Beiträge von Liesel

    Es ist schwierig. Mein Mann trinkt allein, ab spaetem Vormittag. Er hat sich gut unter kontrolle - Aussenstehende merken es nicht und er hat eh wenig Kontakt zu Menschen.

    Ich moechte meine Tochter schuetzen und eigentlich auch ihm helfen, dass er aus dieser Alkoholfalle herauskommt. Das Problem ist nur, dass fuer mich das Ganze fast nicht mehr zu schaffen ist. Ich mache mir, wenn ich beruflich verreisen muss, grosse Sorgen um meine Tochter und wenn ich zu Hause bin, ist die Atmosphaere sehr deprimierend. Er liegt teilweise auch tagsueber im Bett - je nach meiner Laune, sage ich gar nichts oder streite dann mit ihm. Fuer meine Tochter ist auch das alles nicht schoen, denke ich. Ich moechte einfach, dass sie ein Zuhause hat, wo sie Rueckhalt, Freude und Sicherheit findet.

    Positiv miss ich sagen, dass er eigentlich nie aggressiv ist, doch er vernachlaessigt sich und sein ganzes Leben total.

    Ich weiss einfach nicht weiter. Manchmal wuensche ich mir, dass wir einfach mal einen Ausflug als Familie machen und sich alle darauf freuen, aber das ist ganz weit weg.

    Hallo

    Ich bin neu hier und möchte es mal versuchen. Mein Mann ist stark abhängig , wohl seit vielen vielen Jahren. Seit er den Fuehrerschein mit über 2 Promille in 2019 weggenommen bekam , zur MPU musste etc. habe ich es erst realisiert.

    Er bekam ihn dann wieder und es war leicht besser.

    Seit 1.5 Jahren ist es wieder ganz schlimm. Er ist nur gewalttätig und trinkt den ganzen Tag allein. Er hat sich auch bei riesigen Mengen unter Kontrolle, so dass man von außen kaum etwas merkt. Trinkt ca 6-8 Flaschen Bier pro Tag. Therapie etc. lehnt er ab und an guten Tagen sagt er, er hört jetzt auf, an schlechten, dass mich das nichts angeht.

    Unsere Tochter ist 12 und ich muss ab und zu auch beruflich verreisen und bin ein paar Tage wie. Dann habe ich so viele Sorgen, da er mit ihr allein ist und sich nicht um sie kümmert. Sie kocht sich dann ab und zu selbst, macht sie Fruehstueck etc.

    Sie ist sehr selbständig, aber für mich ist es schrecklich.

    Niemand weiß es- ich möchte auch niemand einweihen. Wir haben sehr wenig Freunde wegen der Situation und ich habe keine Verwandten, außer mein über 80-Jaehriger Vater.