Beiträge von Frozen Tears

    Hallo Karsten,
    ich habe ja schon geschrieben, dass es mir aus Versehen passiert ist, dass er in dieser Rubrik gelandet ist und ist schon in Ordnung, wo Du ihn hingeschickt hast. Ursprünglcih wollte ich etwas zu einem Text schreiben, wo es um 'Ängste' geht. Ängste haben meiner Meinung nach nciht unbedingt was mit Alkohol zu tun, wie es heir einige geschrieben haben. Dem einen nimmt Alkohol die Angst- bei dem anderen werden sie verstärkt. Daher meine Anmerkung, dass man doch keine 'Patentrezepte' bei 'Ängsten' verteilen kann und sowas ganz anders behandlet werden sollte, unabhängig vom Alkohol. Ob Ängste und Phobien auch bei 'nassen' Alkoholikern therapiert werden können würde ich auch nicht unbedingt ausschließen. Das muß man wohl den Einschätzungen eines Therapeuten überlassen. Vielelicht wird es jetzt deutlicher.

    So nun zur feinen Etikette:
    Wenn man hier auf das Forum stößt kommt man nicht unbedingt auf die Idee , dass es ein Muß ist sich vorzustellen, es sei denn man trifft zufällig selber gereade auf diese Seiten der anderen und findet es auch sinnvoll.
    Wer weiß, ob die überhaupt gelesen werden. Ich selber habe sie beispielsweise erst nach Wochen mal durchstöbert und finde die Möglcihkeit auch gut, wenn man da was reinschreiben möchte. Doch sollte es doch einem selber überlassen sein udn so steht es heir auch geschrieben:
    Du 'kannst' Dich hier vorstellen, und nciht Du sollst, du mußt.....
    Ich persönlichhalte nciht so viel davon und finde die anderen Beiträge interessanter. Für mich hat es auch nichts mit Höflichkeit zu tun, denn so ist diese Rubrik nicht eingerichtet. Dann müßte sie jedem neuen Mitglied beim Einloggen ins Auge springen. Das tut sie aber nicht und ich glaube auch, dass es außer mir auch ne Menge andere Leute gibt, die hier nur so rumlesen. Daher eine Anregung für Dich Karsten: Überleg Dir wie Du die Begrüßungsseite andersgestaltest, so dass sie den Leuten besser ins Auge fällt und 'erwartet' wird dass man da was reintextet.
    Ich bin durchaus ein höflicher Mensch und habe mich hier im Gegensatz zu vielen anderen nicht in meinem Ton vergriffen und ich bin auch nicht hier um mich beleidigen zu lassen. Ganz besonders nicht von Leuten, die selber auch noch sagen, dass sie mich nicht kennen und dann im gleichen Atemzug ein Urteil über mich bilden wollen. Das klingt sehr nach Widerspruch.

    Nur mal so angemerkt:

    Zitat

    redest Du noch mit mir, oder hältst Du mich jetzt auch für frauenfeindlich ?


    Von Frauenfeindlichkeit war nicht die Rede sondern 'Vorurteilen'. Und das meine ich immer noch so.
    Du schreibst, man dreht Dir das Wort im Munde um, und Du machst es selber. Mußt also schon genau lesen, was der einzelne hier schreibt.

    Achso, einmal an Speedy:
    Ich denke, dass Du mich durch meine Beiträge besser kennenlernen kannst, sofern Du es möchtest, als wenn ich jetzt so einen Text hier reinsetze wie:
    Hallo , ich bin die Tina aus München und suche hier für einen Freund ein paar bestimmte Infos über die Alkoholkrankheit.

    Upps, ich glaube hier reden wir alle aneinader vorbei, denn ich habe hier in Bezug auf einen anderen Text was geschrieben und aus Versehen 'Neues Thema' angeklickt. So gibt das jetzt hier zusammenhangslos keinen Sinn. Kann also auch wieder gelöscht werden.

    Was meine Suche hier angeht, habe ich schon sehr schnell am ersten Tag Antworten auf meine Fragen erhalten können, ohne einen eigenen Thread aufmachen zu müssen.
    Damit hat sich für mich das Thema sehr schnell erledigt hier was eigenes zu eröffnen. Da wurde schon alles zu geschrieben, was man wissen müßte. Vielleicht scheint es daher manch einem vorzukommen als geistere ich hier rum.

    Nichts desto Trotz bin ich hier auf interessante Geschichten gestoßen zu denen es mir doch frei steht mich zu äußern???
    Es gibt Dinge, die mich berührt haben, die mich zum Nachdenken anregen.
    Es ist ja meiner Meinung nach auch gut, wenn man sich immer wieder aufs Neue reflektiert.

    Und wie kann es sein, dass jemandem Probleme in den Schoß gelegt werden wollen, wo keine sind? Gibts hier nicht schon genügend Leute mit Problemen?
    Stattdessen sollten sich alle hier für mich freuen, genauso wie ich mich freue, wenn jemand schreibt, dass er seit xxx Monaten nichts mehr trinkt.
    Was hier also einfach so in den Raum geworfen wird, ich bräuchte dringend Hilfe etc. Alles nett gemeint. Danke.
    Wenn ich Hilfe bräuchte hätte ich wohl tatsächlich mein Problem hier formuliert. Aber wie ich schon geschrieben habe - es gibt da nichts im Moment.
    Es gibt doch hier auch genügend andere, die ihre Probleme bewältigt haben und aus ihren Erfahrungen heraus Beiträge schreiben. Wem meine nicht gefallen, der kann einfach drüber weglesen oder seine Kritik dazu äußern ohne jemanden persönlich angreifen zu müssen oder sich im Tonfall zu vergreifen.

    Wie es hier auch schon in einem Beitrag irgendwo ähnlich kritisiert wurde finde ich auch, dass hier teilweise schon ein ganz schön aggressiver angreifender Tonfall herrscht.

    Ich habe hier sicher einiges geschrieben, was der eine oder andere anders sieht oder nicht nachvollziehen kann. Das geht mir genauso. Jeder hat eben seine eigene Lebenserfahrung. Und das macht eine Diskussion für mich aus, jeder muß sich da selber sein Bestes rausziehen. Wäre es nicht so, dann gäbe es wahrscheinlich diese 'Patentrezepte'.

    Ich verstecke mich hier auch nicht- Wozu?-Ganz im Gegenteil- vielleicht bin ich hier teilweise schon zu ehrlich gewesen was mein Leben angeht und mit dem Thema 'Alkohol' direkt auch nur bedingt zu tun hat, auf Dinge eingegangen, die eigentlich meiner Meinung in einen ganz anderen Themenbereich fallen. Vieles vermischt sich offensichtlich oder wird durch Alkohol erst sichtbar.
    Aber da bin ich ganz und gar eurer Meinung, dass es an erster Stelle steht trocken zu werden und dass man nicht alles nur auf den Alkohol schieben kann, sonst wären ja konsequenterweise plötzlich alle anderen Probleme wie weggepustet, wenn man dann plötzlich trocken ist.

    Ich denke auch, dass man das mit der Verantwortung kaum verallgemeinern kann. Es hängt wohl damit zusammen, wie belastbar der einzelne ist und auch wie sehr er 'routinemäßig' Dinge erledigen kann.
    meine Erfahrung ist nämlich, dass alles was anstrengend wird und eine gewisse Konzentration erfordert erstmal vor sich hin geschoben wird.
    So wie ich es zunächst verstanden hatte, dachte ich allerdings, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Verantwortung, die ein Mensch zu tragen hat und dem Risiko dadurch Alkoholiker zu werden. Also Verantwortung quasi als eine von vielen Ursachen des Alkoholismus.
    Das könnte ich mir jetzt eher vorstellen, dass ein Zusammenhang besteht, wenn die Belastung, die man durch die Verantwortung hat einfach zu groß oder zeitweilig zu groß wird und man sich dem nicht mehr gewachsen fühlt?!

    Hi,
    auch ich möchte Dich herzlich willkommen heißen. Auch ich bin in einer Alkfamilie aufgewachsen, zum Glück muß ich jetzt sagen nicht selber dem Alkohol verfallen. Wir sind ja, wenn ich das heir so lese nahe dran.
    Ich hoffe, daß Du die Kraft hast dem Alkohol einen Schlußstrich zu ziehen.
    Das Mitleid Deiner Freunde ist wohl eher ein Zeichen von Ratlosigkeit. Sie würden Dir gerne helfen , aber wissen nicht wie. Wie sollten sie es auch?
    Aber es ist schön, dass Du Freunde hast und wenn DU erstmal den ersten Schritt getan hast, dann geh auf sie zu und sag ihnen was sie für Dich tun können. Sag ihnen was Du vorhast, was Du dafür brauchst, wo sie Dich unterstützen können. Solange es sich nicht um ehemalige Leidensgenossen handelt mit denen Du durch die Kneipen gezogen bist werden Deine Freunde sicher Verständniss für Dich haben. Du mußt ihnen also dabei helfen zu zeigen, wie sie 'Dir ' helfen können. Das kann ja einfach nur moralische Unterstützung sein. Irgendwo, wo Du hingehen kannst, wenn Du meinst, dass es schwierig wird.
    Alkohol hat Dir in Deinem Leben doch eigentlich nur Probleme gemacht, Dir nie geholfen, oder? Ich habe es noch nie gehört, dass Sich bei jemandnen ein Problem gelöst hat, weil er trinkt, sondern ganz im Gegenteil - neue kamen dazu. Und sowas nennt sich 'Genußmittel'.
    Wenn Du Dir das mal vor Augen hälst wird Dir das bestimmt zu Deinem nächsten Schritt weiter helfen. Ein alkoholfreies 2007 wäre doch ein guter Vorsatz zum Jahresbeginn.
    Alles Gute

    Frozen Tears

    Hallo Teaser,
    was Du da als emotionale Vertrautheit bezeichnest tust Du im nächsten Satz wieder mit Verliebtheitsgefühl ab. Ich denke aber dass es zwei verschiedene Dinge sind. Mag aber auch sein, dass dies jeder anders wahrnimmt. Also rede ich jetzt von mir. Ich empfinde das Verliebtsein eher als eine Rausch , bei dem man sein gegenüber hoch in den Himmel hebt, an nichts anderes mehr denkt usw.
    Das andere, was Du beschreibst kann ich mit verschiedenen Menschen haben. Dieses Gefühl, dass man sich vertraut ist, sich versteht ohne Worte zu wechseln, Seelenverwandtschaft. Das gibt es bei Menschen gleichen als auch unterschiedlcihen Geschlechts und kann auch Grundlage einer engen Freundschaft sein. Mit meiner engsten Freundin fühle ich das so, und obwohl sie in eienm anderen Land wohnt als ic und unser Kontakt weniger geworden ist sind wir uns imemr wieder nahe, schon seit vielen Jahren.
    Was ich Dir vorgeschlagen habe, zu Schreiben, Musik, Malen , Meditieren sind sicher die besseren Methoden , um zu Deinem eigenen Ich zu Deinem wahren Selbst zu kommen als an Parfum zu schnuppern. Auch wenn hier einige das als Flucht in Hobbys bezeichnen mögen- es sind Dinge mit denen Du Dich selbst ausdrückst, Deine Gefühle, Deine Gedanken. ich habe nichts gegen Parfum, aber ich sehe den Zusammenhang nicht zwischen dem Wahren Selbst und den Düften.
    In Deinen Werken- es kann ja auch was ganz anderes sein als ich genannt habe kannst Du Dich noch nach Jahren wiedererkennen, Fortschritte sehen die Du gemacht hast -während der Duft längst verflogen ist. Mir hat es schon eine ganze Menge gebracht. So habe ich eine Menge Dinge um mich herum, die Geschichten über mein Leben erzählen, die ich immer wieder mal gerne anschaue oder anhöre etc.
    Die Menschen, die mich besuchen fragen danach, zeigen Interesse und das ist irgendwie ein schönes Gefühl. Wenn Dir beispielsweise jemand sagt, dass das Bild was Du gemalt hast schön oder interessant ist, dann ist es auch eien Schmeichelei für Dein Selbstwertgefühl. Dann hast Du etwas auf dass Du stolz sein kannst, etwas worüber Du eine kleine Geschichte erzählen kannst. Das sind unter anderem Dinge, die Dich für andere Menschen - vielleicht auch Frauen interessant machen. Weil sie Dich ausmachen. Du schreibst zu Anfang ja schon, dass Du eine Menge Tricks auf Lager hast, um Frauen zu überzeugen. Das läßt ja immerhin darauf schließen, dass Du ein kreativer Mensch bist. nur wenn es eher so kleine Zaubertricks sind oder Lügenmärchen dann bist Du bald durchschaut und Dein Gegenüber verliert sein Interesse.
    Was mir auch aufgefallen ist, daß Du ganz schöne Vorurteile gegenüber Frauen hast. Wie kommst Du darauf, daß die Frauen die in Parfumerien gut gekleidet herumlaufen usw. sobald sie ihren Mund aufmachen nichts mehr taugen? Ist nicht jede Frau ein Individuum? Sind Frauen, die sich nicht pflegen intelligenter? Oder ist das nicht wieder ein vorgeschobener Grund um zu kneifen, weil Du meinst, dass Du es nicht Wert bist eine gutaussehende Frau zu haben oder sie Dich eh nicht will ???

    Liebe Paddy,
    ich lese bei Dir eine sehr große Verzweiflung und Schmerz.
    Aber ich denke, besser und ehrlicher als Whitewolf es schon geschrieben hat , kann man es kaum mehr verfassen.
    Ich habe den Eindruck, dass Du Angst hast der Realität ins Auge zu sehen. Angst davor zu hören, was Du eigentlich längst weißt und längst fühlst.
    Man kann wie whitewolf schon sagt niemanden dazu zwingen sich an sich zu binden, jemanden zu lieben. Vielleicht ist Dein Mann zu feige, Dir zu sagen, daß sich seine Gefühle zu Dir geändert haben, vielleicht glaubt er, daß er Dir damit weh tun würde es direkt auszusprechen. Aber schau mal, wie er sich verhält. Manchmal kann man nicht immer nur Worten glauben. Ich will es mal so sagen: Wenn ein Mann sich so verhält wie Deiner und 'das Liebe ist', dann möchte ich nicht geliebt werden.
    Dann würde ich jeden guten Kumpel vorziehen, jede kollegiale freundschaftliche Beziehung.
    Es hört sich schon ein bißchen danach an, daß Du Probleme damit hast loslassen zu können. Somit hat Deine Freundin Recht. Dein Mann kann nicht von seinen Süchten loslassen und Du nicht von ihm. Ganz schön verzwickt. Und überleg mal- wer kann da eigentlich noch wem aus diesem
    Schlammassel heraushelfen? Du kannst ihm nicht helfen, DU hast es ja wie Du sagst schon mehrmals versucht. Und er kann Dir auch nciht helfen, denn er wird sich nicht für Dich verändern wollen ( sosnt hätte er es auch schon gemacht). Du sprichst ja von 7 Jahren Ehe. Das ist doch eine erhebliche Zeit, wo ich denke, daß man sich in- und auswendig kennen müßte.
    Es sieht so für mich aus, als ob Du ein gewisses 'Mitleid' bei ihm erwecken willst, damit er zu Dir kommt und Du dann Liebe erwartest, oder davon träumst, daß es so ist wie es einmal war. Und möglicherweise klappt es auch, daß er dann aus 'Mitleid' oder wegen der Kinder zu Dir kommt, um Dich zu beruhigen ( Du schreibst ja, daß Du hysterisch wirst usw). Aber seien Liebe kannst Du damit nicht zurück gewinnen, sondern Du treibst ihn immer weiter von Dir fort. Liebe ist etwas, was man freiwillig, ohne Zwang jemandem schenkt, auch wenn man einen 'Ehevertrag' unterschrieben hat. Du solltest froh sein, wenn er sich als Vater noch um die Kinder kümmert. Tut er das?

    Hallo Teaser, den Artikel, den Du mir geschickt hast finde ich sehr interessant. Danke schön.
    Ich wollte Dir auch noch ne Menge schreiben, aber hatte gerade Probleme mit meinem PC. Auf jeden Fall freue ich mich immer wieder auf neue Einträge zu Deinem Thema. Mir fallen immer wieder neue Gedanken dazu ein. Auch wenn es für den einen oder anderen eine einfache Patentlösung für Dich zu geben scheint, so sehe ich das doch als eine bizarre Angelegenheit, die man unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten kann.

    Alles Gute
    Frozen Tears

    Josu,
    ich habe diesen Titel 'Gute Zeiten Schlechte Zeiten' nciht wirklcih auf diese Serie bezogen. meinte eigentlich eher damit, dass unsere wahren Geschichten sicherlich auch ein Drehbuch füllen könnten.
    Und wir haben es eben erlebt, haben eben unsere Role dabei gespielt. Ist wohl net ganz so rübergekommen.

    Teaser,
    Deine Idee ist auch net schlecht. Wenns mir mal wieder passiert werd ich's mal versuchen. Bisher erteile ich imme noch meine beste Abfuhr mit der Bemerkung, dass mein Freund der große Türsteher draussen ist.
    Egal, wenn's gar keinen gibt.
    Aber ich sehe auch dass sich bei Dir was getan hat. Nämlcih die Erkenntnis dass zwei sich bemühen sollten ist wohl der richtige Schritt.
    Denk einfach immer dran: Wen Du velierst der/die verliert Dich auch.

    Aber meine letzte Bemerkung ist garnicht mal so abwegig. Wenn Du Dir mal zu Herzen nimmst, was die anderen Damen hier geschrieben haben ( Was Frauen wollen :wink: )
    Hast Du bisher doch immer den hinterherschleichenden vorprogrammierten Looser verkörpert , so kannst Du bei der gleichen Frau mit einem anderen Bewußtsein und damit auch anderem Auftreten und anderer Ausstrahlung ganz anders landen.
    Es gibt auch soetwas wie Liebe auf den zweiten Blick. Als erstes nimmt ja logischerweise erstmal Äußerlcihkeiten wahr und meist verstellen sich Menschen, geben sich nicht so wie sie sind. Darum sagt man ja auch, dass es Zeit braucht, um jemanden wirklich kennenzulernen.
    Es gibt genügend Frauen, denen ein charakterstarker, verständnisvoller Mann lieber ist als ein oberflächlicher Schönling.
    Aber wie dem auch sei, einfach weiter gucken. :shock:

    Also Teaser,
    für mich hast du irgendwie einen so schönen interessanten Schreibstil- wenn Du ein Buch veröffentlichen würdest, ich wäre die erste , die es kaufen und lesen würde. Allein dieser ausdruck 'seelenloser Zombie'.
    so könnte schon der erste buchtitel heißen. und ich scheine da auch nciht alleine mit meiner meinung zu sein, auch andere die deine beiträge lesen schreiben ja schon , dass du einen interessanten klaren schreibstil hast.
    daher mal eine anregung von mir und damit auch ein beitrag zu deinem selbstbewußtsein: Mach was draus!
    auch ich kenne mich in deiner geschichte wieder . auch ich habe erkannt, dass es für mich ncihts langweiligeres und unerfüllenderes gibt, als das normale familienleben. mag sein, weil mir das nie so vorgelebt wurde.
    dass es immer so ein unerreichbarer wunsch war . ich habe mir das bisher immer eher so erklärt, dass einem als kind durch diese ganzen märchen von schönen schlössern und schönen reichen prinzen eine heile welt vorgegaukelt wurde. wir sind aber alle in eienr harten realität und einem abenteuerlcihen leben aufgewachsen. es mußte wie du auch schon beschreibst immer wieder diesen kick geben, was passiert heute schreckliches, peinliches, aufregendes.....
    Gute Zeiten schlechte zeiten haben wir 'life' erlebt.
    genau wie andere menschen aus anderen kulturen andere werte und vorstellungen haben, so haben wir auch unsere eigenen. das muß man sich erstmal klar machen. ich für meinen teil habe diese dinge sehr stark in kreativität umgesetzt. habe angefangen zu malen, töpfern , musizieren, schreiben, etc. alle anderen vorschläge, die hier genannt wurden finde ich auch sehr gute vorschläge...wandern, natur, meditation. es gibt so viele wege zu dem eigenen ich zugelangen.
    was mir aber auch sehr hilft, dass ich auch durch deinen beitrag erfahren habe, dass ich nicht alleine bin und es ja tatsächlcih auch noch andere menschen gibt, die so denken wie ich und sich ungeniert darüber austauschen können. endlich mal nicht eine fassade aufsetzen zu müssen.

    sehr oft habe ich in meinem leben gedacht, dass ich nicht so sein kann wie ich bin, weil andere komisch denken. Und habe dann auch nach dem Leben mit meinem alkoholkranken Vater Dinge zu verstecken fortgesetzt.
    Nach und nach lernt man aber zu dem zu stehen , was man ist.
    ich bin eben nicht in einer bilderbuchfamilie aufgewachsen und dennoch habe ich was aus meinem leben gemacht. und darauf bin ich stolz.

    Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Leute , die in ihrer sogenannten heilen welt leben auch nicht unbedingt 'glücklicher' sind, wenn man da mal die möglichkeit hat hinter die kulissen zu schauen.
    Diese sogenannte heile Welt und die intakte Familie sind mittlerweilen überhaupt keine erstrebenswerten Ziele für mich.

    Für mich ist es viel wichtiger im 'hier und jetzt' glücklcih zu sein, mit dem was ich habe. manchmal habe ich überlegt, was meinen vater wohl dazu getriebn hat sich ständig zu besaufen, so dass er nicht mehr davon loskommen konnte. und wenn ich mir die geschichte meiner eltern so anschaue. meine mutter mit 17 schwanger, mit 18 gehiratet. mit 23 bereits 3 kinder und mein vater hat 700km entfernt gearbeitet. dann einen kredit aufgenommen und ein haus gebaut usw.
    Ich meine , dass dieser Druck und diese Verantwortung , eben genau diesen Traum sich eine Bilderbuchwelt zu schaffen einfach zu groß waren.
    Dass viele andere Dinge vergessen wurden und genau das möchte ich in meinem Leben nciht nachmachen. Auf der anderen Seite denke ich auch, dass wir sicher neben unserer leidvollen Geschichte auch viel in unserem Leben gelernt haben. Sicher können wir mit vielen für andere katastrophalen Situationen auch ganz anders umgehen. Nur das muß man sich erstmal bewußt machen.
    Um aber wieder zurückzukommen auf dein ursprünglcihes Thema von Beziehungen. Ich denke es ist eben aus all diesen unterschiedlcihen Lebenserfahrungen nciht unbedingt einfach einen entsprechenden Partner zu finden, der zu einem paßt. Ist es die Frau, die ein ebenso chaotisches Leben hatte oder die Frau, die die heile Welt kennt, die zu Dir paßt. Und welche gemeinsamen Ziele vefolgt ihr? Bei Frauen , die ein ebenso problematisches Leben geführt haben wie Du ist es zudem noch die Frage, wie sie es verarbeitet hat. Auf jeden Fall ist dieses Leben Dein Leben und hat gewisse Spuren in dir hinterlassen. Wie wird deine zukünftige Parterin damit umgehen können. Auch da gibst sicher keine Patentlösung. Für die eine magst du der 'vertraute' sein, der ähnliches durchgemacht hat . Für die andere möglicherweise der Interessante, Exzentrische, der ohne Ende Geschichten aus seinem Leben erzählen kann, die sie aber niemals wirklich nachempfinden kann und von der du dich möglicherweise nie wirklich verstanden fühlst.
    Dummerweise sieht man diese Eigenschaften jemandem niemals an der Nasenspitze an. Und möglicherweise interessiert sich ja plötzlich trotzdem diese Frau für Dich, die Dich zu Anfang noch ablehnte, weil sie doch nach gewisser Zeit gemerkt hat, dass ihr gewisse Gemeinsamkeiten habt???

    Liebe Aileen,
    es ist wiklich traurig zu hören, dass es mit deinem vater erst soweit kommen mußte. Und ich kann nachvollziehen , dass du eine menge durchgemacht hast. Trotz allem - und das geht vielleicht nur wenigen so- hast du noch die kraft und auch die liebe deinem vater beizustehen. Ich glaube, das kann man nur schaffen, wenn man erkannt hat, dass es sich hier um eine krankheit handelt und nicht um den bösen willen deines vaters. aber auch seinen anderen verwandten solltest du es nciht übel nehmen. sie haben eben versucht den anderen weg zu gehen- ihn zu ignorieren , in der hoffnung dass er so zur vernunft kommen würde. Aber das hat auch nciht geklappt. keiner von euch konnte ihm bisher helfen, du hast dein bestes getan und sie auch. wie du immer wieder liest gibts kaum ne andere möglcihkeit. jetzt ist dein vater an einen punkt gekommen, wo du schon mit deiner hilfe das erste mal einsetzen kannst.
    seine alten kontakte waren ihm sicherlich nie nützlich. die geschichte meines vaters ist glücklciherweise etwas anders verlaufen, er konnte gerade noch sozusagen in letzter minute gerettet werden. auch er war schon gesundheitlcih ein häufchen elend. dadurch, dass er alles 'versoffen' hatte mußten meine eltern zwangsläufig umziehen und das war auch das große glück für ihn, dass er die alten kontakte nicht mehr hatte. was du aus alledem einfach lernen solltest ist zum einen, dass du dir niemals vorwürfe machen solltest, dass du nicht genug getan hast . Und zum anderen solltest du ruhig einbißchen mehr an DICH denken bei der ganzen geschichte. in erster linie soll es dir in deienm leben gut gehen. daher ist es doch wohl nur das beste für auch alle, wenn dein vater in deine nähe kommt. für mich wäre es gar keine frage. ihr beide habt doch nur vorteile davon. undich finde es auch sehr schön von dir, dass du die anderen verwandten auch informiert hast und mobilisiert hast, dass sie sich jetzt um deinen vater kümmern. mein allergrößter rat an dich ist aber: vergiß dich selber nicht.

    Hi,
    Du bist doch mit Deiner Einstellung schon ziemlich weit und konkret. Eigentlich scheinst Du ja genau zu wissen, was zu tun ist , nur dir fehlt das 'wie'. Wenn es nur die Tatsache ist, dass Du finanziell abhängig von ihm bist, dann ist es wohl das kleinste Problem. Es ist nicht schön von ALG2 zu leben, denke ich. Aber doch immer noch besser als von einem alkoholkranken Mann finanziell abhänigig zu sein, der womöglich früher oder später sein ganzes Geld dem Alkohol widmet. Was willst Du dann machen? Also Deine Entscheidung so schnell wie möglcih auf eigenen Beinen zu stehen ist doch super. Dein Kind geht doch sicher bald in den Kindergarten und dann kannst Du selber arbeiten.
    Wenn Du ne tolle Idee hast kannst Du Dich auch selbständig machen. Da bekommt auch ne menge unterstützung, auch als ALG2 Empfänger. Du bist doch jung, mach was aus Deinem Leben.
    Kann auch sein, dass dein Mann Unterhalt für euch bezahlen muß, wenn ihr getrennt lebt. Je nachdem, wieviel er verdient. Also Möglichkeiten hast Du genug. Du solltest Dich auch mal erkundigen, ob Du BAFÖG bekommen würdest, wenn du studierst. Ich glaube aber schon.
    Der Vater wird ja immer Vater deines Kindes bleiben und vielleicht gehts allen besser, wenn ihr getrennt lebt. Mag ja auch sein, dass ihr auch irgendwann mal wieder ein gemeinsames Leben führen könnt. Dafür sollte er aber erstmal trocken werden. Und glaube mir, für Dein Kind ist es am besten so.
    Wünsche Dir weiterhin sehr viel Stärke, Mut und Druchhaltevermögen und dass Du Deinen Vorsatz für das neue Jahr schaffst zu erfüllen.

    Hi,
    es ist schon ziemlcih hart, was Du durchgemacht hast und immer noch machst. Wenn Du aber noch weiter liest in diesem Forum, insbesondere bei den Kindern von Alkoholikern, wirst Du feststellen, dass Du nciht viel für Deine Vater tun kannst. In erster Linie kann er sich nur selber helfen. Immerhin ist er schon zu der Einsicht gekommen, dass er einen Entzug machen muß. Wenn er es zuhause machen will, dann ist es doch auch oka solange er unter ärztlciher Aufsicht bleibt.
    Empfehle seiner freundin doch auch mal sich hier im Forum schlau zu machen. Da sie ja wohl die Bezugsperson für ihn im moment ist, sollte sie schon Bescheid wissen, wie sie selber damit umgehen sollte.

    Auch ich bin ja Tochter eines Alkoholikers und ich aknn dir nur eins raten. Kümmere dich in erster Linie um dich selbst. Pass auf, dass es dir nciht allzu schlecht geht , denn du bist nciht an dem ganzen Schlamassel schuld oder dafür verantwortlcih. Du brauchst dir keien Vorwürfe zu machen. Du bist das Kind- ER ist der VAter. ER sollte sich um DICH gekümmert haben udn nciht umgekehrt. Klingt hart, ist aber so. Natürlcih willst du helfen, und das kannst du auch bis zu einer gewissen Grenze. Wenn dein vater auf dich hört, dann ist es ja sogar gut. Vielleicht kansnt du ja mal mit ihm zusammen zum Arzt gehen, wenn er einverstanden ist. Wenn du ihn ein bißcehn unter druck setzen kannst , ist es auch gut. Das geht aber bei einem Eltern/ Kind Verhältnis meistens nicht so gut, weil sich Eltern selten was von ihren Kindern vorschreiben lassen und die Notwendigkeit nicht sehen. Seine Freundin und Du ihr müßtet Euch einigen, wie ihr mit ihm umgehen wollt und dann auch konsequent bleiben.
    Ihr müßt ihm klar machen, dass ihr ihm nur solange beisteht, wie er sich auch selber ernst nimmt. Es hilft ihm nichts, wenn ihr ihn nur bemitleidet, das tut er sicher selber schon genug. Wenn er sich gegenüber keine Härte und Disziplin zeigt, dann solltet ihr ihm das vorleben statt ihn mit Seidenhandschuhen anzufassen.

    Ich habe eure Threads hier mal alle durchgelesen und mir ist aufgefallen, dass hier sehr schnell Dinge verallgemeinert werden. Obwohl man doch klar sieht, dass es bei dem einen so, dem anderen so ist .
    Manchmal habe ich den Eindruck, dass hier Leute nach einem Patentrezept suchen und alle Probleme des Lebens ( eines Alkoholikers) auf den Alkohol geschoben werden. ich meine , dass das nciht unbedingt richtig ist. So kann man sich sicher nciht weiter helfen.
    Wenn man Angst hat vor anderen Menschen, so muß das nciht in erster Linie mit dem Alkohol zu tun haben, auch nciht als Begleiterscheinung.
    Sogar könnte der Alkoholkonsum so begonnen haben, gerade um diese Angst zu überwinden. So nach dem Motto: Alkohol macht locker. Und ich meine , dass in diesem Falle und vielelciht auch bei vielen andeen die irgendwelche pschosomatischen Probleme haben in erster Linie auf diese Dinge eingegangen werden sollte. Ich glaube nur dann kann ein Entzug sinnvoll sein. Sonst läuft man doch Gefahr , dass man einen Entzug macht und darauf hofft, dass alle anderen Probleme automatisch verschwinden. Und dann ist ein Rückfall wohl schon vorprogrammiert. Klar, die Trockenheit ist wichtig. Aber die Ursachen des Alkoholkonsums sind es ebenso. Oder was meint ihr?

    Hallo , herzlich willkommen,
    hier im Forum gibt es ja jetzt seit kurzem eine neue Rubrik fü Kinder von Alkoholikern und ich denke, darin zu lesen kann Dir auf jeden Fall einiges bringen. Da diese Rubrik noch realtiv neu ist findet man auch eingie interessante Sachen von älteren Beiträgen bei den Co-Alkoholikern, obwohl die Problemtik der Co's doch etwas anders liegt aus meiner Sicht.
    Aber mag sein, dass das jeder anders empfindet.
    Ich kann mich jedenfalls eher in den Seiten der erwachsenen Kinder von Alkoholikern wiederfinden.

    Hallo Flußpferd,
    ich finde es gut, dass du so offen alles schreibst. Wer mag schon zugeben, dass man einfach so oft weinen muß und doch geht es vielen so. Weinen befreit ja auch. Endlich kannst Du mal deinen Gefühlen freien Lauf lassen. Irgendwann wird diese Phase vorüber sein und Du kannst vielleicht mehr in Worte fassen. Ich glaube, dass kaum einer die Chance hatte durch eigene Einsicht in so einer Situation aufhören konnte zu trinken. Du hast Dir damit auf jeden Fall noch viel mehr Leid erspart und ich hoffe für Dich dass du dabei bleibst.
    Gibt es denn bestimmte Gedanken oder Gefühle, Wünsche oder Ängste, die Dich zum Weinen bringen und über die Du uns mal berichten magst?

    hmmmmm, was ist Dir denn eigentlich jetzt bei der Sache so schwer gefallen, wo Du doch selber sagst, dass es nur ein 'Spielchen' war?
    Jetzt, wo Du doch allmählich Dich selber anfängst zu durchschauen solltest Du doch eigentlcih froh sein, dass Du den Schritt gemacht hast und Dir nicht weiterhin diese Blöße geben mußt.
    Weißt Du, ich kenne ja diese Dinge genau aus der anderen Position und ich muß sagen, dass ich mich selber manchmal richtig für diejenige Person schäme oder es mir so peinlich für mein Gegenüber ist, dass er sich so quasi erniedrigen läßt. So empfinde ich es jedenfalls, wenn ich mich in dieser Rolle vorstelle. Das wäre für mich als würde ich total mein gesicht verlieren, total splitternackt vor jemandem stehe. Ja und genau wie DU es sagst, es ist so dass sich jemand ob ich es will oder nicht zu meinem Spielzeug machen will. Und diese Freundlichkeit , diese Nachgiebigkeit, die ich dann auchhin und wieder mal zulasse rührt dann eher aus Mitleid, um diese makabre Situation zu entschärfen, aber nie aus wahrem Interesse. Manchmal sag ich mir schon, dass die Person ja echt mutig ist so penetrant ein Register nach dem anderen zu ziehen und trotz aller Ablehnung immer ncoh am Ball bleibt. Manchmal wird owas auch echt ein bißchen amüsant, denn der Einfallsreichtum solcher Männer ist manchmal nicht ohne.
    Ich frage mich dann aber auch zum Beispiel, warum ich dann gerade solche Männer anziehe. Frage mich, ob ich es vielleicht nicht richtig rüberbringe, dass ich kein Interesse habe, sende ich dann selber irgendwelche mißverständlcihen Signale aus?
    Witzigerweise geht es meiner schwester noch krasser in dieser Hinsicht. Obwohl sie deutlich mitteilt und auch nicht einmal diplomatisch ist wie ich , sondern schon ziemlcih direkt ohne Rücksicht auf Verluste sozusagen, flippen die Männer total aus. Sie reagieren schon sogar ein wenig krankhaft, irre. Männer, die an sich total normal auf mich wirkten. Männer, die von ihren Vorgängern gehört haben und meinten: Das kann mir nie passieren. Sie belästigen sie regelrecht, bombadieren sie mit sms, rufen auf der Arbeitsstelle an, schmeißen sich vors Auto, schreiben endlose Liebesbriefe, brechen in Tränen aus und noch viel schlimmere achen, die ich hier garnicht öffentlich schreiben mag.
    Manchmal wirkt es dann so als ob sie total eiskalt ist. Aber so ist es nicht, ganz im Gegenteil. Und dennoch passiert es.
    Daher finde ich es echt mal interessant alles aus der Perspektive eines Mannes begreifen zu können.

    Okay, jetzt hast Du das Spielchen schweren Herzens beendet- und wie hat sie reagiert?????

    ich denke auch, da ist was wahres dran, was Teaser schriebt. Diese ganze Energie , die dabei drauf geht ist schon beachtlcih. Auserdem hat dein Kind ja auch ne Nase. Glaubst Du sie hat es nie gerochen?
    Sicher hat sie in dem Alter ihren Vater erstmal so als normal hingenommen, aber ist das nciht schon traurig. Ich hoffe für euch, dass dein mann es schafft und er trocken bleibt. wenn nciht kanni ch dir nur raten dich zu trennen. Oder aber um das risiko garnciht erst einzugehen schonmal in getrennten wohungen leben und die beziehung dann eben mit etwas distanz fortführen. Jedenfalls ist es deine aufgabe dein kind zu schützen, vergiß das nie. dein mann ist krank, von ihm kannst du nichts erwarten, und du bist mit dieser verantwortung alleine. Bau lieber nicht auf irgendwelche falsche hoffnungen, auch wenn er erstmal wieder trocken ist. ein rückfall ist jederzeit denkbar und du solltest jederzeit drauf vorbereitet sein und so unabhängig wie möglcih von ihm sein, besonders finanziell. so dass du im zweifelsfall jederzeit auch abhauen könntest und dein eigenes leben leben kannst. denn das ist ja oftmals der grund woran es co- alkoholikern scheitern ihr eigenes leben in den griff zu kriegen.