Beiträge von _Julia_

    Ich finde es auch seeeehr erstaunlich wie sehr AlkoholikerInnen sich ähneln in ihrem Verhalten. Das Treffen war gut für mich, hat mir gezeigt wo er wirklich steht. Ich liebe Klarheit.

    Er hatte tatsächlich keine Einsicht am Anfang vom Treffen. Er hat versucht mich einzuseifen und Spielchen zu spielen aber als er nicht durchkam damit wurde er nachdenklicher. Dann ließ er tiefer blicken. Er hat eine hohe Toleranz was Alkoholkonsum angeht, 2-3 Halbe Bier am Tag sind für ihn normal, weil das seine männlichen Verwandten in seiner Kindheit auch gemacht haben. 5-6 Halbe wären für ihn Alkoholismus, sagt er. Aber im Prinzip weiß ers schon selber.

    Sein Verhalten stößt mir auf. Ich bin selber chronisch krank und brauche meine Energie für mich. Das hab ich ihm auch gesagt. Und auch, dass mein Leben ohne ihn jetzt leichter ist. Da hat er geschluckt. Ich hab auch gesagt, dass ich mir kein Sprechverbot mehr erteilen lasse bzgl Alkohol und hab ihn dann auch als Alkohliker bezeichnet (mit Grummeln in meinem Magen). Er neigt nicht zu Gewalt, deswegen kann ich mir das erlauben. Und weil ich nicht abhängig bin von ihm. Jeder würde ich das aber nicht raten.

    Er geht zur Beratung. Mal schauen was die Zukunft bringt. Bestimmt noch Spielchen seinerseits.

    Aber ich bin Single! :) :) :)

    Vielen Dank schonmal für eure Nachrichten. Eure Einschätzungen entsprechen meinem Bauchgefühl. Ich hab mich jetzt entschieden zum Treffen zu fahren. Wir haben eine Fernbeziehung und zufällig würden wir uns eh nicht über den Weg laufen. Auf seine "Spielchen" bin ich jetzt dank euch vorbereitet und wappne mich. Ich höre ihm zu und spreche dann klare Worte.

    Der Alk ist echt so tricky, man kann echt nicht einfach unbedarft sein.

    Hallo!

    Ich (w, 48) bin gerade beim Ausstieg aus der Co Abhängigkeit. Dafür habe ich mir bereits Hilfe geholt bei einer örtlichen Beratungsstelle. Da die aber so schlechte Öffnungszeiten haben suche ich zusätzlich online hier Unterstützung.

    Der Mann den ich Liebe ist Alkoholiker. Wir waren in unserer Jugend zusammen und bis vor zwei Woche wieder für ein halbes Jahr.

    Er war nicht wirklich Krankheitseinsichtig, nach vielen Gesprächen hab ich ihn vor die Wahl gestellt, entweder das Bier oder ich. Er sagte wieder, "Ich habe kein Problem, du hast ein Problem."... usw... Dann habe ich Schluss gemacht.

    Die ersten Tage hat es sich angefühlt, als würde ich sterben. Aber nach einer Woche kam die Erleichterung und jetzt merke ich, dass ich ohne ihn ein leichteres Leben habe.

    Er ist jetzt verzweifelt und hat sich für mich entschieden, schreibt er. Er möchte abstinent leben und geht zur Suchtberatung ab kommender Woche.

    Morgen treffen wir uns (an einem neutralen Ort) das erste Mal persönlich wieder.

    Ich hab das Gefühl jetzt aufgewacht zu sein und ihn mit anderen Augen zu sehen. In das alte Leben möchte ich nicht zurück, aber seine lieben Anteile schätze ich sehr.

    Ich mag ihn als Mensch aber als Partner muss er zuverlässig und berechenbar sein. Seine Spielchen mach ich nicht mehr mit. Ich mag keinen Partner der in einer anderen Welt lebt.

    Ich freue mich über Austausch mit euch.

    Bisher haben mir die Tipps der Beratungsstelle sehr geholfen. Anscheinend gibt es echt verd... viele Ähnlichkeiten bei Suchtbeziehungen.

    Ich freue mich Menschen hier kennenzulernen, die in der "gleichen Welt" wie ich leben. Diese "Schwurbeleien" von AlkoholikerInnen verdrehen einem ja total das Hirn.

    Liebe Grüße <3