Beiträge von Frozen Tears

    Liebe Laurina,
    für mich klingt es auch ein bißchen danach, dass Du eventuell Dich wieder selber in eine Situation hereinmanövrierst , wo Du Deine Co-Sucht ausleben kannst. Irgendwie besteht unsere Art von Sucht ja darin, dass wir uns selber nicht genügend Beachtung schenken, unser Selbstwertgefühl angeknackst ist und wir uns versuchen unsere Liebe, Anerkennung etc dadurch zu holen indem wir uns für andere aufopfern.
    Vergangenes ist vergangen und was Du getan hast, hast Du deswegen getan, weil Du es nicht besser wußtest. Niemand kann Dir soetwas vorwerfen. Auch Deine Kinder nicht, denn gerade Kinder machen Fehler, weil sie es nicht besser wissen. Und dafür lernt man ja im Leben, oder?
    Vergiß nie dass auch die Coabhängigkeit eine heimtückische Sucht ist, die Dir immer rund überall Fallen aufstellt in Deinem Leben, die auch mal wieder zuschnappen können.
    Fühlst Du Dich besser, wenn Du Dich schuldig erklärt hast, damit Du dann besser Leiden kannst, damit Du einen Grund hast, Dich wieder in den Hintergrund zu stellen....
    Wenn Du Dir einfach sagst, dass es ok ist, so wie es passierte und Du jetzt ein ganz anderes Leben lebst und Du Dich weiter entwickelt hast, was wäre dann, was würde Dir fehlen?
    manchmal müssen wir uns selber besser durchschauen. Auch ich ertappe mich imemr mal wieder bei solchen Dingen, bei anderen fällt mir so etwas leichter auf. Daher ist es auch gut, hier im Forum zu lesen. Ich glaube, dass die Coabhängigkeit auch nie ganz aufhören kann, genau wie der trockene Alkoholiker darauf achten muß trocken zu bleiben müssen wir darauf achten 'bei uns' zu blieben und uns zu achten, wertschätzen, lieben, verzeihen gehört auch dazu. Alles, was Du für einen geliebten menschen wie z.B Dein Kind machen würdest mußt Du auch für Dich tun. Würdest Du anderen Menschen ihre einmal gemachten Fehler ein Leben lang hinterher tragen? Du kannst es Dir sicher vorstellen, wie nervig sowas ist. Also- tu es Dir einfach nicht an.
    Denk an was positives. Tu was positives. Gib anderen hier im Forum Hilfe, damit sie nicht den gleichen Unsinn machen wie Du, das ist was richtig sinnvolles und produktives, wie Du Deine eigenene Erfahrungen mit anderen teilen kannst ohne dabei ( selbst-) zerstörerisch zu sein ;)

    Ich lese bei Dir irgendwie etwas zwischen den Zeilen, was mir so bekannt vorkommt. Ich bin keine Alkoholikerin, sondern Coabhängig. Erstaunlicherweise schreibst Du ein paar Dinge, die ich dachte, dass sie typisch für Coabhängige sind. (Aber vielleicht bist Du ja auch beides).
    Diese Ablehnung des durchschnittlichen, diese Illusionen, Angst vor Nähe etc
    All diese Dinge habe ich in meinem Leben auch durchlebt und sind teils noch immer mal vorhanden. Trotz harter Arbeit und Auseinandersetzung, Literatur und Therapie scheint es nie aufzuhören. Manchmal hatte ich schon das Gefühl, dass ich mir selber der größte Stein im Weg bin.

    Vielleicht ist Dein Weg auch noch ein ganz langer. Aber ich will Dir ganz stark ans Herz legen, gehe ihn weiter, verliere Dich jetzt nicht.
    Alkohol ist tödlich und ich mußte die schlimmsten Folgen des Alkohols bei meinem Vater und vielen anderen mit ansehen und wünsche das niemandem. Auch bei ihm hatte es alles anders angefangen.
    Das, wonach Du 'suchst' hast Du offensichtlich noch nicht gefunden, aber es ist auch woanders zu finden als im Alkohol.
    Vielleicht solltest Du es Dir einmal erlauben, erlauben eben auch mal anders zu sein als der Durchschnitt. Das kann man auf verschiedene Arten ausleben, aber in erster Linie solltest Du Dich selber akzeptieren mit all Deinen Wünschen und Vorstellungen, mögen die noch so schräg sein.
    Größenwahnsinn und Glamour müssen nicht unbedingt negativ gewertet werden. Vielleicht ist da noch irgendwas im Ungleichgewicht bei Dir, vielleicht steckt in Dir noch eine ganze Menge Ehrgeiz etwas auf die Beine stellen zu wollen, verborgenen Energien und Talente, die ausgelebt werden wollen.
    Auch das kann ein Grund sein, warum Du Deine Beziehung eine Zeit lang als leer empfunden hast. Vielleicht hindert es Dich unterbewußt, dass Du gebunden bist und aber noch so viel in Deinem Leben vorhast und ausleben möchtest. Da hilft nur Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. ich will Dir hier nichts aufschwatzen oder so. Ich habe einfach nur den 'Verdacht', dass es bei Dir so ähnlich sein könnte, weil ich mich selber schonmal in diesem Zweispalt befand und es mir anfangs auch nur unterschwellig bewußt war, warum ich so unzufrieden war. Erst als es für mich unerträglich wurde und ich nach und nach überhaupt meine Bedürfnisse erkannt und danach gehandelt habe hat sich bei mir diese innere Spannung - so hatte ich es seiner zeit empfunden- gelöst.
    Der Alkohol ist ja oftmals nur Mittel zum Zweck, aber frag Dich mal zu welchem zweck er bei dir sein soll. Ich finde es schade um jeden Menschen, der dieses nicht erkennt und nicht seine Chance nutzt auch ohne Alkohol 'Sein Leben' zu leben. Hoffentlich war das jetzt nicht zu konfus für Dich.

    Liebe H.Offnungsvolle,
    hier wurde viel herumgerätselt, ob Du nun Coabhängig bist oder nicht. Auch ich selber habe mir oft die Frage gestellt, inwiefern und wie stark ich coabhänig bin. Als Kind eines Alkoholikers sind die Merkmale auch wieder anders als bei Partnern, aber einige sind da und das ohne Zweifel. Da wird vielleicht nicht genug differenziert, aber ist auch garnicht so wichitg. Auch bei Kindern von Alkoholikern können die Folgen des Alkoholismus wie ich es bei meinen Geschwistern sehe in vollkommen andere Richtungen gehen. Die Checkliste des Coabhängigen ist mit Sicherheit noch unvollständig und bei manchen trifft nur manches zu. Ich mag ohnehin keine Schubladensysteme, sondern geh mal die Sache von anderer Seite an. Du bist aus irgend einem Grund hier gelandet, warst auf der Suche nach Hilfe.
    Du hast es selber so definiert, dass Du Dich überfordert fühlst und Du Dir nicht sicher bist ob Dein Freund auch trocken bleiben kann, möchtest wissen wie Du ihn unterstützen kannst.
    grundsätzlich- egal ob CO oder nicht- gibt es hier ja durchaus auch Paare, die gemeinsam diese Krankheit
    durchstehen. Meine Eltern übrigens auch, obwohl ich das nicht als den richtigen Weg empfunden habe, da wir alle darunter gelitten haben, um es mal kurz zusammenzufassen.
    Ob Dein Freund es schafft, ob er trocken bleibt, darauf hast DU keine Einfluß. Das ist schonmal eine erste entscheidende und wichtige Hilfe, die Du hier erhalten kannst.
    Du kannst natürlich alles Alkoholische im Haushalt vermeiden und Dich auch schlau machen hier im Forum, wo überall versteckte Alkoholanteile in Lebensmitteln und Medikamente sind etc. Das wärs dann auch schon, alles andere muß ER selber leisten.

    Dein Nick läßt erahnen, dass du voller Hoffnung bist , doch dein Thread läßt Zweifel erkennen. Hast Du keine Vertrauen in deinen Freund? Sind es die Zweifel, dass er es nicht schaffen könnte? Hast Du Angst dass Du ihn verlieren könntest/ müßtest, wenn er es nicht schafft? Du fragst Dich was passieren würde, wenn er nciht trocken bleibt. Ganz einfach: Erfängt wieder an zu trinken und es könnte passieren,d ass es dir irgendwann doch nicht mehr gefällt, dass du das nicht mehr ertragen willst und kannst. Mir scheint, es sind diese Ängste, dass Du Dich vielleicht doch von ihm trennen müßtest, weil er es nicht schafft, die Dich hier her geleitet haben.
    Vielleicht bist du tatsächlich nciht so stark Co und weißt vom Kopf her schon , dass im grunde das alles für dich unakzeptablel ist, aber da du doch ein bißchen Mutter spielst und Helfersyndrom hast ihm doch noch eine letzte Chance geben willst.
    Nunja, Du suchst Dir Hilfe für ihn und nicht in ertser Linie für Dich, das ist schon ein bißchen Helfersyndrom. Was scheinbar noch nciht so ausgeprägt ist, ist dass du nciht unter seinem ALkohol konsum leidest. Aber eines kannst Du mir glauben. Wenn er weiter trinkt wird sein Zustand, auch sein Zustand immer schlimmer. Ich habe hier im Forum noch keinen Beitrag gefunden, wo es nicht so wurde. Jede unbehandelte Sucht wird immer stärker ausgeprägt und Alkoholismus endet tödlich.
    Bis dahin finden noch viele häßliche Dinge sattt wie schwere organsiche Krankheiten und starke Persönlichkeitsveränderungen. Und egal, ob Du Dich als Co definierst oder nicht. Du WIRST DEFINITIV darunter leiden. Du wolltest wissen, was sein wird, wenn er nicht trocken wird oder trocken bleibt.
    Spätestens dann wird sich zeigen, ob Du Coabhängig bist und nicht die Kurve kriegst und gehen kannst, ob Du einen furchtbaren Leidensweg mit ihm gemeinsam gehen wirst und auch erst Deinen persönlichen Tiefpunkt erreichen mußt, um Dich dann trennen wirst, weil es schon so schlimm gekommen ist, dass du es nicht mehr ertragen kannst.
    Solange Du aber konsequent Deinen Weg gehst und in keiner Weise ein Leben an der Seite eines nassen Alkoholikers in Kauf nehmen würdest hast Du gute Chancen Dich gesund zu nennen.
    Coabhängigkeit ist nicht einfach nur eine Defintionssache über die man sich im Forum streiten muß, sondern auch eine Sucht, die man besser behandelt. Das wird leider hier oft von Coabhängigen übersehen, und viele meinen, dass sie dann auch behoben ist, wenn man sich vom Partner trennt oder der Partner trocken ist. Irrtum. Mein Vater war hochgradig dem Alkohol verfallen, kurz vor dem absoluten Verfall. Nur der absolute Tiefpunkt hat ihn dazu gebracht in Therapie zu gehen. Meine Mutter hingegen hat nicht wirklich an sich gearbeitet, ist extrem coabhängig. Nun sind beide alt, aber rückblickend muß ich sagen, dass weder meine Eltern noch wir Kinder ein schönes glückliches Leben hatten.
    Du schreibst, dass Deine Kindheit so glücklich verlaufen ist, beneidenswert. Wenn Du aber auch Kinder haben möchtest und Du auch möchtest, dass diese glücklich werden, dann auf keinen Fall mit einem nassen Alkoholiker.
    Ich weiß nicht, ob es richtig ist, dass sich Coabhängige ausgerechnet immer Partner suchen, die irgendwie süchtig oder problembehaftet sind. Essteht ja niemandem auf der Stirn geschrieben. Aber wenn es dann so ist, dann haben sie so eine große Toleranzgrenze, dulden mehr als gesund für sie ist. Die Schmerzensgrenze ist so weit gefaßt. Das ist das gefährliche an unserer Co-Krankheit. Normalerweise müßtest Du da als nicht Coabhängige ein anderes 'gesünderes Bewußtsein' haben und Dich schon instinktiv irgendwie abgrenzen, schützen wollen. das ist es wohl, was bei uns Cos nicht richitg klappt, wir haben oftmals Dinge erlebt, die uns ein krnakes Verhalten normal erscheinen lassen, so dass wir uns da erst recht wie zuhause fühlen. Wenn das bei Dir auch nicht funktioniert dann bist Du - woher auch immer - auch krank.

    Sei konsequent und sag ihm dass er mit beidem aufhören muß . Da er ja wohl erst angefangen hat zu trinken um aufzuhören zu kiffen scheint er ja zumindest nicht körperlich abhängig zu sein.
    Sag ihm, dass du nur eine Beziehung willst, wenn er ganz aufhört und lass ihn gar nicht erstzu dir, wenn er was genommen hat. Ich hatte eine Freundin, bei ihrem Freund war es ähnlich und es hat geklappt. Aber es hat auch nur deshalb geklappt, weil sie es 100%konsequent druchgezogen hat und hart geblieben ist. Der Freund hat sie aber sehr geliebt, also die warne auch frisch verliebt und da mag es vielleicht einfacher sein. Und sie hattte schon ein Kind und hat ihm gesagt, dass sie unmöglich einen Süchtigen Freund haben kann, das wäre kein gutes Vorbild für das Kind etc. Sie hat ihm also richtig Druck gemacht.
    Leider hatteer dann nach drei Jahren wieder mal so eine Trinkphase, er trinkt dann wenn er massive Problemem hat. Aber er war wohl noch nicht abhängig, kriegt es dann imemr wieder in Griff. Ist dennoch ziemlich nervig.

    Liebe Cara,
    wenn man Deinem text Glauben schnekt, dann ist es möglich, dass Du nicht zu den Coabhängigen gehörst, Dein Mann auch noch nicht so tief in der Alkoholabhängigkeit steckt wie andere. aber der Vergleich mit anderen hilft einem auch herzlich wenig. Tatsache ist doch, dass Dein Man den Alkohol mißbraucht hat , um mit sienen Ängsten umgehen zu können. Das ist auf jeden Fall therapiebedürftig. Und auch wenn alles nciht 100% auf Deinen Mann zutrifft in der Therapie , so wird schon auch einiges positives hängen bleiben. Schaden tut es ja auch nicht Disziplin und regelmäßigkeit weiter zu führen, auch wenn man es nie vernachlässigt hat. Sicher gibt es auch Gespräche, wo individuell auch auf Deinen Mann eingegangen wird.
    Du leidest jetzt siche runter der Einsamkeit, unter dem Gefühle der Ohnmacht und des Nichts für ihn tun könnens. Das können aber schon Anteile sein, die auch auf Coanhängigkeit verweisen, dazu führen könnten.
    Dein Mann ist schwer krank, wie Du schreibst, noch dazu workaholic ( auch ne Sucht) ; er braucht ein Auszeit, lass ihm diese Zeit einfach und beziehe es nicht auf dich oder eure Beziehung.
    Du bist nicht Schuld dran, Du hättest es nicht verhindern können und Du hast auch nicht die Qualifiaktion es zu heilen. Sieh es mal so.
    Versuche einfach die Zeit für Dich sinnvoll zu nutzen. Manchmal ist es auch schön etwas sehnsucht zu haben. Später, wenn die Therapie auch für ihn sinnlos erscheint, dann kann er ja immer noch Einzeltherpaie beantragen. Für ihn ist jetzt sicher auch erstam eine Zeit der Umgewöhnung und Entgiftung nötig. Wenn er diese anderen Sachen nciht nötig hat ist es doch umso besser , denn sie dienen ja sicherlich der Intergration in das Leben danach und umso einfacher sollte es deinem Mann dann fallen. Manchmal ist es auch so, dass es einem erst selber auffällt, wenn man andere Leute sieht, dass man von dem einen zuviel hat, wo der andere zu wenig von hat. Nicht ohne Grund wird Gruppentherapie angeboten und der Sinn ist es, von und mit den anderen zu lernen und zu profitieren, seleber erkennen wo man im Leben steht.
    Als Außenstehender mag das vielleicht unverständlich sein, aber Du mußt eben lernen zu vertrauen. Da sind qualifizierte Menschen, die genau wissen was sie tun. Wenn Du das annehmen kannst, dann fällt es vielleicht Deinem Mann auch leichter. Vielelicht ist es auch ein Grund, warum nicht so viel Angehörigenkontakt erwünscht ist, denn das kann auch deren Arbeit stören. Es klingt für mcih ein bißchen danach, als wenn Du die Kontrolle über Deinen Mann nicht abgeben magst, kein Vertrauen hast. Ist das so?

    Hallo Karl-Heinz,
    nach allem was du bisher geschafft hast kannst du dir doch ruhig erlauben einfach nur stolz auf dich zu sein.
    Wenn man sich als Frau ein tolles neues Kleid kauft und auf die nächste Party geht, dann mögen einige Leute vielelicht uach schräg gucken, dem einen oder anderen die Farbe oder das Muster nciht gafllen. Und? Man kann es nicht jedem Recht machen. und noch besser: Man muß es auch gar nicht. Denn Du hast Dich entschieden für etwas was für Dich gut ist, und es ist vollkommen egal was die anderen darüber denken. aber je postiver Du mit 'Deinem neuen Kleid' unter die Leute gehst, je selbstbewußter Du bist umso besser wirst Du auch aufgenommen. Also wieso nicht einfach mal in Zukunft positiv denken? ist es nicht eine angenhme Überraschung für Dein Umfeld dass der 'Aussetzige' plötzlich geheilt ist? Ich bin selber keine Alkoholikerin, aber in einem alkoholischen Umfeld aufgewachsen. Und ein wichtiger Schritt, den beispielsweise auch mein Vater lernen mußte ist , die Dinge nicht immer nur negativ zu sehen. Nicht nur dass wir für ein alkoholfreies Umfeld sorgen, auch damit ermutigen wir ihn dazu trocken zu blieben und er hat es jetzt bestimmt 30 Jahre geschafft. Daher möchte ich dich auch dazu ermutigen. Alles Gute mach weiter so.

    Hallo Gabi,
    ich wünsche Dir viel Kraft das alles weiterhin durchzuhalten. Du hast doch auch schon selber wichtiges geschrieben: Alltagsprobleme hat jeder und mit nüchternen Kopf sind sie besser zu lösen und es kommen nicht noch neue dazu. Das will ich noch ergänzen: Alkohol hat auch noch nie dazu beigetragen ein Problem zu lösen. Man läuft doch quasi nur davon und verschiebt es somit sich damit auseinanderzusetzen. Das kann man übrigens auch ohne Alkohol.

    Du kannst doch sehr stolz sein auf dich, dass du es so bis hierher geschafft hast . Und noch dazu bsit du auch ein gutes Vorbild für deinen Partner.
    Schreib doch einfach noch ein wenig über Dich.

    Liebe Inuyasha,
    eine ziemlich verzwickte Situation in der ihr euch befindet.
    Was ich positiv sehe, ist, dass dein mann von sich aus sein problem schon eingesehen hat und auch bereit ist was zu ändern. Das ist eine ganze menge wert.
    ich verstehe es auch so, dass dein problem ansich ist, dass du nicht mit einem nassen alkoholiker dein leben verbringen willst. solnage er aber trinkt wird er sich seine alkohol irgendwie beschaffen. ob du es nun tut oder nicht ist wohl eher eine frage der finanzen. solange ihr zusammen wirtschaftet würde ich schon den alkohol besorgen. ich würde abe ruach betonen, dass du da nciht hinter stehst und es nur eine übergangslösung ist. wenn du dich aber genötigt fühlst oder nicht ernst genommen, ihm nicht wirklich mehr glaubst und das ganze nciht unterstützen magst dann lass es. es ist wohl eher eine frage deines gewissens, so wie DU dich am besten fühlst. verändern wirst du nichts, ob du den alkohol mbesorgtsoder nciht. das weißt du sicher auch schon selber. da du deinen mann sehr leibest würde ich schon noch eine chance wahrnehmen und die sache versuchen gemiensam zu druchstehen. klappt das nicht, dann solltest du aber auch konsequent sein.

    Hallo ihr lieben,
    zunächst einmal möchte ich mich mal äußern zu den Hinweisen, dass Du ja noch nciht in eienr so langen Beziehung zu Deiem Partner steckst. ich denke es sit Unsinn, zu behaupten, dass es einem dann einfacher fällt sich zu trennen. beid em einen ist es vielelicht eher schon gewohnheit oder materielle Gründe. Bei dem anderen fällt iene Trennung schwer , weile r so frisch verleibt ist und alles noch so intensiv ist. Liebe hat nichts mit Zeit zu tun. Man liebt sein Neugeborenes doch auch genau so wie sein 15jähriges Kind. Daher halte ich solche Aussagen für unsinnig. Dennoch muß ich Dich aus eigener Erfahrung daruaf aufmerksam machen, dass das Leben mit einem Nassen Alkoholiker, der eauch ncith bereit ist damit aufzuhören immer schlimme rund unerträglciher wird. Habe bisher noch keinen thread hier gefunden, wo sich das nicht auch herauskristallisierte. es ist eben der typische krankheitsverlauf, der deinem partner und dir auch nicht erspart bleibt. Und je mehr abstand zu deinem partner du hast umso leichter ist es für dich. je länger ich hier lese um so klarer wird mir auch, dass man niemandem , also keinem coabhängigen diese erfahrung abnehmen kann. Genauso wenig kansnt du deiem partner die entscheidung abnehmen, dass er aufhören soll zu trinken. die einsicht muß von ihm kommen. die einsicht der coabhängigen auch. dir muß bewußt sein, dass es nicht dein Partner ist, der isch hier angemeldet hat um hilfe zu suchen sondern du. das weißt darauf hin, dass du bereits an einem punkt angekommen bist, wo du es nicht mehr billigst dass dein partner trinkt. du hast dir hilfegesucht und solltest diese auch für dich in anspruch nehmen.
    das sidn leider auch die anzeichen von coabhängigkeit, dass man für den anderen 'sucht'.
    das ist sher schwer, aber stell dir vor, dass es genauso schwer, wenn nicht noch schwerer ist für deinen partner aufzuhören. trennung von eienrm partner den man liebt ist immer ein sache, die weh tut, die nicht einfach ist. aber man trennt sich ja nciht, weil keine liebe mehr da ist, sondern weil man immer mehr leiden wird. diese Alkoholkrankheit hat einfach Auswirkungen , die alle in Mitleidenschaft ziehen. Und es ist nahezu unmöglich dem zu entkommen. allein das zusehen und denn mund zu halten ist schwer. wenn man dann aber auch noch beschimpft, belogen und betrogen wird und das alles nicht persönlich nehmen soll. das ist schon verdammt schwer.
    es stellt sich also mehr die frage nach lebensqualität , nach dem was man im lebenlangfristig für iene beziehung haben möchte als nach der frage ob man den partner liebt. Alle hier scheinen ihre partner zu lieben, deswegen sind sie ja auch hier. aber alle geschichten hier verlaufen ziemlich ähnlich. Auch meine. Und ich würde es niemandem empfehlen sein leben mit einem alkoholiker zu planen. Unter Umständen kann es sogar ziemlich lästig werden ihn in einem gewissen Stadium der Krankheit wieder los zu werden. Wenn er schon so weit ist, dass er z.B. totla verschuldet ist, verwahrlost usw. , nicht mehr der mensch ist, der er mal war. daher ist es sogarbesser, wenn er selber den wunsch äußert sich zu trennen um in ruhe wieter trinken zu können. Jeder Alkoholiker verflucht alle Mitmenschen/ Partner, die ihm etwas vorschreiben wollen, kontrollieren usw. Auch Anzeichen der Sucht. Es würde immer ein Streitthema bleiben. Na dann soll er mal gehen, denn der Verlust ist auf seiner Seite. Wenn er dich wirklich liebt dann wird er um dich kämpfen. Wenn ihm aber der Alkohol wichitger ist. Tja, dann ist es eben so. Und leider ist es tatsächlich bei jedem süchtigen so, dass sein stoff ihm wichtiger wird als alles andere. so stark, dass viele süchtige ihre eigenen eltern bestehlen , ihr durch langjährige Arbeit erbautes Haus verscherbeln usw. Gewissermaßen kann ich dir nur raten dich zu schützen, trotz aller liebe. Denn die schönen nüchternen stunden werden immer weniger.
    Wenn du dann mit so einem partner zusammen wohnst wirst du eher ein problem haben, als wenn du zumindest einen gewissen abstand hast und dich zurück ziehen kannst. es geht nicht darum, ob dein partner ein liebenswerter mensch ist oder sowas.
    Er ist gefangen in seiner krankheit. Und du bist weder arzt noch therapeutin. es gibt auch keine liebestherapie oder ähnliches, die einen süchtigen von ihrer sucht befreien. und wenn du jetzt schreibst, dass dein partner ein liebevoller traummann ist, dann kann ich dir jetzt schon versprechen, dass er in ein paar Jahren zu einem gruseligen nicht wiedererkennbaren Monster mutiert. Alkohol verändert eben auch die Persönlichkeit. Udn von deinem Traummann werden nur noch erinnerungen bleiben an denen du dich mehr und mehr festhängen wirst und am schluß nur noch einer Illusion nachtrauerst. Bis der Alkoholiker selber seinen Tiefpunkt erfährt das kann 10/ 15 JAHRE dauern, oder mehr, oder nie. Aber du willst JETZT glücklich sein, stimmts? Du willst dass er jetzt aufhört , damit du jetzt glücklich bist- er nicht. er ist in seinem Zustand GLÜCKLICH, so aus seiner sicht. Alkohol bewirkt ja auch etwas, beduselt, betäubt, verfälscht die realität, verschafft demjenigen eben ein gutes gefühl bis zu einem gewissen grad. Daher will er sich das nicht nehmen lassen. Und auch die Begleiterscheinungen wie körperlicher zerfall udn psychischer schaden, das kansnt du ihm auch nicht nehmen. Kurzum du bist hilflos, kansnt nur dir selebr helfen. Ob du Coabhängig bist spielt natürlich auch eine große rolle. Je nachdem, ob es einfach nur liebesgefühle sind oder schon eine deutliche unselbständigkeit und gefühlsmäßige abhängigkeit, die es dir schwer machen dich zu trennen oder abstand zu nehmen. Das sind Fragen, die dich heir beschäftigen sollten. Aber ich denke, wenn du verstehst wie Alkoholiker 'ticken' wird dir einiges einfacher fallen und dir auch wieder etwas Mut machen und Kraftgeben, wieder zu Dir selbst zu kommen. Das wünsche ich Dir jedenfalls.

    Ich hatte heute das Glück zwei 10jährige Kinder am nachmittag bei mir zu haben. Habe den ganzen Nachmittag mit ihnen Gesellschaftsspiele gespielt. Normalerweise wäre ich für sowas nciht unbedingt zu begeistern. Aber ich wollte eben den Kindern eine Freude machen.
    Ich habe stundenlang fröhliche Gesichter gesehen. Nicht zwei,sondern drei. Ganz unerwartet habe ich bemerkt, dass dieses Spiel mit den Kindern mich von allem Stress und allen Sorgen ablenkt und auch einfach mal vergessen läßt. Ich muß sagen, das war der glücklichste Tag seit langem. Wir haben dabei Lakritzschnecken und Gummibärchen gegessen und leckere Säfte getrunken. Ich muß gestehen, ich habe mich wirklich mal wieder selber für ein paar Stunden wie ein Kind gefühlt.
    Ich habe schon einmal die Erfahrung in meinem Leben gemacht, dass man sich nicht so sehr von Menschen umgeben sollte, die einem nicht gut tun. Ein negativ denkendes Umfeld kann einen sehr beeinflussen und mit runter ziehen. Ich hatte mein Leben schon einmal aufgeräumt in dieser Hinsicht. Und ich glaube, es ist wieder an der Zeit. Sich trennen von dem, was einem nicht gut tut und sich ein positives Umfeld suchen. Ich glaube das ist auch ein guter Weg zum Glück.

    Hallo Jackson,
    ich kann Dir vielleicht ein bißcehn mit meiner Erfahrung wieter helfen. mein Vater war Alkoholiker bis zur letzen Instanz könnte man so sagen.
    Er war schon in einem Stadium wo ich ihn abgrundtief gehaßt habe, wo er zu einem vollkommen anderen Menschen mutierte und in meinen Augen es auch schon ein Wunder war, jeder tag wo er noch lebte. So sah es sein Hausarzt wohl auch und er war es, der ihm den Ernst der Lage erklärte und ihm die Pistole sozusagen an die Brust setzte. Für mich kaum zu glauben, ich war längst zuhause ausgezogen, hat sich mein Vater tatsächlich dazu bereit erklärt eine Therapie zu machen. Wir die Kinder haben nicht mehr viel davon mitbekommen, aber als wir dann merkten, dass es ihm ernst war und er tatsächlich nicht mehr trank haben wir usn bereit erklärt ihn zu unterstützen.
    Wir haben in erster Linie alles alkoholische aus dem Umfeld genommen und auch sehr drauf geachtet, dass da auch nichts annäherndes sein konnte, sowas wie Aromastoffe oder so.
    Mein Vater ist jetzt mittlerweile 70 Jahre alt und immer trocken geblieben.
    Meine Eltern sind auch immer noch zusammen.
    Auf der einen Seite freut man sich natürlich darüber. Aber auf der anderen Seite hatte das alles einen sehr hohen Preis. Besonders für uns Kinder. Wir waren dem ganzen ausgeliefert, hatten keine Möglichkeit uns für ein anderes Leben zu entscheiden. Und hätte ich die Wahl gehabt wäre ich gegangen, schon viel früher und ohne Zweifel.
    Was nun für meine Mutter das richtige war, ich weiß nicht. Das muß sie selber wissen. Aber sie hat sich ja so entschieden, wie es gekommen ist.
    Glücklich sein, Liebe stelle ich mir aber anders vor.
    Aber ich kann auch die andere Seite verstehen, die ich auch hier in den Threads immer wieder lese. Auf der anderen Seite war meine Vater auch ein toller Vater, liebevoll, hat alles für uns gemacht, viel mit uns Kindern gespielt usw.
    Aber als er noch nasser Alkoholiker war wurde es immer schlimmer, er wurde so nach und nach zu einem Monster. Wir hatte eine furchtbare zeit und möglicherweise wäre er eher vom Alkohol abgekommen. Spekulation.
    Denn offensichtlich hatte er damals seinen Teifpunkt noch nciht erreicht udn da kann man vielelicht mal draus lernen wie sinnlos es ist, zu meinen, dass man als Angehöriger irgendeinen Einfluß darauf hat. Man muß begreifen, dass es 'seine' Krankehit ist. ich würde es jedenfalls keinem Kind zumuten in solche einer Familie aufwachsen zu müssen. Daher mußt Du Dich gut fragen. Was willst Du überhaupt in dieser Deiner Beziehung. Geh erstmal davon aus, dass es nicht klappt dass sie trocken werden will.
    Versteh auch, dass DU WILLST, das sie trocken wird udn zwar auch um Deiner selbst willen, damit Du sie lieben kannst ohne zu leiden. Geh davon aus, dass es ihr eventuell im Moment noch Spaß macht und sie keine Anlass sieht wirklich aufzuhören. Sie ein, dass das Trinken auch ncihts mit Eurer Liebe zu tun hat. Es kann Auswirkungen darauf haben. Aber sie trinkt ja nciht, weil sie dich nciht liebt, oder nciht so doll liebt. genauso wenig wird sie aufhören , weil sie dich so sehr liebt. Dir muß klar sein, dass Du absolut machtlos bist gegenüber dem Alkohol. und genau das muß übrigens der Alkoholiker genauso. Kapitulieren vor dem Alkohol. Das müßt ihr beide. Wenn Du Dich entscheidest Mit ihr weiter zu leben hast Du Dich entschieden weiterhin 'mit' dem ALkohol zu leben. MAch DIr das genau bewußt. Und das wird Auswirkungen haben auf Dein Leben, genau wie auf ihres. Du kannst auch Deine Freundin nciht unter Druck setzen oder erpressen oder belehren. Du entscheidest Dich. Sie entscheidet sich. Und wann und überhaupt sie sich entscheidet ist vollkommen ihre Sache. Das kann jezt sein, das kann in 10 Jahren sein, das kann nie sein. Was ich hier immer sehe ist so eine schöne Vorstellung: ich sag jetzt mal ich will nicht mehr dass du trinkst. Und dann werd ich sehen , ob sie es macht, sonst geh ich eben. So ist es eben überhaupt nicht. Du triffst eien ganz andere Entscheidung, wenn Du mit ihr zusammen bleibst. Du triffst die Entscheidung , dass Du zusehen wirst, wie Deine Freundin tagtäglich und über Jahre hinweg sich mehr und mehr kaputt macht, zerfällt, ihre Persönlichkeit bis zur Unkenntlichkeit verändert. Da gibt es auch bei Euch keine Ausnahme. Schau Dir Menschen an, die in fortgeschrittenen Stadium trinken. Es gibt keien Garantie dass sie je aufhören wird, es gibt keine Garantie, dass sie wenn s ie doch trocken wird nicht wieder rückfällig wird. Du nimmst es also stets in Kauf, dass beispielsweise wenn du eine Familie haben willst diene kinder so aufwachsen werden wie ich. was sit wennsie schwanger ist udn anfängt wieder zu trinken? du trägst für alels eine mitverantwortung, wenn du dich dafür entscheidest. und auch an dir wird der alkohol nciht spurlos vorbei gehen. denn es ist kaum vorstellbar dass alle diese dinge dich nicht belasten. wo du jetzt schon hier bist um nach hilfe zu suchen.
    siehst du , ich schildere dir hier die positiven seiten als auch die negativen. eine entscheidung kann dir niemand abnehmen. ich kann auch nicht sagen, trenne dich lieber jetzt, denn später wird es dir schwerer fallen. Nein, ich glaube sogar, wenn man so frisch verleibt ist fällt es einem ebenso schwer. wenn man erstmal die richtig üblen seiten erlebt hat , hat man selber vielleicht sogar mehr chancen.auch die coabhängien müssen ihren persönlichen tiefpunkt erreichen ud mir scheint es als ob du noch weit davon entfernt bist und du auch noch nicht im leisesten ahnst was dich erwartet. Es ist aber in der Tat immer schwer jemanden, den man liebt loszulassen. Man fühlt sich, als ob man dne naderen im Stich lassen würde mit seiner eigenen Krankheit, nicht wahr. ich glaube, das hat jetzt nicht unbedingt nur mit coabhängigkeit zu tun. den man will ja auch ein partner in guten als auch in schlechten zeiten sein, würde den partner ja auch nicht verlassen, wenn es sich um eine andere krankheit handelt.
    Das heimtückische an der sucht ist eben, dass aus vernunft keienr aufhört zu trinken, sondern wirklich dieser tiefpunkt da sein muß. und wie es aussieht ist es so, je besch****** es dem süchtigen eght desto besser scheienn seine heilungschancen zu sein. hat vielleicht auch mit dem suchtgedächtnis zu tun. auch die besch***** dinge prägen sich ein.
    du versuchst die sucht zu verstehen. ist auch gut für dich, wenn du da nicht zu emotional rangehst. du msut damit rechnen, dass deien freundin, wenn sie weiter trinkt, dich einmal für dich vollkommen unverständlich aus heiterem himmel beschimpft. am nächsten tag wieder voll lieb ist usw.
    wirst du dich davon persönlich distanzieren können? schon alleine die versprechungen aufzuhören sind meistens täuschungsmanöver, da spricht die zunge des alkohols, die einfach ihre ruhe haben will. diese sucht ist so stark, so trickreich. Es gibt noch viel viel schlimmere gesichter des Alkohols. der nasse alkoholiker ist in diesem zustand irgendwo jenseits von gut und böse. aber DU wirst das alles ertragen müssen.
    Es kann passieren, dass du alles für sei tust und sie dich selber fallen läßt wie eine heisse kartoffel, weil du ihr zu ungemütlich wirst und sie lieber ihre zeit mit einem anderen saufkumpel verbringt.
    Lies dir mal alle threads druch, was da alles so passiert, mit wem die nassen alkoholiker ihre zeit am liebsten verbringen.
    Die sucht macht den Menschen herrlich bequem und egoistisch, noch dazu imemr anspruchsloser. der Alkohol selber wird mit der zeit auch immer anspruchsloser. Angefangen mit Markenwein und Markenbier kann man beobachten, dass die Droge immer härter wird- Weinbrand, Whiskey, Rum- später aus Geldmangel dann Vodka, Korn und wenn ncihts anderes da ist dann auch meinetwegen irgendeinen Fusel, von dem man selber nie dachte, dass man ihn im Leben trinken würde. Zur Not der Hustensaft der Kinder.
    Es gibt also durchaus Paare, die es schaffen, aber alles hat seinen Preis.

    Das was ich dir hier schrieb ist das, was andere damit meinen, wenn sie sagen, dass du dadurch den Leidensweg deiner Partnerin (und auch dir) vergrößerst.
    Meine Mutter hat keine Ahnung, keine Infos, keine Hilfe gehabt und sie ist diesen weg zusammen mit uns gegangen. wir haben alles verloren, was wir hatten. meine eltern waren hoch verschuldet. ich hätte mir ein besseres leben vorstellen können.
    Deine Frage sollte daher eigentlich sein: Was will ich in meinem Leben, was für eine Beziehung und mit was für einer Person.
    Ich würde ganz klar behaupten, dass ein nasser Alkoholiker beziehungsunfähig ist. Das Wesen der Krankheit 'Sucht' ist es eben, dass diese Suchtbefriedigung immer an erster stelle steht, immer zwanghafter auch und für den betroffenen tatsächlich zum lebensinhalt wird, und du selbst eine immer unbedeutendere rolle spielen wirst. die schönen nüchternen stunden werden immer kürzer und bald gibt es keine wirkliche nüchternheit mehr. die körperliche abhängigkeit nimmt zu und damit auch der drang zu trinken. ein echter Teufelskreis.
    So habe ich Sucht erlebt, so bekomme ich es hier beim Lesen bestätigt und auch deine geschichte wird ähnlich aussehen. Aber viel
    leicht hast du ein bißchen Glück und deine Partnerin schafft es schon bald.

    Ich will dich auch keineswegs entmutigen. keiner kann in die zukunft schauen und sagen was aus euch wird. Was ich dir aber persönlich raten würde ist es, dich wenigstens einmal zu trennen, mit der hoffnung, dass sie dann einen anreiz bekommt mit dem trinken aufzuhören. dann mußt du es aber auch aushalten können konsequent zu sein und - wenns nciht gleich so klappt-auch getrennt zu bleiben. mit der hoffnung dass sie dann irgendwann schafft trocken zu werden und zu dir zurück kehrt. das aknn dauern. das kann auch schief gehen. das ist ein echtes risiko, aber fast die einzige chance. ich würde mich dann auf diese trennung genau vorbereiten. immer wieder drohen und dann nichts zu tun ist ziemlich schlecht. du mußt es so sehen, dass du mit deiner eigenen stärke dem anderen auch etwas vorlebst, also alles konsequent durchziehen mußt. dadurch tust du ihr einen gefallen. Stell dir vor, du bist in diesem Moment ihr Lehrer an dem sie sich orientiert. Der Zeitpunkt sollte auch gut gewählt sein. Also Chancen auf gute Aussicht haben. das ist jetzt mal meine ganz persönliche Meinung, die ich Dir schreibe. Ich würde zusehen , dass sie erstens selebr soweit ist, dass sie schon von sich aus heraushören läßt, dass sie unter ihrem Alkoholkonsum LEIDET. Also nciht nur, weil du es hören willst und du recht hast. irgendwann wird sicher der Punkt kommen, dass sie bemerkt, dass sie unfreiwillig trinkt. Auch Alkoholiker verraten sich. Aber da doch die Abhängigkeit schleichend ist kann es auch sein, dass sie es selebr noch garnicht so emfindet. Mein Vater hat beispielsweise irgendwann angefangen Alkohol in Spudelflaschen zu füllen. Also war es ihm peinlich und er wollte es vertuschen und verheimlichen. Das macht ein Spaßsäufer ja nicht.
    Klar ist jeder Tag wichtig, wo man ohne Alkohol sein kann. Klar dass man, wenn man aufhören will auch jederzeit damit anfangen kann und als andere vorgschoben ist. aber ich glaube auch, dass man nicht unbedingt vor Weihnachten oder Sylvester aufhören muß um dann gleich wieder rückfällig zu werden. Wenn man selber schon seinen Tiefpunkt erreicht hat mag das was anderes sein. Aber wenn man es so versuchen will, um beim anderen diesen Tiefpunkt herbeizuführen ( klingt jetzt wie eine Einleitung zur Geburt) sollte man schon den besten Zeitpunkt aussuchen, mögliche Probleme erstmal aus dem Weg schaffen.
    Daher nochmal zum Anfang: Sei dir bewußt, dass SIE es noch nicht will, sonst wäre sie schon in Therapie. DU willst es und da ist die Chance nicht so groß. Da muß Dein Wehenmittel schon recht gut sein :)

    Hallöchen, erstmal zu euren vorherigen Diskussionen:
    ich denke, dass damit gemeint war, dass die Suchtstruktur die gleich eist. Die Schädigung druch die Substanz ist einfach extrem unterschiedlich. Aber ich kann auch bestätigen, dass ich mal gelesen habe, dass Nikotin eiens der stärksten süchtigmacher im Sinne von 'sucht' udn Abhängigkeit ist. Und da kann ich mich auch in dem oben genannten beispiel gut wiederfinden. Auch ich habe mir nie wirklich eingestanden dass ich nikotinabhängig bin. 'Mußte' dann aber mitten in der Nacht bei Minusgraden noch los zur Tankstelle, weil keine Münzen im Haus waren.
    Da habe ich mich schon ertappt und geärgert über mich selbst.
    Aber- ich war doch nicht süchtig. Süchtig = schwach. Und Schwächen zuzugeben ist bekanntlich ja immer eine unangenehme Sache.

    Leute, die regelmäßig trinken, um sich ein gutes Gefühl zu verschaffen sind denke ich gerade so an der Grenze zur Abhängigkeit. Diese tritt ja eher schleichend ein. Vielleicht noch nicht körperlich abhängig mit Entzugserscheinungen. Aber doch schon eindeutig psychisch abhängig.
    Hier im Forum gibt es ja eine schöne Skala mit Stufen der Abhängigkeit. Das sit eben alles fließend, wird da schön veranschaulicht.
    Daher lohnt es sich nicht wirklich drum zu diskutieren.

    Als Kind eines Alkoholikers und eienr coabhängigen Mutter bringt mich dieser Thread natürlich auch zujm Nachdenken über meine eigene Geschichte. Wen empfand ich in meiner Kindheit aus Sicht des Kindes also als schrecklich. Klar waren die Auswirkungen des Alkohols brutaler, schrecklicher. Aber dennoch habe ich meiner Mutter auch schon immer große Vorwürfe gemacht, warum sie sich nciht trennen würde und mit uns Kindern abhauen. Ich habe da noch nie was von Coabhängigkeit gewußt.
    Für mich war es unbegreiflich, dass sie es von uns allen verlangte dieses Leben ertragen zu müssen , obwohl sie doch nüchtern und somit 'bei klarem Verstand' sein müßte. So wars dann aber wohl nicht. Ich vermute jetzt im Nachhinein, dass meine Mutter noch größere Probleme hatte mit ihrer Coabhängigkeit. Ich erkenne auch, dass mein Vater so labil war und auch noch von meiner Mutter unter Druck gesetzt wurde, ihr alles recht zu machen. Sie hatte einfach sehr hohe Erwartungen an ihn. Er hatte alle Verantwortung, und das schon mit Anfang 20 , 4 Kinder , eigene Mutetr zu versorgen , Hausbau etc.
    Auch er selbst hat sich wohl zu sehr unter Druck gesetzt , sich zu viel aufgebürdet. Und solche Parallelen sehe ich hier oft in den threads. Oftmals entdecke ich dann beim Lesen der threads auch wieder meine Mutter, also die Coabhängige, die aber nur immer von dem schrecklichen Partner berichtet, der doch gefälligst aufhören soll zu trinken.
    Und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies wohl auch eine Vorgeschichte vermuten läßt. Nicht nur sich die Coabhängigkeit einzugestehen scheint eine schwierige Sache zu sein, sondern sie überhaupt zu erkennen. Denn darüber wird ja kaum gesprochen, berichtet. Während Alkoholabhängigkeit in aller Munde ist.

    Daher kann ich mich auch anfreunden mit der Fragestellung: Was war zuerst? Die Coabhängigkeit, der Alkohol, die Suchtveranlagung, die Eheprobleme?

    Ich finde, es würde sich lohnen, als Fortführung dieses interessanten Threads einmal dieses Thema aufzustellen.
    Denn ich denke, dass zum Thema 'Schrecklicher Partner ' schon ziemlcih alels gesagt wurde, oder was meint ihr?

    Ein schöner aufschlußreicher Beitrag von Lilly.
    Ich finde, sie macht deutlich, dass der coabhängige genauso an seiner Baustelle arbeiten muß. Das hört nicht damit auf, dass man sich trennt. oder dass der Alkoholabhängige trocken wird. Es darf wohl auch nie übersehen werden, dass vielleicht beide Partner unbewußt längst unzufrieden waren und nur durch ihr Abhängigkeitsverhältnis noch zusammen blieben. Im nassen Zustand hat sich der Alkohliker vielleicht diese Unzufriedenheit weggetrunken. Aber in der Nüchternheit wird ihm das bewußt. So muß es eben bei dem Coabhängigen auch funktionieren, sonst ist der auch nocht nicht 'trocken'.
    Aber wenn man hier viel im Forum liest ist es wohl leider oft so, dass sich Paare nach der Trockenheit trennen. Das sagt doch dass viele Beziehungen durch den nassen Zustand und das Abhängigkeitsverhältnis sozusagen künstlich aufrecht erhalten blieben. Was so oft als Liebe verstanden wird ist wohl meist tatsächlich Gewohntheit / Unselbständigkeit. Das Gefühl, man brauche den anderen, könne ohne ihn nicht leben.
    Ich glaube schon, dass diese Seifenblase dann irgendwann platzt. Und leider she ich dass die meisten Coabhängigen Partner sich hier anmelden udn schreiben , um in erster Linie ihre Beziehung/ Ehe retten wollen.
    Ich denke, amn kann keinen der beiden Partner Schuld geben, jeder trägt seinen eigenen Beitrag dazu. oftmals wird der Alkoholabhängige Partner druch seine Eskapade wohl eher als schrecklich dargestellt, gewalttätig, Lügner, Unzuverlässig etc. Aber auch ein coabhängiger Partner ist für den nassen Alkoholiker ein Dorn im Auge, der ihn - und das mit Recht - in seiner persönlichen freiheit einschränken will. Der Coabhängige will bestimmen, kontrollieren und behandelt den Partner wie eine unmündiges kleines Kind.
    Alkoholiker sehen zwar nach aussen so aus, wollen aber nciht so behandelt werden. Das ist wohl ziemlich paradox. Aber so habe ich es erfahren.
    Aus meiner Erfahrung würde ich das so beschreiben:
    Der Alkoholiker hat sicher irgendein Problem. Das ist wohl bei jedem auch unterschiedlich. Dieses Problem wird ihm zu groß und der Alkohol ist das Werkzeug dieses Problem zu ertragen. Und er möchte dann aus seiner Perspektive mit diesem problem klar kommen. Er möchte zum Beispiel den Tod, die Trennung einer nahestehenden Perosn verarbeiten, möchte damit klar kommen, dass er so viel Verantwortung aufgebürdet bekommen hat etc. Der alkohol an sich ist wohl in erster Linie nicht das Problem aus seiner Sicht. Wird dann aber lästigerweise mit der Zeit auch noch zu einem zusätzlichen Problem und so kann er dann so richitg in Selbstmitleid aufgehen, dass sein bester Freund der ALkohol ihm im Laufe der Jahre auch noch in den Rücken gefallen ist. Dann noch ewig nörgelnde Partner, die noch zusätzlich Druck machen. So habe ich es herausgehört aus der Perspektive von meinen nahestehenden Alkoholikern in meinem Leben.
    Somit beruht die 'schrecklichkeit' wohl auf beiden Seiten. Sicher läßt sich der nasse Alkoholiker genauso bei seinen Saufkumpanen über seine meckernde Frau aus udn ist genervt. Er hat doch noch das gesunde Empfinden, dass sie sich doch um ihre eigenen Sachen kümmern solle. So habe ich es jedenfalls von den betroffenen personen gehört.

    Hallo Kahry,
    ich finde schon dass Du im Ansatz einiges so erkannt hast, wie ich es auch sehe. Man muß sich mal eines vor Augen halten: Wer gibt einem eigentlich das Recht dem anderen Menschen zu sagen, ob er süchitg sein darf, ob es gut für ihn ist , ob er seine Gesundheit ruinieren sollte etc.
    Sagt mir mien Partner, dass ich zu viel Süßes esse und damit aufhören solle, weil das ungesund ist, ets, dann frage ich mich auch , ob er noch ganz frisch ist und dass es wohl meine Sache ist. Alkohol ist natürlich extremer. Dennoch hat jeder das Recht drauf das zu tun was er will, was ihn ( angeblich) glücklich stimmt. Was sich so sehr nach Liebe anhört ist wenn man doch genauer hinschuat Eigennutz. Man wünscht sich einen angenehmen Parnter- für sich selbst, damit man nicht Lieden muß, damit man nach seinen eigenen Wüsnchen und Bedürfnissen leben kann etc. Auch diese Kontolliererei wie viele in Partner trinkt. Bin ich die Mutter eines Kleinkindes oder habe ich einen gleichwertigen Partner vor mir? Aus den vielen Geschichten hier ist mir doch klar geworden, dass sich Coabhängige gerne verstecken, tarnen. gerne dominieren, über den Partner bestimmen. Und wenn das nicht klappt - Ohnmacht, Selbstmitleid, Wut.....Nochmal der vergleich: Der übergewichtige Partner kann auch an einem Herzinfakt sterben. Aber er bringt durch seine Krankheit nicht diese Unannehmlichkeiten in die Beziehung. Also wird es toleriert. Auch da kann eine Sucht Ursache sein.
    Man macht sich auch Sorgen. Dennoch ist es anders als beim Alkohol. Beim Alkohol kommt man, wenn man ehrlich ist, nicht mehr seeber auf seine Kosten. Man erhält nicht mehr die Aufmerksamkeit, die man sich wünscht. Es ereignen sich oftmals Dinge, die man 'normalerweise' in einer beziehung nicht akzeptieren würde und in Extremsituationenn für jeden 'normalen' Menschen längts ein trennungsgrund bedeuten würde/ müßte. Also beginnt man gegen den Alkohol anzukämpfen.
    Man beginnt aber leider gegen ein Wand zu rennen.
    Ich glaube man würde gut tun erstmal den Alkoholismus als Sucht, als Krankheit zu akzeptieren. Auch akzeptieren dass man selber weder Therapeut noch Arzt ist. Auch zu akzeptieren, dass es keine 'Liebestherapie' gibt.
    Wer so sehr an seinem Partner hängt könnte ja durchaus mal versuchen 'mit' dessen Krankheit zu leben. Doch die nüchternen Stunden werden ja erfahrungsgemäß immer weniger. Was bleibt dann noch. Reicht das dann noch für eine erfüllte Beziehung? Jedenfalls dem Partner scheint es zu reichen. Was ich damit verdeutlichen will ist, dass es doch eher um den Wunsch einer intakten Beziehung und ein glückliches Zusammensein geht, was man in Frage stellen sollte. Die Krankheit kann man nicht stoppen. Aber was man sich selebr fragensollte ist es , ob es ein erfülltes glückliches Leben ist mit dem aLkoholabhängigen Partner. Durchaus kann ja jeder seine eigene Wohung haben und man wird von seinen Eskapaden nciht belästigt und braucht auch keine Verantwortung tragen, kann gehen , wenn es einem zu bunt wird.
    So könnte es ohne große Probleme funktionieren.
    Frage ist doch, ob man solch eine Beziehung überhaupt will, auch wenn zum Beispiel Kinder im Spiel sind, Kinderwunsch vorhanden ist etc.
    Daskönnte ja eine Lösung sein für alle Coabhängigen, die sich nicht trennen wollen, weil sie ihren Partner so sehr lieben und nicht verlieren wollen. Die Krankheit als Krankheit zu akzeptieren und sich abzugrenzen sind meiner Meinung schonmal zwei große Schritte aus der Coabhängigkeit oder um sich garnicht erst in Coabhängigkeit zu begeben.
    Der nächste Schritt ist dann zu erkennen, dass man selber machtlos ist gegen diese Krankheit und sich einzubilden, dass man über übersinnliche Fähigkeiten verfügt eine Sucht bei einem ( noch dazu unwilligen) Menschen heilen zu können, was selbst besten Therapeuten oftmals bei willigen Menschen nicht gelingt. Wie kommt man zu dieser Selbstüberschätzung, zu diesem Irrglauben? Wäre das nicht auch mal eine Überlegung wert? Ähnlich wie bei angeblichen Gurus und Wunderheilern etc. sehe ich auch schon bei Coabhängigkeit eine gewisse Tendenz mit einem gewissen Fanatismus Macht über einen anderen Menschen ausüben zu wollen, um ihn in gewisser Weise für sich selber zu prägen- und das alles unter dem Deckmantel der Liebe. Für mich ist das keine Liebe. Der Coabhängige muß meiner Meinung nach genauso klare Zeichen setzen, dass er vor dem Alkohol ( und dessen Folgen, Erscheinungen etc) kapituliert, machtlos ihm gegenüber ist und nciht bereit ist mit ihm zu leben wie es der betroffene Alkoholiker ist. Er sollte durch sein Verhalten ( Trennung oder Auzug) schon dem kranken Partner ein Vorbild sein, zeigen dass man selber die Nase voll hat, nciht mehr bereit dazu ist. Schafftman das selber nicht, dann sollte man es auch nicht erwarten von dem noch dazu körperlich abhängigen. ich glaube dass man damit noch die größten Chancen hat seinen Partner zu dem gleichen Schritt zumindest zu ermutigen. Im Grunde sind doch beide Partner auf nur andere Art der Macht des Alkohols ausgeliefert.

    Hallo Hannover,
    Du kannst sogar froh sein, dass DU nicht mehr mit Deinen Eltern wohnst, so ist Dir doch einiges erspart geblieben. Wie aber schon alle anderen sagen: Deine Mutter muß es für sich entscheiden, wie sie leben will.
    Es sit schwieitrg mit anzusehen wie sich im Grunde beide Eltern zugrunde richten. aber da müssen sie selebr hinter kommen. Klar kannst DU ihnen da Denkanstöße geben , auch sagen, dass Du Dich da lieber fern hälst, weil du das elend nciht mit ansehen willst. Ich finde du denkst da schon richitg und hast auch das Recht dich dazu zu äußern. es sind halt imemrhin noch diene eltern die da bei drauf gehen. Doch du darfst keine Erwartungen haben. Denke nicht, dass deine eltern sich deswegen umkrempeln. da hätte ich wenig Hoffnung und du läufst gefahr, dass du einen bitteren kampf anfängst zu kämpfen, den du nur verlieren kannst.
    Vielelicht äußert sich deine mutter von sich aus ja irgendwann mal und du kannst sie dann unterstützen. Vielleicht ist ihr das ja mal alles zu viel und ise möchte aussteigen. Aber bis dahin kann noch ein sehr langer weg sein.

    Ich kann Dir nur empfehlen: Lebe Dein Leben.

    Ich denke es gibt eine Menge Unterschiede, die aber auch durch die individuelle Geschichte geprägt sind. So kann sich das Aufwachsen in einer Familie mit einem Alkoholiker auch sehr unterschiedlich auf die Kinder auswirken. Das sehe ich an mir und meinen Geschwistern.
    Grundsätzlich würde ich eines unterscheiden:

    Als Kind hat man irgendwie noch ein anderes Verständnis dazu, was krank ist. Man ist eben nicht unbedingt wie die eigene Mutter gefühlsabhängig in die Beziehung zum Vater verwickelt. Aber dafür ist man wiederum dem ganzen ausgeliefert. das bedeutet: Du wärst bereit Dich in Sicherheit zu bringen, den Vater zu verlassen. Du bist aber auf das Verhalten Deiner Mutter angewiesen, und wenn sie nicht stark genug ist hast Du eben Pech gehabt und bist gezwungen Dir gewissermaßen eien nadere Welt aufzubauen. Das kann ein emotionaler Schutzpanzer sein, den man sich zulegt. Das kann ein Abkapseln sein, ein Ablenken in andere Dinge. Du willst weg, aber Du kannst nicht. Die Mutter könnte weg, aber sie schaffts nicht.


    Sicher gibt es auch Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel, dass keiner darauf erpicht ist, dass andere davon erfahren wie schrecklich man lebt. Also wird niemand eingeladen und gelogen. Nur enge Vertraute werden möglicherweise eingeweiht. Es ist einfach peinlich und man muß sich schämen, nicht in einer heilen Welt zu leben. Man kann ja eh nichts dran ändern als Kind. Man sieht aber auch die Mutter leiden.
    Man wächst sozusagen in einer großen Hilflosigkeit auf und trägt schon früh eine große Verantwortung. Für sich, für die Mutter, für die Geschwister. Ständig kann etwas passieren. Man stumpft ab, aber man darf nicht abstumpfen. Immer auf der Hut sein ist überlebenswichtig. Dennoch darf man nicht zu sehr emotional beteiligt sein.
    Man wünscht sich für sich selbst ein anderes Leben, eine heile Welt.
    Aber man fühlt sich zuhause in der gewohnten kaputten ungesunden Welt.
    So läuft man Gefahr sehr tolerant gegenüber dem Chaos zu sein, muß nicht unbedingt mit Alkohol zu tun haben. Man trifftvielleicht wunderbare nette Situationen, die man sich ersehnt hat, Zuwendung von Menschen. Aber sobald es zu geordnet wird, wird es langweilig, abtoßend, fremd.
    Es kann passieren, dass Du eine Beziehung hast um die Dich alle beneiden, aber Du selber fühlst Dich einsam, fremd, fehl am Platz.
    Du entwickelst einen Perfektionismus für andere unerreichbar zu sein, weil Du weißt wie man sich abkapselt. Ich glaube auch, dass man als Coabhängige große Angst vor dem Alleinsein hat, während man als Kind eines Alkoholikers gerne alleine ist. Alleinsein bedeutet auch Sicherheit, Ruhe, Kraft für sich selbst sammeln. Was und eher fehlt ist sich zu öffnen, jdn zu vertrauen. Ausserdem habe ich z.B meine Mutter in ihrer Coabhängigkeit immer so unselbständig und dadruch so armselig empfunden, dass ich in meinem Leben immer alles drauf gesetzt habe selbständig und unabhängig zu sein. Finanziell, emotional und auch im häuslichen Bereich. Auch das Gefühl, dass ich alles unter Kontrolle haben muß kenne ich nur allzu gut. Ich habe schwer daran gearbeitet mich emotional gehen lassen zu können, mich meinen Gefühlen hinzugeben. Aber jetzt kann ich das. Dennoch gibt es immer wieder auch neue Dinge auf die ich stoße und an denen ich noch arbeiten kann.


    Oftmals denke ich, dass unsere Mutter uns im Stich gelassen hat. Und wenn ich im Coabhängenbereich lese, von Frauen, die Kinder haben und ihren Partner nicht verlassen können, dann steigt eine Wut in mir auf.
    Beonders wenn sie es nicht sehen oder zugeben wollen, dass sie coabhängig/ krank sind und nur vom kranken Partner reden. Keiner denkt an die Kinder. Für mich würde es keine Frage sein. Mein Kind geht vor. Und es ist ein bedrückendes für mich nicht nachvollziehbares Gefühl, dass meine mutter nicht so stark war und es geschafft hat sich zu trennen.
    Es war wie eine Entscheidung, die sie treffen mußte. Wir Kinder oder unser Vater. Und sie hat sich für ihn entschieden, obwohl er sie täglich aufs neue verletzt hat. Wie soll man das als Kind verstehen.

    Ich denke diese Coabhängigkeit ist eine Beziehungsabhängigkeit und hat nicht unbedingt etwas mit dem trinkenden Partner zu tun. Hätte mein Vater nicht getrunken und nur meine Mutter geschlagen oder so, ich bin mir sicher sie wäre auch geblieben.
    Ich glaube, dass wir Kinder beide Neigungen entwickeln können. Starkes coabhängiges Verhalten als auch genau das Gegenteil, eine starke Unabhängigkeit. generell würde ich daher nicht sagen, das wir auch coabhängig sind. Genauso wenig wie Kinder von Alkoholikern zwangsläufig auch suchtgefährdet sind.
    Ich würde sagen, wir leben immer zwischen zwei Welten, zwischen Illusion und Realität, zwischen Hoffnung und Enttäuschung.

    Ich würde nichtsagen, dass wir auch coabhängig werden müssen, denn wir haben ja auch ein ganz anderes Bewußtsein dazu in unserer Kindheit entwickelt. Aber ich kenne sher gut den Unterschied, wei man über die Dinge denkt und wie man sich dabei fühlt. Das kann ein recht großer Unterschied sein. Man kann sich in fürchterlichen Beziehungen ok fühlen, man leidet vielleicht nicht so sehr wie eine Coabhängige, weil man es gelernt hat sich zu distanzieren. Aber man weiß vom Kopf her, dass es alles nicht gut tut und weiß auch , das man etwas dran ändern muß. Und ich glaube , dass Kinder, die mit einem Alkoholiker aufgewachsen sind nicht so sehr den Drang und den Glauben haben, dass sie durch ihre überschwengliche Liebe den Partner dazu bewegen könnten mit dem Trinken aufzuhören. Dann würden bei mir schon eher Zweifel an der Liebe aufkommen.

    Meine Erwartungen als Kind waren eher an meine Mutter gereichtet, dass sie wiede rzur Besinnung kommt und handelt, eher dass mein Vater irgendwann einmal aufhört zu trinken. Glücklicherweise hat es aber mein Vater dennoch geschafft und ist bis heute trocken. Aber weder meine Mutter noch wir Kinder waren dazu der Anlass gewesen.

    Wie es hier immer wieder zu lesen ist hat er irgendwann seinen absoluten Tiefpunkt erreicht, er war kurz davor nicht mehr unter uns zu sein. Meine Eltern sind auch immer noch zusammen, was ja alles garnicht in das Schema dieses Forums paßt. Viele Coabhängige würden jetzt sagen: Na also, geht doch. Das ist doch was wir alle wollen. happy end mit einer geretteten Ehe am Ende. Aber eines darf man nciht vergessen. Das ganze läuft aber auf Kosten von uns Kindern. Ich hätte mir ein anderes Leben gewünscht. Und ich hätte mir auch ein anderes Leben ausgesucht. Das sind die kleinen Unterschiede.

    Ich bin auch sehr beeindruckt und muß auch erstmal ne Nacht drüber schlafen. Du schreibst alles so ehrlich, kaum einer hier im Coabhängenbereich tut das so.
    Sehr klar an Hand Deiner Geschichte , sehr deutlich wird es, dass die Coabhängigkeit eine eigenständige Krankheit ist, ganz unabhängig von einem alkoholkranken Partner funktioniert und existiert. Vielleicht da in ganz besonderem Maße zum Tragen kommt, wenn zwei Suchtkranke aufeinander stoßen. Dann ist der eine dem anderen wie ein Spiegel.
    irgendwie erweckt Deine Geschichte ganz neue Erkenntnisse und Sichtweisen bei mir.
    Gerne wird die Coanhängkeit der Betroffenen ja nur auf den alkoholabhängigen Partner geschoben, so als ob dies die Wurzel allen Übels sei und mit der Trennung alles behoben sei. Oftmals geben Coabhängige mindestens genauso wenig zu, dass sie krank und abhängig sind wie die Alkoholkranken selber. Doch werfen sie ihnen das gerne vor. Eigentlich seltsam. Ich frage mich gerade, ob es wohl gut ist, dass zwei solche Menschen aufeinader treffen oder eher sogar suchtfördernd (falls es sowas gibt). Kann solch eine Beziehung überhaupt funktionieren?
    Würde es anders aussehen, wenn beispielsweise der Partner eines Alkoholabhängen nicht coabhängig ist, und wie würde das dann aussehn. Oder ist es schon coabhängig sich überhaupt auf eine Beziehung mit einer süchtigen Person einzulassen?
    Wie gesagt, ich schlafe noch mal drüber und freue mich noch weitere Beiträge zu Deiner Geschichte zu lesen.

    ja Cinderella. Es stimmt. Sowas ist Realität.
    Deine Kinder sind dem Ganzen ausgeliefert. Sie können nichts tun. Und leider ist es so, es wird immer schlimmer.Auch ich kenne solche Geschichten, als Kind eines Alkoholikers. Ja, sie bekommen alle diese zwei Gesichter. Der gefühlvolle, vielleicht zu labile Mensch, der seine unterdrückten Gefühle im Alkohol auslebt. Auch mein Vater zählt zu dieser Kategorie. Ich habe als Kind meinen Vater sehr geliebt, doch nach und nach wurde der Zustand so schlimm und unerträglich, dass ich ihn abgrundtief gehaßt habe, ihn hätte umbringen können für das was er uns ständig angetan hat.
    Geh bevor es zu spät ist. Lies die Geschcihten hier, wie sehr sie sich alle ähneln, obwohl es sich doch überall um andere Menschen handelt.
    Wenn Du noch ein Funken Hoffnung hast, dass ihr jemals eine glückliche Beziehung habt, dann mußt DU jetzt gehen. Vielleicht wacht er dann auf und denkt über sich nach. Aber erwarte nicht, dass es von heut auf morgen passeiren wird. oder willst Du erst warten, bis er Deine Kinder schlägt? Warum macht er das? Ganz einfach, weil er betrunken ist, da weiß man nicht mehr was man tut, schomal von gehört?

    Deine Geschichte ist schon ziemlich heftig und ähnelt auch einer Geschichte, die ich kenne. Nicht aus eigener Erfahrung, aber in meinem Bekanntenkreis. Und als ich Dich so gelesen habe, dachte ich mir schon an einigen Stellen wie es wohl weitergehen wird.
    Genau wie Du scheint Dein Ex auch Probleme damit zu haben allein zu sein. Daher hat er sich wohl so schnell in eine andere Beziehung geschmissen. Das solltest Du nciht als ein einfaches Austauschen bewerten. Warum machst DU Dich so runter? Es hat nicht wirklich etwas mit Dir zu tun, sondern mit ihm. Aber halt, Du bist ja CO, also mußt Du Dir ja den Schuh anziehen und die Schuld bei Dir suchen....
    Und was mir auch so aufgefallen ist- Du weißt ja über die andere ebenso gut bescheid wie über seine Alkoholsucht. Wie weißt Du wielange er sie schon kannte, dass er sie vermißt, dass er nciht mehr trinkt etc?
    Immer schön weiter kontrolliert. Vielleicht ist die andere einfach nicht so doof gewesen und hat sich nciht drauf eingelassen, dass er trinkt, ihm Bedingungen gestellt, die er zeitweilig eingehalten hat . Möglciherweise ist er rückfällig geworden und sie hat da keine Lust drauf gehabt und ihn rausgeschmissen. Es sind eben nicht alle Frauen CO. Wer weiß, was er da vermißt. Vielleicht eine konsequente Frau, die ihm ein Vorbild ist?
    kein Wunder dass ihr beide wieder in alte Verhaltensmuster gefallen seid.
    Ist einmal eine Grenze des Respekts überschritten dann ist es schwierig das wieder rückgängig zu machen. Auch wenn kein Alkohol im Spiel ist.
    Ich persönlich glaube nicht wirklich daran, dass es möglich ist. Aber das ist meine Meinung und meine persönliche Erfahrung.
    Ich glaube, dass DU jetzt erstmal ehrlich zu Dir selbst sein solltest und Dir Zeit nimmst und an Dir selber arbeitest. Das ist doch die Voraussetzung , dass sich überhaupt etwas in Deinem Leben verändert. Denn als CO bist Du nicht davor geschützt, dass Dir das gleiche wieder mit einem anderen Partner passiert. Auch das ist nicht mal so in ein paar Monaten getan. Im Grunde bist DU genauso rückfällig geworden wie ein Alkoholiker, der zwischenzeitlich mal aufgehört hatte zu trinken. So ganz sehe ich bei Dir noch nicht, dass DU für Dich eingesehen hast , dass Du Co bist, co-abhängig heißt es ja genau genommen. Und Abhängigkeit ist Sucht.
    Es ist ganz toll, dass DU es geschafft hast Dich zu trennen, dass Du auch damit Dein Kind in Sicherheit gebracht hast. Kinder werden so besser groß als mit 2 süchtigen Elternteilen, die beide noch nicht 100% trocken sind. Aber Trennung allein reicht nicht. Du solltest Dich tiefergehend mit Deinen Co-Verhaltensmustern auseinandersetzen.
    Wünsche Dir viel Kraft und alles Gute

    Liebe Gudi,
    klar ist das alles schwer was DU hier durchmachst. Aber je mehr Du hier liest desto weniger Alternativen wirst Du finden und es wird Dir immer leichter fallen loszulassen. Nimm Dir die Zeit, lies einfach weiter, schreib wie es Dir geht. Letzlich sind es auch gewisse Schuldgefühle,die man bewältigen muß. Aber am Ende wirst Du sehen, dass Dich keine Schuld trifft. Ganz im gegenteil ist das die einzige, wirklich einzige Hilfestellung , die Du einem Partner geben kannst, den Du liebst.
    Mag sein, dass er dann immer noch nicht seinen Tiefpunkt erreicht hat und so weiter macht wie bisher. Aber dann gehts vielleicht schneller, weil er Dich nciht mehr als Stütze hat. Wenn Du den Kontakt nciht ganz abbrechen willst, dann triff Dich hin und wieder mit ihm, aber sei distanziert, erldige nichts für ihn. Lass ihn auflaufen. Es kann mitunter Jahre dauern bis ein nasser Alkoholiker seinen Tiefpunkt erreicht. Lieder hast Du da gar keinen Einfluß drauf.