Beiträge von Liesel

    Hallo zusammen

    Nachdem meine Tochter und ich aus dem Urlaub zurück waren, hat mein Mann am ersten Abend 6 Flaschen Bier getrunken und am Tag darauf 6-10 , ab morgens schon. Er zieht sich dann immer in sein Arbeitszimmer zurück und schläft auch da.

    Ich hab ihn per Mail gefragt, wie er sich das weiter vorgestellt. Keine Antwort.

    Heute ist er auf Geschäftsreise.

    Ich glaube ich kümmere mich einfach um mich.

    Bin schon distanzierter.

    Hallo

    Mein Mann war beim Arzt und hat ein Blutbild machen lassen. Er hat absolut normale Leberwerte. Er hat mir die Auswertung gezeigt.

    Ich habe ihm gesagt, dass er dennoch ein Alkoholproblem hat, was er vorsichtig bejaht hat.

    Verstehe allerdings nicht, wieso er , obwohl er seit vielen Jahren trinkt, solche Werte hat. Gibt es so was?

    Hallo zusammen

    Mit meinem Mann spitzt sich die Sache zu.

    Er arbeitet ja aus dem Home Office und seit Tagen läuft es so: er steht um 8 auf, arbeitet 2-3 Stunden und dann startet ( heimlich) das Bier trinken. Er verschanzt sich in seinem Zimmer, angeblich mit Ar wir und legt sich dort ab ca -7 Uhr ins Bett ( bin irgendwie auch froh, dass er dort schläft).

    Unserer Tochter sagt er, er habe Bauchweh, Kopfweh etc- müsse sich ausruhen.

    Ich habe ihr gesagt, dass Papa krank ist und zum Arzt müsste, ich ihn aber nicht dazu zwingen kann.

    Daraufhin sagte sie: weiß weiss, was die dann mit ihm machen…

    Hat mich irritiert und habe erst mal nix geantwortet.

    Dennoch habe ich den Eindruck, dass wir uns auf ein Leben ohne ihn zubewegen.

    Es ist alles so unwirklich- denn eigentlich könnte es uns so gut gehen. Ich bin , denke ich, recht stressresistent, aber mir macht es zu schaffen, dass jemand so verkommt und keine Hilfe annimmt.

    Hallo zusammen

    Hatte heute ein Gespräch mit meinem Mann - das 5 Minuten dauerte.

    Ich schlug vor, dass eine Bekannte bei uns schläft, wenn ich beruflich verreisen muss, damit meine Tochter nicht sich selbst überlassen ist.

    Daraufhin hat er das Gespräch sofort beendet mit der Aussage, dann zieht er aus und ist erst mal für 2 Stunden verschwunden- nehme an irgendwo Trinken.

    Um mir einen Überblick zu verschaffen , habe ich gezählt was er gestern und heute zu Hause getrunken hat. Mache ich sonst nie, weil es mir auch langsam egal ist. Aber wollte wir einen Realitätscheck machen. Eine Flasche Wein und 10 Bier in 2 Tagen.

    Er tut mir leid, doch gleichzeitig beschäftige ich mich gedanklich mit der Trennung.

    Ja, Elly- Du hast Recht und es geht mir wie Pfiffig und Violet.

    Ich habe schon räumlich viel Abstand genommen und kümmere mich viel mehr um mich und meine Tochter.

    Leider habe ich Alkoholismus nie gekannt - habe das Problem erst vor ca 9 Monaten überhaupt erkannt. Leider! Aber hatte nie mit Alkoholikern zu tun

    Hier das Gleiche! Mit aggressiv meinte ich auch nur verbal. Ansonsten wäre ich sofort weg.

    Er ist aber eher ruhig- meist trinkt er und redet gar nicht. Liegt dann manchmal, wenn er zu Hause ist, schon mittags im Bett und sagt, er muss nachdenken.

    Eigentlich ohne Worte das Ganze!

    Aber dann tut er mir einfach leid- ich frage mich, was in ihm vorgeht, dass er alles so weg wirft. Uns geht es sonst gut- wir haben eine tolle Tochter. Ich verstehe es einfach nicht, aber ist wohl wirklich eine Krankheit!

    Hi Violet

    Das geht mir genauso. Mein Mann ist - nüchtern- echt nett, intelligent und interessant. Aber er tritt alles mit Füßen- er tut so als habe er das voll im Griff und ich spinne.

    Gleichzeitig merke ich, wie er richtig abdriftet: vergisst viel, wird schnell aggressiv und riecht auch oft nach Alkohol und denkt, man merkt es nicht.

    Hallo Violet

    Es scheint, dass Du die gleiche Situation hast wie ich. Mein Mann trinkt auch allein immer mehr, aber tut so als sei alles ok. Meine Tochter und ich machen eigentlich immer mehr sowieso allein- a er er tut mir eben auch manchmal leid.

    Er ist intelligent und nüchtern eine tolle Person- ich verstehe es einfach nicht, warum er vor allem sein ( und unser Leben) so kaputt macht.

    Noch habe ich den Absprung auch noch nicht geschafft, aber ich spüre, dass es näher kommt, auch weil man jeglichen Respekt verliert.

    Ich weiß es nicht. Da er aber selbst den Vorschlag gemacht hat, wollte ich nicht gleich sagen, es interessiert mich nicht.

    Wenn er wirklich den Weg aus der Abhängigkeit ehrlich suchen würde, würde ich ihn unterstützen. Aber ich glaube ja selbst nich nicht so daran. Dachte aber , es ist ein Mini- Test, was er macht. War ja seine Idee, nicht meine.

    Ich bin dennoch sehr auf der Hut und habe auch ein bischen mit meiner Tochter gesprochen. Sie will immer noch nicht wirklich darüber reden- öffnet sich aber langsam etwas.