Also Teaser,
für mich hast du irgendwie einen so schönen interessanten Schreibstil- wenn Du ein Buch veröffentlichen würdest, ich wäre die erste , die es kaufen und lesen würde. Allein dieser ausdruck 'seelenloser Zombie'.
so könnte schon der erste buchtitel heißen. und ich scheine da auch nciht alleine mit meiner meinung zu sein, auch andere die deine beiträge lesen schreiben ja schon , dass du einen interessanten klaren schreibstil hast.
daher mal eine anregung von mir und damit auch ein beitrag zu deinem selbstbewußtsein: Mach was draus!
auch ich kenne mich in deiner geschichte wieder . auch ich habe erkannt, dass es für mich ncihts langweiligeres und unerfüllenderes gibt, als das normale familienleben. mag sein, weil mir das nie so vorgelebt wurde.
dass es immer so ein unerreichbarer wunsch war . ich habe mir das bisher immer eher so erklärt, dass einem als kind durch diese ganzen märchen von schönen schlössern und schönen reichen prinzen eine heile welt vorgegaukelt wurde. wir sind aber alle in eienr harten realität und einem abenteuerlcihen leben aufgewachsen. es mußte wie du auch schon beschreibst immer wieder diesen kick geben, was passiert heute schreckliches, peinliches, aufregendes.....
Gute Zeiten schlechte zeiten haben wir 'life' erlebt.
genau wie andere menschen aus anderen kulturen andere werte und vorstellungen haben, so haben wir auch unsere eigenen. das muß man sich erstmal klar machen. ich für meinen teil habe diese dinge sehr stark in kreativität umgesetzt. habe angefangen zu malen, töpfern , musizieren, schreiben, etc. alle anderen vorschläge, die hier genannt wurden finde ich auch sehr gute vorschläge...wandern, natur, meditation. es gibt so viele wege zu dem eigenen ich zugelangen.
was mir aber auch sehr hilft, dass ich auch durch deinen beitrag erfahren habe, dass ich nicht alleine bin und es ja tatsächlcih auch noch andere menschen gibt, die so denken wie ich und sich ungeniert darüber austauschen können. endlich mal nicht eine fassade aufsetzen zu müssen.
sehr oft habe ich in meinem leben gedacht, dass ich nicht so sein kann wie ich bin, weil andere komisch denken. Und habe dann auch nach dem Leben mit meinem alkoholkranken Vater Dinge zu verstecken fortgesetzt.
Nach und nach lernt man aber zu dem zu stehen , was man ist.
ich bin eben nicht in einer bilderbuchfamilie aufgewachsen und dennoch habe ich was aus meinem leben gemacht. und darauf bin ich stolz.
Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Leute , die in ihrer sogenannten heilen welt leben auch nicht unbedingt 'glücklicher' sind, wenn man da mal die möglichkeit hat hinter die kulissen zu schauen.
Diese sogenannte heile Welt und die intakte Familie sind mittlerweilen überhaupt keine erstrebenswerten Ziele für mich.
Für mich ist es viel wichtiger im 'hier und jetzt' glücklcih zu sein, mit dem was ich habe. manchmal habe ich überlegt, was meinen vater wohl dazu getriebn hat sich ständig zu besaufen, so dass er nicht mehr davon loskommen konnte. und wenn ich mir die geschichte meiner eltern so anschaue. meine mutter mit 17 schwanger, mit 18 gehiratet. mit 23 bereits 3 kinder und mein vater hat 700km entfernt gearbeitet. dann einen kredit aufgenommen und ein haus gebaut usw.
Ich meine , dass dieser Druck und diese Verantwortung , eben genau diesen Traum sich eine Bilderbuchwelt zu schaffen einfach zu groß waren.
Dass viele andere Dinge vergessen wurden und genau das möchte ich in meinem Leben nciht nachmachen. Auf der anderen Seite denke ich auch, dass wir sicher neben unserer leidvollen Geschichte auch viel in unserem Leben gelernt haben. Sicher können wir mit vielen für andere katastrophalen Situationen auch ganz anders umgehen. Nur das muß man sich erstmal bewußt machen.
Um aber wieder zurückzukommen auf dein ursprünglcihes Thema von Beziehungen. Ich denke es ist eben aus all diesen unterschiedlcihen Lebenserfahrungen nciht unbedingt einfach einen entsprechenden Partner zu finden, der zu einem paßt. Ist es die Frau, die ein ebenso chaotisches Leben hatte oder die Frau, die die heile Welt kennt, die zu Dir paßt. Und welche gemeinsamen Ziele vefolgt ihr? Bei Frauen , die ein ebenso problematisches Leben geführt haben wie Du ist es zudem noch die Frage, wie sie es verarbeitet hat. Auf jeden Fall ist dieses Leben Dein Leben und hat gewisse Spuren in dir hinterlassen. Wie wird deine zukünftige Parterin damit umgehen können. Auch da gibst sicher keine Patentlösung. Für die eine magst du der 'vertraute' sein, der ähnliches durchgemacht hat . Für die andere möglicherweise der Interessante, Exzentrische, der ohne Ende Geschichten aus seinem Leben erzählen kann, die sie aber niemals wirklich nachempfinden kann und von der du dich möglicherweise nie wirklich verstanden fühlst.
Dummerweise sieht man diese Eigenschaften jemandem niemals an der Nasenspitze an. Und möglicherweise interessiert sich ja plötzlich trotzdem diese Frau für Dich, die Dich zu Anfang noch ablehnte, weil sie doch nach gewisser Zeit gemerkt hat, dass ihr gewisse Gemeinsamkeiten habt???