Beiträge von Hope92

    Kann mir vorstellen, dass es dich wurmt. Denke noch mehr als die Zeit ist es dein Perfektionismus, der da gerade ganz laut in dir aufschreit.

    Vielleicht hilft es dir …. Ich glaube ich kann da ungefragt für alle sprechen. Wir sind dir sehr dankbar, dass du diese Arbeit für uns machst und von uns hat niemand den Anspruch, dass du dies auch noch schnell und ohne Geräusch mal eben so im Hintergrund machst.

    Dann klappt halt mal etwas nicht wie gewollt. Ärgerlich wegen der Zeit, die du investierst, aber mehr auch nicht.

    DANKE und sei nicht so hart mit dir selbst

    Hallo GreenViolett,

    keine schöne Situation, in der du dich da befindest.

    Mein erster Gedanke war, zum Glück hast du noch eine eigene Wohnung (so habe ich es zumindest raus gelesen). Das vereinfacht eine Trennung.

    Das ist ein ganz schönes Päckchen.

    Einen nassen Alkoholiker als Partner zu haben ist schon eine Nummer, wenn dieser aber dann noch Kokst und sich sein Wesen so krass verändert. Da schreit alles in mir „nichts wie weg“

    Lieber Berni,

    ich kann diese Gedanken nachvollziehen, da ich ein Fan von Statistiken bin ABER wenn ich mal ehrlich bin. Eigentlich dienen sie mir nur, um mich nicht damit auseinander zu setzen was ICH denn möchte und was das beste für MICH ist.

    Ist das gleiche wie Bewertungen beim shoppen.

    Ich treffe so ungerne Entscheidungen, aus Angst, dass es die falsche ist.

    Vielleicht findest du dich da ein bisschen wieder?!

    Geh in dich, wo sind deine Grenzen. Wie lange bist du bereit das so hin zu nehmen wie es ist, weil ändern kannst du es nicht. Welche Kompromisse bist du bereit zu gehen. Wann ist der Punkt gekommen, wo es dir mit deinem eigener Weg besser gehen wird.

    Setze dich mit deinen Bedürfnissen auseinander. Nur du ganz alleine kannst entscheiden wie lange du mit der Situation lebst und wann es dir zu viel ist. Hier hilft dir leider keine Statistik.

    Lieben Gruß

    Hope

    p.s wie war die Hochzeit. Ich hoffe du konntest etwas abschalten und den Abend genießen

    Er ist furchtbar egoistisch geworden, sagt so seien Alkoholiker.

    Liebe Mai,

    bei dieser Einstellung brauchst du wahrscheinlich vorerst keine Hoffnung haben, dass er sich ändert.

    Er hat ja scheinbar ein genaues Bild vom Alkoholiker. Und diesem Bild wird er seiner Meinung nach entsprechen dürfen. Er ist ja immerhin Alkoholiker und die sind so.

    Wenn du damit nicht klar kommst, zeig ihm deine Grenzen auf. Hält er sich nicht dran, musst du für dich den nächsten Schritt überlegen.

    LG

    Hope

    Hallo Lotta,

    wenn er Pech hat wird er in der Klinik gar nicht aufgenommen.

    In der Klinik wo ich war, musste mindestens 3 Wochen Abstinenz zu Hause im eigenen Umfeld vorliegen, bevor man auf die Station für Depressionen durfte.

    Ich hatte eine schwere Episode. Habe mich viel zum Thema Depression belesen. Bin darüber auf das Thema Depression und Alkohol gestoßen. Habe mich dann immer tiefer eingelesen und irgendwann für mich den Zusammenhang verstanden.

    Vielleicht beschäftig er sich wenigstens mit der Depression, wenn er die so gerne vorschiebt, und kommt auch zu diesem Aha Moment

    Ich hätte alles getan, um die Episode los zu werden. Daher war für mich recht schnell klar, Alkohol soll nicht mehr zu meinem Leben gehören.

    Hope92, danke für deinen Beitrag. Aktuell habe ich jedoch massive Angst, wenn ich von der Arbeit komme. Wo ist sie, wo liegt sie besoffen rum, ist sie wieder gestürzt und kann keine Hilfe holen etc.

    Sehr, sehr schlimm. Auch isst sie nicht mehr regelmäßig, säuft nur noch. Wie lange kann das denn ein Körper so mitmachen?

    Die Angst kann ich verstehen, ist aber nicht deine Baustelle.

    Du könntest ihr doch für dein Gewissen bei den Johanniter oder der Caritas so ein Notfallarmband bzw eine Notfallkette besorgen. Kostet zwar monatlich was, aber damit könntest du die Verantwortung wieder an sie zurück geben. Wenn sie es an hat, kann sie sich nämlich darum kümmern, dass Hilfe kommt.

    Und genau dafür ist die Selbsthilfe da. Damit du raus kommst aus deiner Opferrolle (sorry, nicht böse gemeint) und Verantwortung für DICH statt für deine Ehefrau übernimmst.

    Du kannst sie nicht ändern, aber du kannst dich ändern.

    Ihr kannst du nur deine Ängste, Bedürfnisse und an sie gerichteten Wünsche mitteilen. Was sie daraus macht ist ihre Sache.

    Danach kannst du dann anfangen genau diese Sachen (Bedürfnisse) für dich alleine oder mit Freunden/Familie/Bekannten/Kollegen anzugehen.

    Du hast Lust spazieren zu gehen, sie kann aber nicht mehr ohne zu wanken laufen, geh alleine

    Du möchtest was gutes essen, sie isst aber nicht weil sie voll ist, dann sei es dir wert es auch nur für dich zu kochen

    usw

    Und selbst wenn sie mit möchte, sage nein, wenn sie deiner Meinung nach zu betrunken ist. Findest du sie unangenehm, sage nein. Ist sie dir peinlich, sage nein.

    Hat sie jedoch einen Zustand in dem es für dich absolut okay ist, könnt ihr doch was zusammen machen. Wichtig ist, dass du dich dann damit wohl fühlst.

    Zu deinen Fragen….

    Hochzeit kennst du ja meine Meinung

    Wann ist es unterlassene Hilfeleistung. Ich denke du fragst dies u.a weil du sie nicht alleine lassen möchtest, wenn sie getrunken hat? Ich könnte mir vorstellen, dass du keine Verantwortung trägst, wenn ihr in deiner Abwesenheit was passiert.

    Wenn es dir jedoch mehr darum geht, wie es während deiner Anwesenheit ist. Da würde ich vermuten, dass solange noch alle Vitalzeichen vorhanden und sie ansprechbar ist, du nichts machen musst. Aber das ist wirklich reine Spekulation. Vielleicht kann einem sowas die Notrufzentrale vom Rettungsdienst, die Polizei, die Klinik oder ein Anwalt beantworten.

    Bzgl der Selbsthilfegruppe habe ich hier mal den Tipp bekommen, dass besser jeder seine eigene Gruppe haben sollte. Vielleicht kannst du dir da eine eigene suchen?


    Hallo Berni,

    ich würde in dieser Situation definitiv alleine zur Hochzeit gehen. Sie mit zu nehmen wäre mir zu riskant. Die Frage ob du auch zu Hause bleiben solltest vergisst du bitte mal ganz schnell wieder.

    Warum solltest du auf etwas verzichten, weil sie trinkt.

    Generell wäre es an der Zeit zu überlegen, ob du nicht deinen eigenen Weg gehst. Wie hast du so schön gesagt, das Leben ist schön. Allerdings bekommst du selber auch sehr wenig davon mit, wenn du dich nur um deine trinkende Frau kümmerst.

    Du musst ja nicht direkt den Weg der Trennung wählen. Das macht sicher Angst und aktuell ist da evtl auch noch Hoffnung. Aber hol dir dein Leben zurück.

    Triff dich nach der Arbeit mit Freunden. Gehe zum Hobby oder suche dir eins. Und wenn du das alles verinnerlicht hast dann flieg alleine in den Urlaub.

    Lass dein Leben nicht still stehen, weil sie lieber trinkt.

    Und wer weiß, vielleicht kommt dann auch irgendwann der Tag, wo du nach Hause kommen und keine betrunkene Ehefrau auf der Couch sitzen haben möchtest. Wo dir eventuelle Unterhaltszahlungen egal sind und du dir deine Freiheit damit lieber erkaufst, als diese Situation weiter ertragen zu müssen.

    Geld ist wirklich nicht alles. Ich habe nach meiner Trennung bei null angefangen. Und ich würde es immer wieder tun.

    Lieben Gruß

    Hope

    Hallo Frau,

    bitte zieh dir den Schuh nicht an. Du hast ihm eine Wahl gelassen. Zu gehen war ganz allein seine Entscheidung. Somit ist auch er für seine Zukunft verantwortlich und NICHT du.

    Ansonsten kann ich mich auch für den Tipp …. ganz viel weinen …. aussprechen. Irgendwie reinigt das.

    Vielleicht auch zusammen mit deinen Kindern. Vielleicht hilft es wenn sie merken, dass sie mit der Trauer nicht alleine sind.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die kommende Zeit

    Lieben Gruß

    Hope

    Ich glaube bei dem Thema gibt es nicht nur schwarz und weiß.

    Meiner Meinung nach spielen da ganz viele Faktoren mit rein.

    Kam es aufgrund des Suffs zu Situationen, die nicht zu verzeihen sind? Verbale Ausreißer, Respektlosigkeit, Gewalt.

    Hat der Trinkende die Selbstachtung verloren, kann man meiner Meinung nach vom Partner nicht Verlagen, dass dieser noch Achtung vor ihm hat. Wer mag schon einen Partner, der sich nicht mehr pflegt, einnässt oder in seinem Erbrochenem liegt.

    Wie viele nicht eingehaltene Versprechen und wie viele Enttäuschungen gab es.

    Oder reden wir von einem „funktionierenden“ Alkoholiker, der sich bisher das alles nicht hat zu schulden kommen lassen.

    Dann kommt es drauf an, welche Art von Co-Abhängiger der Partner ist.

    Ist er der manipulierende der es braucht Macht zu haben oder einfach ein zu sehr liebender, der als den richtigen Motiven den Falschen Weg geht und den Alkoholiker einfach zu viel Verantwortung ab nimmt.

    Und zum guten Schluss kommt es meiner Meinung auch noch ganz stark drauf an, ob beide Parteien eine Krankheitseinsicht haben und an sich arbeiten. Denn arbeitet der Co nicht ebenfalls an sich, hat der Alkoholiker keine guten Chancen langfristig die Verantwortung für sich und seine Erkrankungen zu übernehmen.

    Ich weiß nicht wie mein Ex mich sieht. Für mich war es aufgrund meiner Angststörung und der Depression allerdings nicht gut, dass er akzeptiert hat, dass einiges liegen bleibt, mir die wichtigsten Alltagsaufgaben abgenommen und mich in Ruhe gelassen hat.

    Unter diesen Voraussetzungen hatte ich keine Chance Eigenverantwortung zu entwickeln.

    Natürlich war das nicht der einzige Grund für die Trennung, da gab es noch einen weiteren Grund. Aber seine Co Abhängigkeit hat einen großen Faktor gebildet.

    Liebe Wicca,

    ich kann dich gut verstehen. Auch ich habe mit meinem Exmann lange in einer Parallelwelt gelebt.

    Die ersten Jahre habe ich noch um die Ehe gekämpft, am Ende genau so gedacht wie du. Ich dachte ich käme damit klar. Das war aber leider nicht der Fall.

    Der Übergang war schleichend. Den Moment, wo ich einen Schlussstrich hätte ziehen müssen, habe ich leider versäumt. Und ehe ich mich versah, habe ich mich in einer schweren depressiven Episode befunden.

    Dabei ging es mir, wie ich glaubte, gut. Immerhin waren wir noch ein gutes Team und hatten einen tollen Alltag. Ich habe mich „nur“ nicht mehr geliebt gefühlt. Was schon gereicht hat, um mich innerlich aufzufressen.

    Das ist natürlich nicht immer so. Aber vielleicht hilft dir meine Geschichte, besser auf dich acht zu geben, als ich es gemacht habe.

    Pass auf dich auf und versuche regelmäßig in dich hinein zu spüren. Warte nicht wie ich, bis du selber unter gehst.

    Lieben Gruß

    Hope