als seelenverwandt. Ich weiß genau, was abgeht und sie können mir nichts vormachen. Auch ohne Worte. Jeder hier, der mal eine Sucht hinter sich hat weiß sicher wovon ich rede.
    Und sicher kannst Du das auch nachempfinden. Wenn Du schreibst liest man genau raus, dass Du weißt wie es abgeht, wenn einer süchtig ist.
    Egal , ob co oder nicht, Du bist süchtig, hast aber auch Deine Sucht zu einem gewissen Teil schon verarbeitet. Ein anderer Teil steht noch aus.
    Ich denke darum sind wir hier gelandet, oder?
    Mir hilft es schon sehr weiter hier zu lesen, mich selber zu 'messen', zu sehen was auch auf mich zutrifft und was nicht.
    Eine große Angst ahbe ich auch vor Suchtverlagerung. Denn ich denke das generell bei allen hier diese Gefahr besteht, dass wir einfach alle eine Veranlagung zur Sucht generell haben. Das beste, was uns passieren kann ist es unsere Mitte wieder zu finden und nach unseren Bedürfnissen zu leben. Darum müssen wir immer schauen, wie es uns gerade geht mit der Situation, in der wir gerade sind.
    Wie sieht es aus bei Dir im Moment?
    Was können wir für dich tun?

    Oha, Du bist tatsächlich wie es sich anhört ganz schön verliebt. Aber wie es alle schon sagen, Du kannst ihn nicht dazu bewegen aufzuhören zu trinken, wenn er es nciht will. Es sit auch nciht gerade ratsam jemanden kennnenzulernen, den man gleich wieder verändern möchtest. Entweder Du liebst ihn so wie er ist , mit all seinen Macken und eben auch seiner Krankheit oder Du läßt es ganz. Man kann sich keinen menschen zurecht schneidern, wie man ihn gerne hätte. Wenn sich beispielsweise ein Mann eine Frau mit wenig Oberweite verliebt hat und dann von ihr eine Brustvergrößerung verlangt würden sich alle aufregen, stimmts? Wenn sie aberunter ihrer nciht vorhandenen Oberweite leidet ist es was anderes.
    Kurzum -Dein Mann leidet nciht unter seinem ALkoholgenuß - Dich stört es und vielleicht wird es auch bald zum Leid, wenn Du nicht aufpaßt.
    Übrigens so wie Du Deinen Mann beschreibst scheinen viele Alkoholiker zu sein- einfühlsam, gesellig, wunderbare Menschen etc. auf der einen Seite.
    Vielleicht sind diese Charaktereigenschaften nahezu ideal um in eine Sucht zu abzugleiten. Wer weiß.
    Ich glaube keiner hier im Co-bereich würde sagen, dass er seinen Partner nciht liebt, meist wird die Liebe sogar als sehr intensiv empfunden. Alkoholiker sind eben auf der einen Seite recht liebenswerte Menschen mit positiven Eigenschaften.
    Es geht aber nciht, dass Du Dir nur die angenehme Seite eines Mesnchen herauspickst. Udn wenn Du 'Sucht' verstanden hast und hier viel gelesen hast wirst Du auch sehen, dass Sucht nach immer mehr verlangt. Sicher hast Du es schon einmal gehört und auch gesehen, wie Menschen nach und nach verwahrlosen. Auch die haben mal klein angefangen uns es zieht sich leider meist über Jahre hin bis ein Süchtiger seinen Tiefpunkt erreicht hat. Das zu akzeptieren ist wohl das schlimmste überhaupt, da fühlt man sich ohnmächtig und allein gelassen.
    Aber wenn man dies nicht begreift, wird es noch schlimmer. gerne kannst Du alles was Du hier lernst Deinem Partner mitteilen, ohne von ihm etwas zu verlangen , ohne ihm Vorwürfe zu machen. Dann wenn er gerade nüchtern ist. Frage ihn doch mal ,ob er selber denkt, dass er ein problem hat. Daran kannst Du erkennen wie weit er ist, ob er alles abstreitet, schön redet, oder ob schon Geständnisse kommen. Da ihr ja noch nciht so eng seid würde ich Dir auch raten distanziert zu bleieben und eben keine übliche Beziehung mit ihm eingehen, planen wirst Du eh kaum etwas mit ihm können. Es ist doch gut, dass du auf eigenen Beinen stehen willst. Schöne Gespräche, guter S**, nette Verabredungen- da seh ich im wesentlichen nichts schlimmes dran. Du mußt dir nur bewußt sein,d ass DU nciht verantwortlich bsit für sein Handeln, sein Trinken. Du mußt dir bewußt sein, dass seine Persönlichkeit sich verändern wird, dass DU irgendwann vielleicht den Abstand, den Absprung brauchst. Du solltest auf keinen Fall Dinge übernehmen, die er selber machen sollte, sich um seinen Papierkram kümmern, ihn bemuttern etc. Im Gegenteil. Es ist gut, wenn ER so viel wie möglich für Dich tut und Initiative zeigt.
    Du mußt damit rechnen, dass es Jahre dauert bis er bereit ist aufzuhören. Du mußt Dich fragen, ob Du dazu bereit bist das mitzutragen. Nicht weil Du es willst, und Du willst es JETZT- wird er aufhören. Das muß Dir klar sein. Sicher wirst Du Dich nicht damit zufrieden geben und es wird ihm nicht passen, Deine Meinung dazu zu hören. DAzu kommt dann eben noch, dass nasse Alkoholiker im Laufe der Zeit unagenheme Dinge tun, sagen etc. Auch eine begleiterscheinung mit der Du Dich abfinden mußt. Lügen, Betrügen, Unzuverlässigkeit, Betteinnässen, Umfallen, Blackouts, ...alles mögliche Dinge , die passieren könnten. Es sit also für >dich nicht die Frage: Wie kann ich ihm helfen, sondern, wie kansnt DU Dir helfen oder: Willst Du überhaupt eine Beziehung mit ihm eingehen und wie eng kann/ darf die sein ohne dass DU dabei zu Schaden kommst.
    Kannst Du Dich weiterhin abgrenzen, kannst DU das alles als krankheit akzeptiere und demnach auch viele Dinge, die im Alkohol passieren nicht persönlich nehmen? So zum Beispiel auch Beschimpfungen, fremd gehen, Garnciht kommen etc.
    Das sind Dinge, die passieren, wenn ein Mensch seine Gefühle betäubt und damit auch sein Gewissen etc. Keiner wird absichtlich alkoholabhängig, plant das so oder ist sich der Folgen von Anfang an bewußt.
    Aber auch Mitleid ist da fehl am Platz, warum sollst DU für etwas leiden,was sich jdn anders zufügt?
    Ich glaube vor lauter Liebe brauchst DU erstmal einen klaren Durchblick um zu sehen, was da alles auf Dich zukommt und wie weit DU da überhaupt schon drin steckst. Viele hier wirken vielleicht etwas neumalklug, aber ziemlich jeder hier zumindest von den coabhängigen Partnern ist heir mit der Vorstellung ehrgekommen wie Du. ist mal ganz interesaant die Anfänge der Threads zu lesen. ist man erstmal verheiratet udn man hat Kinder ist eine Trennung udn auch der Umgang an sich mit dem Alkjoholiker wesentlich schwieriger, weil dann noch andere Abhängigkeiten und Gewohnheiten bestehen. Davor kannst Du Dich zumindest schützen. ich glaube nicht, dass es emotional einen Unterschied macht sich zu trennen, das ist immer schwer. Ob frisch verliebt oder nach 10 jahren Ehe. Ich wünsche Dir viel kraft udn dass DU DICH immer an erste Stelle setzt.