Beiträge von Luna46

    So da bin ich mal wieder und hab auch gleich ein paar Fragen 😀

    Hab die letzte Zeit mit meinem Ex Freund mal versucht zu reflektieren. Mir ist jetzt erst bewusst geworden das er eigentlich immer wieder in alte Muster zurück gefallen ist. Am Anfang, also direkt nach der Entgiftung war eigentlich erst einmal alles in Ordnung, er wirkte gefestigt und voller Tatendrang und es war ein leiser schleichender Prozess bis er wieder lethargischer und müder wurde. Beim letzten Mal war es so das er auch viel genervter war als sonst und ich ihn immer wieder an unsere gemeinsam verabredeten Tätigkeiten erinnern musste, was ihn natürlich genervt hat. Gibt es so etwas wie den trockenen Rausch und wie sollte man sich da eigentlich verhalten? Er schreibt mir übrigens auch immer noch SMS und beteuert mir seine Liebe und wie sehr er mich vermisst. Ich versuche dann ganz bei mir zu bleiben und schreibe zurück das ich die Verantwortung dafür an ihn zurück gebe und ich ihm helfe und da bin wenn er sich Hilfe holt aber auch das ich ihn vermisse. Mir fällt es schwer nicht schreiben zu können, das er zurück kommen kann und wir eine Lösung finden..Es ist ein wenig leichter geworden aber ich muss immer noch gegen mich kämpfen obwohl ich weiss das es nur ein paar Monate/ Wochen gut gehen wird. Alles nicht so einfach aber ich arbeite weiter an mir. Ich hoffe eigentlich immer noch das er den Weg der Therapie einschlägt und sich helfen lässt.. Hat jemand von Euch das schon erlebt, das der Partner doch noch die Kurve bekommen hat?

    Liebe Grüße an alle, Luna

    Hallo PittheBull,

    Ich kann deine Wut und Verzweiflung sehr gut verstehen. Ich wusste auch nicht wie ich meinen Kindern die Situation plausibel erklären soll, man versteht es ja selbst nicht. Man bemüht sich um "künstliche" Normalität und gibt permanent alles und vergisst sich dabei selbst.( zumindestens ging es mir so) Es bringt mir aber nichts um mich zu schlagen und allen anderen die Schuld an dieser Situation zu geben. Kein Therapeut, Psychologe kann helfen wenn man nicht bereit ist, an sich selbst zu arbeiten. Ich finde es auch vollkommen in Ordnung zu sagen, das man noch nicht bereit ist sich zu trennen, auch ich habe eine ganze Weile gebraucht um überhaupt mal darüber nachzudenken. Ich musste erstmal bereit sein mich dem Problem zu stellen. Mein Problem war das ich nicht einsehen wollte das es einfach ein aussichtsloser Kampf war. Ich war nicht weniger Abhängig ...meine schöne heile Welt in der ich meinen Partner vor dem bösen Teufel rette. Man rettet aber niemanden in so einer Konstellation! Was hat mein Partner davon , wenn ich ihn nicht verlasse weil keine Einsicht da ist? Nichts, ich schaue zu wie er sich immer mehr verändert, alles nur schlimmer wird, die Abstände immer kürzer werden in denen er mal trocken war. Das ist in meinen Augen begleiteter Selbstmord. Ich habe es mir bestimmt nicht leicht gemacht und es war verdammt schwer sich einzugestehen, das ich nur durch die Trennung wieder ein "normales" Leben leben kann.

    Hmm, also ich denke man muss schon ehrlich zu sich selbst sein. Ich als Co Abhängige habe immer nach Ausreden gesucht warum ich ihn nicht verlassen kann. Eigentlich ist es kein anderes Verhalten wie das unserer süchtigen Partner. Eigentlich tut man keinem in dieser Konstellation gut, weder sich, noch den Kindern und auch nicht dem Partner. Wenn man merkt es ist eigentlich total egal was man versucht und alles ins Leere läuft dann bin ich in der Verantwortung ganz egal wie ich mich entscheide.

    Liebe Grüße, Luna

    Hallo Laila,

    ich habe auch Zeit gebraucht, um eine Entscheidung zu treffen. Von aussen betrachtet, ist es immer alles leichter zu verstehen. Fühl mal in dich hinein, wie oft bist du wirklich glücklich mit ihm? Genügt es um die Abstürze, Tiefschläge und dieses wieder einmal Hoffen und bangen weiter zu ertragen? Letzenendlich bestimmst du das Tempo und niemand anderes und das ist auch gut so, denn du musst am Ende des Tages hinter deiner Entscheidung stehen.

    Liebe Grüße, Luna

    Hallo PittheBull,

    Ich kann die Verzweiflung und Hilflosigkeit verstehen, mir ging es im Prinzip überhaupt nicht anders. Vom Pfahl befreien muss man sich aber leider selbst. Akzeptieren das man nichts,aber auch wirklich überhaupt nichts tun kann, wenn keine Einsicht und Wille des Abhängigen zu erkennen ist. Ich hab mir einfach die Frage gestellt ob ich wirklich bereit bin, mein restliches Leben, zu leiden und das immer und immer wieder. Wir haben nur dieses eine Leben und das möchte ich genießen und das war leider überhaupt nicht mehr möglich.

    Danke an alle die hier Ihre "Geschichten" teilen und an die Moderatoren.

    Musste erstmal ganz schön schlucken das sich die Geschichten so ähneln, eigentlich geht's immer erstmal um Ohnmacht, Hilflosigkeit...Hab jetzt eins verstanden:"das ich keinen Einfluss darauf habe was sich ein geliebter Mensch , bereit ist sich anzutun." Ich muss aufhören mir Sorgen um ihn zu machen, denn er hat sich dieses Leben ausgesucht. Er hat den Weg der Abhängigkeit gewählt und ich möchte ihn nicht teilen. Er weiss das ich da bin wenn er umdreht und sich für sein Leben entscheidet, nicht mehr als Partnerin aber als gute Freundin. Mehr kann ich nicht tun. Ich werde nicht dabei zu sehen wie er sich zu Grunde richtet. Das hat auch etwas mit Achtung vor ihm zu tun, ich weiss das es ihm mit Sicherheit auch nicht gut geht, er ist krank und das sollte man bei all dem auch nicht vergessen. Es bedarf eine menge Mut und Leidensdruck und Willen um sich diesem Teufel zu stellen. Das wünsche ich ihm weil ich ihn liebe. Ich blicke nicht mehr zurück und gehe meinen Weg.

    Heute ist wieder so einer dieser Tage, an denen ich am liebsten einfach alles heraus schreien möchte. Ich verstehe einfach nicht, warum ich es nicht schaffe mich von diesem Mann zu lösen. Ich hab Angst das er sich zu Tode trinkt weil er sich nicht helfen lässt. Diese Hilflosigkeit lässt mich verzweifeln, er ist schon ganz am Ende und ich kann nichts tun, ausser zu hoffen das er doch noch die Kurve bekommt. Ich will ihn nicht fallen lassen.. aber was soll ich tun?? Ich dachte mit der Trennung kommt bei ihm die Einsicht, leider weit gefehlt. Es tut einfach weh, wenn er mir schreibt das er am Ende ist, ihm das Leben auf der Straße aber gut tut und er von ehrlichen Menschen umgeben ist. Wie Realitätsfern sich das für mich anhört kann man sich ja denken. Wie gerne würde ich ihn schütteln und ihm sagen das er eine Familie hat die auf ihn wartet und die ihm wieder mal jegliche Unterstützung anbietet... Ich weiss aber das ich mich lösen muss um meiner und meiner Kinder willen. Es ist zum verrückt werden. Ich wünsche mir so sehr das er es schafft ein alkoholfreies Leben zu führen und er wieder auf die Beine kommt.

    Ich hab das Bedürfnis, mir diese Last von der Seele zu schreiben und andere vor solch einer Erfahrung zu schützen/warnen.

    Mein Lebensgefährte (Ex) wollte mir damals beweisen, das er es ernst mit uns meint und wollte einen Entzug zu Hause machen. Ich hatte zwar ein mulmiges Gefühl ,(auf das ich, hätte hören sollen) stimmte dem kalten Entzug aber zu. Er schwitze und zitterte schon ziemlich stark als er bei mir zu Hause ankam aber das hatte er bei anderen Entzügen die er alleine in seiner Wohnung vollzogen hatte auch schon. Krampfanfälle hatte er bis Dato laut seiner Aussage noch nie vorher gehabt. Wir haben uns dann über unsere gemeinsamen Pläne unterhalten, kümmerte mich darum das er genug Wasser trank und wechselte regelmäßig seine durchschschwitzte Kleidung. Alles war den Umständen entsprechend in Ordnung, dachte ich.. Ich legte mich dann gegen 22:00 Uhr ins Bett, er wollte noch bisschen vorm Fernseher bleiben.

    Gegen 2:00 Uhr weckte er mich und wollte mir unbedingt sofort etwas erzählen. Er stammelte irgendwas von:" komisch hier in diesem Zimmer hab ich das nicht". Ich wusste im ersten Moment überhaupt nicht was los ist und fing schlagartig an mir Sorgen zu machen. Er erzählte mir das er ein bestimmtes Lied hört und mit seinem Vater (der leider nicht mehr lebte) gesprochen hätte und er nun weiss was zu tun ist und das er weiss das er mich liebt aber das gerade nicht fühlen kann. Er wollte mir alles aufschreiben aber das hätte nicht funktioniert. Ich wusste das jetzt ganz gewaltig etwas schief läuft und mir schoß das Wort Dilirium in den Kopf. Ich versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben, innerlich hatte ich große Angst. Er legte sich dann hin und ich beruhigte ihn. Er schlief dann ein ( er hatte 3 Tage zuvor kaum bis garnicht geschlafen) und ich rief den Krankenwagen.

    Als sofort danach, nach ihm schaute war der Krampfanfall im vollem Gange. Ich blieb bis zum Ende des Anfalls bei ihm. Man kann sich nicht vorstellen was ich für eine Angst empfunden habe und wie lang es mir vorkam bis der Krankenwagen eintraf. Der Krampfanfall löste sich und er wusste natürlich nicht wo er sich gerade befand und wollte unbedingt los laufen, ich versuchte ihn daran zu hindern aber es war zwecklos zum Glück klingelte es dann auch endlich an meiner Tür. Ich erklärte den Rettungskräften kurz was passiert war und untersuchten kurz seine Pupillenreflexe. Sie fragten ihn nach seinem Namen, Adresse, wie alt er ist, welches Jahr wir haben. Er konnte nichts davon beantworten, er schaute mich hilfesuchend an.

    Sie nahmen ihn dann mit und als die Tür ins Schloss fiel, fing ich hemmungslos an zu weinen. Ich packte ein paar Sachen ein und fuhr in die Klinik, dort bekam er noch einen 2. Anfall bei dem er sich auch noch am Kopf verletzte. Er kam auf die Stroke Unit und ich musste draussen vor der Tür warten. Wir waren ja nicht verheiratet und ich hatte Angst das ich keine Auskunft bekommen würde. Gefühlt saß ich mit meiner Angst um ihn, stundenlang vor dieser Tür die mich von ihm trennte. Der Arzt kam heraus und fragte mich ob ich herein kommen würde um meinen Lebensgefährten zu beruhigen da er um sich tritt und nach mir ruft.

    Ich ging dann mit und sah ihn blutverschmiert, eingenässt, voller Angst und in einem erbärmlichen Zustand vor mir liegend. Ich konnte ihn zum Glück beruhigen. Er wurde sediert und fixiert, was mich fertig machte... er wirkte auf mich wie ein Kleinkind und ich hatte Angst das er Schäden die nicht wieder reperabel sind , davon getragen haben könnte. Die nächsten Tage folgten Untersuchungen und es war anscheinend nicht sein erster Krampfanfall was man auf den CT Bildern gut erkennen konnte. Sein Hirn hatte auch schon angefangen zu "schrumpfen" was auf den jahrelangen Alkoholmissbrauch zurück zu führen war. Ich war geschockt aber gleichzeitig dachte ich, nach so einer schrecklichen Erfahrung würde er sicherlich nicht wieder anfangen zu trinken.

    Er erholte sich langsam und kam wieder zu Kräften und ich war so glücklich das es ihm wieder besser ging. Leider war alles Hoffen umsonst und es war nicht sein letzter Entzug aber zumindestens keine kalten Entzüge mehr. Es war eine sehr traumatische Erfahrung und ich rate jedem davon ab es auf so einen Versuch ankommen zu lassen, es war lebensgefährlich für ihn und auch mich hätte es in eine gefährliche Situation bringen können.

    Ich hab das Bedürfnis, mir diese Last von der Seele zu schreiben und andere vor solch einer Erfahrung zu schützen/warnen.

    Mein Lebensgefährte (Ex) wollte mir damals beweisen, das er es ernst mit uns meint und wollte einen Entzug zu Hause machen. Ich hatte zwar ein mulmiges Gefühl ,(auf das ich, hätte hören sollen) stimmte dem kalten Entzug aber zu. Er schwitze und zitterte schon ziemlich stark als er bei mir zu Hause ankam aber das hatte er bei anderen Entzügen die er alleine in seiner Wohnung vollzogen hatte auch schon. Krampfanfälle hatte er bis Dato laut seiner Aussage noch nie vorher gehabt. Wir haben uns dann über unsere gemeinsamen Pläne unterhalten, kümmerte mich darum das er genug Wasser trank und wechselte regelmäßig seine durchschschwitzte Kleidung. Alles war den Umständen entsprechend in Ordnung, dachte ich.. Ich legte mich dann gegen 22:00 Uhr ins Bett, er wollte noch bisschen vorm Fernseher bleiben.

    Gegen 2:00 Uhr weckte er mich und wollte mir unbedingt sofort etwas erzählen. Er stammelte irgendwas von:" komisch hier in diesem Zimmer hab ich das nicht". Ich wusste im ersten Moment überhaupt nicht was los ist und fing schlagartig an mir Sorgen zu machen. Er erzählte mir das er ein bestimmtes Lied hört und mit seinem Vater (der leider nicht mehr lebte) gesprochen hätte und er nun weiss was zu tun ist und das er weiss das er mich liebt aber das gerade nicht fühlen kann. Er wollte mir alles aufschreiben aber das hätte nicht funktioniert. Ich wusste das jetzt ganz gewaltig etwas schief läuft und mir schoß das Wort Dilirium in den Kopf. Ich versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben, innerlich hatte ich große Angst. Er legte sich dann hin und ich beruhigte ihn. Er schlief dann ein ( er hatte 3 Tage zuvor kaum bis garnicht geschlafen) und ich rief den Krankenwagen.

    Als sofort danach, nach ihm schaute war der Krampfanfall im vollem Gange. Ich blieb bis zum Ende des Anfalls bei ihm. Man kann sich nicht vorstellen was ich für eine Angst empfunden habe und wie lang es mir vorkam bis der Krankenwagen eintraf. Der Krampfanfall löste sich und er wusste natürlich nicht wo er sich gerade befand und wollte unbedingt los laufen, ich versuchte ihn daran zu hindern aber es war zwecklos zum Glück klingelte es dann auch endlich an meiner Tür. Ich erklärte den Rettungskräften kurz was passiert war und untersuchten kurz seine Pupillenreflexe. Sie fragten ihn nach seinem Namen, Adresse, wie alt er ist, welches Jahr wir haben. Er konnte nichts davon beantworten, er schaute mich hilfesuchend an. Sie nahmen ihn dann mit und als die Tür ins Schloss fiel, fing ich hemmungslos an zu weinen. Ich packte ein paar Sachen ein und fuhr in die Klinik, dort bekam er noch einen 2. Anfall bei dem er sich auch noch am Kopf verletzte. Er kam auf die Stroke Unit und ich musste draussen vor der Tür warten. Wir waren ja nicht verheiratet und ich hatte Angst das ich keine Auskunft bekommen würde. Gefühlt saß ich mit meiner Angst um ihn, stundenlang vor dieser Tür die mich von ihm trennte. Der Arzt kam heraus und fragte mich ob ich herein kommen würde um meinen Lebensgefährten zu beruhigen da er um sich tritt und nach mir ruft. Ich ging dann mit und sah ihn blutverschmiert, eingenässt, voller Angst und in einem erbärmlichen Zustand vor mir liegend. Ich konnte ihn zum Glück beruhigen. Er wurde sediert und fixiert, was mich fertig machte... er wirkte auf mich wie ein Kleinkind und ich hatte Angst das er Schäden die nicht wieder reperabel sind , davon getragen haben könnte. Die nächsten Tage folgten Untersuchungen und es war anscheinend nicht sein erster Krampfanfall was man auf den CT Bildern gut erkennen konnte. Sein Hirn hatte auch schon angefangen zu "schrumpfen" was auf den jahrelangen Alkoholmissbrauch zurück zu führen war. Ich war geschockt aber gleichzeitig dachte ich, nach so einer schrecklichen Erfahrung würde er sicherlich nicht wieder anfangen zu trinken. Er erholte sich langsam und kam wieder zu Kräften und ich war so glücklich das es ihm wieder besser ging. Leider war alles Hoffen umsonst und es war nicht sein letzter Entzug aber zumindestens keine kalten Entzüge mehr. Es war eine sehr traumatische Erfahrung und ich rate jedem davon ab es auf so einen Versuch ankommen zu lassen, es war lebensgefährlich für ihn und auch mich hätte es in eine gefährliche Situation bringen können.

    Hallo Cadda,

    mir sind harte aber ehrliche Worte auch lieber. Rum geeiere hatte ich in den letzten Jahren genug. Ich habe meinem Ex Lebensgefährten eine Nachricht geschrieben in dem ich ihm erklärt habe warum ich den Weg mit ihm nicht mehr weiter gehen möchte. Ich liebe ihn noch, sogar sehr aber ich kann ihm einfach nicht dabei helfen oder gar zwingen den Weg der Abstinenz zu wählen. Ich wünschte er würde es tun aber ich glaube nicht mehr daran. So ein Abschied tut wirklich weh aber ich hab auch gemerkt das ich jetzt anders "atme", diese permanente Angst vor dem nächsten Mal zermürbt und das fällt gerade ein wenig von mir ab.

    Liebe Grüße, Luna

    Ich bin im Moment halt einfach ziemlich durcheinander aber ich weiss das ich defenenetiv so nicht weiter leben will. Ich begreife nicht einmal, warum ich das so lange mitgemacht habe. Klar ich liebe ihn und natürlich habe ich gehofft das sich etwas ändert aber es wurde nur schlimmer. Mein ganzes Leben hat sich hauptsächlich um das Thema Sucht gedreht und ich hab mich immer mehr von allen abgewendet die mir gute Ratschläge gegeben haben. Er hatte auch nicht gerne andere Menschen um sich und ihm gefiel es auch nicht wenn ich Zeit mit ihnen verbracht habe. Wir haben es auch mit kontrolliertem Trinken versucht weil er meinte das es mit kompletter Abstinenz nicht funktionieren würde. Hat aber auch nichts gebracht.. Ich muss mich erstmal sortieren..

    Ich musste mich letztendlich geschlagen geben da ich psychisch einfach am Ende meiner Kraft angekommen war. Ich lernte meinen Freund vor 7 Jahren kennen und wusste eigentlich schon das er ein Alkoholproblem hatte. Ich war von Anfang an ehrlich und habe ihm gesagt das ich mir eine Beziehung nur vorstellen kann wenn er die Sucht behandeln lässt, allein schon weil ich 2 Kinder habe die bei mir leben. Er war einverstanden und machte einen Entzug, mir war natürlich klar das es Rückschritte geben wird und es nicht bei diesem einem Versuch, davon los zu kommen bleiben wird. Er hatte so viele tolle Seiten an sich das ich dachte wir schaffen das schon gemeinsam. Manchmal lief es auch eine Weile ganz gut aber eigentlich merkte ich schon immer eine Weile vorher, das er wieder gehen möchte um trinken zu können. Ich konnte machen was ich wollte irgendwann kam der Punkt an dem er mich wieder alleine ließ. Ich hab alles mit ihm durch, Dilier, Krampfanfälle, Entzug,hab ihm immer zur Seite gestanden. Diese Lethargie die er an den Tag legte war für mich am aller schlimmsten. An arbeiten gehen war garnicht zu denken und auch ich konnte mich kaum noch auf ihn verlassen so das ich auch nicht mehr arbeiten gehen konnte. Letzenendlich konnte ich einfach nicht mehr und war nur noch niedergeschlagen. Eine Familientherapie hatte ich schon in die Wege geleitet aber dazu ist es dann leider nicht mehr gekommen. Ich merkte das er schon wieder von allem genervt war und er kam wieder nicht zu Potte..Ich nahm meine Bankkarte und meine Schlüssel und alles was wichtig war an mich weil ich Angst hatte das er wieder gehen will. Er ging dann auch und meinte dann ich hätte ihn mit meinem Verhalten raus geworfen. Angst vor dem nächsten Mal hatte ich eigentlich permanent, Eifersüchtig war ich auch weil er mich schon betrogen und belogen hat. Ich kontrollierte ihn auch was es für mich noch schlimmer gemacht hat weil ich mich dafür geschämt habe. Ich wollte ihm nicht misstrauen, aber Vertrauen konnte ich ihm auch nicht. Jetzt habe ich natürlich ein echt schlechtes Gewissen weil er nun obdachlos ist und er mir schreibt das er mich und die Kinder vermisst..Ich hab aber einfach Angst davor das es nie aufhören wird und dieser Teufelskreis sich nicht unterbrechen lässt. Vielleicht hat hier jemand einen Rat für mich, wie ich mich jetzt verhalten soll.