Beiträge von Frozen Tears

    Ich bin EKA und habe hin und wieder auch schon einen Rausch gehabt. Hin und wieder auch mal die Sehnsucht nach einem Rausch verspürt.
    Zunächst muß ich mal sagen, dass die wirkungen unterschiedlichstem alkohol auch einen anderen Rasuchzustand bewirkt haben. Bei dem einen kam der langsame sich hinziehende Rauschzustand. Bei härteren Sachen der schnelle Absturz.
    Nie kam es bei mir zum Kontrollverlust, obwohl ich sicher dafür prädestiniert bin. Heutzutage trinke ich serh sehr selten und wenn sehr sehr wenig.

    Sehnsucht nach einem Rausch kenne ich nur, wenn in meinem Kopf Gedanken kreisen und mich belasten. Wenn ich die nicht mehr stoppen konnte habe ich mir diesen Rausch gewünscht. Sehnsucht braucht man ja in der Tat nicht haben, denn man kann dies ja sehr schnell umsetzen.

    Heute kenne ich andere Wege mich in einen Zustand zu versetzen, wo ich feiern kann, lustig sein kann, Probleme bewältigen kann, Gedanken stoppen kann. Alkohol als Hilfsmittel brauche ich nicht.

    Einen Rauschartigen Zustand kann ich mir durch alle möglichen Gefühlswallungen verschaffen, das reicht mir.
    Da ich mich aber auch als abhängigkeitsgefährdet sehe habe ich auch ein Auge drauf, dass ich nicht zu viel, zu oft trinke. Dass ich nciht trinke, wenn ich schlecht drauf bin. Da sehe ich die größte Gefahr für mich. Das ist wie gesagt die einzige Situation, wo ich mich nach einem Rausch 'sehne'. Zum Glück passiert das äusserst selten und ich gebe dann dieser 'Sehnsucht' , wenn man es so nennen kann- heutzutage bewußt eher nicht nach, um garnicht erst in eine Abhängigkeit zu geraten.

    Hallo ihr Lieben,
    Ich kenne es auch nur zu gut, diese plagenden Gedankenmühlen, die immer wieder das gleiche durch meinen Kopf schieben und nichts dabei raus kommt. Daher ziehe ich es vor sie als Hamsterräder zu bezeichnen.
    Zuerstmal versuchen die Rolle des Beobachters einzunehmen ist schonmal ganz hilfreich. Auch ich greife dann gerne Mal zum Blatt Papier und schreibe mir alles von der Seele. Wenns aufgeschrieben ist brauche ich es ja auch wirklich nicht noch einmal zu durchdenken.
    Mit der exeltabelle ist auch ne gute Idee.
    Aber noch besser die von OF. Probier ich auch mal aus.

    Habe aber auch mal nen sehr nützlichen Tipp bekommen: Nimm Dich ernst und räume dir eine gewisse zeit des Tages zum Grübeln ein. Zum Beispiel eine halbe Stunde von 21:30 bis 22:00. Dann wird vertagt. die gedanken sozusagen erstmal beiseite schieben. Das funktioniert.

    Dann habe ich mir selber für den Fall der Fälle einen Text zum Lesen vorbereitet, denn die gedankenmühle kreist sich bei mir meist um die gleichen Themen.

    Dann habe ich eingesehen, dass ich nicht all Dinge auf einmal angehen kann. Also fertige ich eine Checkliste an. Wähle eine Reihenfolge aus, was mir am wichtigsten und am akutesten ist. Das andere muß warten. Dann versuche ich an der ersten Sache zu arbeiten. Ich neige dazu immer dinge gleichzeitig bewältigen zu wollen und drehe dann daran ab.

    So zwinge ich mich also selber meine Checkliste einzuhalten und fahre ganz gut damit. Wenns mal nicht so kommt wies kommen soll geht die welt auch nicht zu Grunde habe ich festgestellt. Oft sind es tatsächlich auchnur die Gedanken, die alles dramatisieren.

    Ich mache mir immer wieder bewußt, dass man auf dieser Welt auch mit weniger auskommen kann als man glaubt.
    Ohne Partner hat man seine Ruhe, seine Freiheit.
    Ohne Geld hat man wenig zu verlieren.
    Oftmals ist weniger mehr.
    Weniger Sachen in der Wohnung brauch man auch nicht viel aufräumen.
    Ärger kann man oft auch einfach ausweichen.
    usw

    Also hinterfrage ich auch meine Gedanken. Macht es überhaupt so viel sinn sich über gewisse dinge so viel Gedanken zu machen. Raubt es mir nciht einfach nur meine Energie? Das tut es in der Tat meistens.
    Es raubt mir die Energie und verschafft mir dazu noch schlechte Gefühle.
    Aber ich selber habe es in der Hand diese zu verändern.
    Aber dazu muß ich auch irgendetwas in meinem Leben verändern.
    sosnt bleibt alles beim Alten und das Karrussell dreht sich wieter.

    Sicher gibt es keine Pauschaltipps, hängt ja eben auch davon ab 'worum' sich die Gedanken im konkreten Fall drehen.

    Hallo Hartmut,
    ich verstehe jetzt gerade nicht den Zusammenhang, warum Du das Ayki geschrieben hast.

    Dass das alles seine zeit braucht finde ich nicht verwerflich.
    Aykii hat ja immerhin schon wesentliche Schritte getan. Räumliche Trennung, Scheidung. Das ist doch schonmal was. besonders mit Kindern muß man sowas schon zweimal überlegen. Klar ist es einfacher, wenn man als Singe einfach seine Sachen packt und geht, wenn man in der gleichen Situation steckt.

    Das Problem ist doch nun, dass man mit dem Vater seiner Kinder immer irgendwas zu tun haben wird, egal ob er jetzt nass oder trocken ist.
    Die bekloppten Ideen, die einem Süchtigen in den Kopf kommen kann man nicht kontrollieren und man hat keinen Einfluss drauf.
    Selbst wenn man alle rechtlichen Schritte ausgekostet hat kann man noch Ärger haben. Gerade eben hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin in ähnlicher Situation, wo der Vater einfach unangemeldet sein Kind von der Schule abholen wollte, sich nie an Termine hält, obwohl das schon mit Jugendamt usw abgesprochen wurde. Man weiß doch bei einem Süchtigen ne was als nächstes kommt. Sollen die Kinder bei ihm schlafen, kann er mitten in der Nacht kommen und sie zurück bringen. Vielleicht vergißt er einzukaufen. Oder er verspricht den Kindern was großes, was er sich nie im Leben leisten könnte, nur um gut da zu stehen. Sie sind einfach unberechenbar. Damit auf Dauer fertig zu werden ist in der Tat nicht einfach. Zumal man ja nie konkret weiß, was da als nächstes auf ein zukommt.
    In einer Beziehung kann man demjenigen raten sich zu trennen. Doch was , wenn man nur noch den elterlichen Umgang hat. Das zeigt auch mal wieder wie sehr doch Kinder die Leidtragenden sind.
    Ein Vater ist imemr ein Vater. Ein Leben lang.
    Einen Partner kann man verlassen, vergessen. Das ist nicht so ohne weiteres vergleichbar.
    Ich denke das Aykii da mit Recht schreibt, dass das Zeit braucht. Hier geht es ja nicht mehr um einen Tiefpunkt, sondern um eine Umgangsform für die Kinder zu finden, die ihnen nicht schadet.
    Ich möchte da nicht in Aykis Haut stecken.

    Ich würde mir vielleicht wünschen, dass er wieder eine Beziehung mit einer vernünftigen Partnerin hat, die da auch ein Auge drauf hat oder drauf hoffen, dass er das interesse von alleine verliert, überall mitmischen zu wollen. Einerseits ist es ja aber auch gut, wenn der Vater Interesse zeigt. Aber die Umsetzung, dieses Unvernünftige, was aus der Sucht resultiert ist unzumutbar.

    Bist Du für Dich selber klar, wo Du ihm Mitspracherecht einräumen möchtest oder wo Du alles selber entscheiden willst ( was ja am einfachsten wäre)? Habt ihr ein gemeinsames Sorgerecht?

    Was ich vorher geschrieben hatte, dass Du ihm vielleicht noch viel Mitsprachrecht einräumst, so als ob er kein Süchtiger wäre, denke ich, ist möglicherwiese nicht der richitge Weg.
    Auch wenn er sich mal zusammen reißt und er hier und da mal nüchtern erscheint ist er dennoch stets ein nasser Alkoholiker, der ohne Alkohol plötzliche Anwandlungen kriegen kann, entzugserscheinungen mit komischen Launen und Verstimmungen. Wenn er dann plötzlich Lust hat zum Sportverein zu rennen dann hast Du da keinen Einfluss drauf.
    Solange er nass ist werden da in Zukunft sicher noch viele solcher Entgleisungen kommen. Du und Deine Kinder werdet Euch dannn imemr wieder über ihn ärgern müssen. Mildern kann man diesen Ärger wohl nur, indem man sich immer wieder klar macht, dass dieser Mann ja nicht Herr seiner Sinne ist. Keine Ahnung , ob man sich emotional jemals so distanzieren kann, dass man das alles ganz locker sieht und sich garnicht mehr ärgert. Besonders Kinder sind da ja sehr sensibel.
    Ich als Kind hatte den Wunsch mich davon zu distanzieren. Ich habe mich zurück gezogen so weit es ging. Auch mit den Auseinandersetzungen meienr Eltern wollte ich am liebsten nichts wissen, weil es einfach immer wieder weh tat. leider war die Realität eine andere und man bekam doch mehr mit als man es als Kind sollte. Und das belastet natürlich.
    Daher würde ich sagen, dass der Umgang mit dem Vater an sich nicht so wichitg ist, solange er nass ist, und solange es immer wieder Differenzen gibt, die die Kinder belasten. Ich würde auch die Kinder weitgehendst vom Vater distanzieren. Ich kann mir vorstellen, dass Du es gut meinst und wenigstens den Kindern noch etwas erhalten willst. Sicher willst Du auch nichts falsch machen. Aber so wie Du es beschreibst überschreitet er da doch Grenzen, vermutlich aus irgendeiner Laune heraus. Um sich wichtig zu machen, weil er nicht genügend Beachtung bekommt oder so?
    Provokation weil Du ihn verlassen hast? Er braucht wohl ganz klare Grenzen. Und ich weiß, das man dafür in der Tat sehr viel Kraft braucht, um diese durchzusetzen und auch durchzuhalten.

    Liebe Ayki,
    dass Du immer noch hier bist und Du Dich imemr wieder über diesen Mann ärgern mußt zeigt ja auch, wie schlimm diese Alkoholabhängigkeit ist. jettz sind es schon Jahre und Dein Exmann ist immer noch nass.
    Früher warst Du so voller Hoffnung und hast so dafür gekämpft, dass Er trocken wird, dass eure Ehe gerettet wird.

    Jetzt kämpst Du nur noch dafür, dass Deine Kinder noch etwas von ihrem Vater haben und er Dich in Ruhe läßt. Selbst das klappt nicht richtig und Du mußt Dich ärgern. ich denke, dass Du damit nicht alleine bist.
    Da Du Kinder hast mit diesem Mann wirst Du immer irgendwelche Berühringspunkte haben. Andere, die sich getrennt haben, haben es sicher einfacher ein komplett neues Leben anzufangen. Ein wenig tust Du mir leid dafür, denn es ist ja nie Deine Absicht gewesen und auch nicht Deine Schuld, dass es so gekommen ist.

    Ich weiß ja, wie es ist mit einem Alkoholiker. Du darst einfach keine Erwartungen haben. Die Krankheit, wenn sie nicht gestoppt wird, wird ja immer schlimmer, greift ja leider auch das Hirn an.
    Absurde Gedankengänge können da entstehen.
    Immer wenn ich bei Dir lese hört es sich für mich an, als ob Du über eine 'normalen' mesnchen schreibst, über den Du DIch einfach ärgerst. So wie es ja auch bei anderen 'normalen' trennungen oft vorkommt. Aber noch dazuhast Du es mit einem kranken zu tun. Deshalb solltst Du auch imemr Deine Kinder shcützen udn es nciht ihnen überlassen etwas mit ihrem Vater auszumachen. Denn wenn etwas nicht klappt dann sind sie enttäuscht. Erkläre ihnen einfach, dass es normal ist bei ideser Krankehit dass eigentlich nichts klappt. Das ist realistischer. Und wenn dann doch was gut läuft können sie sich umso mehr freuen. Kinder sind da ja auch sehr leicht verletzlich.

    jedenfalls kostet die ganze Sache sehr viel Kraft und das wünsche ich Dir und Deine Kindern, dass ihr das alles so gut durchsteht und eine Lösung auf Dauer findet. Ich würde ihn keine wesentlichen Dinge mitbestimmen lassen, solange er nass ist.

    Hallo Gollum,
    so ist es eben. Ein Alkoholiker hat immer seine zeit Seiten. Er/sie kann ein liebevoller toller mensch sein, aber auf der anderen seite druch seine Sucht unerträglich.

    Deine Frau scheint noch nicht so weit zu sein, dass es ihr richitg schlecht geht und sie sich in therapie begeben will. Da hilfts auch nciht , wenn du sie unter Druck setzt.

    Du könntest Dich doch aber erstmal offiziell trennen. Dann könnte sie sich ihre wohung suchen und ihr Leben gestalten wie sie es möchte. Wenn sie nüchternist kann sie zu Dir kommen und ihr könnt kochen usw.

    Auch wenn du darunter leidest und es dir nciht paßt o hast du nciht das recht ihr vorzuschrieben wann und ob sie eine Therapie macht. Du bist für dich verantwortlich und du kannst gehen, kannst ihr sagen zu gehen.

    Solange sie von dir finanziell unterstützt wird geht es ihr ja gut. Wenn sie eine eigene Wohnung hat, vielleicht Sozialhilfe beantragen muß usw hat sie eine Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Da hat sie eine größere Chance schneller an den Tiefpunkt zu geraten, den ein Süchtiger braucht um auszusteigen.

    Du mußt sehr hart sein, wenn DU einen Süchtigen an Deiner Seite hast. lernen Nein zu sagen, wo Du es normalerweise nicht tun würdest, wo Du dann auch beschimpft oder unter Druck gesetzt wirst. Aber nur diese Härte führt zum Ziel.
    Du mußt vor allem eines vor Augen haben: DU hast keien SCHULD. Weder dass sie trinkt noch dessen Folgen. Süchtige versuchen gerne, einen anderen dafür verantwortlich zu machen und Mitleid zu erwecken, ziehen alle Register um Dich weich und nachgiebig zu stimmen, dort wo es ihnen recht und nützlich ist. Da darfst du nicht drauf reinfallen. Das sind die sogenanten Co-Knöpfe udn da gibt es viele.
    ich rate Dir als erstes dich damit auseinander zu setzen. Ich denke, das ist fasrt so, als müßtest du eine neue Fremdsprache lernen. sicher anstrengend für dich, aber hilfreich. Denn je mehr du einen Süchtigen durchschaust um so weniger kann er dich gefühlsmäßig verletzen. Und das scheinen alle gleichermaßen zu versuchen, um ihre sucht so angenehm wie möglich ausleben zu können.

    Es geht auch nciht darum, sich zu einigen nur am wochenende oder an drei Tagen in der Woche. ist die Sucht da , dann auch wenn es nur alle drei Monate ist. Dann ist besser so viel und so oft wie möglich, damit der absolute Absturz bald folgt. Hart aber wahr.

    Nur sei dir bewußt, dass das in deinem fall u.U. noch viele Jahre dauern kann. Es ist ein schleichernder Prozess.

    Ich würde darauf bestehen, dass sich Deine Frau eine Arbeit und eine Wohnung sucht solange sie trinken will. Sichere Dich ab, dass Du für ihre Schulden nicht aufkommen mußt.
    Man muß ja nicht gleich an Scheidung denken.

    Hallo,
    ich glaube, da ist etwas ganz eigenartiges im Wesen der Sucht, was man erstmal verstehen muß, wenn es überhaupt geht.
    Grundsätzlich muß man davon ausgehen, dass ja jeder Mensch sich selbst schädigen dürfen soll, wie er es will. sich vollstopfen mit Süßigkeiten, mit Alkohol, mit Nikotin. Der einzige Unterschied ist, dass das eine einen anderen Menschen in Mitleidenschaft ziehen kann, das andere nicht.

    Wann und ob aber jemand damit aufhören will ist seine Sache. Der Raucher muß sich einen andere Raum suchen. Der Nichtraucher sollte dem Raucher aus dem wege gehen. Auch so mit dem Alkoholiker, der andere Menschen 'nervt', wie auch immer.

    Wenn Du nun fragst, ob der Alkoholiker süchitg ist, aufhören will, trocken blieben will dann ist das seine Sache, wie er darüber denkt. Denn ER MUß und SOLL nicht für DICH aufhören. Er soll es für sich tun. er sieht es nicht als konkurrenz zu seienr Beziehung, also entweder oder.
    Erst indem Du darunter leidest entsteht ja diese Situation.
    Das mußt Du ganz klar sehen. Er kann beides, Du nicht.

    Das heißt im Klartext: nicht ER muß sich entscheiden, sondern Du. Nämlich ob Du das Leben mit ienem Alkoholiker teilen möchtest oder nciht. Und das hat überhaupt nichts mit Liebe zu tun. Du mußt nur entscheiden, ob Du wieterhin in Mitleidenschaft gezogen werden willst oder nicht. Du kannst versuchen alles an Dir abprallen zu lassen. Aber das wirst Du vermutlich nicht schaffen. und so hat die Therapeutin auch recht. Der Alkohiker muß nicht therapiert werden solnage er nicht will, solange es ihm gut geht. Diejenige , die leidet bist Du, also brauchst Du die Therapie in erster Linie, hier und jetzt. Wenn er sich nur zum Spaß in Therapie befindet, dann ist das seine Sache. Wenn er weiter trinken willl dann soll ers. Sein leben, seine Gesundheit. Du kannst ihn ja dennoch als Mensch weiter lieben. Du kannst ausziehen und ihn besuchen, wenn er nüchtern sit. Es ist eben keine Entscheidung der Liebe, sondern der Auswirkungen des Alkohols.

    Und wenn er Dir sagt, dass er weiter trinken will, dann vielleicht , weil er nicht will, dass du dich da einmischt, dass er sich nicht bevormunden lassen will, dass es einzig allein seine Sache ist usw.

    Ich möchte hier keine Alkoholiker verteidigen. Ichbin Kind eines Alkoholikers. Und ich wäre, hätte ich gekonnt, sofort gegangen. Und nciht, weil ich meinen Vater nicht mehr als Vater liebte. Obwohl er zu eine Monster mutiert war. Ich wollte so nicht leben. Es war gefährlich, peinlich, demütigend etc. Sowas muß man sich nicht antun. Und das Resultat: ich bin jetzt hier angemeldet. Mein Vater hat eine Therapie gemacht. Ihm geht es jetzt gut. Er hat nie wieder getrunken.
    Meine Geschwister und ich haben schon harte Folgen des Alkoholismus davon etragen, die wir aufarbeiten müssen.

    Hallo liebe Leute,
    ich muß sagen, dass ihr wirklich mal den Thread von Paddy lesen solltet, der im Grunde das gleiche Thema behandelt.
    Den Link hat sie ja schon hier reingestellt.
    Da sind so viele Einträge und so viel Aha_erlebnisse. Ich glaube besser kann man es nicht lesen und irgendwie ist da alles schon drin gesagt.
    Im Grunde muß man wirklich unterscheiden zwischen Liebe und Beziehung. Wenn eine Beziehung nicht mehr funktioniert dann liegt es nicht unbedingt daran, dass keine Liebe mehr da ist. Wer einen Menschen liebt, der sollte ihn so akzeptieren wie er ist. Mit anderen Dingen ist das auch so. Verändert man sie sind sie nicht mehr das was sie mal waren. Und dann kann es passieren, dass dann die Liebe sogar verschwindet.

    Liebe Ayki,
    ein ständiges auf und ab lese ich aus Deinen Zeilen.
    Was mich bei Dir wundert ist, dass Du schon sehr lange hier im Forum schreibst, liest, eine lange Geschichte durchgemacht hast und dennoch immer noch nicht verstanden hast, dass Dein Exmann alkoholkrank ist mit all dessen Facetten. Ein Alkoholiker ist, wenn e r nass ist immer nass. Wenn er mal nichts getrunken hat, zum Beispiel während der zwei Tage Kinderbetreuung reißt er sich zusammen. Der Alkohol ruft eine Wesensveränderung hervor. Es kommt immer wieder zu den Dir doch eigentlich längst bekannten Beschimpfungen, Beleidigungen etc.
    All das hast Du ja schon durchgemacht. Auch wenne r mal nette Phasen hat, wo er sich zusammen reißt - er hats nicht unter Kontrolle. Du kannst keine Abmachungen mit einem Kranken machen, wenn es der Krankheit im Wesen widerspricht. alles was Du schreibst ist so, als ob Du über einen gesunden Menschen oder einen trockenen Menschen schreibst. Der Kopf eines Süchtigen ist sehr trickreich und sie verfügen über große schauspielerische Fähigkeiten, die aber nicht von Beständigkeit sind. Sie dienen immer nur dazu die Sucht zu befriedigen und das Leben angenehm wie möglich zu machen.
    Er hat offenbar seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht und eiert herum mit seinen Therapien. Dann lass ihn. Immer noch hast Du da keinen Einfluss. Für ihn hat sich nicht viel verändert. Für Dich schon, wie es aussieht. Du hast eine neue Beziehung mit der Du glücklich bist.
    Aber was Deine Coabhängigkeit betrifft- die ist nicht einfach so weg mit der Trennung und einem neuen Partner.
    Normalerweise solltest Du die Kinder nicht einmal einem nassen Alkoholiker überlassen. Denn Du hast keine Kontrolle darüber, ob er nicht doch mal trinken muß. Auch wenns bis heute gut ging. Auch wenn er immer Trinkpausen macht, wenn die Kinder da sind könnte es zu plötzlichen Entzugserscheinungen kommen. Ich würde das nicht verantworten. Ich denke, den wesentlichsten Fehler den Du gemacht hast ist der, dass Du nicht konsequent warst. Du hast erkannt, gelitten, Dich getrennt usw. Alles Dinge, mit denen Du Dich und Deine Kinder gerettet hast. Aber auf seiner Seite ist nicht all zu viel passiert. Statt lustig zusammen zu lachen solltest Du ihm klipp und klar sagen, dass das mit den Kindern auf Dauer nichts wird solange er nass ist.

    Zitat von Rhein


    "muss ich ihn denn total aufgeben um ihm nicht zu schaden? " verstehe ich nicht. Bist Du hier als Co Abhängige oder als Angehörige, die Ihren Partner retten will und nach dem Zauberstab dafür sucht?
    Rhein

    Das ist wohl genau das, was die Coabhängigkeit ausmacht.
    Den Partner retten wollen mit einem Zauberstab!

    Die Heilung besteht darin, dass man erkennt, dass man keinen Zauberstab besitzt und es auch keine Zauberformel gibt.

    Im Grunde wirst Du das ja auch schon wissen, denn Du bist ja schonmal zu der erkenntis gekommen, dass eine Trennung etwas bewirken kann. Sicher ist das auch eine unbequeme Sache. Umstellung ist gefordert.

    Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Krankheit. Sie kann immer wieder ausbrechen. Grundsätzlich mußt Du Dir also überlgen ob Du bereit bist ständige Ups und Downs mitzuleben.

    Wenn Du klare Zeichen setzt, dass Du nicht bereit bist mit dem Alkohol zu leben...... immer wieder und mit allen Konsequenzen.... dann wird es in DEINEM Leben keine Alkohol mehr geben.

    Hmmm.
    Hier wird vorausgesetzt, dass eine Sucht keine 'Normalen' Menschen betreffen kann. Ich denke, dass man als 'Normaler'- was oder wer ist das schon- einfach so in eine Sucht hineinschlittern kann, ebenso in eine Beziehung mit einem Süchtigen, wo man automatisch versucht zu helfen und dann aus dem Helfen nicht mehr rauskommt, weil das Helfen ja logischwerweise nichts bringt. allein aus dieser Erkennstnis heraus ist es logisch wie man in die Coabhängigkeit schlittert fällt mir gerade auf.
    Seinem Partner helfen wollen finde ich ne ganz normale Sache, auch mal für ihn zu lügen, ihn zu decken, wenner was flasch gemacht ist. Das ist Loyalität.
    'Normalerweise' verläuft es doch dann so, dass der Partner Die dankbar ist, sich vielelciht uach mal revanchiert. Ein geben und ein Nehmen. So sollte doch eine 'normale' bzw gesunde Beziehung funktionieren. Wenn Du dem Süchtigen hilfst, weißt Du in dem Moment noch nicht, dass Du da eine Sucht/ Krankheit/ Abhängigkeit förderst. In Deinem Kopf schwirrt Dir anfangs herum, dass es doch jetz mal endlich funktionieren muß. Der Partner müßte doch jetzt mal mit seinem Geld umgehen können, er müßte doch seine Pflichten ernst nehmen, merken dass das übermäßige Trinken ihm nicht gut tut. Eine Denken doch ertsmal, was von einem normalen denken ausgeht.
    Auch der Trinkende ist zunächst normal. Dann trinkt man einen oder auch mal zwei, spürt die positiven effekte wie Lockerheit, Gelassenheit, Partylaune. Andere trinken ja auch. Man hat gemeinsame gute Stimmung. Wenn man es dann immer öfter macht, oder zur Lösung von Probleme einsetzt oder warum auch imemr gewöhnt sich der Körper dran. Man verliert die Konrolle. Es wird getrunken.
    jetzt gilt man nicht mehr als 'normal'. Man könnte sagen, dass das unnormale der Kontrollverlust ist. Eben deswegen kann der nomale aufhören, wann er will. Der Süchtige nicht. Das ist doch das eigentliche Wesen der Sucht an sich, der Unterschied zur 'Normalität'. Damit stellt sich garnicht die Frage, warum kann ich das nciht. die Antwort ist doch schon: weil ich süchtig bin. Bezogen auf die Coabhänigkeit ist es ebenso. Man beginnt zu helfen mit einer Erwartung, die in der regel, in der Normalität ja auch erfüllt wird.
    Hilft man einem Alkoholabhängigen steckt man voller Hoffnung und Illusionen, die niemals erfüllt werden, wenn man die Sucht erkannt und verstanden hat. Bis dahin kann es aber dauern, weil viele es ja erstmal garnicht wissen, dann vermuten, dann nicht wahr haben wollen.
    Das ist das Wesen der Coabhängigkeit. Man sieht nach und nach was los ist, dass man nichts ändern kann, aber will es dennoch unbedingt. Aus Liebe, aus Angst, aus dem Wunsch heraus eine 'normale' Beziehung führen zu wollen mit ienem Menschen, den man geliebt hatte als er noch trocken war.
    Für mich ist das gewissermaßen ein Realitätsverlust ohne Suchtmittel. Es findet eine Illusion im Kopf, im Denken statt von der man nicht los kommt. Aussenstehende würden sagen: die rennt gegen die Wand. Die ist nicht normal.
    Ich glaube, dass beide Süchte existieren können, weil man sich selbst belügt und zu schwach ist die Konsequenzen zu tragen. Also der Ausstieg ist für beide zu hart. Solange zieht man es eben vor in der Situation zu verharren. ein Tiefpunkt zwingt den Süchtigen die Sucht zu überwinden. Das Leid muß größer werden wie die Freude. Wobei die Freude eben das individuell empfundene Gefühl ist, was die Sucht einem bietet. Der normale/ aussenstehende empfindet das in dem moment ja anders. Eben weil er nicht drin steckt.
    Ein Alkoholiker kann sich den ganzen Tag auf einen schluck Alkohol freuen. Die Coabhängige freut sich vielelicht auf eine nette Geste von ihrem Allerliebsten. Auch wenn der rest des Tages sie alleine ist, oder am nächsten Tag mal wieder beschimpft wird. Wie kann man das ertragen? Ganz einfach. WEIL man süchtig ist. Sonst wäre man es nicht. Dir Coabhängige versucht verzweifelt sich in die Sucht des Alkoholikers reinzudenken mit dem Ziel (sucht)ihm helfen zu wollen. jeder normale kann süchtig werden. wieviel Raucher gibt es, wie viele TV süchtige, PCsüchtige etc. Drogen sind natürlich gefährlicher und haben ganz andere Konsequenzen. Aber die sucht an sich kann jeden treffen.
    Ich habe mal stark geraucht und es war furchtbar schwer damit aufzuhören. jeder Raucher weiß das doch im Grunde und viele sagen dann: Ich will ja garnicht aufhören. Das sagt aber auch aus, dass man es in dem Moment auch granicht kann. Auch ich brauchte meine Tiefpunkt. In der Zeit, als ich geraucht hatte hätte ich mir schon gewünscht, dass ich es hätte kontrollieren können. Zum Beispiel, wenn mal nichts im Hause war, dass ich einfach hätte verzichten können. Aber das ging nicht. gerade dann merkte man ja die sucht, wie irre man dann im Kopf wird. Zu welchen Taten man dann bereit ist. Ich sage jetzt aber ncith im nachhinein, dass ich es nciht verstehen kann wie jeman raucht. Rauchen stinkt und ist ungesund und ein normaler Mensch steckt sich doch kein brennendes stinkendes Nervengift in den Mund. Aber genau so ist es. Ein ganz 'normaler' Mensch tut das.
    nach meiner ersten Zigarette hätte ich aufhören können.
    Das wußte ich, das spürte ich. Und darum denkt man, dass man ja nach der zweiten, der dritten etc auch noch aufhören kann. Man kann die Sucht nicht verstehen, wenn man nie süchtig war in irgendeiner Form. Aber besonders dann, wenn man es selber durchgemacht hat braucht man doch dann nicht mehr fragen, wieso. Man setzt sich auf den Schlitten, fährt los und es geht immer tiefer abwärts. Und vielelciht fällt man ganz tief in den Schnee und schafft es sich zu befreien oder wird von der Lawine verschüttet.
    Coabhängige haben den einzigen kleinen Vorteil, dass sie ja nciht stofflich abhängig sind und sich vieles im Kopf abspielt. aber vielleicht ist das genau auch wiederum der Nachteil. Denn wenn sie sich aus der Beziehung gelöst haben kann es ja immer noch sein, dass das Umdenken nicht stattgefunden hat und sie in die nächste Coabhängigkeit schlittern. Und wenn man sich dann imemr noch fragt, wie man in eine solche Situation hineingeraten ist , wie andere da hineingeraten sind etc, dass normale menschen das doch merken müßten etc..... dann hat man vielleicht immer nocht nicht verinnerlicht, dass man süchtig ist und andere es auch sind. oder wieso müßte man es dann noch fragen???
    In fast jedem neueröffneten thread steht doch sinngemäß: warum hört er nicht auf zu trinken, warum , ich liebe ihn doch so sehr, was kann ich tun. Da gibts doch nur eine antwort, wenn man ehrlich ist. Er ist süchtig und Du kannst nichts gegen seine Sucht tun. Und gegen die Coabhängigkeit? Begreifen, erkennen dass es eben so ist.

    Liebe aionic star,
    mir scheint als bist du noch mitten drin in einem prozess der coabhängigkeit mit all seinen facetten.
    Lies nochmal genau was du da alels geschrieben hast.
    Was redest du dir da alles schön,
    wo beschwichtigst du dinge, die eigentlich nicht tragbar sind?
    wo belügst du dich selbst?
    wichtig ist, dass du das alles selber erkennst.
    Am besten liest du heir erstmal ganz viel , denn alle threads heir sind bruchstücke eines großen Puzzles indem du dich zum schluß selber wieder findest.
    Als EKA kann ich dich nur dazu ermutigen, dass du jetzt mal deine kinder in den vordergrund stellst.
    wenn für dich die situation noch ertragbar ist dann schaue jetzt mal , was gut ist für deine kinder. Eines kann ich dir verraten: Kein Kind wünscht es sich so aufzuwachsen. Und das hast du ja selber schonmal erkannt.
    Wenn du es noch nciht schaffst für dich etwas zu verändern dann setze die zum ziel, dass du jetzt alles tust, was für deine kinder gut ist. sie haben es nämlich verdient. Sie sind der situationmachtlos ausgeliefert und 100% von dir, deinen launen, deinen gefühlen, deiner schmerzensgrenze, deinen entscheidungen- abhängig.
    Was für deine kinder gut ist kann für dich auch nciht so schlecht sein.
    Stellvertretend für deine kinder sage ich dir jetzt folgendes:
    Als Kind findest du es ekelig, wenn jemand in der wohung säuft, nach alkohol stinkt. Es sit unertäglich wenn die eltern sich strieten und beschimpfen und du erkennst, dass da imemr der alkohol im spiel ist. Du verlierst den respekt vor deienr eigenen mutter, wenn du mitbekommst wie unfähig sie ist ihre kinder und sich selbst zu beschützen. Du bekommst angst. Täglich. denn du weißt es als kind nicht, wann es wieder so weit ist, du weißt nichts von spiegeltrinkern oder sonst was. du weißt, es kann jeden tag wieder passieren udn du lebst mit der täglichen angst. du gewöhnst dich zwangsläufig an dieses beschi****** zuhause. du erlernst nicht, wie es sich anfühlt eine harmonische gesunde beziehung zu haben.
    später gerätst du in konflikte, suchst dir auch solche kaputten menschen obwohl du dich nach einer heilen welt sehnst. du hast es ja verinnerlicht, ohne es zu wollen. du hast gute chancen coabhängiger zu werden als es je deine mutter war. denn du bist da nicht so einfach in eine beziehung mit einme alkoholiker reingeschlittert, du bist so aufgewachsen, du kennst es nciht anders, es ist 'Dein Leben'.
    Möchtest Du so etwas für Deine Kinder?
    Noch dazu: Du trägst die Verantwortung dafür, was aus ihrem Leben wird. Zumindest in diesem Punkt. Erwarte nicht von einem nassen Alkoholiker, der sich nicht mal selber helfen kann über deine Kinder nachzudenken.

    Mein Vorschlag an Dich: Such Dir erstmal eine andere Wohnung für Dich und Deine Kinder. Deswegen brauchst Du Dich ja nicht von Deinem Partner beziehungmäßig trennen. Ihr könnt euch ja trotzdem täglich sehen. Doch wenn du ihn nicht sehen willst dann kannst du jederzeit gehen.

    Ohnehin bist du noch nicht so weit, dass du dich trennen kannst.
    Aber du hast dich hier nicht ohne Grund angemeldet. Sicher nicht um uns zu sagen, dass du die schönste Beziehung der Welt mit einem ALkoholiker hast , oder?
    Ich höre heruas, dass du leidest, aber an deiner Beziehung hängst.
    Ich höre heraus, dass dein Partner weiter trinken will.
    Ich höre heraus, dass Deine Kinder leiden, dass DU Dir Sorgen um sie machst und das mit gutem grund.
    Was Du auch wissen mußt ist, dass es immer schlimmer und nicht besser wird. Es wird auch nciht so bleiben wie jetzt, es wird auf jeden Fall schlimmer, wenn keiner was gegen die Sucht unternimmt.

    scheinbar hast Du angst vor einer Trennung. Du mußt Dich nciht trennen und kannst ja die schönen Stunden mit ihm genießen und wenn er seien Anfälle kriegt gehst du.

    Diese Anfälle werden mit Sicherheit immer häufiger und heftiger.
    Vielleicht bekomsmt Du dann irgendwann den Dreh. Oder er.
    Aber jetzt im Moment ist Handlungsbedarf für Deine Kinder angesagt.
    Sie haben ein Recht auf ein ruhiges angstfreies Leben. Sie wollen und müssen in Ruhe lernen. Sie wollen Freunde mit nach hause bringen ohne dass da ein betrunkener Vater rumlallt und sie sich für ihn schämen müssen. Tu was für sie, Du schuldest es ihnen.

    Hallo!
    Ich denke, Du solltest sehr vorsichitg mit Dir selber umgehen. Du bist jetzt sehr verletzlich und vielleicht ist es besser, wenn Du Dir mehr Zeit läßt mit der Auseinandersetzung. Hier zu lesen tut meist gut, birgt aber auch die Gefahr, dass alte Wunden aufgebrochen werden oder zu viel bewußt wird, dass man damit nicht mehr umgehen kann. Das ist neben Deiner Ausbildung natürlich eine gewaltige Belastung. Ich empfehle Dir daher mal ganz bewußt nur an bestimmten Tagen Dich mit dem Thema Coabhängigkeit auseinanderzusetzen. Nicht alles auf einmal.
    Du wirst sicher ohnehin einige Zeit brauchen um Deine Vergangenheit zu bewältigen. Aber das ist vollkommen normal. Keiner von uns hat eine schalter, den man einfach nur umdrücken muss. Versuche Dir im Moment viel Gutes zu tun, zu entspannen und Dich auf neues freuen.
    Stell Dir vor, wie es war, als Du noch ein Kind warst oder schau Dir andere kleine Kinder an. Man kann einiges von ihnen lernen. Sie sind so unbefangen, so kreativ und können sich noch über die kleinen Dinge freuen. Da fließen auch mal Tränen. aber sie lassen es auch zu sich schnell wieder zu trösten oder abzulenken.
    Und genau das versuche mal. schau Dir Dein inneres Kind mal an. Stell Dir vor, dass Du damit redest usw. Erlaube Dir auch mal einfach wieder kindlich, albern , unbefangen etc zu sein. Das kann wirklich gut tun.
    Es muß sichnicht immer alles um den Partner oder Ex drehen. Es gibt so viele andere menschen, die Dir im Leben was geben können. Oder auch Tiere, Pflanzen. Genieße es einfach.

    hallo nat,
    ich denke, du solltest erstmal geduld üben. ein leben , das über jahre aus den fugen geraten ist kann man nicht so in ein paar wochen wieder neu sortieren. du mußt bedenken, dass er sich völlig neue muster anggeignet hatte. die sollen jetzt alle nich tmehr gelten. die alten von früher sind überholt. er muß sich also ganz neu ordnen und das hat erstmal mit die nichts zu tun. was soll er die sagen, wenn er es selber nicht weiß.
    setz ihn nicht unter druck.
    die idee ihn dreimal in der woche zu sehen ist doch garnicht so schlecht. gut, ihr wohnt zusammen. aber lass ihn doch einfach die restlichen vier tag e mal ganz in ruhe, so als sei er garnicht da. das klingt vielleicht eigenartig. aber so schlecht ist das garnicht. Man kann sich auch mal von dem zwang befreien immer alles zusammen machen zu müssen.
    auch einen tag in der woche ist genug, wenn es dann von herzen kommt. das ist das wichtigste.
    was er da am PC macht ist doch auch egal. Ich würde mich da auch nciht kontrollieren lassen wollen. Auch wenn es so wäre, dass ich den ganzen tag Computerspiele spielen würde. vielelicht hilft es ihm , gibt ihm ablenkung über den saufdruck weg zu kommen. du weißt ja nicht was in ihm vorgeht und er muß ja auch nicht alles von sich preisgeben. wenn er was erzählen will, dann wird er es schon tun. gib ihm doch einfach die zeit, dass er wieder von alleine auf dich zukommen kann. und stelle im moment einfach mal die trockenheit an erster stelle. das hattest du dir doch gewünscht. es ist doch eine krankheit und da geht es um ihn.

    Liebe Nat,
    möglicherweise weiß dein Partner selber im Moment nicht was er fühlt und was er will. manchmal ist es so, dass man eine beziehung will, aber auch irgendwie allein sein will. er muß sich vielleicht erstmal neu orientieren und du bist da vielleicht noch gar nicht mit eingeplant. Ich kann gut nachvollziehen dass du dich total einsam und traurig fühlst. Ich kenne diese situation. geh ihm für ne zeit lang besser aus dem weg. wenn du ihn ständig so um dich herum siehst, wie du es beschreibst dann zieht er dich nur runter. auch fühlt man sich noch einsamer, wenn man zu zwiet ist und keine zuwendung bekommt. Vielleicht kannst du auch öfter mal auswärts schlafen bei verwandten oder freunden? oder ein wenig Kurzurlaub? Wenn er dic nciht ständig um dich rum hat ha er auch mehr möglichkeit zu erfahren, ob er dich vermisst, welche bedeutung du für ihn hast und wie es ist ohne dich. Erwarte einfach nicht so viel von ihm im moment. Draussen lernst du auch Menschen kennen mit denen du Spaß haben kannst. Wenn Du ihm wichtig bist wird er schon wieder von alleine auf dich zukommen. offensichtlich ist er aber momentan mit was anderem beschäftigt. Solche situationen können auch vorkommen ohne sucht. Ab und an braucht man auch mal etwas Abstand in einer Beziehung.

    Liebe Jil,
    erstmal ein frohes neues Jahr und herzlichen Glückwunsch, dass Du es so weit geschafft hast, durchgehalten hast.
    Ich bin Kind eines Alkoholikers und ich möchte Dich einfach ermutigen, dass es sich lohnt druchzuhalten.
    Mein Vater hatte während meiner ganzen Kindheit und Jugend getrunken, so schlimm, dass er kurz vor seinem Ende stand. Das war auch der grund, warum er endlich nach 20 Jahren erwachte und eine Therapie machte.
    Von da ab veränderte sich die Welt. Meine eltern zogen weg aus der gegend wo wir wohnten. Eine Nachbarschaft , wo alle um uns herum täglich tranken, miteinander saßen und feierten ( täglich!). Einer nach dem anderen aber auch verstarb. Zwei verunglückten durch Alkohol am Steuer. Viele andere unglückliche Geschichten durch den Alkohol verursacht.
    Die erste Zeit ist wohl immer die schwerste und mein Vater sagte, dass man ab da erstmal nur durchhalten muß. Geduld lernen und daran glauben, dass jeder Tag es besser werde. Unglaublich, mein Vater ist gestern 80 Jahre alt geworden. Kannst Du Dir vorstellen, dass es ihm heut e besser geht als damals? Für mich grenzt es schon an ein Wunder. aber er ist der Beweis, dass es sich lohnt aufzuhören.
    Als aussen stehende Beobachterin kann ich noch hinzufügen:
    Damals mit dem Alkohol glaubte er, dass vielleicht seine Probleme weg waren, dass es ihm gut ging, dass er spaß? hatte. Nichts von dem war für mich sichtbar. Die Probleme wurden in jeder Hinsicht größer. Körperlich, psychisch, finanziell.....
    Spaß sah ich nur in den Anfängen seines trinkens. Feiereien mit den Nachbarn und auf Festen. Da war er noch auf dem wege zur Sucht. Ab irgendeinem Zeitpunkt wurde nur noch ein Pegel gehalten. Schlechte Laune, Streitereien, Depressionen usw waren Tagesordnung. Einsame Sauferieien oder mit irgendwelchen anderen in Kneipen nur um des Saufen willens. Immer mehr Peinlichkeiten. Krankheiten. Verfall.
    Der Alkohol macht mit Dir was er will. Er macht Dich zu seiner Marionette.Auch ich habe hin und wieder mal ein Glas sekt oder Wein getrunken, um ein bißchen locker zu sein.
    Doch heute hasse ich den Alkohol, habe ihm ganz tief in die Augen geschaut. Dieses Forum hat mir noch viel mehr gezeigt. Der Alkohol ist eine riesengroße Macht, die Menschen zerstört und kontrolliert. Eine Macht, die Dich zu einem kleinen willenlosen Würmchen macht. Ich will mich niemals dieser Macht hingeben. Ich will mein Leben selbst bestimmen, es selbst in der Hand haben. Wenn ich feiere will ich lachen, weil ich Spaß habe mit anderen Menschen. Und wenn nicht dann eben nciht. aber nicht deswegen, weil irgendein Gift meine Nervenzellen betrügt.
    Heute können wir feiern, alle zusammen, ohne Alkohol. Wir können uns erfreuen an leckerem Essen, an Freunden, an Kindern, an den Feuerwerkskörpern, an netten Nachbarn, an schöner Musik etc.
    Früher waren solche Feiern immer in Streit ausgeartet.
    Was gibt der Alkohol uns? Nichts
    Was nimmt er uns? Viel, alles.
    Der alkohol ist ein Teufel, der seine letze kraft dazu verwendet noch an seinem Opfer zu zerren, wenn er nicht mehr erwünscht ist.
    Ich kann Dir nur sagen, dass es sich lohnt ihn mit Füssen zu treten.
    Lass ihn nicht Dein Leben bestimmen. Lies hier ganz viel und schau mal, wie sehr die Geschichten sich doch ähneln. Der Alkohol macht Monster aus seinen Opfern, die nicht mehr das sind, was sie einmal waren.
    Du hast schon sehr viel geschafft. Bleib stark. Schaffe Dir eine neuen Lebensinhalt. Es gibt viele schöne Dinge, Beschäftigungen, hobbys, Reisen etc.
    Trinke viel Wasser, das schwemmt alte Gifte heraus und reinigt Dich von innen. Kommt Dir die zeit lang vor, dann lies ein spannendes Buch oder interessantes Im Internet. Auch Spiele lassen die zeit schnell vergehen und machen Spaß. Du erlebst wieder kleine Herausforderungen und Erfolgserlebnisse.
    Schmeiß Dein Leben nicht weg, sondern lebe es.
    Fühle Dich selbst, Deine gefühle in einem unverfälschten Zustand.
    Lass auch die unangenehmen Seiten des lebens zu. Wut, trauer, Angst etc sind Gefühle, die die Natur uns gegeben haben, um zu überleben. Warum das alles betäuben? Das gehört zum Leben dazu. Die sind auch nicht schlecht. wenn Du wütend bist, hinterfrage dich, warum das so ist. gefühle sind wichtige Signale.
    Und wenn mal was nicht so klappt hol Dir Hilfe. Gemeinsam macht vieles mehr Spaß und hier und da kann man neue Leute kenenn lernen mit denen man sich austauschen kann und gemeinsame Interessen hat.
    Tagebuch schreiben finde ich auch sehr gut. Ich schriebe es immer in meine Notizen auf meinem emailaccouunt. So kann es nicht so schnell aus versehen gelöscht werden. und keiner kann es lesen ausser mir.
    Alles alles Gute und viel kraft für Dich im neuen Jahr!

    Bei mir ist es immer phasenweise, dass ich mich nicht konzentrieren kann.
    Aber insgesamt auch so ähnlich wie bei allen anderen beschrieben. Ich hatte noch nie die Idee, dass es damit zu tun haben könnte, dass ich EKA bin.
    Aber jetzt werde ich plötzlich daran erinnert, dass in meiner Kindheit ich immer so ein wachsames Ohr nach draussen hatte. Wenn ich im Bett lag und einschlafen wollte blieb ein anderer Teil von mir wach und hörte, ob und wann mein betrunkener Vater nach hause kam und ob wieder Streit los gin g mit meiner Mutter. Ich konnte es mir in meinem Leben eigentlich garnicht leisten mich 'nur' auf meine sachen wie ZB Schule zu konzentrieren. Es gab ja immer dieses andere Leben, das unberechenbare, wo jederzeit etwas hätte passieren können. Vielelicht kann der ein oder nadere das jetzt nachvollziehen, wie so etwas entstehen kann. Ich denke bei mir war es so. Erst später, in Situationen, wo ich absolutes Vertrauen hatte und bir absolut sicher war konnte ich mich ganz und gar dem widmen was ich tat. So zum Beispiel während meines Studiums. Da lebte ich weit weg vonmeinen Eltern udn hatte genügend Abstand , um nicht imemr wieder damit konfrontiert zu werden. ich konnte abschalten und hatte es mir auch erlaubt, denn das Studium war sehr wichtig für mich. Später kamen aber auch wieder andere Phasen. Acuh habe ich Schwierigkeiten nachts einzuschlafen. Ich denke, dass alles seine Ursprung in meiner Kindheit hat.
    Ich denke, dass ich eine gewisse Fähigkeit entwickelt habe viele dinge zur gleichen Zeit wahrzunehmen , eine Fähigkeit zur Überlebensstrategie. Auch wenn sie heute nicht mehr nötig ist ist sie noch vorhanden und jetzt eher störend als hilfreich. Genrell Konzentrationsschwäche kann ich nicht mal sagen. Es sind schon bestimmte Signale, die das auslösen. Wenn ichmich sicher fühle klappt es auch mit der Konzentration, so würde ichs beschreiben.

    Die Diskussionen hier entgleisen in eine ganz andere Richtung ab vom Thema.
    Darum möchte ich hier einfach nochmal das eigentliche Thema aufgreifen.

    Ich möchte eigentlich hier mal im Sinne der Kinder von Alkoholikern und Coabhängigen sprechen. Kinder, die eben der Situation wehrlos ausgeliefert sind und hier im Forum oftmals 'noch' nicht vertreten sind, weil sie noch zu kein sind.

    Hier schreiben in der Regel die Mütter, teilweise auch Väter, coabhängig.
    Aus den Threads lese ich häufig heraus, dass sie verzweifelt sind, aber sich nicht von ihrem Partner trennen wollen/ können. Ein Argument dabei ist es, dass sie die Familie erhalten wollen: Die Kinder sollen nicht ohne Vater/ utter aufwachsen. Sie wollen ihrem Partner in guten als auch in shclehcten Zeiten beistehen und nicht im Stich lassen. Die Trennung wird dann irgendwie wie ien Untergang gesehen.
    Ich möchte hier als erwachsenes Kind, genau wie die ersten Threads hier einfach mal Eltern ermutigen, diesen Schritt zum Wohle ihrer Kinder zu gehen. Wenn man es nicht für sich selbst schafft sich endgültig zu trennen, dann kann man es doch aus Liebe zum Kind machen.
    Kinder leiden darunter, Das wird hier glaue ich von allen betrfoffenn Kindern bestätigt. Auch von Müttern, die es im Nachhinein bereut habn, sich zu trenen und sehen, was die Kinder für einen Schaden davon getragen haben.

    Ich schreibe sogar, dass meine eltern zusmmen geblieben sind. Mein Vater mittlerweile trocken. Eigentlich genau das, was doch viele hier anstreben. Ein scheinbares Happy End. Dann lohnt es sich doch auszuharren?

    Meiner Meinung eben nicht. Es gibt bei der ganzen Sache eben Opfer. Unfreiwillige, die gerne ein anderes Lebn gelebt hätten. Die Kinder.

    Und dann bedenke man den langen Leidensweg. Wie lange brauchte mein Vater um seinen Tiefpunkt zu erreichen? Viele viele Jahre.
    Ich war schon erwachsen und zuhause ausgezogen, habe es nicht mehr wirklich miterlebt. Was war das für eine Lebensqualität. Die letzen Jahre zuhause waren ein Horrorszenario. Manchmal frage ich mich, ob ich es überhaupt selber bin, die das miterlebt und überlebt habe.

    Meine Mutter hatte nicht die Kraft auszusteigen. Für sie war der Erhalt der Familie oberstes Gebot. Trennung wäre für sie eine Schande, ein Verrat, ein Versagen gewesen. Dazu kommt die Unselbständigkeit , die Abhängigkeit von meinem Vater, die Angst vor dem Allein sein, alleine nicht klar kommen zu können.

    In der heutigen Zeit hat sich viel geändert. Frauen werden ganz anders unterstützt. Trennung an sich ist keine schande mehr. Ängste kann man in Therapien bewältigen.

    Eine trennung muß nicht einmal das Aus für eine Ehe oder Beziehung bedeuten. Die Kinder können in trockenen Stunden regelmäßig ihren Vater sehen. Die Mutter kann ihn , wenn sie möchte, doch auch täglich in seienr Wohung besuchen, bekochen, für ihn Waschen und abwaschen, wenn sie es gerne tut. Sie kann in ihrer Coabhängigkeit auch verharren udn dennoch den Kindern diesen Stress ersparen.

    Ist der schritt einmal getan sieht die Sitaution aber schonmal anders aus, denke ich. Auch die Mutter wird erkennen , dass sie von der neune Situation profitieren wird und diesem gnazen Stress nicht mehr ausgesetzt ist.

    Sogar der betroffene trinkende Elternteil hat mehr Chancen über sich nachzudenken. Ich glaube allerdings, dass es eine abhängigen eher weniger beeinflußt. Wie hier im Forum überall beschrieben wird kann man da wenig tun von aussen.

    Eigenartigerweise lese ich doch meistens dass der Coabhängige Partner sich hier anmeldet, um dem Alkoholsüchtigen zu helfen. Weniger sich selebr, noch weniger den Kindern.

    Ich möchte hier einmal diejenigen, die eine Familie mit Kindern haben, dazu anregen, dies zu überdenken. Eure oftmals kleinen Kinder haben hier ja kein Mitspracherecht. Aber genau für die habt ihr die Verantwortung und zwar an allererster Stelle. Da sollte man doch garnicht lange hin und her überlegen, was da das beste ist. Was soll ein lallender, schlecht gelaunter, täglich auf dem Sofa betrunken herumliegender Vater, ständige Streitereien, Vorwürfe, herumstehende Alkoholflaschen etc. positive Auswirkungen auf ein Knd haben? Im Allgemeinen wird die Sitaution nicht besser sondern immer schlimmer. Alkoholkonsum steigt, Probleme verschlimmern sich.
    Man verändert nur etwas, wenn man es selebr in die Hand nimmt.

    Ist das ein Familienleben, wie ihr es Euch gewünscht habt? Lohnt es sich zum Erhalt der Familie diesen Zusatnd, indem ihr lebt aufrecht zu erhalten? Welche Lebensqualität habt ihr und vorallem- eure Kinder?

    Warum mir diese Frage duch den Sinn geht?
    Mein Vater ist Alkoholiker, seit mehr als 30 Jahren trocken, meine Mutter coabhängig. Irgendwann nach vielen schlimmen Jahren hat mein Vater sich zu eienr Therapie entschlossen. Meine Mutter wurde mit einbezogen. Meiner Mutter war der Zusammenhalt der Familie immer wichitger, sie wollte sich nie trennen, lieber ausharren in der Situation.
    Viele , die hier ihren Thread eröffnen gehen ja auch mit diesem Grundgedanken an die Sache heran. Daher meine Frage: Obwohl ja schon sehr viel Leid in der Ehe/ Familie/ Beziehung ist steht der Erhalt bei den meisten dennoch im Vordergrund. Welchen Preis seid ihr bereit dafür zu zahlen?
    Ich als erwachsenes Kind mußte damit leben und wenn ich es mir hätte ausscuhen können wäre ich sofort gegangen. Mein Vater wäre dann immer noch mein Vater und meine Mutter noch meine Mutter.
    Auch bei Ehepartnern ist der Partner nicht von der Welt, wenn man sich beispielsweise eine eigene Wohnung sucht anstatt sich herumzuquälen. Besonders dann, wenn Kinder da sind. Alleine die Tatsache, dass man ein Kind hat, dass dieser Situation hilflos ausgeliefert ist sollte jdn doch schon veranlassen sich zumindest räumlich zu trennen. Liebe hin, Liebe her- die Sucht hat mit Liebe nix zu tun. Man kann ja auch einen Süchtigen lieben.
    Man kann aber mit einem Süchtigen nur seeeehr schlecht leben.
    Vielleicht kann ich ja mal jemanden dazu anregen auch mal über diesen gesichtspunkt nachzudenken. Ich höre in vielen Threads sehr iel Angst vor dem Alleinsein heraus. die viel größer erscheint, als der Wunsch nach einem trockenen Partner.