Beiträge von Liesel

    Ich verstehe was Ihr sagt, aber das ist praktisch nicht durchfuehrbar. Ich muss arbeiten und auch wenn ich nur 2 Stunden weg bin, kann er ja ins Auto steigen und sie fahren.

    Es bliebe nur die Polizei, aber ihm die Polizei auf den Hals zu setzen, schaffe ich nicht. Zumindest im Moment.

    Mein Mann hat kein Einsehen. Morgen will er mit meiner Tochter und 2 anderen Kindern zu einer Sportveranstaltung fahren. Auf meinem Hinweis, dass das gefaehrlich ist, geht er nicht einmal

    ein.

    Mit meiner Tochter habe ich vorsichtig geredet. Sie gab mir zu verstehen, dass sie darueber lieber nicht reden will. Ich werde es aber weiterversuchen. Wollte sie nicht ueberfordern.

    Ich verstehe sein Verhalten auch gar nicht.heute morgen habe ich nochmals gesagt, er solle eine Therapie machen. Da hörte er zu.

    Am Nachmittag war er dann stundenlang weg ( keine Ahnung wo) u d hat sich dann um 5 Uhr ins Bett gelegt mit eher unfreundlichen Ton mit gegenüber.

    Ich vermute er trinkt jetzt viel außer Haus .

    Er hat beruflich zwar viel Freiheit, aber denke , er lässt auch den Job schleifen und über kurz oder lang wird er ihn verlieren, wenn er so weiter macht.

    Ich habe aber zumindest versucht, nicht selbst wieder in depressive Stimmung zu kommen, sondern habe mich nicht weiter mit ihm befasst.

    Hallo Franzi

    Ist sehr interessant, was Du schreibst. Denn mir ging es aehnlich. Mein Vater hat auch jeden Tag 1 Flasche wein getrunken, aber alles hat top funktioniert. Fuer mich war das normal.

    Deshalb habe ich auch lange das Problem bei meinem Mann, der jedoch inzwischen viel mehr trinkt, nicht erkannt.

    Es geht. Er sagt schon, an besseren Tagen, dass er zu viel trinkt. An schlechten Tagen behauptet er, er trinke nicht so viel.

    Er will aber keine Therapie machen, sondern selbst mit dem Trinken aufhoeren. Dies hat er auch so gemacht, als er den Fuehrerschein verloren hatte, aber danach ging es wieder los.

    Danke fuer Eure Hinweise. Habe meinem Mann heute gesagt, dass ich zu ihm halte, wenn er eine Therapie macht. Wenn es dies jedoch nicht tut, kann ich so nicht mehr weiter machen im Interesse von unserer Tochter und mir selbst. konkreter bin ich noch nicht geworden, aber immerhin habe ich es ihm gesagt.

    Hatte allerdings den Eindruck, dass es ihn nicht sonderlich interessierte bzw er auch nicht dran glaubt.

    Ja, es stimmt, ich stehe hier am Anfang. Ich denke, Ihr habt Recht mit Eurer Erfahrung, aber ich muss mich da herantasten.

    Mit meiner Tochter habe ich nur besprochen, dass es Papa nicht so gut geht. Ich weiss nicht, wie man einer 12 jaehrigen so etwas erklaert.

    Auch hier versuche ich mich heranzutasten. Ich schaetze Eure Kommentare sehr, weil ich mich nicht auskenne. Kann aber vielleicht nicht alles sofort einordnen/umsetzen.

    Es war irgendwie für sie nicht beaengstigend, nicht zuletzt weil die Polizisten sie so gut betreut haben. Und er ist ja nicht gewalttaetig.

    Ich hatte ein langes persoenliches Gespraech mit dem Polizisten, der ihn aufgegriffen hat und ihn sogar gefragt, was das mit meiner Tochter macht.

    Er meinte damals sie sei ein tolles Kind und wenn er auf hört ( was er ja dann wegen dem Führerschein) auch 1 Jahr gemacht hat, sei das schon mal gut. Er hat mich damals eher beruhigt.

    Doch jetzt ist es wieder schlimm- heute Abend stehen wieder überall leere Bierglaeser und er tut als wenn nichts wäre.

    Habe auch das Gefühl, dass er seinen Job zu nehmen weniger machen kann.

    Doch ich weiß auch, dass es so nicht weiter geht - wegen unserer Tochter. Es ist Abends immer so komische Stimmung zu Hause - nie froehlich. Keiner redet groß was.

    Ja, den Austausch suche ich gerne, denn ich habe absolut null Erfahrung mit Alkoholsucht. Vor Jahren hatte mein Mann auch Spielschulden von online- Spielen. Ich habe die Schulden dann bezahlt- war nicht so viel, aber habe ihm auch gesagt, dass ich das nur ein mal mache.

    Damals wusste ich nicht, dass er alkoholabhaengig ist. Gibt es da einen Zusammenhang?

    Danke, was Du schreibst, habe ich schon viel gehört. Ich weiß nicht, ob mein Mann mich manipulieren will. Früher haben wir uns gut verstanden, Dinge unternommen - jetzt habe ich das Gefühl, ich bin ihm egal. Wenn ich zu Hause bin, spricht fast nichts und sitzt in einem Zimmer allein und trinkt- offen oder versteckt. Denke auch, dass ihm eine Trennung egal wäre.

    Es bedeutet mir viel, deshalb habe ich wahrscheinlich mehr Angst vor diesem Schritt als er. Denke, wenn ich sage, ich will die Trennung, sagt er sofort ok.

    Ich bin aber nicht sicher, ob das auch für unsere Tochter gut ist.

    Danke. Mein Mann tut so als ob nichts wäre. Ich war zwei Tage beruflich weg. Hatte keine ruhige Minute bis ich wieder zu Hause war.

    Dann sehe ich wieder die leeren Bierdosen. Er behauptet, dass er unsere Tochter nicht mehr fährt, wenn er betrunken ist, aber ich glaube es ihm nicht.

    Er hat , als er den Führerschein verloren hatte und zur MPU musste, ein Jahr nichts getrunken. Jetzt behauptet er, dass er das also könne und er ist nur bislang noch nicht für nötig fand.

    Er ist eigentlich sehr intelligent und hat sich gut im Griff, aber ich glaube es dennoch nicht.

    Was ich mir vorwerfe ist, dass ich viele Jahre gar nicht erlaubt habe, dass er so viel trinkt.

    Für mich war Alkohol trinken nie ein grosses Thema und dachte immer, er trinkt als Mann halt gerne was - das machen ja fast alle Männer. Aber er war nie ausfaellig oder aggressiv und trank auch meist allein. Die Mengen habe ich gar nicht so mitbekommen.

    Als er den Fuehrerschein dann weggenommen bekam, war unsere Tochter im Auto - damals 9.

    Sie wurde dann mit ihm im Taxi nach Hause gebracht - vielleicht hätte ich da schon viel mehr reagieren müssen, aber da tat er mir richtig leid.