Und genau dafür ist die Selbsthilfe da. Damit du raus kommst aus deiner Opferrolle (sorry, nicht böse gemeint) und Verantwortung für DICH statt für deine Ehefrau übernimmst.
Du kannst sie nicht ändern, aber du kannst dich ändern.
Ihr kannst du nur deine Ängste, Bedürfnisse und an sie gerichteten Wünsche mitteilen. Was sie daraus macht ist ihre Sache.
Danach kannst du dann anfangen genau diese Sachen (Bedürfnisse) für dich alleine oder mit Freunden/Familie/Bekannten/Kollegen anzugehen.
Du hast Lust spazieren zu gehen, sie kann aber nicht mehr ohne zu wanken laufen, geh alleine
Du möchtest was gutes essen, sie isst aber nicht weil sie voll ist, dann sei es dir wert es auch nur für dich zu kochen
usw
Und selbst wenn sie mit möchte, sage nein, wenn sie deiner Meinung nach zu betrunken ist. Findest du sie unangenehm, sage nein. Ist sie dir peinlich, sage nein.
Hat sie jedoch einen Zustand in dem es für dich absolut okay ist, könnt ihr doch was zusammen machen. Wichtig ist, dass du dich dann damit wohl fühlst.
Zu deinen Fragen….
Hochzeit kennst du ja meine Meinung
Wann ist es unterlassene Hilfeleistung. Ich denke du fragst dies u.a weil du sie nicht alleine lassen möchtest, wenn sie getrunken hat? Ich könnte mir vorstellen, dass du keine Verantwortung trägst, wenn ihr in deiner Abwesenheit was passiert.
Wenn es dir jedoch mehr darum geht, wie es während deiner Anwesenheit ist. Da würde ich vermuten, dass solange noch alle Vitalzeichen vorhanden und sie ansprechbar ist, du nichts machen musst. Aber das ist wirklich reine Spekulation. Vielleicht kann einem sowas die Notrufzentrale vom Rettungsdienst, die Polizei, die Klinik oder ein Anwalt beantworten.
Bzgl der Selbsthilfegruppe habe ich hier mal den Tipp bekommen, dass besser jeder seine eigene Gruppe haben sollte. Vielleicht kannst du dir da eine eigene suchen?